[Rezension] FAAR #01 Die Aschestadt (Roman, Fantasy)

13. April 2017

Autor: Christian Günther
Verlag: Amrun Verlag
Reihe: Faar – Das versinkende Königreich
Format: Klappbroschur
Seiten: 384
Erschienen: März 2017
ISBN: 978-958692565
Preis: 14,90 Euro

von: Würfelheld

Mit „Die Aschestadt“ bestreitet Christian Günther den Auftakt seines Fantasy Epos. Durch eine Kurzgeschichte, welche in „Blutroter Stahl“ erschien, bereits angefixt, bin ich gespannt ob der Hintergrund und die Charaktere über ein Buch hinweg tragen. Also die Axt beiseitegestellt, den Weinkrug in die Hand genommen und gemütlich geschmökert.

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[Rezension] Elfenland (Brettspiel)

6. Oktober 2016

Autor: Alan R. Moon
Verlag: Amigo Spiele
Genre: Fantasy, Familienspiel
Alter: 10+
Spieldauer: 60 Minuten
Anzahl Spieler: 2-6
ISBN: 4-007396-026108

von: Würfelheld

Spiel des Jahres 1998. Immerhin liegt es auch Mitte 2016 noch auf Platz 663 im Boardgamegeek-Ranking, das ist auf jeden Fall mal aller Ehren wert

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[Hörbuch-Rezension] Glückliche Reise – Roman zwischen den Zeiten

27. November 2014

Autor: Matthias Horx
Sprecher: Christian Reimer
Verlag: thono-audio-verlag
Spieldauer: 535 Minuten
Erschienen: März 2012
Format: MP3 CDs
ISBN 13: 978-3-943278-01-9

von: QuackONaut

Mal ein dystopisches Hörbuch. Warum eigentlich nicht? Also den Silberling ins Abspielgerät und los gehts!

Klappentext:
Die Gondel dröhnte an ein Rostwrack, schrillte einige Meter über den Boden, bevor der Ballon endlich zur Ruhe kam. Dann war es plötzlich still. Es war diese entsetzliche Stille, wie sie immer über den toten Dörfern hängt, sie zerrt an den Nerven und weist eindringlich in die Vergangenheit. Eine zerstörte Ladenfront, halb von Mauerschimmel gefressen, begrenzte zwei Seiten des Marktplatzes. Ein Bäckerladen, ein kleiner Supermarkt, ein italienisches Restaurant, aus dessen Fensterhöhlen dichter Trümmerginster wuchs.
Und dann kam doch ein Geräusch. Ein kleines, kaum hörbares Greinen. Im offenen Portal der Kirche, vor dem dunklen Innenraum, saß ein Hund. Eines von diesen zähen Biestern, die gelernt haben, ohne den Menschen zu überleben. Sie vertragen eine Menge Strahlung und sie sind schnell, sehr schnell, denn ihre einzige Nahrung hier im Randgebiet der Zone sind die Ratten…

Zum Inhalt:
Zwanzig Jahre ist es her das eine Reihe von elektromagnetischen Impulsen die Technik auf der Erde weitestgehend vernichtet und selbige zu einer von Seuchen, Mutationen und atomaren Fall-Out-Zonen durchzogenen Planeten gemacht hat. Die Menschen haben sich in verschiedenen Ideologischen Lebensweisen geflüchtet. Sei es die absolute Abkehr von der Hochtechnik hin zu einer einfacheren Lebensweise wie sie die Transformatoren predigen, oder der Versuch am Vergangenem anzuknöpfen und die Technik wieder herzustellen, wie es die Synergisten tun.

In dieser Welt lebt Jonathan Weber, ehemals Anwendungsentwickler, der abgeschieden auf einem verlassenen Flughafen in Reichelsheim lebt. Durch seine Bemühungen ein Zeppelin-artiges Fluggerät zu bauen, weckt er den Unmut der in der Nähe lebenden Transformatoren. Bei diverse Gelegenheiten wird der von Bewohnern des Dorfes aufgesucht, welche ihn auffordern von seinem Vorhaben abzulassen. Von seinem Ego zur Trotzreaktion getrieben ignoriert er die Bedenken und Warnungen und macht sich mit Tur Tur zu einem Testflug auf.
Die Dorfbewohner, durch den Testflug, zutiefst verstimmt, beschweren sich beim Konzil. Um Jonathan zu schützen, begibt sich Abtissin Joel, eine alte Freundin Jonathans, auf dem Weg zum Flughafen. Bei seiner Rückkehr erzählt Joel Jonathan von den Befürchtungen und der Angst der Dorfbewohner und will ihn bewegen das Fluggerät zu zerstören und für sie in den Industriesektoren Informationen über das dortige Geschehen zu sammeln. Erschöpft von der langen Reise und seinen Verletzungen, die er bei einem Zwischenstopp durch den Kampf mit zwei verwilderten Hunden davongetragen hat, bittet er darum das Gespräch und seine Entscheidung auf den Folgetag verschieben zu dürfen und bietet Joel an die Nacht in seinem Domizil zu verbringen. Als er am nächsten Morgen durch ein Geräusch geweckt wird, muss er erkennen das ihm die Dorfbewohner die Entscheidung bereits abgenommen haben, denn eine Gruppe von ihnen ist am Flughafen eingetroffen um dem Spuk ein Ende zu machen. Jonathan, Tur Tur und Joel flüchten unentdeckt und machen sich auf den Weg in den Industriesektor. Dort angekommen nimmt Jonathan Arbeit in einer neuen Fabrik an und erlebt die menschenunwürdigen Verhältnisse die dort herrschen aus erster Hand. Sehr schnell stellt er fest das hier mehr geschieht als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Er entziffert an einem alten Computer einen Code. Dieser stellt sich als Falle der Synergisten heraus die Jonathan für ihre Pläne, den Bau eines Raumschiffes und die Umwandlung der Menschen zu einer neuen Gesellschaft, gewinnen wollen. Jonathan ist die Vorstellung zu wieder, flüchtet und begibt sich mit Tur Tur und Joel auf die Reise zu einer verlassenen, aber angeblich noch intakten Raketenabschussbasis des ehemaligen amerikanischen Militärs. Der Plan lautet die Waffe unschädlich zum machen, aber durch einen erneuten elektromagnetischen Impuls die Pläne der Synergisten zu vereiteln um zu verhindern das diese durch ihre Pläne die Menschheit an den Rand der Vernichtung führen.

Fazit:
„Glückliche Reise: Roman zwischen den Zeiten“ ist ein interessanter Roman aus dem Dystopie-Genre. Neben altbekannten Elementen gibt es ein paar neue Denkansätze die dem Roman das Potenzial verleihen wirklich unterhaltsam zu sein. Leider sind die regelmäßigen Unterbrechungen in denen aus fiktiven Werken zitiert wird, der Geschichte nicht zuträglich und sorgen eigentlich nur dafür, dass einen die Unterbrechungen auf den Zeiger gehen. Auch gewinnt man mit der Zeit den Eindruck das der Autor, so anerkannt er als Futurologe und Autor einiger Bestseller auch sein mag, sich hier selbst im Weg steht. Teilweise merkt man den etwas verkrampften Versuch mit Gewalt ein literarisches Meisterwerk zu schaffen, anstelle einfach nur eine gute Geschichte zu erzählen. Teilweise greift der Roman alte Klischees auf wodurch die oben erwähnten, frischen Ideen zu ersticken drohen.
Mit Christian Reimer hat der thono-audio-verlag mal wieder sein goldenes Händchen bei der Auswahl des richtigen Sprechers unter Beweis gestellt. Mit seiner sonoren Stimme und dem Talent jedem einzelnen Charakter eine individuelle Note zu verleihen, haucht er den einzelnen Charakteren Leben ein. Nicht zuletzt indem er es meisterhaft versteht vertraute Akzente aufzugreifen und diese mit einfließen zu lassen. Mit stets passender Musik und den passenden, dezenten Effekten wird zudem die passende Stimmung erzeugt.
Cover-Design und gewählte Schrift verleihen, zusammen mit der DVD-Hülle in dem die beiden Datenträger geliefert werden, dem Ganzen einen Schnäppchenmarktcharme.

Trotz der guten Audioumsetzung zog mich das Buch nicht komplett in seinen Bann.

Meine Wertung:
3,25 von 5 Transformatoren


[Rezension] Die Reisen des Herrn Baldassare

16. November 2014

Autor: Amin Maalouf
Verlag: insel taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seitewnzahl: 482
Erschienen: 2014
ISBN 13: 978-3-458-36005-6

von: Moritz

Hui! Mein Vater hat das Buch auf meinem Rezistapel entdeckt und sich sofort angemeldet, dass er es gerne lesen würde, wenn ich durch bin. Dabei liest er doch sonst nur knackige Thriller oder aber „richtige Literatur“. Sollte das für den Herrn Baldassare etwas zu bedeuten haben, denn der Klappentext verheißt nicht gerade den knackigen Thriller…?

Klappentext:
Europa, am Vorabend des Jahres 1666. Es sind furchterfüllte Zeiten, das »Jahr der Apokalypse« steht bevor. Inmitten der Unruhe macht der Antiquar und Kuriositätenhändler Baldassare gute Geschäfte, besonders mit einem geheimnisvollen Buch, das ihm in die Hände fällt. Doch erst als er es längst verkauft hat, wird ihm die eigentliche Bedeutung des Buches klar. Er setzt alles daran, das Buch zurückzubekommen, und begibt sich auf die abenteuerliche Suche: über Tripolis nach Smyrna und Konstantinopel, nach Genua, Lissabon und London, wo ein verheerender Brand tatsächlich das Ende der Welt anzukündigen scheint …

Die Story:
Baldassare, ein Buchhändler aus Gibelet mit genuesischen Wurzeln, gelangt in den Besitz eines Buches, das seinem Leser den hundertsten Namen Gottes verrät. Sollte es diesen Namen tatsächlich geben, so wäre es ein unermesslicher Schatz in einer Zeit, in der die Apokalypse im „Jahr des Tieres“ kurz bevorsteht.
Der Roman schildert in Form eines Tagebuches-Schrägstrich-Reiseberichts wie Baldassare sich aufmacht, um wieder in den Besitz des Buches zu gelangen, das er dämlicherweise noch am Abend, an dem er es als Geschenk erhält, weiterverkauft.
Die Reise führt ihn mit wechselnden Gefährten über Kontantinopel und Genua nach London, bis er schließlich am Vorabend des Weltuntergangs wieder in Genua, der Stadt seiner Ahnen landet…

Das Setting:
Grandios und wortgewaltig schildert Maalouf – brutal konsequent durch die Augen des Baldassare – die Welt des Jahres 1666, sei es im Orient, in Genua oder in London. Baldassare, das Fenster, durch das wir die Welt betrachten, steht der Weltuntergangshysterie, die gerade von Moskau kommend über die bekannte Welt hereinbricht, eigentlich eher skeptisch gegenüber, aber auch er lässt sich von seiner Umgebung anstecken und sieht immer wieder Zeichen, die auf ein baldiges Ende hindeuten. Der große Brand von London, den er auf dem Dachboden einer Kneipe in der ersten Reihe verfolgen kann, dient verständlicherweise nicht dazu, seine ursprüngliche Skepsis zu stärken.
Eine wirklich tolle Schilderung der Welt am (vermeintlichen) Abgrund. Respekt. Wenn ich so schreiben könnte, wäre meine Haus schon lange abbezahlt. Man merkt an jedem einzelnen Wort, dass der Kerl genau weiß, wovon er schreibt und ich bin etwas betrübt, dass ich nicht zuerst im französischen Original auf Maalouf gestoßen bin. Die Übersetzung ist absolut klasse, da gibt es kein Vertun, aber ich denke im Französischen rockt das noch viel gewaltiger. Glücklicherweise hat er noch mehr Romane geschrieben, da werde ich gleich mal nachsehen, was ich so in die Finger bekommen kann.

Die Charaktere:
Baldassare ist der einzige Charakter, der den Leser von Anfang bis Ende des Buches begleitet und der Kerl ist wirklich so voller Probleme, Freuden, Widersprüche, Hoffnungen,… dass sich wohl jeder in ihm wiederfinden wird. Okay, als Mann in seinen Vierzigern mit Bauchansatz hat er natürlich meine persönliche Sympathie, aber ich denke er ist so unglaublich menschlich,dass nicht nur ich ihn verstehen werde.
Zu Beginn seine seine beiden Neffen und sein Diener noch wichtige Personen, aber sie verschwinden zur Hälfte der Erzählung und tauchen auch nicht wieder auf, wobei gerade der Spitzklicker (Haha! Libre Office kennt das Wort nicht, da ist es wirklich an der Zeit es dem Wörterbuch hinzuzufügen.) und der zurückgezogene Eiferer wirklich interessant sind. Schade, die hätte ich gerne später wieder angetroffen.

An wichtigen Frauen spielt vor allem Marta eine Rolle, die Gibelet kurz vor Baldassare verlässt und sich wenig später auf eine außereheliche Liaison mit ihm einlässt, bevor sie ihren Ehemann wiedertrifft, der sie vor langer Zeit verlassen hat und unter mysteriösen (zumindest für Baldassare) Umständen bei ihm bleibt, anstatt mit Baldassare zurück in die Heimat zu gehen.
In der Retrospektive unseres Tagebuchschreibers ist allerdings die Kneipenwirtin Bess noch wichtiger, die ihm in der Fremde das Gefühl gibt willkommen und geliebt zu sein.
Mal ganz zu schweigen von Giacominetta, der 14-jährigen Tochter des genuesischen Freundes Gregorio, die Baldassare in Kürze heiraten wird, wenn die Welt bis dahin nicht untergegangen ist.

Mein Fazit:
Faszinierend. Punkt.
Der Roman liegt eigentlich meilenweit von meiner Komfortzone entfernt, aber ich habe ihn durchgehend mit großem Vergnügen gelesen. Der Star ist neben dem sympathischen Baldassare aber ganz klar das Jahr 1666, das ihm so oft die Schau stiehlt.

Meine Wertung:
5 von 5 Namen Gottes


[3. WOPC] Einsendungsrückblick „Magister Florals Chaoslabyrinth“ (Doenload)

22. Dezember 2013

facebook_logoHeute am vierten Advent gibt es hier erneut Spielmaterial zum Download. Und wer hätte das gedacht, es wird fantasylastig. Aber damit nicht genug, den es geht m einen „Ring“. Zwar machen sich keine Hobbits aufreisen, aber er ist Auslöser dieses Abenteuers.

Also runterladen, lesen, zocken und Spaß haben!

Hier der Download:    S_Cordes_Magister_Florals_Chaoslabyrinth

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Bisherige OnePages
21.12. Das Ende von Fürst Winter
20.12. Necronymphen
19.12. Die letzte Fahrt der HMS Violet 
18.12. Die grüne Hölle
17.12. Hope ends with you
16.12. Das Wirtshaus zum Spessart
15.12. Grimoire of Love
14.12. Dinge die Wachsen
13.12. Der Frühlingsdieb 
12.12. Der einzig wahre Lohn
11.12. Die FEIWF-Maschine
10.12. Feenputz 
9.12. Klootschießen 
8.12. Rückkehr zum Krakatau
7.12. Bei Magister Hempel unterm Sofa
6.12. Frühlingserwachen der Menschheit
6.12. Die Schatulle
5.12. Die Franzettis
4.12. Romeko und Julika
3.12. Frühlingsfestival der Folksmusik
2.12. Minenkraft


[Interview] André Wiesler bricht nach Uthuria auf

31. Oktober 2012

(c) Ulisses Spiele 2012

Hallo André,

vielen Dank das Du Dir die Zeit genommen hast und Dich kurz meinen Fragen stellst.

André Wiesler: Sehr gern!

Würfelheld: Seit dem letzten Interview, zu der Zeit von „Die Chroniken des Hagen von Stein“ hat sich ja bei Dir viel getan, z.B. Dein Engagement bei Ulisses. Kannst Du uns zu Deiner Aufgabe dort etwas mehr erzählen?

André Wiesler: Klar, ich bin dort als Ansprechpartner für die Community und als Marketingleiter tätig, ich versuche also Fragen zu klären und möglichst umfassend über unsere neuen Produkte und Vorhaben zu informieren. Außerdem schreibe ich Romane, Kurzgeschichten und andere Texte für Das Schwarze Auge und betreue die Homepage.

Würfelheld: Aktuell erscheint Dein Roman „Die Rose der Unsterblichlichkeit“, der im >DSA Universum< angesiedelt ist. Kannst Du uns einen kleinen Einblick gewähren?

André Wiesler: Schwarze Perle, der erste Teil der Reihe „Die Rose der Unsterblichkeit“, stellt den Auftakt einer Reise nach Uthuria dar, dem sagenumwobenen Kontinent südlich von Aventurien. Ich schildere die Erlebnisse der ersten Expedition neuerer Zeit dorthin, mit Seeungeheuern, düsterer Magie und einem guten Schuß Humor.

Würfelheld: Wie bist Du auf die Idee gekommen?

André Wiesler: Die Idee kam im Gespräch mit Mario Truant, unserem Verlagsleiter, auf. Mit An fremden Gestanden hat Alex Spohr ja den Auftakt zur spielerischen Erforschung des Kontinents durch Das Schwarze Auge-Fans gelegt und Mario wollte gerne eine erzählerische Begleitung dazu. Ich freue mich, dass ich diese umsetzen darf.

Würfelheld: Kannst Du uns einwenig mehr zum Hauptcharakter Alrik erzählen?

André Wiesler: Alrik ist ein ehemaliger Gladiator, den nach seiner Befreiung nichts mehr in Aventurien hält. Er ist gradlinig, aber aufrichtig und kann ordentlich zulangen, was er auch reichlich tun muss. Dass ihn in Uthuria mehr erwartet, seine Bestimmung nämlich, das ahnt er jedoch noch nicht. Aber Alrik ist ja nur einer der Hauptcharaktere, es reisen außerdem noch Karas Kugres, der verzogene Grandensohn, Marfan Steyck, der Forscher oder Efferia, die Efferdgeweihte mit. Und andere.

Würfelheld: Wird es Fortsetzungen, eventuell sogar eine eigene Uthuria Reihe geben?

André Wiesler: Ja, Die Rose der Unsterblichkeit wird auf jeden Fall fortgesetzt. An Teil 2 arbeite ich gerade, er ist für Anfang 2013 geplant. Ob es eine eigene Uthuria-Reihe geben wird, entscheidet unter anderem die Resonanz auf Die Rose der Unsterblichkeit.

Würfelheld: Du hast erste Einblicke ja schon auf der RatCon gewährt. Die Lesung hielt auch eine Überraschung parat. Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

André Wiesler: Du meinst, wie ich auf die Idee gekommen bin, mich bei einer Das Schwarze Auge-Lesung mit Björn Schmiedeberg, dem Respect-Meister im Schwergewicht im Mixed-Martial-Arts zu prügeln? (lacht) Ich versuche immer, meine Lesungen ein bisschen aufzupeppen, und da ich mich bei Alriks Kampfstil stark an meinen schmerzhaften Erfahrungen mit dem MMA orientiert habe, lag die Idee nahe, ein paar der Prügeleien im Roman einmal umzusetzen. Da ich bei Björn trainiere, konnte ich ihn auch schnell dafür gewinnen.

Würfelheld: Wird es weiterhin solche Lesungen, mit Überraschungseffekt zukünftig geben?

André Wiesler: Auf der DreieichCon im November werde ich mich von Judith C. Vogt mit einem Schwert verprügeln lassen, wenn wir die Frage klären, was besser ist: Guter Nahkampf oder geschickter Schwertkampf? Und für die nächsten Veranstaltungen fällt mir bestimmt auch noch was ein – vorausgesetzt, ich habe meine Prellungen und blauen Flecken bis dahin auskuriert. (lacht)

Würfelheld: Kannst Du uns noch einen Einblick in die kommenden Uthuria Produkte geben?

André Wiesler: Gern. Als nächstes kommt der erste Teil einer Dreiteiligen Regionalkampagne mit dem Namen Grüne Hölle, die den Bereich rund um die Anlandungsstelle der Helden in An fremden Gestaden beschreibt und in Form einer Abenteuerkampagne erforschbar macht. Darauf folgen dann Teil 2 und 3, die sich mit den Xo’artal befassen, einer uthurischen Zivilisation. Ich sage nur: Blutmagie.

(c) Ulisses Spiele 2012

Würfelheld: Was hast Du in naher Zukunft geplant bzw. was können wir von Dir erwarten?

André Wiesler: Ich schreibe aktuell am zweiten Teil der Rose der Unsterblichkeit, bereite ein Schreibseminar für den Januar mit dem Titel „Wie schreibe ich ein Buch?“ vor (es sind noch ein paar Plätze frei (zwinkert)) und plane außerdem Anfang 2013 etwas mit dem halbfertigen Manuskript eines komischen Mysterybuches. Aber dazu kann ich noch nicht mehr verraten.

Würfelheld: Vielen Dank fürs Interview. Die letzten Worte gehören Dir.

André Wiesler: Vielen Dank. Die letzten Worte nehme ich gerne und verschenke sie an Weihnachten an meine Frau weiter. Ein Geschenk weniger, um das ich mich kümmern muss.

Weitere Infos:

Buchseite beim Verlag

André Wiesler im Netz

André Wiesler Wochenendseminar „Wie schreibe ich ein Buch“

Ratcon 2012 Lesung: