[Rezi] Der silberne Traum (Die Chroniken der Nebelkrieger 4)

 

Autor: Thomas Finn

Verlag: Ravensburger Buchverlag

erschinen: Feb. 2013

Format: gebunden, 448 Seiten

ISBN 13: 978-3473400881

von: Christel Scheja

Der 1967 in Chicago geborene Thomas Finn wuchs in Hamburg auf und machte zunächst eine Ausbildung zum Werbekaufmann und Diplom-Volkswirt. Durch seine Mitarbeit an „Das Schwarze Auge“ entdeckte er allerdings ein neues Berufsfeld für sich und ist heute Autor für Romane, Drehbücher, Theater und Spiele. Mit „Die Chroniken der Nebelkriege“ legte er eine spannende Fantasy-Trilogie für Jugendliche vor. „Der silberne Traum“ ist allerdings keine Fortsetzung dazu, sondern die Vorgeschichte einiger Charaktere.

Fi erwacht allein auf einem steuerlos treibenden Schiff im Nordmeer und kann sich zunächst an nichts mehr erinnern. Nur langsam tauchen Bilder in ihrem Kopf auf, berühren sie mit Schrecken und Angst. Schon bald weiß sie durch die Möwe Kria, die sich ihrer annimmt, wieder warum: Morgoya die Nebelkönigin hat ihr Volk angegriffen, dessen Heimat zerstört und alle diejenigen versklavt, die sie nicht umbrachte.

Nur wenige entkamen – sie gehört dazu. Allerdings ist ihre Mannschaft nun de Angriff einiger Sirenen zum Opfer gefallen und deren Gefangene.

Gemeinsam befreien die beiden nicht nur Fis Gefährten, sondern auch den Klabautermann und Kapitän Koogs Windjammer, sowie Nikk, den Sohn des Meereskönigs Aquilonius.

Durch Intrigen und Verrat sind sie gezwungen erneut zu fliehen, aber genau das weckt in ihnen den Wunsch, etwas gegen die Mächte der Finsternis zu unternehmen, die sich nun unter Führung von Morgoya und eines der Nebelkönigin hörigen Hexenmeisters anschicken, die Welt zu erobern und immer mehr Völker unter ihre Macht zu zwingen.

Das ist der Beginn einer abenteuerlichen Reise zu dem verwunschenen Ort Jada’Mar, an dem sie hoffen Gegenmittel und Waffen gegen das Böse zu finden. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass die Finsternis ihnen dichter auf den Fersen ist, als sie dachten..

„Der Silberne Traum“ gehört zu den Vorgeschichten, die nicht nur Lücken in der eigentlichen Trilogie füllen und Hintergründe erklären, sondern auch eine in sich geschlossene, eigenständige Geschichte erzählen, die man ohne Kenntnisse der Welt verstehen kann, da der Autor nichts voraussetzt – eher im Gegenteil.

Nun kommen die Nebenfiguren der späteren Trilogie zu ihrem Recht. Fi, die Elfe steht im Mittelpunkt der Handlung und wandelt sich von einer verwirrten Schiffbrüchigen zu einer mutigen Kämpferin, erlebt eine kleine Romanze mit dem Meeresprinzen Nikk, die gelegentlich für humorvolle Missverständnisse sorgt und reist an selbst für diese Welt mystische Ort, nur um zu erkennen, dass es keiner mächtigen Magie braucht, um das Richtige zu tun, sondern nur viel Herz. Auch die Klabautermänner bekommen mehr Hintergrund und eine wesentlich größere Rolle zugewiesen. Die Figuren sind allesamt liebevoll ausgearbeitet und sehr sympathisch.

Wieder fasziniert der Autor mit einem gut recherchierten Hintergrund, der vertraut wird, aber auch exotisch. Er vermischt Märchen und Mythen zu einem atmosphärischen Szenario, das auch oder gerade für erwachsene Leser interessant ist.

Dazu kommt eine spannende Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen, die einen so neugierig machen, dass man das Buch nur ungern aus der Hand legt, um anderen Pflichten nachzugehen.

Alles in allem ist „Der silberne Traum“ genau so wie die anderen Romane um „Die Chroniken der Nebelkriege“ spannendes und phantasievolles Abenteuer vor märchenhafter Kulisse für jung und alt – perfekte All-Age-Fantasy also.

Meine Bewertung

5 von 5 Nebelkrieger

 

Weitere Informationen:

Der silberne Traum beim Ravensburger Buchverlag

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