[Rezi] WH40K – Brennende Galaxis – Der Große Bruderkrieg 3

Autor: Ben Counter

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 384 Seiten

Erschienen: 2010

ISBN 13: 978-3-453-52642-6

von: Jaguarrr

Wir sind wieder im 31sten Jahrtausend und verfolgen die Sons of Horus und Emperors Children bei der Niederschlagung der Rebellion auf Istvaan III. Doch Kriegsmeister Horus hat einen finsteren Plan um sich der Teile der Legionen zu entledigen die ihm nicht nach Terra folgen würden.

Zum Inhalt:

Der erste Abschnitt findet zum größten Teil noch auf der Expeditionsflotte von Kriegsmeister Horus statt, Auftakt macht jedoch Moderati Primus Titus Cassar des Titans Dies Irae, ein Anhänger des Glaubens die den Imperator als Gott verehren. Es ist Monate später und Euphrati Keeler ist noch immer im Koma, nachdem sie eine Kreatur aus dem Warp die unabsichtlich vom Ersten Iterator Kyril Sindermann aus dem Buch Lorgar beschworen wurde.

Garviel Loken hat schwer damit zu kämpfen, dass er sich nicht der Loge angeschlossen hat und das Mournival effektiv nicht mehr existiert. Kyril Sindermann rät ihm der Loge näher auf den Grund zu gehen, im alten Startegium der Rächender Geist wird er fündig. Hinter dem Banner der 7. Kompanie befindet sich ein geheimer Gang, welcher zu einem Tempel führt. Er hat eine schreckliche Vision von einer Galaxis in Blut und Flammen.

Eidolon führt die Emperors Children in einer Speerspitze gegen einen Tempel auf Isvaan Extremis. An seiner Seite sind Lucius und Tarvitz. Im finalen Kampf gegen eine istvaanische Kriegssängerin sieht Tarvitz wie Eidolon die Kriegssängerin mit einem Schrei schwächt und schließlich bezwingt während Tarvitz und Lucius gelähmt waren. Später offenbart Eidolon zusammen mit Apothekarius Fabius Bile das es eine Manipulation der Gensaat war die ihn dazu befähigt hat. Tarvitz lehnt es rigoros ab selbst diese Manipulation gutzuheißen und besiegelt somit Lucius Schicksal auch in der ersten Welle beim Angriff auf Istvaan III dabei sein.

Mein Fazit:

Achtung, enthält Spoiler!

Alles in allem kann man sagen, das es wenig Überraschungen für den erfahrenen Warhammer 40.000-Leser geben wird. Istavaan III ist die erste Schlacht der in der Horus offen gegen die Loyalisten vorgeht, es verläuft nicht ganz nach seinem Plan als es Tarvitz gelingt sich von der Flotte abzusetzen und die gelandeten Truppen vor dem bevorstehenden Exterminatus durch Virusbomben zu warnen. Das geplante konventionelle Bombardement wird von seinem Bruder Angron geblockt weil er mit seinen Jungs (für Khorne) spielen gehen will. Der Krieg der dadurch entsteht wird drei Monate anhalten. Diese lange Zeitspanne hat sich vom Schreibstil mehr wie einige Stunden angefühlt. Spannung kam durchaus auf, aber nicht das Gefühl eines Krieges.

Lucius überrascht auch nicht als er aus Eifersucht auf Tarvitz, der den Loyalisten mit der Warnung vor dem Exterminatus vorerst rettet, später die Loyalisten verrät und überläuft. Lucius gehört zu den Charakteren die man einen besonders schlimmen und grausamen Tod sterben sehen will. Nach einem Blick ins Lexicanum bleibt uns dies aber wohl verwehrt. Er trägt den Beinamen „Der Ewige“.

Positiv und negativ fällt Iacton Qruze gegen Ende auf, ihm fällt auf das er ein Rückgrat hat und für was die Sons of Horus Luna Wolves stehen. Er folgt Lokens Wunsch auf Sindermann und seine Kameraden aufzupassen. Er hat große Schwierigkeiten mit einem halb zum Astartes aufgewerteten Maggard (der stumme Leibwächter von der verstorbenen Patronella Vivar) im Zweikampf zu überwinden, es bedarf der erwachten Euphrati Keeler und ihren heiligen Beistand um Maggard aufzuhalten. Euphrati Keeler als Retter in der Not schmeckt hier zu sehr nach einer Mary-Sue. Sie fliehen zur Eisenstein auf der Nathaniel Garro von der Death Guard das Kommando übernommen hat.

Abschließend bleibt nur zu sagen das sich das Buch flüssig lesen lies, Langeweile kam nicht auf. Mehrere Auftakte zu Ereignissen in anderen Romanen versprechen das die Reihe spannend bleibt.

Meine Bewertung:

3,5 von 5 Heldentoden

Weitere Infos:

Das Buch beim Verlag

Rezi: Der Große Bruderkrieg 2 – Falsche Götter

Rezi: Der Große Bruderkrieg 1 – Aufstieg

 

 

[Rezi] Falsche Götter – Der Grosse Bruderkrieg 2

Autor: Graham McNeill

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 448 Seiten

Erschienen: 2009

ISBN: 978-3-453-52558-0

von: Jaguarrr

Der zweite Teil, welcher den Leser in die Zeit des Großen Kreuzzugs führt, stammt aus der Feder von Graham McNeill.

Zum Inhalt:

Wieder folgen wir Hauptmann Garviel Loken in seine Kämpfe an der Seite von Kriegsmeister Horus. Den Anfang der Geschichte macht jedoch Petronella Vivar, ein ambitionierten Sprössling einer Adelsfamilie von Terra. Sie wird die persönliche Memoratorin von Horus. Loken tritt mit Ignace Karkasy in Kontakt. Der Dichter soll Erebus, einem Ordenspriester der Word Bearers, einschätzen. Loken betrachtet den Einfluss den der Word Bearer auf Horus hat mit Sorge. Erebus ist mit Nachricht bei der Flotte des Kriegsmeisters eingetroffen die auf Davin, einem Planeten den die Sons of Horus vor Jahren in das Imperium eingegliedert hatten, die imperialen Truppen rebellieren. Horus, der damals noch nicht der Kriegsmeister war, betrachtet es als einen Angriff auf seine Ehre und übergeht die Einwände seines Mournivals selbst die Speerspitze anzuführen die den Aufstand niederschlagen soll.

Auf Davin wird die gesamte Macht der 63. Expeditionsflotte abgesetzt und rückt durch einen unnatürlichen Sumpf vor. Sie werden von animierten Leichen der zurückgelassenen Truppen überrascht und angegriffen. Nach heftigen Kämpfen erreichen sie das niedergegangene Kommandoschiff der Besatzungstruppen das erst als Basis vermutetet wurde. Horus und seine Speerspitze dringen in das Schiff ein um die Sache endgültig zu regeln. Im Schiff wird Horus von seinen Astartes getrennt und steht Eugan Temba, dem Kommandanten der Besatzungstruppen allein gegenüber. Dieser ist vom Chaos verdorben und so selbst für den Primarchen eine Gefahr, er schafft es Horus schwer zu verwunden bevor er niedergestreckt wird. Horus Verletzungen sind so schwer, dass er ihnen zu erliegen droht und die Sons of Horus sind sich uneins ob sie Erebus Vorschlag folgen sollen Zauberei zu nutzen um das Leben des Primarchen zu retten.

Mein Fazit:

Ich muss sagen das mir der zweite Teil bei weitem mehr Spaß gemacht hat als der Erste. Ohne Kenntnisse aus dem ersten Teil wird man sich allerdings etwas verloren vorkommen. Positiv fällt auf, das es mehr Kapitel gibt. in denen auf andere Charaktere eingegangen wird (und das diese Kapitel auch wichtig sind). Ich habe das Buch nie weggelegt weil mir langweilig wurde.

Die tragischste Gestalt in diesem Buch ist wohl Primarch Magnus, welcher versucht Horus vor einem schrecklichen Fehler zu bewahren, als dieser dem Heilungsritual unterzogen wird. Ich bin jetzt schon interessiert was weiterhin im Zyklus passiert.Graham McNeill macht die Trilogie mit dem zweiten Teil interessanter.

Meine Bewertung:

4,25 von 5 Lupercals

Weitere Infos:

Buchseite beim Verlag

[Rezi] Aufstieg – WH40K – Der Große Bruderkrieg 1

Autor: Dan Abnett

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 448 Seiten

Erschienen: 209

ISBN 13: 978-3-453-52535-1

von: Jaguarrr

Dan Abnett nimmt uns in die grimmige und dunkle Zukunft des 41., äh, 31. Milleniums zu Zeiten des Grossen Kreuzzuges im Warhammer 40k Universum mit. Das Cover zeigt uns Luna Wolves die auf eine Befestigung zustürmen.

Zum Inhalt:

Den größten Teil der Ereignisse schaut der Leser Garviel Loken über die Schulter. Die Geschichte beginnt auf der Welt 63-19, die in das Imperium eingegliedert werden soll. Auf Terra wurde die Entscheidung getroffen das die Legionen der Astartes von so genannten Memoratoren begeleitet werden sollen. Memoratoren sind Poeten, Dokumentaristen und Fotografen deren Aufgabenbereich eher an Barden als an Kriegsberichterstatter erinnert. Loken ersetzt Hastur Sejanus, welcher auf 63-19 fiel, im Mournival. Als einer von vier Astartes dient er nun Kriegsmeister Horus als Berater, Ratgeber und auch politisches Instrument. Auf 63-19 ist die Imperiale Armee derweil damit beschäftigt die Eingliederung zu vollenden und hat Schwierigkeiten in den Flüsterspitzen, einer Gebirgskette. Horus entsendet Loken und die 10. Kompanie um die Sache zu beenden. Es endet allerdings damit das sich Sergeant Xavyer Jubal verwandelt und gegen seine Waffenbrüder wendet. Nur mit großer Mühe und unter vielen Verlusten konnte Jubal besiegt werden.

Bestürzt und im Glauben in seinen Pflichten versagt zu haben kehrt Loken mit seiner Kompanie zur Flotte zurück. Horus eröffnet Loken in einem privaten Gespräch was Jubal dazu gebracht hat sich gegen seine Brüder zu wenden und auch um Loken zu versichern, das er keineswegs versagt hat. Doch was hat dieses Medallion zu bedeuten das Loken beim Ausräumen von Jubals Räumlichkeiten findet?

Mein Fazit:

Loken als Hauptcharakter gefällt mir sehr gut, es ist gleichzeitig schade und interessant das man fast nur seinen Erlebnissen folgt. Man hat das Gefühl man verpasst viele wichtige Ereignisse die sich im Hintergrund abspielen. Die Wahl die Geschichte aus der Ich-Perspektive zu erzählen hätte diesem Abhilfe geschaffen. So wirkt das Kapitel (1. Teil, 5. Kapitel) in dem der Leser Ignace Karkasy, einen Poeten der Memoratoren, verfolgt wie ein misslungener Versuch einen anderen Blickwinkel der Geschichte zu erzählen. Alles was ich aus diesem Kapitel mitnahm ist das die Bewohner von 63-19 nicht besonders glücklich über ihre zerbombte Stadt sind und das Memoratoren die besoffen durch die Straßen ziehen und über die Vergänglichkeit von allen Dingen ,auch dem Imperium, lamentieren von imperialen Gardisten todgeprügelt werden. Ein Kapitel das ich als überaus irritierend empfand bis zu dem Zeitpunkt als Ignace Karkasy später wieder auftauchte. Ich dachte mir „Oh. Er lebt… Warum? Wozu? Was soll dieses Kapitel?“

Die Einblicke in die Zeit als alles noch in Ordnung war, naja… relativ in Ordnung, ist interessant. Lokens Abenteuer weiterzuverfolgen wird mir Spaß machen, auch wenn er wohl ein tragisches Ende haben wird.

Die deutsche Übersetzung ist korrekt, wobei das nicht immer eine gute Sache ist. Battlebrother mit Schlachtenbruder zu übersetzen ist… korrekt, hat aber nicht den gleichen eindeutigen Klang wie Waffenbruder. Schlachtenbruder klingt so nach Metzgerei Horus & Söhne. Wenn (und ich sage WENN) man Titel, Ränge und Eigennamen übersetzt so sollte stimmungsvoll übersetzt werden, 1-zu-1-Übersetzungen werden häufig ungewollt komisch. Ja, dieser Absatz richtet sich an den Verlag.

Das Buch liest sich gut und ist dahingehend geschickt das ich weitere Bände lesen möchte. Es fixt an und das ist was ein erster Band einer Reihe tun sollte.

Meine Bewertung:

3,25 von 5 verprügelten Memoratoren