[RSP-Karneval] Was gab es hier zu essen? (März 2019)

Clawdeen hat letztlich den März-Karneval gestartet. In diesem geht es um „Essen“. Nein nicht die Stadt im Ruhrgebiet, welche den meisten Spielern durch die jährlich stattfindenden Internationalen Spieltage ein Begriff sein sollte, sondern um das was wir uns am Spieltisch oder unsere Charaktere während der Abenteuer so in den Rachen stopfen. Das kann, so rein aus Erfahrung, doch eine Menge merkwürdiges und kurioses Zeugs sein.

Direkt vorweggeschoben, dies wird KEINE Ernährungsberatung. Ich habe mir überlegt, das ich diesen Artikel dafür nutze Euch einmal meine Artikel rund um „Essen“ zusammenzustellen, so dass man alles auf einen Blick hat. Also ab ins Gemüsebeet.

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[Rezension] From the Sands of Dorne – Eine Ergänzung zu A GAME OF THRONES – Das offizielle Kochbuch

Verlag: Zauberfeder Verlag
Autor: Chelsea Monroe-Cassel
Format: gebunden
Seitenzahl: 44
Erschienen: Dez. 2015
ISBN: 978-3938922934
Preis: 9,90 Euro

von: Würfelheld

Vor einiger Zeit erblickte das „A Game of Thrones“ Kochbuch das Licht der hiesigen Welt. Wir hatten uns damals die Zeit genommen und das über 220 Seiten starke Werk genauer angeschaut  und auch das eine oder andere Gericht ausprobiert. So kamen die Gerichte sehr gut an und es macht einfach immer noch Spaß in dieses Werk zu schauen. Nun hat der Zauberfeder Verlag nachgelegt und die Dorne Ergänzung in einem Hardcover nachgelegt.

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„From the Sands of Drone“ Gewinner ermittelt

Ein Gewinnspiel ist vorbei. Somit ist es an der Zeit den Gewinner mitzuteilen.

Der Glückstroll hatte diesesmal keinen einfachen Job, weil zwei der Einsendungen haben sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Schlussendlich aht sich dann aber eine Einsendung durchgesetzt und somit geht das Buch aus dem Zauberfeder-Verlag an:

Adrian K. aus 13*** Berlin

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß!

 

 

Gewinne ein „From the Sands of Drone“

Der WinterOPC befindet sich in der Juryphase und somit ist es Zeit das Jahr 2016 im Bereich Gewinnspiele zu starten. Heute gibt es ein „The Sands of Dorne – Eine Ergänzung zu Game of Thrones – Das offizielle Kochbuch“Dank des Zauberfeder-Verlages zu gewinnen.

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[Rezension] Die Alchemisten (Brettspiel)

Autor: Matius Kotry
Verlag:
Heidelberger Spieleverlag
Spieleranzahl: 2 – 4
Spieldauer: 120 Minuten
Altersfreigabe: 13+ Jahre
EAN: 4015566033146

von: Quack-O-Naut

Was blubbert und brodelt im Zinntopf auf dem Tisch?! – Es ist keine Suppe, kein Brei und auch nicht die Wäsche. Es sind die Zaubertränke die wir in „Die Alchemisten“ zusammenbrauen müssen um herauszufinden welche Elemente sich hinter den Zutaten verbergen. Mit unserer Theorie können wir, sofern wir richtig liegen, Ruhm und Ehre als Alchemist erlangen.

Klappentext:
Ein Quäntchen Alraunenwurzel, eine Rabenfeder … drei Mal gut durchrühren und fertig ist der Trank. Ob ich ihn selbst probieren soll? Lieber nicht. Wozu hat man Studenten?

Willkommen in der Welt der Alchemisten! Experimentiere mit magischen Substanzen, erforsche alchemistische Elemente und verkaufe deine Zaubertränke an Abenteurer. Mit dem Erlös kannst Du Artefakte erwerben, die dir bei deiner Forschung helfen. Publiziere deine Ergebnisse und sichere dir begehrte Drittmittel. Und wenn du schon dabei bist widerlege die lächerlichen Theorien, die deine sogenannten Kollegen veröffentlicht haben.

Bei „Die Alchemisten“ geht es um Strategie, Risikobewertung und Deduktion. Willst du lieber ein Experiment durchführen oder auf gut Gluck publizieren, bevor es ein anderer tut? Wäre es besser, sein Geld in die Unterstützung einer vielversprechenden Theorie zu investieren oder auf ein Artefakt zu sparen? Und ist es wirklich klug, einem axtschwingenden Barbaren einen Trank zu verkaufen, dessen Wirkung man nicht kennt? Nur wer die richtigen Entscheidungen trifft, kann zum größten Alchemisten aller Zeiten werden.

Jede Partie ist anders. Eine kostenlose App (die zum Spielen nicht zwingend notwendig ist) verwandelt dein Tablet oder Smartphone in ein alchemistisches Lesegerät und sorgt für immer neue Spannung. Unterstützte Betriebssysteme: iOS, Android, Windows.

Inhalt:
1 doppelseitiger Spielplan
1 Theorien-Tafel
1 Leistungsschau-Tafel
4 Labor-Sichtschirme
4 Ergebnispyramiden
4 Spieler-Tafeln
6 Abenteuer-Plättchen
2 Konferenz-Plättchen
5 Drittmittel-Plättchen
8 Elementmarker
104 Ergebnismarker
36 Goldmarker
44 Siegel (11 pro Farbe)
6 Widerspruchsmarker
1 Startspielmarker
8 Zutaten-Plättchen
1 Spielleiter-Tafel
40 Zutatenkarten
22 Helferkarten
18 Artefaktkarten
16 Rabattkarten
8 Phiolen aus Plastik (2 pro Farbe)
24 Würfel aus Plastik
1 Block mit Schlussfolgerungstabellen
Behälter für Marker
1 Spielregeln

Die Alchemisten haben es in sich und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Packt man das Spielmaterial aus ist man erst einmal überwältigt um nicht zu sagen eingeschüchtert von der schieren Materialmasse. Doch keine Sorge, alles hat seinen Zweck und einmal im Spiel verliert die Masse an Schrecken. – Grund dafür ist die famose Anleitung doch dazu später mehr.

Die Spielidee:
Würde es nicht „Die Alchemisten“ heißen, könnte auch „Jugend forscht im Mittelalter“ ein passender Titel sein. Denn die Idee hinter dem ganzen ist gleichermaßen genial wie einfach.

Der Spieler muss in seinem Labor aus acht verschiedenen Zutaten, welche jeweils einem unbekannten Element entsprechend zugeordnet sind, Zaubertränke brauen. Auf der Grundlage dessen, was aus der Kombination der Zutaten für Tränke entstehen, muss der Spieler über das Ausschlussverfahren das einer Zutat zugrundeliegende Element bestimmen.

Wer nun denkt: „Toll, sobald es einmal gespielt wurde, weiß der Spieler doch welches Element hinter welcher Zutat steckt!“, der irrt. Denn für jede Runde werden die Zutaten und Elemente neu kombiniert, so dass sich eine enorme Vielzahl an Möglichkeiten ergibt.

So beginnt der Spielleiter hinter einem Sichtschirm vor Beginn jeder Runde damit, die Elemente willkürlich den Zutaten zuzuordnen und kann so später die Ergebnisse überprüfen. Da der Spielleiter leider nicht aktiv am Spiel teilnehmen darf, also selber Tränke brauen und Thesen aufstellen, haben sich die Erfinder des Spiel was ausgedacht. – Anstelle eines Spielleiters lassen wir einfach eine App, welche für iOS, Android und Windows Phone erhältlich ist das ganze übernehmen. So können Puristen auf den Einsatz von technischen Hilfsmitteln verzichten, indem sich jemand bereit erklärt den Spielleiter zu geben, oder aber alle Spielen und lassen eine App das ganze übernehmen. Die Entscheidung liegt bei den Spielern und wie ihr noch sehen werdet, ist das Thema „Entscheidung“ von zentraler Bedeutung im gesamten Spiel.

Ausstattung:
Macht man den Karton auf so fällt direkt auf das der Heidelbär an alles gedacht hat. So liefert der Verlag direkt eine ordentliche Menge an verschließbaren Beuteln mit um die ganzen Marken, welche sich aus den hervorragend produzierten Bögen sehr leicht auslösen lassen, nach dem Spiel aufzubewahren. Was sofort auffällt ist die extrem hohe Wertigkeit mit dem das Spiel produziert wurde, dicker Karton, sehr gute Stanzungen die es ermöglichen die Marker herauszudrücken ohne dabei das Material zu beschädigen. Während man die Marker herauslöst kann man die unglaubliche Detailgenauigkeit mit der die Spielbestandteile designed wurden bewundern.

Spielregeln:
Auf insgesamt 20 großformatigen Seiten wird man in die Regeln von „Die Alchemisten“ eingewiesen bzw. eingeweiht. Dabei bekommt man sehr schnell das Gefühl von der Anleitung an die Hand genommen zu werden und dem ist auch so. Schritt für Schritt werden die einzelnen Punkte eingearbeitet und den Spieler für seine Reise durch die Brauküchen und Hexenkessel vorzubereiten.

Nach einem kleinen Überblick zum Spiel im Allgemeinen werden auch schon die Grundlagen der Alchemie erklärt. Dabei bekommt ihr direkt einen Barcode angezeigt über den ihr die kostenlose App zum Spiel herunterladen könnt um Euer Smartphone oder Tablet als nützliches Utensil für die Spielauswertung verwenden zu können.

Auf einfache, aber sehr liebevoll gestaltete Art und Weise wird der Spieler in die Kunst des Zaubertrankbrauens eingeweiht, dabei erfährt er welche Elemente welche Tränke ergeben und wie man Schlüsse zieht. Das ist außerordentlich wichtig, denn dies ist die Hauptaufgabe eines jeden Spielers. So wird schnell verdeutlicht wie es zu positiven, negativen oder neutralen Tränken kommen kann und wie genau die Auswertung der Ergebnisse sowohl in der Variante mit einem Spielleiter als auch in der App-geführten Variante von Statten geht.

Hat man sich dann entschieden ob mal lieber mit einem Spielleiter oder mit der App spielen will, kommt man auch schon zur nächsten wichtigen Entscheidung. Es gibt den Lehrling oder den Meistermodus. Beide Varianten bieten alle Möglichkeiten des Spiels an, wobei die Herausforderungen für einem Meister natürlich größer sind. So haben seine Handlungen größeren Einfluss und Konsequenzen, was auch dadurch zum Ausdruck kommt das der Spielaufbau ein wenig angepasst werden muss. Daher ist diese Entscheidung vor dem Aufbau des Spiels entscheidend. So müssen dann beim Aufbau bestimmte Seiten von Markern benutzt werden und auch der Spielplan ist anders aufgebaut.

Ist man mit dem Aufbau des Spielplans soweit fertig, muss jeder Spieler sein Labor aufbauen. Dieses besteht hauptsächlich aus dem Sichtschirm, dem Kupferkessel, der Ergebnispyramide und der Schlußfolgerungstabelle. Doch auch einen Spielertafel welche Aufschluss über euer Vermögen und den gebrauten Zaubertränken ist dabei. Eine detaillierte Anleitung erklärt, wie das kompliziert aussehende Labor zusammengebaut wird. Ist man damit fertig, bekommt man die Theorien-Tafel erklärt.

Auf der Theorien-Tafel kann ein Alchemist seine Theorie bzgl. des Zusammenhangs von Zutaten und Elementen anhand seiner Brau-Experiemente hinterlegen. Während die übrigen Mitspieler wiederum ihre Theorien veröffentlichen können oder aber Zweifel an eurer Theorie einreichen können. Erfolgreiche oder widerlegte Theorien haben einen Einfluss auf euren Ruf. Zu Beginn hat jeder Alchemist einen Ruf von 10, durch neue oder Bewiesene Theorien steigt der Ruf, durch widerlegte Theorien, oder durch fälschlich als Fehler deklarierte Theorien nimmt der Ruf ab.

Hat man auch das erfolgreich gemeistert, wird noch schnell erklärt wie die App zu bedienen ist. Auch hier zeigt sich wieder die Weitsicht der Entwickler denn für den Fall das der Akku eines Gerätes erschöpft ist, kann man über den angezeigten Code auf dem Bildschirm ein anderes Gerät nutzen ohne dabei die Elemente wieder neu zu würfeln.

Nun geht es los! – In insgesamt sechs Spielrunden müsst ihr eure Theorien aufstellen, testen und beweisen, bzw. die Theorien anderer Widerlegen. Dazu wird zu Beginn jeder Runde die Spielreihenfolge festgelegt. Spiele die als erstes zum Zuge kommen wollen können ihren Marker bzw. ihre Figur ganz oben in der Reihenfolgeliste platzieren. Das sichert ihnen den ersten Zug zu, verhindert aber gleichzeitig, dass sie entsprechende Unterstützung erhalten. Spieler die lieber auf Nummer Sicher gehen wollen und anderen den Vortritt lassen, dürfen zwar erst als letzte ziehen, bekommen dafür aber in der Runde entsprechende Unterstützung. Dabei darf kein bereits durch einen anderen Spieler belegt werden, auch ist das untere Feld nur für gelähmte Spieler bestimmt.

Ist die Reihenfolge festgelegt muss nun der Spieler, der die letzte bzw. unterste Position in der Reihenfolgen-Liste steht als erstes seine Aktionen festlegen. Dabei platziert er eine seiner Spielwürfel (kleine quadratische Plättchen in der Farbe des Spielers) auf den entsprechenden Feldern der einzelnen Aktionen auf dem Spielplan.

Hat er alle seine Steine (die Anzahl variiert je nach Spielerzahl) gelegt, so bestimmt der nächst höhere in der Rangliste seine Aktionen. Dabei können Aktionen auch zweimal gewählt werden. Hat nun auch der letzte Spieler seine Aktionen festgelegt, so werden die Aktionen nacheinander abgehandelt, wobei der Spieler der an oberster Stelle steht, als erste seine gewählten Aktionen abhandelt. Hat er eine Aktion abgehandelt wird sein Stein vom entsprechenden Feld genommen.
Begonnen wird beim Abhandeln der Aktionen auf dem Spielplan unten rechts in der Ecke und von dort aus im Uhrzeigersinn des Spielplans. Dabei gibt es folgende Aktionen ab Runde 1.

Zutaten sammeln:
Wer Zaubertränke brauen möchte benötigt natürlich auch entsprechende Zutaten. Diese kann der Alchemist im Wald sammeln gehen. Bei dieser Aktion kann der Spieler entweder eine Karte aus der offenen Auslage nehmen, was den Vorteil hat das es sieht, was für eine Zutat er bekommt, er kann also wählen. Oder aber er zieht eine Karte vom Stapel. Da die Auslage nicht sofort aufgefüllt wird, haben es die nachfolgenden Spieler schwieriger und müssen, wenn die Auslage leer ist, sie diese Aktion aber gewählt haben, eine Karte vom Stapel ziehen.

Zutat transmutieren:
Wer dringend Geld benötigt hat die Möglichkeit mit dieser Aktion ein oder zwei Goldstücke zu bekommen, indem er dafür Zutaten ablegt. Je ob er die Aktion ein oder zweimal in dieser Runde gewählt hat. Man bekommt so zwar schnell Gold, jedoch verliert man dabei ein bis zwei Zutaten was die Forschung einschränkt und daher recht ineffektiv ist.

Artefakt kaufen:
Artefakte sind kostspielige aber sehr nützliche Hilfsmittel die dem Spieler einen Vorteil über seine Konkurrenz verleihen. Artefakte sind natürlich rar deswegen sind sie nur in begrenzter Stückzahl zu erhalten, kosten entsprechend und nur alle zwei Runden werden neue Artefakte zum Kauf angeboten (1,3,5), wobei die alten dann aus der Auslage entfernt werden.

Test am Studenten:
Es ist ziemlich unsinnig einen Trank zu brauen ohne ihn zu testen, denn wie soll man herausfinden was er bewirkt wenn er nur in einer Phiole auf dem Regal steht. Da nach einem unsäglichen Tierversuch ein Schwein zu schaden gekommen ist, mussten die Alchemisten auf andere Testsubjekte zurückgreifen und haben für sich die artgerechte Studentenhaltung entdeckt.

Hat man diese Aktion gewählt, so braut man einen Zaubertrank, legt die entsprechende Phiole in die öffentliche Auslage seiner Spielertafel (das ist Pflicht) und lässt den Studenten wagemutig den Trank trinken. Diese Aktion kostet solange kein Gold, bis der Student den ersten negativen Trank probiert und unter dessen Folgen leiden musste. Jeder Spieler der danach die Aktion „Test am Studenten“ wählt, muss ein Goldstück zahlen um den Studenten zu motivieren.

Trank trinken:
Wagemutige Pioniere unter den Alchemisten, welche sich nicht scheuen ein Risiko einzugehen oder einfach nur hoffnungslos pleite sind, probieren den Trank selbst. Das hat den Vorteil das man kein Gold an Studenten abdrücken muss und solange man positive oder neutrale Tränke braut ist das auch alles wunderbar. Hat man aber einen negativen Trank produziert und schlürft das Zeug, kann es verdammt unangenehm werden. Im besten Fall habt ihr den Wahnsinnstrank getrunken der euch einfach nur eine peinliche Nacht und eurer Fehler vergessen lässt. In dem Fall müsst ihr „nur“ einen Rufschaden von einem Punkt hinnehmen. Also -1 auf Ruf.

Habt ihr das unsägliche Glück gehabt den Lähmungstrank zu erwischen, so landet ihr automatisch im Reihenfolgeranking auf dem letzten Platz. Das heißt ihr schleicht den anderen hinterher, verliert aber wenigstens keinen Rufpunkt.

Habt ihr so richtig in die Latrine gegriffen und habt Gift gebraut, so könnt ihr euch glücklich schätzen durch zahlreiche Versuche zu Studentenzeiten ausreichend abgehärtet zu sein, denn ihr überlebt euer Missgeschick. In der nächsten Runde müsst ihr euch erst von der Vergiftung erholen und solltet kürzer treten, daher habt ihr in der Folgerunde einen Aktionswürfel weniger zur Verfügung, der wandert statt auf ein Aktionsfeld auf das Hospitalfeld.

Herzlichen Glückwunsch, ihr habt die erste Runde überlebt und dürft ab sofort weitere Aktionen durchführen, die da wären:

Trank verkaufen:
Wie beim testen der Tränke, also am Studenten oder selbst das Versuchskaninchen spiele, könnt ihr auch Tränke brauen um diese zu verkaufen.

Hier gibt es aber ein paar Besonderheiten zu beachten. Zum einen kostet diese Aktion zwei Aktionswürfel, zum anderen können nur Anzahl der Spieler minus 1 Tränke verkauft werden. Ein Spieler kann diese Aktion in einer Runde also nicht durchführen. Hat sich ein Spieler für einen der maximal drei nachgefragten Tränke entschieden, den er dem Abenteurer anbieten will, so setzt er einen seiner Aktionsmarker aus dieser Aktion auf das entsprechende Feld unter dem jeweiligen Zaubertrank. Dies gibt an das er diese Trank verkaufen will und kein andere Spieler der ebenfalls Verkaufen möchte, kann diesen Trank zum Verkauf anbieten, egal ob der Trank erfolgreich gebraut wurde oder nicht.

Während jede Runde einer neuer Student kommt, diese meist eh bettelarm sind und es nicht wagen würden einem respektablen Alchemisten ein Leid anzutun, verhalten sich Abenteurer unter Umständen anders. Um zu vermeiden das man zu Froschfutter verarbeitet wird oder die Zaubertränke fortan nur noch durch eine Schnabeltasse selbst probieren kann, sollte man mit dem Kunden eine Qualitätsgarantie vereinbaren, damit er weiß worauf er sich einlässt.

Dabei kann ein Spieler aus vier Stufen auswählen, unabhängig davon ob ein anderer Spieler diese Stufe bereits gewählt hat, dazu legt der Spieler seinen zweiten Aktionsstein dieser Aktion auf die entsprechende Qualitätsstufe die da wären:

-> Perfekte Mischung, Farbe und Aufladung entsprechen genau den Erwartungen.
„Vertrauen Sie mir das ist echte Spitzenqualität“

-> Richtige Ladung. Der Trank hat die richtige Ladung aber die Farbe ist falsch.
„Eine kostengünstige Alternative, so gut wie das Original“

-> Neutral, Du hast einen neutralen Trank gebraut.
„Dieser faszinierende Trank wurde in einem echten Labor hergestellt und hat garantiert keine unerwünschten Nebenwirkungen“

-> Falsche Ladung. Der Trank hat die falsche Ladung und die Farbe ist unbekannt.
„Ich kann absolut garantieren, dass es sich nicht um ein leeren Fläschchen handelt

Neben den Qualitätsstufen werden die Preise angezeigt, die man bei erreichen der entsprechende Stufe an Gold bekommt, bzw. da im Voraus gezahlt wird behalten kann. Liegt man mit seinem Produkt unter den versprochenen Ergebnis, so erhält man nur das Gold der entsprechenden Stufe, liegt man über der gewährten Qualitätsstufe erhält man nur das Gold, was der vereinbarten Stufe entspricht. Bei neutralen oder negativen Trank, verliert man einen Rufpunkt.

Rabattaktionen:
Mit dieser Aktion kann man Einfluss auf den Verkauf von Tränken nehmen. Wählen mehr als ein Spieler die Verkaufsaktion, so ziehen diese eine der Rabattkarten und legen sie verdeckt vor sich auf den Tisch. Haben alle Spieler „Verkauf“ als Aktion gewählt haben eine Karte gezogen, so werden diese offen aufgedeckt für jeden Sichtbar platziert. Auf jeder Rabattkarte sind Smileys und Rabatte vermerkt. Liegt man mit seinem Rabattpreis bei 0 oder darunter so kann man keine Garantie anbieten. Die Anzahl der Smileys gibt die neue Reihenfolge bei der Verkaufsaktion an, weshalb die Rabattaktion vor dem eigentlich Verkauf ausgeführt werden muss. Die Anzahl der Smileys ist auch abhängig vom Ruf, je besser der Ruf desto mehr Smileys bekommt man. Allerdings haben Rabattaktionen auch nicht so schöne Auswirkungen denn anstelle von Geld zurück, wird der Ruf geschädigt wenn der Trank eines Spielers nicht den Erwartungen des Käufers entspricht. Auch hier entscheidet die Ruf-Stufe über die Strafen die ein falscher Trank bewirkt.

Theorie publizieren:
Ziel des ganzen Spiels ist es herauszufinden, welches Element sich hinter welcher Zutat versteckt. Um seine Theorien, Vermutungen oder hanebüchenen Behauptungen unters Volk zu bringen, müssen Theorien publiziert werden.

Um eine Theorie zu publizieren nimmt man den entsprechenden Theoriemarker und legt diesen auf das entsprechende Zutatenfeld der Theorien-Tafel. Anschließend nimmt man eines seiner Siegel und legt es verdeckt auf das oberste Siegelfeld der entsprechenden Theorie. Dabei gibt es unterschiedliche Siegel. Die mit einem goldenen Stern bringen bei der Siegauswertung 5 Sterne, mit einem Silbernen drei und dann noch welche wo die drei Trankfarben mit einem Fragezeichen darauf versehen sind. Diese dienen zur Absicherung um Negativfolgen zu vermeiden. Das veröffentlichen einer Theorie kostet Gold weshalb man ein Gold-Stück an die Bank abgibt.

Zu einem Element kann nur immer eine Theorie abgegeben werden. Ist man der gleichen Meinung, so kann man eine Theorie unterstützen. Dafür legt man eines seiner Siegel auf ein entsprechendes Siegelfeld und zahlt sowohl ein Goldstück an die Bank wie ein weiteres an den Spieler der die Theorie veröffentlicht hat.

Ist man anderer Meinung, weil man fest davon überzeugt ist das ein Element zu einer anderen Zutat gehört, so kann man eine Theorie widerlegen. Gelingt dies, so erhält man zwei Rufpunkte, während die Publizisten und Unterstützer dieser Theorie an Ruf einbüßen. Je nachdem ob man die Lehrlings oder die Meistervariante spielt ist das Widerlegen einer Theorie unterschiedlich schwer.

Während es bei der Lehrlingsvariante mittels der App zu beweisen das die Ladung eines Elements nicht der Theorie entspricht, muss in der Meistervariante ein entsprechendes Experiment durch das brauen eines Trankes eine entsprechende Demonstration liefern, was ungleich schwieriger ist.

Drittmittel:
Das Publizieren von Theorien lohnen sich den die Universitäten sind brennend daran interessiert neues Wissen über die Elemente zu erlangen. Veröffentlicht man Theorien zu Ausliegenden Drittmittelkarten, so erhält man entsprechende Unterstützung.

Rundenende:
Am Ende jeder Runde werden die Verdienste der Spiele in Rufpunkten entlohnt.
Der Spieler mit den meisten Siegeln auf der Theorien-Tafel bekommt einen Punkt, ganz gleich ob es Siegel für veröffentlichte Theorien oder nur für Unterstützungen sind. Die Anzahl ist entscheidend. Bei gleichstand bekommt jeder einen Punkt, gibt es keine Siegel auf dem Plan, so wird der Punkt nicht vergeben.

Wer zwei unbenutzte Würfel hat, darf eine Helferkarte ziehen, wer im Hospital liegt bekommt in der kommenden Runde einen Stein für unbenutzte Würfel. Den Abenteurer auf dem Spielplan wird ausgetauscht und es kann mit einer neuen Runde begonnen werden. In Runde 3 und 5 werden die Artefaktkarten ausgetauscht und es findet eine Konferenz statt. Dort erhält jeder der die erforderliche Anzahl an Theorien hat einen Rufpunkt, während die anderen Rufpunkte entsprechend den Angaben verlieren.

Finale Runde:
In der Finalen Runde können die Alchemisten dem Volk zeigen was sie auf den Kasten haben. Hier werden die Aktionen „Trank testen“ und „Trank trinken“ mit der Spielplanfläche „Leistungsschau“ überdeckt. Dabei muss jeder Spieler in der Reihenfolge seines Rankings einen Trank vorführen, wobei bereits vorgeführte Tränke nicht mehr gezeigt werden dürfen. Braut der Spieler den angegebenen Trank, so erhält er einen Rufpunkt, wenn nicht verliert er einen.

Niemand muss an der Leistungsschau teilnehmen, jedoch bringen nicht genutzte Zutaten keine Punkte. Nachdem die Leistungsschau durch ist, werden der Alchemist des Monats gekürt und Helferkarten gezogen, sofern ungenutzte Würfel vorhanden sind.

Siegpunktauswertung:
Die erworbenen Rufpunkte werden zu Siegpunkten, anschließend rechnet man die Siegpunkte der Artefakte hinzu, wobei für einige Artefakte bestimmt Regeln gelten. Jetzt addiert man noch die Siegpunkte der Drittmittel hinzu. Wer Helferkarten besitzt, kann diese in Gold umwandeln, wobei jedes Goldstück den drittel eines Siegpunkts bedeutet.

Die große Enthüllung:
Nun kommt der Moment der Wahrheit. Entweder zeigt der Spielleiter die Elemente/Zutaten Zuordnung oder man klickt in der App auf „Lösung anzeigen“ wodurch das gleiche geschieht.
Ist eine Theorie korrekt erhält man je nach ausgelegten Siegeln zwischen 0 und 5 Siegpunkte die dem Ergebnis hinzugerechnet werden.

Ist die Theorie falsch so bekommt man je nach Siegel zwischen 0 und 4 Siegpunkt abgezogen.

Sieger ist wer die meisten Siegpunkt besitzt.

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Mein Fazit:
Woooow!- Genial! – Was für ein Brettspiel.

Ist man am Anfang alleine schon von der liebevollen, sehr detailreichen Aufmachung des Spiels nahezu erschlagen, so ist man nach dem Auspacken geradezu eingeschüchtert. Die schiere Anzahl an Material führt zu Beginn erst einmal zu einer Reizüberflutung, wird dann aber dank der großartigen Anleitung, die einen an die Hand nimmt und ausführlich durch das gesamte Spiel führt, abgemildert. Die Anleitung ist, wenn man die Komplexität des Spiels bedenkt, der absolute Wahnsinn. Denn auf gerade einmal 20 Seiten wird ein komplexes Spiel erklärt, bei dem eine Partie locker zwei Stunden gehen kann und auf Basis der verwendeten Variante und der Spielerentscheidungen extrem abwechslungsreich ist. Dazu kommt dann noch die Möglichkeit das Spiel entweder ganz klassisch, mit einem Spielleiter zu spielen, oder mittels Smartphones und Tablets, so dass OldschoolPlayer und Technik-Enthusiasten gleichermaßen begeistert sein werden.

Die App selbst ist wirklich großartig gestaltet und sehr Bedienerfreundlich. So kann zum einen ein Trank gebraut werden indem man die Karten über seine Kamera einscannen lässt, oder aber, Beispiel bei schlechten Lichtverhältnissen, das ganze durch manuelle Auswahl der Karten auf dem Touchscreen macht. Auch die Nutzung von Codes um ggf. die Geräte während des Spiels zu wechseln beweist wie weit die Spieleentwickler mitgedacht haben.

Als Kochlöffel in die Kochtöpfe und los geht’s mit der Brauerei!

Meine Wertung:
5 von 5 blubbernden Kupferkesseln

[Rezension] Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst

Autor: Patzy Llaleena
Verlag: Zauberfeder Verlag
Format: Gebunden
Seitenzahl: 104
Erschienen: 2014
ISBN-13: 978-3-938922-42-2
Preis: 19,90 €

von: QuackOnaut

Nachdem ich aus dem Zauberfeder Verlag schon das offizielle Kochbuch zu Game of Thrones und „Viele Köche verbessern den Brei“ hatte, wollte ich es mir nicht nehmen lassen auch mal einen tieferen Blick in Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst zu werfen. Was man da so kredenzt bekommt, möchte ich Euch mit den folgenden Zeilen näher bringen.

Klappentext:
hier ist das Auge mit: Im Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst illustrieren liebevolle, handgezeichnete Abbildungen die mehr als 50 Rezepte. Darunter finden sich Leckereien für den ersten Hunger (vor zweitem Frühstück und 11-Uhr-Imbiss), warme Gerichte, um über den Tag zu kommen, Süßwaren zur Abrundung und verschiedene Appetithappen für zwischendurch.

Mit diesem Kochbuch ist der Leser also jederzeit auf überraschende Besuche von Zwergen und Zauberer vorbereitet und kann ihnen blindlings in gefährliche Abenteuer folgen … nach einer ausgiebigen Mahlzeit!

Zum Inhalt:
Wirft man einen Blick auf das Cover dieses kompakten Kochbuches, blickt man auf das Konterfei eines Halblings. Mit seiner Kochmütze, dem Halstuch und der Küchenschürze, wirkt unser Halbling als käme er gerade von einer kulinarischen Entdeckungsreise quer durch Frankreich zurück. Die Illustration wirkt in Kombination mit dem restlichen Cover schon fast Märchenhaft, was dem Ganzen weniger den Charakter eines Kochbuchs sondern vielmehr dem eines Märchenbuchs verleiht. Dieser Eindruck wird sogar noch verstärkt, wenn man durch die Seiten des Buches blättert. Die liebevollen Illustrationen zu den Rezepten und Gerichten, sowie die gewählte Schrift sorgen für ein Flair von liebevoll gestaltetem Kinderbuch. Doch das ist nicht negativ gemeint. Im Zusammenspiel mit den Gerichten bzw. Rezepten entfaltet das Design seine volle Wirkung. Wo wir gerade bei den Rezepten sind, so wurden hier nicht weniger als 50 Stück zusammengetragen. Sehr viele der Gerichte wird der ein oder anderen sicherlich schon gekostet haben, aber das ist ok. Es sind alles grundsolide Gerichte, welche nicht schwer zuzubereiten sind und eigentlich jedem schmecken sollten. Doch ich presche etwas vor. Also alles zurück auf Anfang.
Nach dem Aufschlagen erwartet uns nach den Verlagsinformationen das Inhaltsverzeichnis. Hier können wir uns einen ausführlichen Überblick über das verschaffen was uns in diesem Kochbuch erwartet. Dabei fällt direkt auf, dass die Gerichte in vier Gruppen eingeteilt sind. Dabei wurden für die Gruppenüberschriften sehr liebevoll formulierte Umschreibungen für Frühstück, Mittag & Abendbrot, Desserts und Snacks gewählt.
Nach dem Inhaltsverzeichnis kommt das Vorwort mit der sehr passenden Überschrift „Von der schönsten Kunst – übers kochen!“ Wer bis jetzt noch nicht die rechte Lust gehabt haben mag dieses Kochbuch zu durchstöbern oder zu kochen, wird es spätestens nach diesen motivierenden Zeilen nicht abwarten können einige der Gerichte zu kochen.
Nach den Vorwort geht es direkt mit der ersten der eingangs erwähnten Kategorien los, dem Frühstück. Sehr nett gemacht gibt es hier, wie zu jedem Kapitel einen entsprechenden Einleitungstext, der sich ein wenig so ließt als wenn sich unser Halbling vom Cover für ein bevorstehenden Abenteuer stärken möchte. Wie schon erwähnt macht das gesamte Buch den Eindruck eines Märchens und so wird diese Philosophie auch bei den Rezepten selbst umgesetzt. Das Schriftbild erinnert an die Handschrift eines Kalligraphen, die Texte selbst sind von ihrer Formulierung an das Mittelalterliche angelehnt und die phantastischen Illustrationen würzen das ganze. Die Zutaten werden ausführlich aufgelistet und farblich vom übrigen Text abgehoben aufgelistet. Wer jetzt wie ich verwundert den Kopf schütteln mag und sich fragt: „Was zum Gandalf meinen die mit einer dreiviertel kleinen Schüssel als Maßeinheit und wie viel soll das ein?“, dem sei gesagt: „Keine Panik!“ – auf den letzten Seiten des Kochbuchs werden diese Maßeinheiten Gramm genau erklärt. Liest mach sich die Zubereitungsanweisungen durch, wird schnell klar das hier auch auf Leihen geachtet wurde. Die Formulierungen sind zwar an das Mittelalterliche angelehnt, sind aber dennoch gut verständlich und so ausführlich, das wirklich jeder mit dem Rezept zurecht kommen sollte. Wiederum farblich abgesetzt, gibt es zu den Rezepten kleine Anmerkungen, Tipps und Kniffe die zum Gelingen beitragen.

Hat man sich dann durch die ganzen Rezepte durchgekocht, oder zumindest geblättert, bekommen wir noch eine ausführliche Erklärung „zum Dutch oven“ oder „zu den Maßangaben“, so dass wirklich nichts mehr schiefgehen kann. Zu guter Letzt gibt es noch einen Index, in dem man ganz schnell nach Rezepten zu bestimmten Zutaten suchen kann.

Mein Fazit:
Ein kulinarischen Märchen zum miterleben! – Der Zauberfeder Verlag hat mal wieder sein goldenes Händchen für die thematisch passende Umsetzung eines Kochbuchs unter Beweis gestellt. Von der ersten Seite bis zum Index hatte ich den Eindruck in einem Märchen der Ingredienzien entführt worden zu sein. Die ausgewählten Rezepte sind grundsolide und die wenigen die ich ausprobiert habe, konnten mich allesamt überzeugen.
Die großartigen Illustrationen, die gewählte Sprache und die vielen liebevollen Details bis hin zu den Maßangaben erzeugen eine wahrhaft märchenhafte Atmosphäre.

Das Buch eignet sich auch sehr gut als Dekoration und Blickfang in der Küche. So mache meiner Gäste haben das Buch in die Hand genommen darin geblättert und mich gefragt wo ich es her habe. Da vielen Aussagen wie: „ cool, …. ist ja irre …, hey das muss ich auch haben ….“ und der gleichen!

Meine Wertung:
5 von 5 „Herren der Servierten(ringe)“

[Rezension] Viele Köche verbessern den Brei – Interkulturelles und interreligiöses Kochbuch

Autor: Christiane Strobach
Verlag: Zauberfeder Verlag
Seitenzahl: 104
ISBN 13: 978-3-938922-07-1
Preis: 19,90 €

von: QuackOnaut

Der Volksmund sagt: „Viele Köche verderben den Brei!“ Das dem nicht so ist, bzw. das viele Köche etwas Außergewöhnliches auf die Beine gestellt bekommen, möchte das Schullandheim Burg Nordek mit einem interessanten Buchprojekt unter Beweis stellen.

Klappentext:
Dieses Buch nimmt Sie mit auf eine kulinarische Rundreise durch drei Kontinente: Die Elfenbeinküste empfängt Sie mit knusprig gegrilltem Fisch und frittierten Bananen in würziger Sauce, in Afghanistan liegt der Duft von gebratenem aromatischem Lamm mit Koriander in der Luft, und Deutschland präsentiert sich mit Thüringer Klöße von der deftigen Seite. Dies und mehr erwartet Sie auf unserem Ausflug in die Weltküchen.
Jedes Essen wird Ihnen von einem der Bewohner des Internats Landschulheim Burg Nordeck serviert, die für dieses Buch ihre Geheimrezepte aus aller Welt zusammenbrachten. Viele aufschlusseiche Hintergründe, Geschichten und Anekdoten kommen mit auf den Tisch, und die Unterteilung nach christlichen, jüdischen und muslimischen Speisegesetzen erlaubt es, die Rezepte authentisch nachzukochen. Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken der Vielfalt, die daraus entsteht!

Zum Inhalt:
Nach einer kleinen Danksagung geht es direkt mit dem Inhaltsverzeichnis weiter welches in verschiedene Rubriken unterteilt ist.
Die Rubrik Herzlich Willkommen macht den Anfang und stimmt den Leser direkt neugierig. In vier Kapiteln wird dem Leser erklärt, was es mit diesem Buch auf sich hat, wie es zu der Idee zu diesem Buch kam, wie Religion in vielen Ländern dieser Welt auch in der Küche eine wichtige Rolle spielt und wie dieses Buch aufgebaut ist. Eine doppelseitige Karte informiert noch über die genaue geografische Lage der Heimatländer der Jungköche und deren Rezepte. Apropos Rezepte, mit denen geht es dann auch direkt weiter. Diese sind in die Rubriken: christliche Rezepte, jüdisch Rezepte, muslimische Rezepte und weitere Rezepte eingeteilt. Dabei gibt es neben dem für Kochbücher obligatorischen Foto des entsprechenden Gerichts, eine Portrait-Zeichnung des Kochs, sowie einige interessante Antworten zu ausgesuchten Fragen. Zu den Rezepten gibt es jeweils einen Text der über die Herkunft, die Tradition und den religiösen Hintergrund des Gerichtes informiert. Zu guter Letzt wird dann das Rezept für das jeweilige Gericht gut strukturiert aufgeführt. Nach den insgesamt 13 Gerichten gibt es noch den Punkt Bibliografie, der neben zahlreichen Web-Links zu weiteren Informationen rund um die Regionen, die regionalen Küchen und den Ländern, auch weiterführende Literatur empfiehlt.

Mein Fazit:
„Quadratisch, Praktisch, Gut!“ – Was eigentlich der Werbeslogan einer bekannten Schokoladenmarke ist, eignet sich sehr gut um dieses Buch zu beschreiben. Die Idee zum diesem Buch finde ich großartig. Zum einen finde ich die gesamte Aufmachung des Buches, die sehr wertig ist, sehr gelungen, zum anderen ist das Buch wirklich praktisch. Sollte ich die Gelegenheit bekommen einmal für Freunde die muslimischen oder jüdischen Glaubens sind zu kochen, habe ich passende Rezepte, die ihren religiösen Erfordernissen entsprechen. So ganz nebenbei lernt man einiges über die Regionen und die Kultur der Menschen und bekommt Rezepte für leckere Gerichte.
Wenngleich das Buch bei einem flüchtigen Blick etwas unscheinbar erscheint, ändert sich dies, wenn man es erst einmal in der Hand hält und näher betrachtet wird. So weist das schokobraune Cover neben den stilistisch schön designtem Titel ein Löffel-Ornamentmuster auf. Beim Blättern fühlt sich das ganze Buch, der gut verarbeitete Einband und das glatte Papier einfach nur gut an. Die appetitlichen Fotos von den Speisen und die nette Präsentation der „Köche“ rundet das ganze ab.
Der eine oder andere mag vielleicht zusammenzucken wenn rund 20 € für ein „nur“ 100 Seiten starkes Kochbuch bezahlen soll. Aber das Buch ist es wert.

Meine Wertung:
5 von 5 Rezeptideen