[Rezension] Wasteland (Roman, SF)

© Droemer Knaur
© Droemer Knaur

Judith und Christian Vogt sind schon seit einigen Jahren im Steampunk und der Fantasy unterwegs. 2018 erschien mit „Roma Nova“ ein Science-Fiction Roman, welcher auch auf der ein oder anderen Shortlist einiger deutscher Buchpreise auftauchte. Nun tauchen die Vogts mit „Wasteland“ ins Endzeitgenre ein und bringen uns in eine teils düstere europäische Zukunft.

INHALT
Wir schreiben das Jahr 2064. Die Welt ist nicht mehr wie sie war. So wurde die Menschheit durch mehrere Kriege und das Aufkommen des Wasteland-Viruses arg gebeutelt und dezimiert. Mittlerweile haben sich Ödlande verbreitet, welche von skrupellosen Gangs, nach ihren eigenen Weltanschauungen, beherrscht werden. In diesen aufreibenden Zeiten heißt es einfach nur überleben.

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[Buch] „Die Legende“ ist wieder da

Dank des Knaur-Verlages kann man seit gestern, Freitag, 26.Aug.2016, „Die Legende“ von David Gemmell, sowohl als Taschenbuch, wie auch als eBook neu erwerben. Der Heroic-Fantasy Klassike war mehr als 10 Jahre, wenn überhaupt, nur gebraucht erhältlich. Es bleibt zu hoffen das auch die anderen Bände aus der Drenai Saga bald erscheinen.

Weitere Information findet man auf der Verlagsseite.

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[Rezi] Die Kuppel

 

Autor: Markus Stromiedel

Verlag: Droemer

Format: Klappbroschur, 398 Seiten

erschienen: Mai 2012

ISBN 13: 978-342619278

von: Christel Scheja

Der heute in Bonn lebende Autor Markus Stromiedel arbeitete zunächst als Journalist für „Die Zeit“ und die „Frankfurter Rundschau“, ehe er sich dem Schreiben von Drehbüchern und Kriminalromanen zuwandte. Mit „Die Kuppel“ nimmt er sich erstmals eines phantastischeren Themas an.

Das Gesicht Europas hat sich im Jahr 2035 sehr stark verändert. Die ehemals nur locker zusammenhaltende Wirtschaftsgemeinschaft ist zu einem totalitären Überwachungsstaat geworden, in der das Leben und Schicksal der Menschen von oben bestimmt wird. Der junge Vincent Höfler ist mit seinen siebenundzwanzig Jahren ein Kind dieser Zeit und fügt sich seinem Schicksal, als er nicht wie erwartet, eine Stelle bekommt, sondern als angehender Militärpolizist erst einmal in den Osten des ehemaligen Deutschland geschickt wird, um den Tod eines alten Mannes aufzuklären. Danach soll er endlich eine feste Stelle erhalten.

 

Der junge Mann sieht sich die Leiche genauer an, der angeblich erfroren sein soll. Allerdings entdeckt er zusammen mit der Ärztin Anna Robacki eine Einstichstelle im Nacken des Verstorbenen, die ihn stutzig macht. Kann es sein, dass der alte Mann ermordet wurde?

 

Bei genaueren Nachforschen muss er feststellen, dass alles mit dem „First Resort“ zusammenhängt, einem geheimnisvollen Kuppelbau, der als Wellnesseinrichtung für Senioren gedacht ist. Irgendetwas läuft dort hinter den Kulissen ab, was nicht ganz in Ordnung zu sein scheint.

 

Zu spät erkennt Vincent, dass er in ein Wespennest gestochen hat, denn nun mischt sich auch noch der gefürchtete Europäische Staatsschutz (ESS) ein. Ehe er sich versieht wird der junge Mann zusammen mit Anna zum Gejagten und muss miterleben, dass seine Gegner die Wahrheit um jeden Preis vertuschen wollen.

„Die Kuppel“ erweist sich als düstere Zukunftsvision, die nicht einmal so weit von der Realität weg ist, wie man denkt. Stromiedel versteht zudem sein Handwerk, denn er weiß genau, wie er die Handlung aufbauen muss, um die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht zu halten. Ruhige Szenen und die Auflösung von Geheimnissen werden immer wieder von Action und Bedrohungen durchbrochen,

Auch die Charakterisierung der Personen kommt nicht zu kurz. Gerade Vincent und Anna werden so beschrieben, dass man mit ihnen fühlt und an ihrem Schicksal Anteil nimmt.

 

Die Geschichte greift latente Entwicklungen der Jetztzeit auf, beschäftigt sich mit Themen, die um das Jahr 2035 tatsächlich aktuell werden dürften, wenn man die demographische Entwicklung betrachtet. Die Lösung gewisser Probleme erweist sich als makaber und menschenverachtend, ist durchaus im Bereich des Möglichen, so dass man nachdenklich zurückbleibt.

 

Alles in allem bedient sich der Autor durchaus Klischees, die man mit totalitären Systemen in Verbindung bringt, muss dadurch aber nicht viel erklären und hat so mehr Raum sich den Geheimnissen um das „First Resort“ zu widmen.

 

Einzig das Ende ist ein wenig vorhersehbar, wenn man weiß, wie düstere Zukunftsvisionen gestrickt sind, aber es passt zur Stimmung der Geschichte und rundet sie entsprechend ab.

Damit erweist sich „Die Kuppel“ als ernste und realitätsnahe Zukunftsvision, die vor allem durch ihren spannenden Aufbau, der zum Nachdenken anregt, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, und die lebendige Charakterzeichnung der Hauptfiguren punkten kann.

Mein Bewertung:

4 von 5 Kuppeln

Links:

Die Kuppel beim Droemer-Knaur

 

 

 

Feder & Schwert bringt…

Wie auf der Homepage des Verlages Feder & Schwert zu erfahren ist, wird man ab dem siebten Band „Die dunklen Fälle des Harry Dresden“ ins Programm aufnehmen.

So müssen sich die deutschen (deutschsprachigen) Fans, nach der Einstellung bei Droemer Knaur, keine Sorgen mehr um die Zukunft von Harry machen.

Hier gehts zur Meldung!

2009: Harry Dresden ermittelt weiter!

knaurDroemer Knaur lässt Jim Butchers Ermittler, Harry Dresden 2009 die nächsten drei Fälle lösen. So erscheinen 2009 die Bände „Feenzorn“, „Silberlinge“ und „Bluthunger“.

Anzumerken sei, das der Lesespass pro Band € 8,95 kosten wird und somit pro Band einen Euro mehr als bisher.

Hoffentlich folgt anschließend nicht wieder so eine lange Pause wie zwischen Teil 3 und Teil 4.

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