[Rezension] ULTIMA RATIO – Im Schatten von MUTTER: Regelwerk 2.0 (Rollenspiel, SF)

1. November 2017

© Heinrich Tüffers Verlag

Entwickler: Nikolas Tsamourtzis, Thomas Klaus, Carolina Banick
Illustration:
Stephanie Böhm, Aljosa Mujabasic, Willy Axt
Verlag:
Heinrich Tüffers Verlag
Format: Softcover, Klammerung
Seiten: 64
Erschienen: 2017 (1.Auflage)
ISBN: 978-3941340138
Preis: 12,95 Euro (oder kostenlose PDF Version)

von: Würfelheld

Seit der ersten Version des Regelwerkes, welches im Jahr 2014 erschienen ist, und welche ich an dieser Stelle rezensiert habe, sind mittlerweile drei Jahre ins Land gezogen. Der Verlag hat sich nun entschlossen die zweite Version auf die Spielerschaft loszulassen. Also ist es an der Zeit die Nase in dieses Werk zu stecken und zu schauen was ich auf der SPIEL`17 erworben habe.

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[Rezension] Ultima Ratio – Protagonisten (Rollenspiel)

12. Oktober 2016

Autor: Nikolas Tsamourtzis
Verlag: Heinrich Tüffers Verlag
System: Ultima Ratio RPG
Format: Softcover, A4
Seitenzahl: 64
Erschienen: 2016
ISBN: 978-3941340107
Preis: 12,95 EURO (9,95 EURO als pdf)

von: Greifenklaue

Mit „Protagonisten“ legen die Tüftler vom Heinrich Tüffers-Verlag schon das 5. Werk vor, welches sich diesmal rund um SC dreht, die Prothagonisten eben, obwohl man hier zweifelsohne auch viel über potentielle Anthagonisten erfährt …

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[Rezension] Ultima Ratio – Im Schatten von MUTTER: Raumer Handbuch (Rollenspiel)

15. Mai 2016

Autor: Nikolas Tsamourtzis
Verlag: Heinrich Tüffers Verlag
Format: Softcover A4
Seitenzahl: 52
Erschienen: 2015
ISBN: 978-3941340084
Preis: 12,95 € (bzw. 9,95 € als .pdf)

von: Greifenklaue

Mit dem Raumerhandbuch liegt das mittlerweile vierte Werk zum Rollenspiel Ultima Ratio von äußerst engagierten Heinrich Tüffers Verlag vor. Man bleibt dem bisherigen Format treu und präsentiert das Quellenbuch auf 52 Seiten in A4 Vollfarbe für 12,95 Euro.

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[Rollenspiel-Rezension] ULTIMA RATIO – Im Schatten von MUTTER – Basisregelwerk

8. Dezember 2014

Verlag: Heinrich Tüffers Verlag
Format: Softcover
Seitenzahl: 40
Erschienen: 2014
ISBN 13: 978-3-941340-02-2
Preis: € 12,95

von: Würfelhed

„Gute Preise, gute Bes…“ na lassen wir das, denn dies hier ist kein Apothekenpflichtiges Medikament sondern ein Basisregelwerk, aber der Bezug kam direkt bei diesem Namen auf. Und nur um Fragen vorzubeugen, es handelt sich auch nicht um einen Beipackzettel. Damit direkt ans Werk und mal schauen was mich in der dystopischen Science Fiction Welt von ULTIMA RATIO erwartet.

Der Hintergrund:
Man findet auf den 40 Seiten nicht unbedingt viel zum Spielwelthintergrund. Es gibt verteilt immer wieder mal ein Häppchen, welches so nebenbei in den Regeln oder in der Charaktererschaffung oder bei den Rassen fallen gelassen wird, aber daraus lässt sich kein kompletter Hintergrund ersehen, sondern nur Ansätze, welche für sich aber wirklich soviel Spielraum lassen und teils im Widerspruch stehen.

Die Regeln:
Hier stößt man auf ein eigens entwickeltest W4-System, welches nicht Erfolgsbasiert ist, sondern ein Additionssystem darstellt.
Die Ausrechnung des Würfelpools ist unterschiedlich und eine Einheitlichkeit wird an dieser Stelle echt vermisst. Teils addiert man Werte und hat seinen Pool, teils würfelt man die eine Hälfte und rechnet den zweiten Wert einfach hinzu anstelle zu würfeln (warum ist nicht so ganz klar).
Das System von ULTIMA RATIO lässt sowohl einfache, komplexe, kooperative wie auch vergleichende Proben zu. Allerdings muss man dort wirklich den Überblick behalten, es droht schnell eine Unüberschaubarkeit zu entstehen, als Beispiel dient hier die Initiative-Abwicklung. Erst würfeln, alle rechnen ihr Ergebnis aus, anschließend fängt der langsamste an seine Handlungen zu erzählen (also von langsam nach schnell), wohingegen im dritten Schritt, es dann von „schnell zu langsam“ geht, wobei zweistellige Ergebnisse in Zehnerschritten abgewickelt werden.

Die Charaktererschaffung:
Die Charaktererschaffung greift auf ein Punkteverteilsystem, welche bestimmte Wertevorgaben in sich parat hält (z.B. Rassenmindestwert, -höchstwert) und sich sowohl auf Attribute, Fertigkeiten, Spezialfertigkeiten und Profession bezieht. Zum Ende erhält man dann Freipunkte welche z.B. für den Kauf von Ausrüstung, Kontakte und so weiter genutzt werden können.
Die Charakterentwicklung (Wertesteigerung) erfolgt automatisch bei den Spielsitzungen. Sollte ein Wurf als Ergebnis nur „Vieren“ zeigen, steigt das zugehörige Attribute bzw. Fertigkeit um „1“.

Mein Fazit:
Jetzt brauche ich wohl doch die Apothekenpflichtigen Medikamente. Mutter hat mich mehr oder minder vom Stuhl geworfen und ich bin hart aufgeschlagen. Da findet man ein neues Science Fiction Rollenspiel und dann erhält man im ersten Band wirklich nur Regeln und ein paar Bröckchen zum Hintergrund; Warum? – Warum ist da nicht ein Kapitel mit Hintergrund drin, zu mindestens mit dem nötigsten, so dass man am Anfang mal reinschnuppert und nicht mit „aus dem Hut zaubern“ beginnen muss um dann später, wenn die entsprechenden Erweiterungsbände erschienen sind, seine Runde auf Null zu setzen und von vorne zu beginnen.
Das Regelsystem erinnert mich stark an alte Shadowrun 2 Zeiten, frei nach dem Motto, nimm Attribut, füge Fertigkeiten hinzu, rechne Handicaps und Verletzungen ab, aber kybernetische Verbesserungen drauf… usw. usf.. – Das ist zwar Anfang der Neunziger noch „in“ gewesen, aber heute nicht mehr. Ich möchte spielen und kein Mathematikstudium vorweisen müssen um meinen Würfelbecher richtig zu füllen.
Die Charaktererschaffung geht einfach von der Hand, wird aber dafür sorgen, das es viele Arten von Archetypen nicht geben wird, da ich z.B. keine Veranlassung sehe auch mal eine „gescheiterte Existenz“ zu spielen. MinMaxer dürften sich freuen, hier gibt es viel zu polieren.
Der Buchsatz, ist zwar professionell, könnte an der ein oder anderen Stelle eine Lockerung bzw. Stiländerung erfahren. Der Text ist sachlich formuliert, wirkt mir aber zu kalt und distanziert.
Das gewählte Format ist Geschmackssache, ich hätte das Buch eher als Pocket-Version inkl. Hintergrund veröffentlicht, dann wäre es griffiger.
Leider fehlt mir derzeit das richtig Feeling um ULTIMA RATIO richtig bewerten zu können, da wie oben bereits genannt, man das Setting benötigt. Mich wundert es wirklich das man den Schritt, dieser Veröffentlichungsart gegangen ist, den der Verlag sollte wissen wie es läuft, da er schließlich auf eine Historie zurückblicken kann. Wenn ich das gebotene Buch so Revue passieren lasse, ist es leider kein Schmankerl.

Meine Wertung:
2,5 von 5 KINDer