[Rezi] WH40K Deathwatch Grundregelwerk

Herausgeber: Heiderlberger Spieleverlag  ISBN: 978-3-942857-04-8  Preis: € 49,95

Mit Deathwatch findet ein weiterer Band des WH40K Rollenspiels den Weg in die Spieleläden. In Deathwatch verkörpern die Spieler einen der legendären Beschützer der Menschheit im 41. Jahrhundert, die Space Marines. Hier dürfen die Spieler den Schlimmsten was das Universum zu bieten hat gegenübertreten, sei es Xenos oder die Chaos Space Marines.

Bei der Aufmachung des Buches stösst man auf die, durch Schattenjäger und Freihändler bekannte Hardcoveroptik. Die knapp 430 Seiten bieten eine gute Aufmachung, welches auch den gut dosierten Einsatz von Illustrationen zu verdanken ist.

Zum Inhalt:

Das Buch ist in vierzehn Kapitel gegliedert, welche für eine flüssige Abfolge der benötigten Daten sorgt. Um hier einen genauen Überblick zu liefern, erhält hier jedes Kapitel eine kleine Einzelbetrachtung.

0 EINLEITUNG

In der Einleitung erhält man einen guten Überblick worum sich Deathwatch dreht. Man erfährt wie Space Marines erschaffen werden und wem sie dienen, dem Orden der Deathwatch, sprich am oberen Ende der Nahrungskette, den Ultimativen.

1 CHARAKTERERSCHAFFUNG

Die Erschaffung eines Space Marine erfolgt als erstes durch das Auswürfeln der Attribute die dann noch mit Modi versehen werden. Anschließend findet die Wahl des Ordens statt. Hier finden sich sechs zur Wahl. Ist dies erfolgt werden die Spezialfertigkeiten ausgewürfelt und man muß seinen Marine eine Spezialisierung geben. Danach gibt es noch ein paar persönlichkeitsbildenende Maßnahmen.

2 SPEZIALISIERUNGEN

Hier finden man sechs Pfade der Spezialisierungen vor, welche in den Vorgängern als Karrieren beschrieben wurden. Diese decken einen Großteil eines Teams ab, jedoch bieten sie nicht so ein großes Spektrum wie bei Freihändler oder Schattenjäger.

3 FERTIGKEITEN

Wie aus den Vorgängern bekannt, basiert auch Deathwatch auf den Prozentsystem. Man findet hier weiterhin viele Fertigkeiten vor, die teilweise bis ins kleinste ausgearbeitet wurden.

4 TALENTE UND EIGENSCHAFTEN

Hier kann man seinen bis dato talentfreien Charakter, aus einer Liste von über einhundert Talenten, ausstatten. Weiterhin gibt es hier auch die Eigenschaften die in der Regel mentale Gegebenheiten beschreiben.

5 AUSRÜSTUNG

Implantate, Kampfdrogen und Waffen finden mit diesem Kapitel ihren Platz im Buch. Die gebotene Auswahl ist umfassend und reicht aus um Abwechslung bei der Wahl sselbiger zu schaffen. Diese Wahl erfolgt hier allerdings nicht über Geld, da Space Marines ja mehr oder minder Mönche sind und den Eigenbesitz abgeschworen haben, allerdings gibt es für die Wahl z.B. Ruhmpunkte.

6 PSI-KRÄFTE

Das 41. Jahrhundert erweist sich für Psioniker nicht als leichtes. Allerdings wer sich vor dieser Kraft nicht fürchtet findet hier genügend Ausprägungen der PSI um seinen Charaktere individuell damit auszustatten.

7 DAS SPIEL

Hier wird einem zuerst das in Deathwatch verwendete Prozentwürfelsystem erklärt. Dieses sollte schnell begreiflich sein und sollte somit ein permanentes Regelnachschlagen verhindern. Weiterhin werden die Regeln für den Einsatz von Schicksalspunkten erklärt. Wobei man dieses schnell auf die Faktoren Wurfwiederholung, Wiederherstellung von Lebenspunkten und Todesangriff überleben herunterbrechen kann.

Anschließend folgen die Deathwatch spezifischen Einzel- und Teammodis. Danach kann man noch mehr zu der Ordenszugehörigkeit und deren Auswirkung im Kampf erfahren.

Hat man dieses hinter sich, so stösst man auf Missionen. Diese sind Spielleiterfutter und erklären diesem wie man Missionen aufbaut, leitet und wie die entsprechenden Berechnungen für die Requirierungspunkte funktioniert.

8 KAMPF

Space Marine zu sein, bedeutet kämpfen. Somit ist man in diesem Kapitel gut aufgehoben, den hier werden einen die Grundlagen des Kampfes erklärt. So geht es wie in den Vorgängern auch hier der Reihe nach zur Sache. Jeder Space Marine darf zwischen zwei halben oder einer vollen Aktion unterscheiden und diese ausführen.

Zum Kampf gehören in der Regel auch Verletzungen. Diese findet man ebenfalls mit vielen Ausprägungen in diesem Kapitel wieder.

9 DER SPIELLEITER

Zuerst findet man eine knappe Einführung ins Spielleiten. Danach werden dem Spielleiter Informationen zum Aufbau einer Mission, Interaktion und Charakterrichtlinien an die Hand gegeben.

Zusätzlich findet der Spielleiter Hinweise wie er es schafft Deathwatch nicht nur brutal und kampforientiert zu leiten und somit den Spielspaß nicht zu schnell abklingen zu lassen und seinen Spieler neue Herausforderungen zu bieten.

10 DAS IMPERIUM

„Willkommen im Kriegsgebiet“ könnte hier die Überschrift lauten. Hier wird der Fokus auf die im Imperium befindlichen Kriegsgebiete gelegt. Ebenfalls erhält man einen Einblick in die wichtigsten Institutionen die das große Imperium zu bieten hat.

11 DEATHWATCH

Die Heimat der SC, sprich der Geheimorden den die SC angehören wird hier genau unter die Lupe genommen. So erfährt man mehr über die Riten, Bräuche und Privilegien der Ordensmänner.

12 JERICHO WALLS

Die Jericho Walls ist der Winkel des Imperiums an dem sich die Space Marines am wohlsten fühlen, den hier ist das Schlachtfeld welches in Deathwatch das Hauptaugenmerk darstellt. Man erfährt alles wissenswerte um so lange wie möglich in den wohl nie endenden Krieg gegen die vorrückenden Tyraniden zu überleben. Also der Reiseführer für jeden Space Marine.

13 ANTAGONISTEN

Kenne deine Feinde, aber deine Freunde um so mehr“, so oder so ähnlich könnte man dieses Kapitel auch beschreiben, den hier findet man die wichtigsten NSC die von den Space Marines angetroffen werden können.

14 EVAKUIERUNG

Mit „Evakuierung“ erhält man eine kurze Mission an die Hand. Diese führt die Marines auf eine Bergung. Das Abenteuer vermittelt einen ersten Eindruck von der düsteren Hintergrundwelt und bringt einem praktisch die Regeln nahe.

Das Fazit zur Deathwatch

Wer sich der Thematik von Deathwatch bewusst ist, findet hier ein gut aufbereitetes Grundregelwerk vor. Die Charaktererschaffung geht leicht von der Hand, die Regeln sind schnell aufgenommen und der Hintergrund bietet viel Platz für Missionen. Allerdings muß man sich darüber im klaren sein, das man mit Deathwatrch auch schnell an die Grenzen des Spielbaren gelangen kann, den eine Tendenz zu Gemetzel und Charakterverbesserung / – optimierung ist klar zu erkennen.

4,25 von 5 Space Marines

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