[Rezension] Chaos & Hexenzauber

as-ChaosUndHexenzauberAutor: Nicholas Hall
Verlag: Bohmeier Verlag
Format: Softcover, A5, 160 Seiten
Erschienen: Juli 1993, inhaltlich unveränderte 3. Auflage 2014
ISBN-10: 3890942660
ISBN-13: 978-3890942667

von: Christel Scheja (kris)

Magie ist ein weites Feld und spricht vor allem die Männer und Frauen an, die ohnehin an das Übersinnliche glauben oder durch spannende mystische Romane neugierig darauf geworden sind, so dass sie es selbst ausprobieren wollen. Daher findet man in der esoterischen Bücherecke sehr viele Werke zum Thema, oft nur geschrieben, um normalen Hausfrauen Nervenkitzel zu verursachen, aber ansonsten nicht viel zu bewirken. Aber es gibt auch Bücher, die aus Überzeugung und mit Ernst geschrieben wurden, wie „Chaos und Hexenzauber“ von Nicholas Hall.

Hall gehört in der übersinnlichen Szene zu den bekanntesten und eifrigsten Verfechtern der sogenannten Chaos-Magie, die sich keinen strengen Regeln oder Dogmen unterwirft, sondern stattdessen bewusst in der Grauzone bewegt, um Kräfte heraufzubeschwören, die sowohl Gutes als auch Böses bewirken könnten und damit die Balance in der Welt aufrecht erhalten.
Nach einem Vorwort und einer entsprechenden Einleitung hält er sich nicht lange mit weiteren Erklärungen auf, sondern kommt gleich zur Sache.
In unterschiedlichen Kapiteln beschäftigt er sich zunächst mit den „Werkzeugen der Magie“, zu denen neben dem Stab auch der Chaosstern, Amulette und Fetische gehören.
„Die Techniken der Hexerei“ beginnen mit Meditation und Visualisierung, können über „Geste und Tanz“ bis hin zur „Besessenheit“ führen.
„Böswillige Puppenmagie“ und „Wohltätige Puppenmagie“ zeigen, dass die gleiche Technik unterschiedlich verwendet werden kann und gerade von Voodoo-Priestern abwechselnd eingesetzt werden, um ihre Ausgeglichenheit zu bewahren.
Und schließlich dreht sich alles um das „Worte weben“, die Zaubersprüche, ehe er noch einmal auf „Chaos & Hexenmagie“ im Allgemeinen eingeht.

„Chaos und & Hexenmagie“ ist kein Buch mit Anleitungen, die man zum Spaß „mal ausprobieren“ kann. Sowohl Autor als auch Übersetzer machen deutlich, dass sie es sehr ernst nehmen und haben über das Impressum eine Warnung gesetzt, die kein Leser außer Acht lassen sollte. Denn tatsächlich werden in diesem Buch Kräfte heraufbeschworen, die einen starken und unerschütterlichen Geist brauchen, um sie zu beherrschen.
Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, inwieweit er an die Macht der Magie glauben soll – aber es ist nie gut, leichtfertig mit Ritualen umzugehen, die gerade in anderen Kulturen oder in der Vergangenheit eine Bedeutung hatte.
Nicholas Hall mischt Voodoo mit schamanistischen Vorstellungen, verbindet die Vorstellungen und Rituale der verschiedensten Schulen miteinander, so dass man sehr schnell merkt, dass er sich nicht in ein Schema pressen lassen will. Seine Texte sind aus Überzeugung geschrieben und strahlen schon deshalb eine ziemliche Kraft aus. Zudem bewegt er sich in einer Grauzone, die viele schon als Ausflug in die Schwarze Magie bezeichnen könnten. Immerhin entschärft er durch seine Ernsthaftigkeit jeden Eindruck, dass dies alles nur aus Geldmacherei aus den Fingern gesogen ist, denn man hat eher das Gefühl, er fasst hier eigene Erfahrungen und Erlebnisse zusammen, die teilweise unter die Haut gehen.
Alles in allem richtet sich das Werk bewusst an Leser und Leserinnen, die sich wirklich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen und um die Gefahren wissen, die sie durch unbedachte Nutzung damit wecken könnten.

Daher ist „Chaos & Hexenzauber“ nichts für Laien, die zwischendurch „mal eben ein bisschen Zaubern“ lernen wollen, um ihren LARP oder Cosplay-Charakter auszugestalten oder einfach nur Spaß zu haben. Das Handbuch ist sehr ernst gemeint und wagt sich in Bereiche, die gerade auch bei unsicheren Lesern Alpträume auslösen könnten.

Meine Bewertung:
3 von 5 Chaossternen

[3. WOPC] Einsendungsrückblick „Magister Florals Chaoslabyrinth“ (Doenload)

facebook_logoHeute am vierten Advent gibt es hier erneut Spielmaterial zum Download. Und wer hätte das gedacht, es wird fantasylastig. Aber damit nicht genug, den es geht m einen „Ring“. Zwar machen sich keine Hobbits aufreisen, aber er ist Auslöser dieses Abenteuers.

Also runterladen, lesen, zocken und Spaß haben!

Hier der Download:    S_Cordes_Magister_Florals_Chaoslabyrinth

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Bisherige OnePages
21.12. Das Ende von Fürst Winter
20.12. Necronymphen
19.12. Die letzte Fahrt der HMS Violet 
18.12. Die grüne Hölle
17.12. Hope ends with you
16.12. Das Wirtshaus zum Spessart
15.12. Grimoire of Love
14.12. Dinge die Wachsen
13.12. Der Frühlingsdieb 
12.12. Der einzig wahre Lohn
11.12. Die FEIWF-Maschine
10.12. Feenputz 
9.12. Klootschießen 
8.12. Rückkehr zum Krakatau
7.12. Bei Magister Hempel unterm Sofa
6.12. Frühlingserwachen der Menschheit
6.12. Die Schatulle
5.12. Die Franzettis
4.12. Romeko und Julika
3.12. Frühlingsfestival der Folksmusik
2.12. Minenkraft

[Rezi] Warhammer 40K Deathwatch – Der Imperator beschützt

Verlag: Heidelberger Spieleverlag

Format: Hardcover, 176 Seiten

ISBN 13: 978-3-942857-06-2

Preis: 34,95 €

von: Jaguarrr

Der Imperator beschützt ist ein Abenteuerband für Warhammer 40K Deathwatch. Das Buch kommt im üblichen Hardcover daher. Die Verarbeitung der Buchbindung verspricht stabil zu sein. Das Cover zeigt einen Space Marine.

Zum Inhalt:

Nach dem Inhaltsverzeichnis kommt eine Einleitung die einen kurzen Abriss über die drei Abenteuer in diesem Band bietet. Neben dem Hintergrund der Kampagne und der einzelnen Abenteuer, sind auch Ratschläge wie sich diese in eine laufende Kampagne einbinden lassen, genauso wie Erklärungen zu optionalen und bedingten Begegnungen enthalten. Ebenfalls sind auch die wichtigsten Gegenspieler kurz beschrieben.

Allgemeines zu den einzelnen Kapiteln/Missionen

Der Aufbau der einzelnen Kapitel folgt einem Schema. Einer Übersicht für den SL über die Lage und Ereignisse die im Laufe des Abenteuers stattfinden werden, ein Abriss über Konsequenzen innerhalb des Abenteuers und den folgenden. Eine Hinweis-Box gibt Auskunft wie man das Abenteuer allein stehend leiten kann. Danach folgen die einzelnen Akte des Abenteuers beginnend mit der Einsatzbesprechung für die Waffenbrüder inklusive einer Auflistung der Missionsziele und damit einhergehende Requirierungspunkte. Vorzulesende Abschnitte sind in weiß unterlegten Boxen formatiert. Eingestreut an den richtigen Stellen sind Hinweis-Boxen zu wichtigen Personen, Orten und Handouts.

Ab und an finden sich die so genannten optionalen Begegnungen die an bestimmten Zeitpunkten eintreffen können in den Abenteuern wieder. Diese können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Verlauf des Abenteuers haben und sind für das Erreichen der Primärziele nicht unbedingt erforderlich.

Im Abenteuer-Epilog finden sich Ideen für weitere Missionen mit direktem Bezug auf das gerade abgeschlossene Abenteuer wieder(z.B. wenn es nicht ganz so erfolgreich abgeschlossen wurde wie gewünscht) Weiterhin werden auch Konsequenzen für folgende Abenteuer der Kampagne dargelegt.

Im Anhang finden sich alle NSCs mit Spielwerten und evtluellen Verweise, wo sich genauere Informationen finden lassen, wie z.B. auf die Hinweis-Box des Kapitäns der die Waffenbrüder zum Einsatzplaneten verschifft, wieder.

I. Der Preis der Hybris

Das Exterminatorteam reist auf die Urzeitwelt Aurum . Der Planet eignet sich hervorragend als Nahrungsproduzent für den Kreuzzug. Das stolze Kriegervolk das den Planeten bewohnt zeigt sich allerdings unbeeindruckt von dem was es bisher vom Imperium gesehen hat und nur die Adeptus Astartes geben Hoffnung das der Planet friedlich dem Imperium beitritt und nicht als weitere Kriegszone endet. Hinzu kommt eine verstorbene Adepta Sororitas und der Verdacht das Xenos auch ihre Griffel im Spiel haben.

II. Steinerner Schlaf

Die Deathwatch schickt das Team auf den Planeten Karlack, Dreh- und Angelpunkt des Achilus-Kreuzzuges, ein Agrarplanet und wohl ein Blick in die Zukunft was Aurum bevorsteht. Ein Inquisitor ist verschwunden der Untersuchungen über eine geheimnisvolle Stadt unter dem Meer unternommen hat. Des weiteren hat der Planet schwer mit Xenoskulten zu kämpfen.

III. Das wachsame Schwert

Es geht nach Samech, einer Welt in der Hand des Chaos. Alles was die Waffenbrüder bisher erreicht und herausgefunden haben führt sie nun hierher. Mitten im Herz des Feindes ist das Exterminatorteam die beste Hoffnung die aufgedeckte Verschwörung scheitern zu lassen und die ganze Jericho-Weite vor einer Katastrophe zu bewahren.

Zusätzlich zum üblichen Aufbau finden sich übersichtliche Tabellen die die Konsequenzen aus Der Preis der Hybris und Steinerner Schlaf noch mal aufführen sowie deren spieltechnische Auswirkungen.

Mein Fazit:

Dies ist mein erster WH40K-RPG Abenteuerband und ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Nachdem ich mir andere Abenteuerbände aus Schattenjäger und Freihändler kurz angesehen habe, weisen alle die selbe übersichtliche Struktur auf. Der Verlag hat ein Format gefunden mit dem ich mich sehr gut zurechtfinde.

Das Cover welches von Michael Phillippi gezeichnet worden ist, ist von gewohnt hoher Qualität. Ich hätte aberr doch lieber eines gesehen das mehr Bezug zum Inhalt hat, als einfach einen knieenden Space Marine. Ein gedritteltes Bild mit typischen Szenen der einzelnen Planeten wäre eindrucksvoller gewesen.

Ein Lesebändchen würde das Bedürfnis nach Post-Its für z.B. den NPC-Anhang negieren. Mir fehlt es einfach.

Die Handouts sind im allgemeinen sehr schick, einzig der Brief des Inquisitors auf Seite 72 fällt negativ auf. Der Schrifttyp ist bei der gewählten Schriftgröße sehr schwer zu lesen. Abhilfe hätte da sicherlich eine größer Schrift geschafft.

Gut sind die markierten Proben die sich in den Texten befinden, im Stile von „sehr schwerer (-30) Tech-Gebrauchs-Wurf„. Ddiese fallen im Text schnell auf. Leider wurde es verpasst dies auch für vergleichende Proben zu tun.

Schick sind die optionalen, und im späteren Verlauf, die bedingten Begegnungen. Mangelt es an Spielzeit kann man diese locker überspringen. Ein roter Hering war meiner Ansicht nach keiner von diesen. Üblicherweise machen sie das Leben der Spieler leichter weil z.B. im Verlauf weniger Feinde auf einmal auftauchen.

Ein kleines Fazit zu den Abenteuern ist schwierig, da ich nichts verraten möchte. Von daher halte ich mich nun ein wenig vage.

Der Preis der Hybris wird viel mit der Geduld der Charaktere hadern. Die Bewohner von Aurum haben zu viel Stolz, und auch Unwissen, um sich einzugestehen wie tief sie im Dreck stecken. Von der Kultur her wird sich ein Storm Warden sehr verbunden mit dem Volk fühlen. Ich persönlich sehe hier ein „Dorf das die Neuankömmlinge nicht mag“-Szenario. Ein Szenario wo ich mich immer in Geduld üben muss um nicht brennende Trümmer zurückzulassen.

Steinerner Schlaf bietet auch so sein Klischee, dem Prinzen im hemmungslosen Luxus. Zumindest weiß er wie er den Charakteren (echt) hilfreich sein kann. In diesem Abenteuer gibt es eine Überraschung der sich die Spieler wohl recht bald gewahr werden. Steinerner Schlaf ist wohl mein Favorit der drei Abenteuer.

Das wachsame Schwert bildet einen epischen Abschluss der Kampagne. Es geht auf eine vom Chaos gehaltene Fabrikwelt. Der Erfolgsdruck auf die Charaktere ist noch größer als bei Steinerner Schlaf. Neben den Waffenbrüdern gibt es nur eine handvoll imperialer Sympathisanten. Besonders gefällt mir der Einfluss den die vorherigen Einsätze haben, dies äußert sich in bedingten Begegnungen und auch spieltechnischen Vorteilen.

Gut ist die Möglichkeit die Abenteuer für sich als allein stehend zu leiten. Statt selbst die Notwendigen Details selbst zu entfernen finden sich die entsprechenden Infos was man weglassen sollte in einer Hinweis-Box wieder. Danke an die Autoren die sich die Mühe gemacht haben. Die Kampagne lässt sich problemlos in eine laufende einstreuen, vorausgesetzt natürlich die andere ist entsprechend kompatibel. Dies ist besonders für Runden mit wechselndem SL komfortabel.

Im Abschluss kann ich nur sagen ein guter Abenteuerband. Dem Spielleiter ist damit ein Werkzeug von hoher Qualität gegeben. Es liegt nun an der Spielgruppe es ein klasse Erlebnis werden zu lassen. Ich freue mich darauf es zu leiten.

Meine Bewertung:

4 von 5 brennenden Ketzern

[Rezi] WH40K Deathwatch – Schlachtriten

Herausgeber: Heidelberger Spieleverlag

Seiten: 280

Format: Hardcover, vollfarbig

ISBN: 978-3-942857-5

Preis: € 44,95

Mit Deathwatch Schlachtriten findet das Quellenbuch, was sie benötigen um Ihre Space Marines Exterminatorenteams auf jegliche Art von Einsätzen vorzubereiten, den Weg zum Spielhändler. Um die Jericho Weite weiterhin vor den tädlichen Feinden zu beschützen erhält man in Schlachtriten einen detailierten Überblick über z.B. Riten, Waffen und Fahrzeuge. Die Aufmachung des Buches, sowohl Innen wie Aussen, ist dieselbe die man durch die anderen Regel- und Quellenbücher der WH40K Serie kennt.

Zum Inhalt:

Das Buch ist in sechs Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel erhält untenstehend eine klene Einzelbeschreibung so dass man sich ein genaues Bild machen kann.

0 Einleitung

In der kurzgehaltenen Einleitung erfährt man worum es in Schlachtriten im einzelnen geht. Man bekommt vermittelt das es sich um das Rüstzeug eines jeden Space Marine handelt, der Schulter an Schulter gegen die Gefahren und Bedrohungen der endlosen Galaxie, mit seinen Mitstreitern kämpft. Weiterhin wird ein kurzer Einblick in die sechs Folgekapitel geworfen.

1 Herkünfte bei der Deathwatch

Hier werden den SC die nötigen Informationen für die Vorgeschichte seines Aspiranten an die Hand gegeben, so dass das Ziel Neophytenrekrutierung klappt. Zuerst werden die Aufnahmerituale beschrieben. Dabei macht Blutzoll  den Anfang. Dieses Ritual beschreibt die Auswahlkritierien der Orden per Kampf, der je nach Bedarf in Arenen teilweise bis zum Tod durchgeführt werden. Der gejagte Jäger beschreibt ein das Ritual wilde Beute zu fangen und anschließend in entsprechenden Ritualen zu opfern, wobei sowohl die Jagd wie auch das Aufspüren und der Transport der Beute gemeinsam das Ritual ergeben. Mit Nur der stärbste überlebt wird ein Blick auf ein Ritual geworfen was sich rund um Krieg, Angst und Paranioa dreht. Manche Orden bevorzugen es ihre Aspiranten einer Umweltherausfordeeung  zu unterziehen. Dabei müssen die Aspiranten beweisen, das sich den grössten Menschenfeindlichen Umweltbedingen trotzen können. Dabei kann der Ritus auch um z.B. einen langen Marsch erweitert werden, was das Auswahlritus natürlich verstärkt. Weiterhin werden nach den Riten Grausame Selbsterkenntnis und Kampfherausforderung beschrieben.

Anschlieend wirft Kapitel 1 einen Blick auf die Geburtsstunde eines Ordens. Dieser Kapitelabscnitt widmet sich ehr an die Spieler die ihren Charakteren einen möglichst tiefen Hintergrund verpassen möchten, den man erhält die Anleitung zur Schaffung eines eigenen Ordenes. Am Anfang wird dabei auf Warum wurde der Orden gegründet und Konter dieses geschaut. Gefolgt wird dieses vom Gründungsjahr und Gensaat Reihnheit. Anschleßend wird auf Gründungsväter, Codexgebahren, Freunde und Feinde, Schlachtruf usw. geschaut. Alles was also bei einem Orden wichtig ist. Das ganze wird dann mit den bekannten Auswürfeltabellen unterstützt, so dass man den eigenen Orden in einer annehmbaren Zeit erstellen kann. Dabei wird eine sehr gut ausgearbeitete Detailtiefe geboten. Wobei das ganze auch genügend Spielraum für eigenen Kreativität läßt.

Als nächstes bekommen wir einen Einblick in die Geschichte der Imperial Fists. Von der Gründung, über die Schuldaufnahme von Rogal Dorn, die Geschichte und Geschehnisse während des Grossen Bruderkrieges bis hin zu Dorns Erben. Dabei wird auf einzelnen Schlachten, den Tod Dorns und die Gründung z.B. der Crimsons Fists eingegangen. Nachdem der Blick in die Geschichte erfolgt ist, geht es mit den Regeln für die Fists weiter. Diese passen sich wunderbar in die bereits bestehenden Regeln ein.

Anschließend erhält man einen Überblick über die Nachfolgeorden der Ultramarines geflogt von denen der Dark Angels, sowie der Blood Angels und der Imperial Fists. Dabei werden knapp fünfzehn Nachfolgeorden kurz und knapp beleuchtet. Man erhält dabei aber die benötigten Informationen.

Abschließend geht es in gemeinsame Einsätze darum den Spielern Ideen an die Hand zu geben, warum bzw. weshalb ein Deathwatch z.B. in Schattenjäger oder Freihändler gespielt werden sollte / kann und umgekehrt genauso. Dabei handelt es sich um eine kleine Ideensammlung und nicht um eine Anpassungstabelle oder Regeln.

2 Der Krieg ruft

Den Anfang in Kapitel 2 machen die Großtaten. Diese dargestellten Optionen sollen untermauern warum ihr Charakter bei Deathwatch dient. Es gibt die verschiedensten Großtaten, so das das Kapitel mit Ordensgroßtaten beginnt. Die Beschreibung der Ordensgroßtaten ist dabei in folgender Reihung vorzufinden. Zuerst werden die Orden benannt die diese Großtat „ausüben“, gefolgt von den Kosten für das ganze. Danach erhält man einen guten Überblick über die Geschichte und Besonderheiten der gewählten Großtat. Abschließend zu jeder Großtatbeschreibung sind die Auswirkungen. Hier wird beschrieben was sich am Spielercharakter ändert wenn er die Großtat erfolgreich hinter sich gebracht hat. In Deatchwatch befinden sich derer sieben Ordensgroßtaten.

Kampagnengroßtaten sind die nächsten auf die in Kapitel 2 ein Blick geworfen wird. Diese Großtaten kann der SC durch Heldentaten überall in der Jericho Weite erlangen. Die sieben Kampagnengroßtaten werden durch Kosten, eine ausführliche Begebenheitsbeschreibung und die Auswirkungen dargestellt.

Wenn ihr Space Marine eine Leistung erbracht hat, die weit über dem von ihm erwarteten hinaus gegangen ist, spricht man in Deathwatch von Tapferkeitsgroßtaten. Die fünf Tapferkeitsgroßtaten sind in Kosten, Beschreibung der Heldentat und die Auswirkungen dieser beschrieben.

Die Maschine des Imperiums fünktioniert nur so gut wie ihre Zahnräder. So oder so ähnlich könnte man die nächsten Großtaten beschreiben. Den mit Spezalisierungsgroßtaten soll der Space Marine die Fähigkeit bekommen die ihm zu etwas besonderem macht. Die sechs Spezialisierungsgroßtaten werden in Kosten, Geschehnisbeschreibung und den Auswirkungen dargestellt.

Die letzten drei Großtaten die Deathwatch für uns parat hält sind die Infame Großtaten. Diese beschäftigen sich mit der Thematik der Wiedererlangung der Ehre nach einer gescheiterten Mission/Tat. Auch hier kommt die oben bereits beschriebene Auflistung zum Einsatz.

Nach den Großtaten widmet sich Kapitel 2 den Auszeichnungen. Auszeichnungen sind eine spezielle Belohnung die man den entsprechenden Space Marine zukommen lässt um eine besondere Tat zu belohnen und somit zu würdigen. Dabei stellen die Veteranen z.B. der Tyranidenkriege dar. Damit man als Spieler nicht ganz im dunklen tapt, werden einem gengend Beispiele an die Hand gegeben.

Danach folgen die Elitespezialisierungen. Diese Spezialisierungen stehen für einzigartige Rollen und spezielle Ausbildung, die der Spieler erst nach einigen Missionen in Angriff nehmen kann.  Die ungtSpezialis kann mit Erlangen einer neuen Rangstufe gewählt werden. Nur unter besonderen Umständen kann ein SC zwei Elitespezialisierungen erlangen, was an den besonderen Auswirkungen und Nutzen liegt.  Die zehn Elitespezialiserungen werden anschließend sehr detailiert beschrieben. So bekommt man einen Einblick in das Aufnahmeritual, in die einzelenen Aufgaben – welche über den normalen Aufgaben eines jeder Deatchwarch hinaus bestehen, über die Einsätze und Einsatzmöglichkeiten eines solchen Kriegers. Wobei auch ein Augenmerk auf die Verbindung zum Orden und über das Leben hinaus geworfen wird.

3 Erweiterte Ausrüstung

Hier werden die unendlich gefüllten Waffenarsenale der Deathwatch beschrieben. Hauptaugenmerk wird auf höchst seltene, mysteriöse bzw. auf Kriegsrüstzeug welches außerhalb der Eliteeinheit unbekannt ist gelegt. Vorfinden kann man die Beschreibungen, die teils mit geschichtlichen Daten gespickt sind, zu Waffen wie Bolter, Speerfeuerplasmapistole bis hin zu Inhalationsgranate und Gravitationskanone. Die dazugehörigen Werteangaben werden in den bekannt übersichtlichen Tabellen dargestellt. Einigen Waffen und Rüstzeug wurden mit Grafiken dargestellt so dass man sich ein entsprechendes Bild zu der jeweiligen Ausrüstung machen kann.

Aber nicht nur hochmodernste Waffentechnik erhält in diesem Kapitel Einzug in Deathwatch sondern auch Nahkampfwaffen wie Äxte und Messer. Spezialmunition wie etwa Breschen- und Penetratorgeschosse finden den Weg ins Buch und sorgen somit für Abwechslung. Das ganze wird durch Kybernetk, Werkzeuge und Servorüstungen, was nun keinen Wunsch mehr offen lassen sollte, abgerundet.

Am Ende dieses Kapitels geht es um Relikte. Diese sind Erungenschaften und Erinnerungen an die glorreiche Vergangenheit und sorgen für eine ebensolche Zukunft. Dabei erfolgt eine Auflistung verschiedenster Relikte aus den unterschiedlichster Orden, wie den Dark Angels oder Blood Angels.

4 Fahrzeuge

Den Anfang in diesem Kapitel macht Fahrzeugklassifikation. Zuerst werden die in Deathwatch verwendeten Fahrzeuge in fünf Spezifikationen wie etwa Schweber, Läufer eingeteilt und kurz beschrieben. Anschließend erfolgt die Erklärung zu den verschiedenen Geschwindigkeiten die durch ein entsprechendes Fahrzeug zurückgelegt werden kann und diese werden dann noch in Gruppen eingeteilt. Danach werden Struktur, Waffen und Ladekapazität beschrieben.
Der Fahrzeugkampf mit all seinen Facetten wie Ausweichen, Feuern usw. folgt als nächstes.

Wenn dann der Regelüberblick erledigt ist, folgt ein Blick auf Chaos- und Tau-Fahrzeuge. Hierbei werden die einzelenen Fahrzeuge kurz beschrieben und mit entsprechenden Werten versehen. Fahrzeuggrafiken sucht man allerdings vergebens.

5 Ehre oder Tod

Ehre und Tod beschäftigt sich mit Thematziken wie Ruhm und Ehrungen, sprich wie erlangt der Charakter Ruhm, wie kann er diesen einsetzen und wie verliert er ihn auch wieder. Bei den Ehrung wird ebenfalls solch ein Blick geworfen, wobei hier nicht nur die normalen Ehrungen eine Rolle spielen sondern auch die Ordenspezifischen.

Optionen wie Schlachtfeldoptionen und Armeeoptionen runden Kapitel 5 ab. Diese Optionsbeschreibung sind im üblichen Stil gehalten, so dass man einen schnellen Überblick bekommt. Dabei werden die unterschiedlichsten Möglichkeiten bechrieben, wie etwa Artellerieunterstützung und durch die bekannten Tabellen wertetechnisch unterstützt.

6 Wachfestung Erioch

Die grosse Festung Erioch wird mit all ihren Facetten wie den Vorhallen oder den Labyrinten beschrieben. Dabei wird auch auf die Gnadenlosigkeit die die Festung mitsichbringt eingegangen. Sprich hier ist alles was Neu oder Xenos ist verdächtig und sorgt für Vorsicht bei den ständigen Bewohnern der Festung. Ein Abschnitt beschäftigt sich damit, warum die Festung weit ab in einem verlassenen System steht. Weiterhin wird sich mit den Experimenten an den Xenos beschöftigt, welche so weit reichen, das man sogar Arenakämpfe austräht damit die Elitesoldaten des Imperators für zukünftige Gefechte gerüstet sind. Die einzelnen Zonen und deren Besonderheiten, wie etwa in der Magenta Zone die Unterbringung der Tau zu Studienzwecken stellt den nächsten Abschnitt da.Im weiteren werden Ereignisse, Persönlichkeiten und Mythen die mit Erioch in Verbindung stehen beschrieben und runden Kapitel 6 hervrragend ab.

Mein Fazit:

Mit Schlachtriten ist ein hervorragendes Quellenbuch zum Warhammer 40K Rollenspiel erschienen. Das Buch kann durch seine Detailtiefe wirklich überzeugen. Es macht wahnsinnigen Spaß sowohl im Buch zu lesen als auch seinen Space Marine mit den gebotenen Informationen zu verbessern bzw. die Detailtiefe und Hintergrundgeschichte zu erhöhen. Die guten Beschreibungen machen es dem Spielleiter sehr einfach z.B. Rituale oder Ehrungen zu beschreiben und in die Spielsitzung zu integrieren. So erhält Deathwatch die Möglichkeit mehr Abseits des Schlachtfeldes gespielt zu werden. Bei den Ausrüstungen und Fahrzeugen hätte ich mir einige Grafiken mehr gewünscht. Und auch wenns nicht ganz mehr in die Linie passen würde, würde sich ein Lesbändchen sehr gut machen. Zu erwähnen sei auch, das das Quellenbuch durchgöngig gut illustriet und die Anzahl der Illustrationen sehr hoch ist. Die Texte sind wie aus der Reihe bekannt hervorragend und die Mischung aus Hintergrund und technischem Teil ist sehr gut gelungen. Wer also seinem Marine verfeinern möchte und vom Deathwatch / WH40K Hintergrund begeistert ist, der sollte sich unbedingt dieses Quellenbuch kaufen!

4,75 von 5 Deathwatch Marines

Weitere Infos:

Deathwatch Schlachtriten beim Heidelberger Spieleverlag

Perry Rhodan auf die Ohren

Perry RhodanGute SciFi ist mittlerweile selten, und noch seltener sind gute kostenlose SciFi Hörspiele/Hörbücher

Hier gibt Perry Rhodan „Die Vorboten des Chaos“ als kostenlosen Download (ca 226 MB).

Viel Spass beim lauschen!

 

Edit: Der Download ist zwar was älter funzt aber!