[Video] Marco Ansing quatscht mit Thorsten Küper

Na wenn Marco sich schon Thorsten schnappt und die beiden ein wenig plaudern, dann will ich das doch auch mal posten. Geht ja schließlich auch um ein paar Werke die ich (mit-)angezettelt habe.

Na dann mal viel Spaß beim schauen.

[Hörspiel-Rezension] Dr. Ernst Garner (01): Hexensabbat auf dem Brocken – Remake

Verlag: hoerspielprojekt.de / CCLizenz
Skript: Marco Ansing
Sprecher: Marco Ansing, Achim Zien, u.a.
Format: MP3-Download
Spieldauer: ca. 74 Minuten
Erschienen: Jul. 2015
FSK: empfohlen ab 16

von: Quack-O-Naut

hoerspielprojekt.de bietet seit Jahren kostenlose Hörspiele an, wobei jeder Geschmack bedient wird. Für die Freunde der Horror-Hörspiele gibt es jetzt eine neue Serie: „Dr. Ernst Garner“. Es sind bereits drei Folgen im Download verfügbar, was Grund genug ist das ich mich dem ersten Teil der Reihe widme.

Klappentext:
Dr. Ernst Garner und Kommissar Gottschalk untersuchen eine Serie von Ritualmorden auf dem Brocken. Ein finsterer Kult bereitet die Ankunft der Großen Alten vor. Garner muss sich beeilen, denn bald schon ist Walpurgisnacht! Wehe dem Tag, an dem sie erwachen, … – “Hexensabbat auf dem Brocken” wurde vollständig in Kunstkopfstereophonie produziert und lässt Euch so in Handlung und Raumklang eintauchen.

Zum Inhalt:
Der Ethnologe Dr. Ernst Garner bekommt einen Anruf von Kommissar Gottschalk, welcher ihn zu seinem aktuellen Fall, einer Serie von Ritualmorden hinzuzieht. Zwei junge Frauen wurden ermordet. Weiterhin wurde ein junger Mann wurde völlig verstört im Wald gefunden und befindet sich seitdem in einer psychiatrischen Einrichtung.

Die beiden Ermittler fahren in die psychiatrische Klinik um mit dem verwirrten Mann zu sprechen. Der Gute ist extrem verängstigt und brabbelt die ganze Zeit etwas von okkulten Rieten und der Ankunft der Alten.

Auf der Rückfahrt sehen die beiden Ermittler sich die Fallakten an und stoßen auf eine Gemeinsamkeit, alle drei Opfer haben Zimmer im gleichen Hotel gebucht. Ernst Garner bucht sich als Tourist ebenfalls ins Hotel ein und trifft auf die junge Tanja Schmidt. Wie sich herausstellt ist sie das auserkorene nächste Opfer. Die beiden werden Angegriffen während des Kampfes gelingt es Dr. Garner die Hotelbesitzerin mit einem Buch KO zu schlagen, bevor er selbst ausgeknockt wird.

Als Kommissar Gottschalk Garner findet, ist Tanja entführt worden. Garner weiß das die Zeit drängt, er hat einen der Pfleger und die Leiterin der Anstalt als Mitglieder des Ordens erkannt und weiß dass sich Tanja in höchster Gefahr befindet. Bücherwurm hin oder her, er und Gottschalk müssen nun sehr schnell handeln, oder Tanja wird nicht mehr lange leben und wer weiß was dann noch folgt ….

Mein Fazit:
Die Geschichte ist nett erzählt und recht kurzweilig, so dass die insgesamt 74 Minuten sehr schnell vergehen. Die Sprecher liefern durchweg eine anständige Arbeit ab und die Soundkulisse ist in sich stimmig. Die Idee mit der Kunstkopfstereofonie ist ganz nett und sorgt für eine räumliche Soundkulisse. Allerdings gibt es aus meiner Sicht einen kleinen Fehler. An einigen Stellen irritiert die Aufnahmetechnik ein wenig, was wohl daran liegt das der Kunstkopf mit den Mikrofonen im Ohr starr montiert ist und sich nicht, wie jeder echte Mensch, bei einer Unterhaltung in die Richtung des Sprechenden dreht. Dadurch gewinnt man manchmal den Eindruck unbeweglich genau zwischen den Sprechern zu stehen, was etwas störend ist.

Auch wenn ich eigentlich nicht der Horror-Hörspielfan bin, so fühlte ich mich alles in allem ganz gut unterhalten.

Meine Wertung:
3 von 5 Riten

[Rezension] Dampfmaschinen und Rauchende Colts

Herausgeber: Stefan Cernohuby & Wolfgang Schroeder
Verlag: Verlag Torsten Low
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 262
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-940036-27-8
Preis: € 13,90

von: Moritz

Mal wieder ’ne Kurzgeschichten-Anthologie. So fürchterlich stehe ich ja nicht darauf, aber einige Perlen entdeckt man doch immer wieder – also ran an den Speck!

Klappentext:
Wir schreiben das Jahr 1876. Die gewaltige Kraft des Dampfes hat die Welt erobert und sie durch ihre Errungenschaften ein wenig kleiner werden lassen. Dampfbetriebene Schnellboote durchqueren die sieben Weltmeere. Riesige Luftschiffe verdunkeln den Himmel über den Städten. Täglich werden die Grenzen des Machbaren erneut ausgelotet und erweitert. Inmitten der kargen Einöde des mittleren Westens ist ein amerikanischer Wissenschaftler dabei, die vorhersehbaren Energieprobleme der Zukunft zu lösen. Doch er wird beobachtet. Und als die Gelegenheit günstig erscheint, bringen Spione des russischen Zaren den Wissenschaftler und seine Maschine in ihre Gewalt. Eine Entführung, die eine ganze Kette von Ereignissen in Gang setzt … Folgen Sie den Spuren der Entführer und begleiten Sie deren Verfolger quer durch den Wilden Westen auf ihrem Weg in Richtung Ozean. Erleben Sie Gewalt, Verzweiflung, Schießereien und jede Menge Steampunk-Flair. Frei nach dem Motto: „Mit Volldampf gen Westen!“

Inhalt: Nebel über der Oakland Bay – Chris Schlicht … und die Welt zu meinen Füßen – Wolfgang Schroeder Die Crew der Washington – Andrea Bottlinger Ein ganz normaler Auftrag – Gerd Scherm Totentanz – Sean O’Connell Pier 49 – Andreas Zwengel Die Fahrt nach Topeka – Gerd Scherm Sea – Claudia Toman & Philipp Bobrowski Entführt – Gerd Scherm Für eine Handvoll Steam – Vincent Voss Craters of the moon – Michael Wozonig Queen Victoria auf der Rinderzucht – Marco Ansing Zwei Seiten einer Medaille – Stefan Cernohuby

Zum Inhalt:
Tja, was soll ich sagen? Ich war nach den ersten beiden Kurzgeschichten total geplättet. Da war wenig mit Western, fast ebenso wenig mit Steampunk oder wenigstens Dampfmaschinen. Die Geschichten waren haarscharf am Thema vorbei und was noch schlimmer war, sie waren irgendwie nicht richtig abgeschlossen und vom Aufbau her nicht einmal „echte“ Kurzgeschichten.

Gut, dass ich die Sammlung nicht in die Ecke geworfen habe, denn im Verlauf der dritten Geschichte kapierte ich langsam, dass sich die Kurzgeschichten zu einer Gesamtkomposition fügen sollten – die ersten beiden mussten also nicht gewaltig rocken, sie bildeten eher eine Art Exposé, einen Aufgalopp zu dem, was mich noch erwartete. So entwickelte sich langsam eine leicht angesteampunkte Spionagegeschichte mit Russen, die es darauf abgesehen haben, eine neuartige Energiequelle vom Boden der Vereinigten Staaten zu stehlen und gleich noch den Erfinder mit einzukassieren. Diesem Unternehmen stellen sich die unterschiedlichsten Gestalten in den Weg, die größtenteils hart an der Grenze der Absurdität wandeln, aber gerade dadurch wirklich unterhaltsam sind.
Die Gelenkstellen zwischen den einzelnen Geschichten knarrzen mal mehr und mal weniger, aber insgesamt entsteht wirklich eine kohärente Erzählung, nicht direkt „tight“, wie wir Berufsjugendlichen sagen, aber doch immerhin mit genügend Bindung, dass der Leser nie den Überblick verliert.

Mein Fazit:
Klasse! Nach ursprünglichem Schock ob der vermeintlichen Trötnasigkeit der ersten beiden Geschichten habe ich kapiert, dass die Geschichten zusammenhängen und dann hat es so richtig Spaß gemacht! Gefällt mir super das Konzept einen Roman von unterschiedlichen Autoren verfassen zu lassen und an den Lücken fallen zwar Ecken und Kanten auf, aber vom Schriftstil her ist die ganze Kiste dann doch einheitlicher, als ich gedacht hätte. Gute Arbeit – so darf es im Verlag Torsten Low gerne weitermachen!

Meine Wertung:
4 von 5 russische Ränkespiele

[Gewinnspiel] VOLL DAMPF

Der Dampf, der das Land beherrscht, der Rauch, der uns am Leben hält, die Reise, die uns beherrscht. Ob Entdecker oder Detektiv, ob Industriemagnat oder Reporter, ob Soldat oder Forscher, ob mit Zeppelin oder Eisenbahn unterwegs, entdecke an ihrer Seite, dass auch in deinen Adern Dampf fließt! Bereise eine Welt voller fiktionaler und dampfender Abenteuer! Mit Geschichten von: Frank Hebben, Thorsten Küper, Matthias Falke, Peter Hohmann, André Wiesler, Achim Zien, Peer Bieber, Marco Ansing und Jan-Tobias Kitzel. Cover: Christian Günther

 

G E W I N N S P I E L

Es wird ein Exemplar von VOLL DAMPF Fiktionale Kurzgeschichten verlost.

Beantworte die folgende Frage und sende bis Sonntag, 28. September 2014 – 15:00 Uhr eine  E-Mail mit deiner Lösung und deinen Kontaktdaten (Name, Adresse) an wuerfelheld [ at ] arcor [ . ] de .

Sollten mehrere richtige Lösungen eingehen, entscheidet das Los! Eine Barauszahlung ist nicht möglich! Unvollständige Einsendungen werden nicht berücksichtigt. Die Adressdaten werden nur für dieses Gewinnspiel verwendet.

Frage: Bei welchem Verlag ist die Anthologie VOLL DAMPF Fiktionale Kurzgeschichten  erschienen?

Damit bleibt mir nur noch euch viel Glück zu wünschen!

 

 

[Hörspiel-Rezi] Die letzte Instanz

Inszeniert von: Marco Ansing, Kristina Lohfeldt

Medien: 1 CD + 1 DVD

Musik/Effekte: Drachenflug

Gestaltung: Wey-Han Tan

Ensemble: Kristina Lohfeldt, Wiba Stein, Detlef Tarns, Carsten Krabbe, Martin Sabel, Marco Ansing, Evie Ex Machina, Natalia Obscura, Michael Freiherr von Dunkelfels

Erhältlich: Marco Ansing

von: Quackonaut

Am 24.06.2013 um 10:26 Uhr startete Marco Ansing bei Startnext.de ein Crowdfundingprojekt mit dem Namen Die Letzte Instanz. Ziel des Projektes war die Umsetzung eines Steampunk-Hörspiels.

Mit weit über hundert Supportern und noch mehr Fans war das angestrebte Finanzierungsziel schnell erreicht, sodass mit der Umsetzung schnell angefangen werden konnte.

Das Ergebnis habe ich nun hier vorliegen und es wird Zeit einen genauen Blick darauf zu werfen, oder wie der Katharsist alias Marco Ansing so schön bemerkte: „…gewogen, gemessen und analysiert!“

Die Story
Hamburg 1888! – Vier Menschen versammeln sich am Flugplatz um die Jungfernfahrt eines neuen Luftschiffes als Gäste zu begleiten. Scheinbar kennen sich diese Personen nur den Namen nach bzw. haben bereits voneinander gehört, sind sich aber nie begegnet und es scheint nichts zu geben, was diese Menschen verbindet. Ziemlich schnell stellt sich jedoch heraus, das alle etwas gemeinsam haben – nämlich einen dunklen Lebenspunkt.

Im weiteren Verlauf stellt sich heraus das der eine oder andere durchaus von den Sünden der anderen weiß. Sich gegenseitig anfeindend und Vorwürfe erhebend, sind sie vom eigentlichen Geschehen abgelenkt, denn keiner der Vier ist zufällig an Bord. Jeder einzelne wurde ganz gezielt an Bord des Luftschiffes gelockt.

Das Hörspiel:
Das Hörspiel kommt in einem Jewelcase für zwei Medienträgern daher. Das Booklet und die Rückseite sind in einem dunklen, marmorierten Braun gehalten, welches an einen alten Einband erinnert. Das Cover-Motiv zeigt einen brennenden Zeppelin mit einem leicht außerhalb des Bildes stehenden Mannes. Die Rückseite teasert das Hörspiel entsprechend.

Auf der gelieferten CD befindet sich das Hörspiel, wohin auf der DVD der Live-Videomitschnitt, sowie ein Konzertmitschnitt von Drachenflug enthalten ist.

Mein Fazit
Mit dem Projekt ist eine gute Hörspielumsetzung gelungen, die zu gefallen weiß. Die Charaktere sind stimmig und die Geschichte kurz und knackig erzählt ohne abschweifend oder langatmig zu werden. Die Sprecher leisten ihren Anteil um die richtige Atmosphäre und Stimmung zu erzeugen. Musikalisch und Effekttechnisch untermalt von der Steampunk-Kapelle Drachenflug schaltet sich der Kinematograf im Kopf schnell ein und liefert die passenden Bilder zum Hörspiel. Sollte wieder erwartend doch mal der Film reißen, so hält das Hörbuch eine entsprechende Abhilfe bereit – die DVD!

Die Geschichte könnte aus der Feder von Agatha Christie stammen, denn ein wenig erinnert sie an ihren Roman Und dann gab es keines mehr .

Dieses Hörspiel sorgt definitiv für Kurzweil und gute Laune, da ist es schade das es nach nur 48 Minuten schon vorbei ist.
Doch bei allem Spaß gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Zu Beginn erfährt man, durch einen Anruf ,von der Operation Katharsis und den Akten. Leider wird im späteren Verlauf nicht weiter auf diese oder der Beziehung zum Amt für innere Angelegenheiten eingegangen, sodass man unbefriedigt ob der offenen Fragen zurück bleibt. Hier wären ein paar zusätzliche Informationen wirklich nicht verkehrt gewesen.

Während die Audio-CD sehr gut zu verstehen ist, hört es sich so an, als wenn bei der Video-DVD der Ton nicht von den Bühnenmikrofonen über das Mischpult, sondern über ein Raum-Mikrofon aufgenommen wurde. Das sorgt leider dafür, das bei aller Liebe mit dem die Kostüme und Requisiten in Szene gesetzt wurden, der Hörspaß nicht zu der doch sehr guten visuellen Präsentation passt.

Meine Wertung:
3,75 von 5 Instanzen