[RSP-Karneval] Was gab es hier zu essen? (März 2019)

Clawdeen hat letztlich den März-Karneval gestartet. In diesem geht es um „Essen“. Nein nicht die Stadt im Ruhrgebiet, welche den meisten Spielern durch die jährlich stattfindenden Internationalen Spieltage ein Begriff sein sollte, sondern um das was wir uns am Spieltisch oder unsere Charaktere während der Abenteuer so in den Rachen stopfen. Das kann, so rein aus Erfahrung, doch eine Menge merkwürdiges und kurioses Zeugs sein.

Direkt vorweggeschoben, dies wird KEINE Ernährungsberatung. Ich habe mir überlegt, das ich diesen Artikel dafür nutze Euch einmal meine Artikel rund um „Essen“ zusammenzustellen, so dass man alles auf einen Blick hat. Also ab ins Gemüsebeet.

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[Rezension] Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst

Autor: Patzy Llaleena
Verlag: Zauberfeder Verlag
Format: Gebunden
Seitenzahl: 104
Erschienen: 2014
ISBN-13: 978-3-938922-42-2
Preis: 19,90 €

von: QuackOnaut

Nachdem ich aus dem Zauberfeder Verlag schon das offizielle Kochbuch zu Game of Thrones und „Viele Köche verbessern den Brei“ hatte, wollte ich es mir nicht nehmen lassen auch mal einen tieferen Blick in Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst zu werfen. Was man da so kredenzt bekommt, möchte ich Euch mit den folgenden Zeilen näher bringen.

Klappentext:
hier ist das Auge mit: Im Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst illustrieren liebevolle, handgezeichnete Abbildungen die mehr als 50 Rezepte. Darunter finden sich Leckereien für den ersten Hunger (vor zweitem Frühstück und 11-Uhr-Imbiss), warme Gerichte, um über den Tag zu kommen, Süßwaren zur Abrundung und verschiedene Appetithappen für zwischendurch.

Mit diesem Kochbuch ist der Leser also jederzeit auf überraschende Besuche von Zwergen und Zauberer vorbereitet und kann ihnen blindlings in gefährliche Abenteuer folgen … nach einer ausgiebigen Mahlzeit!

Zum Inhalt:
Wirft man einen Blick auf das Cover dieses kompakten Kochbuches, blickt man auf das Konterfei eines Halblings. Mit seiner Kochmütze, dem Halstuch und der Küchenschürze, wirkt unser Halbling als käme er gerade von einer kulinarischen Entdeckungsreise quer durch Frankreich zurück. Die Illustration wirkt in Kombination mit dem restlichen Cover schon fast Märchenhaft, was dem Ganzen weniger den Charakter eines Kochbuchs sondern vielmehr dem eines Märchenbuchs verleiht. Dieser Eindruck wird sogar noch verstärkt, wenn man durch die Seiten des Buches blättert. Die liebevollen Illustrationen zu den Rezepten und Gerichten, sowie die gewählte Schrift sorgen für ein Flair von liebevoll gestaltetem Kinderbuch. Doch das ist nicht negativ gemeint. Im Zusammenspiel mit den Gerichten bzw. Rezepten entfaltet das Design seine volle Wirkung. Wo wir gerade bei den Rezepten sind, so wurden hier nicht weniger als 50 Stück zusammengetragen. Sehr viele der Gerichte wird der ein oder anderen sicherlich schon gekostet haben, aber das ist ok. Es sind alles grundsolide Gerichte, welche nicht schwer zuzubereiten sind und eigentlich jedem schmecken sollten. Doch ich presche etwas vor. Also alles zurück auf Anfang.
Nach dem Aufschlagen erwartet uns nach den Verlagsinformationen das Inhaltsverzeichnis. Hier können wir uns einen ausführlichen Überblick über das verschaffen was uns in diesem Kochbuch erwartet. Dabei fällt direkt auf, dass die Gerichte in vier Gruppen eingeteilt sind. Dabei wurden für die Gruppenüberschriften sehr liebevoll formulierte Umschreibungen für Frühstück, Mittag & Abendbrot, Desserts und Snacks gewählt.
Nach dem Inhaltsverzeichnis kommt das Vorwort mit der sehr passenden Überschrift „Von der schönsten Kunst – übers kochen!“ Wer bis jetzt noch nicht die rechte Lust gehabt haben mag dieses Kochbuch zu durchstöbern oder zu kochen, wird es spätestens nach diesen motivierenden Zeilen nicht abwarten können einige der Gerichte zu kochen.
Nach den Vorwort geht es direkt mit der ersten der eingangs erwähnten Kategorien los, dem Frühstück. Sehr nett gemacht gibt es hier, wie zu jedem Kapitel einen entsprechenden Einleitungstext, der sich ein wenig so ließt als wenn sich unser Halbling vom Cover für ein bevorstehenden Abenteuer stärken möchte. Wie schon erwähnt macht das gesamte Buch den Eindruck eines Märchens und so wird diese Philosophie auch bei den Rezepten selbst umgesetzt. Das Schriftbild erinnert an die Handschrift eines Kalligraphen, die Texte selbst sind von ihrer Formulierung an das Mittelalterliche angelehnt und die phantastischen Illustrationen würzen das ganze. Die Zutaten werden ausführlich aufgelistet und farblich vom übrigen Text abgehoben aufgelistet. Wer jetzt wie ich verwundert den Kopf schütteln mag und sich fragt: „Was zum Gandalf meinen die mit einer dreiviertel kleinen Schüssel als Maßeinheit und wie viel soll das ein?“, dem sei gesagt: „Keine Panik!“ – auf den letzten Seiten des Kochbuchs werden diese Maßeinheiten Gramm genau erklärt. Liest mach sich die Zubereitungsanweisungen durch, wird schnell klar das hier auch auf Leihen geachtet wurde. Die Formulierungen sind zwar an das Mittelalterliche angelehnt, sind aber dennoch gut verständlich und so ausführlich, das wirklich jeder mit dem Rezept zurecht kommen sollte. Wiederum farblich abgesetzt, gibt es zu den Rezepten kleine Anmerkungen, Tipps und Kniffe die zum Gelingen beitragen.

Hat man sich dann durch die ganzen Rezepte durchgekocht, oder zumindest geblättert, bekommen wir noch eine ausführliche Erklärung „zum Dutch oven“ oder „zu den Maßangaben“, so dass wirklich nichts mehr schiefgehen kann. Zu guter Letzt gibt es noch einen Index, in dem man ganz schnell nach Rezepten zu bestimmten Zutaten suchen kann.

Mein Fazit:
Ein kulinarischen Märchen zum miterleben! – Der Zauberfeder Verlag hat mal wieder sein goldenes Händchen für die thematisch passende Umsetzung eines Kochbuchs unter Beweis gestellt. Von der ersten Seite bis zum Index hatte ich den Eindruck in einem Märchen der Ingredienzien entführt worden zu sein. Die ausgewählten Rezepte sind grundsolide und die wenigen die ich ausprobiert habe, konnten mich allesamt überzeugen.
Die großartigen Illustrationen, die gewählte Sprache und die vielen liebevollen Details bis hin zu den Maßangaben erzeugen eine wahrhaft märchenhafte Atmosphäre.

Das Buch eignet sich auch sehr gut als Dekoration und Blickfang in der Küche. So mache meiner Gäste haben das Buch in die Hand genommen darin geblättert und mich gefragt wo ich es her habe. Da vielen Aussagen wie: „ cool, …. ist ja irre …, hey das muss ich auch haben ….“ und der gleichen!

Meine Wertung:
5 von 5 „Herren der Servierten(ringe)“

[Rezension] Viele Köche verbessern den Brei – Interkulturelles und interreligiöses Kochbuch

Autor: Christiane Strobach
Verlag: Zauberfeder Verlag
Seitenzahl: 104
ISBN 13: 978-3-938922-07-1
Preis: 19,90 €

von: QuackOnaut

Der Volksmund sagt: „Viele Köche verderben den Brei!“ Das dem nicht so ist, bzw. das viele Köche etwas Außergewöhnliches auf die Beine gestellt bekommen, möchte das Schullandheim Burg Nordek mit einem interessanten Buchprojekt unter Beweis stellen.

Klappentext:
Dieses Buch nimmt Sie mit auf eine kulinarische Rundreise durch drei Kontinente: Die Elfenbeinküste empfängt Sie mit knusprig gegrilltem Fisch und frittierten Bananen in würziger Sauce, in Afghanistan liegt der Duft von gebratenem aromatischem Lamm mit Koriander in der Luft, und Deutschland präsentiert sich mit Thüringer Klöße von der deftigen Seite. Dies und mehr erwartet Sie auf unserem Ausflug in die Weltküchen.
Jedes Essen wird Ihnen von einem der Bewohner des Internats Landschulheim Burg Nordeck serviert, die für dieses Buch ihre Geheimrezepte aus aller Welt zusammenbrachten. Viele aufschlusseiche Hintergründe, Geschichten und Anekdoten kommen mit auf den Tisch, und die Unterteilung nach christlichen, jüdischen und muslimischen Speisegesetzen erlaubt es, die Rezepte authentisch nachzukochen. Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken der Vielfalt, die daraus entsteht!

Zum Inhalt:
Nach einer kleinen Danksagung geht es direkt mit dem Inhaltsverzeichnis weiter welches in verschiedene Rubriken unterteilt ist.
Die Rubrik Herzlich Willkommen macht den Anfang und stimmt den Leser direkt neugierig. In vier Kapiteln wird dem Leser erklärt, was es mit diesem Buch auf sich hat, wie es zu der Idee zu diesem Buch kam, wie Religion in vielen Ländern dieser Welt auch in der Küche eine wichtige Rolle spielt und wie dieses Buch aufgebaut ist. Eine doppelseitige Karte informiert noch über die genaue geografische Lage der Heimatländer der Jungköche und deren Rezepte. Apropos Rezepte, mit denen geht es dann auch direkt weiter. Diese sind in die Rubriken: christliche Rezepte, jüdisch Rezepte, muslimische Rezepte und weitere Rezepte eingeteilt. Dabei gibt es neben dem für Kochbücher obligatorischen Foto des entsprechenden Gerichts, eine Portrait-Zeichnung des Kochs, sowie einige interessante Antworten zu ausgesuchten Fragen. Zu den Rezepten gibt es jeweils einen Text der über die Herkunft, die Tradition und den religiösen Hintergrund des Gerichtes informiert. Zu guter Letzt wird dann das Rezept für das jeweilige Gericht gut strukturiert aufgeführt. Nach den insgesamt 13 Gerichten gibt es noch den Punkt Bibliografie, der neben zahlreichen Web-Links zu weiteren Informationen rund um die Regionen, die regionalen Küchen und den Ländern, auch weiterführende Literatur empfiehlt.

Mein Fazit:
„Quadratisch, Praktisch, Gut!“ – Was eigentlich der Werbeslogan einer bekannten Schokoladenmarke ist, eignet sich sehr gut um dieses Buch zu beschreiben. Die Idee zum diesem Buch finde ich großartig. Zum einen finde ich die gesamte Aufmachung des Buches, die sehr wertig ist, sehr gelungen, zum anderen ist das Buch wirklich praktisch. Sollte ich die Gelegenheit bekommen einmal für Freunde die muslimischen oder jüdischen Glaubens sind zu kochen, habe ich passende Rezepte, die ihren religiösen Erfordernissen entsprechen. So ganz nebenbei lernt man einiges über die Regionen und die Kultur der Menschen und bekommt Rezepte für leckere Gerichte.
Wenngleich das Buch bei einem flüchtigen Blick etwas unscheinbar erscheint, ändert sich dies, wenn man es erst einmal in der Hand hält und näher betrachtet wird. So weist das schokobraune Cover neben den stilistisch schön designtem Titel ein Löffel-Ornamentmuster auf. Beim Blättern fühlt sich das ganze Buch, der gut verarbeitete Einband und das glatte Papier einfach nur gut an. Die appetitlichen Fotos von den Speisen und die nette Präsentation der „Köche“ rundet das ganze ab.
Der eine oder andere mag vielleicht zusammenzucken wenn rund 20 € für ein „nur“ 100 Seiten starkes Kochbuch bezahlen soll. Aber das Buch ist es wert.

Meine Wertung:
5 von 5 Rezeptideen