[News] Zwerge, Die komplette Saga – vorbestellbar

Der Piper Verlag wird ab dem 01.September 2016 die komplette Zwerge-Saga von Markus Heitz als Schuber herausbringen. Wer die Saga noch nicht kennt, für den dürfte sich der Schuber, welcher 45 Euro kostet und mit 3168 Seiten bestückt daherkommt, lohnen.

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[Rezension] Das Objekt

Autor: John Sandford
Verlag: Piper Verlag
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 576
Erschienen: Mrz. 2016
ISBN: 978-3492703970
Preis: 16,99 Euro

von: Würfelheld

Der Piper Verlag lässt nun seiner letztjährigen Ankündigung Taten folgen und bringt nach und nach immer mehr Science Fiction Titel in die Buchhandlungen. Da ich letztlich schon mit dem Auftaktband zu „Dark Space“ ins Verlagsprogramm reingelesen habe, war es Zeit sich ein weiteres Buch zu schnappen und zu sehen was die Leute von Piper da so machen. Hinzu kommt, dass sich Sandford bei mir noch kein Name als SFF Autor gemacht hat, sondern ich ihn mehr oder minder durch andere Genres kenne. Also los…

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[Rezension] Dark Space #1 – Die Menschheit ist verloren

Autor: Jasper T. Scott
Verlag: Piper
Format: Klappbroschur
Seiten: 272
Erschienen: Apr. 2016
ISBN: 978-3-4952-70406-9
Preis: 12,99 Euro

von: Würfelheld

Der Kanadier Jasper T. Scott soll mit diesem Buch den Startschuss zu einer der besten Science Fiction Reihen der letzten Jahre geliefert haben. Na da muss die Nase mal zwischen die Buchdeckel , einfach um mal zu sehen, ob dieses Lob einfach nur Werbung oder berechtigt auf dem Cover ist.

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[Rezension] Aquarius

 

Autor: Thomas Finn
Verlag: Piper Verlag
Format: Paperback
Seitenzahl: 416
Erschienen: Oktober 2014
ISBN-10: 3492703372
ISBN-13: 978-3492703376

von: Christel Scheja (kris)

Früher war der 1967 in Chicago geborene aber nun schon lange in Hamburg lebende Thomas Finn eher als Autor von Fantasy- und Jugendromanen und für die Mitarbeit an Rollenspielsystemen wie „Das schwarze Auge“ bekannt, heute wagt er sich auch in andere Gefilde. Trotzdem bleibt er in seinem aktuellen Thriller „Aquarius“ der Phantastik treu.

Gibt es sie wirklich? Die geheimnisvollen Frauen aus dem Meer, von denen alte Seebären noch so gerne erzählen, die Sirenen, die durch Gesang und Schönheit Männer in den Bann schlagen, um sie in einen nassen Tod zu ziehen.

Wie jeder vernunftbegabte Mensch hält auch Jens Ahrens die Geschichten für reine Märchen. Der Waisenjunge, der auf einer Hallig gefunden wurde, ist der See treu geblieben, er arbeitet erfolgreich als Taucher in dem Team einer privaten Bergungsgesellschaft.

Als eine Seemine explodiert, die eigentlich aus dem Meer geholt und entschärft werden soll, ist Jens ganz in der Nähe. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich in einem Keller, gefesselt und unter Drogen gesetzt. Und er ist nicht allein.

Ihm gelingt zwar schon nach kurzer Zeit die Flucht, doch ihn lässt der Vorfall nicht in Ruhe. Aus diesem Grund nutzt er die Zeit, in der er sich selbst erholen soll, für entsprechende Nachforschungen in dem kleinen leider nicht mehr ganz so beschaulichen Küstenort Egirholm.

Schon bald stößt er neben den Mythen um das untergegangene Rungholt und düstere Andeutungen, die damit zusammenhängen, auf merkwürdige Todesfälle in denen Menschen an Land ertrinken, seltsame Aufzeichnungen und eine Mauer des Schweigens, was bestimmte Vorfälle angeht. Schon bald steht er im Mittelpunkt von Intrigen und eines Kampfes hinter den Kulissen, bereits vor vielen Jahren seinen Anfang genommen hat …

Eines muss man Thomas Finn lassen, er erweckt die Kulissen seiner eigenen Heimat gekonnt zum Leben. Die Atmosphäre in „Aquarius“ ist nicht nur stimmig und lebendig – er erweckt auch die Nebenfiguren zum Leben, so dass man sich bildlich vor sich sieht und problemlos das Kopfkino anwerfen kann.

Zunächst gibt es nur wenige phantastische Elemente – in erster Linie die Morde, in denen Opfer ertrinken, obwohl sie nicht einmal in der Nähe des Wassers sind. Auch die Ermittlungen der Kriminalbeamten wirken erst einmal betulich wie in einem regionalen Krimi. Das hat ein Ende, als Jens Ahrens in den Mittelpunkt der Geschichte rückt.

Die Handlung zieht deutlich an, denn der Berufstaucher bekommt es gleich mit skrupellosen Entführern und Ärger zu tun, den er seit seiner Soldatenzeit nicht mehr miterlebt hat. Durch ihn werden auch die Leser immer tiefer in die Mythen und Legenden der Region eingeführt, die ein wichtiger Bestandteil der Handlung sind.

Nach und nach fügen sich die Mosaiksteine zusammen und ergeben am Ende ein interessantes Bild. Allerdings verliert die Geschichte in diesem Teil der Handlung auch an Spannung und Kraft, denn viele Andeutungen führen einfach zu offensichtlich zu den gewünschten Ergebnissen, man weiß trotz aller Gefahren auch, dass die Helden so oder so überleben werden.

Thomas Finn rettet zwar ein wenig durch seinen routinierten Schreibstil – kann aber nicht ganz darüber hinweg täuschen, dass er ab einem bestimmten Punkt nicht mehr zu überraschen vermag. Insgesamt legt man das Buch am Ende aber zufrieden zur Seite, denn das ganze Drumherum – die Gewichtung der Beschreibungen und Dialoge, der Figuren und der Region – stimmte und vermochte ganz gut in das Abenteuer zu entführen.

„Aquarius“ ist ein phantastischer Thriller von Thomas Finn, der gekonnt und routiniert mit Mythen und Sagen der Küste spielt. Zwar kann die Handlung ab einem bestimmten Punkt nicht mehr überraschen, lässt sich aber dennoch flüssig lesen und bietet durch das Ambiente kurzweilige und entspannende Unterhaltung.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Seeminen

[Rezi] Der Funke des Chronos

https://i1.wp.com/www.piper-verlag.de/media/9783492266512.jpgAutor: Thomas Finn

Verlag: Piper

Format: kartoniert, 412 Seiten

Erschienen: 2008

ISBN 13: 978-3-492-26651-2

von: Würfelheld

Thomas Finn liefert mit diesem Roman einen Abstecher in die Zeitreise-Thematik ab, wobei das ganze mit Thriller-Elementen gespickt wird. So werden die über vierhundert Seiten mit einem thematisch passenden Cover umhüllt.

Zum Inhalt:

Medizinstudent Tobias, der seine Kindheit im Waisenhaus verbringen musste und dessen Beziehung nun kurz vor Weihnachten in die Brüche gegangen ist, wurde gerade durch seine Nachbarin ein Paket, welches diese dankenswerterweise angenommen hat, übergeben. Diese Päckchen erhält Tobias nun schon einige Jahre, wobei er bis dato nicht herausfinden konnte, wer ihm diese Päckchen zuschickt. Doch dieses Päckchen ist anders, es enthält, so wie es den Anschein macht, Hinweise auf Tobias früheres Leben bzw. seine Herkunft. Dieses zugesandte Geschenk führt Tobias nach einiger Zeit in einen Uhrladen und von dort direkt in ein unerwartetes Abenteuer. Als ihm der Uhrmacher erklären möchte was das ganze mit seinen leiblichen Eltern zu tun hat, betritt ein Unbekannter das Ladenlokal. Kurz darauf kommt es zu Tumult im Ladenlokal. Während dieses Tumults fallen Schüsse und als Tobias seine Gedanken einigermaßen zu ordnen versucht, erklärt ihm der Uhrmacher das er weg muss und das es nur eine Möglichkeit gibt. So wird Tobias in eine Zeitmaschine gesteckt und landet in Biedermeierischen Hamburg des 19. Jahrhunderts, wobei nur auf den ersten Blick, denn es herrscht Hysterie und Chaos. Doch auch hier läuft für Tobias nicht alles rund, den Tobias fällt hier wie ein bunter Hund auf. Schnell wird Tobias wegen seiner Andersartigkeit zum Hauptverdächtigen in einer Mordserie, in der ein bis dato Unbekannter seinen Opfern den Kopf aufschneidet und ein Sekret entnimmt.

Um seine Unschuld zu beweisen, was sich als sehr schwierig erweisen tut, da eine ganze Stadt auf der Jagd nach ihm ist, erhält Tobias unerwartet Hilfe. So trifft er auf Heinrich Heine. Zusammen versucht das ungleiche Paar Tobias Unschuld zu beweisen und tritt dabei einigen unangenehmen Zeitgenossen auf die Füße. Als ob das aber noch alles nicht genug ist, muss dann auch noch die Zeitmaschine gesucht werden, den Tobias möchte in seine Zeit zurück und sich dort der Dinge die auf ihn warten stellen.

Mein Fazit:

Thomas Finn haucht einer geschichtlichen Gegebenheit durch die Verknüpfung mit modernen Elementen und der Thematik Zeitreise neues bzw. erneutes Leben ein. Man hat zur jeder Zeit das Gefühl, das man an der Seite von Tobias durch dessen Leben bzw. mit ihm durch das hanseatische Hamburg des 19. Jahrhunderts zieht. Dabei überrascht einen Thomas Finn immer und immer wieder, den durch die gute Recherche, die einem beim Zug durch Hamburg geboten wird, so trifft man auf historisch nachweislich anwesende Persönlichkeiten, befindet sich das Kopfkino unter Volllast und produziert hervorragende Sinneseindrücke.

Leider wird der Kopfkinofilm durch einige Mehrfachnennung im Text etwas zum stolpern gebracht, so muss ich nicht öfters darüber informiert werden, welche Haarfarbe der Protagonist hat, oder das er Student ist. Und die Zeitmaschinenherkunft wird mir zu kurz abgehandelt. Da steht man schnell vor Fakten. Nichtsdestotrotz haben mich die gebotene Story und die darin befindlichen Details, die Wendungen und der Spannungsbogen gut unterhalten, wobei noch einwenig Luft nach oben ist.

Meine Bewertung:

4,5 von 5 Zeitmaschinen