[Veranstaltung] BB E-Book Event 2017

Am Samstag, den 6. Mai beginnt das BB E-Book Event 2017 der Literaturgruppe Brennende Buchstaben in der virtuellen Welt Second Life. Jeweils an den Wochenenden werden bis zum Sonntag, den 4. Juni sechzehn Autoren live Kurzgeschichten und Ausschnitte aus ihren Büchern lesen.

Das Programm wird am Samstag, den 6. Mai mit Anja Bagus Steampunk-Kurzgeschichte „Das Plix-Plax Ventil“ eröffnet.
Am Sonntag, den 7. Mai folgen Live-Auftritte von Gabriele Behrend („Nebelmelodie“, Science Fiction) und Regina Schleheck („Der Kirmesmörder“, True Crime).

Weiterlesen „[Veranstaltung] BB E-Book Event 2017“

[BuCon] Mein Besuch

Gestern fand in Dreieich erneut der Buchmesse Convent, in dessen Rahmen der Deutsche-Phantastik-Preis verliehen wird, statt. Auch in diesem Jahr war das Angebot sehr bunt, was an der gelungenen Verlagsmischung, welche vom Neuling über den Platzhirsch bis zum Teufel reichte und teilweise nicht nachvollziehbar erschien. So bunt wie dieses Verlagspotpourrie war, war auch das Angebot an Büchern. Toll in dieser Hinsicht ist auch, das es einige Rollenspielverlage, wie etwas Mantikore und Feder und Schwert/Uhrwerk, mit ihren Phantastischen Lesestoff, auf diese Veranstaltung erneut geschaft haben.

Weiterlesen „[BuCon] Mein Besuch“

[Podcast] Schriftsonar #53 schon etwas länger online

Ups da habe ich letzten Monat tatsächlich die Veröffentlichung der 53.Folge des Science Fiction Podcast „Schriftsonar“ von FC Stoffel verpasst. Aber gerade bin ich da drauf aufmerksam geworden und konnte die Konsumlücke füllen.

Diesmal geht es nicht nur um Bücher sondern auch um Awards. Aber hört H I E R selbst rein.

Viel Spaß.

[Interview] Im Gespräch mit Philipp Lohmann (Nerds gegen Stephan)

Nerds-gegen-Stephan.de hat letztlich erneut seinen Publikumspreis „Der Goldene Stephan“ ausgerufen. Das machte neugierig und so war es an der Zeit Philipp, dem Mann hinter dem ganzen, mal ein paar Fragen zu stellen.

Ohne weitere Umschweife wünsche ich nun viel Lesespaß.

+     +     +     +     +

Blogger Philipp und Blognamensgeber Stephan
Blogger Philipp und Blognamensgeber Stephan

Hallo Philipp,
vielen Dank das Du Zeit für dieses Interview gefunden hast. Würdest Du Dich bitte kurz vorstellen.
Hallo André. Erst einmal vielen Dank, dass Du mir die Gelegenheit gibst, meinen kleinen Blog, den Leserpreis und mich auf so einem großen Blog vorzustellen.
Ich bin 30 Jahre alt und arbeite als ALFA-Krankenpfleger in einer großen Klinik in Bayern. Eigentlich komme ich aber aus der tiefsten ostdeutschen Provinz, wie man an meinem schrecklichen Dialekt hört 😉 Wenn ich nicht gerade für meinen Blog schreibe, koche und zocke ich gerne mit Freunden oder lese, vornehmlich Graphic Novels. Zum Glück habe eine verständnisvolle Nerdfreundin, ohne deren Toleranz und Rückendeckung ich mein Hobby nie in diesem Umfang ausüben könnte.

Weiterlesen „[Interview] Im Gespräch mit Philipp Lohmann (Nerds gegen Stephan)“

[News] SPIEL auf Wachstumskurs

Ich bin soeben über folgende Meldung zu den Internationalen Spieltagen SPIEL 2016 gestossen.

Ihr liebt Brett-, Karten- oder Rollenspiele?
Dann freut euch auf die größte SPIEL aller Zeiten. Auf der ‪#‎SPIEL16‬ werden mehr als 1.000 Aussteller (Vorjahr 910) aus 50 Nationen (Vorjahr 41) vertreten sein und alles zum Thema „Gesellschaftsspiele“ zeigen. Kommt, und spielt mit! Alles kann gespielt und gekauft werden. Wettbewerbe, Turniere und Signierstunden, Goodies und vieles mehr erwarten euch.
Messe Essen 13.-16.10.2016

Quelle

Somit also noch mehr Zeugs was man übersehen, testen oder durchwühlen kann. Aber ich bin gespannt ob man dies wirklich vor Ort wahrnimmt.

 

[Interview] Mit Karl-Heinz Zapf zu Gast im Oger-Hort

Da sich beim Schnutenbach-Rollenspiel etwas getan hat, war es erneut an der Zeit sich Karl-Heinz Zapf zu schnappen und selbigen einige Fragen zu stellen. Was dabei rauskam, könnt Ihr nun folgend nachlesen.

IHdO-MHallo Karl-Heinz,
es ist schon wieder einige Zeit her und es hat sich in Schnutenbach einiges getan. Somit war es an der Zeit Dir erneut ein paar Fragen zu stellen. Auf die Vorstellung möchte ich aber nicht verzichten. Also wer ist Karl-Heinz Zapf?
Wer ist Karl-Heinz Zapf? Hm, so ne Art von Rollenspiel-Relikt, würde ich mal behaupten … Ein Tagträumer und Langschläfer, ein Weltenbauer und Conorganisator, Messe-Maniac und Fandom-Nerd (noch bevor es den Begriff „Nerd“ in dieser Form für uns eigentlich gab), leidenschaftlicher LARPer und immer wieder mal Plot-Gott. Eigentlich muss das allerdings jeder ganz aufs Neue für sich selbst herausfinden, wenn sie oder er mich kennen lernt. In jedem Fall bin ich aber ein langjähriger Fan von gutem Rollenspiel.

Weiterlesen „[Interview] Mit Karl-Heinz Zapf zu Gast im Oger-Hort“

[vor Ort] Timelash – Die erste „Doctor Who“-Convention in Deutschland (24.-25.10.2015)

Vor gut einer Woche fand die erste Timelash statt. Ich selber konnte nicht vir Ort sein, aber Kris war so nett, Ihre Erlebnisse niederzuschreiben und mir zur Verfügung zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank dafür. Nun viel Spaß beim „miterleben“.

***   ***   ***   ***   ***

Normalerweise neige ich nicht zu so spontanen Entscheidungen, vor allem nicht, was Conventions und Reisen betrifft, vor allem weil ich in den letzten Jahren gar nicht mehr aus der Umgebung meiner Heimatstadt herausgekommen war.

Diesmal allerdings war es etwas anders …

Aber zurück zum Anfang. Schon seit mehr als einem Jahr hatte ich die Vorbereitungen zur „Timelash“ beobachtet und doch immer wieder leise mit dem Gedanken gespielt, sie zu besuchen, um nach gut zwanzig Jahren Con-Abstinenz wieder einmal den Besuch eines größeren Treffens, das nicht im mit der Bahn erreichbaren Umkreises liegt, zu wagen.

Interessiert verfolgte ich deshalb mit, wie sorgfältig die Veranstalter alles planten und die Finanzierung durch eine überraschend erfolgreiche Crowdfunding-Aktion absicherten. Überraschend deswegen, weil die britische Kultserie „Doctor Who“um den zeitreisenden Außerirdischen vom Planeten Gallifrey mit der Fähigkeit zur Regeneration in eine neue Gestalt (bzw. einen neuen Schauspieler) trotz gestiegener Popularität durch das fünfzigjährige Jubiläum im November 2013 immer noch ein wenig im Hintergrund bleibt, weil die Ausstrahlung (möglichst noch in Dauerschleife) im Free-TV fehlt.

Von vorneherein sollte es ein kleinerer Event mit nur etwa 600 Gästen werden, mehr fasst die gewählte Location, der Kulturbahnhof in Kassel wohl nicht. Die Stadt wurde aufgrund ihrer zentralen Lage und relativ guten Erreichbarkeit aus allen Regionen Deutschlands ausgesucht.

Und bei den Stargästen griff man bewusst nicht nach den Sternen, sondern versuchte eine möglichst bunte Mischung zusammen zu stellen. Daher wurden nicht nur Schauspieler eingeladen, sondern auch Autoren, die die Serie maßgeblich mitgeprägt haben und prägen. Nicht vergessen wurden diejenigen, die in Deutschland als Synchronsprecher und Synchrondrehbuchautoren an „Doctor Who“ mitgearbeitet haben.

Auf jeden Fall war das Interesse größer als vermutet. Nicht nur die Crowdfunding-Aktion erwies sich als Erfolg, auch die Karten waren innerhalb weniger Wochen völlig ausverkauft. Und ich selbst schrieb die Convention bereits für mich ab, obwohl es mittlerweile mehrere Gründe gab, dorthin zu fahren.

Warum es dann doch noch geklappt hat? Nun – nicht alle, die sich frühzeitig eine Karte geholt hatten, konnten den Termin wahrnehmen und waren froh, wenn sie einen Abnehmer fanden. Ohne viel Bürokratie wurden die Tickets dann umgeschrieben.
Gerade in den zwei Wochen vor der Convention wurden noch so einige Tickets verzweifelt angeboten … und schließlich konnte ich nicht mehr „Nein“ sagen. Innerhalb eines Wochenendes hatte ich nicht nur meine Eintrittskarte, sondern auch ein Hotel und die Fahrten gebucht – dem Internet sei dank …

 

* * *

 

Bereits am Freitag kam ich per Fernbus in Kassel an, um dann frisch und ausgeruht am Samstagmorgen am Conort zu erscheinen. Die Location, direkt am Kopfbahnhof von Kassel, am Rande der Bahngleise mag auf den ersten Blick zwar optisch erst einmal nicht viel her machen – aber von den Räumen her ideal – es gab große Durchgänge, so dass man immer überall durch kam, selbst wenn es einmal voller wurde.

Die Besucher hatten sich in Schale geworfen. Natürlich gab es auch diejenigen, die in „zivil“ kamen und als Accessoire gerade einmal den ikonischen Schal des vierten Doktors, ein T-Shirt mit entsprechenden Motiven oder zum Beispiel „Tardis“-Taschen trugen, es überwogen aber dennoch die Cosplayer.

Um mich herum tummelten sich schon bald verschiedene Doktoren mit ihren Begleitern und Begleiterinnen, aber auch Nebencharaktere und einiges an Monsters. Vor allem die „Weeping Angels“ waren sehr beliebt – also hieß es – möglichst nicht zu blinzeln, wenn jemand in der Nähe war. Natürlich waren bei den Kostümen diejenigen aus der neuen „Doctor Who“-Serie überproportional vertreten, aber nicht so dominant, wie gedacht.

Immer wieder huschten auch die Doctoren Vier (mit langem Schal und Hut), Fünf (in seinem beigen Cricket-Outfit), Sechs (von mir immer liebevoll als „multicoloured nightmare“ bezeichnet), Sieben (mit Fragezeichenpullover und Hut) und nicht zuletzt auch Acht (braungelockt, romantisch, mit Samtfrack und Brokatweste) in männlicher, wie auch weiblicher Form vorbei, an Begleitern der klassischen Serie habe ich mindestens eine Tegan (in fliederfarbenem Stewardess-Dress) und Ace (schwarze Fliegerjacke mit Buttons und Aufnähern) gesehen.

Ob nun perfekt nachempfunden oder etwas freier interpretiert, mit in speziellen Shops gekauften Kleidungsstücken und Accessoires ergänzt oder komplett selbst genäht und gestaltet … – Eines hatten alle gemeinsam:

Den Spaß und die Freude sich zu verkleiden, ganz und gar in dem Charakter aufzugehen, den sie sich ausgesucht hatten, egal ob sie nun viel zu klein oder groß, so dick oder dünn dafür waren oder das falsche Geschlecht hatten.

Jeder oder jede dem ich begegnet bin, fühlte sich in seinem Outfit nicht nur wohl er oder sie lebte seine Figur, vor allem wenn es darum ging sich für Fotos entsprechend in Position zu werfen oder aber mit anderen Anwesenden kleine Szenen zu spielen.

Und das ist es, was mich begeistert hat – die ungezwungene, verspielte Stimmung, die in den Räumen und vor dem Kulturbahnhof herrschte hat dem Con eine lockere, warmherzige Atmosphäre gegeben und auch auf die Umgebung ausgestrahlt, vor allem als ein Dalek die Bahnhofshalle unsicher machte und ein paar Reisende irritierte.

Dazu kam eine souveräne, aufmerksame, sehr hilfsbereite und vor allem freundliche Helfercrew, an die man sich jederzeit wenden konnte und zur Stelle waren, wenn man sie wirklich brauchte, wie ich gesehen habe, als jemand wohl gestürzt war. Denn überall war jemand – auch an Stellen, wo man sie erst gar nicht vermutete.

Auch die Versorgung war unkompliziert und lecker. Zu angenehmen Preisen gab es Getränke aller Art und Snacks wie Wraps und Brezeln oder Suppe, mit dem man den aufkommenden Hunger und Durst stillen konnte.

Bei der Eröffnung bekamen wir Fans nun endlich die Gäste zu Gesicht, sofern sie bereits eingetroffen waren. Eingeladen und gekommen waren

  • Paul McGann, in seiner Funktion als achte Inkarnation des Doktors
  • Catrin Stewart, die „Jenny Flint“ aus der „Paternoster“-Gang
  • Nicola Bryant, alias „Peri“, Begleiterin des fünften und sechsten Doctors
  • Terry Molloy, aka „Davros“, Schöpfer der Daleks
  • Nicolas Briggs, die Stimme der Daleks und ausführender Produzent von Big Finish
  • Andrew Cartmel, Autor und Script-Editor in der Ära des siebten Doctors
  • Terrance Dicks, Autor und Script-Editor in der Ära des zweiten und dritten Doktors
  • Nev Fountain, Autor von Kriminalromanen und Skripten für Doctor Who Hörspiele bei Big Finish
  • Toby Hadoke, Schauspieler, Comedian, Autor, Moderator, Blogger und Podcaster, der seit langem eng mit Doctor Who verbunden ist

Später stießen dann noch dazu:

  • Michael Schwarzmaier, Schauspieler und Synchronsprecher, u. a. für den siebten Doctor
  • Kai Taschner, Schauspieler, Synchronsprecher und verantwortlich für Buch und Regie der Synchronfassung der ersten beiden Staffeln der neuen „Doctor Who“ – Serie

Und nicht zuletzt waren auch Robert Vogel und Kolja Dimmek immer wieder unterwegs, der erste auch als Händler mit einem recht großen Stand im Verkaufsraum, an dem so einige Dinge aus der klassischen Ära zu finden waren.

Der erste Punkt meines Tages war dann der Fotoshoot mit Paul McGann. Ich wollte den Mann einfach kennenlernen, dessen Arbeiten mir über das letzte Jahr, die schlimmste Zeit meines Lebens, hinweg geholfen haben, weil sie mich ablenkten und aufmunterten, denn seit ich „The Night of the Doctor“ gesehen hatte, hatte er es mir irgendwie angetan und es gab kein Halten mehr, als ich entdeckte, dass es weit mehr als nur den „TV-Movie“ von 1996 zum achten Doktor gab, aber dazu später mehr.

Auf jeden Fall war es ein Erlebnis, dass ich nicht mehr vergessen möchte. Für knapp eine halbe Minute neben jemandem zu stehen, den man für seine Kunst bewundert und sonst nicht nahe kommt, ist schon sehr aufregend, auch wenn das im Moment nur ein gut bezahlter Fanservice ist.

Die Preise für Fotoshoots mit den Stars und deren Autogramme war übrigens für Conventions dieser Art ausgesprochen zivil. Paul führte die Liste mit 25 € für jeweils eines an, die anderen waren günstiger. Manch einer, der Media-Cons nicht kennt, wird sich sicherlich fragen, warum Unterschriften überhaupt Geld kosten – nun man darf nicht vergessen, dass der Besuch einer Conventions für die Schauspieler in erster Linie ganz normale Arbeit ist, mit der sie ihren Lebensunterhalt verdienen – da die Eintrittskosten ja mehr oder weniger nur Kost und Logis, decken, besteht ihre Gage daher aus dem Verkauf ihrer Unterschrift und den Aufnahmen mit ihnen neben den Fans.

Danach unterhielt ich mich noch mit ein paar Leuten, bevor es zurück in den Saal ging, wo ich den Rest des Panels der beiden Autoren Terrance Dicks und Andrew Cartmel gerade noch so mit halben Ohr mitbekam, die von ihrer Arbeit bei der BBC erzählten. Interessant war es schon, aber ich war wohl immer noch so vom Fotoshoot geflasht, dass ich mich an nicht mehr viel erinnere.

Danach kam der für mich interessante Teil des Tages. Kolja Dimmek nahm sich eine halbe Stunde Zeit, um „Big Finish“ vorzustellen, die Firma von Nicholas Briggs und Jason Haight-Ellery, die seit über sechzehn Jahren mit Genehmigung der BBC „Doctor Who“-Hörspiele produziert, zunächst nur solche, die sehr locker mit den Universum der Serie verbunden waren, dann Geschichten mit den „klassischen Doctoren“ mit denen sich der Sender nicht mehr beschäftigen würde, inklusive der achten Inkarnation.

Die Drehbücher der Folgen schrieben altgediente Autoren, die sich als Fans oder ehemalige Skriptautoren schon lange mit der Materie auskannten, für die Sprechrollen konnte man tatsächlich auch die alten Darsteller der Doctoren und Companions gewinnen, so dass die „Audiodramas“ um so authentischer wurden.

Mittlerweile haben die Hörspiele auch eine Qualität erreicht, die inhaltlich und akustisch den modernen Fernsehfolgen in nichts nachsteht. Ich habe damals nur in „Storm Warning“, das erste Hörspiel mit dem achten Doctor hinein hören wollen – mit dem Ergebnis das ich nicht mehr aufhören konnte.

Tatsächlich besitzen die CD’s – ist man der englischen Sprache halbwegs mächtig und auch bereits, sich die Folgen mehrfach anzuhören – einen nicht zu unterschätzenden Suchtfaktor, vor allem wenn man Fan von Paul McGann ist, der im Fernsehen leider mit viel zu wenigen Auftritten glänzen durfte – so aber die Chance hatte, seinen Charakter über fünfzehn Jahre weiter zu entwickeln, so dass die Figur um so lebendiger geworden ist.

Die Einführung diente dazu, die noch „Unwissenden“ auf einen Wissensstand zu bringen, durch den sie dem nun folgenden, gut eineinhalbstündigen „Big Finish“- Panel angemessen folgen konnten.

Jason Haight Ellery, Nicholas Briggs, Nicola Bryant, Nev Fountain, Terry Molloy, Paul McGann und Toby Hadoke plauderten aus dem Nähkästchen – erzählten wie alles angefangen hat und zitierten die ein oder andere Anekdote, stellten sich dann aber auch den Fragen der Besucher, die natürlich auch nach der Zukunft fragten und wissen wollten, wie weit die Erweiterung der Lizenz durch die BBC noch gehen würde.

Denn immerhin hatten ja schon „Torchwood“, „River Song“ und der „War Doctor“ zu Big Finish gefunden, die absolut nichts mehr mit der klassischen Serie zu tun hatten. Allerdings bekamen nicht alle die gewünschte Antwort. Vor allem Nick Briggs prägte das geflügelte Wort des Panels „Just imagine!“

Auf jeden Fall gab es viel zu lachen und man merkte den Beteiligten an, wie viel Herzblut sie eigentlich in die Firma und ihre Arbeit stecken – etwas, was sich auch in deren Produkten widerspiegelt. Man merkte einfach – hier produzieren Fans für Fans.

Nach Deutschland zurück führte dann das nächste Panel mit den beiden Synchronsprechern Michael Schwarzmaier und Kai Taschner. Die ebenfalls angekündigte Charlotte Brings steckte leider noch im Stau und fiel leider weg. Aber auch die beiden Männer alleine schlugen auch in den Bann erzählten von Freuden und Leiden der Synchronsprecher im analogen und digitalen Zeitalter. Konnte man früher noch Luft schnappen wenn der Projektor irgendwann nicht mehr wollte oder die Filmschleife riss – so besitzen die Produzenten heute keine Gnade mehr – die Zahl der Synchrontakes haben sich verdoppelt.

Dabei wurde auch die ein oder andere Anekdote erzählt, inklusive der, dass man auch als Sprecher gelegentlich die Überraschung erlebt, sich als Serienkiller in einem Horror-Slasher wiederzufinden, auch wenn vorher alles ganz anders geklungen hatte. Und letztendlich betonte Michael Schwarzmaier, dass auch diejenigen, die heute überwiegend Hörbücher einlesen oder aber synchronisieren, immer noch genau so Schauspieler sind, wie diejenigen, die nur auf der Bühne oder vor der Kamera stehen.

Nach dem beiden kam schließlich Paul McGann zurück auf die Bühne. Amüsant waren die Momente in den beiden Panels, in denen er seinen (erwachsenen) Söhnen den Nachweis erbringen musste, dass er nicht für das samstägliche Footballspiel im nächsten Pub abhing, sondern tatsächlich auf einer Convention in Deutschland war. Dafür drehte er ein kleines Video und machte mehrfach ein paar Selfies mit den Zuschauern im Hintergrund.

Er erzählte ein wenig über seine frühen Jahre und seine Karriere. Dabei merkte man als Zuschauer, wie bodenständig er eigentlich ist, betonte er doch immer wieder, dass Schauspieler zu sein, durchaus bedeutet ein Handwerker mit einer grundsoliden Ausbildung zu sein, durch den künstlerischen Aspekt immer noch dazu gehöre, auch Spaß und Freude an seinem Beruf zu haben. Dabei sei es nicht wichtig, nach Ruhm zu streben, sondern eher zufrieden mit seinem Leben zu sein.

Amüsant waren auch seine Erzählungen über das recht unterschiedliche Naturell der Menschen aus der Region um Liverpool und denen in London – er musste erst lernen, dass die unterkühlten Großstädter es nicht unbedingt mochten, gleich zur Begrüßung umarmt zu werden und Striche auf dem Boden der Bühnen oder Drehorte durchaus ihren Sinn machten und man deshalb auch eine gerade Haltung wahren und sich nicht nach vorne lehnen sollte, um die Kameramänner nicht zu verärgern.

Daraufhin stellte er sich den Fragen der Fans. Immer wieder kam dabei auch der in England in Studentenkreise zum Kultklassiker avancierte Film „Withnail and I“ zur Sprache, durch den er seinen Durchbruch als Filmschauspieler hatte.

Ich wagte es übrigens, ihn auf „The Hanging Gale“ anzusprechen, der Produktion, in der auch seine drei Brüder (ebenfalls Schauspieler) beteiligt waren. Auch hier plauderte er ein wenig aus dem Nähkästchen und erzählte, dass man ihn und einen seiner Brüder gerne auch schon einmal verwechselt hat.

Alles in allem dürfte er so den Eindruck bekommen haben, dass in Deutschland mehr von ihm bekannt war als nur die wenigen Nebenrollen in größeren Blockbustern wie „Alien“. Am Sonntag kamen auch andere Filme und Serien wie „Hornblower“ zur Sprache und er brachte für einen Moment die Halle zum Schweigen , als er sehr gefühlvoll über seinen Vater sprach, der ihm noch immer viel bedeute, auch wenn dieser schon lange tot sei.

Und auch in Deutschland war er bereits einige Male, nicht erst zur Fed-Con im Mai. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch, dass er seit dreißig Jahren kein Fleisch mehr isst, etwas, was in Deutschland früher ein Problem gewesen sei.

Die Tatsache, dass sein Großonkel James McGann eines der wenigen überlebenden Crewmitglieder der „Titanic“ gewesen ist – der Mann, der als letzter den Kapitän lebendig gesehen hat – hat die Familie übrigens auch erst vor ein paar Jahren entdeckt.

Natürlich kam auch „Doctor Who – The Movie“ zur Sprache und nicht zuletzt das Geheimnis, das er um seinen Auftritt in „The Night of the Doctor“ vor der Öffentlichkeit machen musste, bis die Minisode gezeigt wurde. Zudem wollte man wissen, wie er dazu stünde, noch einmal in der neuen Serie aufzutreten oder sogar selbst ein Spin-off zu erhalten. Paul erwiderte, dass dies nicht in seiner Macht läge, aber keinesfalls „Nein“ sagen würde, würde Stephen Moffat ihn deswegen kontaktieren.

Immerhin gelang es ihm, sich am Ende des Panels geschickt und recht charmant aus der Affäre zu winden, als Fans darum baten, dass er doch die Rede des zwölften Doctors aus der Abschlussfolge der achten Staffel vorlesen oder ein wenig vorsingen sollte.

Letzteres konnte er am zweiten Tag aufgrund einer Erkältung weiterhin ablehnen, am Vortrag der Rede kam er leider nicht vorbei … da zog die „Schwindelei“ mit der zerbrochenen Lesebrille nämlich nicht mehr – wozu gibt es die moderne Technik – ein Tablet mit beliebig einstellbarer Größe der Schrift.

Nach Paul McGanns Panel beschloss ich den Saal endlich zu verlassen und mir die Beine zu vertreten, immerhin wollte ich mir auch noch ein Autogramm holen. Zudem interessierte ich mich endlich einmal für die Händlerstände in einer größeren Halle im Obergeschoss.

Natürlich war der „Big Finish“-Stand sehr verlockend … aber glücklicherweise hatte ich schon die meisten, für mich interessanten Dinge. Dafür verdienten andere Stände etwas mehr an mir – neben einigen Büchern wanderte auch ein Plüschdalek in meinem Besitz.

Die Panels von Cathrin Stewart und die Show von Toby Hadoke besuchte ich nicht mehr. Dafür holte ich mir nur noch ein Autogramm von Paul McGann und wechselte ein paar Worte mit ihm. Mein Eindruck von ihm wurde noch einmal bestätigt.

Er gehört zu eindeutig zu den Schauspielern, die zufrieden damit scheinen, durch die Kunst ein Auskommen zu haben, die aber dennoch mit Leidenschaft und Freude ihren Job – egal in welchen Ausprägungen – ausüben. Die sich nicht scheuen, auch freundlichen, manchmal sogar recht herzlichen Umgang mit den Fans zu pflegen, ohne dabei die Distanz zu vergessen. Andererseits macht er aber auch keinen Hehl daraus, dass er auf Conventions, natürlich auch eine Rolle spielt – immerhin ist das für ihn Arbeit.

Mit einem netten „All you can eat“ in einem Sushi-Restaurant klang der Abend aus. Andere, die es noch gebucht hatten, besuchten derweil das „Star-Dinner“, das allerdings gehörig Eintritt kostete.

 

* * *

 

Am Sonntag ging die Convention trotz oder gerade wegen der Zeitumstellung schon um acht Uhr weiter. Bereits um kurz nach acht öffneten die Tore.

Wie immer hatten sich die Cosplayer in Schale geworfen – einige noch mehr als zuvor, denn einer der großen Programmpunkte war auch der in der Mittagszeit stattfindende Wettbewerb, in dem die, die wollten, nicht nur ihr Kostüm präsentieren, sondern auch beweisen konnten, wie sehr sie in der Lage waren, in die von ihnen ausgewählte Rolle zu schlüpfen.

Ich selbst habe mir das zwar nicht angesehen, weiß aber, dass ein „Siebter Doctor“ und seine Begleiterin „Ace“ die Sieger waren, einer der „Achten Doctor“ den Preis für den besten „Lookalike“ erhielt und einer der „Weeping Angel“ einen Sonderpreis.

Am Sonntag besuchte ich zudem , nicht mehr ganz so viele Panels wie am Tag davor. An Vormittag stand vor allem Nicholas Briggs auf dem Programm, der diesmal von seiner Arbeit an den Sets von Doctor Who erzählte und seiner Leidenschaft, den Daleks sehr unterschiedliche Stimmen zu geben – was immer dann zur Herausforderung wurde, wenn er innerhalb einer Szene gleich mehrere davon verkörpern musste.

Nach einer längeren Pause, die ich im durch den Cosplay-Wettbewerb entvölkerten Händlerraum verbrachte, ging es zurück zu den Panels.

Terry Molloy und Nicola Bryant waren an der Reihe von ihrer Arbeit für und neben Doctor Who zu erzählen. Nebenbei erfuhren wir auch, warum Terry diesmal einen Teddybären dabei hatte – Monty, seinen Teddybären, den er als Entschädigung für die vielen Misshandlungen seiner Kinderzeit nun wiederhergestellt immer mit auf Reisen nahm. Und er erklärte warum er eigentlich an beiden Tagen einen Kilt trug. Er wollte damit an die irischen Wurzeln seiner Familie erinnern und hatte deshalb die Clansfarben angelegt.

Nicola Bryant, die mich als Peri nicht gerade begeistern konnte, da sie in der Serie eine recht unbefriedigende Rolle erhalten hatte, in der sie in erster Linie hübsch aussehen und hilflos sein musste, hat mich jedenfalls beeindruckt – sie ist im Gegensatz zu ihrem Charakter eine selbstbewusste Powerfrau, die weiß, was sie will und kann. Zum Abschluss las sie als Dankeschön eine vorbereitete Rede auf Deutsch vor.

Nach dem zweiten Panel von Paul McGann kamen dann auch noch ein paar altgediente Fans der deutschen „Doctor Who“-Szene zu Wort. Stellenweise musste ich schon ziemlich grinsen, erinnerte mich das doch an meine eigene wilde Zeit in den 1980er und 1990ern, in der ich zwar nicht direkt auf eine Fernsehserie stand, aber in eigenen Bereichen des Fandoms meine eigenen Erfahrungen mit kleinen Treffen und Clubs, Fanzines und Briefkontakten sammelte. Letztendlich haben sie mir auch nicht verraten, was ich nicht schon wusste.

Und dann war er auch schon da, der Abschied. Noch einmal versammelten sich die noch anwesenden Gäste und die Veranstalter auf der Bühne, um uns, den Besuchern und der Crew ihren Dank auszusprechen. Die Resonanz bei den Stars war ausgesprochen positiv, sie waren allesamt von der familiären Atmosphäre angetan und gerne bereit, nächstes Jahr wieder zu kommen. Und die abschließenden nicht enden wollenden Standing Ovations der Besucher gaben ihnen Recht.

Auch ich konnte nicht glauben, dass die Convention schon vorbei war … und so ging es vermutlich auch vielen anderen. Aber es galt einen Zug zu bekommen und eine fast vierstündige Rückreise anzutreten, die ich immerhin noch auf der Hälfte der Strecke mit anderen netten Whovians verbringen konnte.
* * *
Wie sagte Paul McGann am Anfang der Con noch in seiner Begrüßungsrede:

„We make history!“

Und ich kann ihm nur zustimmen!

Diese Convention hat Geschichte geschrieben, denn die Veranstalter haben nicht nur finanziell alles richtig gemacht – sie haben eine kleine aber feine Location ausgesucht, die für die Anwesenden auch immer Rückzugsmöglichkeiten bot, um ein wenig Luft zu holen und die Eindrücke zu verarbeiten.

Sie haben bei den Stargästen nicht auf die großen Namen unter den Schauspielern und Machern gesetzt sondern auf eine bunte Mischung von Menschen, die für die vielen Aspekte der Serie stehen. Vielleicht hat gerade die Einbeziehung der Aktiven aus der klassischen Ära und derjenigen, die die Fahne außerhalb der BBC hoch halten, dafür gesorgt, bei dem ein oder anderen Fan genug Neugier zu wecken, um sich nicht mehr nur mit der neuen Serie von „Doktor Who“ zu beschäftigen, sondern nun vielleicht auch mit der „Classic Series“, die vielleicht nicht mehr heutigen Sehgewohnheiten entspricht, einfach mit dazu gehört.

Die Auswahl bei den Händlern war ebenfalls sehr gelungen – der Fan konnte finden, was sein Herz begehrt, gerade, wenn er noch am Anfang der Sammelleidenschaft stand – und ich vermute, das gerade „Big Finish“ so manchen neuen Kunden gefunden hat – der doch ganz gut geschrumpfte Bestand auf dem Tisch am Sonntagnachmittag sprach jedenfalls Bände.

Freundlicher und zumeist auch sehr aufmerksamer Umgang miteinander zeichnete die familiär gehaltene Con aus und hat auch bei mir das Gefühl hinterlassen, wirklich willkommen gewesen zu sein.

Von der Erinnerung an diese zwei Tage werde ich jedenfalls noch lang zehren, das weiß ich und ich habe es bis jetzt nicht bereut, meiner spontanen Eingebung gefolgt und einfach gefahren zu sein, obwohl mich das einiges an Nerven kostete.

Auch wenn ich mir jetzt noch bewusst alles offen halte – es kann gut sein, dass ich am 15./16.10. 2016 tatsächlich wiederkomme, wenn die „Timelash 2“ ihre Pforten erneut in Kassel öffnet und den Kulturbahnhof für zwei Tage erneut in die Tardis verwandelt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

[Interview] Mit Herrn Schnute, Karl-Heinz Zapf, am Lagerfeuer im Hort des Oger-Magiers

Grafik von Ulrike Kleinert
Grafik von Ulrike Kleinert

In letzter Zeit ist es um „Schnutenbach“ etwas ruhiger geworden. Also habe ich mir mal Karl-Heinz Zapf geschnappt und  ihn einige Fragen gestellt. Kurzfazit: Es tut sich einiges an der Schnute. Aber lest selbst.

***   ***   ***

Hallo Karl-Heinz,
danke dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Würdest du dich bitte kurz vorstellen?
Ach, das wird ja dann doch gleich wieder ein ganzer Roman. „Krieg und Frieden“ ist eine leichte Lektüre dagegen … Nein, das war natürlich nur ein Scherz – auch wenn ich mir durchaus manchmal wie ein wahrhaftiges „Rollenspiel-Relikt“ vorkomme (und vieles, was ich bisher so in der Szene getrieben habe, schon lange wieder vergessen habe).
Im deutschen Fandom tätig bin ich jetzt seit ca. 1982/83. Damals habe ich angefangen zu schreiben und gab zusammen mit einem Freund mein eigenes kleines Fanzine namens „Einhorn“ heraus. Kein sonderlich einfallsreicher Name, ich weiß, aber damals fand ich den großartig. Und die Entwicklung gibt mir Recht: Einhörner sind ja jetzt wieder schwer im Kommen!
Über einige Jahre schrieb ich damals Kurzgeschichten (und sogar einen ganzen Roman, der aber leider verschollen ist), besuchte mit Feuereifer meine ersten Conventions und das Fanzine wurde nach und nach immer professioneller. Zumindest für damalige Verhältnisse. Ich erinnere mich noch mit Schaudern an das regelmäßige Drama, diese Heftchen irgendwie möglichst kostenlos und ohne den heiß laufenden Kopierer abzufackeln, doch noch aufs Papier zu bekommen …
Da meine Gruppe in 1984 über DSA den Einstieg ins Rollenspiel-Hobby fand, kam mir nach einigen Jahren des intensiven Spiels dann die komplett durchgeknallte Idee, ein eigenes Rollenspielsystem zu verfassen. Scheinbar hatte ich damals echt noch viel zu viel Zeit übrig. Gesagt, getan: Im Jahr 1989 erschien „Mächte, Mythen, Moddermonster“ mit einer Auflage von immerhin 500 Exemplaren im Eigenverlag. Dafür kam dann noch ein Abenteuerband sowie die erste Ausgabe eines Magazins heraus, dann aber brach unsere kleine Verlegergruppe leider auseinander und ich legte – auch aus privaten Gründen – erst einmal eine längere Pause bei meinem eigentlich heiß geliebten Hobby ein.
Allerdings ließ mich die Rollenspielerei einfach nicht los, wie sich herausstellen sollte und die „goldenen 80er Jahre“ dieser in Deutschland neuen Art des Spiels hatten einen starken, bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Daher begann ich schon bald, wieder zu schreiben, zum Beispiel ein kleines Horror-Regelwerk namens „Abyssus“ für das ich unter anderem ein kurzes Soloabenteuer namens „Das Auge des Abyssus“ verfasste; und dieses Solo gelangte tatsächlich in diesem Jahr noch zu späten Ehren, denn es erschien als kostenlose Beilage in der Contüte auf der „MantiCon“ – aber natürlich habe ich es vorher extra vollständig überarbeitet und vor allem mit einem ganz neuen Handlungsstrang deutlich erweitert. Mit etwas Glück kann man davon sicher immer noch ein Exemplar beim Mantikore-Verlag ergattern …
Danach schrieb ich einen ganzen Stapel Rollenspiel-Abenteuer (ein paar davon sind in der „Mephisto“ erschienen), war aber auch als Con-Fotograf (meine Bilder sind z. B. in der „LARPZeit“ aufgetaucht) und Redakteur für verschiedene Magazine (u. a. den „SpielXPress“) tätig. Mein anderes Hobby – das Live-Rollenspiel – dem ich seit ca. 1995 nachgehe, verschlingt außerdem mittlerweile viel von meiner freien Zeit. Denn hierfür habe ich zwischenzeitlich ebenfalls ein „paar Seiten“ zu Papier gebracht, nebenzu ganze Welten neu erschaffen, Veranstaltungen organisiert und jede Menge Plots sowie Handouts wie z. B. ganze Folianten geschrieben.
Ach ja – da war noch was: 1991 veranstaltete ich den ersten CDLS („Con der langen Schatten“), eine Pen & Paper-Spieleconvention, die meistens über vier bis fünf Tage in einem Übernachtungshaus stattfand. Einmal sogar eine ganze Woche lang! Das war zur damaligen Zeit eine recht neue Idee, denn ansonsten gab es ja fast nur die hektischen und lauten „typischen“ Rollenspielcons, bei denen man irgendwann einfach aus der Halle gekehrt wurde. Den CDLS gibt es übrigens immer noch und ich bin auch nach wie vor im Orgateam, habe mich aber verstärkt einem neuen Wochenend-Spieletreffen namens „DIES LUDI – Tage der Spiele“ zugewendet, das ich seit drei Jahren deutlich näher an meinem Wohnort organisiere. Wer mich also mal in Ruhe treffen und bei mir mitspielen möchte, hat auf diesen beiden Veranstaltungen die besten Chancen.
Zurück zum Rollenspiel: Für unsere langjährige RPG-Kampagne wollte ich irgendwann vor ca. 17 Jahren dann ein eigenes Dorf als Ausgangsbasis für die vielen Abenteuer aus meiner Feder schaffen, und so entstand schließlich Schnutenbach. Es war also ein ganz schön langer Weg, aber ich finde, er hat sich gelohnt. Und Spaß gemacht hat es meistens auch.

Die letzte Schnutenbach-Veröffentlichung „Dunkles Vermächtnis“ liegt nun schon eine Weile zurück und es ist etwas stiller um die Schnute geworden. Kommt dieses Jahr noch etwas?
Ja, dieses „Schweigen der Schnute“ ärgert und frustriert wohl niemanden mehr als mich selbst, allerdings kann ich tatsächlich nur erstaunlich wenig dafür. Denn natürlich habe ich nach dem Szenario „Dunkles Vermächtnis“ fleißig weiter am nächsten, großen Abenteuerband „Im Hort des Oger-Magiers“ gearbeitet, der zum jetzigen Zeitpunkt schon geraume Zeit druckreif ist. Und leider wurde der Druck nun schon zum dritten oder vierten Mal verschoben (ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen). Ich sage es mal so: Bei der ersten Terminverschiebung war ich noch der böse Bube, denn da der neue Band deutlich umfangreicher ist als sein Vorgänger „Der Zirkus des Schreckens“, hatte ich mich einfach mit der eingeplanten Zeit für die Korrekturen und das Endlayout total verschätzt. Alle weiteren Verzögerungen danach sind aber auf verlagsinterne Entscheidungen zurückzuführen. Worüber ich natürlich alles andere als glücklich bin, allerdings durchaus Verständnis für die zugrunde liegenden Entscheidungen habe, die mir alle mitgeteilt worden sind.
Schnutenbach hat zwar bisher nur eine relativ kleine Fangemeinde, aber die wartet nun leider geraume Zeit vergeblich darauf, den nächsten Band in die Finger zu bekommen. Genau wie ich übrigens auch … Der neue Erscheinungstermin ist jetzt für die RPC 2016 angedacht, der Druck wird voraussichtlich im März 2016 erfolgen! Das sind gute, ganz brandaktuelle Neuigkeiten. Bitte alle feste die Daumen drücken, dass es endlich klappt und wir gemeinsam an die Schnute zurückkehren können. Mit diesem Band möchte ich zudem eine neue Werbekampagne lostreten, um die Rollenspielbücher um diese Dorfbeschreibung mehr in den Fokus der Rollenspielgemeinschaft zu rücken.

„Der Hort des Oger-Magiers“ hört sich von Titel schon einmal interessant an. Worum, ohne viel zu spoilern, dreht es sich bei diesem Band?
Zunächst einmal ist auch dieser zweite Abenteuerband nach dem bewährten Muster aufgebaut: Los geht es mit einem Einsteiger-Abenteuer (was aber keinesfalls bedeutet, dass es nicht ganz schön anspruchsvoll ist) mit dem Titel „Die Expedition der Zwerge“. Hierbei müssen sich die SpielerInnen auf die Bitte eines sterbenden Zwerges hin auf die Suche nach seinen Gefährten machen, die sich in einer lange vergessenen Zwergenmine in Todesgefahr befinden. Danach folgt das titelgebende Abenteuer, nämlich „Im Hort des Oger-Magiers“. Auch hier geraten die Abenteurer an einen Kontrahenten, der sich gewaschen hat, und müssen sich mit übermenschlichen Gegnern herumärgern, die schnell zu einer Bedrohung für die ganze Gegend werden können.
An dritter Stelle in diesem Abenteuerband kommt eine Ortsbeschreibung, diesmal vom kleinen Holzfällerdorf namens Stammhausen, das nicht allzu weit von Schnutenbach entfernt liegt. Damit möchte ich nach und nach – wie bereits beim vorherigen Band mit dem Gasthaus am Galgenbaum – auch die Umgebung um Schnutenbach herum weiter mit Leben erfüllen. Außerdem bietet sich Stammhausen als Ausgangspunkt für weitere Abenteuer in Richtung des Riesenjoch-Gebirges förmlich an; da dieses Dorf deutlich kleiner als Schnutenbach selbst ist, ist es auch für SpielleiterInnen und die SpielerInnen deutlich leichter, den Überblick zu behalten. Hier kennt jeder jeden und die Einwohnerzahl ist sehr überschaubar. Dunkle Geheimnisse gibt es selbstverständlich dennoch und der stets drohende, beunruhigend nahe Waisenwald mit all seinen Gefahren lässt die Dorfbewohner niemals zur Ruhe kommen.
Abschließend folgt „Spuk auf Burg Altenklamm“, ein eher detektivisch-geisterhaft angelegtes Abenteuer, mit dem außerdem Stammhausen sinnvoll ins laufende Spiel integriert werden kann. Dafür werden die SpielerInnen definitiv Nerven wie Drahtseile benötigen, wenn sie Auge in Auge mit einem alten und tödlichen Familienfluch konfrontiert werden.
Stolze 144 Seiten hat der neue Abenteuerband und ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Endergebnis. Damit sind viele Stunden spannendes Spiel eigentlich garantiert. Ich finde ihn deutlich besser und „runder“ als den Vorgänger – was aber wohl auch daran liegen mag, dass ich langsam immer mehr in Fahrt komme und mich in der Welt von Schnutenbach selbst immer mehr heimisch fühle. Außerdem ist diese Abenteuersammlung wieder komplett unabhängig vom Basisband verwendbar, durch die enthaltene Dorfbeschreibung kann eine Spielgruppe direkt damit loslegen.

Wird der Band, wie gewohnt, auf die Grundbuch-Charaktere zurückgreifen und werden neue Persönlichkeiten eingeführt?
An manchen Stellen verweist der neue Abenteuerband wieder auf einige Charaktere, die schon in Schnutenbach oder im ersten großen Abenteuerband „Im Zirkus des Schreckens“ aufgetaucht sind. Es ist aber problemlos machbar, diese Hinweise zu ignorieren bzw. einfach eigene Charaktere zu erfinden und zu verwenden. Denn diese Personen stehen nicht im Mittelpunkt der jeweiligen Abenteuer, sondern sollen diese nur sinnvoll abrunden. Mir ist diese Vorgehensweise aber dennoch wichtig, denn trotz aller Eigenständigkeit ist auch „Im Hort des Oger-Magiers“ immer noch ein fester Bestandteil der Welt von Schnutenbach und greift natürlich auf die bereits bekannten Personen, Kreaturen, Hintergründe und Orte zurück.

Grafik von Ulrike Kleinert
Grafik von Ulrike Kleinert

Ist bei dem langen Weg „von der Idee zum Buch“ etwas Aufregendes passiert?
Oh ja, allerdings! Ziemlich zu Beginn habe ich mir ja glorreicherweise die rechte Hand gebrochen, so dass mich das ein wenig im Zeitplan zurückwarf. Damals war auch noch nicht klar, inwieweit mich dieser Bruch allgemein bei der weiteren Arbeit am Computer behindern würde. Es stellte sich aber zum Glück relativ rasch heraus, dass die Einschränkungen eher minimal sind. Bei der weiteren Arbeit merkte ich dann jedoch schnell, dass der Aufwand für „Im Hort des Oger-Magiers“ aus mir unerfindlichen Gründen deutlich höher als noch für „Der Zirkus des Schreckens“ ausfiel. Und die etwas erhöhte Seitenzahl kann dafür eigentlich nicht allein verantwortlich gemacht werden. Also hatte ich wieder mehr als genug zu schreiben, zu layouten und zu korrigieren.
Teilweise habe ich dabei wieder bereits vorhandenes Material aus unserer früheren Kampagne verwendet und nur ergänzt und abgeändert, manche Texte – wie zum Beispiel alles über die Naturgeister oder das titelgebende Abenteuer – sind aber noch nie zuvor veröffentlicht worden. Auch das erste Abenteuer um die vergessene Zwergenmine musste massiv abgeändert werden, um in das neue Setting zu passen.
Außerdem ist mir mein treuer Arbeitsrechner zwischenzeitlich – und „passenderweise“ kurz vor der Vollendung des Abenteuerbandes – einmal komplett abgeraucht (zum Glück konnte ich ihn
samt aller Daten retten) und das war natürlich so kurz vor der Fertigstellung dieses Bandes ein Mega-Schock für mich! Denn auch mit gesicherten Daten muss ein neuer Computer ja erst einmal wieder passend eingerichtet werden. Und das dauert und kostet nicht gerade wenig Zeit und Nerven. Aber so ist es – zumindest für diesmal – noch gut ausgegangen.

Wie sieht die Planung für 2016 aus?
Da ist einiges am Start. Neben der – zur RPC mit Sehnsucht erwarteten Veröffentlichung von „Im Hort des Oger-Magiers“ – arbeite ich nebenzu noch an einem umfangreichen Soloabenteuer namens „Elfenwald – Schatten über Cas’Ashar“, das ich ursprünglich bereits 1984 geschrieben habe. Es wird von mir jetzt komplett überarbeitet, ergänzt und vor allem mit vielen vollkommen neuen Spielfeatures versehen, die es deutlich aufwerten sollen. Aber auch ein eigenes Soloabenteuer für Schnutenbach ist in Planung. Im Laufe des Jahres werde ich dann außerdem mit dem dritten großen Abenteuerband loslegen, nämlich „Das Dorf der Verdammten“. Hierfür sind alle Grafiken bereits vorhanden, allerdings werde ich viele Texte komplett neu schreiben – unter anderem die Beschreibung der Burg der Familie von Geissler, also der Fürsten des Landstriches, in dem sich Schnutenbach befindet – und das bereits vorhandene Material wird wie immer überarbeitet und ergänzt. Auch dieser Band soll dann wieder dem schon etablierten Aufbau folgen, also drei Abenteuer und eine Ortsbeschreibung. Es könnte aber auch sein, dass ich daran ein wenig ändere, wobei sich das erst im Laufe der Arbeit herausstellen wird.
Ob dieser dritte Abenteuerband dann noch in gedruckter Form erscheinen wird (und falls ja, ob er noch einmal beim Mantikore-Verlag sein Zuhause findet), das muss auch erst noch geklärt werden. Ansonsten gibt es ihn aber mit Sicherheit als Ebook, denn ich möchte das tolle Material auf jeden Fall der Rollenspielgemeinschaft zur Verfügung stellen …
Und dann ist da natürlich noch mein Fantasy-Roman. Ich gebe offen zu, es ist – nach so vielen Rollenspielbeschreibungen – etwas umständlich, wieder in einen voll und ganz erzählerischen Stil zu wechseln, aber von Absatz zu Absatz läuft es fließender aus der Feder bzw. der Tastatur. Der Roman wird auf die Hintergrundwelt sowie einige bereits aus den Abenteuern bekannten Charaktere zurückgreifen und soll zwar komplett eigenständig sein, aber dennoch das Gesamtkonzept des Dorfes und der Welt drumherum stimmungsvoll und spannend abrunden.
Da diese ganzen Projekte wie üblich echte „One-Man-Shows“ von mir sind, wird vermutlich nicht alles bereits in 2016 das Licht der Welt erblicken. Aber es tut sich was.

Grafik von Ulrike Kleinert
Grafik von Ulrike Kleinert

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, 2016 soll „ZAPFenstreich!“ das Licht der Welt erblicken. Worum dreht es sich dabei?
Das soll ein kostenloses (!), gedrucktes Magazin in Kleinauflage werden, in dem dann exklusive Materialien für Schnutenbach enthalten sind. Also kurze Abenteuer, Orts- und Charakterbeschreibungen, magische Artefakte und ähnliche Dinge mehr.
Warum ich das mache? Zunächst einmal soll das natürlich ein Dankeschön für die tollen, treuen Fans von Schnutenbach sein, die dieses Magazin dann immer zuerst erhalten werden. Und außerdem möchte ich dem Rollenspielhobby damit ein klein wenig zurückgeben, das mich immerhin über so viele Jahre meines Lebens so großartig unterhalten hat. Wie oft „ZAPFenstreich!“ erscheinen wird, hängt natürlich stark von meinen anderen laufenden Projekten ab – derzeit gehe ich aber schon davon aus, dass es mindestens ein bis zwei Ausgaben pro Jahr geben wird.

Wie kam es zu dieser Überlegung Schnutenbach mit einem kostenlosen Magazin zu unterstützen?
Es erschien mir einfach naheliegend. Zunächst ist es wie erwähnt ein kleiner Dank für die loyalen Fans, aber natürlich macht es auch Sinn, so ein Magazin an Personen zu verteilen, die Schnutenbach noch gar nicht kennen. Richtig viel Werbung wurde ja bisher für die Dorfbeschreibung nicht betrieben und ein Magazin mit Spielmaterial, das man auch für andere Regelwerke verwenden kann, hat eben einen deutlich höheren Mehrwert als z. B. ein einfacher Werbeflyer.
Dies wird dann also ebenfalls ein Bestandteil der neuen Werbeoffensive, die mit „Im Hort des Oger-Magiers“ ja losgehen soll.

Kann man bei dem Magazin mitarbeiten bzw. Abenteuerideen oder Hintergründe einsenden?
Das wäre sicher möglich, ist jetzt aber zumindest bei der ersten Ausgabe noch nicht geplant. Hier muss ich erst mal selbst schauen, wie ich diese neue Aufgabe angehe und es ist außerdem mehr als genügend Material vorhanden, um die erste Ausgabe gut zu füllen. Aber in Zukunft – ja, warum eigentlich nicht?

Die Verlagsheimat von Schnutenbach ist ja bekanntlich der Mantikore-Verlag. Da stellt sich die Frage, ob es von Schnutenbach nicht auch einmal Spielbücher, Romane oder aber auch ein Brettspiel geben wird? Sind diese eventuell angedacht?
Tatsächlich habe ich vor kurzer Zeit damit angefangen, einen Roman zu schreiben, der in der Welt von Schnutenbach angesiedelt ist und in dessen Verlauf die Protagonisten zumindest für einige Zeit in diesem kleinen Dorf zu Gast sein und entsprechend einige der Dorfbewohner kennenlernen werden. Nebenbei wird der Leser dabei natürlich sehr viel über den ganzen Hintergrund und die Welt erfahren, die es ja nun einmal um Schnutenbach herum noch so gibt. Also die ideale Lektüre für alle Fans der Dorfbeschreibung, aber ebenfalls für Leser, die gerne klassische Fantasy schmökern.
Ein 150-Abschnitte-Soloabenteuer ist ebenfalls in Planung, das vor allem Einsteiger mit der zugrunde liegenden Dorfbeschreibung – sozusagen „von der Pike auf“ – bekannt machen soll. So kann der Leser dann spielerisch seine ersten Schritte im Dorf an der Schnute erleben.
Und das Spielbuch „Elfenwald – Schatten über Cas’Ashar“ sollte ebenfalls relativ bald fertiggestellt werden. Ob es dann beim Mantikore-Verlag veröffentlicht wird, wird sich zeigen. Wünschen würde ich mir dies aufgrund der langjährigen, tollen und nie langweiligen Zusammenarbeit aber natürlich schon.
Und ich sage es daher mal so: Was man hat, das hat man. Und genau nach diesem Motto werde ich jetzt nacheinander die verschiedenen Projekte abarbeiten und fertigstellen.

Da Crowdfunding für einige Produkte der eingeschlagene Weg war, wird es dort in Zukunft auch was zu Schnutenbach geben?
Das steht zwar im Moment noch nicht zur Diskussion, ausgeschlossen ist das aber keineswegs. Allerdings muss ich mich dazu erst noch gründlich in die ganze Materie einarbeiten.

Wie stehst Du zum Thema Crowdfunding?
Eine generell geniale Sache und eine gute Option, Projekte zu verwirklichen, die sonst vielleicht nie das Licht der Welt erblicken würden. Aber es gibt auch einiges zu beachten. Und wenn man es richtig und gut machen möchte, dann ist dazu ja nicht gerade wenig Vorarbeit und fundiertes Know-how notwendig …

Die SPIEL 15 ist vorüber. Warst du wieder vor Ort mit dabei?
Aber klar doch! Diesmal hat es aber leider nur für einen Tag (sowie den Aufbau) gereicht, denn dummerweise habe ich auf das gleiche Wochenende unser LARP „Kalter See – Das Grauen aus der Tiefe“ gelegt. Und da war es für mich natürlich extrem wichtig, anwesend zu sein, damit das alles in geregelten Bahnen abläuft. Was zum Glück auch wieder mal der Fall gewesen ist.
Da ich also am Donnerstag schon wieder von der SPIEL zurück in südliche Gefilde gedüst bin, habe ich nur sehr wenig von der Messe mitnehmen können. Und ich wäre wirklich gerne noch länger geblieben, auch um mit vielen Bekannten, Freunden, Spiele-Fans und Mit-Autoren zu palavern. Aber Dienst ist Dienst und Messe ist Messe … Nächstes Jahr bin ich dafür sicher wieder die ganze Zeit über mit dabei. Also – immer gut Ausschau halten. Und vorher gibt es ja auch noch die RPC 2016, zu der ich eigentlich fest vorhabe, zu kommen.

Garfik von Jenny Harder
Grafik von Jenny Harder

Auf welchen Conventions wird Schnutenbach Ende diesen, Anfang nächstes Jahr supportet werden?
Als nächster Termin steht natürlich die Schnutenbach-Hauscon „DIES LUDI – Tage der Spiele“ vom 27. bis 29. November 2015 an. Ein Wochenende lang zocken, bis die Würfel glühen. Unser Motto diesmal: Nur wer spielt, gewinnt! Ein paar wenige Hausplätze sind noch frei, aber auch Tagesgäste sind gerne gesehen. Infos gibt es unter http://www.dies-ludi.de. Auf dieser Veranstaltung werde ich vermutlich (mindestens) ein Abenteuer aus dem neuen Schnutenbach-Band leiten.
Und dann ist es ja auch schon fast wieder Zeit für den nächsten „Con der langen Schatten“, der diesmal vom 4. bis 8. Mai, erneut in der Nähe von Karlsruhe in einem schnuckeligen Übernachtungshaus, stattfinden wird. Alle wichtigen Infos hierzu im Forum von Flying Games: http://www.flyinggames.de.
Zwischenzeitlich toure ich außerdem oft zu Veranstaltungen wie z. B. der Cat-Con in Ulm – allerdings entscheidet sich das leider recht oft erst kurz vorher.
Und dann ist es endlich wieder soweit, die „MantiCon“ (die Hauscon des Mantikore-Verlages) vom 19. bis 21. August 2016 öffnet ihre Pforten. Dieses Spiele-Spektakel sollte man sich nicht entgehen lassen. Alles Wissenswerte findet sich auf der Homepage http://www.manti-con.de. Nicht vergessen: Gute Spiele sterben nie!

Vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte gehören dir.
Hm. Was schreibe ich da denn jetzt? Ich hoffe, es werden keine allzu weisen, salbungsvollen und weltbewegenden Parolen erwartet. Und Werbung in eigener Sache habe ich ja jetzt auch schon mehr als genug gemacht …
Daher nur soviel: Bleibt euch selbst und eurem spannenden, verrückten und außergewöhnlichen Hobby treu. Denn welche andere Freizeitbeschäftigung kann schon von sich behaupten, so kreativ, kommunikativ und gleichzeitig herrlich chaotisch, faszinierend und versponnen zu sein? Ganz genau!

Media Monday #221 (Shadowrun)

Wochenanfang heißt Media Mondoy vom Medienjournal. Also los geht`s!

1. Als ich Anfang der 1990 das erste Mal Shadowrun gezockt habe, einen Rigger, ja den aus dem 2.01D Basisbuch, hat es mich einfach gepackt und Shadowrun ist bis heute mein Setting, auch wenn ich nicht mit allem einverstand bzw. zufrieden bin. Aber wo ist man das schon 🙂

2. Sollte es jemals wieder deutschsprachige Shadowrun Romane geben, werde ich mir diese auf jeden Fall zulegen und hoffe der Kopfkinotürsteher macht mir keinen Strich durch meine Denkark.

3. Auch nach den miterlebten Editionwechseln von Shadowrun bleibt/blieb zumindest alles beim Alten, Aufträge die mit Wasser zu tun hatten, also sowas wir Schiffe kapern, Hafenpiers überwachen usw. gehen/gingen zu 99% schief. Und diesem Fluch wird fast schon gehuldigt!

4. Die erste miterlebte RatCon, ja noch in der Stadt, woher die Ratte ihren Namen herhat, war eine unglaubliche Erfahrung, einfach weil eine kleine spielesüchtige Ansammlung an Rollenspielern, die einfach ihrem Hobby nachgingen und den Alltag ausschalteten. Und dort dann durch eine „offizielle“ Runde noch tiefer in den Sumpf gezogen worden.

5. Obwohl ich auf Conventions oft genug in Shadowrun Runden mitgespielt habe, indem die Spielercharactere bis aufs letzte poliert waren , bin ich ja der Meinung, dass man den Schatten erst richtig versteht wenn man Low Level gezockt hat. Das kann richtig viel Spaß machen, den dann merkt man erst richtig, was einem Kleinigkeiten wie etwas Bartschloss knacken, oder Schleichen oder einfach wegrennen, so für Schwierigkeiten machen können. Somit Leute spielt mehr Punks!

6. Alles in allem ist Shadowrun in der ADL einfach ein Muss, denn immerhin hier sind die wahren Runner zuhause.

7. Zuletzt habe ich einen Buchpodcast gehört in dem „Pesadillas“ von Maike Hallmann besprochen wurde und das war sehr schräg, weil der Podcast zwar früher Rollenspieler war, aber Shadowrun ist bis dato an ihm vorbeigegangen, allerdings ist er SciFi-Fan und so kamen einige Ausspracheböcke wie etwa „K I Adept“ anstelle von „Ki-Adept“ zustande. Aber sein Fazit und die Herangehensweise waren wirklich gut.