[4. WOPC] Wir schlittern auf Weihnachten zu

facebook_logo_2014Der Winter OPC nähert sich dem nächsten Zwischenereignis.  Der Weihnachtspreis nähert sich langsam dem Ende zu. Ja es sind noch ein paar Tage Zeit. Wer noch nicht weiß, was der Weihnachtspreis ist, dem sein ein Blick auf die Ausschreibung nahe gelegt, aber soviel sein an dieser Stelle verraten, auch bei diesem Preis gibt es tolle Preise abzusahnen. Ein wenig Hirnschmalz, ein bißchen Tastaturgetippe und eine Mail sind aber schon dafür erforderlich.

Die ersten Preise sollten auch schon bei den Gewinnern des Schnellstarterpreises eingegangen sein. Nochmals Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit den Gewinnen.

Wer sich noch nicht schlüssig ist ob sich eine Teilnahme beim Winter OPC lohnt, dem sei ein Blick auf die tollen Preise nahe gelegt. Dort finden sich auch entsprechende Links, die zu weiterführenden Infromationen führen, sollte ein Preis mal Fragezeichen aufwerfen 🙂

So und nun noch ein wenig Zahlenwerk zum Winter OPC:

  • derzeit 33 Einsendungen
  • 4 Einsendungen stammen aus weiblicher Feder
  • 4 Einsendungen haben uns aus Österreich erreicht
  • 3 Teilnehmer haben das Maximum von 3 Einsendungen erreicht
  • 2 Teilnehmer haben bereits 2 Einsendung erreicht

Erfreulich zu sehen ist, das wir sowohl „alte Hasen“ als auch „Neulinge“ beim Winter OPC begrüssen dürfen. Die Vielfalt ist dieses Jahr auch wieder enorm, so haben wir von SaWo über SR bis hin zu Dungeonslayers ein breit  gefächertes Spektrum. Ausserdem haben nicht nur Abenteuer, sondern auch Tabellen, Örtlichkeiten und Systeme dabei.

Und Leute nicht vergessen, wer sein Werk „schön gestaltet“ kann beim Designpreis richtig absahnen!

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen … LOS AB ANS WERK 🙂

 

[4. WOPC] Der Designpreis

facebook_logo_2014Es ist noch nicht lange her, da machte ein Rollenspiel von sich reden, welches viele von uns schon in die Rubrik „hat sich wohl erledigt“ geschoben hatten. Aber weit gefehlt!

Ende September erblickt dann ein Trailer das Licht der Welt und versetzte uns ins Staunen!

Die Rede ist von der Degenesis Rebirth Edition.

Aber damit nicht genug, denn die Leute von SIXMOREVODKA waren vom Winter-OPC direkt begeistert und haben sich nicht lange bitten lassen und so können wir folgenden Desiginpreis ausrufen:

Degenesis Rebirth – ARTIST EDITION

 

Die ARTIST EDITION ist auf 100 Stück limitiert und sollte somit ein sehr Rares Teil sein und sich in jeder Sammlung hervorragend einfügen. Damit aber noch nicht genug, denn diese Edition hat bietet neben den 2 Hardcover Büchern (Primal Punk und Katharsys) folgende Besonderheiten:

  • signiert und nummeriert
  • handgefertigte Deluxe Box
  • A3 Kunstdruck von Gerald Parel
  • A3 Originalzeichnung von Marko Djordjevic

 

Dank SIXMOREVODKA gibt es jetzt wirklich keine Ausrede mehr – nicht beim Winter OPX mitzumachen! Also Leute strengt Euren Hirnschmalz an und laßt Euch dieses geniale Stück „deutsche Rollenspielgeschichte“ nicht entgehen!

 

[Vlog] Rollenspiel für Anfänger – Hinführung (Teil 1)

Sir Padras und Gignfz aka Moritz Mehlem haben sich mal vor die Kamera geschwungen und geben ihren Gedanken freien Lauf. Wer also ein wenig mehr wissen möchte, sollte sich die knappen 57 Minuten Zeit nehmen. Und ja das Video bietet auch einiges Zweideutiges 🙂

Viel Spaß!

[3. WOPC] Preisvorstellung Illustrator Volker Konrad

Volker Konrad der unter anderen für die Coverillustration vom Ratten Rollenspiel, einer Storyzeichnung aus der Cyberpunk-Anthologie FIEBERGLASTRÄUME und vielen anderen RollenspielIllustrationen verantwortlich ist, hat dem Weihnachtsmann einen Gutschein in die Hände gedrückt, der dem Gewinner eine „RPG Charakterzeichnung nach Wahl“ verspricht.

Einen tollen Überblick über Volkers Arbeiten gewährt seine Webseite. Diese findet ihr ->HIER<- . Weiterhin kann man sich die Schaffenswerke auch auf deviantart.com anschauen!

facebook_logoWer seinen RPG-Charakter, vielleicht passend in einem winterlichen Kostüm oder Umgebng, schon immer mal auf Papier gebracht haben wollte, ist beim Winter-OPC dank Volker genau richtig!

Was Ihr ausser „Daumen-drücken“ dafür tun müsst, findet Ihr HIER!

Greifenklaue & Würfelheld Winter-OPC 2013/14

wopc_logoDer dritte Winter-One-Page-Contest öffnet seine Pforten und lässt zwischen Zimttee, Honigduft und Lebkuchengeschmack Eure Hirnsäfte fließen. Ab heute bis zum 05.01.2014 habt ihr die Gelegenheit, einen thematischen Einseiter einzureichen und einen der vielen Preise einzusacken – dafür haben wir – Würfelheld & Greifenklaue – sowie unsere zahlreichen Sponsoren uns ordentlich ins Zeug gelegt.

Neuerung in diesem Jahr: Durfte schon im letzten Jahr außer Abenteuern auch spielbares Material eingereicht werden, gibt es in diesem Jahr zwei Kategorien.

Weiterhin könnt ihr bis zu drei Beiträge einreichen, alle drei können Preise gewinnen!

Kontakt zu uns könnt ihr direkt oder über unsere Blogs aufnehmen, auch unsere Facebook-Aktionsseite steht Euch zur Verfügung und bietet dann auch einen Überblick über die Artikel.

Das Thema
War der Thema des ersten Winter-OPC Winter, des zweiten Frühling ist es nun … *tusch* …Sylvester / Jahreswechsel. Es gilt also Sylvester bzw. den Jahreswechsel bzw. die assozierten Themen mit Leben zu befüllen und eines der folgenden Stichworte einzubauen.

Die Stichworte
Die Stichworte die wir Euch an die Hand geben sind dieses Mal:

Rakete(n) (*zisch*)
Explosion (*knall*)
Zeitenwende/-reise (Eine neue Zeit bricht an)
Endzeit (Das Ende des Jahres)
Detektive (Wer das Spiel Sylvesterexpress kennt, weiß, woher diese Assoziation kommt)

Weiteres
Erneut steht Euch eine A4 Seite Platz zur Verfügung, um darauf etwas Spielbares mit einem der Stichworte zu verknüpfen – erneut gilt auch, dass das Stichwort weiter ausgelegt werden darf (Zeitenwende könnte z.B. ein epochales Ereignis sein wie: Die Sonne geht nicht mehr auf, der Mond zerbricht oder der Silver Surfer kündigt die Apokalyse an. Genauso könnte man die Entdeckung von Feuer, Eisen, Computern oder Magie thematisieren. Rakete könnte ein Raketenschiff beschreiben, in einem spielen, ein Politszenario um Atomraketen sein, ein Endzeitabenteuer im Raketenbunker oder den Raketenkult beschreiben. Das sind aber natürlich nur Beispiele) und dass wir kein System vorgeben – nehmt das, welches Euch am besten für diesen OnePage passt, wir sorgen für Juroren mit unterschiedlichen Geschmäckern und reichlich ausprobierten Systemen. Alternativ darf es auch universal sein: also System beliebig oder systemneutral.

Die Kategorien

Kategorie 1: Abenteuer mit Abenteuern, Dungeons, Szenarien, Encounter, Kampagnenbögen oder gar ganzen Rollenspielen. Sozusagen alles, was direkt spielbar ist.

Kategorie 2: Spielmaterial wie Schauplätzen, Zufallstabellen, NSCs / Monstern, mag. Gegenständen, etc. pp. Sozusagen alles, womit man sein Abenteuer aufpeppen kann. Plothooks / Szenarioideen sind aber trotzdem sehr gern auch hier gesehen.

Sollte die Kategorien nicht eindeutig sein, entscheidet der größere Anteil, zu welcher Kategorie es zugeordnet wird (z.B. ein NSC mit drei Szenarioideen über 1/3tel-Seite wäre Kategorie 2, umfassen sie hingegen 2/3tel, dann Kategorie 1). Im Zweifelsfall entscheidet der Veranstalter / die Jury über die Zuordnung.

Die Gewinne
Gibt es reichlich – in einem eigenen Post – etwa 55 Einzelpreise werden zu gewinnen sein – die ersten drei beider Kategorien bekommen natürlich nicht nur einen Preis – sondern jeweils drei. Bis Platz 3 darf ausgewählt werden, danach werden wir zulosen! Daher wird es nur ein Ranking für die ersten drei geben, danach entscheidet nur noch Euer Glück! Der Sieger von Kategorie 2 wählt vor dem von Kategorie 1 usw. Die Preise gibt es heute Abend um 20:00 Uhr.

Der Schnellstarterpreis
Unter allen Schnellstarter, die uns ihren Beitrag bis Nikolaus, 6.12., 24 Uhr zusenden, werden drei phantastische Kalender ausgelost: Timo Kümmel: 2014 Science-Fiction Kalender.

Die Beiträge vom letzten Jahr?
Gibt es ab morgen einmal täglich und zum Schluß als Sammeldownload.

wopc_banner

Sonstige Rahmenbedingungen:
– Einsendungen als .pdf oder Format nach Absprache bis 05.01.2014, 24 Uhr an wuerfelheld [at] arcor [.} de unter dem Stichwort Winter-OPC (bei Problemen sprecht uns an, im Normalfall solltet ihr innerhalb von 3 Tagen Feedback haben)
– Die Einsendung sollte Euren Namen oder Euer Pseudonym tragen (in der Form, in der ihr es einsendet, wird es veröffentlicht).
– Sollte Euer System einer Lizenz unterliegen wie z.B. der OGL, sollte diese auf einer zweiten Seite angefügt sein. Wer da Rat braucht, kann sich gern an Greifenklaue wenden.
– Wer systemfrei arbeitet oder ein offen lizensiertes System nutzt, kann sein Dokument auch gerne unter eine offene Lizenz stellen.
– Bis 7 MB groß, wenn es größer sein sollte, dann bitte per Download, z.B. als dropbox
– Bilder (Karten, Skizzen …) sind erlaubt, auch Fremdbilder, wenn ihr sie veröffentlichen dürft, dann aber neben Euren Namen erwähnen, wer es illustriert hat oder den entsprechenden Rechtshinweis geben.
– Die Rechte an der Einsendung verbleiben bei Dir, wenn Du es also bloggen willst, nur zu (bitte aber nach dem Winter-OPC)! Uns räumst Du das Recht zur.pdf-Veröffentlichung ein. Außerdem Euer Werk in einem Fanzine abzudrucken, wir werden uns darum bemühen!
– Ausdrücklich darf neben Euren Namen auch Eure Website oder Euer Blog genannt werden.
– Die Einsendung sollte in der eMail Euren Namen und Eure Adresse zwecks Zusendung des / der Preise beinhalten und dies erlauben (diese Annahme treffen wir automatisch, wenn Du nicht explizit anderes erwähnst). Ebenfalls erlaubst Du uns, deine Adresse an die Sponsoren weiterzuleiten zwecks Zusendung Deines Preises. Sollten der GK-Blog oder der Blog Würfelheld wieder ein Gewinnspiel veranstalten, erlaubst du uns, Dich mit einer eMail zu informieren (ggf. reinschreiben, wenn das nicht gewünscht ist).
– Der Rechtweg ist ausgeschlossen.
– Mit bis zu drei Beiträgen pro Teilnehmer sind erlaubt. Diese können beliebig auf beide Kategorien verteilt sein. Sie könen zueinander bezug haben, werden aber seperat bewertet, sollten also in jedem Fall Solo funktionieren.
– Das Format ist DIN A4.
– Wirklich nur eine Seite. Eine Vorderseite. A4. Bei der Schriftgröße probiert selber – wenn ihr es nicht mehr lesen könnt, ist es ein guter Indikator dafür, dass es zu klein ist. (Ich empfehle min. 7 zu nutzen)
– Teilnehmen darf jeder außer den beiden Veranstaltern (Greifenklaue, Würfelheld) und den Juroren.

Wie wird gewertet?
Mindestens drei Juroren werden unabhängig voneinander das ganze in ein TOP 6-Ranking bringen. Dafür gibt es 10/7/5/3/2/1 Punkte, die wir final zusammenzählen. Bei Ausgleich wird die Zahl der höheren Platzierung gewertet (also einmal 1. und einmal 5. ist besser als einmal 2. und einmal 3.), sollte es danach noch ausgeglichen stehen, bemühen wir einen weiteren Juroren.

Die zeitlichen Eckdaten
– 01.12.2013 geht es los.
– 06.12.2013 ist der Stichtag für den Schnellstarterpreis.
– 05.01.2014 ist das Ende des 3. Winter-OPCs
– Die Juror- und Auswertungsphase wird voraussichtlich bis Anfang März dauern.
– Erst suchen sich die insgesamt 6 Gewinner was aus, dann wird per Podcast ausgelost.

Wir wünschen Euch viel Spaß, gute Ideen und besinnliche Tage, nice dice, André und Ingo

[Interview] Im Gespräch mit dem Sphärenmeister

Hallo Roland,

vielen Dank das Du Dir die Zeit genommen hast mir ein wenig Rede und Antwort zu stehen.

Roland Bahr: Gern.

Würfelheld: Würdest Du Dich bitte zuerst einmal vorstellen, damit die LeserInnen wissen mit wem sie es hier zu tun haben.

Roland Bahr: Ich bin Roland, erfahrener und gewichtiger Rollenspieler. Für Andrés Interview qualifiziert mich aber wohl vor allem, dass ich vor einigen Jahren Sphärenmeisters Spiele gegründet habe und dort Rollenspiele verkaufe.

Würfelheld: Was verbindet Dich mit Pen & Paper Rollenspiele?

Roland Bahr: Ich spiele Rollenspiele seit 1984 sehr gern und verdiene seit fast 10 Jahren meinen Lebensunterhalt mit ihnen.

Würfelheld: Du bist vielen ja als der Mann hinter „Sphärenmeisters Spiele“ bekannt. Könntest Du etwas mehr zur Geschichte vom Sphärenmeister erzählen?

Roland Bahr: Während meines Studiums hab im lokalen Rollenspielladen gearbeitet. Als der dann nicht mehr weitergeführt wurde und eine Übernahme keine Option war, begann ich zum Ende des letzten Jahrtausends Rollenspiele in kleinem Rahmen übers Internet zu verkaufen, vor allem um damit für mich und ein paar Freunde unser Rollenspielhobby zu finanzieren.

Das lief mit der Zeit immer besser und so hab ich vor 8 Jahren Sphärenmeisters Spiele eröffnet.

Würfelheld: Englischsprachige Independent Rollenspiele machen einen großen Anteil Deines Sortimentes aus. Wie kam es dazu?

Roland Bahr: Viele der frühen Indies, wie Dogs in the Vineyard und The Shadow of Yesterday, fand ich interessant und hab sie privat bei den Autoren bestellt. Als aus der Indie-Szene dann eine Initiative kam, die Spiele auch für Händler zugänglich zu machen, ergriff ich die Gelegenheit.

Würfelheld: Was planst Du für die Zukunft? Sagen wir so in den nächsten eins zwei Jahren. Wird es z.B. eine eigene Crowdfunding Kategorie geben?

Roland Bahr: Vielleicht wird man Sphärenmeisters Spiele im nächsten Jahr auf ein oder zwei Conventions sehen. Eine eigene Crowdfunding Kategorie wird es nicht geben, alle Spiele, die über Crowdfunding finanziert werden sind ja entweder Indies oder klassische Rollenspiele, die zum Teil auch bei namhaften Verlagen erscheinen und alle gut in die bisherigen Kategorien passen. Ich würde allerdings gern eine bessere Möglichkeit finden, die Spiele im Shop zu organisieren.

Würfelheld: A pro pro Crowdfunding. Was hältst Du von dieser Entwicklung? Auch auf Hinsicht, das Verlage das als Möglichkeit nutzen.

Roland Bahr: Organisiertes Crowdfunding ist eine gute Möglichkeit für einzelne Autoren und kleine Verlage, Rollenspiele zu finanzieren, die ansonsten nicht veröffentlicht werden würden. Erfolgreicheren Verlagen dient Kickstarter als Marketinginstrument, erhöht die Einnahmen und reduziert die Kapitalkosten. Wenn wir Pech haben, führt Crowdfunding zu Projekten, bei denen die Hälfte der Zeit und der Arbeit dafür verwandt wird, sich Gimmicks und Stretch-Goals auszudenken, mit ein wenig Glück, und das ist meine Hoffnung, aber zu mehr guten Rollenspielen auf dem Markt.

Für mich als Händler ist der Trend zum Crowdfunding keine ganz einfache Entwicklung. Informationsbeschaffung und Kommunikation werden aufwändiger, Kapital wird mittelfristig gebunden, Kunden finden am Gemeinschaftsprojekt Crowdfunding gefallen und kaufen direkt beim Verlag. Es wird sich zeigen ob das durch den größeren Erfolg der besseren Crowdfunding-Projekte ausgeglichen wird.

Würfelheld: Wenn man genau in den großen Foren liest und sich nach dem Sphärenmeister erkundigt, bekommt man fast nur positives Feedback. Was sagst Du selbst dazu und wie gehst Du mit Kritik um?

Roland Bahr: Ich freue mich, wenn meine Kunden zufrieden mit Sphärenmeisters Spiele sind. Kritik bekomme ich eher selten, das liegt aber nicht daran, dass es nicht zu kritisieren gäbe, sondern dass im Einzelhandel unzufriedene Kunde in der Regel einfach den Händler wechseln. Ich bemühe mich natürlich auch, bei Schwierigkeiten zügig Abhilfe zu schaffen, so dass keine große Unzufriedenheit entsteht.

Würfelheld: Rollenspielern und Tabletopper wird nachgesagt, das sie ein eigener Typ Mensch seien. Wie sind Deine Erfahrungen mit dieser Kundengruppe? Sind wir wirklich so anders?

Roland Bahr: Rollenspieler haben natürlich etwas andere Interessen als Autotuner oder Hockeyfans, aber sind ansonsten ganz normale Menschen. Manchmal vielleicht etwas nerdiger, aber das gleichen Rollenspieler durch eine größere Offenheit aus. Zumindest solange es nicht um Rollenspiel geht.

Würfelheld: Welches Rollenspielprodukt war 2012 bis dato Dein Highlight und warum?

Roland Bahr: Es sind so viele tolle Spiele erschienen, da ist es schwer ein einzelnes herauszustellen. Im englischsprachigen Bereich gab in diesem Jahr zum Beispiel Night’s Black Agents das Dungeon Crawl Classics RPG, Dungeonworld oder das ausgezeichnete Marvel Heroic Roleplaying. In Deutschland ist das Feld nicht ganz so gut bestellt, aber wir haben 2012 zum Beispiel Fate to Go, das mit guten Regeln, tollem Design und herausragender Nutzerfreundlichkeit glänzt.

Würfelheld: Weihnachten 2012 und so wir hoffen können, das sich die Maja geirrt haben, auch der Jahreswechsel 2012/2013 stehen vor der Tür. Dürfen sich Deine Kunden auf eine bestimmte Aktion beim Sphärenmeister freuen?

Roland Bahr: Es könnte im neuen Jahr einen kleinen Winterschlussverkauf geben, mal schauen ob ich das zeitlich hinbekomme, denn da steht auch der Jahresabschluss an.

Würfelheld: Am Ende gibt es bei mir immer die 5 schnellen Fragen mit der bitte um genauso kurze schnelle Antworten.

Würfelheld: Welches System zockst Du zur Zeit?

Roland Bahr: Ich leite im Moment Cyberpunk 2020, Legend of the 5 Rings und vermutlich bald mal wieder Trail of Cthulhu, spiele Malmsturm und hoffe demnächst auf einen Reboot unserer Rabenblut Kampagne. Zwischendurch wirds wohl noch ein oder zwei Indie-One-Shots geben.

Würfelheld: Was gehört für Dich unbedingt zum rollenspielen dazu?

Roland Bahr: Sich darüber zu freuen, was die anderen Spieler für coole Sachen machen.

Würfelheld: Deine Top 5 Fernsehserie sind?

Roland Bahr: The Wire, Im Angesicht des Verbrechens, Firefly, Rome, Sir Arthur Conan Doyle’s Sherlock Holmes

Würfelheld: Welche Hobbys hast Du?

Roland Bahr: Neben Rollenspiel vor allem andere Medien wie Film, Fernsehen, Bücher und Spiele.

Würfelheld: Welcher fiktiver Charakter aus Film, TV oder Comic wärst Du gerne und warum?

Roland Bahr: Ich mochte ihn eigentlich nie, aber mittlerweile denke ich, Garfield wäre eine gute Wahl.

Würfelheld: Vielen Dank das Du Dir die Zeit genommen hast und die letzten Worte gehören Dir.

Roland Bahr: Greift euch ein paar neue Spieler und zeigt ihnen, wie toll Rollenspiele sind!

 

Weitere Infos:

 

[WürfelView] Im Gespräch mit Daniel Scolaris (NOVA RPG)

Hallo Daniel,

besten Dank das Du Dir die Zeit für dieses Interview freigeschauffelt hast.

Daniel Scolaris: Bitte und Danke gleichfalls für die Möglichkeit.

Würfelheld: Du bist einigen Leuten sicherlich schon bekannt, aber bitte stell Dich uns doch einmal genauer vor.

Daniel Scolaris: Ich bin Daniel Scolaris, Projektleiter von NOVA und auch der Autor des Spiels. In meinem wirklichen Leben bin ich Drehbuchstudent.

Würfelheld: Worum handelt es sich bei NOVA?

Daniel Scolaris: NOVA ist ein Science-Fiction-Rollenspiel und als solches seit 1996 in Arbeit. In der fernen Zukunft gibt es ideologisch und kulturell sehr unterschiedliche terranische Zivilisationen und eine begrenzte Anzahl Außerirdischer, die unterschiedlichste Interessen verfolgen und dabei in Konflikt geraten. Dabei jedoch vergessen sie zunehmend den „Kalten Krieg“ gegen die wahre Bedrohung in der Galaxis – dem übermächtigen Beta-Pictor-Kontinuum, welches seinen Feldzug gegen die Völker „angehalten“ hat. Aber für wie lange?

Würfelheld: Zur SPIEL 2012 erscheint die 2.Edition bei Prometheus Games. Was hat sich im Gegensatz zur 1.Edition geändert?

Daniel Scolaris: Eine Menge. Das Update hat uns fast ein Jahr Arbeit beschert. Es gibt ein tolles neues Layout, welches auch für die Folgeprodukte und auch bestehende (z.B. „Operation Rot“) verwendet wird, wir haben Feedback und Wünsche der Community eingearbeitet (z.B. Roboterbeispiele, mit denen man sofort als SC losspielen kann), Balancing, Regelstreichungen, Regelupdates, Überarbeitungen an unterschiedlichster Stelle, Textfokussierungen usw. Ich bin nämlich leider eine Laberbacke, wenn es um NOVA geht;) Wirst Du gleich merken.

Inhaltlich vor allem neu ist das Planetensystem „Pforte Meropis“ und das darin stattfindende Abenteuer „Nanodämmerung“, so dass man ein Gefühl für NOVA-Abenteuer bekommt und schon gleich loslegen kann. Alle Einzelheiten aufzuzählen wäre zu viel, daher gibt es eine Update-Übersicht als PDF, die man auf unserer Website herunterladen kann.

Würfelheld: Am Anfang vom Buch wird die Hintergrundwelt von NOVA sehr gut beschrieben. Wie bist Du auf die Idee der Sphären gekommen?

Daniel Scolaris: Meinst du Zentrale Sphäre, Exasphäre und Marginum? Naja ca. 15 Jahre Arbeit sind eine lange Zeit. Das Spiel hat sich ja insbesondere bis 2006 durch das Spielen an sich entwickelt, durch neue Spieler in meiner Gruppe. Als wir angefangen haben, gab es Syndikat, Imperium und Formorag als Fraktionen und die Metonoiden als Außerirdische. Irgendwann nach ein paar Jahren war es uns zu klein und wir haben den Großen Krieg genutzt, um anschließend neue Spezies und Fraktionen ins Spiel zu bringen. Das „Alte“ wurde fortan die Zentrale Sphäre, das neue die „Exasphäre“. Und damit wir (und die, die es spielen) immernoch genug Raum zum Austoben haben mit unseren eigenen Ideen haben wir eben noch das „Marginum“ eingeführt.

Würfelheld: Könntest Du bitte ein wenig mehr zum Regelsystem / -mechnismus erzählen?

Daniel Scolaris: Man braucht nur den W6. Wie haben 2000 auf dieses immernoch bestehende System gewechselt. Damals war der einfache Hintergedanke: Welchen Würfel gibt es in jedem Haushalt? Einer reicht, denn man so 2 bis 5 mal hintereinander wirft. Die Augenzahlen werden addiert, dann kommt noch manchmal ein kleiner Zusatz drauf, damit muss man eine Schwelle schaffen. Charaktere haben Eigenschaften und Kenntnisse, mit Modul auch Spezialgebiete. Die jeweiligen Testwürfe erfolgen unisono nach dem gleichen eben genannten Prinzip. Eine Besonderheit sind unterschiedliche Regelmodule für „realitätsnahere“ Charaktere und Spielabläufe. Die empfehle ich aber erst so ab dem dritten Mal spielen. Wichtig ist auch, dass auch unsere Ausrüstungsregeln nach übergreifenden Konzepten und Regelmechanismen arbeiten. Wer sich z.B. mit Raumschiffen auskennt, kennt sich auch mit Robotern aus.

Würfelheld: Aus den gemachten Erfahrungen, wie lange braucht man um sich einen Charakter für NOVA zu erstellen?

Daniel Scolaris: Das kommt darauf an, wie viel Erfahrung man hat – aber vor allem was für ein Charakterkonzept man hat. Und da ist in NOVA eine Menge möglich. Ich sag mal so: Ich erstelle Beispielcharaktere (wie sie z.B. im Basisbuch oder zum Download auf der Website sind) in rund einer halben Stunde. Das sind meist einfache Archetypen (der Schmuggler, der Raumpilot, der Agent,…) ohne große Schnörkeleien. Seit einigen Wochen spiele ich aber nach langem wieder einen eigenen Charakter. Da habe ich stundenlange Arbeit hinein investiert, wobei es mir da vor allem um den Hintergrund angeht und dass der sich auch in den Werten umsetzt. Wir haben als kleine Orientierung im Basisbuch einen „Komplexitätslevel“. Einen einfachen Terraner ohne großes Brimborium (wie Kybernetik, Mutationen, Spezialgebiet-Regelmodul etc.) der einer einfachen Idee folgt, erstellt man so als Anfänger in etwas über einer Stunde, wie ich beobachtet habe. Ich denke aber dass es in der 2. Edition etwas schneller geht, weil wir die Charaktererschaffung dort gerafft in 10 Schritten darstellen.

Man kann eben sehr viel Zeit investieren, um eine Menge auszuloten, weil NOVA so viele unterschiedliche Charaktere ermöglicht und verschiedenste „Accessoires“ ermöglicht. Und wenn man mal anfängt mit der Charaktererschaffung, kommt man dann doch noch auf die Idee: Achja, es wäre ja eigentlich cool, wenn der auch noch ein wenig wie ein Tech Geräte zusammenschrauben könnte …

Würfelheld: NOVA ist im 27 Jahrhundert angesiedelt. Warum gerade dort?

Daniel Scolaris: Es ist weit genug in der Zukunft, um eben auch nicht allzu realistisch sein zu müssen;). Für mich war Fiction immer wichtiger als Science. Man soll Spaß haben und nicht bei jeder Weltraum-Kampfsituation Newtonsche Gesetze ausrechnen. Andererseits ist es auch zeitlich nicht so weit weg, so dass man die Wurzeln der Menschen immer noch spürt.

Aber ehrlich gesagt hat es sich einfach so ergeben.

Als wir 96 mit dem Spielen angefangen haben, spielten wir vor dem Großen Krieg um etwa 2400. Dann sind wir sozusagen bis 2683 durchmarschiert. Die Entwicklung der Zivilisationen hat sich einerseits durch etwas Vorarbeit, aber dann auch durch das fortschreitende Spiel entwickelt. Natürlich haben wir dann ab 2006 so alle Zivilisationen hier noch mal durchforstet und angepasst. Die „Chronik“ die im Basisbuch vorne im Groben drin ist, gibt es in einer ausgefeilteren Version noch aus dem Jahr 2000, das ist bis heute der rote Faden. Das hilft auch, um eben nicht in Probleme wie Star Trek zu geraten, wo es nicht so richtig klar ist, was eigentlich im 21. Jahrhundert passierte. Die ganze Historie bleibt also konsistent. Die Entwicklungen verlaufen in Zeitabständen, die Sinn ergeben.

Würfelheld: Wie bist du auf die fiktiven Ideen gekommen

Daniel Scolaris: Tja schon in meinem Zeugnis aus der 3. Klasse steht: „Schaut während des Unterrichts meist träumend aus dem Fenster“. Auch als angehender Drehbuchautor halte ich Ohren und Augen offen, interessiere mich für vieles. Es kommt durchaus vor, dass ich eine Reportage z.B. über die Habsburger sehe und denke: Ok, dass muss ich mir mal notieren für die Taesaris. Dann wirft man das in so nen Topf mit Sci-Fi und anderen Ideen, prüft ab ob es in das Universum passt und zum Stil und dann kommt da was Neues raus.

Aber so fiktiv sind viele Ereignisse in NOVA ja auch wieder nicht; die Realität und Geschichte überholt uns mitunter oder wiederholt sich. Den Ahmandischen Bürgerkrieg gab es bei uns seit 2000 im damaligen Buch, der Arabische Frühling kam ja dann 10 Jahre später.

Seit der Teamfindung 2006 habe ich dann vor allem mit meinem Co-Autor Antonio in stundenlangen Skype-Konferenzen das Profil verschiedener Zivilisationen überarbeitet und auch an unsere Erfahrungen in den damals schon laufenden Promorunden auf Conventions angeknüpft. Hinzu kommt mein Faible für Geschichte und Politik. Tonio kommt zudem aus der geisteswissenschaftlichen Ecke, ich selbst aus der naturwissenschaftlichen. Das hat sich glaube ich auch gut ergänzt.

Dann ist man natürlich vor diversen Einflüssen wie Star Wars oder Star Trek nicht gefeit. Auch verschiedene Sci-Fi-Romane hab ich als Jugendlicher natürlich verschlungen.

Andererseits möchte ich auch betonen, dass wir Dinge fallengelassen haben, wenn sie bereits irgendwo schon auftauchten und sich nicht ausreichend abändern ließen. So gab es bei uns mal das Konzept eines „Energeten“ – eines holographischen Roboters. Tja und dann kam Star Trek Voyager mit dem MHN…

Also bei uns kam es oft in der Überarbeitung auch darauf an, Spezies von ersten Assoziationen zu entfernen – aber natürlich ist man damit bei neuen Spielern immer konfrontiert.

Würfelheld: Das Basisbuch bringt ordentlich Gewicht auf die Waage. Knapp über 500 Seiten. Findest Du dem Umfang passend bzw. was setzt Du Leuten entgegen die lieber schlankere Basisbücher haben wollen und das als abschreckend empfinden?

Daniel Scolaris: Erstens: In diesem Buch ist im Grunde alles, was es gibt. Ihr braucht kein Quellenband zu Raumschiffen, kein Quellenband zu Robotern oder Mutationen, kein Quellenband zu übernatürlichen Fähigkeiten oder Techfähigkeiten, kein Quellenband zu Drogen oder Wirkstoffen: Hier ist alles drin! Damit fahrt ihr wesentlich günstiger und habt außerdem noch alles in einem Band – jetzt, sofort und ihr müsst nicht drei Jahre warten, bis ihr das ein oder andere Konzept spielen könnt, weil dann vielleicht der entsprechende Band erscheint, wenn er denn überhaupt noch erscheint. Der Hintergrund ist ausreichend ausführlich drin – es ist klar, dass wir hier bei zigtausend Planeten einen anderen Detailgrad bei der Beschreibung wählen.

Zweitens: NOVA ist auf Langzeitspiel und Langzeitmotivation ausgerichtet. Das merkt man am vielfältigen Hintergrund. Man kann so viele unterschiedliche Kampagnen spielen, ohne dass man sich wiederholt. Das Basisbuch liefert genau das Fundament dafür, so dass die Spielrunde genau das passende Setting für die eigenen Charaktere und Kampagne findet. Natürlich kann man mit NOVA auch One-Shots spielen und das tue ich auf Cons auch, aber die Stärken des Spieles liegen sicherlich in der Vielfalt. Und Vielfalt braucht halt Platz.

Wem es zu schwer ist, dem empfehle ich das leichtere E-Book;) In Zeiten von Tabletcomputern – die auf einem Sci-Fi-Spieltisch sicher weniger stören als bei einer Fantasy-Runde – sicher eine gute Alternative.

Wir hatten auch mal zwischen drin die Idee, zwei Bücher zu machen, als wir 2006/07 merkten, es wird schon ziemlich dick (also Kapitel II ein Buch, Kapitel I u III in einem anderen). Aber für mich war NOVA immer eine Einheit, Welt und System in Einem. Letztlich hätte ich mir die Produktion zweier Bücher auch nicht leisten können.

Würfelheld: Wie geht es nun mit NOVA weiter? Sind weiter Printprodukte oder kostenlose Downloads geplant?

Daniel Scolaris: Im Zuge der 2. Edition müssen wir noch einige Downloads überarbeiten wie Beispielcharaktere oder Spezieskurzreferenzen. Beides ist ziemlich praktisch und beliebt, wie wir mitbekommen. Es wird kurz nach der Spiel auch noch einen kostenfreien Download zum Abenteuer „Nanodämmerung“ geben, nämlich Illustrationen zu NSCs. Das kleine Charakterblatt soll einem Einsteigercharakterblatt weichen.

Als Printprodukte haben wir seit 2010 bereits die „Vermächtnis-Trilogie“ in Arbeit. Das sind drei Bücher, deren Konzept mittlerweile auf „Quellenband und Abenteuerband in je einem Buch“ umgestellt wurde. Band 1 „Terra Superior“ wird Quellenband zum Imperium und enthält mit „Vermächtnis I“ den ersten Teil der Abenteuertrilogie. Für den Band stellen wir auf der Spiel das neue Cover vor und die Arbeit ist da auch schon recht weit geschritten, ich schätze ca. 50%. Das ist für 2013 geplant. Band II „Verborgene Macht“ führt das Abenteuer weiter und wird zugleich Quellenband zu den Veganoiden, womit sich natürlich eine Vertiefung des Themas Paranormik („Psi-Fähigkeiten“) anbietet. Band III „Roter Odem“ bringt die Abenteuerreihe zum Abschluss und wird zudem Quellenband zur Konföderation. A propos Konföderation:

Wir haben ja 2011 Operation Rot rund um ein Trupp konföderierter Soldaten und Agenten ins Leben gerufen, mit der Broschüre „Roter Blitz“ und den Download-Abenteuern. Dazu soll es dann im nächsten Jahr auch wieder Downloads parallel zur Trilogie geben.

Weitere Dinge und Ideen und Wünsche schweben natürlich in der Luft. Das Universum ist groß, aber die Zeit leider relativ. Ich persönlich hätte beispielsweise gerne relativ mehr Zeit für NOVA.

Würfelheld: Eben hast Du gesagt, dass man keine Quellenbände bräuchte?

Daniel Scolaris: Richtig. Also die Trilogie empfehle ich, wenn man A eine tolle Abenteuerkampagne spielen will (die auch mit dem Metaplot verwoben ist/wird) und wenn man B beispielsweise im Imperium Kampagnen und Abenteuer macht (Band 1). Es kommen keine neuen Konzepte, aber eben innerhalb der bekannten wird es noch mal spezieller. Im Basisbuch steht ein kurzer Abschnitt über Utopia City, im Band 1 widmen wir uns dem leuchtenden Herz des Universum über 6-8 Seiten. Oder es gibt dann eben typische imperiale (neue) Raumschiffsausrüstung wie Materieschilde oder Waffen der Legion, Alltagsgegenstände, über imperiale Verschwörungstheorien, den Überwachungsstaat etc. Es werden auch typische imperiale Charaktere vorgestellt, es sollen auch Beispielkampagnen hinein und ich bastele an einem Livepath-System für imperiale Charaktere.

Würfelheld: Kannst Du uns noch eine Anekdote zu NOVA erzählen?

Daniel Scolaris: In-time nehm ich an? Gut das Lustige daran werden die Leser, die NOVA nicht kennen oder gespielt haben, nicht verstehen: Ich erinnere mich gut an ein Con-Abenteuer, es war eine Beerdigungszeremonie auf einer Raumstation. Der Verstorbene, ein Mensch war ein einem Metall-Torpedosarg aufgebahrt (klassisch;)). Die Charaktere/Spieler waren Bekannte des Verstorbenen, darunter ein Wandler-Cham und auch zwei Beta-Pictor. Die Beerdigungsgesellschaft hat beim Vorbeidefilieren Blumen auf den Sarg geworfen. Die Beta-Pictor kennen solchen für sie kulturellen Nonsense natürlich nicht und haben das so interpretiert, dass jeder etwas von sich gibt. Also haben sie den Sarg mit ihrer Deltaenergie unter Strom gesetzt. Um das Fass voll zu machen kam dann noch der Wandler-Cham (der Allgemein- und Privateigentum – wie oft bei Chams verbreitet – schwer trennen konnte), der Silberbesteck auf den Sarg warf, welches er zuvor in der Villa des Verstorbenen hat mitgehen lassen.

Würfelheld: Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit Prometheus Games gekommen?

Daniel Scolaris: Ich kenne Henrike Buhr seit der Buchmesse Leipzig 2007. Und dann rennt man eben jahrelang auf den gleichen Veranstaltungen deutschlandweit herum und über den Weg. Über Henrike kam ich dann auf Christian und irgendwann waren wir eben im Gespräch. Ihn hab ich glaub ich mit meiner Dauermotivation überzeugt.

Würfelheld: So am Ende des Interview ist es zum guten Ton geworden, das ich fünf kurze Fragen, mit der Bitte um kurze Antworten, stelle.

Daniel Scolaris: Endlich mal kurze Antworten!:)

Würfelheld: Science-Fiction ist für Dich?

Daniel Scolaris: Visionen eine Form geben und mit der Möglichkeit zu verbinden, dass sie einmal Realität werden könnten.

Würfelheld: Was macht für Dich ein spannendes Buch aus?

Daniel Scolaris: Schöne, vielschichtige Charaktere, guter Stil, fundierte Story und wenn der Autor sein Handwerk dem Leser nicht aufs Auge drückt, aber beherrscht.

Würfelheld: Wenn Du zur Zeit ein Buch, neben NOVA, empfehlen müsstest, welches wäre dieses?

Daniel Scolaris: Habe Game of Thrones gelesen wegen der schönen Serie.

Würfelheld: Hast Du eine Marotte beim rollenspielen?

Daniel Scolaris: Ich bin in den letzten 10 Jahren zu 99% SL gewesen. Jetzt spiele ich dann auch mal wieder öfter – sobald mir eine auffällt sag ich Dir Bescheid.

Würfelheld: Welches ist Dein Lieblingsspiel, neben Rollenspielen?

Daniel Scolaris: Also auf dem Computer fand ich Mass Effect 1 super, der 2er war ok, der 3er fehlt mir noch.

Würfelheld: Vielen Dank das Du Dir die Zeit genommen hast. Die letzten Worte gehören Dir.

Daniel Scolaris: Herzlichen Dank und entschuldige meine langen Passagen, aber ich hab ja gewarnt. Ansonsten noch was, was mir wichtig ist, den Leuten zu sagen:

Ich mache NOVA schon seit 17 Jahren und die Community kann sicher sein, dass ich das noch wesentlich länger weiter mache, so ich denn physisch, psychisch und finanziell dazu in der Lage bin 😉

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Argamae im Interview mit Daniel Scolaris