Rezension: Die Zeitagenten (Novelle, SF)

© Art Skript Phantastik

Autor: Joachim Sohn
Verlag: Art Skript Phantastik
Format: Taschenbuch
Seiten: 228
Erschienen: Februar 2017
ISBN: 978-3945045077
Preis: 7,00 Euro

von: Würfelheld

Der Art Skript Phantastik Verlag bringt nun auch Novellen heraus. Ok, das ist nichts neues, aber nun kommen diese im Kleinformat, passend für fast jede Smartphonetasche heraus. Auf jeden Fall weist da Cover schon einmal die Richtung in die es gehen wird. Also die Nase zwischen die Buchdeckel gesteckt und los geht’s.

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[Interview] In der dunklen Ecke mit Mario H. Steinmetz

Vor ein paar Tagen stand mir Mario H. Steinmetz zu seinem aktuellen Roman Rede und Antwort. Was es dazu und darüber hinaus zu berichten gibt, lest selbst.

 

Hallo Mario,
vielen Dank das Du Dir die Zeit für dieses Interview freigeschaufelt hast. Würdest Du Dich bitte kurz vorstellen.
Ich habe zu danken und stehe dir gerne Rede und Antwort.
Wie stellt man sich selbst am besten vor? Am ehesten dadurch, in dem ich deine Fragen beantworte (lach). Es ist schwer, fünfzig Jahre bewegtes Leben abseits der Norm auf einen Nenner zu bringen. Am ehesten wohl mit den Worten schräg und durchgeknallt. Und ich Pflege meine eigene kleine Tradition, alles eben ein bisschen anders zu machen als die breite Masse.

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[Rezension] 666 Hell`s Abyss (Roman)

Verlag: Papierverzierer Verlag
Autor: M.H. Steinmetz
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 292
Erschienen: Nov. 2015
Altersempfehlung: 18+
ISBN: 978-3959623124
Preis: 13,95 Euro

von: Würfelheld

Wenn ein Mann zu viel Zeit in Hotelzimmern verbringt, hat er die Möglichkeiten diese mit Special-Services zu füllen, oder wie bei M.H. Steinmetz mit den Schreiben anzufangen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Nach seiner „Totes-Land“-Reihe geht es nun in die „schwarze Szene“ mit all ihren Klischees.

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[Hörbuch-Rezension] – Wolfsjagd – Die dunklen Fälle des Harry Dresden #02

Autor: Jim Butcher
Sprecher: David Nathan
Verlag: Audible GmbH
Spieldauer: 672 Minuten
Veröffentlicht: Nov. 2014
EAN: B00ORNGXYS

von: Quack-O-Naut

Nachdem Harry nur knapp, wenn auch verdient, mit dem Leben davon gekommen ist, wollte ich mir sein nächstes Abenteuer nicht nehmen lassen. Somit mal schnell weiter.

Klappentext:
Chicago wird von einer Mordserie in Angst und Schrecken versetzt – alle vier Wochen, wenn der Vollmond fahl am Himmel steht, sterben in der Stadt unzählige Menschen. Fallen sie einem Psychopathen zum Opfer? Einer Gang? Oder etwas ganz anderem?

Harry Dresden, Privatermittler mit besonderen Fähigkeiten und Polizeiinformant wider Willen, wird schneller, als ihm lieb ist, in diesen Fall verwickelt. Immer wieder kreuzen dabei Menschen seinen Weg, die ein dunkles Geheimnis haben: Im Schutz der Dunkelheit verwandeln sie sich – und jagen.

Zum Inhalt:
Aufgrund seines Verhaltens während seines letzten Abenteuers, ist das Verhältnis zwischen Detectiv Murphy und Harry alles andere als gut. Nicht nur das Murphy nichts als Missmutige Blicke für Harry übrig hat, so wird er in letzter zeit auch nicht mehr als Chicago PD Berater hinzugezogen. Für Harry kommt dies einer mittelschweren Katastrophe gleich, bildeten die Beraterhonorare doch den Hauptteil seiner Einkünfte. So sieht Harry sich gezwungen sich als privater Ermittler seinen Unterhalt zu verdienen und auch andere Gelegenheiten und Aufträge nicht sofort abzulehnen. So kommt es das Harry in seiner Lieblingsbar von einer jungen Frau gebeten wird, ihr alles über magische Bannkreise zu erzählen, wofür diese genau sind und wie sie richtig heraufbeschworen werden. Auf Harry‘ Fragen warum sie dies lernen möchte will die junge Frau nicht antworten und so lehnt Harry ab.

Kurz darauf erfährt Harry von einer Serie extrem brutaler Morde bei denen zahlreiche Menschen auf grausame Art und Weise abgeschlachtet und zerstückelt wurden. Zunächst vermuten alle das es sich um einen brutalen Serienmörder oder einer Gang handelt die äußert brutal unbequeme Menschen aus dem Weg schafft. Doch als sich die Mordserie erst wieder um einer Vollmondnacht herum zutragen, wird Harry stutzig. Könnte es tatsächlich sein das hier ein Wesen aus dem Niemandsland seine Klauen im Spiel hat. Ist es möglich das es sich bei dem oder die Mörder um Werwölfe handelt?!

Harry ist zunächst ganz verdutzt als ihm Bob, seine geisterhafte Erinnerungsstütze, darüber aufklärt das es verschiedene Arten von Werwölfen gibt. Harry beginnt mit den Ermittlungen und tatsächlich kommt er einer Reihe verschiedenster Werwolftypen auf die Spur, die in Chicago leben. Als dann schließlich die junge Frau, welche Harry um Hilfe gebeten hat, auch zerfleischt wird, beginnt Harry die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Doch er selbst steht unter Verdacht und wird zur Fahndung ausgeschrieben. Jetzt muss er sehr schnell handeln, denn Detectiv Murphy kommt dem wahren Mörder immer näher und sollte sie diesen vor Harry ausfindig machen, würde sie ihre Entdeckung sehr wahrscheinlich mit ihrem Leben bezahlen.

Mein Fazit:
Oha! – Im zweiten Teil fliegen buchstäblich die Fetzen. Die Opfer werden in Stücke gerissen und alle haben es irgendwie auf Harry abgesehen, da fragt man sich recht schnell wie Harry das ganze überleben und auch noch zum Guten wenden soll. Doch Jim Butcher hat ein paar wirklich gute Ideen in der Hinterhand die es seinem Helden ermöglichen seinen Job zu tun, wenn auch angeschlagen. Die Story ist in sich stimmig und durch den Bezug auf Geschehnisse aus dem ersten Teil, wird der Eindruck von „Authentizität“ noch weiter verstärkt.
Neben Harry Charakter wird auch der Charakter von John Marconi weiterentwickelt und so komisch es klingen mag, der Charakter wächst einem irgendwie ans Herz.

Das liegt wahrscheinlich auch einfach daran, dass David Nathan mal wieder einen verflucht guten Job gemacht hat und das Hörbuch so wiedereinmal zu einem Ohrenschmaus wird.

Die Actiondichte, die zahlreichen Wendungen und der hohe Bodycount sorgen definitiv dafür, das keine Langeweile aufkommen kann. So birgt der zweite Teil ein gewisses Suchtpotenzial, weil man einfach nicht abschalten will, egal wie spät es ist und wann man aufstehen muss.

Hoffen wir das die weiteren Teile ebenso unterhaltsam sind. Ich schau dem positiv entgegen.

Meine Wertung:
5 von 5 Wolfsgürtel

[Rezension] EPIX (Brettspiel)

Autor: Rikki Tahta
Verlag: Ferti (Vertrieb durch Heidelberger)
Spielerzahl: 2  -4
Altersempfehlung: 10+ Jahre
Dauer: 30 Minuten
Genre: Strategie
EAN: 3760093330602
Preis: 24,95 Euro

von: Würfelheld

„Der König ist tot – es lebe …“ ach so ein Quatsch. Der König ist in EPIX zwar tot, und dann hat er es noch niemals geschafft einen Nachkommen zu zeugen. Somit ist nun ein Machtvakuum entstanden, welches gefüllt werden möchte. Da treten nun die Spieler auf den Plan und schlüpfen in die Rollen der Königsanwärter.

Boxtext:
Nachdem der König ohne einen Erben gestorben war, endeten damit auch die Tage des Friedens und des Wohlstandes. Die mächtigsten Adligen griffen nun nach dem Thron und so kam es, dass das Reich alsbald von Krieg überzogen werden sollte. Söldner wurden angeworben und Kriegsgerät wurde gebaut. Doch das Reich dürstete nach Frieden und das Volk sehnte sich nach dem Tag, an dem ein neuer König den Frieden wiederherstellen würde. Mit welchen Mitteln auch immer …

Wer erweist sich als würdiger Nachfolger im Kampf um den Thron?
Bei Epix handelt es sich um eine Neuauflage des Spiels Melee, einem 20 minütigen “Kriegs“spiel für 2–4 Spieler. Dein Ziel ist es, eine feindliche Burg als Erstes zu erobern (womit das Spiel sofort endet) oder am Ende des Jahres das meiste Land und Gold zu halten.
Das Geld ist knapp und mit Hilfe von Gold versucht man im Spiel, neue Einheiten zu bauen und anzugreifen. Je mehr Geld du hast und für deine Truppen ausgibst, desto höher wird ihre Motivation ausfallen und dementsprechend wird sich deine Chance auf den Sieg vergrößern. Jeder Spieler beginnt das Spiel mit einer Burg, einer Einheit von Fußsoldaten und 15 Goldmünzen. In der Einleitenden Bau- und Bietphase in welcher man Einheiten kaufen (Soldaten, Ritter, Lager, Katapulte) und auf spezielle Fähigkeiten bieten kann, welche das Einkommen, den Angriff oder andere Optionen im Spiel verbessern.
Ausstattung:

Karton aufgemacht und siehe da, als erstes fallen einem drei Anleitungen (DE, FR, ENG) in die Hände. Man muss sich nur durch knappe acht Seiten, welche größtenteils aufgrund von Beispielen bebildert sind, durchackern um EPIX zu starten. Allerdings findet man sowohl Einsteiger als auf Fortgeschrittenenregeln vor, allerdings sind diese parallel angeordnet, aber farblich voneinander getrennt.

Anschließend stößt man auf die Spielmarker, welche aus bekannter Kartonage bestehen, und farblich gestaltet sind.

Weiter findet sich ein doppelseitiges Spielbrett im Karton. Dieses findet je nach Spieleranzahl seine Verwendung, sprich die eine Seite ist für 2 oder 3 Thronfolger (durch Burgen gekennzeichnet), wohingegen die andere Seite für deren vier gedacht ist.

Außerdem stößt man auf die Spielkarten.

Somit ist der Inhalt auch schon komplett us der Spielschachtel und man kann quasi loslegen.

Inhalt:
1 zweiseitiges Spielbrett
40 Einheiten zu jeweils 10 je Farne
12 Aktionskarten (3 pro Spieler)
20 Spezialfähigkeitskarten
1 Startspielerkarte
1 Jahreszeitenkarte
1 Jahreszeitenmarker
29 Goldmünzen (10x 5 und 29×1 Wert)
3 Anleitungen (DE, ENG, FR)

Zum Spiel:
Die Regeln sind wie erwähnt in zwei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufgeteilt. Einmal für Einsteiger und einmal für Fortgeschrittene. Die Mechanik an sich ist bei EPIX sehr simpel und somit ist es auch kein Hinderungsgrund direkt als Fortgeschrittener auf den Thron loszustürmen und den Gegenspielern zu zeigen wer der Herrscher ist.

Am Anfang wird von den Spielern auf die Spezialfähigkeitskarten geboten. Das höchste Gebot gewinnt, der Spieler zahlt die Kosten und erhält die Karte. Die unterlegenen Bieter erhalten ihre Goldmünzen zurück und das Reihum.

Dann kann das Spiel richtig beginnen. Somit treten wir in die erste von vier Phasen ein, wobei jede Phase eine Jahreszeit darstellt. Naja und die letzte zu spielende ist der „Winter“.

Zuerst wird der Startspieler ermittelt, also die Spieler bieten auf die Startspielerkarte. Dieses wird vor jeder Runde (Jahreszeit) wiederholt. Ist dies geschehen werden die Aktionskarten ausgespielt um im nächsten Durchgang abhandelt zu werden. Anschließend geht es ans Einkommen, sprich es wird der Bestand an Einheiten, Lager usw. ermittelt und der Schatztruhe der Spieler gefühlt. Das Einkommen erhält während der Kampfabwicklungen eine besondere Bedeutung, schließlich muss man die Kosten, die Einheiten also, auch bezahlen können.

Ist dies erledigt beginnt es mit der nächsten Jahreszeit. Und somit beginnt das „Bieten“ erneut, so dass man auch hier wieder auf sein Einkommen angewiesen ist.

Gewonnen hat schließlich der Spieler der am Ende der vier Jahreszeiten eine der anderen Burgen besetzt hat oder aber die meisten Ressourcen vorweisen kann.

Mein Fazit:
EPIX ist ein schönes kleines Spiel, mit gelungener, nicht überladener Ausstattung, welches schnell ausgepackt, aufgebaut und losgespielt werden kann.

Naja viel Vorgeschichte kann man nicht erwarten, allerdings erfüllt diese ihren Zweck und sorgt so dafür das EPIX eben gezockt werden kann.

Außerdem kann EPIX mit kleinen Ideen punkten, so zum Beispiel mit dem Doppelseitigen Spielbrett.

Also Augen auf, Ritter zu den Waffen, ab in den Kampf – der Thron ruft!

Meine Wertung:
4,25 von 5 Thronfolgern

[Hörspiel-Rezension] Dr. Ernst Garner (01): Hexensabbat auf dem Brocken – Remake

Verlag: hoerspielprojekt.de / CCLizenz
Skript: Marco Ansing
Sprecher: Marco Ansing, Achim Zien, u.a.
Format: MP3-Download
Spieldauer: ca. 74 Minuten
Erschienen: Jul. 2015
FSK: empfohlen ab 16

von: Quack-O-Naut

hoerspielprojekt.de bietet seit Jahren kostenlose Hörspiele an, wobei jeder Geschmack bedient wird. Für die Freunde der Horror-Hörspiele gibt es jetzt eine neue Serie: „Dr. Ernst Garner“. Es sind bereits drei Folgen im Download verfügbar, was Grund genug ist das ich mich dem ersten Teil der Reihe widme.

Klappentext:
Dr. Ernst Garner und Kommissar Gottschalk untersuchen eine Serie von Ritualmorden auf dem Brocken. Ein finsterer Kult bereitet die Ankunft der Großen Alten vor. Garner muss sich beeilen, denn bald schon ist Walpurgisnacht! Wehe dem Tag, an dem sie erwachen, … – “Hexensabbat auf dem Brocken” wurde vollständig in Kunstkopfstereophonie produziert und lässt Euch so in Handlung und Raumklang eintauchen.

Zum Inhalt:
Der Ethnologe Dr. Ernst Garner bekommt einen Anruf von Kommissar Gottschalk, welcher ihn zu seinem aktuellen Fall, einer Serie von Ritualmorden hinzuzieht. Zwei junge Frauen wurden ermordet. Weiterhin wurde ein junger Mann wurde völlig verstört im Wald gefunden und befindet sich seitdem in einer psychiatrischen Einrichtung.

Die beiden Ermittler fahren in die psychiatrische Klinik um mit dem verwirrten Mann zu sprechen. Der Gute ist extrem verängstigt und brabbelt die ganze Zeit etwas von okkulten Rieten und der Ankunft der Alten.

Auf der Rückfahrt sehen die beiden Ermittler sich die Fallakten an und stoßen auf eine Gemeinsamkeit, alle drei Opfer haben Zimmer im gleichen Hotel gebucht. Ernst Garner bucht sich als Tourist ebenfalls ins Hotel ein und trifft auf die junge Tanja Schmidt. Wie sich herausstellt ist sie das auserkorene nächste Opfer. Die beiden werden Angegriffen während des Kampfes gelingt es Dr. Garner die Hotelbesitzerin mit einem Buch KO zu schlagen, bevor er selbst ausgeknockt wird.

Als Kommissar Gottschalk Garner findet, ist Tanja entführt worden. Garner weiß das die Zeit drängt, er hat einen der Pfleger und die Leiterin der Anstalt als Mitglieder des Ordens erkannt und weiß dass sich Tanja in höchster Gefahr befindet. Bücherwurm hin oder her, er und Gottschalk müssen nun sehr schnell handeln, oder Tanja wird nicht mehr lange leben und wer weiß was dann noch folgt ….

Mein Fazit:
Die Geschichte ist nett erzählt und recht kurzweilig, so dass die insgesamt 74 Minuten sehr schnell vergehen. Die Sprecher liefern durchweg eine anständige Arbeit ab und die Soundkulisse ist in sich stimmig. Die Idee mit der Kunstkopfstereofonie ist ganz nett und sorgt für eine räumliche Soundkulisse. Allerdings gibt es aus meiner Sicht einen kleinen Fehler. An einigen Stellen irritiert die Aufnahmetechnik ein wenig, was wohl daran liegt das der Kunstkopf mit den Mikrofonen im Ohr starr montiert ist und sich nicht, wie jeder echte Mensch, bei einer Unterhaltung in die Richtung des Sprechenden dreht. Dadurch gewinnt man manchmal den Eindruck unbeweglich genau zwischen den Sprechern zu stehen, was etwas störend ist.

Auch wenn ich eigentlich nicht der Horror-Hörspielfan bin, so fühlte ich mich alles in allem ganz gut unterhalten.

Meine Wertung:
3 von 5 Riten

[Rezension] Fantasy Noir: Übernatürliche Mordfälle

as-FantasyNoirHerausgeberin: Grit Richter
Verlag: art script phantastik
Format: Paperback,
Seitenzahl: 200
Erschienen: Juli 2015
ISBN: 978-3945045039
Preis: 12,80 Euro

von: Kris

Grit Richter gehört zu den Herausgebern und Verlagsbesitzern, die viel Herzblut in ihre Anthologien und Romane stecken. Das merkt man nicht nur an der Auswahl der Texte sondern auch deren Präsentation – besonders herausragend war dabei die Sammlung um „Die dunkelbunten Farben des Steampunk“. Aber auch ihr neuster Streich „Fantasy Noir“ kann sich sehen lassen. Zwölf Geschichten beschäftigen sich mit Morden, die mindestens in einem Detail nicht ganz von dieser Welt sind, selbst wenn sie auf der Erde spielen.

Klappentext:
Versteckt vor aller Augen tummeln sich die Wesen der Nacht unter uns. Selbst die geschulten Adleraugen der besten Ermittler erkennt die Gefahr nicht sofort. Die Hüter von Recht und Ordnung kratzen an der Oberfläche der Realität und legen das wahre Gesicht der Welt frei.

Doch was sehen sie, wenn sie ins Auge der Dunkelheit blicken? Die Anthologie »Fantasy Noir« wartet mit zwölf übernatürlichen Mordfällen auf mutige Leser, die bereit sind, ihren Geist einer Welt voll düsterer Phantasmen zu öffnen.

Zum Inhalt:
„Albenpfeile“ sind der Grund für den Tod mehrerer wichtiger Bürger in Lavinia Alba und die Täter lassen sich nichts gefallen. Nur gut, dass der Polizist Urien Rheged noch ein Ass im Ärmel hat, mit dem er ihnen Einhalt gebieten kann.

„Das Herz eines Engels“ ist ein kostbares Gut, so dass es nicht verwunderlich ist, dass einer der himmlischen Boten eines Tages ermordet und ausgeweitet aufgefunden wird. Die Suche nach dem Täter erweist sich als überraschend schwierig, auch wenn es genug Verdächtige gibt.

Der „Tod eines Mädchens“ scheint kein besonders schwieriger Fall zu sein, hat man den Täter doch bereits gefunden und dieser sogar gestanden. Allerdings steckt noch mehr dahinter, wie die Assistentin des Kommissars weiß.

„Hyperion“ ist eine Vertreter des Feenvolkes, auch wenn er das nicht an die große Glocke hängt. Nur rettet ihn das nicht vor dem, was jemand mit ihm vor hat …

„Von Kröt P. I.“ ist ein ausgezeichneter Privatdetektiv, der sich auch nicht scheut, auch schon mal gegen „Recht und Gesetz“ vorzugehen. Wie bitter notwendig das ist, zeigt sich manchmal schneller als gedacht…

Im New York des Jahres 1947 schlägt sich Moira Bran mehr schlecht als recht als Reporterin durch und sieht in manchen Dingen mehr als andere – der Mord, mit dem sie sich nun beschäftigt ist nämlich verzwickter als gedacht – und das „Blutgold“ bringt sie mit dem Übernatürlichen zusammen, als sie dem wahren Täter auf die Spur kommen will.

Das sind nur einige der insgesamt zwölf Geschichte in dieser Anthologie, die sich zum Ziel gesetzt hat, phantastische Elemente mit den Motiven und Handlungsmustern der „Schwarzen Serie“ zu verbinden. Einige Autoren lassen sich es deshalb nicht nehmen, ihre Geschichte gleich in der entsprechenden Ära, nämlich den 1940er Jahren anzusiedeln, oder ihren Welt den entsprechenden Anstrich zu geben.

Die Helden sind entweder Privatschnüffler, die sich durch die Schatten ihrer Stadt schlagen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, Polizeibeamte, die ihren Dienst lockerer sehen und gelegentlich sogar selbst Dreck am Stecken haben. Etwas seltener sind Figuren wie die Journalistin in „Blutgold“, die auch von der Atmosphäre er genau die Stimmung trifft, die die entsprechenden Filme besitzen. Überzeugend wirkt auch „Lavern“, weil es dem Autoren gelingt, die Spannung bis zuletzt zu halten und immer nur Details preiszugeben, die sich erst in den letzten Sätzen zu einem Ganzen zusammenfügen.

Die Klischees des Schwarzen Genres auf die Schippe nimmt hingegen „Von Kröt P. I.“. Dem Autoren gelingt es mit schrägen Ideen genau die Bilder im Kopf zu erwecken, die man bei einer Satire zum Thema auch braucht. Da macht es auch nichts aus, dass der Mordfall selbst eher Beiwerk ist.

Mein Fazit:
Alles in allem haben sich die Autoren eine Menge einfallen lassen, um die Leser zu unterhalten und die Erwartungen zu durchbrechen, die das im Stil der „Golden Twenties“ gestaltete Cover machen dürfte. Es geht hier mitnichten nur um abgewrackte zynische Ermittler und schöne aber gefährliche Frauen und düstere Geheimnisse – die Handlungsmuster werden teilweise bewusst durchbrochen, was die einzelnen Erzählungen um so spannender macht.

Das verwandelt auch „Fantasy Noir“ zu einer Sammlung, die jedem Fan von düsteren Kriminalgeschichten nur empfohlen werden kann. Denn auch wenn die Atmosphäre stimmt – die Geschichten beweisen mehr Bandbreite, als man denkt.

Meine Wertung:
4,5 von 5 Leichen

[Hörspiel-Rezension] Mark Brandis: Planetaktion Z (Folge 30)

Verlag: Folgenreich
Format: Audio CD
Erschienen: Jan. 2015
Laufzeit: 78 Minuten
EAN: 0602537800179

von: QuackOnaut

Wer meine letzten Rezensionen zur Mark Brandis Reihe verfolgt hat, wird schon bemerkt haben das ich ein Fan bin. Daher konnte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen mein Kopfkino mit dem neusten Abenteuer zu füttern. Was euch da erwartet und wie mein Eindruck ist, möchte ich euch nun näher erklären, aber Achtung SPOILERALARM.

Klappentext:
2136: Ein Notruf hat den Raumnotrettungskreuzer »Florence Nightingale« zur »Barrakuda« geführt. Im leeren Luxuskreuzer entdeckt Vormann Grischa Roman Spuren eines Verbrechens, das er sich nicht erklären kann. Als er zur Erde zurückkehrt, stellt er fest, dass sich das politische Klima der Union inzwischen verändert hat. Bereits ausgerottet geglaubte Fremdenfeindlichkeit ist wieder aufgeflackert, und bald muss der stolze Tzigan um sein Leben fürchten …

Zum Inhalt:
Die Situation auf der Erde ist weiterhin angespannt, Lebensmittel und Ressourcen sind knapp und die Spannungen zwischen den Machtblöcken haben zugenommen. Die Raumnotretter erhalten nur das absolute Minimum an Treibstoff und Ausrüstung um ihrer Arbeit nach zu gehen. Nichts desto trotz gehen sie jedem empfangenen Notruf nach um zu helfen. Eines Tages empfängt die »Florence Nightingale« einen Notruf vom Luxusliner »Barrakuda«, doch als sie dort eintreffen erhalten sie keine Antwort vom Schiff. Grischa Roman, ein alter Freund und Weggefährte von Mark Brandis, hat das Kommando auf der Nightingale. Er beschließt mit einem kleinen Team auf das Schiff zu gehen um sich ein Bild von der Notlage zu machen. Bei der Durchsuchung des Schiffes finden sie die Gäste und Besatzung tot auf. Nur zwei haben überlebt, der Präsident, welcher sich an Bord des Schiffes befand wird schwerverletzt aufgefunden und in einer Hochsicherheitskabine, liegt der Sohn eines wohlhabenden Mannes und schläft seinen Rausch aus. Die beiden werden zur Erde gebracht, als Grischa Roman zum De-Briefing eingeladen wird, bekommt er die Information, dass der Präsident an der Schwere der Verletzungen gestorben ist. Doch es kommt noch schlimmer, beim De-Briefing wird er befragt ob er die mutmaßlichen Verantwortlichen für den Überfall auf den Luxusliner kennt. Griescha verneint dies und kann sich nicht erklären warum ihm diese Frage gestellt wird. Als er nachfragt, bekommt er die Erklärung dass die Verantwortlichen Roma sind, wie er selbst. Griescha macht seiner Verärgerung über diese rassistischen Anschuldigungen Luft, worauf er vom verantwortlichen Inspektor der Mittäterschaft angeklagt und inhaftiert wird. Mark Brandis besucht seinen alten Freund und rät ihm ruhig zu bleiben und abzuwarten, während er seine Beziehungen nutzen will um seinen alten Freund und die anderen unschuldigen Roma frei zu bekommen.
Wenige Tage später sollen Griescha und vierzig weitere Roma in eine Kolonie auf dem Mond gebracht werden, angeblich zu deren Schutz. Doch die Gerüchte häufen sich das die „Schutzgefangenen“ dort immer wieder tödliche Unfälle erleiden. Griescha und einige seiner Mitgefangenen beschließen daraufhin das Transportschiff zu übernehmen, die Crew auf dem Mond abzusetzen und ihr Glück auf dem von den Chinesen besetzten Mars zu versuchen.
Als Mark Brandis von der Flucht seines Freundes erfährt, versucht er alles um ihm zu helfen, zumal er weiß das die Chinesen nicht bereit sind, Flüchtlinge der Union aufzunehmen.
Mark Brandis unternimmt einen verzweifelten Versuch die vierzig Seelen an Bord zu retten, doch diesmal scheint ihm das Glück nicht gewogen zu sein.

Mein Fazit:
Wie nicht anders zu erwarten, ist auch „Planetaktion Z“ wieder einmal absolut hörenswert. Die gewohnt perfekte akustische Untermalung und die sehr gute Arbeit der Sprecher versetzen einen unmittelbar in die Handlung. Man hört nicht nur zu, sondern erlebt in seinem Kopf jede einzelne Sekunde live mit. Was mir sehr gut gefallen hat ist die Auseinandersetzung mit dem Thema der wieder aufwallenden Fremdenfeindlichkeit, wie sie leider derzeit auch im realen Leben und insbesondere in Deutschland wieder einmal wahrzunehmen ist. So wird dem Zuhörer vor Augen geführt das der Mensch, egal für wie entwickelt er sich hält, leider dazu neigt in alte, falsche Verhaltensmuster zurück zu fallen wenn sein Lebensstandard bedroht wird. Nikolai von Michalewsky gelingt der schwere Weg über den schmalen Grat ein unterhaltsames Abenteuer zu beschreiben und dabei den mahnenden Finger zu erheben um den Leser/Hörer vor Augen zu halten das Fremdenfeindlichkeit nie die Antwort sein kann und darf.
Ebenfalls sehr gut finde ich den Umstand dass in dieser Folge nicht Mark Brandis, sondern sein treuer Freund Grischa Roman die Hauptfigur dieses Abenteuers ist.

Meine Wertung:
5 von 5 Rettungskreuzer

[Rezension] Waldesruh – Ein Ætherwelt-Roman

Autor: Anja Bagus
Verlag: Edition Roter Drache
Erschienen: September 2014
Format: broschiert
Seitenzahl: 260
ISBN 13: 978-3939459842
Preis: 14,-

von: Würfelheld

Der Æther hat mich wieder einmal gepackt und erneut in seinen Ban gezogen. Nachdem ich letztlich den Ætherwestern konsumiert habe, war es nun an der Zeit den Blick ins nächste Werk von Anja Bagus zu werfen und zu schauen was passiert.

Klappentext:
Hochschwarzwald 1912 – Die adlige Witwe Minerva hat die Nase voll davon, weiterhin Gesellschafterin ihrer Mutter zu sein. Der Unternehmer Falk Bischoff will eine Glashütte kaufen, doch der Glasmachermeister wurde ermordet und seine wertvolle Forschung ist verschwunden. Ein preußischer Hauptmann folgt den unheilvollen Visionen einer Hexe. Seine Mission: einen drohenden Krieg verhindern. Alle diese Personen logieren im exklusiven Hotel “Waldesruh”, dessen verwöhnte Gäste sich eines luxuriösen Lebens erfreuen. Sie wollen Skilaufen oder im Pferdeschlitten durch die verschneite Landschaft kutschieren und sich abends mit Tanz und Gesellschaftsspielen amüsieren. Doch auch sie müssen feststellen, dass der Æther rund um den mysteriösen Glasberg vieles verändert hat. Als in der Silvesternacht uralte Mächte erwachen, müssen sich alle entscheiden, auf welcher Seite sie stehen. Entdecken Sie die Ætherwelt: Steampunk aus Deutschland. Hier gibt es sowohl Automobile mit Æthereinspritzung, als auch Naturgeister, geheimnisvolle Apparate und religiöse Fanatiker. Das neue Buch der erfolgreichen Autorin der „Annabelle Rosenherz-Reihe” Anja Bagus!

Zum Inhalt:
Minerva, eine von ihrer Mutter genervte und kurz vor dem Zusammenbruch stehende Adelswitwe, wünscht sich nichts mehr als ein Abenteuer zu erleben, etwas was ihrem Leben eine Abwechslung verschafft und sie von ihrer Mutter befreit.
Mit diesem Wunsch trifft sie eines Tages auf den Glasmachermeister Falk Bischoff, welcher ebenfalls im Hotel Waldesruh gestiert, da einer eine örtliche Glashütte eventuell erwerben möchte.
Minerva Begegnung mit Falk bleibt für sie nicht ohne Folgen, den ihr Wunsch nach einem Abenteuer wird dann schnell erfüllt, allerdings auf eine andere Art als gedacht, den es gibt einen großen Schock dahinter. Als dann ein Mord passiert, befindet sich Minerva schließlich in dem gewünschten Abenteuer, anders als gedacht, aber ein Abenteuer.
Der Mord birgt für Minerva aber auch Gefahren, schließlich tauchen rasch Gerüchte um Falk, um die Glashütte und einiges mehr auf. Minerva wird schnell in die Gerüchteküche gezogen, durchgeschüttelt und pünktlich zum Showdown, welcher in der Silvesternacht stattfindet ausgespuckt. So drohen Gefahren die Minerva gar nicht abschätzen kann.

Mein Fazit:
„Steampunk at it`s best!“ So einfach kann man diesen Roman zusammenfassen ohne dabei auch nur den Hauch eines Zweifels aufkommen zu lassen.
Nachdem Anja Bagus mit Ihrer Rosenherz-Reihe und den von ihr mitgeschriebenen Groschenromen Ætherwestern durch schöne ausgearbeitete Charaktere, sich klasse entwickelnder Story und spannender Atmosphäre zu überzeugen wusste, schließt Waldesruh nahtlos an. Es zieht einen in eine Steampunkwelt die einen wirklich erstklassiges Lesevergnügen und einen tollen schwarzweiß Streifen aufs innere Auge legt der seines gleichen sucht – auch dank des Æthers. Das bisschen Herzschmerz kann auch „Mann“ verkraften 🙂
Für mich eine klare Leseempfehlung!

Meine Wertung:
5 von 5 Glashütten

[Rezension] Die Auftragsmörderin (Die Krosann Saga i}

as-Krosann1-AuftragsmörderinAutor: Sam Feuerbach
Verlag: Selbstverlag(Create Space)
Format: Taschenbuch, 410 Seiten
Erschienen: Mai 2014
Karte: bene
Titelbildgestaltung: jasmin, bene
ISBN-10: 1499355130
ISBN-13: 978-1499355130

von: Christel Scheja (kris)

Der Vorteil des modernen Selfpublishing ist, dass sich der veröffentlichende Autor nicht den Konventionen unterwerfen muss, die ihm Verlage auferlegen und seine Vision so umsetzten kann, wie er es möchte, nur beeinflusst von seinen eigenen Testlesern.

Das sorgt zwar für große Qualitätsunterschiede, ermöglicht aber auch Romanen oder Serien das Licht der Welt zu erblicken, die sich als kleine Perlen entpuppen. Eine davon ist „Die Auftragsmörderin“, der erste Band der „Krosann“-Saga.

Mit seinen fast vierzehn Jahren ist Prinz Karek noch nicht sonderlich daran interessiert, seinen Platz in der großen Politik einzunehmen. Er ist zwar der Thronfolger und wird entsprechend ausgebildet, aber die Unterrichtsstunden, vor allem das Waffentraining, empfindet er als große Last. Und in den Sitzungen seines Vaters mit dem königlichen Rat oder an Gerichtstagen langweilt er sich eher, als aktiv mitzumischen.

Er isst lieber für sein Leben gern und hangelt sich von Mahlzeit zu Mahlzeit, denn auch Freunde fehlen ihm, mit denen er sich die Zeit vertreiben könnte. Dennoch entwickelt er einen wachen Verstand und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, die ihm dabei helfen, immer die richtigen Fragen zu stellen und damit den Geheimnissen seiner Umwelt auf den Grund zu gehen. Zudem ist er von ausgeprägt friedliebender Natur und zieht gewaltlose Lösungen vor.

Ein Hexenprozess reißt Karek jedoch schon bald aus seinem trägen und langweiligen Leben, weckt ein Interesse, das er vorher noch nicht kannte. Warum will ein Adliger eine angesehene Priesterin töten, nachdem er sie grausam gefoltert hat, Welches Geheimnis versteckt sich in den Zeichen auf einem Pergament, auf das es nicht nur er abgesehen hat, und nicht zuletzt – was haben die Fetzen einer uralten Prophezeiung damit zu tun?

Derweil haben sein Vater und dessen Vertraute andere Sorgen, erkennen sie doch, dass eine Auftragsmörderin ihr Unwesen in und um die Burg treibt und ihr Ziel ganz offensichtlich der Prinz zu sein scheint …

„Die Auftragsmörderin“ ist einer jener Romane, die eigentlich keine spektakulären und epischen Geschichten erzählen, sich aber dennoch irgendwie in das Herz des Lesers schleichen und ihn ganz schnell mitten in das Geschehen ziehen.

Sam Feuerbach verzichtet nämlich zuerst einfach darauf, den Hintergrund zu enthüllen und beschreibt seine beiden Hauptfiguren in ihrer kleinen Lebenswelt. Der Prinz, verwöhnt und verweichlicht, aber dennoch nicht moralisch und geistig verdorben steht dabei im krassen Gegensatz zu der namenlosen Auftragsmörderin, die keine Gefühle mehr, außer Hass und Mordlust zu haben scheint und für die Töten wie das Atmen zum Leben gehört. Und in einer dritten Handlungsebene wird eine weitere Figur eingeführt, die allerdings erst später zum Tragen kommt, aber auch ihren Teil zum Hintergrund beiträgt.

In lebendig erzählten Szenen erfährt der Leser nicht nur vom alltäglichen Dasein seiner Helden, sondern auch den im Hintergrund schwelenden Gefahren, sei es nun einem heraufziehenden Konflikt mit dem südlichen Nachbarreich oder aber Intrigen am eigenen Hofe. Immer wieder gibt es Andeutungen und Hinweise, dass hinter all den Problemen vielleicht noch mehr mitschwingt und auch die Magie nicht so ganz aus der Welt der Menschen verbannt ist.

Es sind scheinbar kleine und unspektakuläre Ereignisse, die sich nach und nach zu einem abwechslungsreichen und bunten Mosaik zusammenfügen. Deshalb bedarf der Autor auch keiner epischen Schlachten oder viele dramatische Kämpfe, um die Geschichte spannend zu gestalten.

Es sind die facettenreichen Figuren, die die Handlung tragen, denn immer wieder zeigt sich, dass auch sie Geheimnisse haben, die die einzelnen Hinweise miteinander verbinden.

Dabei stört es überhaupt nicht, dass die Helden und Schurken durchaus auch so ihre Klischees bedienen, denn der Autor lässt sich nicht auf die reinen Archetypen festlegen und belässt es oft bei reinen Andeutungen, in die man als Leser selbst genug hineininterpretieren darf.

Erzählt wird das alles in einem warmherzigen und flüssigen Stil, der niemals langweilt und viele Ereignisse mit einem Augenzwinkern unterlegt. Sam Feuerbach trifft den Charakter seiner Helden und der anderen Figuren oft mit wenigen Worten und findet auch sonst eine gute Balance zwischen Abenteuer, Beschreibung und Dialogen, um den Leser durchweg bei der Stange zu halten. Am Ende ist man nicht nur rundum zufrieden mit der Geschichte sondern hat auch noch Lust darauf zu erfahren, wie es in Krosann weitergehen wird.

„Die Auftragsmörderin“ ist ein rundum gelungenes Fantasy-Abenteuer für alle Fans lebendiger Geschichte aus fremden Welten, in denen die Spannung nicht allein auf Action, exotische Monster oder gar übermächtige Gegnern setzt, sondern eher auf Geheimnisse, die sich erst nach und nach enthüllen, ähnlich wie das Intrigenspiel hinter den Kulissen, das die Handlung zusammenhält. Dazu kommen ausgefeilte Figuren, die immer wieder zu überraschen wissen, und eine abwechslungsreiche Handlung, die von Anfang bis Ende durch die unkomplizierte und vor allem lebendige Erzählkunst von Sam Feuerbach getragen wird.

Meine Bewertung:
4,75 von 5 Aufträgen