[Rezension] Der Schatten des Dämonenfürsten: Glorreiche Halunken (Rollenspiel)

© System Matters

Mit „In the Shadow of Demon Lordbzw. zu Deutsch „Der Schatten des Dämonenfürsten haben System Matters ein tolles, düsteres, teils warhammereskes System vorgelegt, dessen Unique Selling Points eine zehn- bzw. elfteilige Kampagne ist, die an genausovielen Abenden durchgespielt ist. Nach jedem Abenteuer gibt es einen Stufenaufstieg und damit genug Platz für Charakterentwicklung, die bei DSdDF auf Lehrlings-, Gesellen- und Meisterpfaden besteht. Glorreiche Halunken fusst im ersten Teil auf den Lehrlingspfad des Schurken und arbeitet weitere Optionen für Schurken aus. Dabei ist man angenehm dünn geblieben – 32 Seiten A5 – für knapp 8 Euro

INHALT
Im Prinzip ist es jetzt möglich einen Schurken sowohl als Lehrling oder als Geselle in sein Konzept hineinzunehmen – oder auch einen Vollschurken machen, der sich hier überall bedient. es sind aber auch ungewöhnliche Multiclassings möglich, hier sein an Fafhrd und den Grauen Mausling von Fritz Leiber erinnert, ersterer ein Kämpfer(barbar) und Schurke, der später gar noch etwas Magie lernt, der andere ein Magier und Schurke, der auch die Klinge im Kampf gut zu führen weis. Ein Schurke bekommt auf der ersten Stufe „Flinke Erholung“ und dank „Trickserei“ einen Vorteilswürfel im Kampf zzgl. einem Bonusschadenswürfel, auf Stufe 2 hat er dann einen reichhaltigen Pool an Schurkentalenten zur Auswahl, insgesamt 14, die quasi eigene Unterklassen bilden, jede mit zwei Fähigkeiten, wobei man die zweite erst erhält, wenn man das Talent ein zweites Mal wählt (z.B. auf der 8. Stufe als Meisterschurke). Der Abenteurer z.B. hat Todesmut und bekommt dadurch die Ressource Mut, um Schaden zu reduzieren oder Angriffe oder Proben mit 3 Vorteilswürfeln auszuführen. Später bekommt er „Frischen Mut“ wodurch er eine ganze Runde einen Vorteilswurf auf Angriffe und Proben bekommt. Das Faktotum bekommt jederzeit einen Vorteilswürfel auf Proben und später kann er Reaktionen nutzen, um anderen zu helfen. Die Schwarzseele erhält Zugriff auf eine Zauberschule. Etwa verwirrend ist, dass man den dritten Lehrlingspfad Gesellen-Schurke und den vierten Meister-Schurke nennt (5. bzw. 8. Stufe), das konkurriert mit der Bezeichnung Geselle (3./6./9.) und Meister (7./10.). Hat mich erst etwas verwirrt, aber gut …

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[Rezension] Der Schatten des Dämonenfürsten (Rollenspiel, Fantasy)

© System Matters

Mit „Der Schatten des Dämonenfürsten“ liefern die Jungs von System matters zur SPIEL 2018 ihr erstes Schwergewicht ab, auch wenn sie mit Beyond the Wall, Dungeon World und Dread tolle Perlen im Rennen haben. „In the shadow of the demon lord“ – im deutschen fiel das „In“ der Layoutkomposition zum Opfer – ernährt Autor Robert J. Schwalb schließlich hauptberuflich und hat einen hohen Ausstoß an pdf mit Abenteuern.

Robert J. Schwalb selber hatte einige Erfolge bei Green Ronin (Warhammer, Song of Ice and Fire RPG und Freeport), arbeitete an der vierten und fünften Edition von DnD, bei letzterer gar als einer der Lead Designer und arbeitete auch bei Monte Cooks Numenera fleißig mit, bevor es mit „Schatten des Dämonenfürsten“ 2014 losging. Das letzte Projekt seinerseits, frisch veröffentlicht, ist Judge Dredd & The Worlds of 2000 AD.

Der Unique Selling Point von „Der Schatten des Dämonenfürsten“ ist ohne Frage die Art der Kampagnengestaltung: nach 10 bzw. 11 Folgen ist Schluss, der Dämonenfürst erscheint und herrscht über die Welt, wobei das unterschiedlich gestaltet werden kann. Ebenso startet man auf Stufe 0 oder 1 und steigt am Ende des Abends / des Abenteuers eine auf. Daher sind auch die Abenteuer eher kurz – so geriert sich DSdDF als ideales Feierabendspiel, welches trotz wenig Vorbereitungszeit ein Kampagnenfeeling bietet.

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