[Rezension] Steampunk 1851

Verlag: Art Skript Phantastik

Format: Taschenbuch, 120 Seiten

Erschienen: Juli 2013

ISBN 13: 978-3981509281

von: Würfelheld

Bei Steampunk 1851 handelt es sich um eine Anthologie aus dem Art Skript Phantastik Verlag, welche acht Gaslicht Geschichten beinhaltet.

Zum Inhalt:

Zwischen den Buchdeckeln befinden sich nachfolgende Geschichten:

Das Ende der Fiktion von Denis Mildes
Monsieur Foucault und das Wesen des Lichts von Sabine Frambach
Lykonium von Marco Ansing
Das Meisterwerk von Andrea Bienek
R.S.O.C. von Hendrik Lambertus
Archibald Leach und die Rache des Toten von Markus Cremer
Tote Kaninchen von Luzia Pfyl
Der Automat
von Fabian Dombrowski

Im folgenden werfe ich einen kurzen Blick auf die einzelnen Geschichten.

In Das Ende der Fiktion ist Professor Vanderbildt des Wahnsinns verfallen. Aufgrund dessen hat er sich einer Mission verschrieben die das Leben auf unserem Planeten verändern würde. Sein Gegenspieler ist dabei sein engster Vertrauter.

In Monsieur Foucault und das Wesen des Lichts treffen der Dämon Nabot und Physiker Faucaut aufeinander. Was der Physiker nicht weiß, ist dass der Dämon ihn beobachtet, denn soviel Chaos schafft selbst Nabot nicht und er will wissen wie man dieses anstellt.

In Lykonium geht es um die Bewältigung des Energiebedarfes und der Vorbeugung einer Energiekrise. So stellt Professor Dutreil auf der Weltausstellung ein Mittel vor, welches unglaubliche Energien freisetzt und somit für Energieeinsparung sorgen könnte, die bis dato unvorstellbar waren. Bei einem Interview mit einem deutschen Reporter kommt es dann zur großen Wendung.

Zwei Mitglieder des Gendarmerie Speziealkorps befinden sich auf einer Zug-Jungfernfahrt von St. Petersburg nach Moskau. Nach einiger Zeit tritt ein Schaffner an die beiden Männer heran und berichtet, das es in der 1. Klasse eine Leiche gibt und bittet die beiden Korps-Leute um Mithilfe, hier scheint ein Mörder Das Meisterwerk hingelegt zu haben.

Lieutenant McCrimmer befindet sich am Bord eines Luftschiffes, welches über der Londoner Weltausstellung schwebt. Nachdem die Passagiere ausgestiegen sind und trifft McCrimmer auf Captain Williams, welche von R.S.O.C. ist und ihn nun einen Eignungstest unterziehen wird, der seine bis dahin kühnsten Träume übersteigt.

In Archibald Leach und die Rache des Toten besucht Archibald mit seiner Mitarbeiterin Sarah Goldberg die 1851 stattfindende Weltausstellung in London. Archibald sucht händeringend eine Fachkraft die ihm bei der Realisierung einer seiner Ideen weiterhilft. Was dann allerdings passiert haben die beiden nicht auf ihrem Zettel.

Lena und Sophie, zwei Frauen auf den Weg nach New York. Ihre Reise, welche sie per Luftschiff bewältigen, welches einen Umweg auf sich nehmen musste. Tote Kaninchen sind aber nicht der Reisegrund, sondern ein Hilferuf ihres Professors. Was dann kommt ist aber schwer vorstellbar.

Die Anthologie beschließt Der Automat. In einem Trümmerfeld, welches durch lang zurückliegenden Kanonenbootbeschuss entstanden ist, steht ein Automat. Tot – oder doch nicht!

Mein Fazit:

Acht Steampunk Geschichten die wirklich hervorragend zusammen passen. Acht Geschichten die einem das richtige Gaslicht-Gefühl bieten; und acht Geschichten die mich wirklich klasse unterhalten haben.

Man findet eine Bandbreite an Protagonisten vor, die so eine Anthologie erst richtig ans Leben bringt, den man merkt jedem einzelnen seine Intention an. Der technische Aspekt spielt in dieser Anthologie eine große Rolle und bietet so für mich den richtigen Steampunk-Flair.

Und eines kann dieses Buch noch – es bringt eine beklemmende Atmosphäre herüber, die dem Ganzen die passende Würze verleiht.

Hervorragender Lesestoff!

Meine Wertung:

4,75 von 5 Weltausstellungen

 

[Rezi] Steampunk Akte Deutschland

Verlag: Art Skript Phantastik

Format: Taschenbuch, 224 Seiten

Erschienen: Juli 2014

ISBN 13: 978-3945045008

von: Würfelheld

Es ist mal wieder an der Zeit sich einer Anthologie zu widmen. Dieses mal aus dem Steampunk Genre. Steampunk Akte Deutschland enthält 15 Kurzgeschichten, die hier vom Archivar als Akten geführt und die durch einen Wechsel an einer Organisationsspitze nun der Öffentlich zugänglich gemacht werden.

Werfen wir aber nun einen kleinen Blick auf die einzelnen Akten.

Zum Inhalt:

Den Anfang macht Der mechanische Mann. Gefreiter Hasenkamp, ein Soldat der königlichen Armee wird auf dem Schlachtfeld von einem seiner französischen Gegner verletzt und verfällt ins Koma. Als er wieder erwacht hat sich vieles in seinem Leben verändert. Er ist teils Mensch, teils Mechanik und er befindet sich an Bord eines Luftschiffes, welches sich auf den Weg nach Berlin befindet. Dort soll Hasenkamp auf Bismarck persönlich treffen. Somit wird das Leben kurios.

Was passieren kann, wenn ein junger Mann einer jungen Bastlerin und Ladenbesitzerin imponieren möchte, erfährt man in Die Geister, die ich rief. Eine Geschichte die in Mainz angesiedelt ist und rund um den Dom ihren Handlungsverlauf hat.

Erasmus Emmerich & der Messing Türknauf versetzen uns zurück nach Berlin. Emmerich seines Zeichens geschworener Detektiv, wird durch besagten Türknauf auf eine „Geist“-reiche Angelegenheit aufmerksam und muss Nachttrolle neu beurteilen.

Wilhelm Proterius (Proterius Konservendose) ist absolut nicht über die neusten Nachrichten aus England, von seinen Konkurrenten, erfreut und ärgert sich über die ihm auferlegten Regelungen der Kleinstaaterei. Um sich aber seines Ärger zu entledigen verbringt er Nacht um Nacht an und mit seiner neuen Errungenschaft.

Harkon Christobal der Protagonist aus Seelenverzerrer, der Augsburger Obrigkeit angehörig, führt uns in die dunklen Seiten seines Stadtviertels ein. Allerdings machen wir mit dieser Story einen Sprung ans Ende des 21. Jahrhunderts, jedoch steamig-passend.

Wolfsjäger in Castrop Rauxel braucht man nicht, sagt ihr. Dann fragt mal Pascal, seines Zeichens genau dieses. Was Pascal eines Nachts auf einer Jagd widerfährt findet man in Akte 6.

Die Tücken der Technik führt uns nach Hamburg und zeigt was verzweifelte Mechaniker alles tun bzw. zu was diese alles fähig sind, um ihre angenommenen Aufträge zu erfüllen. Und nebenbei geht’s ums gute Geld.

Die nächste Akte namens Archibald Leach und der Plan des Kaisers, bringen Leach und Karl May in Dresden zusammen, welche einem geheimnisvollen Zug aufs Korn nehmen wollen. Dieser Zug reist quer durch die Republik und sorgt für Merkwürdigkeiten.

Der Geist in der Maschine zeigt eine Erfindung, nein, die Erfindung welche das Kaiserreich verändern wird, denn sie kann eindeutig zwischen Gut und Böse unterscheiden und so für Gerechtigkeit sorgen.

Was ein liebender Vater alles bereit ist zu tun damit seine Tochter am Leben bleibt, erfährt man in Der Plan des Grafen von B. . Dabei geht es in die Künstlerszene von Berlin ums Jahr 1870.

Bei Der Wunsch wird eine geheime Grabung an einer alten baufälligen Friedhofskirche durchgeführt. Die Grabung ist erfolgreich und das Gesuchte wird geborgen. Allerdings bringt das Gefundene den Tod, Rätsel und Wünsche mit sich.

Wozu eine junge Frau aus Liebe und Familiensinn in der Lage ist erfahren wir in der nächsten Akte, Das einfallsreiche Fräulein Helena Ruth. Aber auch wenn sie einfallsreich ist, ist sie bei ihrem mächtigen Gegenspieler auf Hilfe angewiesen, auf nicht alltägliche Hilfe.

Ingenieur Rudolph Fentz hat sich die StaSt mehr oder mindern zum Feind gemacht und landet so in Haft. Dort erwartet er alles, aber es kommt ganz anders. Er wird im Verhör überrascht, denn es geht nicht um Landesverrat, sondern um seine Erfindung. Die Erfindung die die derzeitige Krise abwenden könnte, was vielen Parteien nicht gefallen dürfte. Der Mann in schwarz überrascht Fentz mit seinem Wissen über seine Erfindung.

Kriminalkommissar Falk ermittelt im Hannoverischen Industriemilieu, aber das nicht nur einmal, denn ihn schlägt es immer wieder zu einer Adresse zurück. Warum das so ist erfahren wir in Der Parasiteur.

Die letzte Akte dieser Sammlung trägt den Namen Der Gehilfe des Puppenmachers. Wilhelm Ehrhaben hat vor zwei Jahren das Puppengeschäft seines verstorbenen Vaters übernommen und versucht seither, ohne Erfolg, an die Qualität seines Vaters anzuknüpfen. Als eines Tages ein getarntes Wesen seinen Laden betritt, wittert Wilhelm seine Chance. Schnell wird es versklavt.

Akten-Übersicht im Detail:

01 Detlev Klewer: Der mechanische Mann
02 Corinna Schattauer: Die Geister, die ich rief
03 Katharina Fiona Bode: Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf
04 Daniel Huster: Proterius‘ Konservendose
05 Daniela Herbst: Seelenverzehrer
06 Kim Christine Wiefelspütz: Wolfsjäger
07 Dennis Frey: Die Tücken der Technik
08 Markus Cremer: Archibald Leach und der Plan des Kaisers
09 Marion Fischl: Der Geist in der Maschine
10 Adrian Sommerfeldt: Der Plan des Grafen von B.
11 Ashley Kalandur: Der Wunsch
12 Isabelle Wallat: Das einfallsreiche Fräulein Helena Roth
13 Fabian Dombrowski: Der Mann in Schwarz
14 Andrea Bienek: Der Parasiteur
15 Daniel Schlegel: Der Gehilfe des Puppenmachers

Mein Fazit:

Der Art Skript Phantastik Verlag hat gerufen und fünfzehn Autoren haben sich eingefunden den gebotenen Platz zwischen diesen beiden Buchdeckeln mit ihren steampunkigen Geschichten zu füllen. Dieses gelingt ihnen auf sehr unterhaltsame Weise, welche eine schöne Atmosphäre ins Kopfkino zaubert.

Die Protagonisten zeichnen sich alle hervorragend auf der Kopfkinoleinwand ab und schaffen es den Leser mit auf ihre Erlebnisreise zu nehmen. Die realgeschichtlichen Persönlichkeiten bringen die entsprechende Würze in die Storys.

Auch die kleinen feinen Ideen die über den Buchblock verteilt sind, verleihen selbigen einen steamigen Anstrich und wissen zu gefallen.

Leider wird es mit Untoten Kroppzeugs aus meiner Sicht ein wenig zu sehr übertrieben, was mir das Steampunk Gefühl etwas geraubt hat.

Alles in allen kann man diese Steampunk-Anthologie guten Gewissens empfehlen und es freut mich sehr dass der deutscher Steampunk hiermit ein weiteres gelungenes Werk erhält. Es bleibt zu hoffen das es nicht das letzte gelungen Steampunk-Werk aus dem Art Skript Phantastik Verlag bleibt.

Meine Wertung:

4,5 von 5 Gaslichter

[Rezi] Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge

Autor: J.J. Preyer

Verlag: Blitz Verlag

erschienen: 2012

Reihe: Die neuen Fälle des Meisterdetektivs Sherlock Holmes

Formar: broschiert, 221 Seiten

ISBN: 978-38984033

 

von: Christel Scheja

Sherlock Holmes starb mitsamt seinem Widersacher James Moriarty an den Reichenbach-Fällen. Beide stürzten im Kampf zu Tode. So hatte es Sir Arthur Conan Doyle für sich entschieden, revidierte aber zumindest das Ableben seines Helden ein paar Jahre später, als seine Leser protestieren. Nun erzählt J. J: Preyer aber eine ganze andere Geschichte in „Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge“, die einiges in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt.

John Watson ist schwer erkrankt und hat jeden Lebenswillen verloren. Nach dem Tod seines besten Freundes Sherlock Holmes hat er nun auch noch seine geliebte Frau Mary verloren. Sie ist einfach verschwunden und er weiß nicht einmal, ob sie noch lebt, da es keine Spuren gibt, die die Polizei oder er nachgehen können.

Dann jedoch ändert sich alles, denn Holmes taucht unverhofft wieder auf, erklärt nur kurz, was eigentlich an den Reichenbach-Fällen in der Schweiz passiert ist und deutet an, dass nicht nur er, sondern auch Moriarty überlebt habe und nun die Strippen aus dem Hintergrund ziehen würde.

Leider gehört auch Mary zu dem dunklen Spiel und ist gar nicht so tot wie vermutet. Ganz offensichtlich ist sie näher mit dem „Napoleon des Verbrechens“ und seinen engsten Vertrauten verbunden als John je geahnt hat.

Dennoch macht er sich mit Sherlock auf, sie zu befreien. Durch die waghalsige Rettungsaktion wird auch dem Meisterdetektiv einiges klarer. Er folgt den Spuren, die zu einem eigenwilligen Schriftsteller namens Oscar Wilde führen und erkennt so, dass er seinen Erzfeind vielleicht nur auf eine Weise besiegen kann – wenn er mehr über dessen Vergangenheit heraus bekommt …

„Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge“ ist bereits der vierte Roman über Sherlock Holmes von J. J. Preyer. Man merkt, dass er sich sicher durch das Setting und mit den Figuren bewegt und sich genau auf das konzentriert, was den Meisterdetektiv eigentlich so unverkennbar macht.

Zudem erlaubt er sich den Mythos um Moriarty, der in den Original-Geschichten gar nicht so eine große Rolle spielte, weitere Facetten hinzuzufügen und dessen Wahnsinn zu begründen. Wie bei jedem großen Mann so steht auch hier eine Frau in den Schatten und zieht die Fäden – passenderweise die Mutter des Schurken, die gelegentlich sehr ansteckend auf ihren Sohn wirkt..

Nach und nach enthüllt der Autor so das verzwickte Intrigen- und Beziehungsgeflecht, zeigt auch, wie Oscar Wilde in das ganze Drama passt und welche Auswirkungen das auf die Helden und ihre Probleme hat.

Dennoch wirkt die Geschichte unvollkommen – das merkt man vor allen daran, dass der Autor irgendwann mehr auf die Action und vordergründige Horrorelemente setzt und dabei den Hintergrund wie auch die Atmosphäre etwas vernachlässigt. Der hektische Abschluss wirkt so, als habe Preyer eine Seitenbegrenzung zu beachten, was dem ansonsten sehr interessanten Buch sehr schadet. Auch die Figuren verlieren zum Ende hin zusehend an Substanz, vor allem die Gegenspieler.

Alles in allen wirkt „Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge“ durch die interessante Idee zunächst sehr spannend, leider fehlt der Umsetzung genügend Raum, um das komplizierte Geflecht wirklich auszuarbeiten und ihm damit mehr Tiefe zu verleihen. So wirkt das spannende Konzept nur halb so gut, wie es eigentlich hätte sein können.

 

Meine Bewertung:

3,25 von 5 Ermittlungsakten

Weitere Informationen:

Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge beim Blitz Verlag

 

[Rezi] Hörbuch – Immer nur bei Nacht

Autor: Daniel Nagel

Sprecher: Achim Zien

Format: Audiobook oder MP3- Download

Länge: 2:15 h

erhältlich: PiHalbes Webshop

Mit „Immer nur bei Nacht“ ist eine Novelle ,rund um die Thematik Cthulhu, aus der Feder von Daniel Nagel erschienen. Die Audioversion wird von Achim Zien gesprochen. Das Audiobuch hat eine Gesamtlaufzeit von 2:15 h und liegt im MP3-Format mit einer Stereo-Samplingrate von 44 kHz und einer konstanten Bitrate von 128 Kbs vor.

Zum Inhalt:

Arkham 1929, der ehemalige Polizist Jefferson Pilgrimm, der nun seinen Lebensunterhalt als privater Ermittler verdingt, wird die Bitte zugetragen den rätselhaften Tod eines jungen Akademikers aufzuklären. Während die Polizei von einem Selbstmord ausgeht, weigert sich der Vater des Opfers dies zu akzeptieren. Für ihn steht fest das sein Sohn keines natürlichen Todes gestorben ist. Jefferson Pilgrimm nimmt den Auftrag an und erkennt schnell das hier etwas nicht stimmen kann. Offensichtliche Spuren wurden von der Polizei weder beachtet noch verfolgt. Es erscheint sogar den Anschein zu haben als würde die Polizei die waren Umstände von Jacob Bierce Todes verschleiern. Und egal wen Pilgrimm befragt, die Reaktionen sind immer die gleichen, Ablehnung und Entsetzen. Dadurch vollends entschlossen, begibt sich Jefferson Pilgrimm härter als zuvor an die Ermittlungen um herauszufinden was wirklich geschehen ist. So versucht er alles um den Ermittlungen und möglichen Beweismaterialverlust durch die Polizei zuvor zu kommen.

Pilgrimm gelingt es schließlich in der Wohnung des Opfers einen Tresor zu finden und diesen zu öffnen. Im selbigen findet er das „Bierce-Kompendium“. Dies sind die Aufzeichnungen von Jacob Bierce, welche Unglaubliches offenbart, nämlich die Umstände um den Tod des jungen Akademikers. Was Jefferson Pilgrimm erfährt lässt ihn um sein eigenes Leben fürchten: Denn die Mörder des jungen Jacob Bierce sind sehr mächtig, einflussreich und nicht von dieser Welt. Und eines wollen sie auf keinen Fall – das man ihnen zu nahe kommt.

Mein Fazit:

Immer nur bei Nacht“ ist eine interessante Geschichte von Daniel Nagel die solide aufgebaut und von Achim Zien gut umgesetzt wurde. Sie sorgt für Kurzweil und macht besonders Spaß wenn sie spät Nachts im Dunkeln gehört wird. Leider verliert sich Daniel Nagel an einer Stelle etwas in den Beschreibungen einzelner Bücher und Schriften die sich in Jacob Bierce Fundus befinden, wodurch die Geschichte an dieser Stelle etwas langatmig wird. Und auch ein rechter Spannungsbogen will sich nicht aufbauen. Trotzdem wird einem für sein Geld ein ordentliches Hörbuch mit einer guten Story geboten. Dem Download sollte noch das Cover als Printdatei zugefügt werden. Warten wir ab was uns im zweiten Teil mit dem Titel „Aus der Tiefe“ erwartet.

3,75 von 5 Ängsten

von: knoedelchen

[Rezi] Steam & Magic Feuerspiel

Autor: Cindy Spencer Pape 

Verlag: Heyne 

Erschienen: 05.2012  

Seiten: 352

ISBN: 978-3-453-52990-8  

Preis: € 8,99

 

Der Wilhelm Heyne Verlag bringt mit Steam & Magic Feuerspiel einen Steamfantasy Roman auf den Markt. Das aufwendig gestaltete Softcover mit einer Londoner Straße und dem Bild von Sir Merrick Hadrian, einem der Hauptfiguren der Story, umhüllt die 352 Seiten umfassende Geschichte. Die Kapitel werden stets durch eine kleine Illustration eröffnet welche das Buch aufwerten.

Story:
Sir Merrick Hadrian ein Baronet im London zu Beginn der Industrialisierung ist Ritter im Orden der Tafelrunde, einem Geheimbund der auf die uralten Sagen von König Artus aufbaut. Im Auftrag ihrer Majestät bekämpft der Orden übernatürliche und von Zeit-zu-Zeit auch normale Gefahren. Bei seinem aktuellen Auftrag, das mysteriöse Verschwinden einiger Mädchen aufzuklären, gerät Sir Merrick in eine Falle. Sein Informant wird getötet bevor er ihm den Namen des Drahtziehers nennen kann und die Angreifer entpuppen sich als Vampire. Während Merrick sich nach Kräften wehrt bekommt er unverhofft Hilfe von fünf Straßenkindern. Diese sind wild entschlossen Merrick bei seiner Suche nach den verschollenen Mädchen zu helfen. Als sie die Mädchen schließlich finden und befreien entdeckt Merrick das es sich nicht einfach nur um eine Entführung handelt. Vampire die zusammenarbeiten sind schon selten, aber Menschen die mit Vampire gemeinsame Sachen machen, das gab es noch nie. Bei der Befreiungsaktion erweisen sich die Kinder und Tommy im besonderen als große Hilfe. Der Anführer der Vampire kann zwar entkommen aber Sir Merrick ist entschlossen weitere Nachforschungen anzustellen. Da es Vorerst keine weiteren Spuren zu geben scheint, konzentriert sich Sir Merrick auf den Jungen Tommy der eine deutliche Begabung zur Magie zeigt und bei dem Merrick die Aura eines potentiellen Ritters spürt. Merrick ist fest entschlossen den Jungen zu einem Ritter ausbilden zu lassen, doch dieser will die anderen Kinder nicht sich selbst überlassen. Sir Merrick beschließt die fünf Kinder zu seinen Mündel zu machen und nimmt sie kurzerhand in sein Haus auf. Auf der Straße aufgewachsen fehlen den Kindern die Umgangsformen die sich für Mündel eines adeligen Hauses geziemt, also wird eine Gouvernante für die Kinder gesucht. Nach anfänglichen Zögern erklärt sich Caroline Bristol, eine gute Bekannte von Merricks Tante Dorothy, bereit sich der Kinder anzunehmen. Als zwei der Mädchen während eines Spaziergangs im Zoologischen Garten gezielt angegriffen werden. wird klar, dass die Entführer es nun auf die Kinder abgesehen haben. Caroline, denen die Kinder sehr ans Herz gewachsen sind, beschließt daraufhin Sir Merrick zu unterstützen, selbst wenn dieser es für zu gefährlich hält und ablehnt. Doch Caroline die sich in Merrick verliebt hat, wie er sich ebenfalls in sie, bleibt hartnäckig. Sie erweist sich als eine wertvolle Verbündete die nicht zu unterschätzen ist und ihre eigenen Geheimnisse und Begabungen hat.

Fazit:

Die Geschichte um Sir Merrick und Caroline Bristol, ist interessant und fesselnd. Die Charaktere sind vielschichtig und lebendig. Die anschauliche Erzählweise und die Detailtiefe sorgen dafür das man das Buch nicht aus der Hand legen will bis … – ja bis es zu den Liebesszenen kommt. Werden die „Actionszenen“ im Buch meist auf 3 bis 5 Seiten abgehandelt, so ziehen sich die Liebesakte auf bis zu 10 Seiten hin. Dadurch gewinnt man den Eindruck ein Liebesroman zu lesen, was dem Spannungsbogen abträglich ist und man versucht ist einfach weiterzublättern bis es mit der eigentlichen Geschichte weitergeht. Leider sind im Buch das eine aufs andere mal kleinere Fehler, wie etwa fehlende Buchstaben oder Buchstabendreher. Dies geht zu lasten der Lesefreude.

Wertung:

4 von 5 Punkten

                                                                  von: knoedelchen

Links:

Buchseite beim Verlag