[Rezension] Eis & Dampf: Die ægyptische Maschine (Roman, Rollenspiel, Steampunk)

© Feder und Schwert

„Eis und Dampf“ ist die von Christian und Judith Vogt erdachte Steampunkwelt, in der sie eigentlich nur ihre Romane ansiedeln wollten, die aber nun zu Rollenspiel-Ehren gekommen ist und auch vielen anderen Autoren einen Tummelplatz bietet. In der alternativen Version eines halb unter Eis liegenden Europa haben sich Machtverhältnisse verschoben und in einigen Ländern sieht es zur Zeit der Jahrhundertwende ganz anders aus, als man es aus der wahren Geschichte kennt. Das ist auch in Christian Langes Roman „Die ægyptische Maschine“ so.

INHALT
Was treibt Eve Bailiff, eine englische Wissenschaftlerin eigentlich dazu, London mehr oder weniger fluchtartig zu verlassen und nach Paris zu reisen. Welchen Ruf folgt die ehemalige Assistentin des anerkannten Professors Clockwork-Merenge.? Das versucht ein Agent herauszufinden, der sich unauffällig auf ihre Spuren setzt und schon bald feststellt, dass er nicht er einzige ist. Wobei er sich allerdings fragen muss, welcher Agenda der ungeschlacht wirkende Friese folgt.

Von Paris aus führt die Reise Eves nach Aegypten, wo just der amtierende Vizekönig ermordet worden ist, der sich schon als Nachfolger der antiken Pharaonen sah und deren Totenkult nachzuahmen versuchte.

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[Rezension] Schnutenbach: Die Tränen der Gorgone (Rollenspiel, Quellenband)

© Mantikore Verlag

Es ist schon viel zu lange her das ich mit meinem Kopfkino und meiner Spielrunde in und um Schnutenbach unterwegs war. So stieg bei mir die Vorfreude als ich wusste „Die Tränen der Gorgone“ wird mich in den nächsten Tagen erreichen. Nach ein paar gelesenen Zeilen hatte mich das von Karl-Heinz Zapf entwickelte und vorangetriebene Setting, rund um das kleine Dorf Schnutenbach, auch schon wieder in seinen Bann gezogen. Aber warten wir ab wie sich der Band weiter ins Kopfkini frisst.

INHALT
Der Quellenband enthält auf der einen Seite, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, wie gewohnt, eine Vielzahl an neuen Informationen rund um Schnutenbach und dessen Einwohner. Wer seine Nase bereits in andere Bände dieses Rollenspiels gesteckt hat, wird sich hier direkt heimisch fühlen. Auf der anderen Seite findet man zwischen den Buchdeckeln ein Abenteuer, welches den Fluff verwendet und den Spielern so einen guten Überblick, nicht nur über diesen Band, gibt.

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[Rezension] FAAR #01 Die Aschestadt (Roman, Fantasy)

Autor: Christian Günther
Verlag: Amrun Verlag
Reihe: Faar – Das versinkende Königreich
Format: Klappbroschur
Seiten: 384
Erschienen: März 2017
ISBN: 978-958692565
Preis: 14,90 Euro

von: Würfelheld

Mit „Die Aschestadt“ bestreitet Christian Günther den Auftakt seines Fantasy Epos. Durch eine Kurzgeschichte, welche in „Blutroter Stahl“ erschien, bereits angefixt, bin ich gespannt ob der Hintergrund und die Charaktere über ein Buch hinweg tragen. Also die Axt beiseitegestellt, den Weinkrug in die Hand genommen und gemütlich geschmökert.

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[Rezension] Elfenland (Brettspiel)

Autor: Alan R. Moon
Verlag: Amigo Spiele
Genre: Fantasy, Familienspiel
Alter: 10+
Spieldauer: 60 Minuten
Anzahl Spieler: 2-6
ISBN: 4-007396-026108

von: Würfelheld

Spiel des Jahres 1998. Immerhin liegt es auch Mitte 2016 noch auf Platz 663 im Boardgamegeek-Ranking, das ist auf jeden Fall mal aller Ehren wert

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[Hörbuch-Rezension] Glückliche Reise – Roman zwischen den Zeiten

Autor: Matthias Horx
Sprecher: Christian Reimer
Verlag: thono-audio-verlag
Spieldauer: 535 Minuten
Erschienen: März 2012
Format: MP3 CDs
ISBN 13: 978-3-943278-01-9

von: QuackONaut

Mal ein dystopisches Hörbuch. Warum eigentlich nicht? Also den Silberling ins Abspielgerät und los gehts!

Klappentext:
Die Gondel dröhnte an ein Rostwrack, schrillte einige Meter über den Boden, bevor der Ballon endlich zur Ruhe kam. Dann war es plötzlich still. Es war diese entsetzliche Stille, wie sie immer über den toten Dörfern hängt, sie zerrt an den Nerven und weist eindringlich in die Vergangenheit. Eine zerstörte Ladenfront, halb von Mauerschimmel gefressen, begrenzte zwei Seiten des Marktplatzes. Ein Bäckerladen, ein kleiner Supermarkt, ein italienisches Restaurant, aus dessen Fensterhöhlen dichter Trümmerginster wuchs.
Und dann kam doch ein Geräusch. Ein kleines, kaum hörbares Greinen. Im offenen Portal der Kirche, vor dem dunklen Innenraum, saß ein Hund. Eines von diesen zähen Biestern, die gelernt haben, ohne den Menschen zu überleben. Sie vertragen eine Menge Strahlung und sie sind schnell, sehr schnell, denn ihre einzige Nahrung hier im Randgebiet der Zone sind die Ratten…

Zum Inhalt:
Zwanzig Jahre ist es her das eine Reihe von elektromagnetischen Impulsen die Technik auf der Erde weitestgehend vernichtet und selbige zu einer von Seuchen, Mutationen und atomaren Fall-Out-Zonen durchzogenen Planeten gemacht hat. Die Menschen haben sich in verschiedenen Ideologischen Lebensweisen geflüchtet. Sei es die absolute Abkehr von der Hochtechnik hin zu einer einfacheren Lebensweise wie sie die Transformatoren predigen, oder der Versuch am Vergangenem anzuknöpfen und die Technik wieder herzustellen, wie es die Synergisten tun.

In dieser Welt lebt Jonathan Weber, ehemals Anwendungsentwickler, der abgeschieden auf einem verlassenen Flughafen in Reichelsheim lebt. Durch seine Bemühungen ein Zeppelin-artiges Fluggerät zu bauen, weckt er den Unmut der in der Nähe lebenden Transformatoren. Bei diverse Gelegenheiten wird der von Bewohnern des Dorfes aufgesucht, welche ihn auffordern von seinem Vorhaben abzulassen. Von seinem Ego zur Trotzreaktion getrieben ignoriert er die Bedenken und Warnungen und macht sich mit Tur Tur zu einem Testflug auf.
Die Dorfbewohner, durch den Testflug, zutiefst verstimmt, beschweren sich beim Konzil. Um Jonathan zu schützen, begibt sich Abtissin Joel, eine alte Freundin Jonathans, auf dem Weg zum Flughafen. Bei seiner Rückkehr erzählt Joel Jonathan von den Befürchtungen und der Angst der Dorfbewohner und will ihn bewegen das Fluggerät zu zerstören und für sie in den Industriesektoren Informationen über das dortige Geschehen zu sammeln. Erschöpft von der langen Reise und seinen Verletzungen, die er bei einem Zwischenstopp durch den Kampf mit zwei verwilderten Hunden davongetragen hat, bittet er darum das Gespräch und seine Entscheidung auf den Folgetag verschieben zu dürfen und bietet Joel an die Nacht in seinem Domizil zu verbringen. Als er am nächsten Morgen durch ein Geräusch geweckt wird, muss er erkennen das ihm die Dorfbewohner die Entscheidung bereits abgenommen haben, denn eine Gruppe von ihnen ist am Flughafen eingetroffen um dem Spuk ein Ende zu machen. Jonathan, Tur Tur und Joel flüchten unentdeckt und machen sich auf den Weg in den Industriesektor. Dort angekommen nimmt Jonathan Arbeit in einer neuen Fabrik an und erlebt die menschenunwürdigen Verhältnisse die dort herrschen aus erster Hand. Sehr schnell stellt er fest das hier mehr geschieht als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Er entziffert an einem alten Computer einen Code. Dieser stellt sich als Falle der Synergisten heraus die Jonathan für ihre Pläne, den Bau eines Raumschiffes und die Umwandlung der Menschen zu einer neuen Gesellschaft, gewinnen wollen. Jonathan ist die Vorstellung zu wieder, flüchtet und begibt sich mit Tur Tur und Joel auf die Reise zu einer verlassenen, aber angeblich noch intakten Raketenabschussbasis des ehemaligen amerikanischen Militärs. Der Plan lautet die Waffe unschädlich zum machen, aber durch einen erneuten elektromagnetischen Impuls die Pläne der Synergisten zu vereiteln um zu verhindern das diese durch ihre Pläne die Menschheit an den Rand der Vernichtung führen.

Fazit:
„Glückliche Reise: Roman zwischen den Zeiten“ ist ein interessanter Roman aus dem Dystopie-Genre. Neben altbekannten Elementen gibt es ein paar neue Denkansätze die dem Roman das Potenzial verleihen wirklich unterhaltsam zu sein. Leider sind die regelmäßigen Unterbrechungen in denen aus fiktiven Werken zitiert wird, der Geschichte nicht zuträglich und sorgen eigentlich nur dafür, dass einen die Unterbrechungen auf den Zeiger gehen. Auch gewinnt man mit der Zeit den Eindruck das der Autor, so anerkannt er als Futurologe und Autor einiger Bestseller auch sein mag, sich hier selbst im Weg steht. Teilweise merkt man den etwas verkrampften Versuch mit Gewalt ein literarisches Meisterwerk zu schaffen, anstelle einfach nur eine gute Geschichte zu erzählen. Teilweise greift der Roman alte Klischees auf wodurch die oben erwähnten, frischen Ideen zu ersticken drohen.
Mit Christian Reimer hat der thono-audio-verlag mal wieder sein goldenes Händchen bei der Auswahl des richtigen Sprechers unter Beweis gestellt. Mit seiner sonoren Stimme und dem Talent jedem einzelnen Charakter eine individuelle Note zu verleihen, haucht er den einzelnen Charakteren Leben ein. Nicht zuletzt indem er es meisterhaft versteht vertraute Akzente aufzugreifen und diese mit einfließen zu lassen. Mit stets passender Musik und den passenden, dezenten Effekten wird zudem die passende Stimmung erzeugt.
Cover-Design und gewählte Schrift verleihen, zusammen mit der DVD-Hülle in dem die beiden Datenträger geliefert werden, dem Ganzen einen Schnäppchenmarktcharme.

Trotz der guten Audioumsetzung zog mich das Buch nicht komplett in seinen Bann.

Meine Wertung:
3,25 von 5 Transformatoren

[Rezension] Die Reisen des Herrn Baldassare

Autor: Amin Maalouf
Verlag: insel taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seitewnzahl: 482
Erschienen: 2014
ISBN 13: 978-3-458-36005-6

von: Moritz

Hui! Mein Vater hat das Buch auf meinem Rezistapel entdeckt und sich sofort angemeldet, dass er es gerne lesen würde, wenn ich durch bin. Dabei liest er doch sonst nur knackige Thriller oder aber „richtige Literatur“. Sollte das für den Herrn Baldassare etwas zu bedeuten haben, denn der Klappentext verheißt nicht gerade den knackigen Thriller…?

Klappentext:
Europa, am Vorabend des Jahres 1666. Es sind furchterfüllte Zeiten, das »Jahr der Apokalypse« steht bevor. Inmitten der Unruhe macht der Antiquar und Kuriositätenhändler Baldassare gute Geschäfte, besonders mit einem geheimnisvollen Buch, das ihm in die Hände fällt. Doch erst als er es längst verkauft hat, wird ihm die eigentliche Bedeutung des Buches klar. Er setzt alles daran, das Buch zurückzubekommen, und begibt sich auf die abenteuerliche Suche: über Tripolis nach Smyrna und Konstantinopel, nach Genua, Lissabon und London, wo ein verheerender Brand tatsächlich das Ende der Welt anzukündigen scheint …

Die Story:
Baldassare, ein Buchhändler aus Gibelet mit genuesischen Wurzeln, gelangt in den Besitz eines Buches, das seinem Leser den hundertsten Namen Gottes verrät. Sollte es diesen Namen tatsächlich geben, so wäre es ein unermesslicher Schatz in einer Zeit, in der die Apokalypse im „Jahr des Tieres“ kurz bevorsteht.
Der Roman schildert in Form eines Tagebuches-Schrägstrich-Reiseberichts wie Baldassare sich aufmacht, um wieder in den Besitz des Buches zu gelangen, das er dämlicherweise noch am Abend, an dem er es als Geschenk erhält, weiterverkauft.
Die Reise führt ihn mit wechselnden Gefährten über Kontantinopel und Genua nach London, bis er schließlich am Vorabend des Weltuntergangs wieder in Genua, der Stadt seiner Ahnen landet…

Das Setting:
Grandios und wortgewaltig schildert Maalouf – brutal konsequent durch die Augen des Baldassare – die Welt des Jahres 1666, sei es im Orient, in Genua oder in London. Baldassare, das Fenster, durch das wir die Welt betrachten, steht der Weltuntergangshysterie, die gerade von Moskau kommend über die bekannte Welt hereinbricht, eigentlich eher skeptisch gegenüber, aber auch er lässt sich von seiner Umgebung anstecken und sieht immer wieder Zeichen, die auf ein baldiges Ende hindeuten. Der große Brand von London, den er auf dem Dachboden einer Kneipe in der ersten Reihe verfolgen kann, dient verständlicherweise nicht dazu, seine ursprüngliche Skepsis zu stärken.
Eine wirklich tolle Schilderung der Welt am (vermeintlichen) Abgrund. Respekt. Wenn ich so schreiben könnte, wäre meine Haus schon lange abbezahlt. Man merkt an jedem einzelnen Wort, dass der Kerl genau weiß, wovon er schreibt und ich bin etwas betrübt, dass ich nicht zuerst im französischen Original auf Maalouf gestoßen bin. Die Übersetzung ist absolut klasse, da gibt es kein Vertun, aber ich denke im Französischen rockt das noch viel gewaltiger. Glücklicherweise hat er noch mehr Romane geschrieben, da werde ich gleich mal nachsehen, was ich so in die Finger bekommen kann.

Die Charaktere:
Baldassare ist der einzige Charakter, der den Leser von Anfang bis Ende des Buches begleitet und der Kerl ist wirklich so voller Probleme, Freuden, Widersprüche, Hoffnungen,… dass sich wohl jeder in ihm wiederfinden wird. Okay, als Mann in seinen Vierzigern mit Bauchansatz hat er natürlich meine persönliche Sympathie, aber ich denke er ist so unglaublich menschlich,dass nicht nur ich ihn verstehen werde.
Zu Beginn seine seine beiden Neffen und sein Diener noch wichtige Personen, aber sie verschwinden zur Hälfte der Erzählung und tauchen auch nicht wieder auf, wobei gerade der Spitzklicker (Haha! Libre Office kennt das Wort nicht, da ist es wirklich an der Zeit es dem Wörterbuch hinzuzufügen.) und der zurückgezogene Eiferer wirklich interessant sind. Schade, die hätte ich gerne später wieder angetroffen.

An wichtigen Frauen spielt vor allem Marta eine Rolle, die Gibelet kurz vor Baldassare verlässt und sich wenig später auf eine außereheliche Liaison mit ihm einlässt, bevor sie ihren Ehemann wiedertrifft, der sie vor langer Zeit verlassen hat und unter mysteriösen (zumindest für Baldassare) Umständen bei ihm bleibt, anstatt mit Baldassare zurück in die Heimat zu gehen.
In der Retrospektive unseres Tagebuchschreibers ist allerdings die Kneipenwirtin Bess noch wichtiger, die ihm in der Fremde das Gefühl gibt willkommen und geliebt zu sein.
Mal ganz zu schweigen von Giacominetta, der 14-jährigen Tochter des genuesischen Freundes Gregorio, die Baldassare in Kürze heiraten wird, wenn die Welt bis dahin nicht untergegangen ist.

Mein Fazit:
Faszinierend. Punkt.
Der Roman liegt eigentlich meilenweit von meiner Komfortzone entfernt, aber ich habe ihn durchgehend mit großem Vergnügen gelesen. Der Star ist neben dem sympathischen Baldassare aber ganz klar das Jahr 1666, das ihm so oft die Schau stiehlt.

Meine Wertung:
5 von 5 Namen Gottes

[3. WOPC] Einsendungsrückblick „Magister Florals Chaoslabyrinth“ (Doenload)

facebook_logoHeute am vierten Advent gibt es hier erneut Spielmaterial zum Download. Und wer hätte das gedacht, es wird fantasylastig. Aber damit nicht genug, den es geht m einen „Ring“. Zwar machen sich keine Hobbits aufreisen, aber er ist Auslöser dieses Abenteuers.

Also runterladen, lesen, zocken und Spaß haben!

Hier der Download:    S_Cordes_Magister_Florals_Chaoslabyrinth

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Bisherige OnePages
21.12. Das Ende von Fürst Winter
20.12. Necronymphen
19.12. Die letzte Fahrt der HMS Violet 
18.12. Die grüne Hölle
17.12. Hope ends with you
16.12. Das Wirtshaus zum Spessart
15.12. Grimoire of Love
14.12. Dinge die Wachsen
13.12. Der Frühlingsdieb 
12.12. Der einzig wahre Lohn
11.12. Die FEIWF-Maschine
10.12. Feenputz 
9.12. Klootschießen 
8.12. Rückkehr zum Krakatau
7.12. Bei Magister Hempel unterm Sofa
6.12. Frühlingserwachen der Menschheit
6.12. Die Schatulle
5.12. Die Franzettis
4.12. Romeko und Julika
3.12. Frühlingsfestival der Folksmusik
2.12. Minenkraft