[Rezi] Shadowrun – Verschwörungstheorien

Verlag: Pegasus Spiele

Seitem: 212

Format: Hardcover

ISBN: 978-394-197-653-5

Preis: € 29,95

von knoedelchen

Wie bei der 4. Edition von Shadowrun üblich, kommt das Quellenbuch als Hardcover mit Lesebändchen daher. Die Farbgestaltung des Covers, der Klappentext und die Kapitel sind im bekannten Design gehalten. Damit reiht sich auch dieses Quellenbuch nahtlos in die Reihe der anderen Bücher ein und ergänzt die Bibliothek auch optisch sehr gut.

Zum Inhalt:

Wie der Titel verrät, geht es um Verschwörungstheorien. Egal ob es dabei um die sich hartnäckig haltende Sorte geht, ich meine die Sorte die viele eifrige Anhänger und Verfechter hat. Oder aber die Verschwörungstheorien die so phantastisch und so abgedreht sind, das es schwer fällt auch nur ein Wort davon zu glauben.

Natürlich fehlen auch die klassischen Theorien wie etwa „Dunkelzahn ist nicht tot sondern zieht unter einer anderen Identität von einer Stadt zur Anderen“ nicht, was hier auch am Fankult liegten könnte.

Die Bekämpfung der Insektennester und die damit verbundenen Theorien und Legenden machen einen weiteren Teil dieses Quellenbandes aus.

So ziemlich zu allem was im Shadowrun Universum existiert gibt es eine Verschwörungstheorie. „Human Nation: eine mögliche Endlösung für Metamenschen?“, „Haben Außerirdische das Erwachen ausgelöst?“, „Die Pille der Weisen“ oder „Ein Bürgerkrieg unter den großen Drachen?“. Es gibt für jeden Geschmack die passende Verschwörungstheorie und sollte dies nicht der Fall sein, wird schnell eine neue erfunden.

Zu Beginn wird man direkt von einem alten Bekannten FastJack über einen Beitrag im JackPoint mitten in eine Geschichte hineingezogen. Im Nachgang werden einem drei weitere Autoren vorgestellt: Fianchetto, Plan9 und Snopes. Diese spielen sich gegenseitig Informationen zu und versuchen Licht ins Dunkle zu bringen. Jeder der Drei vertritt dabei einen anderen Standpunkt. Während der eine den Theorien nicht wirklich Glauben schenkt und ein andere eher alles aus einer realistischen Sicht zu betrachten versucht ist der Dritte sofort von den Theorien überzeugt und vertritt diese leidenschaftlich.

Hat man sich mit den Theorien befasst, so werden im Weiteren die Städte Washington DC und London detailliert beschrieben. Werden einem zunächst die harten Fakten zu der Kultur, dem Klima und der Geografie näher gebracht, so geht es als bald um die „lokalen“ Verschwörungstheorien und den Personen die man unbedingt kennen sollte.

Und wenn man schon bei Verschwörungen ist, dann sollte auch das Okkulte auf keinen Fall fehlen. Daher gibt es ein Kapitel das sich mit den magischen Ritualen z.B. der schwarzen Loge, den Illuminaten von New Dawn oder von Aztlan und Sirrug befassen.

Wer sich nun mit dem ganzen befasst hat, findet als nächstes mehrere Runideen um seine Runner mit der Materie und den Unwägbarkeiten von Verschwörungen zu ärgern.

Fazit:

Die einzelnen Textpassagen lassen sich sehr gut und flüssig lesen. Man bekommt schnell den Eindruck wirklich mitten in all den Verschwörungen drin zu stecken. Dabei stellt sich alsbald die Idee ein, mal unbedingt wieder einen Run zu machen bei dem man das eine oder andere mit einbauen sollte. War ich am Anfang eher skeptisch was mir die Verschwörungstheorien im allgemeinen und für das Spielen im besonderen bringen sollte, so empfinde ich das Buch als Bereicherung für meine Shadowrun Quellenbuch Sammlung. Ich bin überzeugt davon das die Verwendung der einen oder anderen Theorie das Spielerlebnis interessanter gestalten wird und freue mich darauf es mal auszuprobieren.

Leider gibt es aber auch einen Wermutstropfen. An einigen Stellen wird sich auf Ereignisse und Gegebenheiten aus anderen Quellenbüchern bezogen, hat man diese nicht oder noch nicht gelesen, so sind einige Dinge unklar. Daher ist dieses Buch leider nicht unbedingt für Neueinsteiger geeignet weil hier doch sehr stark vorausgesetzt wird das sich der Leser in der sechsten Welt sehr gut auskennt.

Auch wenn es sicherlich der Menge an Informationen geschuldet ist, aber eine etwas größere Schrift wäre auch nicht schlecht gewesen. Mit der Zeit ist es doch sehr anstrengend die Texte zu lesen. Nichts desto trotz wird einem einiges geboten und der Spaß kommt nicht zu kurz.

4 von 5 Verschwörungen!

Weotere Infos:

Pegasus Spiele

[Rezi] Quest – Angriff der Orks

Autor: Andrè Wiesler Verlag: Pegasus Spiele Erschienen: September 2010 Preis: ca. 20 Euro EAN: 4250231765001

von: Würfelheld

Bei Quest – Angriff der Orks übernehmen die Spieler jeweils die Rolle eines Fantasy-Helden, der sich in waghalsige Abenteuer stürzt. Dabei gilt es allerlei zu erkunden und erleben.

Die Aufmachung der Spielschachtel versetzt einen direkt in die Spielwelt und zeigt auf was die Spieler erwartet. Das Cover selbst bildete verschieden Helden und Monster des Spieles ab. Auf der Rückseite findet man dann zahlreiche Darstellungen des innenbefindlichen Spielmaterials und einen einleitenden Text, der Fantasystimmung verbreitet.

Öffnet man dann die Spielschachtel, bekommt man das Spielmaterial in einer guten Aufteilung und Sortierung präsentiert. So findet man eine doppelgefaltene Karte, das Spielbrett welches diverse Inseln, Meere und Ungeheuer abbildet. Weiterhin findet man zahlreiche vollfarbige Pappmarker die einen belastbaren Eindruck hinterlassen. Auffallend sind die mitgelieferten Helden- und Quest-Meisterbögen, welche nicht nur vollfarbig sondern  auch wiederbeschreibbar daher kommen. Hinzu kommen dann noch einige Plastikständer, Würfel und Spielkarten. Diese machen ebenfalls einen sehr guten Eindruck und so sollte man lange was von Quest – Angriff der Orks haben.

Die mitgelieferten Spielregeln umfassen 35 Seiten und sind ebenfalls vollfarbig. Die gebotenen Regeltexte sind leicht verständlich. Die abgebildeten Grafiken sorgen weiterhin für ein schnelles Verständnis der Regeln und Situationsbewältigung. Das selbe gilt auch für das mitgelieferte Abenteuerheft im welchen fünf vorgefertigte Abenteuer vorhanden sind.

Genug des Vorgeplenkels – Ziehen wir in die Schlacht

Am Anfang müssen sich die Spieler darüber einig werden, welchen Helden sie spielen möchten. Nach der Wahl des Helden werden die Gabenkarten verteilt welche dem Helden während seiner kompletten Quest zur Verfügung steht. Weiterhin erhält jeder Held nun sein Startkapital, welches in Quest durch Goldmünzen dargestellt wird. Anschließend werden die Heldenausgangswerte auf den Spielbögen ermittelt und markiert.

Wenn die Karten verteilt sind und die Spieler einen Überblick bekommen haben, geht es an die Ermittlung des Anführers. Dieser wird durch den Charismawert seines Helden ermittelt. Der Anführer erhält zur Kenntnismachung seiner Position einen entsprechenden Spielmarker, welcher seinen Besitzer dazu berechtigt in strittigen Situationen das letzte Wort und somit die Entscheidungsgewalt zu haben. Die Anführer-Rolle und der Spielmarker wandert nach Einsatz des selbigen im Uhrzeigersinn zum nächsten Helden.

Die Quest beginnt indem der Questmeister aus dem mitgelieferten Questheft die vorgefertigten Abenteuertext vorliest. Nach Vorlesen des Textes legt der Questmeister Ortkarten auf die Weltkarte, so dass man jederzeit nachvollziehen kann, wo sich die Helden befinden. Sollte es die Quest erforderlich machen das die Helden eine Entscheidung treffen müssen, sollte dies von den Helden besprochen und entsprechend entschieden werden. Jede Entscheidung bringt die Helden dem Ziel etwas näher. Die getroffenen Entscheidungen können sich unmittelbar oder im späteren Spielverlauf auswirken.

Einige Entscheidungen der Helden werden Kampfsituationen nach sich ziehen. Sofern im Abenteuer (Questheft) nicht anders angegeben, beginnt immer der Anführer der Heldengruppe mit seinem Zug. Anschließend folgend die restlichen Helden reihum und zum Schluss ist Questmeister am Zuge. Kämpfe werden bei Quest – Angriff der Orks ausgewürfelt. Dabei nimmt man einen oder beide der mitgelieferten W10 (wie im Questheft angegeben) und würfelt, addiert sein Heldenwert hinzu und muss ein bestimmtes Ergebnis erreichen. Sollte diese nicht gelingen nimmt der Held Schaden. Die Würfelproben gehen bis Beendigung der gebotenen Situation, sprich im schlechtesten Falle bis zum Heldentod. Bei den Würfen können die Helden ihre bis dato erhaltenen Zusatzkarten zum Einsatz bringen um so ihre Chancen zu steigern.

Barrierefreiheit: Unter diesem Aspekt macht Quest – Angriff der Orks einen mittelmässigen Eindruck. Das gebotene Spielmaterial macht einen hochwertigen Eindruck allerdings wurde auf Grösse, Kontraste und Unterscheidbarkeit nicht sonderlich geachtet. Spieler die auf diesen Aspekt Rücksicht nehmen müssen, werden nicht ganz zufrieden sein.

Fazit: Quest – Angriff der Orks macht von Anfang an Spaß und dieser hält über einige Questen auch an. Das hochwertige Spielmaterial und das leicht verständliche Regelwerk sorgen für einen schnellen Einstieg und so kann man dieses Spiel auch mal schnell zwischendurch spielen. Ein Spiel nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für die ganze Familie.

Tipp: eignet sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk!!!