Media Monday #246

Es ist wieder Montag, also wandert der Blick rüber zum Medienjournal-Blog auf die neuste Ausgabe des Media Monday. Also dann, ohne Umschweife mal losgelegt.

Weiterlesen „Media Monday #246“

[5. WOPC] Die Preisübersicht

Hiermit möchten wir Euch unseren Sponsoren präsentieren und wie Ihr sehen könnt, haben diese sich wiedereinmal nicht lumpen lassen und haben den Gabentisch reichlich gedeckt. Dafür an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank!
Für genauere Infos klickt bitte auf die Logos!

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ArtSkriptPhantastik_groß2x Roman „Dämonenbraut“ von Christina M . Fischer
2x Roman „Das schwarze Kollektiv“ von Michael Zandt
2x Roman „Wien – Stadt der Vampire“ von Fay Winterberg
2x Roman „Vor meiner Ewigkeit“ von Alessandra Reß
2x Anthologie „Vampire Cocktail“von S. Mühlsteph & D. Mildes
** 2x Antologie „Steanpunk 1851“
2x Anthologie „Masken“
2x Anthologie „Steampunk Akte Deutschland“
2x Anthologie „Die Damen der Geschichte“

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* 1x eBook „Gottesauges 1+2“ Paket („Rabenflüstern“ und „Krähentanz“ von Philipp Schmidt)
* 1x eBook „Frozen Future“ Paket („Froststurm“ von Jan-Tobias Kitzel und „Kalte Zukunft“ von Benjamin Blizz)

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Erdenstern_Logo** 1x signierte CD „Into the White“
1x signierte CD „Aqua“

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fslogo** 1x Engel Grundregelwerk
1x Kleine Ängste Grundregelwerk
1x Eberron Kampagnenwelt
1x Die dunklen Fälle des Harry Dresden 1-3 Romanpaket
1x Der Urmagier 1-4 Romanpaket

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2x Finsterland Grundbuch
** 1x Finsterland Grundbuch

*** *** ***GAMERBOARD-Logo* 1x Gutschein für ein Gameboard nach Wahl

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Golkonda Logo Schatten1x Roman „Armageddon Rock“ von G.R.R. Martin
1x Roman „Hallucigenia“ von Laird Barron

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Grashoff David** 1x signiertes Hörbuch „Dirty Nerd“

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logo-200x80** 1x Lite Regelwerk

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Atlantis Timo Kümmel** 1x Exodus 33 (Magazin)

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Logo_mit centeredTypo1x Roamn „Der Weg der Maga“ von Arndt Weißmann
1x Anthologie „Verbotene Bücher“ von THomas Backus & Erik Hansch
1x Storysammlung „Das öde Land und andere Geschichten“ von Oliver Plaschka

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mantikore logo mit schriftzug sw1x Schnutenbach – Böses kommt auf leisen Sohlen
1x Game of Thrones Schnellstarter
1x Destiny Quest
1x Wizard King

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2x Cthulhu Grundregelwerk
** 1x Cthulhu Grundregelwerk

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wortbildmarke-mit-claim_k_21x Savage Worlds Hardcover
1x Bacchanalia (Karten-/Rollenspiel)
1x Ratten! – Revised Grundregelwerk
** 1x Nova Terra Superior
1x Hellfrost Rassilon Handbuch

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Redaktion Phantastik2x Wolsung Trailer

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6c450-smv-logo-black-blog1x Degenesis Rebirth Premium Edition Grundregelwerk
1x Degenesis Spielleiterschirm HOMO DEGENESIS
** 1x Degenesis In thy Blood
1x Degenesis Kultkarten

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sphaerenmeistersspiele1x Shadowrun – World of Shadows (Anthology)
** 1x John Wick`s Play Dirty 1 & 2 (Spielleitertipps)
1x The Unterground (RPG zum Sam & Fuzzy Webcomic)
1x D&D5 Abenteuer „The Pillars of Pelagia“
1x „Cat“ ein Katzenrollenspiel
1x DSA – Der Vampir von Havena (Abenteuer)
1x DSA Heldendokumente
1x Diarium des Weitgereisten (ein Notizbuch für eure Charaktere, eigentlich für DSA aber natürlich ohne Systembindung)

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HeinrichTüffersVerlag2x Ultima Ratio Paket, bestehend aus Basisregelwerk, Das Lukeanische Reich, Raumer Handbuch und Auda Kolonie-Handbuch
** 1x Ultima Ratio Paket, bestehend aus Basisregelwerk, Das Lukeanische Reich, Raumer Handbuch und Auda Kolonie-Handbuch

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Uhrwerk Verlag Logo 2014 4c1x Splittermond Einsteigerbox
** 1x 15Euro PDF Gutschein

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Ulisses Logo gross1x DSA5 Grundregelwerk, Hardcover inkl. PDF Download-Code
* 1x DSA5 Grundregelwerk, PDF Version
1x Earthdawn Spielerhandbuch, Hardcover
* 1x Earthdawn Spielerhandbuch, PDF
1x Pathfinder Grundregelwerk, Hardcover
* ** 1x Pathfinder Grundregelwerk, PDF
1x Iron Kingdoms, Grundregelwerk
* 1x Iron Kingdoms Grundregelwerk, PDF
* 1x Pathfinder: Die Stadt des Goldenen Todes, PDF
* 1x Pathfinder: Monsterhandbuch III, PDF
* 1x DSA4 – Die reisende Kaiserin, PDF
* 1x DSA4 – Der Fluch des Flussvaters, PDF
* 1x DSA4 – Liber Liturgium, PDF
* 1x DSA4 – Granden, Gaukler und Gelehrte, PDF
* 1x Narrativa PDF Paket (Hunde im Garten des Herren, Montsegur 1244, Stes zu Diensten, Meister)

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Wiesler1x Roman „PROTEKTOR“
* 3x eBook „PROTEKTOR“

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Anmerkungen:
* = dieser Preis erfprdert ggf. eine Registrierung / Preis wird elektronisch zugestellt
** = dieser Preis wird im Rahmen des „Weihnachtspreises“ vergeben

 

[Rezension] Eis & Dampf: Eine Steampunk-Anthologie

Herausgeber: Judith und Chtistian Vogt
Verlag:
Feder und Schwert
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 304
Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-86762-200-4
Preis: 11,99 Euro

von: Würfelheld

Es ist schon einige Zeit her das die beiden Herausgeber den Roman „Die zerbrochene Puppe“ veröffentlicht haben. Die dort enthaltene Hintergrundwelt, soll durch diese Anthologie einen „Ausbau“ erfahren. Das Besondere an dem Buch ist, das es über Crowdfunding gewuppt wurde. Na dann schauen wir doch mal was die Autoren so geleistet haben …

Klappentext:
Im 9. Jh. n. Chr. ereignete sich in Island eine Serie von Vulkanausbrüchen, die eine Kaltperiode nach sich zog, die Entdeckung Amerikas verhinderte, durch Stürme auf dem Meer die Navigation mit Schiffen erschwerte und Nordeuropa mit Eis überzog. Europa versank in Territorial- und Religionskriegen.

Dampfkraft, Æronautik und Elektrizität läuteten eine umjubelte Periode des wissenschaftlichen Fortschritts ein. Enormer Rohstoffbedarf auf der einen und erschwerte landwirtschaftliche Bedingungen auf der anderen Seite zementierten die Monarchie, die Konflikte der Adelshäuser und die Armut der Arbeiterklasse.

In dieser Steampunk-Dystopie erzählt Eis und Dampf dreizehn sehr unterschiedliche Geschichten von zwölf namhaften Phantastik-Autoren, die die Welt des 2013 mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichneten Romans Die zerbrochene Puppe von Judith und Christian Vogt auf der Suche nach neuen Geschichten bereisten.

Diese durch Crowdfunding finanzierte Kurzgeschichten-Sammlung ist die erste ihrer Art in Deutschland. Dreizehn bisher unveröffentlichte Geschichten von Judith Vogts Der Puppenmacher, die auf den Spuren der beliebten friesischen Luftpiratin Tomke aus Die zerbrochene Puppe wandelt und den Hintergrund der namensgebenden Puppe beleuchtet, über den unheimlichen Bericht über die ersten Shellys bis hin zu Stefan Holzhauers Geschichte Das Ægyptische Axiom: Hochspannung ist garantiert.

Mit Beiträgen von Eevie Demirtel, Torsten Exter, Stefan Holzhauer, Ann-Kathrin Karschnick, Mike Krzywik-Gross, Christian Lange, Henning Mützlitz, Marcus Rauchfuß, Stefan Schweikert, Christian Vogt, Judith Vogt und André Wiesler.

Zum Inhalt:
Wir befinden uns in einer Welt voller Eis, eine Welle des gefrorenen Gutes hat sich von Island aufgemacht, Nordeuropa unter sein Diktat zu legen. Nordafrikas Kornkammern sind mittlerweile zum Hauptlieferanten von Nahrungsmitteln herangewachsen, wohingegen sich die europäischen Königreiche und Stadtstaaten mit der Lieferung von technischen Know-How und Maschinen erkenntlich zeigen.

Nachfolgend möchte ich nur ein paar Storys näher beleuchten.

Den Auftakt macht „Galileo starb zurecht“. Diese Story dreht sich um einen Agenten welcher Asyl sucht, sich aber dann schnell in seinen aktuellen Auftrag wiederfindet. Als er zu Atem kommt, merkt er schnell, das seine Gegenspieler nicht die Alltäglichsten sind.

Wer gerne mehr über friesische Luftpiraten und deren Zeppelin-Enterungskünste erfahren möchte, ist bei „Eiken“ an der richtigen Adresse.

Als junger Mensch hat man noch Träume. In „ Das Auge des Sturms“ träumt ein Mädchen davon, später einmal zu fliegen. Ihre Träumereien sind teils ein Flucht vor den aktuellen Gegebenheiten, teils kleinkindlicher Wahn. Allerdings sind ihre Träume schnell ad acta gelegt, denn sie gerät in die Fänge skrupelloser Wahnsinniger.

Ein neues Antriebskonzept wird getestet und stellt alles bisher Dagewesene auf den Kopf. Jedoch werden beim Testflug die Konstruktionspläne gestohlen. „Japanisch Stille“ zeigt auf wie man den Dieb auf den Spur kommt.

Mein Fazit:
„Eis & Dampf“ bietet steampunkige Unterhaltung und zeigt das der Punk noch lange nicht tot ist und wohl auch in den nächsten Jahren noch einiges zu bieten haben wird.

Die geschaffenen Welt von „Eis & Dampf“ und die aufgezeigte Technik passen hervorragend zusammen und werden hier mit tollen Geschichten ausgeschmückt.

Man findet im Buch, von Action über Krimi bis hin zur Jugendgeschichte eigentlich alles wieder und somit erfreute sich das Leserherz desöftern.

Aber nicht alles ist Sonnenschein, So bringt die Anthologie viele tolle Storys zwischen die Buchdeckel, und die beteiligten Autoren können sich sehen lassen, aber mir gefällt die ein oder anderen Herangehensweise bzw. die Storyumsetzung einfach nicht.

Somit bin ich auf die nächsten Storys aus dem „Eis & Dampf“ Universum gespannt.

Meine Wertung:
4 von 5 Luftschiffe

[vor Ort] Buchmesse Convent 30 und DPP

Am gestrigen Samstag ging es auf nach Dreieich, allerdings nicht zur bekannten RollenspielCon sondern zur dreißigsten Ausgabe des Buchmesse Convent. Dies ist eine Convention für Phantasik-Literatur überwiegend aus Kleinverlagen. Also die richtige Heimat Abseits der parallel laufenden Frankfurter Buchmesse.

Was am Anfang direkt, für mich als Rollenspieler auffiel, das sich Ulisses und Prometheus dieses Jahr nicht blicken ließen, was schade ist, allerdings wurden diese Lücken hervorragend neu besetzt. Allerdings waren der Mantikore Verlag, sowie Feder und Schwert anwesend und so war „Rollenspiel“ doch vertreten.

Das angebotene Lesungs- und Workshop-Programm sollte für jeden etwas parat gehalten haben. So verschlug es mich zuerst in die Lesung von Judith und Christian Vogt, welche aus „Geister des Landes 3“ und „Die verlorene Puppe“, welcher voraussichtlich erst nächsten September erscheint, gelesen haben. Eine wirklich tolle Duolesung!

Weiter ging es mit einer Lesung von Axel Hildebrand. Dazu kann man nur sagen, wer Lust auf merkwürdige Götter mit humorigen Bezug zur Realität hat, ist bei „Aussen – Asgard – Tag: Die unveröffentlichten Drehbücher von Loki & Thor“ bestens aufgehoben. Man muß Hildebrand an dieser Stelle nochmals darum bitten das Werk zu vertonen und zwar SELBST!!!!

Außerdem gab es etlichen Lesestoff, der in meinen Rucksack wanderte. Angefangen von einigen cthulhuesken Comics über klassische SF bis hin zu Urban-Fantasy war alles dabei.

Der Buchmesse Convent endete dann mit der Vergabe des „Deutschen Phantastik Preises„. Über Laudatoren, Moderatoren und kleinen sehr shiney Videoeinspielern war alles dabei, was man von einer Preisverleihung erwarten darf. Natürclich durften kleine Patzer und Sponsoring auch nicht fehlen. In insgesamt neun Kategorien und einem Ehrenpreis wurde der DPP verliehen, wobei es für mich die eine oder andere Überraschung, sowohl unter den Nomminierten als auch unter den Gewinnern, gab.

An dieser Stelle meine herzlichsten Glückwunsche.

Alles in allem war es für mich einen Besuch wert und wir sehen uns in 2016 erneut in Dreieich wieder.

[Hörbuch Rezension] Sturmnacht – Die dunklen Fälle des Harry Dresden #01

Autor: Jim Butcher
Sprecher: David Nathan
Verlag: Audible GmbH
Spieldauer: 588 Minuten
Veröffentlichung: Mai 2014
ASIN: B00JRF72TQ

von: Quack-O-Naut

Nachdem letztlich das Crowdfunding zur deutschen Version des „Dresden Files RPG“ erfolgreich beendet wurde und Harry bei „Feder und Schwert“ bereits in siebzehn Romanen ermittelt, erscheinen nun die deutschen Hörbücher. Somit ist es an der Zeit sich in den Sessel zu fletzen und diese in die Hörgänge eindringen zu lassen, mit der Hoffnung das die Technik hält.

Klappentext:
Immer häufiger wird die Polizei von Chicago mit bizarren Morden konfrontiert. Wenn man mit modernsten Ermittlungsmethoden nicht weiter kommt, gibt es nur einen, der helfen kann: Harry Dresden, Profiler der besonderen Art. Er verfügt über einen ausgezeichneten Spürsinn – und ungewöhnliche Fähigkeiten. Doch wer in der Lage ist, die Dunkelheit hinter unserer Realität zu sehen, lebt gefährlich!

Harrys neuer Fall: Ein Liebespaar wird tot aufgefunden. Nackt. Im Bett. Buchstäblich zerrissen, als hätte ein Blitz zugeschlagen. Doch kann so etwas möglich sein? Harry beginnt zu ermitteln – und hat es bald nicht nur mit der Polizei und einem skrupellosen Drogenboss zu tun, sondern auch mit blutrünstigen Dämonen…

Zum Inhalt:
Harry Dresden ist ein Magier, kein Illusionist oder Zauberer den man für Kindergeburtstage bucht, sondern ein echter Magier. Ein Mann der sich mit Zaubersprüchen, Talismanen, Zaubertränken, Geister und Dämonen auskennt. Jetzt könnte man meinen das ein solcher Experte keine Probleme haben sollte seinen Lebensunterhalt zu verdienen, doch Harry ist chronisch knapp bei Kasse.

Hin und wieder wird er von Privatpersonen engagiert die von Geistern und Dämonen heimgesucht werden, doch meist stellt sich heraus das sich seine Klienten die Gefahr nur einbilden. Da Harry eine grundanständige Haut ist, verlangt er bei solchen Aufträgen nur den angefallenen Stundensatz nebst Spesen, anstatt mittels einer billigen Show die Leute abzuzocken.

Hätte Harry nicht einen Beratervertrag mit der Polizei von Chicago, könnte er weder seine Miete noch seine sonstigen Ausgaben bestreiten. So kommt es das Harry zu einem bizarren Mord hinzugerufen wird. Ein junges Paar wird tot aufgefunden und die Art ihres Todes kann mit rationalen Theorien nicht erklärt werden. So wie es aussieht wurden die Herzen der beiden wären sie miteinander Sex hatten gesprengt. Ihre Brustkörbe sind von Innen nach Außen aufgebrochen.

Harry weiß sofort, dass es sich um dunkle Magie handelt und möchte sich am liebsten aus dem Fall heraushalten. Um die Polizei zu unterstützen müsste er sich verstärkt mit den Methoden der dunklen Magie beschäftigen, doch das würde den weißen Rat, bei dem Harry in Ungnade gefallen ist noch weiter auf ihn aufmerksam machen, was Harry gar nicht recht ist.

Auch der hiesige Mafiaboss Marconi drängt Harry dazu, sich aus dem Fall herauszuhalten. Bei dem Toten handelt es sich um einen von Marconis Männern und dieser will das ganze intern regeln, ohne die Polizei und ohne Harry. Doch Harrys Vertrag mit der Polizei ist gefährdet wenn er seine Unterstützung verweigert und so bleibt ihm keine Wahl als zu ermitteln.

Dabei ist Harrys Aufmerksamkeit etwas geteilt, denn eine junge Frau beauftragt ihn mit der Suche nach ihrem Mann, der von heute auf morgen Spurlos verschwunden ist. Zuletzt hatte sich dieser mit Magie beschäftigt, was Harrys Interesse an diesem Fall weckt.

Sehr bald stellt Harry fest, dass sich hinter den beiden Fällen viel mehr verbirgt als anfangs angenommen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der ominöse Killer hat ein neues Ziel als sein nächstes Opfer auserkoren – Harry Dresden.

Mein Fazit:
Mit Harry Dresden hat Jim Butcher einen gänzlich eigenen Charakter geschaffen. Harry ist markant, etwas schludrig und abgerissen, doch hat er das Herz am rechten Fleck und ist eine ehrliche Haut. Egal wie hart es auch kommt, die Figur von Harry Dresden bleibt sich immer selbst treu, was dem Charakter Tiefe gibt, ihn glaubhaft und sympathisch macht. Zumal der Charakter bei all seinen Fähigkeiten auch einige Schwächen oder vielleicht eher Negativtalente aufweist. So versagt moderne Technologie bei Harry bzw. die Geräte gehen einfach so kaputt und auch was seinen modischen Geschmack angeht, könnte Harry durchaus Hilfe gebrauchen.

In Kombination mit dem Jim Butchers feinsinnigen Humor, der nicht zuletzt durch Bob dem Luftgeist im Schädel zum Ausdruck kommt oder Tut-Tut dem Elfen, kommt der Spaßfaktor ebenfalls nicht zu kurz. Die Beschreibungen der Handlungen und Orte ist detailreich genug um das Kopfkino ordentlich in Gang zu bringen, ohne dabei alles zu Tode zu beschreiben. So kommt die Geschichte schnell voran ohne dabei Längen aufzuweisen oder den Zuhörer mit unnötigen Fakten zu quälen.

Das Hörbuch wird von David Nathan gelesen, der aus der deutschen Hörbuchszene nicht mehr wegzudenken ist. Wer sich ein wenig auf die Stimme konzentriert wird recht bald eine Reihe von Hollywood-Stars vor Augen haben, denen Nathan seine Stimme für die deutschen Fassungen verliehen hat, darunter etwa Johnny Depp, Christian Bale und Paul Walker. Somit ist also ein echter Profi an Board und das macht sich bemerkbar. Jeder Charakter bekommt seine eigene Sprechweise und Stimme, was den Charakteren Leben einhaucht und den Hörspaß steigert. So hat jeder Charakter einen recht schnellen Wiedererkennungsfaktor und durch die konsequente Umsetzung wird das Hörbuchspektakel im Kopf schnell zum 3D-Streifen.

Da die Hörbuchfassung ungekürzt ist, stellt das Hörbuch eine bequeme Art für alle Büchermuffel da, sich die Fälle des Harry Dresden doch noch zu geben.

Also engagiert den einzigen Magier der im Telefonbuch gelistet ist!

Meine Wertung:
4,5 von 5 Fluchträn

[Rezi] WH40K Deathwatch – Schlachtriten

Herausgeber: Heidelberger Spieleverlag

Seiten: 280

Format: Hardcover, vollfarbig

ISBN: 978-3-942857-5

Preis: € 44,95

Mit Deathwatch Schlachtriten findet das Quellenbuch, was sie benötigen um Ihre Space Marines Exterminatorenteams auf jegliche Art von Einsätzen vorzubereiten, den Weg zum Spielhändler. Um die Jericho Weite weiterhin vor den tädlichen Feinden zu beschützen erhält man in Schlachtriten einen detailierten Überblick über z.B. Riten, Waffen und Fahrzeuge. Die Aufmachung des Buches, sowohl Innen wie Aussen, ist dieselbe die man durch die anderen Regel- und Quellenbücher der WH40K Serie kennt.

Zum Inhalt:

Das Buch ist in sechs Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel erhält untenstehend eine klene Einzelbeschreibung so dass man sich ein genaues Bild machen kann.

0 Einleitung

In der kurzgehaltenen Einleitung erfährt man worum es in Schlachtriten im einzelnen geht. Man bekommt vermittelt das es sich um das Rüstzeug eines jeden Space Marine handelt, der Schulter an Schulter gegen die Gefahren und Bedrohungen der endlosen Galaxie, mit seinen Mitstreitern kämpft. Weiterhin wird ein kurzer Einblick in die sechs Folgekapitel geworfen.

1 Herkünfte bei der Deathwatch

Hier werden den SC die nötigen Informationen für die Vorgeschichte seines Aspiranten an die Hand gegeben, so dass das Ziel Neophytenrekrutierung klappt. Zuerst werden die Aufnahmerituale beschrieben. Dabei macht Blutzoll  den Anfang. Dieses Ritual beschreibt die Auswahlkritierien der Orden per Kampf, der je nach Bedarf in Arenen teilweise bis zum Tod durchgeführt werden. Der gejagte Jäger beschreibt ein das Ritual wilde Beute zu fangen und anschließend in entsprechenden Ritualen zu opfern, wobei sowohl die Jagd wie auch das Aufspüren und der Transport der Beute gemeinsam das Ritual ergeben. Mit Nur der stärbste überlebt wird ein Blick auf ein Ritual geworfen was sich rund um Krieg, Angst und Paranioa dreht. Manche Orden bevorzugen es ihre Aspiranten einer Umweltherausfordeeung  zu unterziehen. Dabei müssen die Aspiranten beweisen, das sich den grössten Menschenfeindlichen Umweltbedingen trotzen können. Dabei kann der Ritus auch um z.B. einen langen Marsch erweitert werden, was das Auswahlritus natürlich verstärkt. Weiterhin werden nach den Riten Grausame Selbsterkenntnis und Kampfherausforderung beschrieben.

Anschlieend wirft Kapitel 1 einen Blick auf die Geburtsstunde eines Ordens. Dieser Kapitelabscnitt widmet sich ehr an die Spieler die ihren Charakteren einen möglichst tiefen Hintergrund verpassen möchten, den man erhält die Anleitung zur Schaffung eines eigenen Ordenes. Am Anfang wird dabei auf Warum wurde der Orden gegründet und Konter dieses geschaut. Gefolgt wird dieses vom Gründungsjahr und Gensaat Reihnheit. Anschleßend wird auf Gründungsväter, Codexgebahren, Freunde und Feinde, Schlachtruf usw. geschaut. Alles was also bei einem Orden wichtig ist. Das ganze wird dann mit den bekannten Auswürfeltabellen unterstützt, so dass man den eigenen Orden in einer annehmbaren Zeit erstellen kann. Dabei wird eine sehr gut ausgearbeitete Detailtiefe geboten. Wobei das ganze auch genügend Spielraum für eigenen Kreativität läßt.

Als nächstes bekommen wir einen Einblick in die Geschichte der Imperial Fists. Von der Gründung, über die Schuldaufnahme von Rogal Dorn, die Geschichte und Geschehnisse während des Grossen Bruderkrieges bis hin zu Dorns Erben. Dabei wird auf einzelnen Schlachten, den Tod Dorns und die Gründung z.B. der Crimsons Fists eingegangen. Nachdem der Blick in die Geschichte erfolgt ist, geht es mit den Regeln für die Fists weiter. Diese passen sich wunderbar in die bereits bestehenden Regeln ein.

Anschließend erhält man einen Überblick über die Nachfolgeorden der Ultramarines geflogt von denen der Dark Angels, sowie der Blood Angels und der Imperial Fists. Dabei werden knapp fünfzehn Nachfolgeorden kurz und knapp beleuchtet. Man erhält dabei aber die benötigten Informationen.

Abschließend geht es in gemeinsame Einsätze darum den Spielern Ideen an die Hand zu geben, warum bzw. weshalb ein Deathwatch z.B. in Schattenjäger oder Freihändler gespielt werden sollte / kann und umgekehrt genauso. Dabei handelt es sich um eine kleine Ideensammlung und nicht um eine Anpassungstabelle oder Regeln.

2 Der Krieg ruft

Den Anfang in Kapitel 2 machen die Großtaten. Diese dargestellten Optionen sollen untermauern warum ihr Charakter bei Deathwatch dient. Es gibt die verschiedensten Großtaten, so das das Kapitel mit Ordensgroßtaten beginnt. Die Beschreibung der Ordensgroßtaten ist dabei in folgender Reihung vorzufinden. Zuerst werden die Orden benannt die diese Großtat „ausüben“, gefolgt von den Kosten für das ganze. Danach erhält man einen guten Überblick über die Geschichte und Besonderheiten der gewählten Großtat. Abschließend zu jeder Großtatbeschreibung sind die Auswirkungen. Hier wird beschrieben was sich am Spielercharakter ändert wenn er die Großtat erfolgreich hinter sich gebracht hat. In Deatchwatch befinden sich derer sieben Ordensgroßtaten.

Kampagnengroßtaten sind die nächsten auf die in Kapitel 2 ein Blick geworfen wird. Diese Großtaten kann der SC durch Heldentaten überall in der Jericho Weite erlangen. Die sieben Kampagnengroßtaten werden durch Kosten, eine ausführliche Begebenheitsbeschreibung und die Auswirkungen dargestellt.

Wenn ihr Space Marine eine Leistung erbracht hat, die weit über dem von ihm erwarteten hinaus gegangen ist, spricht man in Deathwatch von Tapferkeitsgroßtaten. Die fünf Tapferkeitsgroßtaten sind in Kosten, Beschreibung der Heldentat und die Auswirkungen dieser beschrieben.

Die Maschine des Imperiums fünktioniert nur so gut wie ihre Zahnräder. So oder so ähnlich könnte man die nächsten Großtaten beschreiben. Den mit Spezalisierungsgroßtaten soll der Space Marine die Fähigkeit bekommen die ihm zu etwas besonderem macht. Die sechs Spezialisierungsgroßtaten werden in Kosten, Geschehnisbeschreibung und den Auswirkungen dargestellt.

Die letzten drei Großtaten die Deathwatch für uns parat hält sind die Infame Großtaten. Diese beschäftigen sich mit der Thematik der Wiedererlangung der Ehre nach einer gescheiterten Mission/Tat. Auch hier kommt die oben bereits beschriebene Auflistung zum Einsatz.

Nach den Großtaten widmet sich Kapitel 2 den Auszeichnungen. Auszeichnungen sind eine spezielle Belohnung die man den entsprechenden Space Marine zukommen lässt um eine besondere Tat zu belohnen und somit zu würdigen. Dabei stellen die Veteranen z.B. der Tyranidenkriege dar. Damit man als Spieler nicht ganz im dunklen tapt, werden einem gengend Beispiele an die Hand gegeben.

Danach folgen die Elitespezialisierungen. Diese Spezialisierungen stehen für einzigartige Rollen und spezielle Ausbildung, die der Spieler erst nach einigen Missionen in Angriff nehmen kann.  Die ungtSpezialis kann mit Erlangen einer neuen Rangstufe gewählt werden. Nur unter besonderen Umständen kann ein SC zwei Elitespezialisierungen erlangen, was an den besonderen Auswirkungen und Nutzen liegt.  Die zehn Elitespezialiserungen werden anschließend sehr detailiert beschrieben. So bekommt man einen Einblick in das Aufnahmeritual, in die einzelenen Aufgaben – welche über den normalen Aufgaben eines jeder Deatchwarch hinaus bestehen, über die Einsätze und Einsatzmöglichkeiten eines solchen Kriegers. Wobei auch ein Augenmerk auf die Verbindung zum Orden und über das Leben hinaus geworfen wird.

3 Erweiterte Ausrüstung

Hier werden die unendlich gefüllten Waffenarsenale der Deathwatch beschrieben. Hauptaugenmerk wird auf höchst seltene, mysteriöse bzw. auf Kriegsrüstzeug welches außerhalb der Eliteeinheit unbekannt ist gelegt. Vorfinden kann man die Beschreibungen, die teils mit geschichtlichen Daten gespickt sind, zu Waffen wie Bolter, Speerfeuerplasmapistole bis hin zu Inhalationsgranate und Gravitationskanone. Die dazugehörigen Werteangaben werden in den bekannt übersichtlichen Tabellen dargestellt. Einigen Waffen und Rüstzeug wurden mit Grafiken dargestellt so dass man sich ein entsprechendes Bild zu der jeweiligen Ausrüstung machen kann.

Aber nicht nur hochmodernste Waffentechnik erhält in diesem Kapitel Einzug in Deathwatch sondern auch Nahkampfwaffen wie Äxte und Messer. Spezialmunition wie etwa Breschen- und Penetratorgeschosse finden den Weg ins Buch und sorgen somit für Abwechslung. Das ganze wird durch Kybernetk, Werkzeuge und Servorüstungen, was nun keinen Wunsch mehr offen lassen sollte, abgerundet.

Am Ende dieses Kapitels geht es um Relikte. Diese sind Erungenschaften und Erinnerungen an die glorreiche Vergangenheit und sorgen für eine ebensolche Zukunft. Dabei erfolgt eine Auflistung verschiedenster Relikte aus den unterschiedlichster Orden, wie den Dark Angels oder Blood Angels.

4 Fahrzeuge

Den Anfang in diesem Kapitel macht Fahrzeugklassifikation. Zuerst werden die in Deathwatch verwendeten Fahrzeuge in fünf Spezifikationen wie etwa Schweber, Läufer eingeteilt und kurz beschrieben. Anschließend erfolgt die Erklärung zu den verschiedenen Geschwindigkeiten die durch ein entsprechendes Fahrzeug zurückgelegt werden kann und diese werden dann noch in Gruppen eingeteilt. Danach werden Struktur, Waffen und Ladekapazität beschrieben.
Der Fahrzeugkampf mit all seinen Facetten wie Ausweichen, Feuern usw. folgt als nächstes.

Wenn dann der Regelüberblick erledigt ist, folgt ein Blick auf Chaos- und Tau-Fahrzeuge. Hierbei werden die einzelenen Fahrzeuge kurz beschrieben und mit entsprechenden Werten versehen. Fahrzeuggrafiken sucht man allerdings vergebens.

5 Ehre oder Tod

Ehre und Tod beschäftigt sich mit Thematziken wie Ruhm und Ehrungen, sprich wie erlangt der Charakter Ruhm, wie kann er diesen einsetzen und wie verliert er ihn auch wieder. Bei den Ehrung wird ebenfalls solch ein Blick geworfen, wobei hier nicht nur die normalen Ehrungen eine Rolle spielen sondern auch die Ordenspezifischen.

Optionen wie Schlachtfeldoptionen und Armeeoptionen runden Kapitel 5 ab. Diese Optionsbeschreibung sind im üblichen Stil gehalten, so dass man einen schnellen Überblick bekommt. Dabei werden die unterschiedlichsten Möglichkeiten bechrieben, wie etwa Artellerieunterstützung und durch die bekannten Tabellen wertetechnisch unterstützt.

6 Wachfestung Erioch

Die grosse Festung Erioch wird mit all ihren Facetten wie den Vorhallen oder den Labyrinten beschrieben. Dabei wird auch auf die Gnadenlosigkeit die die Festung mitsichbringt eingegangen. Sprich hier ist alles was Neu oder Xenos ist verdächtig und sorgt für Vorsicht bei den ständigen Bewohnern der Festung. Ein Abschnitt beschäftigt sich damit, warum die Festung weit ab in einem verlassenen System steht. Weiterhin wird sich mit den Experimenten an den Xenos beschöftigt, welche so weit reichen, das man sogar Arenakämpfe austräht damit die Elitesoldaten des Imperators für zukünftige Gefechte gerüstet sind. Die einzelnen Zonen und deren Besonderheiten, wie etwa in der Magenta Zone die Unterbringung der Tau zu Studienzwecken stellt den nächsten Abschnitt da.Im weiteren werden Ereignisse, Persönlichkeiten und Mythen die mit Erioch in Verbindung stehen beschrieben und runden Kapitel 6 hervrragend ab.

Mein Fazit:

Mit Schlachtriten ist ein hervorragendes Quellenbuch zum Warhammer 40K Rollenspiel erschienen. Das Buch kann durch seine Detailtiefe wirklich überzeugen. Es macht wahnsinnigen Spaß sowohl im Buch zu lesen als auch seinen Space Marine mit den gebotenen Informationen zu verbessern bzw. die Detailtiefe und Hintergrundgeschichte zu erhöhen. Die guten Beschreibungen machen es dem Spielleiter sehr einfach z.B. Rituale oder Ehrungen zu beschreiben und in die Spielsitzung zu integrieren. So erhält Deathwatch die Möglichkeit mehr Abseits des Schlachtfeldes gespielt zu werden. Bei den Ausrüstungen und Fahrzeugen hätte ich mir einige Grafiken mehr gewünscht. Und auch wenns nicht ganz mehr in die Linie passen würde, würde sich ein Lesbändchen sehr gut machen. Zu erwähnen sei auch, das das Quellenbuch durchgöngig gut illustriet und die Anzahl der Illustrationen sehr hoch ist. Die Texte sind wie aus der Reihe bekannt hervorragend und die Mischung aus Hintergrund und technischem Teil ist sehr gut gelungen. Wer also seinem Marine verfeinern möchte und vom Deathwatch / WH40K Hintergrund begeistert ist, der sollte sich unbedingt dieses Quellenbuch kaufen!

4,75 von 5 Deathwatch Marines

Weitere Infos:

Deathwatch Schlachtriten beim Heidelberger Spieleverlag

Würfelview – Im Gespräch mit Autorin Ju Honisch

Urheber: Arne Homborg
Urheber: Arne Homborg

Hallo Ju,

es ist jetzt schon einige Zeit her, als ich Deine Lesung von „ Das Obsidianherz“ auf der FeenCon besucht habe. Allerdings ist diese in guter Erinnerung geblieben, war das vorgetragene Lesefutter wirklich sehr gut. Damit die Leser aber auch wissen mit wem sie es hier zu tun haben, stell Dich doch bitte erst mal vor.

Ju Honisch: Ich bin Ju Honisch und schreibe Romane, Kurzgeschichten und Lieder. Ich wohne in Hessen, bin aber in Berlin geboren und in Bayern aufgewachsen. Ich habe Englisch und Geschichte studiert und mache gerne Musik.

Würfelheld: Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Ju Honisch: Ich habe schon in der Schulzeit geschrieben. In Schulheften haben meine Schulfreundinnen und ich damals heimlich unter der Bank Abenteuergeschichten à la „Fünf Freunde“ zusammengestopselt, bei denen meine Freundinnen und ich selbst die Heldinnen waren. Ich habe die Ergüsse noch – mehrere Bände. Sie fallen unter die Kategorie „Oh Gott, hoffentlich sieht das nie ein Mensch!“

Würfelheld: Was war Deine erste Veröffentlichung?

Ju Honisch: Hm, ich glaube die allerallererste Veröffentlichung war ein witziges Gedicht, das ich bei einem Biergartenbesuch geschrieben habe. Es hieß „Ode an die Breze“ (Breze = bayerisch für Brezel), und mein Vater war davon so begeistert, dass er es an die Innungszeitung des Bäckereihandwerks geschickt hat. Die haben es dann auch prompt abgedruckt. Das klingt peinlich, ist aber dennoch wahr. Und stolz war ich auch – mein Vater war noch viel stolzer. Mein Einstieg in die Lyrik lief über das gute bajuwarische Laugengebäck. Ich war da noch recht jung, aber meine Einstellung zu einer frischen Breze hat sich bis heute nicht geändert. In manchen Dingen muss man sich einfach treu bleiben.

Würfelheld: Kannst Du uns ein wenig zu „Das Obsidianherz“ erzählen. Wie bist Du auf die Idee gekommen? Wie lange hast Du dran gearbeitet? Wie gestaltete sich die Verlagssuche?

Ju Honisch: Beim „Obsidianherz“ kamen mehrere Faktoren zusammen. Ich habe Geschichte studiert und fand das 19. Jahrhundert schon immer interessant, habe auch gerne Romane aus der Zeit gelesen, wobei ich gestehe, dass mich auch gerade die Diskrepanz zwischen tatsächlicher Politik-, Technik- und Sozialgeschichte und der verklärten Version des romantischen Zeitalters gereizt hat.

Mein Freunde und ich fingen Ende der neunziger Jahre an, „Castle Falkenstein“ zu spielen, ein Pen-&-Paper-Rollenspiel, das in einem fiktiven 19. Jahrhundert angesiedelt ist, das unserem lediglich grob ähnlich ist. Das hat mich auf den Gedanken gebracht, ein Phantastik-Abenteuer im „wirklichen“ 19. Jahrhundert zu schreiben – mit dem einzigen Unterschied zu unserer Welt, dass es hier tatsächlich mythische Gestalten gibt, nämlich die Fey. „Das Obsidianherz“ ist fast von allein aus meinem Kopf gefallen. Ein Jahr habe ich für das englische Originalmanuskript gebraucht. Dann noch mal ein paar Monate für meine eigene deutsche Übersetzung.

Die Verlagssuche gestaltete sich schwierig, da der Begriff „Steampunk“ damals noch so neu war, dass die deutschen Verlage ihn schlichtweg nicht kannten. Man erklärte mir, dass sich NIE jemand für Fantasy interessieren würde, die im 19. Jahrhundert spiele und in der keine schwertschwingenden Helden sich durch mittelerd-ähnliche Landschaften prügeln würden. Deutsche Verlage schwimmen dem Zeitgeist bisweilen auf Distanz hinterher.

Würfelheld: Außer „Das Obsidianherz“ sind ja noch die beiden Bände „Salzträume“ von Dir erschienen. Bitte erzähl uns auch hier was dazu.

Ju Honisch: „Salzträume“ spielt in den Alpen, und zwar im Ausseer Land. Ich war dort mal als Kind in den Ferien und fand damals die Landschaft damals schon so märchenhaft – in jedem Sinn des Wortes – dass ich fand, es müsste dort ein Buch spielen. Seither war ich zur Recherche öfter da und finde es immer noch zauberhaft dort.

„Salzträume“ spielt im gleichen Jahr wie das „Obsidianherz“ und hat auch zum Teil die gleichen handelnden Personen. Es geht hier um einen skrupellosen Erfinder mit Unterstützung eines Magiewissenschaftlers eine schreckliche Waffe entwickelt. Die Maschine soll magische Energie in militärische Zerstörungskraft umwandeln. Dazu wurde die Jagd auf die mythischen Fey freigegeben, deren Lebenskraft die Waffe antreiben soll. Die Heldin, eine junge Frau mit Mut und Prinzipien, befreit einen Feyon aus der Gefangenschaft der Verschwörer, wodurch sie selbst zur Gejagten wird. Als sie auf der gemeinsamen Flucht im Berg eingeschlossen werden, muss sie feststellen, dass ihr Begleiter nicht so harmlos und nett ist wie gedacht. Übrigens gibt es noch ein weiteres Buch, das an „Salzträume“ anschließt: „Jenseits des Karussells“. Es hat es beim letzten Deutschen Phantastik Preis immerhin auf den dritten Platz geschafft.

Würfelheld: Gab es bei den beiden Bänden eine besondere Herausforderung für Dich?

Ju Honisch: „Das Obsidianherz“ war mein erster langer Roman. Ich war selbst erstaunt, was da auf einmal rauskam. Ich hatte eigentlich vorgehabt, eine Kurzgeschichte zu schreiben. Aber mit über 800 Seiten konnte man das Buch nicht mehr gut so nennen. Es hat komplett ein Eigenleben entwickelt. Ich musste manchmal richtig streng eingreifen, wenn die Helden sich einfach selbstständig machen wollten. Bei „Salzträume“ war das Schwierigste, die Zeitabläufe der verschiedenen Handlungsstränge genau zu koordinieren. Ich hatte einen genauen Stundenplan in Excel, in dem stundenweise vermerkt war, wer gerade wo war und was tat.

Würfelheld: Was erwartet uns 2012 / Anfang 2013 von Dir?

Ju Honisch: Dieses Jahr erscheinen noch zwei, vielleicht sogar drei Kurzgeschichten von mir. Nächstes Jahr ein Roman, der bei HEYNE veröffentlicht wird und zu dem ich noch nichts weiter sagen darf, außer dass es diesmal kein „Steampunk“ ist. Ein weiteres Steampunkbuch (Folgeband von „Jenseits des Karussells“) wird gerade von einem Verlag geprüft. Da nehme ich gedrückte Daumen gerne entgegen. Und noch ein weiterer Roman mit einer Dimensionsreise-Thematik ist auch noch in der Pipeline.

Würfelheld: Welche Thematik reizt Dich zurzeit, für ein Buchprojekt am meisten?

Ju Honisch: Urban Fantasy ist immer noch das, was mich am meisten reizt. Damit meine ich handelnde Personen aus unserer Welt, die sich plötzlich mit Aspekten der tatsächlich existierenden Phantastik herumschlagen müssen. Die Diskrepanz zwischen dem, was wir für möglich und was wir für absolut nicht möglich halten, ist für mich immer ein wichtiges Spannungselement. Ein reines High-Fantasybuch wäre weniger „my cup of tea“. Das gilt fürs Schreiben genauso wie fürs Lesen.

Würfelheld: Welche Erfahrungen hast Du bei der Verlagssuche gemacht? Könntest Du Dir in Zukunft auch vorstellen ein Werk von Dir über Crowdfunding zu realisieren und wie stehst Du diesem gegenüber?

Ju Honisch: Verlagssuche ist schwierig für jeden, der noch nicht bekannt ist, und wird später nicht wesentlich leichter. Ohne Agenten geht fast gar nichts mehr. Ich bin inzwischen in der glücklichen Lage, einen guten Agenten zu haben. Die Buchbranche ist eine schwierige Branche, umso mehr als ein Buch ja kein hochpreisiges Objekt ist, also nur durch die Masse der Verkäufe Gewinne machen kann. Diese Masse kann man aber nur mit sehr viel Marketing erreichen. Crowdfunding erreicht meines Erachtens immer nur eine sehr, sehr kleine Gruppe Eingeweihter, die sich intensiv mit einem Genre befassen. Diese Gruppe ist aber letztlich viel zu klein, um ein Buch aus der Obskurität des reinen Insider-Tipps herauszuholen. Man hat mir eine Crowdfunding-Veröffentlichung mal angeboten. Ich habe sie aber nicht angenommen.

Würfelheld: So nun kommt das „Splash and Dash“. Es ist zum guten Ton geworden, dass ich am Ende ein paar kurze Fragen, mit der Bitte um kurze Antworten, stelle.

Ju Honisch: Immer zu.

Würfelheld: Dein schriftstellerisches Vorbild?

Ju Honisch: Ich habe mehr als eins. Terry Pratchett, Tanya Huff, Lois McMaster Bujolt, Flann O’Brien, Saki H.H. Munro. Und viele mehr. Die Welt ist voller toller Schriftsteller, die mir ein Vorbild sind. Die Welt hat natürlich auch abschreckende Beispiele zu offerieren, die ich aber nicht erwähne.

Würfelheld: Hast Du Schreibrituale?

Ju Honisch: Nein. Ich habe viel zu wenig Zeit für Schreibrituale. Ich schreibe abends und am Wochenende, weil ich ansonsten meinem Brötchenjob nachgehe. Ich höre KEINE Musik beim Schreiben, habe keinen Tee, Kaffee, Whiskey oder Cocktail mit Schirmchen neben der Tastatur stehen.

Würfelheld: Deine Lieblings-Kurzgeschichte?

Ju Honisch: Eine Geschichte von Stanislaw Lem aus den Sterntagebüchern. Die elfte Reise.

Würfelheld: Welches Buch liest Du zur Zeit?

Ju Honisch: Tony Hawks „Round Ireland with a Fridge“ – der Tatsachenbericht eines Mannes, der eine Wette verloren hat und nun per Anhalter um ganz Irland fahren muss, während er einen Kühlschrank dabei hat.

Würfelheld: Hörbücher sind?

Ju Honisch: … störend beim Autofahren. Aber eine tolle Sache für alle Leute, die sich nicht so leicht von gesprochenem Text ablenken lassen wie ich.

Würfelheld: Vielen Dank das Du Dir die Zeit genommen hast. Die letzten Worte gehören Dir.

Ju Honisch: Vielen Dank für Dein Interesse. Als letzte Worte würde ich Deinen Lesern gerne ein paar Infos mit auf den Weg geben, unter dem Motto „Schaut doch mal rein!“ Ich versuche immer, interessierte Leser so einigermaßen auf dem Laufenden zu halten.#

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Preisänderung bei Harry Dresden

Wer wie ich sich die deutschen Übersetzungen der Dresden Files zu Gemüte führt und bereits den siebten Teil „Erlkönig“ vorbestellt hatte, wurde heute Morgen mit einer Preiskorrektur überrascht.

Feder & Schwert, die mittlerweile die deutsche Lizenz an der Romanreihe halten und mit diesem Buch, den ersten Titel auf dem Markt bringen, erhöhen dann den Preis direkt einmal.

So kann man sich den Band nun für € 13,99 zu legen!

Mal sehen ob Erlkönig dieses auch wert ist und man so nicht einige Leser vergrault.

 

Feder & Schwert stellt D&D 4E ein

federundschwertWie auf der offiziellen Homepage nachzulesen ist, wird es aus dem Hause Feder und Schwert keine weiter D&D Produkte mehr geben.

Man möchte sich auf seine Warhammer Fantasy und Warhammer 40K und andere Romanreihen konzentrieren.

Man darf gespannt sein, wie sich D&D nun im deutschsprachigen Raum entwickeln wird.

DORP TV SPIEL 2008

dorptv-logoWie auf dem DORP TV Blog zu lesen ist, wurde die SPIEL 2008 Interview-Serie mit der „Sighpress“ Folge beendet.

Somit endet ein wunderbarer Überblick über die Neuheiten aus dem Pen & Paper Bereich, angehaucht durch ein paar Infos zu Brett- und Kartenspielen. So konnte man einiges zu Shadowrun bei Pegasus, Opus Anima, Elyrion, Munchkin, Private Eye usw erfahren. Dazu gabs dann noch einen verwirrten Steve Jackson 🙂 und einen Kaufzwangbildenden David Grashoff 🙂

Die Folgen könnt Ihr Euch –> H I E R <– oder bei YouTube anschauen.

Und gebt den Team von Dorp TV bitte Feedback, so dass sie merken das ihre Arbeit nicht umsonst ist!!!!!!!

 

Ich hoffe das es auch eine „Pleiten, Pech & Pannen“ Episode geben wird!