[Rezension] 666 Hell`s Abyss (Roman)

Verlag: Papierverzierer Verlag
Autor: M.H. Steinmetz
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 292
Erschienen: Nov. 2015
Altersempfehlung: 18+
ISBN: 978-3959623124
Preis: 13,95 Euro

von: Würfelheld

Wenn ein Mann zu viel Zeit in Hotelzimmern verbringt, hat er die Möglichkeiten diese mit Special-Services zu füllen, oder wie bei M.H. Steinmetz mit den Schreiben anzufangen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Nach seiner „Totes-Land“-Reihe geht es nun in die „schwarze Szene“ mit all ihren Klischees.

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Media Monday #244

Plöpp da ist schon wieder Wochenanfang. Also schnapp ich mir mal die sieben Fragen vom 244.Media Monday. Auf geht`s!

1. Es ist/war wieder Zeit für die Oscars. Meine Meinung:

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[Rezension] Die Zuflucht (Totes Land 2)

as-DieZuflucht-TotesLand2Autor: M. H. Steinmetz
Verlag: Manticore Verlag
Format: Paperback
Erschienen: Oktober 2014
ISBN-10: 3945493021
ISBN-13: 978-3945493021

von: Christel Scheja (kris)

Mit „Die Zuflucht“ setzt Mario H. Steinmetz seine Trilogie „Totes Land“ fort. Bereits in „Ausnahmezustand“ führte er in eine Welt ein, die durch eine Seuche unbekannten Ursprungs in eine Katastrophe führte.

Marcus hat in einem Live-Rollenspiel bei Berlin ein genau solches Szenario nachgestellt und wollte zunächst gar nicht glauben, dass aus dem Spaß bitterer Ernst geworden ist. Dennoch hat er sich mit seinen Freunden auf den sechshundert Kilometer langen Weg durch ein Land gemacht, dass ins Chaos gestürzt ist.
Teilweise auch von den anderen getrennt ist Marcus durch apokalyptische Landschaften und Städte gereist, in denen an jeder Ecke Gefahr lauern kann. Denn die durch die Krankheit entstandenen Zombies fallen jedes lebende Wesen an. Und auch Weggefährten verwandelt sich schneller als befürchtet in Monster.
So hat der junge Mann mehr als einen schmerzhaften Verlust hinter sich, als er schließlich mit seinen Freunden Frankfurt erreicht. Noch immer hofft er darauf, seine Frau Annette in Speyer lebend wieder zu sehen, aber wenn er sieht, wie die Streitkräfte und noch Gesunden mit Kranken und Infizierten umgehen, wenn er sieht, wie weit sich die Monster ausgebreitet haben, scheint die Chance immer kleiner zu werden.
Immerhin gelingt es ihm schließlich an sein Ziel zu gelangen – aber damit fängt der Kampf erst richtig an …

Diente „Ausnahmezustand“ noch dazu, das Szenario von „Totes Land“ aufzubauen und den Helden einzuführen, so hofft man nun, dass „Die Zuflucht“ richtig los legt. Der Anfang lässt darauf hoffen. Die Helden können sich zwar einen Moment erholen, erleben aber auch mit, was die Apokalypse aus vielen Menschen gemacht hat. Und da sie selbst einige Blessuren am Leib tragen müssen sie entsprechend vorsichtig sein.
Die Geschichte konzentriert sich nun ganz auf die Gruppe um Marcus. Nur noch in wenigen Blitzlichtern erfährt man, was anderenorts passiert oder wie die Seuche überhaupt entstanden sein könnte. Wie immer wird die Handlung flott erzählt … aber doch kommen im Mittelteil Längen auf, weil die Helden einerseits nur noch wenig Wegstrecke zurücklegen müssen und sogar Hilfe bekommen, die ihnen Stress erspart, und die Begegnungen mit den Zombies nach bereits bekanntem Schema ablaufen.
Zwar würzt eine Tragödie das ganze Szenario, aber auch diese folgt nur den aus vielen anderen Zombie-Endzeit-Geschichten bekannten Klischees, die diesmal eher unangenehm wirken als die Atmosphäre vertiefen. Als erfahrener Leser hat man in diesem Teil der Trilogie mehr erwartet als man letztendlich bekommt.
Auch die Figuren stagnieren, vor allem Marcus, der aus den neuen Erfahrungen nichts mehr zu lernen scheint. Und die Nebencharaktere sinken mehr denn je in den Status von Stichwortgebern herab und bleiben einem nicht einmal mehr im Gedächtnis hängen. Das Ende wartet dann auch noch mit einem Cliffhanger auf, dessen Auflösung sich auch schon erahnen lässt.
Letztendlich leidet der Roman deutlich darunter der Mittelteil einer Trilogie zu sein, denn der Autor hält sich mit der Spannung zurück, um auch im letzten Buch noch etwas bieten zu können.

Alles in allem fällt „Die Zuflucht“ deutlich gegenüber „Ausnahmezustand“ ab, lässt sich aber immer noch recht kurzweilig lesen, wenn man sich nicht an den zunehmenden Klischees und offensichtlichen Entwicklungen stört. Auch diesmal werden Zombie-Endzeit-Fans genau das bekommen, was sie von ihrer Lektüre erwarten: Action und Horror, gepaart mit ein paar dramatischen Momenten.

Meine Wertung:
3,5 vom 5 Zombies

[Rezension] Ausnahmezustand (Totes Land 1) „²“

Autor: M. H. Steinmetz
Verlag: Manticore Verlag
Format: Paperback
Erschienen: Juli 2014
ISBN-10: 3939212563
ISBN-13: 978-3939212560

von: Christel Scheja (kris)

Mit „Ausnahmezustand“ legt Mario H. Steinmetz nicht nur sein Romandebüt, sondern auch den ersten Band der „Totes Land“-Trilogie vor, die in einer nicht ganz fernen aber apokalyptischen Zukunft spielt.

Marcus besucht gerade ein Endzeit-Rollenspiel mit seiner Bekannten Sabine und hat viel Spaß, als er zusammen mit den anderen eine Nachricht hört, die er erst gar nicht glauben will.
Die Infrastruktur ist zusammengebrochen, weil sich eine Seuche rasend schnell ausbreitet, die nicht einmal die Armee eindämmen kann? Menschen sterben durch einen unbekannten Virus, stehen aber als Untote wieder auf? Das Szenario, mit dem sie gerade noch herum gespielt haben, ist über Nacht bitterer Ernst geworden.
Dennoch entschließt sich Marcus trotz der Gefahr dazu, nach Speyer zurück zu kehren, denn dort hält sich noch seine Frau Annette auf. Mit Freunden macht er sich auf die Reise und muss schon bald richtig um sein Leben kämpfen, denn auch wenn sich Weggefährten und Freunde verwandeln, darf er nicht zögern – es könnte auch sein Ende sein.
Zusammen mit Sabine kämpft er sich durch ein Land, in dem das Chaos regiert und niemand mehr sicher ist. Kranke rotten sich in Horden zusammen, um Menschen zu jagen und sind nur schwer zu erschlagen. Wenn die Überlebenden nicht zusammen halten, dann werden sie niedergemetzelt – aber auch das bietet keine vollständige Sicherheit … wie er schon bald erkennen muss.

„Was heute noch Spiel ist, kann morgen schon bitterer Ernst werden.“ Genüsslich zelebriert Mario H. Steinmetz in „Ausnahmezustand“ genau den Moment, in dem dieser Spruch Realität wird und entführt den Leser in eine Welt, die jedem vertraut und zugleich fremd ist.
Die Apokalypse tritt durch eine Seuche unbekannten Ursprungs ein und verwandelt das Deutschland der Jetztzeit in ein Schlachtfeld, in dem Zombies schon bald das Leben zum Erliegen bringen.
In dieser Hinsicht erzählt der Autor sicherlich keine neue Geschichte – eine Gruppe kämpft sich durch die Horden der Monster und versucht einfach nur zu überleben, jeder Einzelne entdeckt dabei an sich Seiten, durch die er wächst und sich verändert.
Nur selten wird den Helden Ruhe gegönnt. Und auch wenn Marcus im Mittelpunkt der Ereignisse steht, so kommen doch auch immer wieder kurze Blitzlichtaufnahmen zu ihrem Recht, die die Entwicklungen an anderen Orten schildern und oftmals genau auf die Handlungsebene des Helden zulaufen.
Routiniert und flüssig geschrieben erschafft Mario Steinmetz ein actionreiches aber doch erschütterndes Szenario, das man ungern aus der Hand legen möchte und dem man auch gerne die Klischees verzeiht, ersparen sie doch viele Erklärungen, die der Autor für die Figuren und das Ambiente verwenden kann. Allerdings nutzt er das nur für Marcus und Sabine aus, die anderen Figuren bleiben doch eher blass und haben kaum die Zeit, mehr Profil zu entwickeln.
Wie zu erwarten ist, bleibt das Ende relativ offen, auch wenn die Helden einen Ruhepunkt erreichen dürfen. Dennoch bleibt vieles offen, auch am Hintergrund wurde gerade erst einmal gekratzt.

„Ausnahmezustand“ ist der gelungene Auftakt der Trilogie „Totes Land“. Vor allem Fans actionreicher Thriller, in dem sich die Helden durch eine apokalyptisches Szenario voller hungriger Zombies und blutigen Schockmomenten kämpfen dürfen, werden ihren Spaß an der kurzweiligen Geschichte haben.

Meine Wertung:
4von 5 Zombies

 

Anmerkung:
„Ausnahmezustand“
wurde HIER
ebenfalls besprochen.