[Rezension] Instabil – Die Vergangenheit ist noch nicht geschehen (Roman, Science Fiction)

© Rocket Bookls

Sam Feuerbach und Thariot haben sich zusammengefunden um nun gemeinsam eine Trilogie zu beginnen, die irgendwo zwischen Thriller und Science Fiction spielt. „Instabil“ schafft es, verschiedenste Zeitreise-Theorien unter einen Hut zu bringen, und man darf neugierig sein, die das endet, was in „Die Vergangenheit ist noch nicht geschehen“ beginnt.

INHALT
Der Düsseldorfer Patrick Richter ist eigentlich ein ganz normaler Bürger und gewöhnlicher Mensch ohne Besonderheiten, zumindest hält er sich dafür. Deshalb fällt er auch aus allen Wolken, als eines Morgens ein Sondereinsatzkommando des BKA seine Wohnung stürmt und festnimmt. Er steht unter Terrorismusverdacht – schon bald merkt er, dass dadurch seine sämtlichen Bürgerrechte außer Kraft gesetzt worden sind, und er wie der letzte Dreck behandelt wird.

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[Rezension] Raumschiff Promet – Die Abenteuer der Shalyn Shan (Teil 4 – 6)

4: Die letzte Fahrt der Hindenburg II
5: Unsterbliche Rache
6: Der Weg der Kriegerin
Autor: Andreas Zwengel
Verlag: Blitz-Verlag
Format: Taschenbuch, 128,131,126 Seiten
Erschienen: Ende 2016

von: Kris

„Raumschiff Promet“ war eine der vielen Heftromanserien, die Anfang der 1970er Jahre versuchten „Perry Rhodan“ den Rang streitig zu machen, aber leider daran scheiterte. Was blieb war eine Handvoll Fans und Autoren, die um das Jahr 2000 herum nicht nur für eine Überarbeitung der alten Reihe sorgte, sondern auch weitere Geschichten aus dieser Welt zu verfassen. Eine der neuen daraus sind „Die Abenteuer der Shalyn Shan“, einer auf der Erde lebenden Moranerin. Doch sie steht nicht immer im Mittelpunkt des Geschehens.

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[Rezi] Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge

Autor: J.J. Preyer

Verlag: Blitz Verlag

erschienen: 2012

Reihe: Die neuen Fälle des Meisterdetektivs Sherlock Holmes

Formar: broschiert, 221 Seiten

ISBN: 978-38984033

 

von: Christel Scheja

Sherlock Holmes starb mitsamt seinem Widersacher James Moriarty an den Reichenbach-Fällen. Beide stürzten im Kampf zu Tode. So hatte es Sir Arthur Conan Doyle für sich entschieden, revidierte aber zumindest das Ableben seines Helden ein paar Jahre später, als seine Leser protestieren. Nun erzählt J. J: Preyer aber eine ganze andere Geschichte in „Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge“, die einiges in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt.

John Watson ist schwer erkrankt und hat jeden Lebenswillen verloren. Nach dem Tod seines besten Freundes Sherlock Holmes hat er nun auch noch seine geliebte Frau Mary verloren. Sie ist einfach verschwunden und er weiß nicht einmal, ob sie noch lebt, da es keine Spuren gibt, die die Polizei oder er nachgehen können.

Dann jedoch ändert sich alles, denn Holmes taucht unverhofft wieder auf, erklärt nur kurz, was eigentlich an den Reichenbach-Fällen in der Schweiz passiert ist und deutet an, dass nicht nur er, sondern auch Moriarty überlebt habe und nun die Strippen aus dem Hintergrund ziehen würde.

Leider gehört auch Mary zu dem dunklen Spiel und ist gar nicht so tot wie vermutet. Ganz offensichtlich ist sie näher mit dem „Napoleon des Verbrechens“ und seinen engsten Vertrauten verbunden als John je geahnt hat.

Dennoch macht er sich mit Sherlock auf, sie zu befreien. Durch die waghalsige Rettungsaktion wird auch dem Meisterdetektiv einiges klarer. Er folgt den Spuren, die zu einem eigenwilligen Schriftsteller namens Oscar Wilde führen und erkennt so, dass er seinen Erzfeind vielleicht nur auf eine Weise besiegen kann – wenn er mehr über dessen Vergangenheit heraus bekommt …

„Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge“ ist bereits der vierte Roman über Sherlock Holmes von J. J. Preyer. Man merkt, dass er sich sicher durch das Setting und mit den Figuren bewegt und sich genau auf das konzentriert, was den Meisterdetektiv eigentlich so unverkennbar macht.

Zudem erlaubt er sich den Mythos um Moriarty, der in den Original-Geschichten gar nicht so eine große Rolle spielte, weitere Facetten hinzuzufügen und dessen Wahnsinn zu begründen. Wie bei jedem großen Mann so steht auch hier eine Frau in den Schatten und zieht die Fäden – passenderweise die Mutter des Schurken, die gelegentlich sehr ansteckend auf ihren Sohn wirkt..

Nach und nach enthüllt der Autor so das verzwickte Intrigen- und Beziehungsgeflecht, zeigt auch, wie Oscar Wilde in das ganze Drama passt und welche Auswirkungen das auf die Helden und ihre Probleme hat.

Dennoch wirkt die Geschichte unvollkommen – das merkt man vor allen daran, dass der Autor irgendwann mehr auf die Action und vordergründige Horrorelemente setzt und dabei den Hintergrund wie auch die Atmosphäre etwas vernachlässigt. Der hektische Abschluss wirkt so, als habe Preyer eine Seitenbegrenzung zu beachten, was dem ansonsten sehr interessanten Buch sehr schadet. Auch die Figuren verlieren zum Ende hin zusehend an Substanz, vor allem die Gegenspieler.

Alles in allen wirkt „Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge“ durch die interessante Idee zunächst sehr spannend, leider fehlt der Umsetzung genügend Raum, um das komplizierte Geflecht wirklich auszuarbeiten und ihm damit mehr Tiefe zu verleihen. So wirkt das spannende Konzept nur halb so gut, wie es eigentlich hätte sein können.

 

Meine Bewertung:

3,25 von 5 Ermittlungsakten

Weitere Informationen:

Sherlock Holmes und die Moriarty-Lüge beim Blitz Verlag

 

[Rezi] Sherlock Holmes und die Zeitmaschine

 

Autor: Ralph E. Vaughan

Verlag: Blitz Verlag

erschienen: 2012

Reihe: Die neuen Fälle des Meisterdetektivs Sherlock Holmes

Formar: broschiert, 204 Seiten

ISBN: 978-3898403238

von: Christel Scheja

Siebzig Jahre nach dem Tod von Sir Arthur Conan Doyle ist es Autoren und Verlagen nun möglich, die literarische Figur des Sherlock Holmes ungestraft mit neuen Abenteuern zu versehen, sind die Copyright-Rechte doch weitestgehend erloschen.

Daher nehmen seit dem Jahr 2000 die Geschichten zu, in denen der britische Meisterdetektiv eine Hauptrolle spielt, da sein Name immer noch zieht. Neben Krimiautoren hat auch die Phantastik den Helden für sich entdeckt, wie man an „Sherlock Holmes und die Zeitmaschine“ gut erkennen kann.

Sherlock Holmes und Dr. Watson haben wenig zu tun, da es kaum neue Klienten gibt, die an ihre Türe klopfen und wenn doch, die Fälle eher Lappalien zu sein scheinen., Dafür müssen sie sich mit Oberst Moran herumärgern, der mittlerweile ganz und gar in die Fußstapfen seines Meisters und Vorbildes Moriarty getreten, dem aber immer noch nichts nachzuweisen ist.

Seit einiger Zeit verschwinden allerdings vermehrt Menschen in den dunklen Gassen von London. Eigentlich besteht keine Verbindung zwischen ihnen, aber Sherlock Holmes ahnt, dass mehr dahinter steckt als das Wirken dunkler Kulte oder gar die Taten eines einzelnen Serienmörders.

Er geht den wenigen Spuren nach und trifft so auf den Schriftsteller H. G. Wells, der ihnen einen entscheidenden Hinweis gibt. Denn ganz offensichtlich sind die Erzählungen, auf denen sein neustes Buch „Die Zeitmaschine“ beruht, wahr.

Als Holmes und Watson endlich den Zeitreisenden finden, müssen sie erfahren, dass die Utopie bittere Wirklichkeit geworden ist, denn die Morlocks sind im Begriff, London zu erobern und so die Menschheit in den Abgrund zu stürzen.

Es ist nicht unbedingt abwegig, große Werke aus der selben Epoche miteinander in Verbindung zu bringen und den Meisterdetektiv mit dem Inhalt eines der Klassiker der Science Fiction zu konfrontieren – aber die Umsetzung ist leider nicht gelungen. Ralph E. Vaughan setzt zu sehr auf die vordergründigen Horrormomente und viel Action, leider kommen dabei die Vorzüge der Werke von Doyle viel zu kurz.

Holmes ist hier nur bedingt der Denker und Stratege, der den Fall mit messerscharfer Beobachtung und klugen Kombinationen löst. Statt dessen mutiert er zu einem Kämpfer, der auch schon einmal Klingenwaffen und Pistolen in die Hand nimmt, weil den Morlocks offensichtlich nicht anders beizukommen ist.

Die Gegner sind bloße Monster – die Gesellschaftskritik an der spätviktorianischen Epoche und dem Imperialismus, der langsam auf den nächsten Krieg zusteuert, beides Dinge, die in „Die Zeitmaschine“ im Hintergrund anklingen leider völlig verloren, auch wenn sie sogar erwähnt werden.

Alles in allem bietet Vaughan zwar ein rasantes und kurzweiliges Science Fiction Abenteuer, es hätte aber nicht unbedingt eines Sherlock Holmes bedurft, um den Gegnern beizukommen. Vom Charakter her ist der Meisterdetektiv nur bedingt zu erkennen, da seine hervorragendsten Eigenschaften nur selten genutzt werden. Auch die anderen Charaktere gehen wie die Handlung selbst nicht sonderlich in die Tiefe.

Damit ist „Sherlock Holmes und die Zeitmaschine“ für Fans desselben eher eine Enttäuschung, wenn auch ein grundsolider Abenteuer-Roman mit Science Fiction und Horrorelementen, den man gut auf einer Busfahrt oder am Strand lesen kann.

 

Meine Bewertung:

2,5 von 5 Lupen

Weitere Informationen:

Sherlock Holmes und die Zeitmaschine beim BLITZ Verlag

 

[Interview] Ein Herz für Zombies! Grashoff spricht über HUNGER – die Zombie Anthologie

Hallo David,

es gibt neues von Deiner Schaffensfront zu berichten. Somit vielen dank das Du Dir die Zeit genommen hast.

David Grashoff: Kein Ding. Für die Kunst doch immer.

Dein neustes Projekt heißt HUNGER, eine Anthologie. Worum geht es?

David: Es ist eine Zombie-Anthologie mit über zwanzig Geschichten von arrivierten und neuen Autoren (und Zeichnern), die auf ihre Art und Weise das Thema beleuchten.

Könntest Du uns einen kleinen Einblick in die Storys geben?

David: Es ist wirklich ein Rundumschlag der zombiesken Möglichkeiten. Neben klassischen Geschichten, findet man auch Sci-Fi-Storys und sogar lustige Texte. Es ist für jeden Freund der untoten Gesellen ertwas dabei.

Wenn konntest Du alles zum mitwirken bewegen?

David: Neben vielen Größen des phantastischen Genres (Wolfgang Hohlbein, Markus Heitz, Christoph Marzi uvm …) findet man auch einige Neulinge und Nachwuchsautoren, die sich in diesem großartigen Line-Up austoben dürfen.

Wie bist Du auf die Idee zu HUNGER gekommen?

David: Die Idee kam mir zusammen mit meinem Mitherausgeber Pascal Kamp. Wir fanden, dass Zombies im literarischen Genre einfach zu kurz kommen. Dagegen haben wir etwas unternommen.

Sind Zombies nicht schon längst überholt und Dank der letzten Zeit auch einwenig ausgelutscht und verweichlicht?

David: Ich finde das ganze Horror-Genre ist in letzter Zeit durch diese ekelige Romantisierung von Vampiren und ähnlichen Kreaturen verweichlicht worden. Zombies eignen sich meiner Meinung nach aber nicht für dafür. Das finde ich gut. Im Zombie-Genre geht es ja eigentlich nicht wirklich um die „Monster“, sondern um die Menschen und wie sie in Extremsituationen reagieren. Im Endeffekt ist das Genre auch näher an der Dystopie als an der typischen Horrorgeschichte.

Was hältst Du von diesen Leuchtzombies?

David: Zombies sollten nicht leuchten.

Die Anthologie erscheint beim Blitz Verlag. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

David: Es war ein langer steiniger Weg bis dahin, der sicherlich den Rahmen dieses Interviews sprengen würde. Sagen wir mal, dass wir Herausgeber froh sind mit Blitz und Scratch zwei Verlage gefunden haben, die sich zusammengetan haben, um dieses tolle Projekt zu stemmen.

Wie gestaltete sich die Verlagssuche?

David: Eigentlich hatte ich damit die Probleme, da ich ja meisten attraktive Autoren an Bord meiner Projekte habe. Hier hat es sich allerdings ein wenig schwieriger gestaltet. Aber ich verweise mal auf meine vorherige Antwort.

Was hast Du in naher Zukunft geplant bzw. was können wir von Dir als nächstes erwarten?

David: Im Moment bin ich vor allem in Sachen Nerd-Comedy unterwegs. Ich werde 2013 bei Lektora eine Sammlung von Nerd-Texten aus der Feder verschiedener Poetry-Slammer veröffentlichen und ein zweites ähnlich gelagertes Projekt liegt bereits in der virtuellen Schublade, aber da verrate ich erst etwas drüber, wenn es in trockenen Tüchern ist. 😉

Vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte ans Volk überlasse ich Dir.

David: Immer in den Kopf schießen!

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