[Rezension] Doctor Who:11 Doktoren, 11 Geschichten

Verlag: Cross Cult
Autoren: Neil Gaiman, Derek Landy, Michael Scott, u.a.
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 540
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 9783864253126
Preis: 16,80 Euro

von. Würfelheld

Vor mehr als fünfzig Jahren flimmerte das erstmals ein gewisser Doctor, dank der BBC, über britische Fernseher. Eine bis heute einzigartige Erfolgsgeschichte. Nun ist seit einiger Zeit die elfte Reinkarnation bzw. der zwölfte Doctor im Einsatz. Die wurde zum Anlass genommen einen kurzen Schaffensrückblick in Form einer Kurzgeschichtensammlung unters Volk zu bringen. Und für dieses Projekt konnte man auch einige namenhafte Autoren gewinnen.

Klappentext:
Die Jubiläumskollektion: 11 Doktoren, 11 Geschichten, 1 Time Lord! Ein neues Abenteuer von jeder Inkarnation – von einigen der berühmtesten Autoren unserer Galaxis: Eoin Colfer, Neil Gaiman, Richelle Mead, Charlie Higson uvm. .

Zum Inhalt:
Zwischen den Buchdeckeln erwarten einen dann, wie der Titel schon verrät, insgesamt 11 Geschichten, welche chronologisch angeordnet sind.

So dann werfe ich mal einen kurzen Blick auf die einzelnen Geschichten.

Der Doktor schafft’s mit links – Eoin Colfer
Mit dieser Geschichte erhält man einen etwas abgekupferten Einstieg ins Doctorversum, den man hat während des Konsums immer wieder das Gefühl, man kennt die Struktur dieser Geschichte und genau dieses Gefühl wird dann nach einigen Hin und Her auch bestätigt, denn es ist „Peter Pan“ der einem hier ins Gedächtnis dringt.

Die namenlose Stadt – Michael Scott
Hier geht es dann doch etwas anders zu Werke als noch soeben beim ersten Doctor, den Michael Scott bedient sich nicht der bekannten Märchengestalt, sondern versetzt den Doctor in eine horrorige Geschichte, die dem alten H.P. Lovecraft sehr gefreut hätte, den besser kann man den Mythos nicht im Doctorversum verarbeiten.

Der Speer des Schicksals – Marcus Sedgwick
Der Doctor und sein Instinkt schlagen in dieser Geschichte das erste Mal so richtig zu, schließlich erweckt ein altes Artefakt seine Aufmerksamkeit. Von Neugier getrieben deckt der Doctor die Geschichte auf und muss doch die eine oder andere Überraschung hinnehmen.

Die Wurzeln des Bösen – Philip Reeve
Wenn man auf einmal Anfeindungen gegenübersteht und nicht weiß warum, dann sollte man mit der Ironie und dem tiefschwarzen Humor des Doctors dagegen antreten. Ein gutes Beispiel dafür, findet sich hier wieder.

Böse Zungen – Patrick Ness
Wahrheit und wie viel ist gut von dieser? In welcher Dosis verkraftet man diese? – Genau diesen Fragen ist der fünfte Doctor auf den Spuren, denn schließlich ist der Mensch ein tolles Forschungsobjekt.

Etwas Geliehenes – Richelle Mead
Hochzeiten sind zum großen Teil mit Ritualen/Volksbräuchen durchsät, aber wenn der Doctor auf einer Alienhochzeit ist, dann ist das schon ein Abenteuer für sich, aber wenn dann auch noch unvorhersehbare Dinge passieren, dann ist man mitten im Spannungssog.

Wellen am Strand – Malorie Blackman
Es gibt Sachen die gibt es nicht bzw. die funktionieren eigentlich nie – bis jetzt! So trifft der Doctor auf ein Phänomen welches einem die Augen zweimal reiben lässt „friedlich gesinnte Daleks“. Oh man eine etwas kuriose Vorstellung.

Die Spore – Alex Scarrow
Eine Sonde die vom Doctor schon etwas länger verfolgt wurde, stürzt in der Wüste von Nevada ab. Als der Doctor dann am Fundort eintrifft, muss er feststellen dass das Militär schneller war. Aber frei nach der Devise „Militär und Intelligenz“ schmuggelt sich der Doctor ans Zielobjekt und kann seine Arbeit verrichten.

Die Bestie von Babylon – Charlie Higson
Der Doctor befindet sich auf der Jagd nach einem nicht zu unterschätzenden Gegner, welcher nach Flucht durchs halbe Universum sich nun auf der Erde befindet. Diese Jagd nimmt außergewöhnliche Formen an, verläuft aber nach vorhersehbarem Muster.

Das Geheimnis des Spukhauses – Derek Landy
Derek Landy versetzt den Doctor in ein Spukhaus, allerdings nicht irgendein Kirmesding sondern eines, welches stark an seine Buchreihe Skulduggery Pleasant erinnert. Die Mischung passt und macht Spaß – so ist die Auflösung ebenfalls einfallsreich und gelungen.

Kein Uhr – Neil Gaiman
Den Schlusspunkt setzt Gaiman geschickt mit einem Widertreffen zwischen dem Doctor und einem uralten Time Lord Feind. Gekonnt werden hier die Fäden gezogen und die Geschichte nimmt unerwartet Fahrt auf.

Mein Fazit:
Man ich lese Kurzgeschichtensammlungen eigentlich nicht am Stück weg, aber hier war die Mischung zwischen Geschichtenwechsel, Charakterentwicklung und dem typisch britischen Humor einfach so gelungen, dass ich dieses Buch einfach schnell verschlingen musste.

Von den elf Geschichten treffen deren zehn genau meinen Geschmack und es ist nicht verwunderlich das bei einer Anthologie nicht alles immer passen kann. Was mich aber daran ein wenig wurmt, ist das es gerade die erste Geschichte ist und somit ein bisschen am Ersteindruck rüttelt und vielleicht sogar den ein oder anderen verschrecken könnte. Aber zum Glück sind ja Geschmäcker verschieden.

Ich bin froh das Doctor Who beim Cross Cult Verlag eine gute Heimat gefunden hat und freue mich wie Bolle auf die nächsten Werke.

Meine Wertung:
4,75 von 5 Inkarnationen

[Hörbuch-Rezi] Skulduggery Pleasant – Rebellion der Restanten

Autor: Derel Landy

Übersetzerin: Ursula Höfker

Sprecher: Rainer Strecker

Verlag:  Hörcompany

Format: 6 Audio CDs, Cap Box

Spielzeit: ca. 480 Minuten

ISBN: 978-3-942587-15-0

EAN: 9783942587150

von: Quack-o-Naut

Skulduggery und Walküre haben Davina Marr, welche für die Zerstörung des Sanktuariums verantwortlich ist, ausfindig gemacht und sind dabei sie gefangen zu nehmen als sie angegriffen werden. Der Angreifer ist ein hünenhafter Mann mit Maske namens Teseract der nicht aufzuhalten zu sein scheint. Sein Ziel ist Davina Marr, der sie im Auftrag ominöser Dritter töten soll.

Skulduggery und Walküre gelingt es mit der gefangenen Davina Marr zu entkommen und diese in sicheres Gewahrsam zu überstellen.

Weihnachten steht vor der Tür und nach dem erfolgten Auftrag freut sich Walküre darauf Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, doch die Visionen in denen ihr Alter Ego, Darquise , alle tötet die ihr etwas bedeuten, lässt Walküre keine Ruhe. Sie ist fest entschlossen nicht zuzulassen das es zu diesem Massaker kommt und will daher ihren wahren Namen versiegeln lassen. Ein Unterfangen das mit erheblichen Risiken für sie verbunden ist. Doch auch ganz andere Gefahren warten auf Walküre, denn die Totenbeschwörer wollen sicher gehen das sie die Todesbringerin ist. Zu diesem Zwecke soll Solomon Kranz einen alten Freund von Walküre dazu bringen in die Zukunft zu sehen um die Hoffnungen der Totenbeschwörer zu bestätigen. In dem Wissen das Finbar Wrong niemals etwas tun würde das für Walküre eine Gefahr darstellen könnte, fassen die Totenbeschwörer den Plan einen Restanten einzusetzen um ihn dazu zu zwingen. – Doch die Totenbeschwörer machen einen verhängnisvollen Fehler, denn der vom Restanten besessene Finbar Wrong sieht nur Darquise und ihr Werk der Zerstörung. Während Solomon Kranz dies als Bestätigung ansieht, glaubt der Restant in Darquise die „Zerstörerin der Welt“ zu sehen. Für die Restanten ist Diese die Erlöserin, welche den Restanten die Freiheit bringt. – Der Restant, welcher nach der Vision von Solomon Kranz eigentlich wieder gefangen genommen werden soll, entkommt und zettelt die Rebellion der Restanten an.

Mein Fazit:

Auf sechs CDs, in einem zu den vorangegangenen Teilen passenden Pappschober, kommt dieser Teil um den ganz besonderen Detektiv in die heimischen Regale. Wie von den anderen Folgen bekannt, wird jedes Cover von einer Farbe dominiert. Für diese Episode ist es Gelb. Auf dem Cover ist Skulduggery zu sehen und einige Hände die nach ihm greifen.

Wie die vorangegangenen Teile macht auch dieser, mit seiner Gesamtlaufzeit von 7:55 Stunden, wieder ungemein viel Spaß, was vor allem an den herrlich bissigen Dialogen zwischen den Protagonisten liegt. Die Story lässt keine Langeweile aufkommen, denn immer wenn es so scheint als ob es jetzt ein wenig ruhiger zugehen könnte, kommt eine überraschende Wendung die die Protagonisten bei Atem hält.

So muss Walküre nicht nur gegen einen überlegenden Killer kämpfen, die Restanten einfangen und sich entscheiden ob ihre Liebe dem Teleporter Fletcher Ren oder dem Vampir Caelan gilt, – so muss sie ganz nebenbei auch dafür sorgen das ihr Alter Ego niemals die Gelegenheit erhält alle zu töten die sie liebt. Für sie gilt es Entscheidungen zu treffen die schwerwiegend und weitreichend sind.

Neben den genannten Dingen ist der Sprecher, Rainer Strecker, für mich ganz klar einer der Gründe warum mir dieses Hörbuch bzw. die ganze Reihe so gut gefällt. Er schafft es wie gewohnt jedem einzelnen Charakter eine eigene Stimme, Sprechtempo und Betonung zu verleihen, wodurch jeder einzelne eine eigene Persönlichkeit erhält. Dadurch wirken die Charaktere authentisch und können leicht voneinander unterschieden werden. Besonders genial finde ich die Subjekte des absoluten Oberkillers und Zombiekönigs Scapegrace, sowie dessen total verblödeten Zombievasallen Thrasher umgesetzt.

Wer ein Faible für skurrile und humorvolle Geschichten hat und sehr gut vorgetragene Hörbücher mag, der wird bei „Rebellion der Restanten“ auf seine Kosten kommen. Da es eine abgeschlossene Geschichte ist, das es einzeln gehört werden und ist somit auch für jeden geeignet der die Reihe nicht zu Hause hat. Mehr Spaß macht es aber wenn man die vorangegangenen fünf Folgen schon kennt.

Meine Wertung:

5 von 5 Seelenfänger

W  E  I  T  E  R  E     I  N  F  O  R  M  A  T  I  O  N  E  N:

Rebellion der Restanten beim Hörcompany Verlag

weitere Skulduggery Pleasant Rezi bei Würfelheld

 

 

 

[Hörbuch-Rezi] Skulduggery Pleasant 3 Die Diablerie bittet zum Sterben

Autor: Derek Landy

gelesen von: Reiner Strecker

Format: 6 CDs in Cap-Box

Länge: 440 Minuten

Verlag: Hörcompany

von: Knödelchen

Im dritten Teil der Skulduggery Pleasant Reihe geht es direkt richtig ernst zur Sache. Skulduggery und seine Schülerin und Assistentin Walküre Unruh bekommen es mit einer Mordserie der besonderen Art zu tun, denn die Opfer sind ausnahmslos nur Teleporter. Mr. Bliss einer der Angehörigen des Sanktuariums bittet Skulduggery und Walküre um Hilfe, denn nach Meinung von Mr. Bliss können nur diese Beiden den Fall aufklären. Doch das ist garnicht so einfach den Skulduggery wurde vom Thurid Guild dem amtierenden Großmagier Irrlands gefeuert, nachdem Skulduggery diesen als vermeintlichen Verräter und Gehilfen Sirpines beschuldigt hat.

Thurid Guild beauftragt Remus Crux als „neuen“ Detektiv des Sanktuariums den Fall zu lösen. Doch Remus Crux ist leider alles andere als Kompetent und verrennt sich in die fixe Idee das Skulduggery der Mörder der Teleporter ist. – Dieser Umstand ist Skulduggery und Walküre alles andere als hilfreich bei ihren Ermittlungen, denn Remus Crux setzt nun alles daran, der beiden Habhaft zu werden. Auf der „Flucht“ vor Remus Crux jagen die beiden den wirklichen Mörder der Teleporter, einen Mann namens Batu. Dumm nur das niemand eine Ahnung hat wer das ist, wie er aussieht oder wo er zu finden sein könnte.

Ohne offizielle Rückendeckung erhalten die beiden Hilfe von den einzigen Personen denen sie vertrauen können. Teneth Low und China Sorrows, doch auch noch ein anderer alter Bekannter taucht wieder auf sorgt für einigen Wirbel. – Grässlich Schneider, der beste Freund Skulduggerys, hat es geschafft sich wieder in einen Menschen zu verwandeln und bietet seine Hilfe an.

Nach weiteren Todesfällen ist schließlich nur noch ein einziger Teleporter, ein arroganter, junger Mann namens „Fletcher Renn“, der Teneth und Walküre bei jeder sich bietenden Gelegenheit so richtig auf den Zeiger geht, übrig. Fletcher, der keinerlei magische Ausbildung genossen hat, ist der Meinung dass er keine Hilfe benötigt und verkennt die Gefahr in der er steckt völlig.

Die Ereignisse überschlagen sich als die Diablerie, welche hinter den Morden steckt, die Überreste des Groteskerium aus dem Sanktuarium stiehlt und nun Jagd auf Fletcher Renn macht. Als die Diablerie Thurid Guild in ihre Gewalt bekommt und damit droht diesen zu töten wenn Skulduggery Fletcher Renn nicht ausliefert muss Skulduggery eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Mein Fazit:

Derek Landy ist es mal wieder gelungen eine packende Geschichte um die beiden Hauptfiguren Skulduggery Pleasant und Walküre Unruh zu schreiben. Die Story ist packt einen sofort und reißt den Zuhörer mit. Skulduggery’s bissiger Humor kommt in diesem Teil sehr gut zu Geltung zumal Fletcher Renn ihm und den Anderen eine Menge Nerven abverlangt.

Was mir sehr gut gefallen hat ist die Entwicklung des Charakters von Walküre Unruh, sie ist älter und auch reifer geworden. Ihre magischen Fähigkeiten haben sich entwickelt und die „Problem“ des Alltags gehen ihr auch schon mal auf den Zeiger.

Wie auch die beiden anderen Teile, wird dieser dritte Teil von Rainer Strecker gesprochen was er wie immer mit Bravur erledigt.

Da ich aus beruflichen Gründen nicht immer die Zeit hatte dem Hörbuch die Aufmerksamkeit zu widmen die es verdient, habe ich mir das Hörbuch nach dem ersten Durchlauf direkt noch ein zweites Mal angehört, um ganz sicher zu gehen das ich nichts Wichtiges verpasst bzw. überhört habe. Die interessante Geschichte, die guten Charaktere und sehr gute Sprecher haben dafür gesorgt dass auch der zweite Durchlauf nicht langweilig wird.

Meine Bewertung:

Von mir 5 von 5 Gesichtlose

Weitere Infos:

Hörcompany (der Verlag)

Skulduggery Pleasant beim Verlag

Rezi: Skulduggery Pleasant 1 Der Gentleman mit der Feuerhand

Rezi: Skulduggery Pleasant 2 Das Groteskerium kehrt zurück