[Rezension] The Missing, Staffel #01 (Krimi, Serie)

9. Juni 2017

Darsteller: James Nesbitt, Frances O`Connor, u.a.
Studio: Pandastorm
Medium: 2x Blu-Ray:
Laufzeit: 480 Minuten (8 Folgen)
Sprache: Deutsch, Englisch
FSK: ab 16
Erschienen: April 2017
EAN: 4260428050926
Preis: ca. 19,95 Euro

von: Würfelheld

Ab und an lass ich mich von Cover-Werbebotschaften einfangen und zum Konsum verleiten. So war es auch mit dieser britischen Krimiserie, welche mit „Kommissarin Lund“ und „Broadchurch“ verglichen wird. Außerdem reizte dann auch der Gewinn einiger Awards. Na so war der Cocktail komplett und die Silberscheiben wanderten in den Player.

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[Rezension] Leverage – Die komplette Serie (TV Serie)

23. August 2015

Darsteller: Timothy Hutton, Gina Bellman, Christian Kane, Beth Riesgraf, Aldis Hodge
Regie: Dean Devlin, u.a.
Studio: Edel Germany
Sprache: Deutsch
Format: DVD 9 / DVD 5; DD 2.0 + 5.1
FSK: ab 16 Jahre
Anzahl Disks: 20
Laufzeit: 3161 Minuten
Erschienen: Mai 2015
EAN: 4029759103578

von: Quack-O-Naut

Da denkt man, man kennt alle guten Krimiserien und dann bekommt man eine Serienbox in die Hände von der nur der Titel bekannt ist. Und das für mich als Serienjunkie, dass ist peinlich. – Also habe ich mir die Serie „Leverage“ zu Gemüte geführt und war mehr als angenehm überrascht.

Klappentext: 
Nathan Ford, ein ehemaliger Versicherungsdetektiv, erspart seinem Arbeitgeber Millionenzahlungen. Als jedoch sein todkranker Sohn eine lebensnotwendige Operation benötigt, wird er erbarmungslos von der Gesellschaft im Stich gelassen.

Nach dem Tod seines Sohnes beschließt er, die Seiten zu wechseln. Er kündigt und macht sich mit der Beratungsfirma „Leverage Consulting & Associates“ selbständig. Unter dem Deckmantel der Beratungsfirma verbündet sich Nathan Ford mit vier Kriminellen, die jeweils auf einem bestimmten Gebiet herausragende Spezialisten sind.

Seine Mitstreiter im Auftrag der Gerechtigkeit sind das Technikgenie Alec Hardison, die exzentrische Meisterdiebin Parker, der adrenalinsüchtige Martial-Arts-Kämpfer und Waffenexperte Eliot Spender und die attraktive Betrügerin Sophie Deveraux. Der moderne „Robin Hood“, Nathan Ford, muss dafür sorgen, dass dir kriminelle Bande zu einem Team zusammenwachsen. Gemeinsam helfen die fünf mit ihren unorthodoxen Methoden fortan denjenigen, denen das Gesetz nicht mehr helfen kann im Kampf gegen die Reichen und Mächtigen.

Zum Inhalt: 
Vier Meisterdiebe und ein ehemaliger Top-Versicherungsdetektiv sind die Protagonisten in der US-Amerikanischen TV-Serie „Leverage“. Jeder einzelne Charakter verfügt über ein einzigartiges Talent, welches sie zu den besten ihre Fachs macht. Auf Grund ihrer Profession sind sie naturgemäß alle Einzelgänger, werden dann aber von einem schwerreichen Großindustriellen angeworben um Pläne, welche ihm gestohlen wurden, wiederzubeschaffen. Nathan Ford wird, als der einzig ehrliche der Truppe, angeworben um den Wiederbeschaffung zu leiten.

Der Plan geht auf, die fünf bekommen die Pläne in ihre Hände und schließen den Auftrag mit der Übermittlung der Pläne an ihren Auftraggeber ab. Doch anscheinend kommen die Pläne dort nie an und die Bezahlung bleibt aus.

Als alle fünf in einer verlassenen Lagerhalle wieder aufeinandertreffen wird Nathan Ford schnell klar dass sie in eine Falle ihres Auftraggebers gelockt wurden, der sie dort alle mit einer Bombe aus dem Weg räumen will. In letzter Sekunde kann die so ungleiche Gruppe dem Anschlag entgehen und schwört auf Rache. Ihre Rache an ihrem Auftraggeber gelingt und zusätzlich geben sie dem rechtmäßigen Eigentümer die entwendeten Pläne zurück.

Die Spezialisten erkennen dass sie ein gutes Team sind, voneinander profitieren können. Das Gefühl ihre Talente für etwas Gutes eingesetzt zu haben, nämlich der Wiedergutmachung eines großen Unrechts und der Spaß den sie dabei hatten anderen zu helfen, bringt die fünf dazu auch weiterhin zusammenzuarbeiten.

Sie gründen die Firma „Leverage Consulting & Associates“ um all denen zu helfen, denen Unrecht angetan wurde, das Gesetz aber nicht helfen kann. Die Fälle derer sie sich fortan annehmen haben alle eines Gemeinsam, ehrlichen, hart arbeitenden Menschen wurde von skrupellosen Firmen oder Personen auf die eine oder andere Weise schweres Leid zugefügt, konnten sich aber durch Gesetzeslücken und windige Tricks vor der Verantwortung drücken. Wiedergutmachung und Genugtuung ist das, was die „Leverage Consulting & Associates“ ihren Client zukommen lässt.

Mein Fazit: 
Leverage ist eine moderne Version von Robin Hood und seinen fröhlichen Gesellen und erinnert in Zügen stark an die Oceans Thirteen. Wobei Timothy Hutton, Gina Bellman, Christian Kane, Beth Riesgraf und Aldis Hodge in den Hauptrollen dafür sorgen das die Serie ihren eigenen Charakter behält.

Durchweg jeder einzelne Charakter hat seine Stärken, aber auch Schwächen die sie menschlich und durchweg sympathisch machen. Jeder für sich eher mäßig erfolgreich, macht die Kombination dieser Talente ein unschlagbar gutes Team aus den Fünfen.

Die Fälle, welcher sich die Gruppe annimmt, sind für die betroffenen Klienten niederschmetternd, dabei aber nicht völlig aus der Luft gegriffen, so dass der Serie die Glaubwürdigkeit erhalten bleibt. So dürfte jeder Zuschauer die eine oder andere Version eines oder mehrerer Begebenheiten entweder selbst kennengelernt haben, wenn auch nicht so brutal, oder aber aus den Medien von ähnlichen Skandalen und Betrügereien informiert Wind bekommen haben.

Was immer wieder nett rüberkommt sind die kleinen Schwächen und Sticheleien der einzelnen Charaktere, welche in der Kombination mit dem teilweise doch recht sarkastischen Humor der Protagonisten und Nebendarsteller für gute Unterhaltung sorgt. Die komplette Serie umfasst 77 Episoden die auf insgesamt 20 DVDs gepresst zu einem nach Hause kommen.

Wer gerne Krimiserien schaut bei denen der Böse eins auf die Nase bekommt, skurrilen Humor und Charaktere mit Ecken und Kanten mag, der wird mit „Leverage“ gut bedient sein. Mir persönlich hat die Serie wirklich gut gefallen, dabei habe ich kaum gemerkt wie schnell die Zeit vergangen ist. Ein sicheres Zeichen dafür das ich gut unterhalten wurde und die Serien für Kurzweil sorgt. Ich bin einfach nur froh dass ich diese Box in die Finger bekommen habe, andernfalls wäre mir unterhaltungstechnisch wirklich etwas entgangen.

Meine Wertung: 
4 von 5 Betrugsfälle


[Rezension] The Team – Staffel 1 (TV Serie)

19. Mai 2015

Darsteller: Lars Mikkelsen, Jasmin Gerat,
Veerle Baetens, Carlos Leal, Nicholas Ofczarek
Studio: Edel Germany
Sprache: Deutsch
Format: DVD
Anzahl Discs: 4
FSK: 16
Laufzeit: 503 Minuten
Erschienen April 2015
EAN: 4029759102038

von: Quack-O-Naut

Wenn es um europäische Kriminalfilme und Serien geht, so haben neben den Engländern meist die skandinavischen Länder ein Händchen dafür, so war ich dieser Serie gegenüber nicht abgeneigt. Also Silberling in den Player und ab dafür.

Klappentext:
Kriminalität macht nicht an Grenzen Halt. Aus diesem Grund wurde ein Joint Investigation Team gegründet. Harald Bjørn (Lars Mikkelsen) aus Dänemark, Jackie Mueller (Jasmin Gerat) aus Deutschland und Alicia Verbeek (Veerle Baetens) aus Belgien ermitteln europaweit und bekommen es dabei mit Terrorismus, Drogen- und Waffenschmuggel, Korruption, Auftragsmorden und Menschenhandel zu tun.
Als in Dänemark, Deutschland und Belgien drei Frauen brutal und nach dem gleichen Muster ermordet werden, scheint schnell klar zu sein, dass es sich um denselben Täter handelt. Doch dann stellt das Team eine Verbindung zu einem vierten Mordfall her, der sechs Jahre zurückliegt. Und es sieht so aus, als stünden noch mehr Leben auf dem Spiel. Sehr viele mehr. Ihre Suche nach der abscheulichen Wahrheit führt sie in Abgründe von Tod und Zerstörung und fordert hohe persönliche Opfer.
Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der die Ermittler quer durch Europa führt und auf die Spur einer international weitverzweigten Verbrecherorganisation bringt.

Zum Inhalt:
Kurz aufeinander folgend, werden drei Prostituierte in Berlin, Antwerpen und Kopenhagen ermordet und zwar alle auf dieselbe Art und Weise. Für die Ermittlungsbehörden ist klar, dass es sich um einen Europa agierenden Serienmörder handeln muss. Um den Täter dingfest zu machen, stellt Interpol eine „Joint Investigation Team“ zusammen. Diese besteht aus dem dänischen Hauptkommissar Harald Bjørn (Lars Mikkelsen), der belgischen Ermittlerin Alicia Verbeek (Veerle Baetens) und der deutsche BKA Kommissarin Jackie Mueller (Jasmin Gerat). Nicht unbedingt die beste Zusammenstellung, denn Jackie Mueller und Harald Bjørn kennen sich mehr als nur von einem gemeinsamen Fall. Die beiden hatten ein Verhältnis vor einigen Jahren, was das jeweilige Privatleben der beiden belastet. Da bleiben Spannung und Ärger mit den Ehepartnern nicht aus, als diese vom erneuten Zusammentreffen und der engen Zusammenarbeit der Beiden erfahren. Aber auch Alicia Verbeeck hat es nicht einfach. Ihre Chefin ist korrupt, hält nichts von Verbeeck und setzt ihr eine Laus in Form eines verhassten Kollegen, der Frauen als Ermittler für einen Fehler hält, in den Pelz um sie zu sabotieren. Bei ihren Ermittlungen, die sie an verschiedene Lokationen in Europa führen, kommen die drei Ermittler dem international tätigen Verbrecher Marius Loukauskis auf die Spur. Der entpuppt sich im weiteren Verlauf als kriminelles Schwergewicht der ganz besonderen Art.

Mein Fazit:
Wenn ich am Anfang noch gedacht habe:“Yippi endlich mal eine geniale Idee, ein Ermittlerteam quer durch Europa ermitteln zu lassen und Schwung in das Genre zu bringen!“, ist genau der nicht vorhanden.
Die Handlung schaffte es einfach nicht wirklich Fahrt aufzunehmen, denn immer wenn das Ganze Fahrt aufnehmen sollte, war die Luft schwupps wieder raus und die Story lag mit einem Platten am Straßenrand und wartete auf den Pannendienst. Es gab keine Szene die ich als actionlastig bezeichnen könnte, höchstens als „nicht langwierig“. Die Phasen dazwischen wollte man mit dem Versuch nutzen, den Charakteren Tiefe und Leben einzuhauchen, doch das hat nicht funktioniert und meistens nur für Kopfschütteln gesorgt. Teils zu abstrus waren die Lebensgeschichten der Hauptdarsteller bzw. deren Angehörigen. So wirken die Charaktere auch nach der achten Folge noch immer Hölzern. Es gelang einfach nicht eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. Wenngleich es sich bei den Hauptdarstellern um verdiente Schauspieler handelt, welche in anderen Produktionen geglänzt haben, so machten sie bei „The Team“ eher den Eindruck als wüssten sie nicht wie man eine Rolle zum Leben erweckt.
Was mich bei „The Team“ zudem geärgert hat, ist diese planlos wirkende Ermittlung. Die Spuren und Beweise fallen den Dreien eher zufällig in die Hände als durch logisch nachvollziehbare Ermittlungsarbeit. Dazu passt dann auch das unsere Ermittler, egal an welchem Ort sie sich gerade befinden, stets den besten Handyempfang haben, enorme Datenmengen in der Zeitspanne eines Wimpernschlags ausgetauscht werden können und ein Computer wie in Grimms Märchen alle Fragen beantworten kann, wenn man nur ein paar Bilder hochlädt und einmal die Maus hin und her bewegt. Da lässt der Realismus zu wünschen übrig. Da fühlt man sich in einer ansonsten sehr humorlosen Produktion, die nicht mal einen einzigen dummen Spruch beinhaltet, veralbert.
Was mich an „The Team“ aber wirklich genervt hat ist der Umstand, dass eine an sich wirklich sehr gute Idee, nämlich ein international besetztes Ermittlerteam einen in ganz Europa mordenden Irren auf die Fersen zu heften getötet wird. Die Grundidee hatte aus meiner Sicht großes Potenzial, welches leider verschenkt wurde. Da hilft es auch nicht den Bösewicht Marius Loukauskis zu einem Superschurken im Sinne eines „Ernst Stavro Blofeld“ zu stilisieren. Solche Super-Schurken sollte man besser James Bond überlassen.

Doch bei allem Gemecker hat „The Team“ auch seine guten Seiten. Zum einen wie eingangs erwähnt die sehr gute Grundidee, aus der was hätte werden können. Zum anderen die großartigen Aufnahmen von den Drehorten, gerade die Szenen in den Bergen wirken sehr beeindruckend.

Meine Wertung:
2 von 5 Schurken


[Rezension] Code 37 – Staffel 1 (TV Serie)

20. März 2015

Darsteller: Marc Lauwrys, Michael Pas, Vaerle Baetris, u.a.
Regie: Jakob Vanbruggen, Jan Mattheys, u.a.
Studio: Edel Germany GmbH
Sprache: deutsch
Format: Dolby, PAL, 16:9
Anzahl Disks: 2
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: 603 Minuten
Erschienen: Jan. 2015
EAN: 4029759101550

von: Würfelheld

Krimiserien schaue ich nicht erst seit dem der deutsche Markt mit englischen und skandinavischen Serien überschwemmt wird, wobei da sehr gute drunter gewesen sind. Nein, für mich muss es einfach passen, da heißt es dann die ersten zwei drei Folgen einfach checken. So auch bei Code 37 welche mir in die Hände gefallen ist bzw. auch auf ZDF Neo zu sehen ist.

Klappentext:
Das Team von Kriminalkommissarin Hannah Maes (Veerle Baetens) beim Dezernat für Sexualdelikte im belgischen Gent bekommt es mit den dunkelsten Seiten menschlicher Abgründe zu tun. Von Inzest und Vergewaltigungen bis zu Kinderpornografie und HIV-Infektionen an Porno-Sets müssen die Ermittler immer wieder Fälle untersuchen, die unter die Haut gehen. Dass die ebenso attraktive wie unkonventionelle Chefin neu mit an Board ist und mit ihrer Art die drei männlichen Mitarbeiter immer wieder vor den Kopf stößt, macht die Sache nicht leichter. Zumal Hannah in Gent auch in eigener Sache ermittelt. Vor acht Jahren wurde sie Zeugin, wie ihre eigene Mutter zuhause brutal vergewaltigt wurde – und sie hat sich geschworen, den Täter zur Strecke zu bringen.

Zum Inhalt:
Die erste Staffel beinhaltet 13 Folgen die sich um das Team von Kriminalkommissarin Maes drehen. Folgende Episoden sind vorhanden:
– Sexsüchtig
– Sehen und gesehen werden
– Die Jungfrau
– Vater und Tochter
– Homevideo
– Geheime Spiele
– Im Park
– Infiziert
– Kinderstars
– Reife Liebe
– Der Tennislehrer
– Das Petruskreuz
– Der Sohn

Maes stößt als Leiterin zur Einheit „Code 37“, welches die staatsanwaltschaftliche Abteilung für sexuelle Straftaten ist. Die Ankunft von Maes sorgt bei ihren männlichen Kollegen nicht gerade für Begeisterung. Allerdings kann die Kommissarin sich durchsetzen und zeigen was sie auf dem Kasten hat. Dies ist aber nicht das einzige was Hannah immer wieder beschäftigt, so wühlt sie auch immer wieder in ihrer eigenen Vergangenheit und dem Fall ihrer Mutter, die vor einigen Jahren vergewaltigt wurde, herum um den Täter zur Strecke zu bringen. So entsteht nach und nach ein tieferer Einblick in das Leben der Protagonisten und man merkt dass neben den Einzelfällen auch ein gewisser Zwischenmenschlicher Aspekt eine Rolle spielt.

Mein Fazit:
Die einzelnen Folgen zeigen das ganze Spektrum der Abscheulichkeiten, womit sich Staatsanwaltschaft und Ermittlungsbehörden beschäftigen müssen, sehr gut auf. Die Charaktere und deren zwischenmenschlichen Beziehungen und Abneigungen kommen sehr gut rüber und man merkt dass die Schauspieler in ihren Rollen aufgehen.
So kann man eindeutig festhalten, dass „Code 37“ beweist, dass gut gemachte Krimiserien nicht nur aus England oder Skandinavien kommen.
Allerdings ist die Thematik nicht unbedingt neu, denn so läuft seit Jahre bereits „Law & Order“ mit all seinen Ablegern. Aber das schmälert „Code 37“ in keinster Weise. Für mich ist klar, ich werde am Ball bleiben und mir die nächste Staffel auch reinziehen.

Meine Wertung:
4 von 5 Ermittlungsakten


[Rezension] Inspector Morse 1 (TV Serie)

18. Februar 2015

Studio: Edel Germany
Darsteller:
John Tawn, Kevin Whately, u.a.
Medium:
4 DVDs, RC2
Laufzeit: 410 Minuten
Erschienen: Sep. 2014
FSK: ab 12 Jahren
Sprache: English
Untertitel: Deutsch
EAN: 4029759096771

von: QuackOnaut

Wer mag sie nicht, britische Kriminalfilme/Serien. Heutzutage dürften die meisten wohl mit dem Namen „Barnaby“ etwas anfangen können, doch wer kennt Morse?! – Ich muss gestehen das ich zuerst nichts damit anfangen konnte als ich die Box mit der ersten Staffel in den Händen hielt. Was es mit Morse auf sich hat und was mich in der ersten Staffel erwartete, könnt ihr hier lesen.

Klappentext:
Oxford, 1987 – DI Endeavor Morse (John Thaw) ist ein richtiger Eigenbrötler: Er liebt Bier, einen guten Scotch, Kreuzworträtsel und Wagner. Weitere Leidenschaften: penibles Aufspüren von Rechtschreib- und Grammatikfehlern, sowie das Aufklären höchst komplizierter Verbrechen. Mit seinem gutmütigen Assistenten Detectiv Sergant Lewis (Kevin Whately) an der Seite klären sie auf charmant antiquierte Art im malerischen Oxford Kriminalfälle auf.

Zum Inhalt:
Die erste Staffel beinhaltet insgesamt vier Kriminalfälle in Spielfilmlänge.

Im ersten Teil, der den Titel „Die Toten von Jericho“ trägt, wird es für Morse direkt persönlich. Anna Staveley, eine Kollegin aus dem Chor in dem auch Morse singt und in die er sich verliebt hat, wird eines Tages erhängt in ihrer Wohnung aufgefunden. Zunächst sieht es nach Selbstmord aus und seine Kollegen wollen es auch darauf beruhen lassen, doch Morse selbst kann sich nicht vorstellen das Anne sich das Leben genommen hat. Entgegen dem Rat seiner Kollegen stellt er Nachforschungen an und erhält dabei immer mehr Hinweise, die einen Selbstmord unwahrscheinlich machen. Morse ist fest entschlossen die Wahrheit hinter dem Tod aufzudecken.

„Die Stille Welt des Nicholas Quinn“ ist der Titel des zweiten Falls, indem Morse und Lewis ermitteln. Nicholas Quinn ist ein Mitglied des Prüfungsausschusses an der Oxford University. Er ist ein Ordnungsfanatiker, gewissenhaft und bedingt durch seine Taubheit, ein recht guter Lippenleser.
Eines Tages wird er, nachdem er einen Verdacht bzgl. des Verkaufs von Prüfungen eines Kollegen gegenüber erwähnt, vergiftet in seinem Haus aufgefunden. Morse ermittelt, doch als der Kollege, welchem Quinn seinen Verdacht mitgeteilt hat ebenfalls ermordet aufgefunden wird, scheint er in einer Sackgasse festzuhängen. Je mehr Morse sich in die Ermittlung reinhängt desto verworrener wird das Ganze. Wie kann es sein das ein Mann der nachweislich bereits Tod war, Stunden später mit seinem Wagen das Universitätsgelände verlässt.

In „Eine Messe für alle Toten“ bekommen es Morse und Lewis es mit einem Seriennörder zu tun, welcher nach und nach verschiedene Mitglieder einer Kirchengemeinde auf brutale und grausame Weise ermordet. In kurzer Zeit gibt es bereits fünf Tote. Fünf Menschen die nicht nur durch den Umstand dass sie derselben Kirchengemeinde angehören miteinander verbunden sind. Morse und Lewis müssen sich beeilen, denn wie es scheint will der Täter auch die restlichen Kirchgänger ermorden.

„Der Wolvercote-Dorn“ ist der Bestandteil einer antiken und unglaublich wertvollen Gürtelschnalle. Anlässlich zur Eröffnung einer Ausstellung reist eine Gruppe von sehr wohlhabenden Amerikanern an. Eine der Touristinnen, Laura Poindexter, ist im Besitz eben dieses Dorns, welchen sie dem Museumsdirektor für die Ausstellung überlassen möchte, so dass die Gürtelschnalle wieder komplett ist. Als die Reisegruppe zu einer Wanderung durch Oxford aufbricht, bleibt Laura Poindexter aufgrund von Beschwerden lieber im Hotel mit der Absicht sich hinzulegen und ein Mittagsschläfchen zu halten. Als Ihr Mann nach dem Spaziergang an die Tür ihres gemeinsamen Zimmer klopft um eingelassen zu werden, öffnet sie die Tür nicht. Er lässt sich vom Portier die Tür aufschließen und gemeinsam entdecken sie die Leiche von Laura Poindexter. Morse und Lewis werden mit dem Fall beauftragt. Als Todesursache wird ein Herzinfarkt von einem in der Nähe befindlichen Arzt diagnostiziert und auch der Gerichtsmediziner bestätigt dies als Todesursache. Nur warum ist dann der Schmuck inkl. des Dorns verschwunden. Morse wittert das hier mehr hinter steckt und beginnt die Teile des Puzzles zusammen zu setzen.

Main Fazit:
Typischerweise sind britische Kriminalserien weder sehr actiongeladen noch schnelllebig. Meist geht es eher gemütlich zur Sache, die Handlung wird aufgebaut und der Zuschauer kann gemütlich verfolgen wie der Fall aufgeklärt wird. Auch Morse macht sich dieses Schema zu Eigen und kann dadurch sehr gut unterhalten. Morse ist ein schrulliger, eigensinniger Eigenbrötler von einem Ermittler der gerne trinkt, viel zu laut Musik hört und sich um Konventionen nicht schert, aber genau das macht ihn zu einem Original der in seinem Job sehr gut ist.
Wer die Serie nicht kennt mag jetzt vielleicht mit dem Statement ankommen: „Ah, das ist ein Abklatsch von Barnaby!“ – Falsch, den Morse stammt aus dem Jahre 1987 und ist damit wohl eher der Vorfahr der weltweit bekannten Barnaby Reihe. Morse war zu seiner Zeit nicht weniger bekannt und wurde ebenfalls weltweit ausgestrahlt, sogar in der damaligen DDR was an sich schon ein Novum darstellt. Und tatsächlich braucht sich Morse nicht zu verstecken denn Morse kann auch heute noch sehr gut unterhalten.
Die mir vorliegende erste Staffel ist mit englischer Tonspur und deutschen Untertitel was es erforderlich macht entweder mitzulesen oder ganz genau hinzuhören, doch das schmälert in keinster Weise den Krimigenuß, ganz im Gegenteil es hat sogar Spaß gemacht. Natürlich kann man Morse auch in der komplett deutschen Übersetzung bekommen.

Meine Bewertung:
4,5 von 5 Pints.


[Rezension] Varg Veum (TV Serie)

24. November 2014

Darsteller: Trönd E. Seim, Blörn Floberg, Kathrine Fagerland
Regie: Ulrik I. Ralfsen, Erik Richter Strand, Morien Tyldum, Alexander Elk
Studio: Edel Germany
Sprache: Deutsch, Norwegisch
Format: DVD, Dolby, PAL
Anzahl Disk: 3
Laufzeit: 527 Minuten
FSK: 16 Jahre
Erschienen: November 2014
EAN: 4029759096504

von: Würfelheld

Varg Veum sagte mir vom Titel her erst einmal nichts, aber eine kurze Recherche zeigte schnell, das die Serie ihren Ursprung in einer Romanserie von Gunnar Staalesen hat und eher unter dem Namen „Der Wolf“, zu mindestens im deutschen Sprachraum, bekannt ist.

Klappentext:
Hartnäckig, unangepasst und dickköpfig – das ist Varg Veum. Als Privatdetektiv ermittelt er in komplizierten Fällen, auf eigene Faust und der örtlichen Polizei immer einen Schritt voraus. Im Notfall kann er sich jedoch auch auf die Unterstützung von Kommissar Hamre, mit dem ihn eine Art Hassliebe verbindet, verlassen. Das private Glück hat Varg Veum in der Beziehung zu seiner hübschen Freundin Karin gefunden, doch die Idylle ist nicht nur durch seine gefährliche Arbeit gefährdet. Immer wieder wird er auch von dunklenKapiteln seiner Vergangenheit eingeholt …

In den sechs packenden norwegischen Thrillern, bekommt es Varg Veum mit brutalen Morden, einem Anschlag auf ein Rüstungsunternehmen, skrupellosen Menschenhändlern und einem düsteren Rachefeldzug zu tun und setzt alles daran, die Täter zu überführen. Als schließlich sogar Vargs Freundin und ihr ungeborenes Kind in Gefahr geraten, muss er eine folgenschwere Entscheidung treffen …

Zum Inhalt:
Varg Veum ist ein ehemaliger Sozialarbeiter, welcher durch einige Erlebnisse den glauben an die Gesellschaft verloren hat. Von seiner Frau geschieden und sich von der Gesellschaft selbst abgrenzend, ertränkt er seinen Kummer im Alkohol. Erst durch seine Beziehung zu einer Frau findet er ins Leben zurück und beginnt seine wahren Talente, sein kriminalistisches Gespür und seine gute Menschenkenntnis zu nutzen und arbeitet fortan als Privatdetektiv.

Er ist schroff, unangepasst und verfährt nach der Devise: „Der Zweck heiligt die Mittel!“, wodurch er bei seinen Ermittlungen stets die Grenze der Legalität überschreitet. Bei seinen Ermittlungen kreuz Varg immer wieder die Wege der Polizei in Form von Kommissar Hamre. Die beiden Männer verbindet dabei eine sehr merkwürdige Freundschaft. Von Respekt für die gegenseitigen Fähigkeiten und Charakterzüge geprägt, sind die Methoden des jeweiligen dem anderen zu wieder. Doch letztendlich bringen Vargs eigenwilligen Ermittlungsmethoden Erfolge und Hamre kann den eigenwilligen Detektiv dabei tatkräftige Unterstützung liefern.

Bei den Fällen die Varg „übernimmt“ handelt es sich meist um besonders abscheuliche Gewaltverbrechen, wobei er einen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele bekommt.

Diese Box enthält sechs Fälle, welche sich um altbekannte Themen wie Mord, Drogenmissbrauch, Kleinkriminalität und organisiertes Verbrechen drehen.

Mein Fazit:
Skandinavische Krimis, ob als Buch oder Film erfreuen sich ja seit Jahren extremster Beliebtheit. Varg Veum hinterlässt bei mir allerdings die Frage „Warum bloß“, denn diese Serie konnte mich einfach nicht in Ihren Bann ziehen, sei es zum einen das man immer das Gefühl hatte „kenne ich bereits aus …“ oder ob es an den unterschiedlichsten Stilrichtungen der Regisseure lag, kann ich noch niemals genau sagen. Allerdings spielt diese Serie extrem mit Altbekannten Elementen, wie etwa einer düsteren Hafenstadt – das kennt man schon aus Schimanski – oder den gescheiterten Protagonisten der Alkohol zu sich nimmt als Privatdetektiv arbeitet und der Polizei immer über den Weg läuft – mh das kennt man teils aus den unterschiedlichsten US Serie wie etwa „The Mentalist“.

Schauspielerisch werden zwar durchweg gute Leistungen abgeliefert, auch die Charaktere sind glaubhaft, jedoch versteht die Handlung nicht den Zuschauer mitzureißen. Ein richtige Spannungsbogen will sich einfach nicht aufbauen.

Durch den Einsatz unterschiedlicher Regisseure findet ein wilder Bild- und Stilmix statt, der eine einheitliche Linie einfach nicht zustande kommen lässt und das ging mir auf den Keks.

Varg Veum zeigt mir, das nicht alles Gold ist was aus skandinavischen TV Studios nach Deutschland schwappt. Schade! Ich habe mehr von der Serie erwartet.

Meine Bewertung:
2 von 5 Wölfen