[Gewinnspiel] Camouflage … die Glücksfee hat zugeschlagen

Das Camouflage Gewinnspiel hat nun durch die Hilfe der Glücksfee sein Ende gefunden.

Der Roman geht an: *trommelwirbel*

Petra M. aus Köln

Herzlichen Glückwunsch und viel Lesespaß wünschen der Mantikore-Verlag und Würfelheld!

[Gewinnspiel] Camouflage von Joe Haldeman

Es ist nun zwar schon ein paar Tage her, aber letztlich gab es hier eine Rezension zu Joe Haldeman Camouflage. Dank des MANTIKORE-VERLAGS kann ich nun ein Exemplar dieses guten SF Buches verlosen! Dafür beantwortet einfach nachfolgende Frage und sendet bis zum 25. März 2013 – 15 Uhr eine E-Mail mit der richtigen Lösung und Eurer Adresse an „wuerfelheld [at] arcor [.] de“ .

Frage: Wo ist Joe Haldeman geboren?

  • a. Düsseldorf
  • b. Oklahoma City
  • c. London
  • d. Rom

Viel Erfolg!!!

 

[Rezi] Camouflage

Autor: Joe Haldeman

Verlag: Mantikore Verlag

Format: broschiert, 352 Seiten

Veröffentlichung: Dez. 2012

ISBN 13: 978-3939212256

von: Alexander Haas

Seit ewigen Zeiten – lange vor den Menschen – wandeln zwei Außerirdische auf der Erde: Das Wechselbalg und das Chamäleon.

Nach Äonen die das Wechselbalg unter Wasser in der Form verschiedenster Tiere verbracht hat, kommt es schließlich im 20. Jahrhundert an Land. Mehr aus Zufall tötet er einen amerikanischen Teenager, nimmt seine Gestalt an und schlüpft in seine Rolle, in sein Leben. Dabei hat es etliche Anpassungschwierigkeiten zu überwinden, denn bislang sind Gefühle, Emotionen und “menschliche” Bedürfnisse wie z.B. Schlaf vollkommen fremd. Es folgen Schule, Universität und der zweite Weltkrieg. Es erliegt seiner Faszination für den Pazifik, meldet sich freiwillig und erlebt sowohl auf der Amerikanischen als auch auf der Japanischen Seite des Krieges etliche Greueltaten.

Im Lauf der Zeit und im Laufe etlicher Identitäten, in denen es vorrangig mit dem Erlangen von Wissen beschäftigt ist, erfährt es schließlich im 21. Jahrundert von einem Fund. In den Tiefen des Pazifik haben Forscher ein ungewöhnliches, scheinbar außerirdisches Artefakt entdeckt und dieses löst eine ganze Reihe von Erinnerungen uns Assoziationen aus. Das Wechselbalg weiß, es muss zu diesem Artefakt gelangen.

Gleiches gilt auch für das Chamäleon, das schon länger als das Wechselbalg unter den Menschen weilt – mit einer schon fast morbiden Faszination für das Töten.

Es ist also klar, die Begegnung am Artefakt kann nur einer von beiden Überleben.

Um die beiden herum erfahren wir noch in der “Gegenwarts-Ebene” (etwa um 2020) die Geschichte von Russel Sutton und Jack Halliburton. Beide sind für die Bergung und die anschließende Forschung verantwortlich, aber entwickelt sich die Arbeit eines Tages in eine Richtung von der beide nicht hätten träumen können …

Wie bereits in der “Ewige Krieg” erzählt Joe Haldeman anscheinend ungern eine Geschichte über einen “kurzen” Zeitraum. Dabei wechseln sich ein Teil der Arbeiten am Artefakt und ein Auschnitt aus der Entwicklungsgeschichte des Wechselbalges mit einander ab. Das Chamäleon tritt eher kurz, mit nur wenigen Auftritten, in Erscheinung, das reicht aber vollkommen für eine umfangreiche Charakterisierung aus.

Während sich auf der “Artefakt-Ebene” die Charakterisierung von Jack und Russ sich im wesentlichen auf Ihren Job konzentriert, haben wir auf der anderen Seite einen Charakter der vollkommen unmenschlich ist. Und damit meine ich im Falle des Wechselbalges nicht: böse, sondern unerfahren in jeglichem menschlichen Da-sein. Möglicherweise genau deswegen ist diese Ebene auch so distanziert geschrieben, dass die Lektüre durchaus mühsam ist. Allerdings, je länger sich die Geschichte entwickelt, je menschlicher das Wechselbalg wird, je weiter die Arbeiten am Artefakt kommen, desto besser kommt man in die Geschichte hinein und die Faszination steigt von Seite zu Seite.

Dabei kommt eigentlich nie so richtige Spannung auf, aber darauf ist die Geschichte auch überhaupt nicht ausgelegt. Vielmehr geht es im Wesentlichen um die Menschwerdung des Wechselbalgs, und die ist wirklich großartig in Szene gesetzt. Und hier liegt nun wirklich nicht der Schwerpunkt darin, was für grausame Dinge in der Menschheit liegen, sondern es geht auch um einige wirklich unvermutete und symphatische Elemente. – Da kann die “Gegenwartsebene” nicht ganz mithalten.

Fazit:
Mag sich vielleicht abgedroschen anhören, aber mit “Camouflage” legt Joe Haldeman einen wirklich ungewöhnlichen Science-Fiction-Roman vor, der aber uneingeschränkt empfehlenswert ist.

4 von 5 Sterne

Weitere infos:

Mantikore Verlag im Netz

Mantikore Verlag bei Facebook

[Mantikore Spielbuch] Gewinner steht fest!

image descriptionNic von Mantikore war letztlich im Rahmen eines Interviews so nett ein Spielbuch zur Verfügung zu stellen.

Der Glücksbeautragte hat nun einen Gewinner aus den über dreizig Einsendungen ermittelt.

Passend zum zweiten Advent darf sich:

Dennis We*** aus Moers

über ein Exemplar von Reiter der schwarzen Sonne freuen!

Viel Vergnugen beim zocken wünscht der Mantikore-Verlag & der Würfelheld!

[Interview] Wie Nic Bonczyk durch einem paranoiden schwarzen Reiter nach Schnutenbach verschleppt und dort zum Einsamen Wolf wurde! // mit Gewinnspiel

image descriptionHallo Nic,

vielen Dank für Deine Zeit. Du bist ja der Mann hinter dem Mantikore-Verlag. Könntest Du uns bitte den Verlag etwas genauer vorstellen?

Nic: Hallo – nun den Mantikore-Verlag gibt es ja nun schon ein paar wenige Jährchen. Nicht so lang, das wir schon überall bekannt wären aber lang genug das es immerhin schon einige Fans des Rollenspiels mitbekommen haben. Ja wir machen Rollenspiele, Romane aber vor allem Spielbücher – ein Genre des Rollenspiels, das wir bewusst wieder aufleben lassen wollen. Seine Gr0ße Zeit haben die Spielbücher in den 80er Jahren gehabt, doch auch jetzt finden wieder viele Leser zu diesen fast vergessenen Spielen.

EW_12_CoverEin Hauptaugenmerk liegt ja auf den Einsamer Wolf Spielbüchern. Was ist Einsamer Wolf und was habt ihr da im Angebot?

Nic: Einsamer Wolf war immer schon eine der ganz wichtigen Serien gewesen. Obwohl es im englischsprachigen raum eine Million mehr Spielbücher als in Dt. gab und gibt, ist, waren es doch überalle die gleichen 3-4 Serien, die Marktführend waren. Neben Fighting Fantasy (im dt. damals FantasyAbenteuerSpielbücher) von Steve Jackson und Ian Livingston waren das immer die Bücher um den Einsamen Wolf von Joe Dever. Fantastisch am Einsamen Wolf war die durchgehende Story der Saga. 28 Bände hatte die englische Serie – 12 wurden leider damals nur in dt. verlegt. Der Spieler spielt den Einsamen Wolf – letzten Überlebenden der Kai Lords einer art Psi begabter Kriegsmönche. Im ewigen Kampf gegen das übermächtige Böse in Form der Dunklen Lords von Helgedad erlebt der Einsame Wolf eine vielzahl von Abenteuern die in den verschiedenen Landstrichen der riesigen Welt Magnamund spielen. Das hat schon ganz schön Suchtpotential

EW13 Frontcover 1280Einsamer Wolf gab es ja bereits in den 80ziger Jahren. Was hat Dich veranlasst diese neu aufzulegen?

Nic: Nun es war wohl vor allem der persönliche Kontakt zu Joe Dever dem Erfinder des Einsamen Wolfs. Ich habe ihn kennengelernt und rasch gemerkt, das er ein sehr umgänglicher Mensch ist. Es hat sich gezeigt, das er sofort bereit war für eine Lizenzvergabe nach Deutschland und so zögerte ich nicht die Gelegenheit beim Schopfe zu fassen.

Was setzt Du Leuten entgegen, die der Meinung sind, dass das einfach nur Aufgewärmte Kost ist?

Nic: Das etwas alt ist heißt nicht das es schlecht ist. Gute Bücher, gute Spiele haben kein Verfallsdatum. Die Leser kaufen ja auch heute noch begierig den Herrn der Ringe, Conan, Lovecraft. Uralte Geschichten die schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Warum sollte das bei Rollenspielen und Spielbüchern anders sein?

Die Einsamer Wolf Mehrspielerbücher sind ja nun auch seit einiger Zeit von Euch erhältlich. Was ist der große Unterschied zu der anderen Reihe und wie spielt man diese?

Nic: Die Mehrspielerbücher sind der logische nächste Schritt. Es gibt Spielbuchfans die mehr über die Welt wissen wollen, es gibt andere die die Geschichten um den Einsamen Wolf lieber als Pen&Paper spielen möchten. Es gibt auch andere die noch nie Rollenspiele gespielt haben. Die Mehrspielerbücher bieten all diesen Lesern genau das was sie haben möchten. Ein leicht zu spielendes, leicht zu verstehendes Pen&Paper Spiel das zudem viele Hintergrundinfos über die Welt des Einsamen Wolfs bietet.

https://i2.wp.com/ecx.images-amazon.com/images/I/41oUIMgBQwL._SL500_AA300_.jpgAuf der SPIEL 2012 ist ja Reiter der schwarzen Sonne erschienen. Könntest Du dazu bitte etwas mehr erzählen?

Nic: Na klar aber ich will auch nicht zuviel verraten

Wir bauen das Hauptsegment des Verlags – die Spielbücher kontinuierlich aus. Reiter der Schwarzen Sonne ist hier – neben bestehenden Serien wie dem Einsamen Wolf, Abenteuer Weltgeschichte und Legenden von Harkuna die erste eigene Verlagsproduktion. Grundlegend geht es um den Spieler, der zu beginn der Geschichte nichts weiß – nicht mal wer oder was er ist. Und ihm steht eine lange schicksalshafte Reise bevor. Swen Harder – der Autor dieses bisher größten aller Spielbücher (mit 1350 Abschnitten fast 3x so umfangreich wie ein Einsamer Wolf Buch) hat uns vor allem mit seinen inovativen – wirklich neuen und erstaunlich unkonventionellen Ideen fasziniert. In diesem Spielbuch – das einen sehr hohen wiederspielwert besitzt, sind so viele neue Ideen eingebaut… fantastisch! Ich staune immer noch.

Zu Reiter der schwarzen Sonne gibt es auch eine limitierte Edition. Wie kam es zu diesem Schritt?

Nic: Ja das war eine Idee direkt vom Autor. Es gibt inzwischen eine lebendige Spielbuch Community und um diesen Fans des Genres gerecht zu werden, die vor allem auch häufig Sammler der Spielbücher sind, haben wir entschlossen diese limitierte Ausgabe herauszugeben. Ein schönes Buch mit seinen Extras!

Wird es in Zukunft weitere Spielbücher abseits von Einsamer Wolf geben? Und wenn ja auch von deutschen Autoren und keine Neuauflagen?

Nic: Ja natürlich! Ich denke mit dem bisherigen Weg haben wir ja schon die Linie gezeigt. Einsamer Wolf der Marktführer aber auch andere alte Serien wie Abenteuer Weltgeschichte (Real Life Gambooks) und Legenden von harkuna (Fabled Lands). Dann eigene Produktionen wie Reiter der Schwarzen Sonne!

Ja es wird definitiv von beidem noch mehr geben – altbekannte Bücher und auch neue – die ersten Werke sind bereits in Bearbeitung!

Wie sieht es mit Spielbüchern aus anderen Genres als Fantasy aus? Hast Du da was in der Pipeline?

Nic: Ja auch das ist ein Thema. Natürlich ist Fantasy meist eines der beliebtesten Genres aber auch wir haben uns dazu schon Gedanken gemacht und so befindet sich derzeit tatsächlich etwas ganz anderes in Bearbeitung. Autor ist hier erstmals Alexander Kühnert, bekannt als Übersetzer der Einsamer Wolf Spielbücher. Ich setzte große Erwartungen in Alex Werk – ein Projekt auf das ich mich persönlich freue.

Frontcover Verrat in Wort und TatBürger gehorcht mir! So könnte man den nächsten Abschnitt einleuten. Ja ich möchte etwas mehr zu Paranoia wissen. Was ist das und was erwartet uns da?

Nic: Tja Paranoia ist wohl eins der kultigsten Rollenspiele die es überhaupt je gegeben hat. Das Spiel selbst ist eines der älteren – heißt es wurde einst in den 80er Jahren von West End Games (gibt es inzwischen leider gar nicht mehr) entwickelt. Zusammen mit Spielen wie Toons und P,P&P gehört Paranoia zu den witzigen Spielen die sich selbst nicht allzu ernst nehmen. Das Konzept ist einfach …

Die Welt nach einem versehentlich ausgelösten Atomkrieg. Die letzten überlebenden Menschen bewohnen große Kuppelstädte – die man Alpha Komplex nennt. Der Staat wird regiert von dem allmächtigen Computer (die Überreste des damaligen Verteidigungscomputers – der sich noch immer an den russischen Atomangriff errinnert). Der etwas durcheinandergeratene Computer ist stehts bemüht seine Bürger zu schützen – vor allem vor Verrätern. Das können Mutanten, Kommunisten und Mitglieder von Geheimgesellschaften aller art (von denen es sehr viele gibt) sein. Die Troubleshooter (die Spieler) – Agenten des Computers sind hierfür das executive Organ des Staates. Findet Verräter und exekutiert sie! Das Problem bei der Sache ist, das sich in diesem Staat so ziemlich jeder (inklusive der Spieler) ganz schnell des Verrats schuldig macht, sei es das er ein Mutant, Kommunist, Geheimgesellschaftler ist oder sich sonst wie in irgendeiner Form des Verrats schuldig macht (das falsche sagt oder tut, Dinge benutzt die nicht seiner Sicherheitsstufe entsprechen etc.). Verrat führt zur Anklage, die (meist) zur sofortigen Terminierung durch den Computer, die Mitspieler oder sonstiger Sicherheitsorgane führen. Terminierung ist aber nur ein Weg den Tot in Paranoia zu finden. Manchmal ist es auch einfach nur die wahnwitzige Mission auf die einen der Computer geschickt hat, die „richtigen“ Gegner, durchgedrehte Roboter, Mutanten oder auch einfach nur die experimentellen Massenvernichtungswaffen mit denen man von der Forschungsabteilung ausgerüstet wurde. Was für ein Glück das es nur noch Klone in der Welt von Paranoia gibt, und das jeder Spieler gleich mehrere besitzt, die blitzschnell an den Ort des Geschehens (der Terminierung) gebracht werden, sobald ein Klon in erfüllung seiner pflicht das zeitliche Gesegnet hat.

Paranoia ist nun mittlerweile als überarbeitete Neuauflage im schönen Hardcoverband seit anderthalb Jahren erhältlich. Es gibt auch zwei Abenteuerbände mit mehreren Missionen. Und was erwartet uns da noch? Allerhand denke ich. Es gibt viel zu tun für die Troubleshooter und so auch für uns Wir arbeiten bereits an einem Band der sich mit Formularvordrucken für die Welt des Alpha Komplex beschäftigen. Formulare sind in dieser tödlich bürokratischen Welt sehr wichtig. Die Spielleiter werden sich freuen, das wir ihnen diese Mittel in die Hand geben. Bald darauf wird es dann auch sicherlich wieder neue Abenteuer geben.

Mit Paranoia geht Ihr ja den Weg der Neuauflagen wie bei Einsamer Wolf . Was hat Euch hier dazu bewogen?

Nic: Es ist doch so – es gibt Spiele und es gibt Spiele und es gibt auf jeden Fall Spiele, die nie eingestellt hätten werden dürfen. Es gab auch vor unserer Neuauflage tatsächlich noch immer regelmäßige und aktive Paranoia Spieler und Spielleiter die das spiel vor allem auf Cons immer wieder mit viel Spaß daran gespielt haben. Und das ist wirklich erstaunlich da die letzte Ausgabe von Paranoia aus den 90er Jahren stammte. Es ist also schon viele Jahre nicht mehr auf dem Markt und die meisten Spiele werden dann ganz schnell vergessen – Paranoia nicht! Es gibt Spiele die muss man einfach wieder aufleben lassen. Wir haben das mit Einsamer Wolf, ja mit dem Genre Spielbuch an sich – gemacht und nun haben wir das gleiche Konzept bei Paranoia angewandt. Wir lassen gute Spiele nicht sterben!

Wird es eigenständige Pen & Paper Rollenspielsysteme aus Eurem Hause geben?

Nic: Ein klares – JA! Auch wenn unsere ersten Publikationen ja wie eben schon gesagt, meist Neuauflagen alter bestehender Spiele / bücher waren, wird es auch ganz sicher Projekte aus unserer Feder geben. Ganz im Gegenteil ist es sogar so, das so viele Dinge schon auf dem Plan stehen, das wir schwer überlegen müssen in welcher Reihenfolge und wann die Projekte veröffentlicht werden. Wir reden hier derzeit auf jeden fall von 3 größere Spielbuchreihen und immerhin 2-3 Rollenspielen. Dazu kommen noch Einzelspielbücher und Romane, die wir in der Pipeline haben.

In den letzten Tagen wurde bekannt das Forsaken Colony bei Euch erscheinen wird. Was ist da dran und was kannst Du uns zu Forsaken Colony sagen?

Nic: Ja da sind wir schon bei einem der eben erwähnten Projekte. Noch kann ich dazu leider nicht viel sagen, nur soviel – ja wir machen es! Auf der Dreieichcon haben wir uns endlich – nach langer, langer Zeit endlich mit dem Autor Sascha Boss dazu entschlossen das schon sehr gut vorbereitete und entwickelte Spiel im Mantikore-Verlag wirklichkeit werden zu lassen. Dazu muss aber erwähnt werden, das dies noch etwas dauern wird. Ich denke aber gut Ding will Weile haben. Das Spiel ist prima und hat sehr schöne Ideen. Es wird eines von den neuen Produkten sein, die sehr gut in die derzeitige Rollenspielszene passt.

Schnutenbach_040Schnutenbach ist ja ein weiteres Produkt aus Eurem Verlag. Ich habe das Buch ja letztlich gelesen und auch hier rezensiert. Was ist Schnutenbach?

Nic: Schnutenbach ist aus der Feder des Rollenspiel Urgesteins Karl-Heinz Zapf, der diesen Ort schon vor vielen Jahren entworfen hat. Es ist ein Universalwerk – also anwendbar für alle Fantasy-Rollenspiele – das das Dorf Schnutenbach mit all seinen Details, Gebäuden, Umgebung, Bewohnern, Gerüchten, Geheimnissen, Abenteuern, Abenteuerideen, Geschöpfen und und und beschreibt. Ein unendlicher Fundus für viele, viele Spielabende. Schnutenbach ist ein wirklich schönes Buch, da es sich nicht auf ein bestimmtes System konzentriert, sondern in seiner Anwendbarkeit so variabel ist. Man merkt dem Werk tatsächlich an, das der Autor schon so viele Jahre daran geschrieben hat.

Schnutenbach ist ja, wie der eigene Anspruch zeigt, eine universelle Fantasy Dorfbeschreibung. Wollt Ihr universelles in Zukunft öfters veröffentlichen?

Nic: Nun für Schnutenbach schon. Es sind für dieses Projekt noch weitere Abenteuer angedacht. Es ist doch schade, das es früher so viele Universalabenteuer gab und heute gar nicht mehr. Wir möchten diese Lücke daher mit diesem Projekt schließen.

Wie steht Ihr Fanpublikationen gegenüber und was sollte unbedingt bei solchen beachtet werden?

Nic: Guten Ideen gegenüber bin ich – sind wir – immer aufgeschlossen. Jeder der Schreibt hat einen kreativen Drang und viele Ideen sind wirklich fabelhaft. Manche auch nicht so sehr oder aber zumindest nicht für eine große Masse vermarktbar. Man sollte immer überlegen ob man ein Buch für sich – seine Spielgruppe oder tatsächlich für den gesamten Rollenspielmarkt schreibt.

Hast Du viele Anfragen im Bereich Fanpublikationen?

Nic: Nicht allzu viele aber wir sind ja auch ein kleiner Verlag. Und leider ist es auch so, das wir selbst wenn wir uns für ein Werk entscheiden dies nicht sofort umsetzen können. Das braucht dann zeit um es in unsere Planungen zu integrieren und so können schon mal 2-3 Jahre ins Land gehen.

Gesteht!Wie entwickelt sich Deiner Meinung nach die deutsche Rollenspielszene?

Nic: Ach ja das ist diese Frage danach ob alles vor die Hunde geht oder? Ob wir langsam Aussterben und das Hobby dem Ende entgegen geht? Nein das denke ich nicht. Allzuoft bemitleidet sich doch die Szene zu sehr selbst. Ich finde es fantastisch das es noch immer Pen&Paper gibt, es gibt auch immer noch die alten Spiele und sogar manchmal nicht mal von den alten Knackern wie mir sondern von jüngeren gespielt

Natürlich gibt es inzwischen sehr viele alte Rollenspieler aber auch das verleiht der Szene doch nur ein weiteres Gesicht ein breiteres Spektrum. Ich selbst habe auch mit sehr jungen Jahren – vor sehr langer zeit mit Rollenspiel begonnen. Inzwischen 40 spiele ich selbst nicht mehr so oft aber beschäftige mich intensiv mit der Materie. Viele der alten Spieler wurden Autoren, Lektoren, Layouter, Illustratoren, Verleger etc. – sie wurden von Konsumenten der Rollenspielszene zu den Machern der Rollenspiele. Das ist interessant und richtig spannend! Und neue Spieler – jüngere kommen ja auch immer noch nach. Die Gewichtung verändert sich und daher glauben wir oft das Rollenspiel stirbt aus. Tut es aber nicht. Ich bin da positiv gestimmt. Ich sehen inzwischen Eltern die mit ihren kleinen Kindern Spielbücher lesen oder sogar Pen&Paper spielen. Die Eltern geben das an ihre Kinder weiter. Das hat es damals als wir begonnen haben nicht gegeben. Und mit dem nachwachsen neuer Generationen, kommen neue Spiele, neue Genres hinzu Wir müssen nicht denken das das Hobby ausstirbt, es wird nur vielfältiger – durch Konsolenspiele, neue Brettspiele, LARP etc.

Wie stehst Du dem Trend des Crowdfunding gegenüber?

Nic: Ganz ehrlich? Hab ich mir nie Gedanken drüber gemacht. Ich bin da noch ganz altmodisch und überlege mir selbst welche Projekte Sinn machen und welche nicht. Und dann gehen wir es an und arbeiten die Projekte aus. Für viele Projekte die in Verlagen verwirklicht werden, wäre diese art der Finanzierung wohl auch schwierig – nehmen wir mal Lizenzen z.B. da lässt sich der Partner wohl kaum bei der Anfrage darauf ein, mal abzuwarten ob sich genug Fans finden die seine Lizenz dann auch finanzieren. Nein – ich denke das ist wohl kein Konzept für uns aber für Fancommunitys oder Vereine die vielleicht selbst mal was auf die Beine stellen wollen – warum nicht?

So dann habe ich noch ein paar kurze Fragen zu Deiner Person, so das sich die LeserInnen ein besseres Bild von Dir machen können.

Rollenspiel ist für Dich?

Nic: Nicht Totzukriegen!

Die RPC 2013 ist?

Nic: Ein fantastisches Event !!! Kommt und besucht uns am Stand Nein im Ernst die RPC hat sich zu einem der wirklich wichtigen Rollenspielevents im Jahr entwickelt. Man kann den Organisatoren da nur danken. Die Szene kann sich dort tatsächlich einmal in ihrer Gesamtheit treffen und sich austauschen, neue Produkte sehen, die Szene treffen und mit alten und neuen Freunden quatschen und spielen. Ein schönes Wochenende in jedem Jahr. Für uns wird es 2013 ein wichtiges Event da wir dort zum einen den 13. Band – den Start der bisher noch nie in Deutschland veröffentlichten Einsamer Wolf Großmeisterserie – am Stand haben. Weiterhin wird es (neben anderen Neuheiten) auch einen Einstieg in das Game of Thrones Rollenspiel – Ein Lied von Eis und Feuer – (einem unserer wichtigsten Neuheiten in 2013) geben. Zu diesem Spiel werden wir bestimmt auch noch das eine oder andere für die RPC planen – mal sehen . Abgesehen davon wird es auch noch eine schöne Auktion mit altem Rollenspielmaterial geben wie wir schon erfahren haben, an der wir uns sicherlich beteiligen werden.

Lieblingsbuch?

Nic: Phuu schwierig, es gibt so viele schöne Bücher. Eines ist natürlich „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“. Unter den SciFi Büchern auf jeden Fall „Der Ewige Krieg“. Als Kurzgeschichte Heinrich Bölls „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“. Ansonsten würde ich wahrscheinlich entgegen aller Erwartungen sagen es ist „365 tage im Eis“ – ein Bericht über die Shakelton Expedition.

Lieblingsfilm?

Nic: Na das ist jetzt noch viel schwieriger. Ich finde so was echt schwierig zu sagen, da es Filme gibt, die ich fantastisch finde und die mich in einer ganz bestimmten weise fasziniert und bewegt haben – die ich aber vielleicht nur 1 mal oder 2 mal gesehen hab. Auf der anderen Seite gibt es Filme die an sich nichts „besonderes“ darstellen, die ich aber hundtertausendmal gesehen hab – was ja zeigt das sie mir ganz gut gefallen Nun um beiden arten von Film gerecht zu werden würde ich sagen da gibt es Filme mit denen ich aufgewachsen bin und die ich immer wieder schauen würde wie die alten Star Wars Teile, Alien 1-3, Willow und Indianer Jones als auch neuere Filme wie (natürlich) Herr der Ringe. Aber es gibt auch Filme die ich ganz besonders finde wie The Big Lebowski, Fargo, Der Flug der Phönix (Originalfassung), Zwei glorreiche Halunken und The Shootist (der letzte Film John Waynes). Ach ja und was man nicht vergessen darf – Der Hofnarr mit Danny Kaye.

So vielen Dank für das Interview und die letzten Worte überlasse ich dann Dir!

Nic: Vielen Dank für das Interview.

Weitere Infos:

Mantikore-Verlag Homepage

Mantikore-Verlag bei Facebook

Interview mit Nic bei Obskures.de

Interview: Eine Führung durch Schnutenbach mit Karl-Heinz Zapf

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Dank Nic kann ich ein Spielbuch aus dem Mantikore-Verlag verlosen

Beantworte dafür einfach die folgende Frage und sende eine E-Mail bis zum 09.12.2012 – 12 Uhr mit Deiner Lösung und Deiner Adresse an wuerfelheld [at] arcor [.] de

Frage: Wie heißt das Spielbuch welches zur Spiel 2012 das Licht der Welt erblickter

  • a. Reiter der dunklen Macht
  • b. Reiter des Lichts
  • c. Reiter des Königs
  • d. Reiter der schwarzen Sonne
  • e. Reiter der leuchtenden Kugel

Bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Los!

Viel Spaß!

[Interview] Eine Führung durch Schnutenbach mit Karl-Heinz Zapf

Hallo Karl-Heinz,,

besten Dank das Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Verrat uns doch einmal wer Du bist?

Karl-Heinz Z.: Wer bin ich? Weiß man das jemals so genau? Nein, nur Spaß.

Schon als Kind war ich eine richtige Leseratte und bin daher mehrmals in der Woche zu unserer kleinen Stadtbücherei gepilgert, zur Fantasy kam ich aber erst relativ spät über das Buch „Der Hobbit“; danach konnte mich nichts mehr halten und ich begann ab ca. 16 Jahren meine eigenen Geschichten zu schreiben, die ich in den Fanzines „Einhorn“ und „From Sunrise to Sunset“ veröffentlichte.

Schon seit sehr vielen Jahren bin ich außerdem ein echter Spiele-Nerd, los ging es damals bei mir mit den „Fighting Fantasy“-Soloabenteuern, ehe ich 1984 über die DAS-Box meine ersten Kontakte zum Rollenspiel erhielt. Ich hatte außerdem das große Glück, einen tollen Freundeskreis zu haben, mit dem ich dann lange Zeit viele spannende Rollenspielrunden erleben durfte. Und da ich bei uns der erste mit eigener Wohnung war, wurde die ziemlich rasch zur einer echten „Spiele-Zentrale“ umfunktioniert; oft zockten wir an den Wochenenden fast komplett durch – ja, das war die „gute alte Zeit“ des Rollenspiels für mich.

Im Jahr 1989 veröffentlichte ich dann mit der Hilfe von Freunden mein Rollenspielsystem „Mächte, Mythen, Moddermonster“, ein wahres Sammelsurium von Spielregeln, aber durchaus auch vielen eigenen Ideen.

Immer schon war ich ein echtes Kind des deutschen Fandoms und besuchte bereits als Jugendlicher viele Conventions – daran hat sich bis heute kaum etwas geändert. Ich bin einfach gerne unter Leuten und vor allem unter Spielverrückten. Seit geraumer Zeit ist zu meinem Hobby Spiel auch das LARP hinzugekommen, das ich mit großem Eifer ausübe.

Ich habe in den letzten Jahren einige Abenteuer und Artikel ver“zapf“t, die teilweise in Magazinen wie dem „Mephisto“, der „Anduin“, aber auch im „SpielxPress“ und der „LARPZeit“ erschienen sind. Und dann folgte ich eines Tages dem Flusslauf der Schnute und …

Würfelheld: „Schnutenbach“ ist ja eine universelle Dorfbeschreibung für Fantasy-Rollenspiele. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Karl-Heinz Z.: Die Idee war eigentlich schnell gefasst, denn meine damalige Spielgruppe zockte regelmäßig und daher fand ich es wichtig, dass ich als Spielleiter eine gute Basis für unsere Sessions und auch meine eigenen Abenteuer hatte. Die erste und wesentlich kürzere Version der Dorfbeschreibung mit deutlich weniger Einwohnern war dann auch schnell fertig und wurde praktischerweise sowohl von meiner Gruppe, wie auch auf vielen Conventions mit allerlei mir bis dahin unbekannten Leuten getestet. Und sie kam doch so gut an, dass ich nach und nach immer wieder Lust darauf hatte, das Dorf etwas auszubauen, neue Charaktere zu entwickeln und vor allem auch weitere Szenarios dafür zu verfassen.

Würfelheld: Im Vorwort des Buches schreibst Du, das die Entwicklung eine sehr lange Zeit eingenommen hat. Wie ist dann das Gefühl sein Dorf in gedruckter Form zu sehen?

Karl-Heinz Z.: Das war natürlich ein absolut geniales Gefühl, denn gegen Ende wollte ich es einfach nur noch endlich in Händen halten. Es war mir dann sehr wichtig, dass diese lange Zeit, in der das Dorf gewachsen und sozusagen aufgeblüht ist, auch zu einem guten Abschluss kommt.

Allerdings habe ich Blut und Wasser geschwitzt, bevor ich den Band dann wirklich aufschlagen konnte, da ich mir nicht sicher war, wie der Druck ausfallen würde; zwar hatte ich ja auch das Layout erstellt, aber sobald die Druckdatei mal unterwegs ist, hat man da nur noch wenig Einfluss auf das Endresultat. Aber ich bin glücklich und zufrieden, denn das Hardcover macht echt was her.

Würfelheld: Würdest Du bitte etwas mehr zum Dorf erzählen?

Karl-Heinz Z.: Oha, wo fange ich denn da an? Wie gesagt begann die Geschichte Schnutenbachs bereits vor ca. 15 Jahren und es hat sich langsam zu dem gemausert, was es jetzt ist. Dabei ist es in verschiedenen Formen bereits veröffentlicht worden, allerdings nie in dieser Aufmachung oder in diesem Umfang. Außerdem war es lange Zeit für mein Lieblings-Rollenspielsystem konzipiert, dies war aber im Zusammenhang mit der Veröffentlichung in dieser Form nicht mehr möglich; immerhin wurde dadurch für mich auch der Anreiz geschaffen, viel des Hintergrundes sinnvoll zu ändern, so dass die Dorfbeschreibung nun gut universell eingesetzt werden kann.

Eine kleine Anekdote am Rande: Der Name „Schnutenbach“ hat ja bereits für einige Diskussionen und Debatten gesorgt, da er wohl für wenig verkaufsfördernd gehalten wird. Nun existiert dieser Name – ebenso wie die vielen manchmal skurrilen Namen der Charaktere – ja schon immerhin 15 Jahre und ich hätte es fast schon als Verrat an der Dorfbeschreibung und somit am Gesamtwerk empfunden, diesen Namen zu ändern (vor allem nur weil irgendwo in einer Marketingabteilung jemand die Hände über dem Kopf zusammen schlägt). Ich bin viel zu sehr Fan und sehe das Ganze viel zu unverkrampft, um nur aus diesem Grund irgendwelche aalglatten (und dadurch auch wenig erinnerungswürdigen) austauschbaren Fantasy-Namen zu verwenden.

Außerdem sind viele der Namen der Dorfbewohner tatsächlich alte Berufsbezeichnungen ihres Standes (man kann mit Schnutenbach also sogar noch was dazu lernen) …

Würfelheld: Es gibt im Buch auch sehr schöne Beschreibungen rund um Schnutenbach. Welcher dieser Orte ist Dir besonders ans Herz gewachsen und warum?

Karl-Heinz Z.: Da gibt es einige, aber vor allem das Sumpfgebiet namens „Pfuhl“ und natürlich der Krötenstein. Ich denke nämlich, dass ich als Spieler genau solche Orte während eines Abenteuers gerne erforschen würde – auch wenn dies mit zahlreichen Gefahren verbunden sein sollte. Und die Personen, die diese Gegenden bewohnen, bilden ebenfalls gute Möglichkeiten für spannende Geschichten … Aber ganz allgemein finde ich viele der Orte rund um das Dorf interessant, auch ein Besuch beim Zauberkundigen oder ein kurzer Abstecher in die Knochenhügel oder nach Goldenhofen sind aufregend.

Würfelheld: Im Buch sind ja einige Abenteuer und Szenarien enthalten. Wie bist Du auf diese dort verarbeiteten Ideen gekommen?

Karl-Heinz Z.: Ich lasse mich generell gerne von Büchern und Filmen inspirieren, manche meiner Abenteuer sind auch direkt an diese angelehnt. Meistens aber hole ich mir nur eine erste, vage Idee und fange dann an, wie wild zu fabulieren und daraus ein vollständiges Szenario zu entwickeln. Und nicht wenige Inspirationen stammen aus dem echten Leben.

Mein Abenteuer „Im Norden lauert der Tod“ ist zum Beispiel an den Film „Der 13. Krieger“ angelehnt und „Das Geheimnis von Haderfurt“ an ein Buch von Kai Meyer. Ich finde das auch durchaus legitim, denn am Ende zählt das, was daraus gemacht wird und wie sich die Geschichte entwickelt. Diese beiden Abenteuer sind zwar nicht im Rahmen der Dorfbeschreibung erschienen, aber wer weiß – falls Schnutenbach gut ankommt, werden diese vielleicht auch irgendwann einmal „richtig“ veröffentlicht.

Würfelheld: Das Buch enthält weit über hundert Charaktere, wobei allen Leben eingehaucht wurde und man diese durchs Buch verteilt auch alle antrifft. War es für Dich schwierig dort den Überblick zu behalten?

Karl-Heinz Z.: Na ja, durch die umfangreiche Überarbeitung des Bandes – immerhin ist er im Verhältnis zur letzten Version fast auf die doppelte Seitenzahl angewachsen und es kamen entsprechend viele neue Personen und Kreaturen hinzu – war es manchmal schon ein wenig problematisch, die jeweiligen Charaktere immer im Überblick zu behalten. Aber da ich in diesem Dorf ja quasi zuhause bin, war das ein Problem, das relativ leicht in den Griff zu bekommen war. Und mir sind dabei natürlich gewisse Dorfbewohner auch so richtig ans Herz gewachsen …

Würfelheld: Im Buch sind ja sehr viele Grafiken verarbeitet worden, z.B. hat jeder Dorfbewohner auch sein eigenes Abbild erhalten, etliche Gebäudepläne und vieles mehr. Wie ist die Masse zusammengetragen worden?

Karl-Heinz Z.: Das lief über einige Jahre ab. Eigentlich hatte ich zusammen mit der Grafikerin des Bandes auch vorher an einem sehr umfangreichen Abenteuer gearbeitet, ehe mir die spontane Idee dazu kam, ich könnte mit ihr ja auch die Dorfbeschreibung endlich mal neu angehen. Was als spontane Idee begann, hat sich dann eben nach und nach dazu entwickelt, dass mich immer mehr der Ehrgeiz packte, Schnutenbach zu dem zu machen, was es jetzt geworden ist.

Zunächst illustrierte Ulrike also die bereits vorhandenen Einwohner anhand des PDFs, das ich ihr hierzu geschickt habe (denn in der alten Version waren auch schon viele Dorfbewohner von einer anderen Zeichnerin angefertigt worden) und danach beschrieb ich ihr die neuen Einwohner und Kreaturen, die ich mir so aus meinen Gehirnwindungen leierte. Und schließlich waren wir soweit, dass ich ernsthaft mit dem Layout anfangen konnte …

Würfelheld: Könntest Du bitte mehr zu dem sich im Buch befindlichen Regeln erzählen?

Karl-Heinz Z.: Die Regeln sind eigentlich nur ein ganz simples Konstrukt, um Schnutenbach theoretisch auch ohne ein anderes Regelwerk sofort einsetzen zu können. Es kann und soll aber ein „echtes“ Regelwerk nicht ersetzen (und das war auch nicht meine Absicht). Eigentlich ist es in erster Linie eine Auflistung aller in der Dorfbeschreibung auftauchenden Charaktere samt ihrer Attributswerte in Prozent, so dass man direkt mit dem Spiel beginnen kann.

Meine Hauptaugenmerk lag hierbei darauf, dass ich es als Leser oder Spieler auch gut finden würde, wenn ich nach dem Kauf eines solchen Buches ein „rundes“ Produkt in Händen halte, ohne dann erst mal noch lange überlegen zu müssen, nach welchem Regelwerk ich es am besten spiele.

Würfelheld: Schnutenbach ist ja beim Mantikore-Verlag erschienen. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Karl-Heinz Z.: Ich bin mit den Mitarbeitern des Verlages sehr gut befreundet und das sind alles klasse Leute – das machte mir die Wahl natürlich sehr leicht. Außerdem layoute ich ja u. a. die „Einsamer Wolf“ Soloabenteuer-Reihe des Verlages, es gab also eine solide Grundlage für die jetzige gute Zusammenarbeit. Bei einem Verlag, dessen „Hintermänner“ ich nicht persönlich kenne, hätte ich mich sicherlich nicht so wohl und gut aufgehoben gefühlt. Und wie bereits oben erwähnt würde Schnutenbach dann jetzt auch nicht so heißen, sondern eventuell „Blödmannskoog“ (oder hätte einen beliebigen Namen, der sich dann angeblich besser vermarkten und verkaufen lässt) …

Würfelheld: Was erwartet uns in naher Zukunft von Schnutenbach?

Karl-Heinz Z.: In absehbarer Zeit wird ein erstes Abenteuer erscheinen, nämlich „Der Zirkus des Schreckens“ (geplant zur RPC 2013). Darauf freue ich mich auch schon sehr, da ich dieses Abenteuer sehr gelungen und spannend finde; außerdem lernen die Spieler viele neue und exotische Charaktere kennen und das Dorfspiel wird auch vorangetrieben. Neben dem Hauptabenteuer wird in diesem Band noch als Bonus das verrufene Wirtshaus „Zum Galgenhügel“ – das an einer Wegkreuzung nahe dem Riesenjoch-Gebirge in den Knochenhügeln liegt – vorgestellt.

Da dieses Abenteuer eher detektivische Fähigkeiten von den Spielern erwartet, wird danach „Im Hort des Oger-Magiers“ in Angriff genommen, bei dem es sich eher um ein „old school“-Szenario in einem weitläufigen Höhlensystem handelt …

Würfelheld: Ich habe ja letztlich eine Rezension zu Schnutenbach veröffentlicht und bin ja bei dieser im Fazit auf einige Punkte eingegangen die mir nicht so gefiehlen, wie etwa ein fehlender Index, die Kapitelunterscheidung und ggf. das Anbringen eines Lesebändchen. Kann ich bzw. das Volk da Änderungen erwarten?

Karl-Heinz Z.: Wie es mit Schnutenbach nun weitergeht, das hängt schlicht und ergreifend von der Akzeptanz der Dorfbeschreibung bei der Käufer- und Spielerschaft ab. Sollte es eine zweite Auflage geben, dann gehe ich natürlich gerne auf solche Anregungen und Wünsche ein, so lange sich diese sinnvoll umsetzen lassen und noch bezahlbar bleiben.

Würfelheld: Wenn sich jemand berufen fühlt etwas zu Schnutenbach zu schreiben bzw. sogar etwas veröffentlichen möchte (Blog) was muss beachtet werden bzw. kann man sich an Dich wenden. Wie sind da die Abläufe und wie gehst Du mit Fanmaterial um?

Karl-Heinz Z.: Da ich mich selbst eher als Fan denn als professionellen Autor betrachte bin ich natürlich Fanmaterial gegenüber sehr aufgeschlossen – tatsächlich sind bereits einige Personen an mich herangetreten. In diesem Falle kann man sich ganz ungezwungen und unverbindlich per Mail an mich wenden. Ich freue mich natürlich über jegliche Resonanz und Beteiligung.

Würfelheld: So zum Ende habe ich dann noch fünf kurze Fragen mit der bitte um kurze Antworten.

Karl-Heinz Z.: Dann leg mal los.

Würfelheld: Rollenspiel ist für Dich?

Karl-Heinz Z.: Ein faszinierendes und immer spannendes Hobby, das extrem kommunikativ ist

Würfelheld: Dein Lieblingsbuch aus dem Genre Fantasy?

Karl-Heinz Z.: Die „Erdsee“-Trilogie

Würfelheld: Dein Lieblings-Fantasy Film?

Karl-Heinz Z.: Der dunkle Kristall

Würfelheld: Was wünscht Du Dir für 2013?

Karl-Heinz Z.: Die Möglichkeit, weiter an Schnutenbach arbeiten zu können und damit das Dorf und seine Umgebung immer mehr mit Leben zu erfüllen

Würfelheld: Die RPC 2013 ist?

Karl-Heinz Z.: Ein wichtiger und guter Treffpunkt für das Fandom

Würfelheld: So damit sind wir auch schon am Ende angelangt. Die letzten Worte überlasse ich Dir.

Karl-Heinz Z.: Was bleibt mir da noch zu sagen? Spielt weiter, lasst die Würfel rollen; und wenn ihr mal in der Nähe des Riesenjoch-Gebirges seid, dann schaut doch auf einen kurzen Abstecher in Schnutenbach vorbei. Ihr werdet es nicht bereuen … oder doch?

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Gewinne eine von Karl-Heinz Zapf signierte Ausgabe von Schnutenbach

Beantworte dafür einfach die folgende Frage und sende eine E-Mail bis zum 01.12.2012 – 16 Uhr mit der richtigen Lösung und Deiner Adresse am wuerfelheld [at] arcor [.] de

Frage: Wie heißt die Dorfschenke in Schntenbach?

  • a. Zur Neuen Mühl
  • b. Zum Steinigen Metkrug
  • c. Zur Alten Bruck
  • d. Zur plappernden Mathilda

Tipp: Schaut mal in meine Schnutenbach Rezension rein!