[Rezension] Doctor Who: Silhouette

Verlag: Cross Cult
Autor: Justin Richards
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 245 + Bonus
Erschienen: Okt. 2015
ISBN: 978-3-86425-799-5
Preis: 12,80 Euro

von: Würfelheld

Wer kennt den größten Inkarnationscharakter der BBC nicht? Na mittlerweile sind wir beim zwölften Mattscheiben Doctor angelangt, damit aber nicht genug, dank des Cross Cult Verlages kann man sich die Abenteuer nun auch als deutsche Totbaumversion zu Gemüte führen und das habe ich auch mal getan. Also auf geht’s ab ins Abenteuer.

Klappentext:
Die Abenteuer des 12. Doktors gehen weiter! Marlowe Hapworth wird tot in seinem verschlossenen Arbeitszimmer aufgefunden, ermordet von einem unbekannten Angreifer. Rick Bellamy, Straßenkämpfer, wurde das Leben von einer als Leichenbestatter getarnten Gestalt ausgesaugt. Wie hängen diese Dinge miteinander zusammen? Und was hat Orestes Milton, ein reicher Industrieller, mit all dem zu tun? Als der Doktor und Clara sich der Suche anschließen, finden sie sich in einer Welt wieder, in der nichts und niemand ist, was er zu sein scheint.

Zum Inhalt:
Willkommen in England, aber nicht irgendeinem England, sondern das winterliche viktorianische England des Jahres 1890. Während der Doctor und Clara noch über ihr nächstes Reiseziel lamentieren, empfängt die TARDIS eine Energiespitze, welche dann dafür sorgt dass man sich nun eben in dieser Zeit und an diesem Ort wiederfindet.

Nach einem kurzen Umblicken treffen die Beiden auf ein paar alte Bekannte, Vastra und Strax, und landen somit direkt in einem kuriosen Mordfall. Ein weitläufiger Bekannter von Vastra wurde auf seltsame Weise in seinem Arbeitszimmer des Lebens beraubt. Man spricht von Selbstmord, wobei das schnell bezweifelt wird.

Die ersten Ermittlungen führen den Doctor zum Frostjahrmarkt, mit angeschlossenen Kuriositätenkabinett. Dort angekommen befindet man sich auch direkt in einem Netz voller Intrigen. Merkwürdigkeiten und Seltsamen.

Nachdem der Doctor und Clara ihre Schnüffelnasen immer tiefer in den Londoner Smog stecken umso seltsamer wird der Fall. Die auftauchenden Indizien führen dabei immer wieder zu einem Industriellen namens Milon, welcher vor nicht all zu langer Zeit in London aufgetaucht ist und eine der alten Fabrikgeländer erworben hat.

Als Clara dann durch Unvorsicht und durch Neugier getrieben in Miltons Fabrik auftaucht, wird sie dort von Origamivögeln attackiert und fast Opfer einer perfiden Falle. Doch dank Strax, der den Tot eines Saufkumpans untersucht und dessen Weg auch zu dieser Fabrik geführt hat, kann Clara dieser Falle, nur mit ein paar Kratzern und Abschürfungen entkommen.

Dieses merkwürdige Papiervogelereignis sorgt allerdings dafür, dass der Doctor erst so richtig Spaß an der Sache findet und schnell stößt er auf seine Gegenspieler.

Allerdings weisen des Doctors Gegenspieler eine Gemeinsamkeit auf, sie wirken alle wie von fremder Hand gesteuert. Ein bißchen Kombinationsgabe und Schnüffelei und die gesponnen Fäden weisen alle einen Ursprungspunkt auf, nämlich dem Industriellen Milton.

Als dieser dann merkt, dass der Doctor und sein Team ihm immer weiter auf die Pelle rücken, nimmt er das Heft des Handels in die Hand und bietet dem Doctor einige Herausforderungen, die sich immer weiter in Richtung Endgültigkeit drehen.

Mein Fazit:
Man was soll ich da wirklich viel zu sagen, schließlich ist es doch etwas anderes sich an so eine Reihe ran zu wagen ohne dabei seine bisherigen Erlebnisse zu gefährden. Aber ich hab’s versucht und es wird definitiv nicht mein letztes Doc Buch bleiben.

Der Doctor ist ja schon ein merkwürdiger Kautz, und genauso kommt er auch in diesem Buch rüber. Nicht nur das manche Buchseiten so vor Ironie und dunklem Humor triefen, sondern auch das die Story in so einer straffen schnellen Geschwindigkeit abläuft, dass das Buch einfach nur Spaß macht.

Man wundert sich wirklich bzw. ich bin erfreut, dass die Story so gut funktioniert, denn man muss es als Leser schon mögen, das man nicht viel Vorgekaut bekommt bzw. das z.B. Charakterinfos übers ganze Werk verstreut lauern, und somit viel Platz für den eigenen Kopfkinofilm auch abseits des Story Strangs vorhanden ist.

Auch schön zu erleben ist, dass das Ende von diesem Doc Buch im Kopfkino für den selben Spaß sorgte wir die digitale Umsetzung. Also ein Riesenspaß.

Das Interview welches das Buch als Bonus beinhaltet ist zwar nett zu lesen, dafür wäre aber ein kleiner Zeitstrahl oder aber ein kleines Glossar besser gewesen, es gibt schließlich immer wieder neue Doc-Fans.

Ich hoffe einfach auf viele weitere tolle Doc Romane.

Meine Wertung:
4 von 5 Granatäpfel für Strax

[Rezi] Yoda ich bin! – Alles ich weiß!

Autor: Tom Angleberger Verlag: Baumhaus-Verlag Preis: 12,99 €  Seiten: 147 Seiten + Bonus

von: knoedelchen

Was in vielen kleinen Kurzgeschichten erzählt wird ist die große Geschichte einer kleinen Fingerpuppe welche das Leben von ein paar befreundeten Schülern an der McQuarrie Mittelschule auf den Kopf stellt. Die Puppe, eine Yoda-Origami-Figur, gibt den Schülern Ratschläge für allen möglichen Situationen. Zur Vermeidung peinlicher Situationen, um Schulnoten zu verbessern, das angeschlagene Image wieder aufzumöbeln oder das Herz des Mädchens zu gewinnen in das sich einer der Freunde, verguckt hat.
Tommy versucht herauszufinden ob das Yoda-Orakel wirklich echt ist, oder nur einfach eine Origami-Fingerpuppe an der Hand des Außenseiters und „Spinners“ Dwight. Die Kurzgeschichten geben dabei einen Einblick in das Leben der Charaktere und erinnern den Leser sehr anschaulich daran wie es während der Schulzeit so gewesen ist. Dabei kann man sich des öfteren ein Lächeln nicht verkneifen denn das eine oder andere wird jeder schon mal in der einen oder anderen Art selbst erlebt haben.
Am Ende der Geschichte wird klar, das es eigentlich nicht um die Yoda-Fingerpuppe geht, sondern um die Entstehung der Freundschaft zwischen Dwight und Tommy. Dwight schafft es durch seine Yoda-Fingerpuppe und seine Ratschläge endlich vom Außenseiter zum angesagt Typen zu mutieren. Tommy schafft es mit Dwight’s Hilfe das Mädchen für das er seit dem ersten Tag an der Schule schwärmt endlich anzusprechen und für sich zu gewinnen.

Fazit: Das Buch im Hardcover Design hat genau die richtigen Abmessungen um sich damit vergnüglich auf die Couch zu fletzen und viel Lesevergnügen zu haben. Der Text ist in unterschiedlichen Schriftstielen gehalten, was den Eindruck erwecken soll, wirklich von unterschiedlichen Personen geschrieben und kommentiert worden zu sein. Auf den Seiten finden sich „Kellen’s“-Kritzeleien, die das ganze noch authentischer und spaßiger machen. Hier hat die Gestalterin des Buches Melissa Arnst wirklich großartige Arbeit geleistet. Und wer mal einen Rat von Yoda benötigt, auch dem wird geholfen, denn im Anhang befindet sich die sehr detaillierte Bastelanleitung zum Erstellen seines eigenen Origami-Yoda-Orakels.
Yoda ich bin! – Alles ich weiß! Ist eine wirklich großartige Idee von Tom Angleberger und eignet sich nicht nur zum eigenen Lesevergnügen sondern auch als ideales Geschenk für lesebegeisterte jeden Alters.
Und wie mein Origami-Yoda sagen würde.
„Selber lesen Du musst, dann Spaß Du wirst haben. Und erkennen Du wirst das, was erscheint verrückt, es ist nicht! – Die Macht, mit dir sein mögen!“