[Hören] G.A.S. – Die Trilogie der Stadtwerke zum Download

Gratik von 1Live

Mit „G.A.S. – Die Trilogie der Stadtwerke“ veröffentlichte Matt Ruff 1997 seinen zweiten Roman. in diesem wird man ins New York des Jahres 2023 versetzt, wo sich ein Trillionär in den Kopf gesetzt hat, einen neuen Turm von Babel zu errichten.

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[Rezension] Doctor Strange 006 – Der Hexer von New York (Comic, Superhelden)

© Panini

Oha. Da darf ich auf meine alten Tage nochmal Marvel-Superhelden-Comics rezensieren…

INHALT
Verdammte Axt! Was ist das denn? Da verrät der Klappentext schon gute 97% des Inhaltes und machen einen Teil der Rezension schonmal mehr als überflüssig.

Yepp. New York liegt unter einer Kuppel (Hi, Mr. King!) und Hydra herrscht mit einem amtlichen Schreckensregime. Diverseste Superhelden versuchen sich dagegen aufzulehnen, sehen aber größtenteils eher alt aus. In den ersten 4 der 6 Bände dieser Sammlung hat ein Bösewicht (ich verrate nicht, wer es ist, denn das ist das Einzige, was auch der Klappentext euch nicht verrät) sich Dr. Stranges Penthouse-Wohnung unter den Nagel gerissen und ihn von einem großen Teil seiner Macht abgeschnitten. Gemeinsam mit ein paar „Freunden“ gelingt es aber, den Schergen des Bösen in einen großen Entscheidungskampf zu verwickeln, in dem es vielleicht sogar gelingt, die Kuppel über New York zu zerstören.

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[Rezension] Fantasy Noir: Übernatürliche Mordfälle

as-FantasyNoirHerausgeberin: Grit Richter
Verlag: art script phantastik
Format: Paperback,
Seitenzahl: 200
Erschienen: Juli 2015
ISBN: 978-3945045039
Preis: 12,80 Euro

von: Kris

Grit Richter gehört zu den Herausgebern und Verlagsbesitzern, die viel Herzblut in ihre Anthologien und Romane stecken. Das merkt man nicht nur an der Auswahl der Texte sondern auch deren Präsentation – besonders herausragend war dabei die Sammlung um „Die dunkelbunten Farben des Steampunk“. Aber auch ihr neuster Streich „Fantasy Noir“ kann sich sehen lassen. Zwölf Geschichten beschäftigen sich mit Morden, die mindestens in einem Detail nicht ganz von dieser Welt sind, selbst wenn sie auf der Erde spielen.

Klappentext:
Versteckt vor aller Augen tummeln sich die Wesen der Nacht unter uns. Selbst die geschulten Adleraugen der besten Ermittler erkennt die Gefahr nicht sofort. Die Hüter von Recht und Ordnung kratzen an der Oberfläche der Realität und legen das wahre Gesicht der Welt frei.

Doch was sehen sie, wenn sie ins Auge der Dunkelheit blicken? Die Anthologie »Fantasy Noir« wartet mit zwölf übernatürlichen Mordfällen auf mutige Leser, die bereit sind, ihren Geist einer Welt voll düsterer Phantasmen zu öffnen.

Zum Inhalt:
„Albenpfeile“ sind der Grund für den Tod mehrerer wichtiger Bürger in Lavinia Alba und die Täter lassen sich nichts gefallen. Nur gut, dass der Polizist Urien Rheged noch ein Ass im Ärmel hat, mit dem er ihnen Einhalt gebieten kann.

„Das Herz eines Engels“ ist ein kostbares Gut, so dass es nicht verwunderlich ist, dass einer der himmlischen Boten eines Tages ermordet und ausgeweitet aufgefunden wird. Die Suche nach dem Täter erweist sich als überraschend schwierig, auch wenn es genug Verdächtige gibt.

Der „Tod eines Mädchens“ scheint kein besonders schwieriger Fall zu sein, hat man den Täter doch bereits gefunden und dieser sogar gestanden. Allerdings steckt noch mehr dahinter, wie die Assistentin des Kommissars weiß.

„Hyperion“ ist eine Vertreter des Feenvolkes, auch wenn er das nicht an die große Glocke hängt. Nur rettet ihn das nicht vor dem, was jemand mit ihm vor hat …

„Von Kröt P. I.“ ist ein ausgezeichneter Privatdetektiv, der sich auch nicht scheut, auch schon mal gegen „Recht und Gesetz“ vorzugehen. Wie bitter notwendig das ist, zeigt sich manchmal schneller als gedacht…

Im New York des Jahres 1947 schlägt sich Moira Bran mehr schlecht als recht als Reporterin durch und sieht in manchen Dingen mehr als andere – der Mord, mit dem sie sich nun beschäftigt ist nämlich verzwickter als gedacht – und das „Blutgold“ bringt sie mit dem Übernatürlichen zusammen, als sie dem wahren Täter auf die Spur kommen will.

Das sind nur einige der insgesamt zwölf Geschichte in dieser Anthologie, die sich zum Ziel gesetzt hat, phantastische Elemente mit den Motiven und Handlungsmustern der „Schwarzen Serie“ zu verbinden. Einige Autoren lassen sich es deshalb nicht nehmen, ihre Geschichte gleich in der entsprechenden Ära, nämlich den 1940er Jahren anzusiedeln, oder ihren Welt den entsprechenden Anstrich zu geben.

Die Helden sind entweder Privatschnüffler, die sich durch die Schatten ihrer Stadt schlagen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, Polizeibeamte, die ihren Dienst lockerer sehen und gelegentlich sogar selbst Dreck am Stecken haben. Etwas seltener sind Figuren wie die Journalistin in „Blutgold“, die auch von der Atmosphäre er genau die Stimmung trifft, die die entsprechenden Filme besitzen. Überzeugend wirkt auch „Lavern“, weil es dem Autoren gelingt, die Spannung bis zuletzt zu halten und immer nur Details preiszugeben, die sich erst in den letzten Sätzen zu einem Ganzen zusammenfügen.

Die Klischees des Schwarzen Genres auf die Schippe nimmt hingegen „Von Kröt P. I.“. Dem Autoren gelingt es mit schrägen Ideen genau die Bilder im Kopf zu erwecken, die man bei einer Satire zum Thema auch braucht. Da macht es auch nichts aus, dass der Mordfall selbst eher Beiwerk ist.

Mein Fazit:
Alles in allem haben sich die Autoren eine Menge einfallen lassen, um die Leser zu unterhalten und die Erwartungen zu durchbrechen, die das im Stil der „Golden Twenties“ gestaltete Cover machen dürfte. Es geht hier mitnichten nur um abgewrackte zynische Ermittler und schöne aber gefährliche Frauen und düstere Geheimnisse – die Handlungsmuster werden teilweise bewusst durchbrochen, was die einzelnen Erzählungen um so spannender macht.

Das verwandelt auch „Fantasy Noir“ zu einer Sammlung, die jedem Fan von düsteren Kriminalgeschichten nur empfohlen werden kann. Denn auch wenn die Atmosphäre stimmt – die Geschichten beweisen mehr Bandbreite, als man denkt.

Meine Wertung:
4,5 von 5 Leichen

[Rezi] Soylent Green

Autor: Harry Harrison

Verlag: Mantikore

Format: broschiert, 300 Seiten

Veröffentlichung: Oktober 2013

ISBN 13: 978-3939212362

von: Quack-O-Naut

New York zur Jahrtausendwende! – In dieser Stadt, genau wie in allen anderen Städten auf der Erde, stapeln sich die Menschen nahezu übereinander. Die Überbevölkerung und die Ausbeutung der Ressourcen hat die Menschheit an den Rand des Verderbens geführt. Es ist kaum genug Nahrung und Wasser für alle da, viele Tierarten sind bereits ausgestorben und große Teile der Erde sind durch die vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung unbewohnbar geworden und verödet.

Die Regierungen sind überfordert, die Schutztruppen wie Armee und Polizei hoffnungslos unterbesetzt und nur noch im geringen Umfang dazu in der Lage Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten. Ein jeder Mensch der nicht gerade das Glück hat zu den Superreichen oder Mächtigen zu gehören, muss um sein tägliches Überleben kämpfen. Diebstähle, Einbrüche und Morde gehören Nahezu zur Tagesordnung, wobei die Aufklärungsrate gegen Null tendiert.
Eines Tages wird Detective Andy Rush zu einem Tatort in einem der Luxuswohnhäuser der Stadt, gerufen. Einer der Bewohner, der bekannte und berüchtigte „Big Mike“ O’Brian wurde mit einem Brecheisen von einem Einbrecher erschlagen. Normalerweise würde nach einer zweiwöchigen Ermittlung der Fall zu den Akten gelegt werden, aber Big Mike hatte Kontakte. Kontakte sowohl zur Regierung wie auch zur Unterwelt, was einige Leute an der Spitze sehr nervös macht. Somit bekommt Andy den Auftrag den Mörder um jeden Preis zu fassen. – Die Hetzjagd beginnt…

Fazit:
Wer beim Lesen des Buches jetzt denken mag: „Hey, Moment mal. Das Buch spielt im Jahre 1999 und wir haben 2014, was hat das mit Science-Fiction zu tun?“, dem sei gesagt das dieses Buch eine Neuauflage des 1966 erschienenen „Make Room, Make Room!“ ist. Der Autor hatte sich damals mit dem Thema Überbevölkerung, Ressourcenausbeutung und Umweltverschmutzung beschäftigt und seine Befürchtungen in einer düsteren Zukunftsvision niedergeschrieben.

Das Cover des Buches mit dem Totenkopfsymbol in giftgrüner Farbe passt hervorragend zur Geschichte und der Leser kann daraus ganz leicht auf die Stimmung in dem Buch schließen.
Harry Harrison gelingt es eine mögliche, düstere Zukunft zu schildern in die sich der Leser sofort hineinversetzen kann. In dieser bedrückenden Szenerie hat er sehr realistische Charaktere geschaffen, deren Handlungen zu jeder Zeit absolut nachvollziehbar und logisch wirken. Dadurch erhält der Roman eine so realistische Beschreibung der Welt wie sie sein könnte, dass ein jeder sich die Frage stellen wird: „Möchte ich in so einer Welt leben und was kann ich tun, damit es nicht soweit kommt?“

Einige wird der Titel eventuell an den Film „Das Jahr 2022 – Die überleben wollen!“ erinnern.
Dies ist nicht verwunderlich, denn der Roman war die Vorlage für den damals, mit Charlton Heston in der Hauptrolle, gedrehten Film. Allerdings haben die Hollywood-Produzenten die Geschichte damals verändert so das dieser Roman zu einem ganz anderem Ende kommt. – Doch das soll der Leser selbst herausfinden.

Wer etwas zum Lesen sucht, liegt mit Soylent Green absolut richtig!

Wertung:

Von mir daher ganz klar: 5 vom 5 Seegraskeksen.