[Rezension] Die dunklen Lande (Roman, Historische Fantasy)

© Knaur Verlag

Schon die Pulp-Autoren vor hundert und mehr Jahren nutzten die irdische Geschichte und Mythen der Länder aus, um sie mit ihren eigenen Horrorszenarien zu verknüpfen. Autoren wie Robert E. Howard schufen so unvergessene Helden, wie etwa den Puritaner Solomon Kane, der rigoros gegen das Böse in all seinen magischen Formen vorging. Auf seinen Spuren wandelt nun Markus Heitz mit seinem neusten Roman „Die dunklen Lande“.

INHALT
Nach dem Tod ihrer Mutter reist Aelin Kane zusammen mit ihrer Freundin Tahmina nach Hamburg, um dort das Erbe ihres Vaters Solomon Kane einzufordern, welches ein Kaufmann vor vielen Jahren von ihm in Verwahrung hat.

Doch es kommt anders als gedacht. Durch eine Verkettung von unglücklichen Umständen können sie nur damit rechnen, es zu erhalten, wenn wie einen Auftrag für die West-Indische Compagnie erfüllen. Die Mission scheint einfach: Ein paar Leute aus Bamberg abholen und in die Hansestadt zu bringen … aber schon bald merken die beiden Frauen, dass die Reise es in sich hat.

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[Rezension] Legenden von Nuareth – Die Stunde der Helden

Autor: Jörg Benne
Verlag: Mantikore Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 978-3-945493-21-2
Preis: 12,95 Euro

von: Würfelheld

Nareth ist mir durch „Das Schicksal der Paladine“ schon einmal ein Begriff und die angesprochene Trilogie habe ich mit Freude gelesen. Somit war es klar, das irgendwann auch dieses Werk in meine Hände wandert und mein Kopfkino diese Vorstellung spielen wird. Also auf geht’s…

Der Verlag zum Buch:
Der junge Felahar hat bislang ein beschauliches Leben als Gerichtsschreiber in einer großen Stadt geführt, träumt aber von Abenteuern und Heldentaten. Er beschließt, in die wilden Nordlande aufzubrechen, um dort Geschichten zu sammeln, diese nieder zuschreiben und zurück in der Stadt eine Karriere als Poet zu starten.

Er trifft auf die bekannten Helden Huk, Wim und Dalagar und darf diese eine Weile als Chronist begleiten, erkennt aber bald, dass seine verklärten Vorstellungen von Heldentum, Ehre und Opferbereitschaft mit deren Alltag wenig zu tun haben. Enttäuscht will er sich von ihnen trennen, doch das Schicksal schweißt die vier zusammen und als die Stunde der Helden schlägt, muss Felahar beweisen, ob in ihm mehr als nur ein Schreiber steckt.

Zum Inhalt:
Das wilde Leben in den Nordlanden ist an sich schon eine gewisse Herausforderung. So gestaltet sich das Leben nicht ganz so einfach und man ist froh wenn man Ablenkung erfährt. So ist der junge Schreiberling Felahar immer wieder auf der Suche nach Geschichten um diese nieder zuschreiben und einem wissbegierigen Schinkenpublikum vorzutragen.

Eines Tages beschert das Schicksal Fehalar eine unerwartete Begegnung mit drei Kriegerlegenden. Kurz entschlossen und mit einigen Nerven und Überredungskunst schließt sich der Schreiberling den Helden an. So erhält er schnell einen Einblick in deren Leben und muss sehr schnell feststellen das das gesponnene Heldengarn mehr Schein als Sein ist, sprich das Leben zwar hart, brutal und unbarmherzig sein kann aber die schönen Seiten einfach nicht so schön wie in den Erzählungen sind.

Nach dieser Erkenntnis wandelt sich Felahars Schicksal und sein Leben erfährt eine unerwartet Wendung.

Mein Fazit:
„Die Stunde der Helden“ hat mich für mehrere Stunden in seinen Ban gezogen und mich gut unterhalten. Die Welt gefällt mir sehr gut, den es muss ja nicht immer mit Oberhammermagiefuzzis um sich geworfen werden. Außerdem weißen die so entstandenen Möglichkeiten aus Stahl und Blut gute Ansätze auf, die Benne gut nutzt, allerdings nicht ganz ausquetscht und sich hundertprozentig zu eigen macht, den alleine die Enttäuschung von Fehalar über die „Wirklichkeit der Legenden“ ist mir einfach zu flach und schwach dargestellt.

Die Protagonisten finden alle den richtigen Platz in der Story, diese nicht nur durch den gesponnen Plot, sondern weil sie alle Ansatzpunkte (Stärken und Schwächen) bieten. Dafür werden Nebenfiguren gar nicht groß dargestellt und sind schnell wieder aus der Story und dem Gedächnis heraus. Schade da wurde oft Potenzial verschenkt.

Nichtsdestotrotz spulte mein Kopfkino einen klasse Fantasy-Streifen ab und ich bin froh das mein Türsteher die Buchdeckel hat hereingelassen.

Meine Wertung:
3,75 von 5 Schreiberlingen

[Rezension] KRIEGER

Herausgeber: Ann-Kathrin Karschnik, Torsten Exter
Verlag: Verlag Torsten Low
Cover: Timo Kümmel
Format: Taschenbuch, 398 Seiten
Erschienen: Juni 2013
ISBN 13: 978-3-940036-21-6

von: Würfelheld

Diese Anthologie ist mir schon öfters unter die Augen gekommen, zum einem durch die vielen verschiedenen Autorenlesungen oder durch den ein oder anderen Artikel. Nachdem diesjährigen Deutschen-Phantastik-Preis (DPP) und einen genaueren Blick auf die Autorenliste, war klar, ich werde mir diese mal geben. Hiermit ist es nun soweit.

Klappentext:
Actionreich, humorvoll und tiefsinnig – eine spannende Sammlung, die zeigt, wie facettenreich das Thema ist! (Gesa Schwartz) Ihr Versprechen heißt Blut. Ihr Schicksal ist der Tod. Sie sind Retter und Verdammnis, Schützer derer, die sie lieben, Alptraumbringer in den Reihen ihrer Feinde. Sie wandeln in Nebeln, auf Blutpfaden, mitten in unseren Städten. Ihre Orden sind alt, ihre Narben frisch. Ihre Heimat ist das Schlachtfeld. Sie sind Söldner und Legionäre, Gladiatoren, mutige Kämpfer, Schädelspalter und Riesentöter. Sie sind Krieger – und dies sind ihre Geschichten. Mit Beiträgen von Tina Alba, Stefanie Bender, Tom Daut, Susanne Gerdom, Markus Heitkamp, Detlef Klewer, Heike Knauber, Mike Krzywik-Groß, Stefanie Mühlsteph und Moritz Gießel, Sean O’Connell, Thomas Plischke, Bernd Rümmelein, Torsten Scheib, Heike Schrapper, Helen B. Kraft, Nina Sträter, Carsten Thomas, Christian Vogt, Judith C. Vogt, Jonas Wolf, Andreas Zwengel.

Zum Inhalt:
Wie aus dem Vorwort zu erfahren ist, ist Krieger das Endresultat aus 170 eingereichten Storys. So haben die Herausgeber einen großen Kessel Buntes zur Auswahl gehabt. Die oben aufgeführten Autoren haben es dann schließlich mit ihren Interpretationen von Kriegern in diese Kurzgeschichtensammlung geschafft. Bei der Auswahl der Geschichten wurde das Augenmerk nicht auf die Bekanntheit des Autors gerichtet, sondern die Storys selbst standen im Mittelpunkt.

Die Storys verschlagen einen in die unterschiedlichen Fantasy-Hintergründe von Dörfern bis Städte, von Wällen bis Gebirge. Weiterhin wird man von Mythen wie Nebelkrieger oder sagenumwobenen Wesen wie Drachen begeistert.

Krieger kann aber eins besonders gut, die unterschiedlichen Sichten, die Brutalität und die Heldentaten des Krieges beleuchten bzw. der aufzeigen.

So fließt Blut in Strömen oder man sitzt am Lagerfeuer und erfährt mehr übe alte Helden. Weiterhin wird nicht mit Wein, Weib und Gesang gegeizt und das zu jeder erdenklichen Jahreszeit.

Auch der Adel und seine Hinterhältigkeit spielen eine Rolle. Aber auch alte Versprechen werden abverlangt und bringen die Krieger immer wieder in Situationen für welche sie gelehrnt haben und geschaffen wurden.

Mein Fazit:
„Der Tod kommt in Sekunden. Ein neues Leben auszutragen dauert neun Monate. Einen Soldaten heranzuziehen fünfzehn lange Jahre.“ ist nur eines der vielen Zitate die dieses Sammlung mir ins Hirn genagelt hat. Wer Buchstabenaction in Form von muskelbepackten Helden wie Conan oder Kane mag oder wer Spaß an Stahlwaffenhelden hat, ist bei Krieger genau an der richtigen Adresse. Das Buch hat mir von der ersten bis zur letzten Seite einfach Lesevergnügen bereitet. Man muss den Herausgebern ein großes Lob für ihre Story-Zusammenstellung aussprechen. Die Mischung ist ihnen echt gelungen. Auch die kleinen Details machen dieses Buch einfach so lesenswert!

Wer glaubt Fantasy sein mittlerweile abgegriffen und man kennt alles, der sollte hier einen kleinen Blick riskieren – denn man hat selten soviel Krieger auf einen Haufen gesehen!

Ich will mehr davon!

Meine Wertung:
5 von 5 Stahlklingen

[Rezension] Schnutenbach – Dunkles Vermächtnis

Autor: Karl-Heinz Zapf
Verlag: Mantikore-Verlag
Erschienen: August 2014
Format: Softcover, 20 Seiten
ISBN 10: 3945493005
ISBN 13: 978-3945493007

von: Würfelheld

Ein weiteres Buch für Schnutenbach ist erschienen. Dabei handelt es sich um ein Szenarioband namens Dunkles Vermächtnis. Somit wird es Zeit erneut ins Dorf zu reisen und den Ereignissen zu folgen.

Klappentext:
Es gibt unzählige schauerliche Geschichten über den gefahrvollen Waisenwald und alle, die in Richtung des Riesenjoch-Gebirges reisen, müssen ihn auf die einer oder andere Weise durchqueren. Es ist kein Geheimnis, dass alle Ansiedlungen in diesem finsteren Forst verlassen wurden – alle, bis auf Kaltenanger! Dieses winzige Dorf und seine braven Bewohner boten allen Widrigkeiten des Waisenwaldes bisher tapfer die Stirn. Doch nun hat sich ein alter, vergessener Feind erneut erhoben und droht damit, hier eine Herrschaft des nackten Grauens und des Untods zu errichten. Das Schicksal will es aber, dass einige verirrte Wanderer im Waisenwald auf ein kleines Mädchen stoßen, das verzweifelt nach seiner verschwundenen Schwester sucht – und sie geraten dadurch in ein Abenteuer, das sie sicher nicht so schnell vergessen werden. Sofern sie es überleben … Unzählige düstere Geheimnisse, zahlreiche Legenden und Geschichten sowie gut verborgene Schätze warten hier – am Rande der bekannten Welt – nur darauf, entdeckt zu werden.

Der Inhalt:
Die Spieler befinden sich auf reisen. Dabei führt ihr Weg, aufgrund einer Abkürzung, durch den sagenumwobenen Waisenwald, welcher durch einen seiner Bewohner diesen Ruf erlangt hat. Nach einiger Wanderschaft gelangen die Abenteurer an eine alte Ruine, die ihnen auch als Unterschlupf für die Nacht dient. Diese Nacht wird für die Abenteurer zu einer unvergesslichen, denn das was kommt, damit rechnen sie unter Garantie nicht (je nach SL kann das sehr heftig ausgespielt werden – hohes Diskussionspotenzial).
Nach dieser Nacht führt der Weg direkt nach Kaltenanger. Einem kleinen Dorf, welches im Waisenwald liegt und mit einem Alten Feind in einem unüberwindbaren Streit verfallen ist. Dieser Streit scheint sich in letzter Zeit zuzuspitzen, so gab es einige Tage vor dem Eintreffen der Abenteurer einen schrecklichen Todesfall. Dieser wird auf das Mitwirken von Magie bzw. unbeschreiblicher Kräfte geschoben.
Weiterhin scheint es in dem kleinen Dorf aber noch mehr zu geben. Es scheint als ob alle Einwohner verängstigt wären und dieses wird den Abenteurern deutlich vor Augen geführt als ihr Verdacht durch das Erscheinen eines ungewöhnlichen Verbündeten untermauert wird.
Der Verbündete stellt sich schnell als Glücksgriff heraus und sollte den Abenteurern wirklich hervorragend dabei behilflich sein, einige ungeklärte Fragen zu lösen und die Spuren zu finden, die zur Lösung des Problems führen, ohne dabei aber allwissend zu wirken bzw. zu sein.
Die Spuren führen schließlich alle zu einer gewissen Sippschaft, welche sowohl in der Vergangenheit wie nun auch in der Gegenwart immer wieder auffällig war. Die Spur der Helden wird dabei sogar aktuellen Geschehnissen folgen, was ggf. skurril wirken könnte.

Mein Fazit:
Offizielle Abenteuerbände haben es in der Regel nicht einfach. Dieses kleine Schmuckstück weiß aber wo es ansetzen muss und liefert viel Spielspaß für den kleinen Geldbeutel. Es wird Schnutenbach-typisch ein detailreiches und sehr schon designtes Produkt geboten. Auch wurde auf Freiraum viel Wert gelegt. So kann dieses Abenteuer ohne Probleme über mehrere Abende unterhalten oder aber in wenigen Stunden durch sein.
Seine leichte Adaptierbarkeit ist ein weiterer sehr großer Pluspunkt – aber dadurch glänzen ja alle Schnutenbach Produkte.
Ich möchte mehr davon!

Meine Bewertung:
4,75 von 5 Vertriebenen