[Film] Götter, Gags und Fantasy – Die Mara und der Feuerbringer Fan-Dokumentation

Letzte Weihnachten flimmerte „Mara und der Feuerbringer“ beim RTL über die Bildschirme. Nun kommt hier der nächste Streich von Tommy Krappweis..

„Götter, Gags und Fantasy“ ist eine inoffizielle Fanmade Doku über die abenteuerliche, siebenjährige Entstehungseschichte des Fantasyprojekts „Mara und der Feuerbringer“. Es ist aber auch die Geschichte eines Kreativen, der sich durch nichts davon abhalten lässt, eine Idee zu verfolgen. Vom ersten Gedanken daran, über einen starbesetzten Kinofilm hinaus, allen Hindernissen zum Trotz und zur großen Freude einer wachsenden Anzahl an Fans….“

[Rezi] Mara und der Feuerbringer – 02 – Das Todesmal

Autor: Tommy Krappweiss, Verlag: Schneiderbuch, Seiten: 333, ISBN: 978-3-505-12786-1, Preis: € 12,95

von Knoedelchen

Nach den turbulenten Geschehnissen im ersten Teil geht es für Mara und Professor Weissinger ebenso turbulent weiter. Während eines gemeinschaftlichen Essens bei Mara und ihrer Mutter, überredet Mara Professor Weissinger an einem Rückführungsseminar zusammen mit den Wiccas teilzunehmen. Nach empfänglichen Sträuben lenkt dieser ein und los geht es.

Mara und Prof. Weissinger die dem Rückführungsseminar sehr skeptisch gegenüberstehen werden eines besseren belehrt als beide bei dem Seminar ganz besondere Erfahrungen sammeln. Während das ganze für Prof. Weissinger und die Wiccas harmlos, wenn auch sehr interessant verläuft, ist das ganze für Mara alles andere als eine freudvolle Erfahrung. Mara wird während der Sitzung kurzerhand ins Totenreich Hel versetzt, wo sie die Bekanntschaft mit Lokis Tochter, der Totengöttin und Namensgeberin für das Totenreich „Hel“ macht. Diese denkt das Mara nun Tod sei und sie ihr gehöre. Bei dem Versuch Hel vom Gegenteil zu überzeugen berichtet ihr Mara das sie ihren Vater Loki kenne. Hel glaubt ihr nicht und fordert Mara auf ihr dies zu beweisen. Mara soll Loki einen Schwarzen Edelstein überbringen. Tut sie dies ist sie Frei, aber wenn nicht, wird es Mara schlecht ergehen. Hel verpasst Mara das Mal des Graupnirs eine Art Tattoo welches jeden Tag einen weiteren Ring zeichnet oder besser gesagt, sich ihn ihre Haut frisst, was natürlich sehr schmerzhaft ist. Als Mara versucht sich in die Höhle zu Loki zu versetzen muss sie feststellen das ihr besiegt geglaubter Gegner Loge nicht etwa wie gedacht besiegt ist, sondern im Gegenteil stärker ist als zuvor und immer mehr an Kraft gewinnt. Er hindert Mara daran zu Loki zu gelangen.

Im Verlauf der Geschichte kann Mara nicht nur ihre Fähigkeiten als Seherin weiter ausbauen, sondern erlangt auch die Fähigkeit mit Hilfe eines, ihres, Seherinnenstabes Wasser herauf zu beschwören. Aber wie das in diesem Alter so ist, klappt nicht immer alles so wie geplant und Mara wird das eine oder andere mal ziemlich durchweicht.

Wie schon im ersten Buch schafft es Tommy Krappweis auch im zweiten Band die Leser in den Bann zu ziehen. Mit viel Witz und gekonnten Beschreibungen versetzt er den Leser direkt in die Geschichte. Und während man mit fiebert und die Ausflüge in die germanische Götterwelt genießt muss man bei den einen oder anderen Gelegenheiten schmunzeln.

Der zweite Band ist vom Umfang her ebenso gehalten wie der Erste. Die Gestaltung ist auch bei diesem Band wieder mit viele Liebe fürs Detail gestaltet worden.

Fazit: Mara und der Feuerbringer – Das Todesmal ist eine rundum gelungene Fortsetzung zum ersten Teil. Ein Lesespaß nicht nur für Kinder und Jugendliche. Ich habe die beiden Bücher auch für meine Nichte gekauft die auch absolut begeistert war und den dritten Teil ebenso wenig erwarten kann wie ich. – Wer für Lese-hungrige ein Geschenk sucht oder selbst gerne Liest wird mit Mara und der Feuerbringer genau das richtige Lesefutter finden.

[Rezi] Mara und der Feuerbringer

Germanische Mythologie, Baum Audienzen, zerstreute Professoren, sprechende Zweige, Götter, Monster und der ganz  normale Alltagswahnsinn sind die Zutaten für „Mara und der Feuerbringer“.

In „Mara und der Feuerbringer“ beschreibt Tommy Krappweis das Abenteuer der 14 jährigen Mara Lorbeer, einer Schülerin die aufgrund ihrer Tagträume bei ihren Mitschülern als Spinnerin gilt. Sie entschließt sich dazu keine Tagträume mehr zuzulassen um nicht weiterhin die Außenseiterin zu sein, zumal sie doch eigentlich sehr bodenständig ist. Ihre Mutter erleichtert ihr das ganze nicht gerade, den diese ist davon überzeugt eine Wicca zu sein. Eine Frau die zusammen mit anderen Wiccas in der Lage ist mit Bäumen zu sprechen, durch Hand auflegen zu heilen und auch sonst für alles esotherische aufgeschlossen ist – leider völlig erfolglos. Doch Maras Vorhaben wird völlig bedeutungslos als sie von einer Baum-Audienz, zu der sie von ihrer Mutter mitgeschliffen wurde, nach Hause kommt. Ein Zweig der in den Haaren ihrer Mutter steckt, klärt sie darüber auf das sie eine Seherin sei und eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen habe. – Sie muss die Welt vor Loki retten und Ragnarök abwenden.

Zuerst nicht sicher ob sie wieder nur geträumt hat, beginnt Mara zu recherchieren. Schließlich findet sie nach anfänglichen Zögern Unterstützung bei einem Professor für germanische Mythologie. Und sie entdeckt das sie nicht nur in die Welt der Mythen sehen kann, sondern auch die Macht hat sie mitzuerleben, ja sogar Andere mitzunehmen.

Mara und der Professor kommen dem Rätsel Schritt für Schritt auf die Spur und erleben dabei einige mythische Legenden hautnah mit. Schließlich lüften die beiden das Geheimnis und stellen fest, das nicht alles so scheint wie es am Anfang aussah.

Tommy Krappweis erzählt die Geschichte mit viel Liebe. Gekonnt beschreibt er Situationen die jeder von uns schon einmal miterlebt hat und verleiht durch seinen lockeren Humor jedem einzelnen Charakter Struktur und Tiefe. Die Charaktere werde im Verlauf der Geschichte immer sympathischer und man fiebert mit. Im Verlauf des Buches wird einem die germanische Mythologie durch die Abenteuer von Mara und dem Professor spielerisch näher gebracht. Auf einigen Extraseiten gibt es neben der Danksagung auch noch viele Informationen über die germanische Mythologie, sowie einige Literaturempfehlungen.

Die gebundene Ausgabe überzeugt als ganzes, die wirklich gute Story, das schön gestaltete Cover mit den goldenen Zweigen, die mit zweigen umrandeten Seitenzahlen und die kleinen Illustrationen, welche die wichtigsten Passagen darstellen verstärken das Lesevergnügen. Das Buch ist in zwei Teile mit insgesamt 27 Kapiteln. 13 im ersten und 14 im zweiten Teil des Buches aufgeteilt.

Fazit: Absolut empfehlenswert. Ich habe das Buch verschlungen und war von dem gebotenen Stoff so sehr angetan, das ich mir den zweiten Teil auf jeden Fall zulegen werde. Wer ein schönes Buch für sich oder als Geschenk sucht liegt hier richtig.