[Rezension] Mr. Mercedes

Autor: Stephen King
Verlag: Heyne Verlag
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 592
Erschienen: 2014
ISBN 13: 978-3-453-26941-5
Preis: € 22,90

von: Moritz

Och nö, Stephen King! Von dem habe ich zuletzt halbwegs erfreut „Es“ gelesen, seine Fantasy-Sachen der 90er fand ich total fad und habe ihn eigentlich als Autor komplett abgeschrieben, aber wenn der Kerl schon auf meinem Rezistapel landet, dann mache ich auch das beste draus…

Klappentext:
Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.

Zum Inhalt:
Der Roman beginnt furios mit einem in eine Menge Arbeitssuchender rasenden Mercedes – interessanterweise aus der Sicht eines der zukünftigen Opfer erzählt. Ein gelungener Schachzug und ein abrupter Bruch zum weiteren Thriller.
Dieser spielt dann einige Zeit später; der „Mercedes-Killer“ schickt einen Brief an den damals in den Fall eingebundenen Ermittler, Bill Hodges. Dieser ist mittlerweile pensioniert, ausgebrannt und schwebt irgendwo zwischen einem eintönigen unerfüllten Leben und dem Tod durch einen Revolver, den er immer griffbereit hat und sich des Öfteren versuchsweise in den Mund steckt. Der Brief verfolgt den Plan, den Ex-Cop zum Selbstmord zu treiben, erreicht aber genau das Gegenteil. Unterstützt von Jerome, einem 17jährigen farbigen Cleverle, der ihm den Rasen mäht und der Schwester der Besitzerin des gestohlenen Mercedes, Janey, sowie später ihrer brutal durchgeknallten Nichte (Mein Gott, ich bin so schlecht mit Verwandtschaftsverhältnissen.) Holly ermittelt rollt er den Fall neu auf und kommt dem Mörder immer näher.
Als besonders schicken Kniff entwickelt sich die Story von beiden Seiten her. Neben der Ermittlerseite erzählt King parallel das Geschehen aus der Sicht des Mörders, Brady Hartsfield. So erfahren wir immer weitere Hintergründe über ihn und sein Leben und erleben aus erster Hand in welch großer Gefahr Bill Hodges und seine Mitstreiter sich permanent befinden. Diese Variante, eine latente und immer konkreter werdende Bedrohung aufzubauen, hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Beide Erzählstränge nähern sich einander immer mehr an, bis es zu einem großen Showdown kommt, der dann leider weniger überraschend abläuft, als es sich der erfahrene Thrillerleser wünscht. Falls ihr euch fragt, wo mein fünfter Bewertungspunkt gelandet ist – genau hier. Da wäre am Ende noch deutlich mehr gegangen, da ist King leider nicht aus der Thriller-Autoren-Komfortzone gegangen.

Schicker Clou am Ende – es ist nicht so ganz klar, ob das Böse tatsächlich endgültig besiegt wurde. Winkt da etwa eine Fortsetzung am Horizont?

Mein Fazit:
Gibt’s ja nicht! Ich habe wirklich jede einzelne Seite gerne gelesen. Sieht ganz so aus, als hätte King ein echtes Händchen für einfache, geradeaus (wenn auch minimal vom Aufbau her stereotyp anmutende) erzählte Thriller. Warum hat er nicht schon 30 Jahre früher damit angefangen.
Wer ein schönes Kräftemessen zwischen einem abgewrackten Ex-Cop und einem komplett durchgeknallten Amokläufer erleben will, der ist hier genau richtig aufgehoben. Dazu noch ein paar interessante Nebenfiguren, überraschende Wendungen – Herz, was willst du mehr?

Meine Wertung:
4 von 5 Boygroup-Konzerte

[Rezension] Tekhnotma 1 – Zeit der Dunkelheit

Autor: Aleksei Bobl, Andrei Levitski
Reihe: Parol / Tekhnotma
Verlag: Heyne Verlag
Übersetzung: Anja Freckmann
Format: broschiert, 480 Seiten
Erschienen: Juni 2012
ISBN 10: 345352926X
ISBN 13: 978-3453529267

von: Würfelheld

In den letzten Jahren ist etliches an Romanen aus dem SF Genre nach Deutschland geschwappt. Darunter waren meiner Meinung nach einige sehr lesenswerte Bücher. Nach dem durchlesen des hier gebotenen Klappentextes, war für mich klar, okay diese Buchdeckel enthalten eine Thematik die wohl nicht gerade neu erscheint. Also etwas skeptisch bin ich dann ans lesen.

Zur Story:
Wir befinden uns in den Wirren eines zukünftigen Russlands, welches sich im Bürgerkriegsähnlichen Zustand befindet. Der Söldner Jegor Pasin gerät in Gefangenschaft. Ihm wird der Prozess gemacht, wobei er zum Tode verurteilt wird. Doch kurz danach wird Jegor vor die Wahl seines Lebens gestellt – nimmt er das Urteil an oder begibt er sich in die Hände einiger Wissenschaftler und nimmt an einem Experiment teil

Jegors Entscheidung ist schnell getroffen, er entscheidet sich für die Teilnahme am Experiment. Kurze Zeit später befindet sich Jegor dann auch schon in den Ruinen des wissenschaftlichen Labors wieder.

Während des Laboraufenthaltes verändert sich die Umwelt drastisch. Es entstehen Mutationen sowohl im Pflanzen- als auch Tierreich. Weiterhin entsteht ein Megavirus der quasi alles angreift und vernichtet – außer Eisen.

Jegor gerät in die ihm unbekannte Welt. Mit Hilfe von zwei Gefährten, kommen sie der Lösung ihrer vielen Fragen immer näher, allerdings ist nicht alles so wie sie sich das denken oder es vermutet haben.

Das Setting:
Die uns bekannten Russland-Strukturen sind nicht mehr vorhanden, so findet man eher eine Ansammlung von bekannten Endzeit-Elementen wieder. So könnte als Vorlage hervorragen Mad-Max oder Flucht aus L.A. gedient haben.

Die wenigen Überlebenden der Katastrophen, siedeln nun in kleinen Gruppen und versuchen mit aller Macht ihr Überleben zu sichern. Der Begriff Outlaw ist dafür eine klare Untertreibung.

Die Protagonisten:
Den beiden Autoren gelingt es zwar den Protagonisten eine Persönlichkeit zu geben, allerdings ist diese irgendwie nicht richtig fassbar und geht im Storygewimmel unter. Die Persönlichkeiten der Protagonisten sind sich teilweise recht ähnlich, was die Unterscheidung der Charaktere sehr erschwert.

Mein Fazit:
Den beiden Autoren, die ihre Finger bei dem PC-Spiel S.T.A.L.K.E.R. drin hatten, liefern mit diesem Buch, den ersten Teil einer Serie ab. Dabei greifen sie auf bekannte und teils schon durchgenudelte Kost zurück. Die Idee mit einer Apokalypse, wenigen Überlebenden und raffgierigen Regierungen und Konzernen ist echt nicht neu, scheint aber zu funktionieren. Manchmal kam mein Lesefluss aber ins stottern und ich hatte das Gefühl von außen uninteressiert auf die Geschehnisse zu blicken und abzuwarten was nun passiert.

Mich konnte dieser Auftaktband nicht wirklich packen und so werden es die Nachfolger nicht zu mir schaffen. Schade dass das gebotene Potenzial nicht ausgeschöpft wurde.

Meine Bewertung:
2,75 von 5 Versuchslabore

[Rezi] WH40K – Brennende Galaxis – Der Große Bruderkrieg 3

Autor: Ben Counter

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 384 Seiten

Erschienen: 2010

ISBN 13: 978-3-453-52642-6

von: Jaguarrr

Wir sind wieder im 31sten Jahrtausend und verfolgen die Sons of Horus und Emperors Children bei der Niederschlagung der Rebellion auf Istvaan III. Doch Kriegsmeister Horus hat einen finsteren Plan um sich der Teile der Legionen zu entledigen die ihm nicht nach Terra folgen würden.

Zum Inhalt:

Der erste Abschnitt findet zum größten Teil noch auf der Expeditionsflotte von Kriegsmeister Horus statt, Auftakt macht jedoch Moderati Primus Titus Cassar des Titans Dies Irae, ein Anhänger des Glaubens die den Imperator als Gott verehren. Es ist Monate später und Euphrati Keeler ist noch immer im Koma, nachdem sie eine Kreatur aus dem Warp die unabsichtlich vom Ersten Iterator Kyril Sindermann aus dem Buch Lorgar beschworen wurde.

Garviel Loken hat schwer damit zu kämpfen, dass er sich nicht der Loge angeschlossen hat und das Mournival effektiv nicht mehr existiert. Kyril Sindermann rät ihm der Loge näher auf den Grund zu gehen, im alten Startegium der Rächender Geist wird er fündig. Hinter dem Banner der 7. Kompanie befindet sich ein geheimer Gang, welcher zu einem Tempel führt. Er hat eine schreckliche Vision von einer Galaxis in Blut und Flammen.

Eidolon führt die Emperors Children in einer Speerspitze gegen einen Tempel auf Isvaan Extremis. An seiner Seite sind Lucius und Tarvitz. Im finalen Kampf gegen eine istvaanische Kriegssängerin sieht Tarvitz wie Eidolon die Kriegssängerin mit einem Schrei schwächt und schließlich bezwingt während Tarvitz und Lucius gelähmt waren. Später offenbart Eidolon zusammen mit Apothekarius Fabius Bile das es eine Manipulation der Gensaat war die ihn dazu befähigt hat. Tarvitz lehnt es rigoros ab selbst diese Manipulation gutzuheißen und besiegelt somit Lucius Schicksal auch in der ersten Welle beim Angriff auf Istvaan III dabei sein.

Mein Fazit:

Achtung, enthält Spoiler!

Alles in allem kann man sagen, das es wenig Überraschungen für den erfahrenen Warhammer 40.000-Leser geben wird. Istavaan III ist die erste Schlacht der in der Horus offen gegen die Loyalisten vorgeht, es verläuft nicht ganz nach seinem Plan als es Tarvitz gelingt sich von der Flotte abzusetzen und die gelandeten Truppen vor dem bevorstehenden Exterminatus durch Virusbomben zu warnen. Das geplante konventionelle Bombardement wird von seinem Bruder Angron geblockt weil er mit seinen Jungs (für Khorne) spielen gehen will. Der Krieg der dadurch entsteht wird drei Monate anhalten. Diese lange Zeitspanne hat sich vom Schreibstil mehr wie einige Stunden angefühlt. Spannung kam durchaus auf, aber nicht das Gefühl eines Krieges.

Lucius überrascht auch nicht als er aus Eifersucht auf Tarvitz, der den Loyalisten mit der Warnung vor dem Exterminatus vorerst rettet, später die Loyalisten verrät und überläuft. Lucius gehört zu den Charakteren die man einen besonders schlimmen und grausamen Tod sterben sehen will. Nach einem Blick ins Lexicanum bleibt uns dies aber wohl verwehrt. Er trägt den Beinamen „Der Ewige“.

Positiv und negativ fällt Iacton Qruze gegen Ende auf, ihm fällt auf das er ein Rückgrat hat und für was die Sons of Horus Luna Wolves stehen. Er folgt Lokens Wunsch auf Sindermann und seine Kameraden aufzupassen. Er hat große Schwierigkeiten mit einem halb zum Astartes aufgewerteten Maggard (der stumme Leibwächter von der verstorbenen Patronella Vivar) im Zweikampf zu überwinden, es bedarf der erwachten Euphrati Keeler und ihren heiligen Beistand um Maggard aufzuhalten. Euphrati Keeler als Retter in der Not schmeckt hier zu sehr nach einer Mary-Sue. Sie fliehen zur Eisenstein auf der Nathaniel Garro von der Death Guard das Kommando übernommen hat.

Abschließend bleibt nur zu sagen das sich das Buch flüssig lesen lies, Langeweile kam nicht auf. Mehrere Auftakte zu Ereignissen in anderen Romanen versprechen das die Reihe spannend bleibt.

Meine Bewertung:

3,5 von 5 Heldentoden

Weitere Infos:

Das Buch beim Verlag

Rezi: Der Große Bruderkrieg 2 – Falsche Götter

Rezi: Der Große Bruderkrieg 1 – Aufstieg

 

 

[Rezi] Vier Beutel Asche

Autor: Boris Koch

Verlag: Heyne Verlag

Erschienen: November 2012

Format: Hardcover, 384 Seiten

ISBN: 978-3-453-26834-0

von: Sandra (Büchernische)

Jan trauert um seinen Freund Christoph, welcher bei einem Autounfall um Leben kam. Christoph starb mit 16 Jahren und alles was von ihm übrig bleibt, ist eine Urne voll Asche. An seinem 17. Geburtstag treffen sich vier seiner Freunde nachts auf dem Friedhof, an seinem Grab. Ein jeder trauert um einen Menschen, der ihm nahe stand, jeder auf seine Art. Keiner der Vier kann sich damit abfinden, dass es hier nun also zu Ende sein soll, nach der Beerdigung, auf einem dunklen Friedhof, im Schatten eines tiefwurzelnden Baumes. Weit weg von den Plänen, weit weg von der Welt, die Christoph sehen wollte. Sie fassen den Entschluss, seine Asche ans Meer zu bringen, aufgeteilt in vier Beuteln, denn Christophs letzter Wunsch war eine Seebestattung…

„Ich trauerte nicht. Trauer hatte in meiner Vorstellung etwas mit Würde zu tun, doch davon fühlte ich nichts in mir, nur Wut und Schmerz und einen blinden Hass auf alles und jeden, ich wollte irgendetwas kaputt machen. Oder irgendwen. Stumm ballte ich eine Faust, bis mir der Nächste die Hand entgegenstreckte, als würde das etwas bedeuten oder bewirken.“ – Seite 60

Boris Koch war mir vor seinem Jugendbuch mit dem aussagekräftigen Titel »Vier Beutel Asche« kein Begriff, doch nun, nachdem ich dieses Buch vorgestern zugeklappt habe und erst einmal ein wenig sacken ließ – auch im Hinblick auf viele emotionale Momente – weiß ich: Ich möchte mehr von Boris Koch lesen! Definitiv. Ich habe ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass er auch schon im Fantasy-Genre geschrieben hat und bin nun neugierig geworden, vor allem auf sein Buch »Der Königsschlüssel«. Zunächst aber zurück zu seinem aktuellen Buch:

Schlicht & wirkungsvoll

Das Cover ist schlicht, doch wirkungsvoll. Bewegungsunschärfe symbolisiert Geschwindigkeit, in mehrfacher Hinsicht wie ich denke.

Das Leben kann so schnell vorbei sein.
Die Erinnerung verwischt schneller als man es vielleicht möchte, ahnen kann.
Der Tod kam rasch, der Aufprall auf das Auto unausweichlich.
Vier Beutel Asche.

Auch typografisch hat der Heyne Verlag den richtigen Font gewählt, ganz klassisch im Typowriter-Design, es passt und harmoniert. Das Motiv gefällt mir einfach, denn es passt zum Buch, zum Thema und drängt sich nicht auf.

Emotional – authentisch – natürlich

Dieses Buch erinnert mich vom Stil her ein wenig an John Greens »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«. Das soll nun aber kein Vergleich zu diesem Autor werden, denn Boris Koch schaffte eine emotionale Atmosphäre, die mich mitriss und tief zwischen die Seiten zog. Es geht um Trauer und die Bewältigung der damit verbundenen Gefühle, das ist Herrn Koch wie ich empfinde, hervorragend gelungen. Das Buch ist keine schwere Lektüre, die man zum Schluss mit einem dicken Kloß im Hals zuklappt. Es hat seine tiefen gefühlvollen und auch sensiblen Momente, welche gerade Menschen, die einen geliebten Menschen, einen Freund verloren haben, nahe gehen werden. Doch ich habe auch geschmunzelt, ja recht häufig auch mal gelacht.

Der Ich-Erzähler – im Laufe der Handlung lernen wir ihn als Jan kennen – ist wütend und traurig zugleich. Seine Gefühlswelt und auch die der anderen drei Hauptfiguren zeichnet der Autor sehr authentisch, sehr intensiv undfarbig, jedoch ohne zu übertreiben oder gar vor Selbstmitleid zu zerfließen. Wir sprechen hier von vier Jugendlichen, die sich spontan auf eine Reise quer durch Deutschland Richtung französische Atlantikküste begeben, um – entgegen dem Willen der Eltern – ihrem Freund Christoph seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Die Spontanität hinter diesem Vorhaben wird jedoch keineswegs kindisch dargestellt, sondern die vier jungen Menschen machen sich ausreichend Gedanken, wie sie vorgehen, auch über die rechtlichen Konsequenzen. Immerhin handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt aus der Sicht der Rechtsprechung betrachtet, die Totenruhe zu stören und eine Urne auszubuddeln. Doch die Vier sind sich ihres Handelns und der damit verbundenen Problematik zu jeder Zeit bewusst. Das ist eine Tatsache, die dem Buch einen gewissen heldenhaften Charakter verleiht. Entgegen allen Unmutes, aller Widrigkeiten wollen die Jugendlichen unbedingt den testamentarischen Wunsch Christophs erfüllen, auf hoher See bestattet zu werden und nicht auf einem Friedhof an einem Ort zu liegen, den er schon zu Lebzeiten liebend gerne verlassen wollte.

„Bestimmt ketten Grabsteine eine Seele fest und verhindern, dass sie frei mit den Winden reist, hat er mal gesagt, und: Seeleute haben es echt besser.“ – Seite 251

Packend bis zur letzten Seite

Der kontinuierliche Spannungsbogen in »Vier Beutel Asche« wird vor allem durch die Sorge, erwischt zu werden beziehungsweise die kostbare Fracht hinten im Gepäckträger des Motorrollers zu verlieren, durch die Seiten getragen und lässt dabei zu keinem Zeitpunkt nach. Gebannt verfolgte ich das Geschehen, hoffte mit den Protagonisten und war immer wieder froh zu lesen, dass sie trotz der Aufgabe nicht ihre Fröhlichkeit einbüßten. Im Gegenteil, sie planschen ausgelassen in einem Bach, setzen ihren Kumpel in Form eines der vier Beutel Asche zwischen sich, um ihn an ihrer Runde “teilhaben” zu lassen und lernen sich im Laufe ihrer spontanen Reise Richtung Frankreich immer besser kennen.

„Christophs Tod hatte uns aus der Bahn geworfen, und dass wir uns hier getroffen hatten, verband uns auf seltsame Art. Auch andere hatten ihn verloren, aber wir waren diejenigen, die nachts kamen, wenn der Friedhof geschlossen war und die Welt im Dunkel lag. Getrieben von Schuldgefühlen oder Sehnsucht oder dem Gefühl, dass alles falsch lief.“ – Seite 95

Geschickt ließ der Autor einfließen, in welcher Beziehung jede der vier Personen mit dem Toten stand. In Kursivdruck abgesetzt in Kapiteln wird mit Hilfe von Rückblenden erzählt, wie Selina, Lena, Jan und Maik Christoph kennengelernt haben, was sie mit ihm erlebt haben und warum er ihnen wichtig war. Getragen von locker leichter Erzählkunst verbunden miteloquenter, intelligent gewählter Ausdrucksweise entsteht hier ein sehr authentisches Bild direkt aus dem Leben, als ob man ebenjene Geschichte als Leser selbst mit dem Nachbarsjungen von nebenan erlebt haben könnte. Boris Koch findet genau die richtigen Worte, den Leser mit der Geschichte zu packen, nicht nur auf emotionaler Ebene. Ich bin wirklich sehr angetan von diesem Buch, gerade auch weil der Autor eben nicht betont cool schreibt, er schreibt lässig, legt den Jugendlichen natürlich auch entsprechende Worte in den Mund, aber er übertreibt es eben nicht. Ich wage hier mal zu behaupten, dass dies oft einen deutschen Autor von einem amerikanischen Jugendbuchautor unterscheidet. Mir fiel in letzter Zeit häufiger auf, dass mir gerade der amerikanische Highschool-Slang oft auf die Nerven ging. Es war daher eine willkommene Abwechslung, dieses Buch zu lesen. Das wurde mir allein schon durch die Textstelle klar, in welcher beschrieben wurde, wie sehr sich ein fast 17jähriger mit dem Thema Tod, Nachlass und Testament auseinander gesetzt hat. Das kommt wohl auch nicht oft vor, dass ein junger Mensch jedes Jahr aufs neue darüber Gedanken macht, wem er was nach seinem Ableben hinterlassen möchte, welche Menschen ihm wirklich wichtig sind und wen er zu seinen wahren Freunden zählen möchte. Das sind tiefsinnige Gedankengänge, die mich einfach beeindrucken und überzeugen konnten.

„Wie kann das Ziel des Lebens ewige Leblosigkeit sein?“ – Seite 121

Ein absolutes Must-Read!

Auch in »Vier Beutel Asche« befinden sich die Protagonistin mitten in der Pubertät, doch gerade dieses Buch beweist, dass sie zwar zu recht unkonventionellen, gar verbotenen Methoden greifen, aber sie denken sich etwas dabei, sie handeln konsequentlogisch und sind sich dessen auch bewusst. Da der jugendliche Jargon nicht übertrieben dargestellt wurde, wird das das Buch auch erwachsene Leser ansprechen. Während sich die Zielgruppe klar mit den Personen identifizieren kann, erfreut sich der erwachsene Leser an der gut durchdachtengefühlvollen und auchabenteuerlichen Fahrt zweier – mit vier Plastikbeuteln Asche im Gepäck –  fahrender Motorroller über deutsche Landstraßen Richtung französische Küste. Dabei stehen aber nicht so sehr die Landschaft im Vordergrund als vielmehr die Akteure selbst.

Mitten auf dem Parkplatz bildeten wir einen Kreis, der mathematisch gesehen natürlich auch ein Viereck sein konnte. Wir waren vier Punkte, es kam darauf an, wie man uns verband. Wie, das wusste ich nicht, aber wir waren verbunden – Seite 143

Die Botschaft des Buches, den letzten Wunsch eines Menschen zu akzeptieren, hat der Autor in seinem Buch auf ganz wundervolle und besondere Weise umgesetzt. Gerade die ersten Seiten des Buches sind hochemotional, voller Wut auf den Verursacher des Unfalls und dennoch fand ich schnell einen Zugang zum Icherzähler. Das liegt mitunter daran, dass ich seine Gefühle bestens nachvollziehen und nachempfinden kann. Manch einem wird der Einstieg evtl. ein wenig schwer fallen, da man als Leser gleich recht hart mitten ins Geschehen geworfen wird, aber spätestens nach dem Kennenlernen der anderen Hauptpersonen fühlt man sich mehr und mehr mit diesem Buch verbunden. Es geht um Schuld, auch um Rachegedanken, umTrauer – Gefühle, die Boris Koch treffend zur formulieren weiß und welche dem Buch viel Leben einhauchen. Ich kann gar nicht so viele Zitate nennen, wie ich gerne möchte denn dieses Buch ist voll von Sätzen, die in meine Zitatesammlung wandern werden, denn sie geben sehr treffend das wieder, was ich selbst zum Thema Tod & Trauerbewältigung denke.

Mein Fazit

Wie sehr ein tragisches Erlebnis Menschen zusammenführen, ja zusammenschweißen kann, wie sehr Gemeinsamkeiten zarte Bande knüpfen können, beweist dieses Buch! Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, »Vier Beutel Asche« zu lesen, es ist ein Buch für alle Menschen, die gefühlvoll lesen, aber auch schmunzeln wollen. Authentizität, Sensibilität mit dem Thema Trauerbewältigung & Emotionalität sind die Stärken dieses einzigartigen Jugendbuches! Lesen! Jetzt!

Meine Wertung

5 von 5 Beutel

 

[Rezi] Falsche Götter – Der Grosse Bruderkrieg 2

Autor: Graham McNeill

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 448 Seiten

Erschienen: 2009

ISBN: 978-3-453-52558-0

von: Jaguarrr

Der zweite Teil, welcher den Leser in die Zeit des Großen Kreuzzugs führt, stammt aus der Feder von Graham McNeill.

Zum Inhalt:

Wieder folgen wir Hauptmann Garviel Loken in seine Kämpfe an der Seite von Kriegsmeister Horus. Den Anfang der Geschichte macht jedoch Petronella Vivar, ein ambitionierten Sprössling einer Adelsfamilie von Terra. Sie wird die persönliche Memoratorin von Horus. Loken tritt mit Ignace Karkasy in Kontakt. Der Dichter soll Erebus, einem Ordenspriester der Word Bearers, einschätzen. Loken betrachtet den Einfluss den der Word Bearer auf Horus hat mit Sorge. Erebus ist mit Nachricht bei der Flotte des Kriegsmeisters eingetroffen die auf Davin, einem Planeten den die Sons of Horus vor Jahren in das Imperium eingegliedert hatten, die imperialen Truppen rebellieren. Horus, der damals noch nicht der Kriegsmeister war, betrachtet es als einen Angriff auf seine Ehre und übergeht die Einwände seines Mournivals selbst die Speerspitze anzuführen die den Aufstand niederschlagen soll.

Auf Davin wird die gesamte Macht der 63. Expeditionsflotte abgesetzt und rückt durch einen unnatürlichen Sumpf vor. Sie werden von animierten Leichen der zurückgelassenen Truppen überrascht und angegriffen. Nach heftigen Kämpfen erreichen sie das niedergegangene Kommandoschiff der Besatzungstruppen das erst als Basis vermutetet wurde. Horus und seine Speerspitze dringen in das Schiff ein um die Sache endgültig zu regeln. Im Schiff wird Horus von seinen Astartes getrennt und steht Eugan Temba, dem Kommandanten der Besatzungstruppen allein gegenüber. Dieser ist vom Chaos verdorben und so selbst für den Primarchen eine Gefahr, er schafft es Horus schwer zu verwunden bevor er niedergestreckt wird. Horus Verletzungen sind so schwer, dass er ihnen zu erliegen droht und die Sons of Horus sind sich uneins ob sie Erebus Vorschlag folgen sollen Zauberei zu nutzen um das Leben des Primarchen zu retten.

Mein Fazit:

Ich muss sagen das mir der zweite Teil bei weitem mehr Spaß gemacht hat als der Erste. Ohne Kenntnisse aus dem ersten Teil wird man sich allerdings etwas verloren vorkommen. Positiv fällt auf, das es mehr Kapitel gibt. in denen auf andere Charaktere eingegangen wird (und das diese Kapitel auch wichtig sind). Ich habe das Buch nie weggelegt weil mir langweilig wurde.

Die tragischste Gestalt in diesem Buch ist wohl Primarch Magnus, welcher versucht Horus vor einem schrecklichen Fehler zu bewahren, als dieser dem Heilungsritual unterzogen wird. Ich bin jetzt schon interessiert was weiterhin im Zyklus passiert.Graham McNeill macht die Trilogie mit dem zweiten Teil interessanter.

Meine Bewertung:

4,25 von 5 Lupercals

Weitere Infos:

Buchseite beim Verlag

[Rezi] Aufstieg – WH40K – Der Große Bruderkrieg 1

Autor: Dan Abnett

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 448 Seiten

Erschienen: 209

ISBN 13: 978-3-453-52535-1

von: Jaguarrr

Dan Abnett nimmt uns in die grimmige und dunkle Zukunft des 41., äh, 31. Milleniums zu Zeiten des Grossen Kreuzzuges im Warhammer 40k Universum mit. Das Cover zeigt uns Luna Wolves die auf eine Befestigung zustürmen.

Zum Inhalt:

Den größten Teil der Ereignisse schaut der Leser Garviel Loken über die Schulter. Die Geschichte beginnt auf der Welt 63-19, die in das Imperium eingegliedert werden soll. Auf Terra wurde die Entscheidung getroffen das die Legionen der Astartes von so genannten Memoratoren begeleitet werden sollen. Memoratoren sind Poeten, Dokumentaristen und Fotografen deren Aufgabenbereich eher an Barden als an Kriegsberichterstatter erinnert. Loken ersetzt Hastur Sejanus, welcher auf 63-19 fiel, im Mournival. Als einer von vier Astartes dient er nun Kriegsmeister Horus als Berater, Ratgeber und auch politisches Instrument. Auf 63-19 ist die Imperiale Armee derweil damit beschäftigt die Eingliederung zu vollenden und hat Schwierigkeiten in den Flüsterspitzen, einer Gebirgskette. Horus entsendet Loken und die 10. Kompanie um die Sache zu beenden. Es endet allerdings damit das sich Sergeant Xavyer Jubal verwandelt und gegen seine Waffenbrüder wendet. Nur mit großer Mühe und unter vielen Verlusten konnte Jubal besiegt werden.

Bestürzt und im Glauben in seinen Pflichten versagt zu haben kehrt Loken mit seiner Kompanie zur Flotte zurück. Horus eröffnet Loken in einem privaten Gespräch was Jubal dazu gebracht hat sich gegen seine Brüder zu wenden und auch um Loken zu versichern, das er keineswegs versagt hat. Doch was hat dieses Medallion zu bedeuten das Loken beim Ausräumen von Jubals Räumlichkeiten findet?

Mein Fazit:

Loken als Hauptcharakter gefällt mir sehr gut, es ist gleichzeitig schade und interessant das man fast nur seinen Erlebnissen folgt. Man hat das Gefühl man verpasst viele wichtige Ereignisse die sich im Hintergrund abspielen. Die Wahl die Geschichte aus der Ich-Perspektive zu erzählen hätte diesem Abhilfe geschaffen. So wirkt das Kapitel (1. Teil, 5. Kapitel) in dem der Leser Ignace Karkasy, einen Poeten der Memoratoren, verfolgt wie ein misslungener Versuch einen anderen Blickwinkel der Geschichte zu erzählen. Alles was ich aus diesem Kapitel mitnahm ist das die Bewohner von 63-19 nicht besonders glücklich über ihre zerbombte Stadt sind und das Memoratoren die besoffen durch die Straßen ziehen und über die Vergänglichkeit von allen Dingen ,auch dem Imperium, lamentieren von imperialen Gardisten todgeprügelt werden. Ein Kapitel das ich als überaus irritierend empfand bis zu dem Zeitpunkt als Ignace Karkasy später wieder auftauchte. Ich dachte mir „Oh. Er lebt… Warum? Wozu? Was soll dieses Kapitel?“

Die Einblicke in die Zeit als alles noch in Ordnung war, naja… relativ in Ordnung, ist interessant. Lokens Abenteuer weiterzuverfolgen wird mir Spaß machen, auch wenn er wohl ein tragisches Ende haben wird.

Die deutsche Übersetzung ist korrekt, wobei das nicht immer eine gute Sache ist. Battlebrother mit Schlachtenbruder zu übersetzen ist… korrekt, hat aber nicht den gleichen eindeutigen Klang wie Waffenbruder. Schlachtenbruder klingt so nach Metzgerei Horus & Söhne. Wenn (und ich sage WENN) man Titel, Ränge und Eigennamen übersetzt so sollte stimmungsvoll übersetzt werden, 1-zu-1-Übersetzungen werden häufig ungewollt komisch. Ja, dieser Absatz richtet sich an den Verlag.

Das Buch liest sich gut und ist dahingehend geschickt das ich weitere Bände lesen möchte. Es fixt an und das ist was ein erster Band einer Reihe tun sollte.

Meine Bewertung:

3,25 von 5 verprügelten Memoratoren

[Rezi] Cyberabad

https://i2.wp.com/www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/351_52973_119820_xxl.jpgAutor: Ian McDonald

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 800 Seiten

VÖ: Juli 2012

ISBN 13: 978-3-453-52973-1

Preis: 10,99 €

von: Martin Wagner

Vermutungen über die nahe und ferne Zukunft sind fester Bestandteil vieler Unterhaltungen, denn auch wenn der Mensch in der Gegenwart lebt, ist es doch die Zukunft für die er lebt. Es ist deshalb nicht überraschend, dass sich Bücher, Filme und Fernsehserien, die sich mit der Zukunft beschäftigen, großer Beliebtheit erfreuen. Es ist dabei auch egal, ob es sich um fiktionale oder wissenschaftliche Umsetzungen des Themas handelt, die Zukunft interessiert immer.

Selbstverständlich verkaufen sich fiktionale Bücher und Filme besser als wissenschaftliche und das haben einige Autoren frühzeitig erkannt. Der Engländer Ian McDonald ist einer der bekanntesten Vertreter dieser Zunft und macht vor allen Dingen durch seine realistische Sicht auf zukünftige Errungenschaften von sich reden. Auch seiner neuester Roman „Cyberabad“, der in Deutschland beim Wilhelm Heyne Verlag erschienen ist, zeichnet sich dadurch aus und wurde vollkommen zurecht mit dem British Science Fiction Association Award ausgezeichnet. Der Roman entführt den Leser ins in der Moderne angekommen Indien des Jahres 2047 und in eine Zeit, in der sich die Zukunft der Menschheit entscheidet.

Um die Zukunft der Menschheit kämpfen in „Cyberabad“ zehn Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unter diesen zehn bedeutenden Menschen sind auch ein Gangster, dessen Schulden ihn dazu zwingen gegen die eigenen Überzeugungen zu handeln, zwei Wissenschaftler, die eine Entdeckung machen, die direkt mit der Zukunft der Menschheit zusammenhängt, ein Polizist, der das Wissen und die Waffen besitzt, um eine entscheidende Rolle zu spielen, eine mysteriöse junge Frau mit besonderen Fähigkeiten, ein Politiker und seine große Liebe, und ein Stand-Up Comedian, der sein Leben um 180 Grad drehen muss, als er ein Drittel des großen Familienunternehmens erbt. Im Jahr 2047 ist Indien nicht mehr was es heute ist, Provinzen haben sich abgespalten und alte Feindschaften wurden neu entfacht und ein Krieg bricht aus. Gleichzeitig sorgt eine Dürre dafür, dass der Ganges kaum mehr als der Fluss Indiens sondern nur noch als Flüsschen vorhanden ist. Doch diese politischen und geologischen Probleme sind nur ein Faktor, der das Schicksal der Menschheit beeinflusst. Viel entscheidender sind der gesellschaftliche Wandel und die wissenschaftliche Entwicklung. Künstliche Intelligenzen sind seit Jahren aus den Medien und den Firmen nicht mehr wegzudenken und haben mittlerweile einen großen Einfluss. Bisher war es jedoch verboten eine KI zu schaffen, die dem Menschen überlegen ist. Leider lässt sich auch bei Künstlichen Intelligenzen die Evolution nicht dauerhaft verhindern und es kommt, wie es kommen muss und noch viel schlimmer als man es erwartet.

Viele Protagonisten, viele Antagonisten und viele Handlungsstränge führen dazu, dass man als Leser fast 100 Seiten braucht, bis man im Buch angekommen ist und die Zusammenhänge, die nicht überall klar zu erkennen sind, versteht. Hat man diese 100 Seiten aber hinter sich gebracht, erlebt man ein Lesevergnügen, das man so selten erlebt hat. Die Protagonisten und Antagonisten sind rund und man genießt schon bald deren Eigenarten, ihre Stärken und vor allen Dingen ihre Schwächen. Neben den Figuren sind es aber vor allen Dingen die möglichen technischen Entwicklungen, die McDonald einführt und vorstellt, die überzeugen können. Künstliche Intelligenzen, Drohnen, voll digitale Fernsehshows und vieles mehr lassen den SciFi-Fan lächeln und träumen. Protagonisten und technische Dinge sind aber nicht alles, was man für einen guten Roman braucht. Die Geschichte muss auch stimmig sein und auch das gelingt McDonald spielend. Einige Dinge sind zwar vorhersehbar, andere jedoch kommen völlig unerwartet und beides zusammen führt zu einem spannenden wissenschaftlichen Thriller, der völlig zurecht bereits in England preise gewonnen hat.

Fazit: „Cyberabad“ vom Meister der Science-Fiction Romane Ian McDonald ist ein spannender Thriller mit vielen Figuren und vielen Handlungssträngen, in den man sich langsam hinein finden muss, um ihn dann völlig genießen zu können. Realistische technische und politische Entwicklungen und Exotik, mehr kann man nicht mit SciFi machen.