[Rezension] Aventurischer Almanach, DSA 5 (Rollenspiel)

16. März 2016

Verlag: Ulisses Spiele
Autoren: Florian Don Schauen, Daniel Simon Richter, Eevie Demirtel, Tobias Rafael Junge, Alex Spohr und Jens Ullrich
Format: Softcover
Seitenzahl: 262
Erschienen: Februar 2016
ISBN: 978-3957521187
Preis: 19,95 Euro

von: Kris

Nachdem das Regelbuch zur 5. Edition von „Das Schwarze Auge“ weitestgehend auf eine Beschreibung der Welt und ihrer Kulturen verzichtete, dabei gerade einmal die regeltechnischen Daten und Rahmenbedingungen lieferte, wird dies
nun in einem weiteren Band nachgeholt.

Der „Aventurische Almanach“ bietet einen allgemeinen halbwegs ausführlichen Überblick über den Kontinent und seine Bewohner, seine Kulturen aber auch Monster. Wie schon das Regelbuch, kann man den Band als vollfarbiges Hardcover, als schwarzweißes Softcover oder aber als PDF beziehen.

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[Rezension] Eis & Dampf: Eine Steampunk-Anthologie

25. Oktober 2015

Herausgeber: Judith und Chtistian Vogt
Verlag:
Feder und Schwert
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 304
Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-86762-200-4
Preis: 11,99 Euro

von: Würfelheld

Es ist schon einige Zeit her das die beiden Herausgeber den Roman „Die zerbrochene Puppe“ veröffentlicht haben. Die dort enthaltene Hintergrundwelt, soll durch diese Anthologie einen „Ausbau“ erfahren. Das Besondere an dem Buch ist, das es über Crowdfunding gewuppt wurde. Na dann schauen wir doch mal was die Autoren so geleistet haben …

Klappentext:
Im 9. Jh. n. Chr. ereignete sich in Island eine Serie von Vulkanausbrüchen, die eine Kaltperiode nach sich zog, die Entdeckung Amerikas verhinderte, durch Stürme auf dem Meer die Navigation mit Schiffen erschwerte und Nordeuropa mit Eis überzog. Europa versank in Territorial- und Religionskriegen.

Dampfkraft, Æronautik und Elektrizität läuteten eine umjubelte Periode des wissenschaftlichen Fortschritts ein. Enormer Rohstoffbedarf auf der einen und erschwerte landwirtschaftliche Bedingungen auf der anderen Seite zementierten die Monarchie, die Konflikte der Adelshäuser und die Armut der Arbeiterklasse.

In dieser Steampunk-Dystopie erzählt Eis und Dampf dreizehn sehr unterschiedliche Geschichten von zwölf namhaften Phantastik-Autoren, die die Welt des 2013 mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichneten Romans Die zerbrochene Puppe von Judith und Christian Vogt auf der Suche nach neuen Geschichten bereisten.

Diese durch Crowdfunding finanzierte Kurzgeschichten-Sammlung ist die erste ihrer Art in Deutschland. Dreizehn bisher unveröffentlichte Geschichten von Judith Vogts Der Puppenmacher, die auf den Spuren der beliebten friesischen Luftpiratin Tomke aus Die zerbrochene Puppe wandelt und den Hintergrund der namensgebenden Puppe beleuchtet, über den unheimlichen Bericht über die ersten Shellys bis hin zu Stefan Holzhauers Geschichte Das Ægyptische Axiom: Hochspannung ist garantiert.

Mit Beiträgen von Eevie Demirtel, Torsten Exter, Stefan Holzhauer, Ann-Kathrin Karschnick, Mike Krzywik-Gross, Christian Lange, Henning Mützlitz, Marcus Rauchfuß, Stefan Schweikert, Christian Vogt, Judith Vogt und André Wiesler.

Zum Inhalt:
Wir befinden uns in einer Welt voller Eis, eine Welle des gefrorenen Gutes hat sich von Island aufgemacht, Nordeuropa unter sein Diktat zu legen. Nordafrikas Kornkammern sind mittlerweile zum Hauptlieferanten von Nahrungsmitteln herangewachsen, wohingegen sich die europäischen Königreiche und Stadtstaaten mit der Lieferung von technischen Know-How und Maschinen erkenntlich zeigen.

Nachfolgend möchte ich nur ein paar Storys näher beleuchten.

Den Auftakt macht „Galileo starb zurecht“. Diese Story dreht sich um einen Agenten welcher Asyl sucht, sich aber dann schnell in seinen aktuellen Auftrag wiederfindet. Als er zu Atem kommt, merkt er schnell, das seine Gegenspieler nicht die Alltäglichsten sind.

Wer gerne mehr über friesische Luftpiraten und deren Zeppelin-Enterungskünste erfahren möchte, ist bei „Eiken“ an der richtigen Adresse.

Als junger Mensch hat man noch Träume. In „ Das Auge des Sturms“ träumt ein Mädchen davon, später einmal zu fliegen. Ihre Träumereien sind teils ein Flucht vor den aktuellen Gegebenheiten, teils kleinkindlicher Wahn. Allerdings sind ihre Träume schnell ad acta gelegt, denn sie gerät in die Fänge skrupelloser Wahnsinniger.

Ein neues Antriebskonzept wird getestet und stellt alles bisher Dagewesene auf den Kopf. Jedoch werden beim Testflug die Konstruktionspläne gestohlen. „Japanisch Stille“ zeigt auf wie man den Dieb auf den Spur kommt.

Mein Fazit:
„Eis & Dampf“ bietet steampunkige Unterhaltung und zeigt das der Punk noch lange nicht tot ist und wohl auch in den nächsten Jahren noch einiges zu bieten haben wird.

Die geschaffenen Welt von „Eis & Dampf“ und die aufgezeigte Technik passen hervorragend zusammen und werden hier mit tollen Geschichten ausgeschmückt.

Man findet im Buch, von Action über Krimi bis hin zur Jugendgeschichte eigentlich alles wieder und somit erfreute sich das Leserherz desöftern.

Aber nicht alles ist Sonnenschein, So bringt die Anthologie viele tolle Storys zwischen die Buchdeckel, und die beteiligten Autoren können sich sehen lassen, aber mir gefällt die ein oder anderen Herangehensweise bzw. die Storyumsetzung einfach nicht.

Somit bin ich auf die nächsten Storys aus dem „Eis & Dampf“ Universum gespannt.

Meine Wertung:
4 von 5 Luftschiffe


[Rezi] Türme aus Kristall – DSA – Die Türme von Taladur 5

21. April 2013

Autor: Dorothea Bergermann

Verlag: Ulisses Spiele

Erschienen: Dez. 2012

Format: 320 Seiten, broschiert, TB

ISBN 13: 978-3868892130

von: Christel Scheja

Mit „Türme aus Kristall“ nähert sich die Saga um „Die Türme von Taladur“ langsam dem Höhepunkt und Abschluss der sechsbändigen Reihe. Nach den letzten Ereignissen, die die Karten neu gemischt haben, müssen die Überlebenden zusehen, dass sie nicht den immer rücksichtsloser werdenden Intrigen zum Opfer fallen. Vor allem, wenn sie schon länger mittendrin stecken.

Vor allem Jazemina Ernathesa bekommt das zu spüren. Die junge Frau nähert sich langsam aber unaufhaltsam ihrer Niederkunft. Zwar hat sie erst vor kurzem ihren ungeliebten darpartischen Ehemann Edelhard verloren und ihr Geliebter Boromeo ist endlich aus der Gefangenschaft frei, in die ihn die Intrigen seiner Feinde gebracht haben, aber wirklich frei fühlen kann sie sich nicht.

Der Mordanschlag auf sie und das Ungeborene hat ihr bewiesen, dass die wirklichen Feinde näher sind, als gedacht. Deshalb nimmt sie die Einladung von Dom Cavazaro an, die Niederkunft auf seiner Hazienda zu erwarten und nicht länger in der von Spannungen und Überfällen geschüttelten Stadt zu verweilen.

Doch ist sie dort wirklich sicher? Schon kurz nach der Geburt ihres Sohnes muss sie wieder fliehen, da jemand die Zimmerflucht in Brand steckt, in der sie die letzten Tage verbracht hat.

Das bedeutet auch für Boromeo, mit seinem Rachefeldzug aufzuhören und sich um wesentlich ernstere Dinge zu kümmern.

Denn nun zeigt sich immer mehr, dass vielleicht nicht nur alte Familienfehden und Konkurrenz unter den führenden Sippen der Stadt die Ränke immer wieder anheizen, sondern auch noch etwas anderes mit ihm Spiel ist, das viel größere Kreise ziehen könnte.

Im fünften Band der Saga rücken wieder die eigentlichen Hauptpersonen in den Mittelpunkt, vor allem Jazemina und Boromeo, die zwar Eltern werden, aber um so mehr um ihr Leben und ihre Liebe kämpfen müssen.

Dorothea Bergermann führt schon einmal einige der offenen Fäden zusammen und spinnt sie weiter, sorgt durch viele kleine Gefahren und Angriffe, dass ihre Helden nicht zu Atem kommen, aber so ganz kristallisiert sich noch immer nicht heraus, was eigentlich in Taladur wirklich vor sich geht.

Nur im Hintergrund fallen erste Andeutungen, dass auch noch jemand von Außen mitmischt und dem Alaunhandel schadet, doch wer ist noch nicht zu erkennen. Die Geschichte macht neugierig, wartet aber nicht gerade mit großen Enthüllungen auf. Dafür übernimmt die Autorin gekonnt die Charaktere und entwickelt sie weiter, zeigt, dass man auch Jazemina nicht unterschätzen sollte.

Dank ihres flüssig zu lesenden Stils schafft es die Autorin keine Langeweile aufkommen zu lassen, auch wenn die Geschichte leidlich spannend bleibt. Da es zudem die ein oder andere überraschende Wendung gibt, wird man gut unterhalten.

Wie auch schon in den anderen Bänden ist eine genauere Kenntnis Aventuriens nicht notwendig, nur um die Handlung zu verstehen sollte man die Vorgänger gelesen haben, da die Autorin nicht mehr viel erklärt.

„Türme aus Kristall“ ist ein unterhaltsamer Roman aus der Reihe „Die Türme von Taladur“, der erste Fäden zusammenführt und neue Hinweise verteilt, aber keine wirklichen Enthüllungen bietet. Die Geschichte ist zwar nur leidlich spannend, lässt sich aber dank vieler kleiner Momente und durch den angenehmen Stil der Autorin flüssig lesen. Jedenfalls werden vor allem Fans intrigenreicher Fantasy wieder den meisten Spaß haben.

Meine Wertung:

3,75 von 5 Kristallen

Weitere Infos:

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Rezi: Die Türme von Taladue 4

Rezi: Die Türme von Taladur 3

Rezi: Die Türme von Taladur 2

Rezi: Die Türme von Taladur 1


[Rezi] Tanz der Türme – DSA – Die Türme von Taladur 4

23. Januar 2013

Autor: Eevie Demirtel

Verlag: Ulisses Spiele

Erschienen: September 2012

Format: broschiert, 320 Seiten

ISBN-13: 978-3868892116

„Tanz der Türme“ ist nun bereits der vierte Band der sechsteiligen Serie „Die Türme von Taladur“. Langsam aber sicher spitzen sich die Ereignisse in der Stadt im Herzen Almadas zu. Die großen Familien der Stadt ringen nach dem Tod der Ratsherrin immer noch um die Vorherrschaft in der Stadt. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht, selbst wenn dabei Gesetze der Menschen und Götter mit Füßen getreten oder andere in den Tod getrieben werden.

Hinter den Kulissen gärt es. Noch immer suchen einige nach den Mördern der Ratsherrin aus dem Haus Tandori. Ränke und Intrigen werden gesponnen, bei denen auch das Blut der eigenen Familie vergossen wurde. Ein Dom hat seinen Bruder geopfert, um die Machtverhältnisse im Rat zu seinen Gunsten zu ändern, ein anderes Familienoberhaupt ist tot und hat seine Titel und sein Vermögen einem dreizehnjährigen Jungen hinterlassen, der allerdings nicht zu unterschätzen ist.

Derweil hat sich Zahir Xetarro zurückgezogen und in San Cardasso als Stallbursche und Fechtlehrer verdingt. Dort unterweist er nicht nur den schwermütigen Urrito von Zalfor, der sich nach dem Tod sehnt, sondern auch den heißblütigen Ramon, der nicht nur als Kämpfer mit der Klinge eine gute Figur macht, sondern auch nach etwas anderem sucht. Auf dem Sterbebett hat der junge Zahori von seiner Mutter erfahren, wer einst seinen Vater ermordete, und so trachtet er nun danach, bittere Rache zu nehmen. Doch dafür kann er nicht nur sein Wissen als Schaukämpfer verwenden.

Da er den Namen und Rang seines Feindes kennt, muss er nur noch nach einem passenden Weg suchen, an ihn heran zu kommen. Aus diesem Grund beschäftigt er sich mehr, als für ihn gut ist, mit Urrito.

Derweil kämpft Jazemina nicht nur mit den Tücken ihrer Schwangerschaft und unangenehmen Begleiterscheinungen eines anderen Bandes, sie ist gegen den Willen ihrer Familie immer noch auf der Suche nach ihrem Liebsten – Boromeo.

Ihre Schwester plant derweil endlich die Liebe ihres Vaters zu bekommen die sie ihrer Meinung nach verdient, nicht ahnend, dass ihre Intrigen zusammen mit der Suche ihrer Schwester die Fehde zwischen Ernathesa und Amazetti erneut aufflammen lassen könnte.

Interessanterweise ist in diesem Band die Hauptgeschichte nicht so dominant, wie man erwarten könnte. Das liegt vermutlich daran, dass die Autorin dem eigentlichen Hintergrund wieder mehr Raum gibt und dort die Entwicklungen massiv vorantreibt.

Tatsächlich werden auch in dem Dreiecksverhältnis zwischen Jazemina Ernathea, Boromeo Amazetti und Edelhard von Binsböckel die Karten neu gemischt. Das ist sehr gelungen und vor allem dramatisch versiert umgesetzt. Da nicht alle Fragen beantwortet, sondern stattdessen wieder neue aufgeworfen werden, bleibt die Geschichte in dieser Richtung weiter spannend.

Ramons Rachefeldzug ist dagegen etwas schlichter aufgebaut und bietet nur wenige Überraschungen. Selbst die Wendung am Ende ist eher klassisch als neu und innovativ. Aber sie funktioniert trotzdem und sorgt dafür, dass der Leser das Buch am Ende zufrieden zur Seite legt, weil alles sauber zusammen passt.

Eevie Demirtel gelingt es, das ganze Buch über die Spannung aufrecht zu erhalten. Das liegt wohl auch daran, dass sie mit Ramon und Urrito zwei sympathische Figuren geschaffen hat, die sich ein wenig aus dem Wust der anderen, eher zwielichtigen Gestalten, herausheben und denen man ihr Schicksal am Ende auch uneingeschränkt gönnen kann.

Ansonsten gilt wie bei den anderen Romanen auch, dass die Geschichte nur sehr locker in den aventurischen Kontext eingebettet ist und mit ganz leichten Veränderungen auch etwas weiter westlich im Lieblichen Feld spielen könnte. Dafür muss man aber auch kein Wissen mitbringen, um die Serie zu verstehen.

Alles in allem ist „Tanz der Türme“ ein solider Roman mit durchgängiger Spannung, der vor allem dadurch punkten kann, dass er in der Hauptgeschichte die Karten neu mischt und so Lust auf die kommenden Bände macht. Wieder werden vor allem die Fans intrigenreicher Fantasy-Geschichten ihren Spaß haben, denen es nicht so sehr auf magische Geheimnisse oder epische Schlachten ankommt.

 Meine Bewertung:

4 von 5 tanzenden Türmen

Weitere Infos:

Ulisses Spiele im Netz