[Rezension] Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst

Autor: Patzy Llaleena
Verlag: Zauberfeder Verlag
Format: Gebunden
Seitenzahl: 104
Erschienen: 2014
ISBN-13: 978-3-938922-42-2
Preis: 19,90 €

von: QuackOnaut

Nachdem ich aus dem Zauberfeder Verlag schon das offizielle Kochbuch zu Game of Thrones und „Viele Köche verbessern den Brei“ hatte, wollte ich es mir nicht nehmen lassen auch mal einen tieferen Blick in Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst zu werfen. Was man da so kredenzt bekommt, möchte ich Euch mit den folgenden Zeilen näher bringen.

Klappentext:
hier ist das Auge mit: Im Kochen wie die Halblinge – Von der schönsten Kunst illustrieren liebevolle, handgezeichnete Abbildungen die mehr als 50 Rezepte. Darunter finden sich Leckereien für den ersten Hunger (vor zweitem Frühstück und 11-Uhr-Imbiss), warme Gerichte, um über den Tag zu kommen, Süßwaren zur Abrundung und verschiedene Appetithappen für zwischendurch.

Mit diesem Kochbuch ist der Leser also jederzeit auf überraschende Besuche von Zwergen und Zauberer vorbereitet und kann ihnen blindlings in gefährliche Abenteuer folgen … nach einer ausgiebigen Mahlzeit!

Zum Inhalt:
Wirft man einen Blick auf das Cover dieses kompakten Kochbuches, blickt man auf das Konterfei eines Halblings. Mit seiner Kochmütze, dem Halstuch und der Küchenschürze, wirkt unser Halbling als käme er gerade von einer kulinarischen Entdeckungsreise quer durch Frankreich zurück. Die Illustration wirkt in Kombination mit dem restlichen Cover schon fast Märchenhaft, was dem Ganzen weniger den Charakter eines Kochbuchs sondern vielmehr dem eines Märchenbuchs verleiht. Dieser Eindruck wird sogar noch verstärkt, wenn man durch die Seiten des Buches blättert. Die liebevollen Illustrationen zu den Rezepten und Gerichten, sowie die gewählte Schrift sorgen für ein Flair von liebevoll gestaltetem Kinderbuch. Doch das ist nicht negativ gemeint. Im Zusammenspiel mit den Gerichten bzw. Rezepten entfaltet das Design seine volle Wirkung. Wo wir gerade bei den Rezepten sind, so wurden hier nicht weniger als 50 Stück zusammengetragen. Sehr viele der Gerichte wird der ein oder anderen sicherlich schon gekostet haben, aber das ist ok. Es sind alles grundsolide Gerichte, welche nicht schwer zuzubereiten sind und eigentlich jedem schmecken sollten. Doch ich presche etwas vor. Also alles zurück auf Anfang.
Nach dem Aufschlagen erwartet uns nach den Verlagsinformationen das Inhaltsverzeichnis. Hier können wir uns einen ausführlichen Überblick über das verschaffen was uns in diesem Kochbuch erwartet. Dabei fällt direkt auf, dass die Gerichte in vier Gruppen eingeteilt sind. Dabei wurden für die Gruppenüberschriften sehr liebevoll formulierte Umschreibungen für Frühstück, Mittag & Abendbrot, Desserts und Snacks gewählt.
Nach dem Inhaltsverzeichnis kommt das Vorwort mit der sehr passenden Überschrift „Von der schönsten Kunst – übers kochen!“ Wer bis jetzt noch nicht die rechte Lust gehabt haben mag dieses Kochbuch zu durchstöbern oder zu kochen, wird es spätestens nach diesen motivierenden Zeilen nicht abwarten können einige der Gerichte zu kochen.
Nach den Vorwort geht es direkt mit der ersten der eingangs erwähnten Kategorien los, dem Frühstück. Sehr nett gemacht gibt es hier, wie zu jedem Kapitel einen entsprechenden Einleitungstext, der sich ein wenig so ließt als wenn sich unser Halbling vom Cover für ein bevorstehenden Abenteuer stärken möchte. Wie schon erwähnt macht das gesamte Buch den Eindruck eines Märchens und so wird diese Philosophie auch bei den Rezepten selbst umgesetzt. Das Schriftbild erinnert an die Handschrift eines Kalligraphen, die Texte selbst sind von ihrer Formulierung an das Mittelalterliche angelehnt und die phantastischen Illustrationen würzen das ganze. Die Zutaten werden ausführlich aufgelistet und farblich vom übrigen Text abgehoben aufgelistet. Wer jetzt wie ich verwundert den Kopf schütteln mag und sich fragt: „Was zum Gandalf meinen die mit einer dreiviertel kleinen Schüssel als Maßeinheit und wie viel soll das ein?“, dem sei gesagt: „Keine Panik!“ – auf den letzten Seiten des Kochbuchs werden diese Maßeinheiten Gramm genau erklärt. Liest mach sich die Zubereitungsanweisungen durch, wird schnell klar das hier auch auf Leihen geachtet wurde. Die Formulierungen sind zwar an das Mittelalterliche angelehnt, sind aber dennoch gut verständlich und so ausführlich, das wirklich jeder mit dem Rezept zurecht kommen sollte. Wiederum farblich abgesetzt, gibt es zu den Rezepten kleine Anmerkungen, Tipps und Kniffe die zum Gelingen beitragen.

Hat man sich dann durch die ganzen Rezepte durchgekocht, oder zumindest geblättert, bekommen wir noch eine ausführliche Erklärung „zum Dutch oven“ oder „zu den Maßangaben“, so dass wirklich nichts mehr schiefgehen kann. Zu guter Letzt gibt es noch einen Index, in dem man ganz schnell nach Rezepten zu bestimmten Zutaten suchen kann.

Mein Fazit:
Ein kulinarischen Märchen zum miterleben! – Der Zauberfeder Verlag hat mal wieder sein goldenes Händchen für die thematisch passende Umsetzung eines Kochbuchs unter Beweis gestellt. Von der ersten Seite bis zum Index hatte ich den Eindruck in einem Märchen der Ingredienzien entführt worden zu sein. Die ausgewählten Rezepte sind grundsolide und die wenigen die ich ausprobiert habe, konnten mich allesamt überzeugen.
Die großartigen Illustrationen, die gewählte Sprache und die vielen liebevollen Details bis hin zu den Maßangaben erzeugen eine wahrhaft märchenhafte Atmosphäre.

Das Buch eignet sich auch sehr gut als Dekoration und Blickfang in der Küche. So mache meiner Gäste haben das Buch in die Hand genommen darin geblättert und mich gefragt wo ich es her habe. Da vielen Aussagen wie: „ cool, …. ist ja irre …, hey das muss ich auch haben ….“ und der gleichen!

Meine Wertung:
5 von 5 „Herren der Servierten(ringe)“

[Rezi] Die Legenden der Elben – Verbannt (Legenden von Foresun 1)

Autor: Daniel Isberner

Reihe: Legenden von Foresum

Verlag: CreateSpace Independent Publishing

Format: Taschenbuch, 326 Seiten

Erschienen: Juni 2014

ISBN 13: 978-1497396241

von: Würfelheld

Aregas ein Kindselb welcher sehnsüchtig auf seine Mannesernennung, sprich seine Volljährigkeit wartet, muss sich immer wieder der Schikane einiger älterer Elben erwehren, so auch die seines Bruders. An seinem achtzehnten Geburtstag hat dann Helaä, Areges Gefährtin, in der Dorfschenke einen Tisch für sie reserviert, denn Areges soll diesen Abend nie vergessen.

Als das junge Pärchen in der Schenke eintrifft, erhalten sie einen Tisch in einen der hinteren Räume, welche vom üblichen Treiben separiert sind, sodass sie ganz ungestört sind. Als sich das Pärchen bequem gemacht hat, werden sie von Dorfältestensohn Jolin gestört. Dieser geht in seinem besoffenen Zustand auf Aregas los und beleidigt diesen aufs Übelste. Nach einigen Wortduellen platz Aregas der Kragen und der junge Elb attackiert den ungebetenen Gast. Ob durch den übermäßigen Alkoholkonsum oder durch Zufall, am Ende der Prügelei liegt Jolin, mit einer Kopfwunde, tot auf dem Boden.

Aregas beschließt seine Gefährtin zu schützen und schickt diese weg. Einige Zeit später stellt sich Aregas dann seinem Schicksal. Der Elb wird von Ältestenrat, welcher auch Jolins Eltern als Mitglieder zählt, des Dorfes verbannt. Mit ein paar Habseligkeiten findet sich Aregas etwas später in der Außenwelt, also der Welt außerhalb seines Stammes wieder.

Nachdem der Schock über die Verbannung ein wenig aus seine Glieder gefahren ist, begibt sich Aregas auf reisen.

Der Elb kann bei seiner nun folgenden Reise nicht glauben was er alles zu Gesicht bekommt und hinterfragt permanent das Handeln seiner Rasse und seines Stammes. Dabei gerät er immer weiter in ein Netz aus Legenden, Tradition und Lügen. Weiterhin muss Aregas sehr schnell und hart lernen, dass das Leben nicht nur aus Sonnenseiten besteht und das er immer mit letzter Konsequenz handeln muss. So entwickelt sich aus den Kindselb innerhalb weniger Wochen, einer der gefährlichsten Elben aller Zeiten. Aregas ist über diese Wandlung selbst sehr überrascht, aber solange er seinem Ziel, welches sich immer klarer darstellt, näher kommt, nutzt er diese Wandlung.

Mein Fazit:

Daniel Isberner startet mit diesen Band seine Steamfantasy-Reihe Legenden von Foresum. Man bekommt ein Buch an die Hand, welches einen keine Verschnaufpause gönnt, denn Aregas stürzt von einer Szene in die nächste. Die Handlungsorte, die Protagonisten und die gebotene Atmosphäre sind stimmig und sorgen für viel Lesespaß, auch wenn man auf etliche Klischees trifft, aber Isberner möchte das Rad ja nicht neu erfinden.

Der Plot verläuft größtenteils sehr gerade und man wird leider zu selten überrascht. Leider wird bei der ein oder andere Szene, aufgrund der schnellen Erzählweise, einiges an Potenzial verschenkt. Außerdem störte mich ab und an die Protagonistensprache, diese war mir zu unausgewogen bzw. unpassend..

Alles in allen, sollte man diesem SelfPublishing Roman mal anlesen, um sich selbst in die Welt der Legenden ziehen zu lassen.

Meine Wertung:

3,5 von 5 Drachenblüter