[Interview] Im Gespräch mit Philipp Lohmann – Herbstlande Rollenspiel

Pünktlich zur morgen startenden Dreieich-Convention stand mir Philipp Lohmann ein wenig Rede und Antwort. Schließlich wird das Herbstlande-Rollenspiel morgen das Licht der Welt erblicken. Lest selbst, was Philipp zu berichten hat…

© Verlag Torsten Low

Hallo Philipp,
vielen Dank das Du Dir die Zeit für dieses Interview nehmen konntest. Stell Dich doch bitte kurz vor.
Hallo André. Erst einmal möchte ich dir herzlich danken, dass du mir die Gelegenheit gibst, mein Rollenspiel und mich vorzustellen. Mein Name ist Philipp Lohmann, mittlerweile schon 33 Jahre alt, und man kennt mich in der Rollenspielszene vor allem als der Nerd, der irgendetwas gegen einen gewissen Stephan hat und der immer mal wieder Rollenspielrezensionen niederschreibt.

Seit unserem letzten Interview zu „Nerds gegen Stephan“ ist viel passiert. Gib uns doch mal einen Einblick in Dein aktuelles Schaffen bzw. in Deine laufenden Projekte?
Neben dem Blog habe ich seit gut eineinhalb Jahren ein Podcast-Projekt laufen beziehungsweise sogar eher zwei: In „Der nerdige Trashtalk“ spreche ich mit einem Co-Host (1. Staffel etwas dadaistisch mit dem Satiriker Herbert, 2. Staffel seriöser mit der Autorin Elea Brandt) über nerdige Themen aller Art. Meist beginnen wir mit Conventionsberichten, Szene-News und Crowdfundings. Dann gibt es eine kleine Medienschau, oft ein aktueller Kinofilm, und schließlich als Hauptthema irgend ein aufs Rollenspiel-Hobby bezogenes Meta-Thema. Und ab und an verkosten wir auch ungewöhnliche Getränke 😉 Dann gibt es noch das SpinOff-Projekt „Der niveauvolle Trashtalk“: Das ist ein Interview-Format, bei dem Szene-Insider aus dem Nähkästchen plaudern. Beispielsweise hatte ich schon Teresa Fritsch dabei, welche für „Ravensburger“ die Spielkonzepte aussiebt, und Kathrin Dodenhoeft, die (allerdings vor der Insolvenz) von ihrer Arbeit als „Feder & Schwert“-Verlagsleiterin erzählt hat.
Daneben veranstalte ich noch immer jährlich den sehr erfolgreichen „Publikumspreis für Eskapismus, Nerdkultur & Phantastik“ (besser bekannt als „Goldener Stephan“). Außerdem hab ich da so ein kleines Rollenspielprojekt veröffentlicht…

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Im Gespräch mit Gregor Braun (Fallen World Rollenspiel Crowdfunding)

 

Vor ein paar Tagen habe ich auf das aktuell laufende Crowdfunding zum Fallen World Rollenspiel hingewiesen. Nun hat sich Gregor Braun etwas Zeit genommen um mir einige Fragen zum Projekt zu beantworten. im folgenden seine Antworten. HIER geht es zum Startnext-Projekt.

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Hallo Gregor,
vielen Dank für Deine Zeit. Könntest Du Dich bitte kurz vorstellen.
Gerne. Ich bin Gregor Braun, allerdings verwende ich im Zusammenhang mit Rollenspiel Publikationen mein Autoren Pseudonym „Roger Agburn“. Das liegt unter anderem daran, dass ich auch wissenschaftlich publiziere, und das im Bereich KI. Ich möchte nicht so gerne, dass sich irgendwann einmal auf Amazon und bei Buchhändlern unter meinem Namen Wissenschaft und Fiktion mischen. Das soll klar voneinander getrennt sein.

Mit Rollenspielen befasse ich mich seit ca. 1996, damals bin ich über einen Freund an AD&D gekommen (vielen Dank dafür an Daniel , war ein ziemlicher Meilenstein in meinem Leben) und habe mich seit dem eigentlich immer mit Rollenspielen befasst. Bei AD&D haben es mir die Welten „Dark Sun“, „Ravenloft“ und „Plane Scape“ angetan, und natürlich die „Forgotten Realms“, da kommt man ja nicht drum herum. Als Spieler und Spielleiter waren mir immer alle Genres recht, von Fantasy über Science-Fiction bis hin zum Horror habe ich alles ausprobiert. Aber offenbar hat es mir als Wissenschaftler die Science-Fiction einen Ticken mehr angetan, so dass ich in diesem Bereich mein erstes eigenes Rollenspiel erfunden habe, damals war ich noch Abiturient. Die restliche Nerd-Karriere blieb dann auch nicht aus, entsprechend larpe ich auch und bin heute sowohl Wissenschaftler als auch Software-Entwickler. (Ging auch gar nicht anders. Ich war als kleiner Pimpf so gerade alt genug, um Jurassic Park im Kino sehen zu dürfen. Danach stand praktisch fest, dass ich entweder Gentechniker oder Programmierer werde.)

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Im Gespräch mit Michael Mingers (Savage Worlds Crowdfunding, Ulisses)

Es ist wieder an der Zeit seine Euronen in den Crowdfundinghut zu werfen. Diesmal für das Rollenspiel Savage Worlds. Worum es genau geht, konnte ich Michael fragen, der sich ein wenig Zeit für mich freischaufeln konnte. Hier geht es zum Crowdfinding!

© Ulisses Spiele

Hallo Michael,
vielen Dank für deine Zeit. Stell dich doch bitte kurz vor.
Mein Name ist Michael Mingers und ich bin seit nunmehr sieben Jahren bei Ulisses für „Nicht-DSA“ zuständig, aktuell für Savage Worlds, Torg Eternity, Tails of Equestria und Earthdawn als Spielreihen, sowohl für die digitalen Produkte, Print on Demand, Lizensierung unserer Produkte und etwas Layout.

Seit „heute“ hat Ulisses Spiele ein Crowdfunding zu Savage Worlds gestartet. Worum geht es dabei?
Wir wollen Savage Worlds auf Deutsch neu beleben und die neue Abenteuer-Edition schien uns dafür ein sehr guter Start zu sein. Wir haben den Weg des Crowdfundings gewählt, weil wir wie für andere Reihen auch, einfach die Aufmerksamkeit brauchen, die wir mit Vorbestellungen nie erreichen würden. Zudem können wir neben einigen Goodies auch die digitalen Produkte so oben drauf legen, was leider in Deutschland ansonsten kompliziert geworden ist.

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[Rezension] TSUKUYUMI – Full Moon Down (Brettspiel, Strategie)

© King Racon Games

Wow, was für ein Brett! Da brauche ich ja beide Hände, um das auf den Tisch zu heben!

INHALT
Dreimal tief Luft holen und dann los…

41 doppelseitige Gebiete, 11 Blockade-Marker, 5 doppelseitige Heimatgebiete, 37 Aktionsmarken, 20 Marker, 23 Ereigniskarten, 1 Siegpunktebrettchen, 1 Onibrettchen, 1 Oni-Kampfkarte, 2 Namhafte Oni-Karten, 28 Oni-Aufsteller, 1 Mond, Initiativeleiste, 31 Fraktionskarten, 5 Fraktionsbögen, 5 Missionskarten, 21 Boarlords-Aufsteller, 9 Kampfgruppe 03-Aufsteller, 5 Initiativemarker, 15 Nomads-Aufsteller, 35 Terraforming-Marker, 5 Raketenmarker, 120 Hoheitsmarker, 20 Minenmarker, 12 Waffenmarker, 38 Dark Seed-Aufsteller, 25 Eiermarker, 19 Cybersamurai-Aufsteller, 4 Cybersamurai-Marker

HINTERGRUND
Bäm! Der Mond ist auf die Erde gekracht und es stellt sich heraus, dass in seinem Inneren der weiße Drache Tsukuyumi lebt, der vor Jahrtausenden in den Erdtrabanten verbannt worden war und nun endlich wieder zurück auf der Erde ist. Ich zitiere mal:

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[Interview] Im Gespräch mit Daniel Jeschke (Spieldesigner, Nerdtankgames, Reset`86)

Kurz vor den Internationalen Spieltagen `18 bin ich auf das Spiel „Reset`86“ aufmerksam geworden. Auf der SPIEL habe ich dann einen Blick auf das Spiel werfen können. Außerdem konnte ich meinen Wissensdurst ein wenig stillen. Damit aber nicht genug. So vereinbarte ich mit dem Mann hinter dem Spiel ein Interview. Also lasst Euch von den Robotern begeistern und lest artig bis zum Ende 🙂

Viel Sßaß
Würfelheld

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Hallo Daniel,
vielen Dank das Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Stell Dich doch bitte einmal vor.
Erstmal vielen lieben Dank für das Interview.  Ich bin Indie-Spiele-Autor und im richtigen Leben Pauker. Ich komme aus dem schönen Ruhrpott. Seit meiner Jugend spiele ich die ganze Palette an nerdigen Zeug. Von Battletech über den Siedler-Hype der 90er bis zu Pen&Paper habe ich immer wieder Freunde und Bekannte genötigt „so komische“ Spiele zu zocken – und einige sind sogar dabei geblieben.  Ganz besonders haben es mir Spiele angetan die eine Art Story transportieren.

Falls ich nicht arbeite oder mich um meine Spielprojekte kümmere, bin ich möglichst oft mit meiner Familie am Meer und surfe. In diesem Herbst musste das leider ausfallen, da ich mich mit meinen Werken auf die Spiel`18 nach Essen getraut habe. Was übrigens ein grandioses Erlebnis war!

Letztlich bin ich über ein Mech-Foto auf Dich aufmerksam geworden. Dabei handelt es sich um das Spiel Reset`86. Worum geht es in diesem Spiel?
Freut mich sehr, dass dich das Artwork anspricht, da ich alle Bilder und Designs selbst gezeichnet habe.

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[Interview] Im Gespräch mit Alexander Hartung (Spherechild)

Vor ein paar Tagen bin ich über den Spherechild-Crowdfunding gestolpert. Na da war doch was? Richtig, ein tolles Setting in dem ich meinen Charaktere auch schon einmal habe Abenteuer erleben lassen. Also war klar, ich schnapp mit Alexander und stell ihm einige Fragen. Also hier ist das daraus resultierende Interview. Viel Spaß.

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Hallo Alexander,
vielen Dank für das du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Stell dich doch bitte zuerst einmal vor.
Mein Name ist Alexander Hartung. Ich spiele seit 1989 Rollenspiel. Ich habe damals mit DSA, Midgard und Rolemaster angefangen, mich aber schon früh mit Eigenentwicklungen versucht, was schließlich bei Spherechild geendet hat. Ich habe ein großes Regal mit Rollenspielen, die von der AD&D und Paranoia, über Star Wars und Cthulhu, bis hin zu Primetime Adventure oder Shadows of Esteren reichen.

Im November 2012 haben wir uns bereits schon einmal über Spherechild unterhalten. Seitdem ist viel Wasser Gevatter Rhein hinabgeflossen. Könntest du uns zuerst einmal sagen was Spherechid ist und was es auszeichnet?
Spherechild entstammt aus der Idee Abenteuer über mehrere Welten spielen zu können. Wie wäre es, wenn man die Gefährten aus der Herr der Ringe und die Crew der Enterprise auf ein gemeinsames Abenteuer schicken könnte? Diese verrückte Idee umzusetzen hat viele Jahre gedauert, aber es ist am Ende gelungen.

Aus diesem Erschaffungsprozess entstanden schließlich die Welten/Sphären Valcreon (Fantasy), Sol Thu’ma (SciFi) und Icros (Jetztzeit), sowie ein Universalregelwerk, deren Regeln für alle denkbaren Welten und Entwicklungsstufen funktioniert.

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[Interview] Im Gespräch mit Dirk Blech (Spieleentwickler, Heroes vs Warlords)

Durch den Kollegen Philipp von Nerds-vs-Stephan bin ich auf Dirk und sein Brettspiel aufmerksam geworden. Einen genaueren Blick konnte ich auch schon auf diese Spiel werfen. Somit aber nicht genug. Kurz vor SPIEL`18 konnte ich Dirk noch einige Fragen stellen. Genaueres könnt Ihr aber auf der Messe selbst erfragen! Somit genug von mir – ab dafür!

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Hallo Dirk,
vielen Dank das du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Würdest du dich bitte vorstellen.
Gerne tue ich das. Ich heiße Dirk Blech bin mittlerweile 47 Jahre alt und komme aus dem Großraum Köln. Bin verheiratet und habe 2 Kinder.

Wie bist Du zum Brettspielen gekommen und war der Schritt zum Spieldesigner eine logische Konsequenz oder bist du so rein gerutscht?
Nun das ist eine lange Geschichte. Angefangen habe ich wie die meisten mit den Klassikern (Mensch Ärgere Dich nicht, Spiel des Lebens , Mankomania….) die es früher gab aber die waren mir einfach immer zu langweilig. Dann habe ich eine lange Zeit Risiko gespielt, aber auch das wurde auf die Dauer so das es keiner mehr mit mir spielen wollte, da ich fast immer gewonnen habe. Da dachte ich mit selber mal so was in der Art zu machen wäre eine tolle Sache und habe einfach als Kind schon mit solchen Sachen angefangen.

Zuerst waren es nur Labyrinth spiele aus Lego und Quartetts aber im Laufe der Zeit habe ich mir dann mehr zu getraut und als dann ein damaliger Freund zu mir kam und sagte er habe da ein Fantasyspiel „DSA“ bin ich davon nicht mehr weg gekommen.

Dann habe ich mit ein paar Freunden zusammen Nächtelang im Keller gespielt bis einer meinte man könne so was auch selber herstellen, naja und was soll ich sagen. Jetzt bin ich da wo ich jetzt bin……

Du arbeitest am Brettspiel „Heroes vs Warlords“. Könntest Du dazu bitte mehr erzählen?
„Heroes vs Warlords“ kurz „HvW“ ist ein Fantasy- Strategiespiel mit Rollenspielelementen.

In dem Spiel übernimmt jeder Spieler ein Volk und einen Helden. Mit diesem Helden muss er die Spielwelt erkunden die in jedem Spiel unterschiedlich ist. Da die Spielwelt immer zu beginn gemischt wird und dann umgedreht auf den Tisch gelegt wird. Dadurch haben wir quasi ein „Fog of War“ auf Brett. Dann sind auf der Spielwelt überall Rohstoffquellen versteckt, diese gilt es zu erobern. Das macht jeder Held mit seiner Armee die er am Anfang selber erstellt hat. Gewinnt der Held dieses Gefecht bekommt er Erfahrungspunkte und kann nach einer bestimmten Menge von diesen Aufsteigen.

Dann hat aber auch jeder Spieler eine Ortschaft die es zu verwalten gilt. Dort kann man dann neue Soldaten für die Armee des Helden kaufen oder andere Gebäude um z.b. mehr Gold zu bekommen, besser Handeln zu können oder einfach eine bessere Verteidigung. Falls man Belagert wird……

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