[eBook] Dirty Nerd Preisaktion

Es ist schon einige Zeit her das HIER das Buch von David Grashoff rezensiert wurde. Auch durften sich einige WinterOPC Teilnehmer über eine Dirty Nerd Ausgabe freuen. Somit also Grund genung mal auf die folgende Aktion hinzuweisen!

Nun kann man das Werk bei Amazon für 1 Woche für 99 Cent, also unter 1 Euro erwerben.

Also zuschlagen und nerdig unterhalten lassen!

 

[Rezension] Gernot Hassknecht – In 12 Schritten zum Choleriker – Das Hassknecht Prinzip (DVD, Comedy)

Darsteller: Joachim Heist
Studio: Edel Germany
Sprache: Deutsch
Format: DVD DD 2.0
Anzahl Disks: 2
FSK: ab 12
Laufzeit: 171 Minuten
Erschienen: 2014
EAN: 4029759093138
Preis: ca. 18 Euro

von: Würfelheld

Joachim Heist dürfte vielen erst seit „die heute Show“ (ZDF) ein Begriff sein, schließlich mimte er dort Geront Hassknecht, Deutschlands Choleriker Nummer 1. Mal sehen ob mir „Das Hassknecht Prinzip“ noch etwas beibringen kann und wie Alltagstauglich es ist.

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[Rezension] Otto – 50 Jahre Bühnenjubiläum – Eine Zeitreise durch die OTTO-Welt (DVD)

Darsteller: Otto Waalkes
Studio: Edel Germany
Sprache: Deutsch
Format: Dolby, PAL
Anzahl Discs: 2 DVD
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 214 Minuten
Erschienen: Nov. 2015
EAN: 4029759106180

von: Würfelheld

Am 12. November wird es soweit sein, die ARD wird die diesjährige BAMBI Verleihung ausstrahlen und in der Kategorie Comedy wird ein alter Bekannter absahnen, nämlich Otto. Ja der Ostfriese der seit mehr als fünf Jahrzehnte für Lacher in unserem Lande sorgt. Na das nehme ich doch mal zu Anlass und schraube mir die Jubiläums-DVD rein. Mal schauen was die beiden Silberlinge so auf die Mattscheibe bringen.

Klappentext:
50 Jahre OTTO in 200 Minuten! Diese Sammlung zeigt Otto auf der Bühne. Besser gesagt: auf verschiedenen Bühnen. Über viele Jahre hinweg. Erst nur in Hamburg, später in ganz Deutschland, in Österreich und der Schweiz. Er begann in den 1970er Jahren mit vollem Haar in vollen Sälen – und volle Säle hat er noch heute. Gießen Sie sich Ihren besten Ostfriesentee ein und reisen Sie ein bisschen durch die Zeit – mit Otto und all seinen Facetten: als Musiker, als Komiker, als Maler und als Baby Bruno der Familie Bommel. Inklusive dem aktuellen Programm Geboren um zu blödeln. Los geht’s!

Zum Inhalt:
Die erste DVD in den Player geschoben und schon landet man im Auswahlmenü, welche das Cover der DVD widerspiegelt und darauf findet man die Auswahl.

Die Auswahl beginnt mit „Die 70er Jahre“, „Die Otto Show“. Ein Zusammenschnitt der besten Sketche die Otto in seinen Anfängen dargeboten hat. Nun ja man muss sich ein wenig ans volle Haupthaar gewöhnen, ansonsten legt Otto in seine bekannten Manier los und es ist schön zu sehen, was er zu dieser Zeit schon „verdeckt“ durch den Kakao zog.

Weiter geht es dann schon mit den „Die 80er Jahre“. Dort bietet das Menü dann schon mehr Auswahl. Anfangen kann man dann mit „Hilfe Otto kommt“. Aus meiner Sicht wohl das erste große Programm, welches die meisten von uns kennen dürften. Hierbei handelt es sich nur um ein „Best of“ aus diesem Programm.

Ausserdem zu finden ist „Ein neues Programm von und mit Otto Waalkes“. Dieses ist wohl als der Schritt auf die Großen Bühnen anzusehen. Auch hierbei handelt es sich um ein „Best of“.

„Die 80er Jahre“ werden mit einem Zusammenschnitt aus „Ronny`s Pop Show“ abgeschlossen. Mein Gott dieser Affe ist wohl in so vielen Wohnzimmern auf der Mattscheibe geflimmert und hatte aus meiner Sicht echt Kultstatus. Irgendwie ist Ronny auch ein gutes Beispiel dafür, das es früher im öffentlich-rechtlichen-Fernseh (für die jüngeren unter uns: ARD, ZDF & dritte Programme) auch mal richtig angesagte Sendungen gab.

Weiter geht es mit einem Abstecher in „Die 90er Jahre“. Hier kann man dann Ottos Schaffenswerk als Cartoonist bewundern. Was, wie. Wo? Ja es gibt einen Abriss und Einblick in die Ottifanten. Erneut was kultiges aus dem Schaffenszentrum des Ostfriesen.

Weiter geht es nun mit dem zweiten Silberling. Hier starten wir mit einem Blick in „Die 2000er“. Hier gibt es mit „Otto – Mein Friesland und mehr“ eine kleine kulturelle Reise durch, eben, Friesland.

Anschließend rockt es, denn „Otto und die Friesenjungs“ lassen die Instrumente glühen und geben in Stage ihr Bestes.

Nun ist man auch schon in „Die 2010er“ angekommen. Ein Best of von „Otto on Tour – Geboren um zu Blödeln“ flimmert nun über die Mattscheibe. Tja ein erneuter Mitschnitt seiner Live Performance.

Den Abschluss dieses Silberlings macht dann „5 Jahrzehnte Kunst“ und dort im speziellen „Otto als Maler“. Eine kleine Dokumentation über Ottos Schaffen als Maler/Cartoonist eben. Hier werden die letzten Jahrzehnte auf Bildbasis dargestellt, wie etwas die Filmplakate oder die Ottifanten. Das ganze ist Interview Stil gehalten und wirkt oft sehr aufgesetzt

Somit sind die über 200 Minuten auch schon vorbei!

Mein Fazit:
Wie es heute ja fast üblich ist, wird zu jedem noch so kleinen Jubiläum ein „Best of…“ auf den Markt geworfen. Aber hier, nach 50 Jahren, finde ich es gerechtfertigt.
Die Box gibt einen kleinen Abriss über Otto’s Schaffen, allerdings geht es, auch nach knapp über 200 Minuten, nicht wirklich in die Tiefe. Ja man erlebt Otto wie wir ihn alle kennen und bekommen eben seine legendärsten Programmpunkte ins Sehzentrum geballert und das ist toll zu erleben. Da es sich aber um eine „Jubiläumsbox“ handelt, hätte ich mir gewünscht, das es auch ein komplettes Programm auf die Silberlinge schafft, so ist man immer gerade im Flow, dann wird wild geschnitten und man bekommt nur Ausschnitte.

Na das ist nur so eine Gefühlssache und da kann man vielleicht noch drüber wegsehen, was aber ein wenig nerviger ist, ist die Tatsache das man sich auf Tonschwankungen einstellen muss, so hat man die Tonspur nicht auf ein Level gebracht und wenn man die DVD am Stück wegschaut, ist der Griff zur Fernbedienung vorprogrammiert. Das hätte man einfach besser machen müssen.

Nun wer sich also mal (wieder) eine Dosis Otto gönnen möchte ist mit dieser Jubiläumsbox schon gut aufgestellt. Für Leute die mehr wollen, empfehle ich einen Blick auf die beiden weiteren Versionen, die mit „Give aways“ und so weiter um die Ecke kommen. Unter den drei Boxen sollte jeder etwas finden.

So zum Schluss noch, ich habe die paar Stunden, besonders mit „Ronny`s Pop Show“ gerne konsumiert, bin aber aufgrund der oben genannten Sachverhalten nicht restlos überzeugt worden.

Meine Wertung:
3 von 5 Ottifanten

 

Anmerkungen zu den oben beiden anderen Boxen (oben erwähnt):

Inhalt Kunst-Box:
*Schachtel im Otto-Look
*Doppel-DVD 50 Jahre Otto
*Kalender-Box mit Otto-Fotos und -Gemälden
*6 Kunstdrucke
*Kunstbild mit Passepartout-Rahmen
*Jutebeutel mit Aufdruck
*persönlicher Brief von Otto an seine Fans

 

 Inhalt Deluxe-Version Koffer:
*Koffer
*Doppel-DVD 50 Jahre Otto
*
DVD-Box Otto – Der Film
*
handsigniertes + nummeriertes Acrylglasbild
*Kalender-Box mit Otto-Fotos und -Gemälden
*Kuscheldecke
*Becher
*Plüschtier Ottifant
*persönlicher Brief von Otto an seine Fans

Beschreibender Text eines E-Books mit Rezensionshintergrund! Dirty Nerd – Texte von der dunklen Seite des Nerdtums

Autor: David Grashoff
Illustration: Timo Grubing
Format: ebook (Mobi)
ASIN: B00N869IXI5

von: QuackOnaut

Wer kennt sie nicht, diese Betamännchen. Meist bebrillte Typen von in der Regel schmächtigem Körperbau deren einzig schlechte Note die sechs in Sport ist. Die für Mädels schlichtweg nicht Existent sind und als ständiges Opfer für die Schulraudis herhalten müssen. In der Schule verspottet, als Hacker gefürchtet und von der NASA einbestellt wenn es gilt die Welt zu retten. – NERDS!

Doch Nerds sind nicht immer die unschuldigen, naiven Eierköpfe die wir aus dem Fernsehen kennen. Nein Nerds haben durchaus auch eine dunkle Seite und eben diese dokumentiert David Grashoff sehr amüsant und treffend in seinem Buch „Dirty Nerd – Texte von der dunklen Seite des Nerdtums“. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von insgesamt 36 SLAM-Texten und drei Kurzgeschichten.

Doch Zappen wir mal durch die Texte:

Den Anfang macht „Don’t fuck with Bludbadbitch69!“ indem eine Programmiererin anlässlich der Kritik ihres Chefs eine Schimpftirade am Telefon loslässt, die nerdiger nicht sein könnte und mir persönlich ein paar gute Ideen für eventuelle Diskussionen mit meinem Chef mitgegeben hat.

In „Ein Sommer in den Achtzigern“ begleiten wir drei pubertierende Jungdetektive die sehr interessante Lösungsmethoden für die Aufklärung des Falls eines verschwundenen Haustieres entwickeln, um die Belohnung abzugreifen.

Freunde von Roadtrip-Movies kommen in „Das Leben ist kein Schlager von Roberto Blanco oder wie das Karma mich dafür bestraft hat, dass ich einmal ein Jesus-Lebt-Plakat durch ein K erweitert habe.“ auf ihre Kosten. (Oh Man ist das ein gehämmerter Titel 😉 )
In der unser Protagonist einen Selbstfindungstrip der ganz besonderen Art beschreibt.

Wer sich jetzt mit der Flachen Hand vor die Stirn schlägt und meint das es nicht noch bekloppter und überdrehter abgehen könnte, wird mit „Mein Gemüse“ an den Rand des Wahnsinns geführt. Hier erfahren wir mehr über den letzten wahren Action-Helden, dem Supermacho und wirklichen Master of the Universe – Zack Boner!

Ruhiger aber nicht minder unterhaltsam geht es mit „Schreiben ist an sich keine Zauberei, wenn man nicht ständig abgelenkt … oh mein Gott, was macht die Frau denn da mit der Lavalampe?“ weiter. Dieser Text ist definitiv der Beweis dafür warum Nerds keine Tagebücher schreiben sollten.
Wenn doch, dann bitte veröffentlichen.

Wer Rollenspieler und regelmäßig auf Con’s anzutreffen ist, wird sich in „Ein ganz normaler Tag aus dem Leben eines Rollenspielers“ wiederfinden. Das ganze ließt sich wie ein Tatsachenbericht bei dem man die ganze Zeit denkt: „Kenn‘ ich!“

Doch hast Du nicht auch schon des öfteren Mal mit dem Gedanken gespielt, eine Antwort auf diese in grottenschlechten Deutsch verfassten Werbebotschaften zu Antworten die dein E-Mailpostfach und die Internetleitung verstopfen? In „Email von Julia_x“ erfahren wir wie es richtig geht.

Zwar nicht wegen SPAM aber trotzdem gewarnt sein, wer eine blühende Phantasie sein eigen nennt. Die sollten sich gut überlegen ob sie „Wie die Drogen Jack Wolfsskin davon abhielten den Rock’n’Roll zu töten.“ wirklich lesen wollen. Ich bekomme die Bilder eines Nackten, nur mit einer Spongebob-Socke über sein bestes Stück gestülpten, um einen Scheiterhaufen aus brennenden Jacken tanzenden, Champignons verzehrenden Irren nicht mehr aus dem Kopf!

Wer als Nerd zu Schulzeiten gehänselt, verdroschen und einfach nur jede verdammte Sekunde gedemütigt wurde, kennt sie, die Rachephantasien wie sie in „Das Nerdperium schlägt zurück“ beschrieben werden. Wer sich zu passenden Racheaktionen noch nichts hat einfallen lassen, sollte hier ein paar gute Ideen abgreifen können.

Sollte der geneigte Leser jetzt noch immer nicht wissen, was ein Nerd ist oder sich fragen warum es so viele unterschiedliche Nerds gibt, der bekommt mit „Die Nerdklassen“ eine kleine Einführung in die unterschiedlichen Nerdtypen zum besseren Verständnis vermittelt. Jede einzelnen Nerdklasse wir in einem recht kurzen aber treffenden Text beschrieben was ein wenig an die Charakterbögen eines Rollenspiels erinnert.

Nachdem wir nun über die Nerdklassen ausreichend informiert wurden, wird es zeit das neu erlangte Wissen sacken zu lassen. Wer wissen will wie man in der Disziplin der korrekten Entspannung zum Meister wird, für den ist „Entspannt bis zum bitteren Ende“ der perfekte Leitfaden. Denn nur die Entspannten überleben.

„Alles kann nichts muss“ ist die Devise einer recht amüsanten Dokumentation über einen neuen aufstrebenden Star in der Swinger-Szene. Hier muss der Leser gute Nehmerqualitäten unter Beweis stellen, standhaft sein und eine Menge einstecken, denn es wird verdammt hart für die Lachmuskeln.

Wer einen Zockerabend dem Besuch in einem Swingerclub vorzieht, wird in eben dieser Geschichte „Der Zockerabend“ auf seine Kosten kommen und so nebenbei noch einen guten Hinweis bekommen.

Falls man eher zur Samstag-Abend-Fernsehen-Fraktion gehört, mag man sich des öfteren mal über die Qualität des Fernsehprogramms der hiesigen Sendeanstalten seine Gedanken gemacht haben. In „Ich kann gar nicht so viel Fernsehen gucken wie ich kotzen möchte“ teilt David Grashoff seine Einschätzung des Programms mit.

Vielleicht mag diese Einschätzung auch von dem Umstand ausgelöst worden sein das die gute heile Fernsehwelt in den letzten Jahren gelitten hat. In „Vampire sind die neuen Pferde“ erfahren wir zumindest, warum im Sonnenlicht glitzernde, anstelle unter Schmerzensschreien in Flammen aufgehende Vampire uncool sind.

Wer sich jetzt berufen fühlt einen neuen Roman zu schreiben um der Flut an schlechter Literatur entgegenzuwirken, aber verdammt nochmal keine Ahnung hat wie es geht, sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren. Nehmt Euch ein Beispiel an „Eine Zombie-Wimmelbuch-Geschichte“.
Hier hat sich Grashoff ganz auf das wesentliche Konzentriert. Keine im Sonnenlicht glitzernde Vampire, keine tiefgreifende philosophische Erklärung über den Sinn des Lebens oder komplizierte Liebesgeschichten. Es geht schlicht um eine Unmenge an Zombies und den Fakt das wir alle am Arsch sind, wenn die Zombiekalypse ausbricht.

Ich gebe zu das mag für dein einen oder anderen ein Zombie zu viel gewesen sein und man mag sich Fragen was aus den Helden der Kindheit geworden ist. Wer eine Antwort auf diese quälende Frage sich wird sie in „From Hero to Zero“ bekommen.

Die Antwort mag schockieren, aber keine Sorge, denn wer jetzt gestresst sein sollte für den hält Grashoff ein Hausmittel zur Entspannung bereit. In „Die Masturbation ist der Puff des kleinen Mannes!“ werden wir über die Therapeutische Wirkung der Masturbation, der Auswahl der richtigen Vorlagen und einem recht pragmatischen Ansatz für anstehende Aufklärungsgespräche informiert.

Wer sich stattdessen lieber abreagieren und seiner kriminellen Energie freien lauf lassen möchte, für den hält „Auf die Bremse treten oder auch Breaking Bad“ eventuell die richtige Antwort bereit.

Für alle diejenigen, denen die beiden vorangegangenen Empfehlungen nicht zugesagt haben, können Trost in einer Brieffreundschaft finden. Gute Ansätze findet der geneigte Leser in einem „Brief an Vladimir Vladimirovich Putin“.

Sollten sich die eine oder andere Leserinnen unter uns befinden und ihnen eine Brieffreundschaft nicht ausreichen, so bleibt noch eine persönliche Beziehung mit einem Nerd. Doch auch Nerds haben ihre ganz eigenen Vorstellungen von ihren Partnerinnen. In „Mein kleines Nerd-Mädchen – SciFi-Edition“ erfahren wir, was sich der SciFi-Nerd von Heute unter einer idealen Partnerin vorstellt.

Damit es aber auch von Seiten paarungswilliger Nerds klappt, sollten diese einige Tipps bezüglich ihrer Postings auf sozialen Netzwerken berücksichtigen. Die besten Tipps bekommen wir in „Meine Facebook Erkenntnisse“ vermittelt.

Ist man an dieser Hürde gescheitert, so kann man ja immer noch eine WG mit der „Liga der außergewöhnlichen Mitbewohner“ eröffnen und sich beim Frühstück mit Jesus und dessen Vater über das Thema Frauen unterhalten bzw. sich den einen oder anderen Tipp von Spiderman holen und ihn Fragen wie ihm die Frauen ins Netz gehen.

Verfügt man über genügend Kapital kann man sich das Leben recht durchgeknallt gestalten. Wer diesbezüglich keine Ideen hat sollte sich „Tanzt, Nutten, tanzt!“ durchlesen.

Sollten die monetären Mittel knapp und die Sause nicht nach dem eigenen Geschmack sein, so kann sich das Nerdmännchen von Heute auch Beziehungstipps von seinem besten Stück geben lassen, ganz so wie in „Gute Freund kann niemand trennen (… außer jemand mit einem Messer)“.

Grund zur Verzweiflung sollte sich aber nicht einstellen, denn auch die Idole und Helden eines jeden Nerds haben so ihre Probleme mit dem Verstehen des weiblichen Geschlechts und den Tücken des Alltags. Wer das nicht glaubt sollte einen Blick in das Logbuch des Captains der Enterprise 2.0 werfen. Einen Auszug daraus präsentiert uns „Ein Tag wie jeder andere an Board der U.S.S Enterprise 2.0“

Vielleicht wäre ein Tapetenwechsel auch mal ganz gut, allerdings eignet sich dazu ein Besuch auf dem Lande wohl eher als die nächste Geschichte. „Wie einst Clint Eastwood“. Zwar geht es auch hier um einen Ausbruch, wenngleich nicht aus dem Alltag sondern von Alcatraz, jedoch besteht die einzig therapeutische Wirkung dieses Textes darin, das der Leser sich wohl mit der flachen Hand von den Schädel klatscht.

Sollte es nicht geholfen haben und man noch immer mit Fragen da stehen, könnte das Dr. Sommer-Team eine Hilfe sein, naja zumindest jetzt wo David Grashoff nicht mehr bei der Truppe ist. Warum? – Lest selbst in „Meine Zeit beim Doktor Sommer Team“!

Gegebenenfalls liegt das Problem aber auch ganz wo anders?! – Es heißt zwar oft: „Da steckt man nicht drin“, aber vielleicht ist ja die eigene Pornosucht schuld an der Trennung von seiner letzten Freundin.

Will oder kann man das nicht einsehen, gibt es ja noch die bequeme Möglichkeit die Gesellschaft für alles verantwortlich zu machen, oder sich einfach mal über das zu beschweren, was in dieser Gesellschaft alles so schief läuft. – Was schief läuft? Lest selbst in „Das geht raus an euch!“

Seit ihr dann endlich auch zur Einsicht gekommen was alles mies läuft? So könnt ihr es unserem Grasi gleich tun und als Superhelden dem Bösen und ungerechten dem Kampf ansagen. Wer bezüglich des Superhelden-Daseins, der Auswahl des richtigen Kostüms oder der Erlangung von Superkräften Informationen benötigt, kann dies in „Helden wie mich“ nachlesen.

Alternativ bleibt da natürlich auch noch das Internet mit seinen diversen Suchmaschinen, doch Vorsicht, man soll nicht glauben was teilweise an Suchbegriffe verwandt wird und was sich die Seitenbetreiber daraus alles ableiten. Ihr glaubt mir nicht, dann lest es selbst in „Wer sucht, der findet“ nach.

Durch einen schlecht gewählten Link zum Thema Weihnachten bin ich einmal auf diese Geschichte gestoßen, oder war es doch eher auf einem Poetry-Slam … Von den ganzen Texten bin ich schon ganz konfus. Aber egal wo war ich, ach ja. „Eine kleine Weihnachtsgeschichte oder alles wird besser durch Zombies … sogar Weihnachten“. Diese Weihnachtsgeschichte sollte man den kleinen besser nicht vorlesen.

Wo wir gerade bei Weihnachten sind! Mit „Palmin ist das Ejakulat Gottes“ geht es weiter. Eine Geschichte die zwar nicht viel Gutes über Weihnachten aussagt, dafür aber einen großen Lob an Palmin bereit hält.

Seinen Faible für Listen bring David Grashoff nicht nur auf seiner Facebook Seite gerne mal zum Ausdruck. In „Listen, Listen. Listem!“ findet man die eine ums andere Auflistung der Dinge die man nicht tun sollte, aber Spaß machen würden.

Doch David Grashoff kann nicht nur gute Slamtexte und Listen verfassen, auch seine Kurzgeschichten von denen er gleich drei Stück zu diesem eBook gepackt hat können überzeugen.

In „Zwei wie Pech und Schwefel“ begegnen wir zwei Dämonenjäger die im Ruhrpott für Ruhe und Ordnung sorgen und dadurch ins Visier von zwei Mächtigen Dämonen geraten. Diese planen eine Falle um sich der lästigen Jäger zu entledigen.

Weiter geht es mit „Herrn Sanders“ einem Serienkiller der von einem Dämonen im Auftrag Luzifers für die Hölle angeworben werden soll. Doch wer sich mit dem Teufel auf ein Spielchen einlässt erlebt eine Böse Überraschung.

In „Seelenlos“ erleben wir das auch nach dem Tod nicht alle Probleme erledigt sind und das Vertrauen ein Fehler sein kann. Denn auch nach dem Tod lauern gefahren.

Mein Fazit:
David Grashoff präsentiert das Nerdtum auf eine Weise die durchweg zu unterhalten weiß. Wer wie ich den einen oder anderen Text schon mal live von ihm vorgetragen erlebt hat, wird sich unweigerlich dabei erwischen in Grasi’s Notation zu verfallen. Hätte ich Brille und Schlapphut, hätte ich mir diese aufgesetzt und eine dicke Version von ihm zu mimen, während ich die Text von dem Spiegel laut aufsage. – Nerdstyle.

Grashoff zeigt bei den Texten was er drauf hat, egal ob es tiefsinnig, zum lachen, absolut Abstrus oder einfach nur durchgeknallt ist. Er trifft genau den Punkt und schafft es das selbst Texte wie „Eine Zombie-Wimmelbuch-Geschichte“ unterhalten.
Bei der Auswahl der Titel für die eine oder andere Geschichte frag ich mich zwar wie viel LSD, Koks und Alkohol im Spiel gewesen sein muss und warum ich nix abbekommen habe, aber hey, dass ist künstlerische Freiheit und die Titel machen Neugierig.

Die Anordnung der Text passt, fragt mich nicht warum, es ist einfach so. Sehr schön finde ich das Grashoff bestimmte Themen immer wieder aufgreift, seien es Zombies, das miese Fernsehprogramm oder im Sonnenlicht glitzernde Vampire.

Aber bei allem Lob, und ich habe mich beim Lesen wirklich amüsiert, gibt es auch einen dicken Minuspunkt. Es hätte dem Buch nicht geschadet wenn man nochmal mit der Rechtschreibkorrektur und Grammatikprüfung drüber gegangen wäre. Die teilweise doch recht groben Schnitzer verhageln einem die Freude am Lesen dann doch ein wenig.

Meine Bewertung:
4,5 von 5 Zombie-Nerds