[Rezension] Goon

© Amrun Verlag
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Autor: Bodo Kroll
Verlag: Amrun Verlag
Format: Paperback
Seitenzahl: 274
Erschienen: März 2016
ISBN: 978-3944729756
Preis: 12,90 Euro

von: kris

Bodo Kroll ist ein deutscher Autor aus dem Bereich der Science Fiction, der schon auf einige Veröffentlichungen zurückblicken kann, unter anderen bei der Heftserie „Ad Astra“ aus dem Hary Verlag. Sein neuster Streich „Goon“ erscheint beim Amrun Verlag.

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[Rezension] Mission Hoffnung

Autor: Anja Bagus
Verlag: O’Connel Press
Format: Softcover
Seitenzahl: 147
Erschienen: 2. April 2015
ISBN: 978-3-945227-19-0
Preis: 8,90 Euro

von: Quack-O-Naut

Ok, Frau Æther wagt sich an Science Fiction heran. Also dann mal den Buchdeckel beiseite und los geht’s.

Klappentext
Kriege, Umweltverschmutzung, Raubbau der Ressource. Die Erde stirbt. Und mit ihr die Menschheit. Oder nicht?

Maria und Bruno, zwei irdische Astronauten, entdecken auf einer fernen Welt Artefakte einer anderen Zivilisation. Während sie die Überreste untersuchen, verlieben sie sich ineinander und das Kind, das Maria bald darauf unter dem Herzen trägt, wird zur letzten Hoffnung für die sterbende Menschheit.

Doch dann geschieht das Unglaubliche: Außerirdische erscheinen über der Erde und sind bereit, für das Überleben des Kindes in Marias Bauch, fünfhundert auserwählte Menschen einen Neuanfang auf einer unverbrauchten Welt zu ermöglichen.

Doch wer sollen diese Fünfhundert sein? Wer will sie guten Gewisses auswählen? Welche Pläne verfolgen die Außerirdischen wirklich? Und darf man den Rest der Menschheit einfach seinem Schicksal überlassen?

Für Maria und Bruno beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um Antworten auf all diese Fragen zu finden…

Zum Inhalt:
Maria und Bruno zwei Astronauten die im Auftrag der Weltregierung auf fremde Planeten geschickt werden um dort nach Leben zu suchen, machen auf ihrer letzten Mission eine unglaubliche Entdeckung. Sie finden eine Kuppel welche eine antike Stadt, wie man sie von den Ureinwohnern des Amazonas her kennt, vor der giftigen Atmosphäre des Planeten schützt. In einem Moment der Freude über diese Entdeckung macht Maria den entscheidenden Schritt, welchen sie schon seit langem geplant und vorbereitet hat. Sie verführt Bruno. Ihr Plan ist es von ihm ein Kind zu bekommen.

Am nächsten Tag müssen die beiden zurück zur Erde. Als sie mit dem Schiff den Planeten verlassen entdecken sie mehrere Objekte die von der Oberfläche abheben und sich als Raumschiffe entpuppen. Diese folgen Maria und Bruno den kompletten Rückweg. Ein Außerirdischer namens Eirik nimmt Verbindung mit der Erde auf und verlangt mit den beiden Astronauten zu sprechen, die auf „seinem“ Planeten gelandet sind.

Einige Zeit später, als Eirik, der mit Maria durch die Welt reist um die Menschen kennen zu lernen, von einem Fanatiker getötet wird, kommen zwei weitere Außerirdische auf die Erde und erklären das die Menschheit in zwei Wochen vom Antlitz der Erde getilgt und das „Experiment“ neu gestartet wird. Nur 500 Menschen unter ihnen Maria und Bruno, sollen die Möglichkeit erhalten auf einen anderen Planeten den Fortbestand der menschlichen Rasse zu gewährleisten. Maria und Bruno sollen entscheiden wer zu den restlichen 498 Menschen gehören soll. Eine Entscheidung die nicht leicht zu fällen ist und ein breites Spektrum an Konsequenzen nach sich zieht.

Mein Fazit:
Auf gerade mal 147 Seiten erzählt uns Anja Bagus eine fantastische Science-Fiction Geschichte, welche sich die Schwächen der Menschen zu eigen macht und dabei eine gehörige Portion an Gesellschaftskritik mit sich bringt. Egal ob es um die völlig verdrehten Idealvorstellungen von Mann und Frau, dem Leistungsdruck auf unsere Kinder oder dem verantwortungslosen Umgang mit unserem Planeten geht, hier bekommen diese Themen ihr Fett weg.

Anja Bagus konfrontiert uns mit einer Welt die uns vertraut und sehr oberflächlich gesehen vielleicht sogar erstrebenswert erscheint, doch auf den zweiten Blick alles andere als Wünschenswert ist. Die Menschheit hat trotz ihres Fortschritts und der sogenannten Zivilisation noch immer nicht verstanden wie es richtig geht und was Verantwortung bedeutet.

Unter all der selbst auferlegten Schichten aus Verhaltensregel, Gesetzen und Konventionen die wir zusammengefasst als Zivilisation bezeichnen, sind wir immer noch genau die gleichen selbstzerstörerischen Wesen, die wir immer gewesen sind. Das ganze wird uns in „Mission Hoffnung“ unterhaltsam verpackt, getreu der Devise: „Man muss nur lange genug warten, bis man enttäuscht wird und der Mensch versagt!“

Da stellt sich die Frage was die Menschen tun würden, wenn sie wüssten wie die Konsequenzen ihres Handels aussehen. Und was würde man tun, wenn man die Entscheidung zu treffen hat, wer von den Milliarden auf der Erde lebenden Menschen gerettet werden soll und wer sterben soll, wenn es morgen zu Ende geht. Und genau hier setzt dieses Buch an. Wenn man aus sieben Milliarden Menschen fünfhundert aussuchen soll, die überleben und den Rest dem Tod überantworten soll, wie soll man diese Entscheidung treffen. Die Protagonisten dieses Buches werden mit genau diesen Frage konfrontiert und müssen sich dabei der harten Realität stellen, das persönliche Empfindungen immer eine Rolle spielen werden. Anja Bagus schafft es sehr schön das Dilemma in dem sich die Protagonisten befinden mit deren individuellen Charakteren in Einklang zu bringen und den Leser miteinzubeziehen. So fragt man sich regelmäßig selbst, wie man eine Entscheidung treffen würde.

Würde man rein rational vorgehen und dabei das wichtigste Element der Menschlichkeit, das Herz außen vorlassen, oder würde man dem Herzen nachgeben, aber dabei das Überleben der Menschen in Gefahr bringen. Nimmt man nur die Menschen mit, welche die besten Fähigkeiten haben um das Überleben der Menschheit zu sichern, egal ob man diese Menschen mag oder oder, oder lässt man das Herz die Entscheidung treffen.

Letztendlich treffen die Protagonisten im Buch die aus meiner Sicht einzig wahre und richtige Entscheidung und beweisen damit, was uns Menschen wirklich ausmacht oder ausmachen sollte.

Schlussendlich gesagt „Mission Hoffnung“ weiß zu unterhalten, einzig das Cover ist nicht so meins.

Meine Wertung:
4,5 von 5 Archen

[Rezi] Die Kuppel

Autor: Peader Ó Guilian

Verlag:Random House

Seiten: 448

erschienen: Juni 2012

ISBN: 978-3442268900

Preis: € 9,99

Mir „Die Kuppel“ liegt nun der Auftakt zur Bone World Triologie aus der Feder von Peader Ó Guilin dank Random House nun auch auf deutsch vor. Die Triologie die bereits im englischsprachigen Raum viel Beachtung fand, wird uns in einem schlichten Paperback geliefert.

Zum Inhalt:

Stolperzunge ein junger Krieger wohnt mit seiner Mutter und seinem Bruder in den Ruinen einer alten Stadt . Dabei ist er und sein Bruder Wandbrecher für die Jagd und die Deckung des Fleischbedarfes seines Stammes zuständig. Wobei Stolperzunge im Stamm wieder und wieder wegen seines Stotterns mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Seiner Mutter hat er es zu verdanken, das er noch am leben ist, den die Gesetzes seines Stammes sind hart, gelten Gebrechen als hinderlich und schwach. Auch die Tatsache das Stolperzunge seinen Bruder Wandbrecher bei einem Kampf das Leben gerettet hat, lässt ihm im Stamm kein höheres Ansehen erlangen.

Als eines Tages eine Sphäre vom Himmel fällt und mitten im Stammesgebiet landet, ändert sich das Leben für die Stammesangehörigen unerwartet. Als auch noch eine Frau aus der Sphäre steigt, ist die Verwirrung umso größer. Wandbrecher handelt als erster und erhebt seinen Anspruch auf die vom himmelgefallene Frau. Da er ein hohes Ansehen geniest erhält er keinerlei Widerspruch. Allerdings Wandbrechers Ehefrau Moosherz ist mit der Anschaffung einer Zweitfrau nicht einverstanden und lässt ihren Mann die aufsteigende Wut über seine Entscheidung eindeutig spüren.

Da Wandbrecher sich dem stetigen Streit nicht aussetzen möchte, beschließt er die Himmelsfrau, bei seinem Bruder einzuquartieren. Dieser liegt zu diesem Zeitpunkt aufgrund eines Jagdunfalles ans Bett gefesselt sowieso zu Hause und kann sein Glück kaum fassen, den schließlich hat er ein Auge auf die Himmelsfrau geworfen. Im weiteren Verlauf kommen sich Stolperzunge und Indrani näher, schließlich pflegt sie ihm gesund woraufhin Stolperzunge ihr die Stammessprache beibringt. Dabei erkennt Stolperzunge aber nicht, in welche Gefahr er sich begibt, den die Stammesältesten wollen einen Kranken und Gebrechlichen Krieger nicht länger durchbringen. Aber als ob das noch nicht genug Unruhe ins Leben der Stammesmitglieder bringt, so wächst auch die Angst vor den Wesen, Monstern und Kreaturen die außerhalb der Stadtruine ihr Unwesen treiben. Die Stammesmitglieder werden den Eindruck nicht los, als ob eine Art der Kommunikation zwischen diesen herrscht.

Mein Fazit:

Mit „Die Kuppel“ bietet Autor Peader O Guilin eine Art Future Big Brother an. So hält sich eine hochmoderne, gelangweilte Gesellschaft unter einer Kuppel eine steinzeitliche Gesellschaft zur Unterhaltung. Dabei wird von außen auf fast alles Einfluss genommen. So werden die Wilden immer und immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Indrani spielt dabei eine zwiespältige Persönlichkeit, stammt sie schließlich aus der hochmodernen Welt. Warum sie allerdings in die Steinzeit fällt, bleibt dem Autor sein Geheimnis.

Die Idee die hinter „Die Kuppel“ steckt ist im Sci-Fi Bereich nicht gerade was neues, so findet man Ansätze in den Filmen „Running Man“ oder „Die Truman Show“ wieder. Allerdings ist das Buch solide geschrieben und weist keine Storyklöpse auf. Für alte Hasen ist das Buch nicht unbedingt empfehlenswert, da zu vorhersehbar.

3 von 5 Kuppeln