[Rezi] Die Kuppel

Autor: Peader Ó Guilian

Verlag:Random House

Seiten: 448

erschienen: Juni 2012

ISBN: 978-3442268900

Preis: € 9,99

Mir „Die Kuppel“ liegt nun der Auftakt zur Bone World Triologie aus der Feder von Peader Ó Guilin dank Random House nun auch auf deutsch vor. Die Triologie die bereits im englischsprachigen Raum viel Beachtung fand, wird uns in einem schlichten Paperback geliefert.

Zum Inhalt:

Stolperzunge ein junger Krieger wohnt mit seiner Mutter und seinem Bruder in den Ruinen einer alten Stadt . Dabei ist er und sein Bruder Wandbrecher für die Jagd und die Deckung des Fleischbedarfes seines Stammes zuständig. Wobei Stolperzunge im Stamm wieder und wieder wegen seines Stotterns mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Seiner Mutter hat er es zu verdanken, das er noch am leben ist, den die Gesetzes seines Stammes sind hart, gelten Gebrechen als hinderlich und schwach. Auch die Tatsache das Stolperzunge seinen Bruder Wandbrecher bei einem Kampf das Leben gerettet hat, lässt ihm im Stamm kein höheres Ansehen erlangen.

Als eines Tages eine Sphäre vom Himmel fällt und mitten im Stammesgebiet landet, ändert sich das Leben für die Stammesangehörigen unerwartet. Als auch noch eine Frau aus der Sphäre steigt, ist die Verwirrung umso größer. Wandbrecher handelt als erster und erhebt seinen Anspruch auf die vom himmelgefallene Frau. Da er ein hohes Ansehen geniest erhält er keinerlei Widerspruch. Allerdings Wandbrechers Ehefrau Moosherz ist mit der Anschaffung einer Zweitfrau nicht einverstanden und lässt ihren Mann die aufsteigende Wut über seine Entscheidung eindeutig spüren.

Da Wandbrecher sich dem stetigen Streit nicht aussetzen möchte, beschließt er die Himmelsfrau, bei seinem Bruder einzuquartieren. Dieser liegt zu diesem Zeitpunkt aufgrund eines Jagdunfalles ans Bett gefesselt sowieso zu Hause und kann sein Glück kaum fassen, den schließlich hat er ein Auge auf die Himmelsfrau geworfen. Im weiteren Verlauf kommen sich Stolperzunge und Indrani näher, schließlich pflegt sie ihm gesund woraufhin Stolperzunge ihr die Stammessprache beibringt. Dabei erkennt Stolperzunge aber nicht, in welche Gefahr er sich begibt, den die Stammesältesten wollen einen Kranken und Gebrechlichen Krieger nicht länger durchbringen. Aber als ob das noch nicht genug Unruhe ins Leben der Stammesmitglieder bringt, so wächst auch die Angst vor den Wesen, Monstern und Kreaturen die außerhalb der Stadtruine ihr Unwesen treiben. Die Stammesmitglieder werden den Eindruck nicht los, als ob eine Art der Kommunikation zwischen diesen herrscht.

Mein Fazit:

Mit „Die Kuppel“ bietet Autor Peader O Guilin eine Art Future Big Brother an. So hält sich eine hochmoderne, gelangweilte Gesellschaft unter einer Kuppel eine steinzeitliche Gesellschaft zur Unterhaltung. Dabei wird von außen auf fast alles Einfluss genommen. So werden die Wilden immer und immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Indrani spielt dabei eine zwiespältige Persönlichkeit, stammt sie schließlich aus der hochmodernen Welt. Warum sie allerdings in die Steinzeit fällt, bleibt dem Autor sein Geheimnis.

Die Idee die hinter „Die Kuppel“ steckt ist im Sci-Fi Bereich nicht gerade was neues, so findet man Ansätze in den Filmen „Running Man“ oder „Die Truman Show“ wieder. Allerdings ist das Buch solide geschrieben und weist keine Storyklöpse auf. Für alte Hasen ist das Buch nicht unbedingt empfehlenswert, da zu vorhersehbar.

3 von 5 Kuppeln