[3. WOPC] Preisvorstellung Begedia

Der Begedia Verlag der u.a. die Explorer Enthymesie-Reihe (Science Fiction), oder Magier des Dunklen Pfades (Fantasy) im Programm hat, hat sich auch in diesem Jahr nicht lumpen lassen und stellt für den Winter-One-Page-Contest drei Gutscheine für jeweils ein eBook nach Wahl (aus dem bis dahin gültigen und lieferbaren Programm).

Da solltem sowohl SciFi wie auch Fantasy Leseratten fündig werden. Wobei sich auch mehr als ein Blick auf die Armageddon-Reihe (Horror) lohnt.

Unter folgenden Links findet ihr einige Artikel rund um den Begedia Verlag und seine Bücher/Autoren.

Wieder viele tolle Gründe um am diesjährigen Winter-OPC teilzunehmen!

 

[Buchmesse Convent] Mr. Begedia im Interview

Am vergangenen Wochenende fand der diesjährige Buchmesse Convent statt.

Hier ein kleines Interview mit Mr. Begedia Harald Giersche.

[News] Begedia Verlag wünscht Frohes Fest mit eBooks

Der Begedia Verlag haut pünktlich zu Weihnachten Lesefutter raus. Folgende Nachricht wurde soeben auf Facebook eingestellt:

Natürlich zu Weihnachten und natürlich umsonst. Am 25.12.2012 können alle kindle Besitzer, die es bisher versäumt haben, in die erfolgreiche deutsche Horror-Reihe „Armageddon, die Suche nach Eden“ hineinschnuppern.
Und morgen schon, am 24.12.2012 gibt es Venustransit ebenfalls für 0,- Euro. Viel Spaß beim Lesen.
Ich wünsche allen Lesern und Leuten, die von mir lesen, schöne Feiertage und eine gutes Gelingen in 2013!

[News] Der Herr der Welt: Das Armageddon-Protokoll – erste vollständige deutsche Übersetzung

„Der Herr der Welt“ Er gilt als wichtiger Vorläufer der großen dystopischen Romane des 20. Jahrhunderts wie George Orwells „1984“ oder Aldous Huxleys „Brave New World“. (Wikipedia)

Robert Hugh Benson beschreibt die Welt wie sie in fünf Generationen sein wird: Ohne größere Kriege, geteilt in zwei Lager. Humanitarismus ist für alle, die an keinen Gott mehr glauben außer der Göttlichkeit des Menschen selbst. Und dem Katholizismus, der an nichts Göttliches glaubt, es sei denn es stamme von Gott selbst. (London Times)

Der Herr der Welt wird sicher bei all denen Beifall finden, die in den selbst den tiefsten Überzeugungen des Humanismus nur vorrübergehende Bedeutung zumessen. Die künstlerische Rafinesse jedoch und das schriftstellerische Geschick Robert Hugh Bensons werden auch alle übrigen Lesern begeistern. (New York Times)

Das Buch ist wunderbar, ein fein gewobener Stoff, zutiefst inspirierend und äußerst geschickt erzählt. (Putnam’s Monthly Magazine of American Literature, Science and Art)

 

Die Handlung
Kurz nach Beginn des 21. Jahrhunderts. Der Antichrist ist gekommen. In Gestalt des amerikanischen Politikers Julian Felsenburgh übernimmt ein Freimaurer die Weltherrschaft. Alle Kriege sind beendet. Moderne Luftschiffe ermöglichen eine weltumspannende Mobilität. Über Funkwellen lässt es sich grenzenlos kommunizieren und den Müden und Kranken der Welt verschaffen Euthanasie-Anstalten einen humanen, komfortablen Abschied. Der Mensch hat sich selbst zum Gott erhoben. Die Gotteshäuser der alten Zeit wurden zu Tempeln des neuen Glaubens umgerüstet. Nun soll der alte christliche Gott endgültig von dieser Welt verschwinden und vor ihm alle, die noch an ihn glauben. Eine säkulare Streitmacht unter dem Antichristen Julian Felsenburgh wirft aus Luftschiffen einen neuartigen Sprengstoff auf die Heilige Stadt.Versteckt in einer Lehmhütte nahe des palästinensischen Dorfes Armageddon versucht der letzte Papst seine Getreuen zu sammeln und als Stellvertreter Christi in die letzte entscheidende Schlacht vor dem Jüngsten Gericht zu führen. Doch hat ein Verräter in den eigenen Reihen seine Pläne an die Mächte der Welt verraten.

Über dieses Buch
»Herr der Welt« ist einer der wichtigsten dystopischen Romane des 20. Jahrhunderts. Er liegt hier erstmals in einer vollständigen, deutschen Übersetzung vor. Ganz wie George Orwells »1984« oder Aldous Huxleys »Brave new world« beeindruckt der Roman heute vor allem durch seine visionäre Kraft. Mit erstaunlicher Klarsichtigkeit benennt Benson bereits um 1900 die Vorrausetzungen eines neuen Politikertyps, der in den kommenden Jahrzehnten Europa und die Welt bestimmen wird. Benson ahnt bereits Abhängigkeit dieses Typs Alleinherrscher von den suggestiven, gleichsam liturgisch zelebrierten Massenveranstaltungen, von ihren rhetorischen Fertigkeiten und einer kritiklosen Hörigkeit der gehobenen Beamtenschaft.

Aber nicht nur im Antichristen Felsenburgh erkennen wir heute das Schreckgesicht der Moderne. In dem für den Leser am Anfang des 21. Jahrhunderts befremdlichen Glaubensfanatismus eines Percy Franklin begegnen wir erstmals religiösem Wahn als einer politischen Kraft. Einer Kraft wie sie von Gestalten wie Osama bin Laden genutzt wurde, genauso wie sie evangelikale Politiker aus dem rechten politischen Spektrum der Vereinigten Staaten anzutreiben scheint. Es ist das Verdienst von Bensons apokalyptischen Visionen mit dem Einblick in das Seelenleben seiner Figur Percy Franklin, die Motive und inneren Zwänge jener Eiferer eingehend ausgeleuchtet zu haben. Die Stärke des Romans liegt nicht zuletzt darin, dass sich der Autor von einer eindeutig interpretierbaren ideologischen Richtung frei gemacht hat.

Über den Autor
Robert Hugh Benson war ein Konvertit. Geboren am 18. November 1871, gestorben am 19. Oktober 1914. Zunächst zum anglikanischen Priester geweiht, tritt er 1903 in die katholische Kirche ein und lässt sich im folgenden Jahr dort erneut zum Priester salben. Auch wenn der Übertritt und die Priesterweihe eines der drei Söhne des Oberhauptes der Anglikanischen Kirche naturgemäß im katholischen Lager kurz nach der Jahrhundertwende für enorme Begeisterung sorgte, Benson selbst blieb in der katholischen Kirche ein Außenseiter. Während seiner Zeit in Rom, schreibt er immer wieder verwundert nach Hause, mit welcher Leichtigkeit er an einem Abend mit dem Klerus zu Tisch sitzt, nur um am nächsten Abend genauso vergnügt mit dessen heftigsten Kritikern zu speisen.

Er war enorm erfolgreich, als Priester genauso wie als Autor. Ihm gelang die Renaissance der katholischen Literatur in England, die unter dem puritanischen Geist der viktorianischen Jahre verloren gegangen schien. Nur war er eben immer mehr als nur ein katholischer Autor. Benson schrieb in seinem kurzen Leben zahlreiche Romane, Geistergeschichten, Glaubensschriften und Theaterstücke. Zu seinen literarischen Vorbildern gehörte auch der Sozialist und Science-Fiction Autor H.G. Wells. Sein persönliches Netzwerk umfasste seinerzeit weit mehr als Kleriker. Zu seinem Kreis gehörten schillernde Gestalten wie der bekennende Homosexuelle Frederick Rolfe. Mit ihm tauscht Benson eine Zeit lang beinahe täglich leidenschaftliche Briefe aus. Rolfe ist es auch, der Benson auf das Grundthema des „Herrn der Welt“, säkularer Sozialismus und die Ankunft des Antichristen, bringt. „Herr der Welt“ ist vielleicht eines von Bensons persönlichsten Werken. In ihm wird der Autor greifbar in seinen Zweifeln an der Moderne und der Faszination für ihre Möglichkeiten.

Weiter Infos

Lord of the world (1908)
von Robert Hugh Benson
bearbeitet und übersetzt von Christoph von Zastrow
mit einem Vorwort von Jürgen Eglseer

 

[Rezi] Die Vergessenen (Armageddon, die Suche nach Eden – Band 2)

Autor:D.J. Franzen

Verlag: Begedia

Format: broschiert, 120 Seiten

Veröffentlicht: Mai 2012

ISBN 13: 978-3943795226

Preos: 5,95 €

von: J. Egiseer / fictionfantasy.de

Im zweiten Band von Franzens Zombie-Reihe „Armageddon, die Suche nach Eden“ wechselt der Schauplatz und die Zeitebene. Die Geschichte beginnt etwas vor den Ereignissen von Band 1, der Protagonist Martin muss den Verlust seiner Freundin durch die epidemische Krankheit, die in Deutschland grassiert, erleiden. Traumatisiert macht er sich auf dem Weg durch das apokalyptische Köln und versucht, seine Freundin medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Jedoch wird er auch in einem Notkrankenhaus enttäuscht – die Freundin wird pragmatisch als tot erklärt, er selbst erleidet einen Nervenzusammenbruch und erwacht schlussendlich in einem Krankenbett. Der Leser erkennt schnell, dass die Ärzte Martin als besonderes Individuum erachten, denn offensichtlich ist er gegen die Krankheit immun. Warum das so ist, ist Gegenstand der Forschung an dem jungen Mann. Doch als eines Tages seine Sedativa zur Neige gehen, erwacht er in einem verlassenen Stützpunkt. Auf seine Rufe hin geben sich dann lediglich ein paar Kinder zu erkennen, die sich hier zurückgezogen haben. Sowohl Martin als auch die Kinderschaar teilen eine körperliche Besonderheit. Und ihr Schicksal ist mit dem der Welt weitaus mehr verbunden, als der Leser zu Beginn des Romanes erahnen mag…

Grenzwertig! Denn Franzen wendet sich genau der Story-Schiene zu, die ich schon bei Band 1 befürchtet habe. Nach dem Tod und der anschliessenden Wiederauferstehung Franks als Handlanger des Satans, arbeitet der auch äußerlich verunstaltete Mensch unentwegt daran, der Gruppe um Martin, Sandra und dem Priester Stark sowie den Kindern Schaden zuzufügen. Aber entweder ist die Macht des Satans nicht sonderlich groß, oder Frank ist nicht der geeignete Heeresführer – denn die Attentatsversuche im zweiten Band können keinesfalls den Apokalypsen-Erfahrenen Rezensenten hinter dem Ofen vorholen. Ein paar wackelige Zombies auf eine ebenso wenig klug agierende Gruppe zu hetzen ist nicht der Weisheit letzter Horror-Schluss. Entweder Franzen kann hier mehr in Richtung Schocker bringen – oder er schildert eine mehr komplexere Geschichte rund um das offensichtliche Duell zwischen Satan und Gottes Vertreter. Zumindest der zweite Band war hier zu zahm und zu oberflächlich.

[Rezi] Gottes letzte Kinder (Armageddon, die Suche nach Eden – Band 1)

Autor: D.J. Franzen

Verlag: Begedia

Format: broschiert, 136 Seiten

Veröffentlicht: März 2012

ISBN 13: 978-3943795219

Preos: 5,95 €

von: J. Egiseer / fictionfantasy.de

Jipiee! Zombies in Deutschland! Ein Setting, das bei mir sofort Begeisterung hervorruft, denn amerikanische Großstädte wurden von unzähligen Untoten ebenso unzählige Male niedergebrannt und überrannt. Nach der Comicreihe „Die Toten“ nun auch eine Romanreihe, die in deutschen Gefielden spielt. D. J. Franzen veröffentlichte die Geschichte primär als eBook, bis der Begdia Verlag begann, die auf zwölf Bände ausgelegte Reihe auch als Taschenbuch heraus zu geben.

Doch worum geht es? Franz lebt in Köln und ist einer der wenigen Überlebenden einer Zombieepidemie. Gerade durch sein vor- und umsichtiges Verhalten kann er sich einige Male retten. Nach und nach begreift er, das die Zivilisation, so wie er sie kannte, zusammengebrochen ist. In seinem Haus legt er zahlreiche Vorräte an und verbarrikadiert sich gegen die Übergriffe der „Reanimierten“. Eines Tages jedoch, auf der Suche nach weiteren Ausrüstungsgegenständen in der Innenstadt Kölns, trifft er auf Sandra. Diese begegnet ihm mit einigem Mißtrauen, jedoch nach und nach fassen sie Vertrauen zueinander. Die junge Frau, die früher als Erotikdarstellerin arbeitete, hat sich in einer ehemaligen Notunterkunft eingerichtet und besitzt auch ein leidlich funktionierendes Funkgerät. Frank kann das Gerät in Betrieb nehmen und wird sogleich konfrontiert mit den Hilferufen einiger Kinder, die in einem Keller eingeschlossen wurden und von Zombies bedroht werden. Während Frank sofort Vorbereitungen trifft, die Kinder zu retten, ist sich Sandra nicht sicher. Irgendetwas ist falsch hier.
Trotzdem schliesst sie sich Frank auf seiner Mission an. Unterwegs treffen sie auf den sehr exzentrischen Pfarrer Patrick Stark, der sich auf einem Motorad durch Köln bewegt und mit einem Morgenstern bewaffnet, gegen die Zombies kämpft. Auch Stark schliesst sich der Gruppe an. Doch alle Beteiligten wissen nicht, das sie nur Schachfiguren auf einem Spielbrett höherer Mächte darstellen – und all ihre Züge vorausgesehen werden…

Hin- und hergerissen ist man von Franzens ersten Band der Armageddon-Reihe. Das Setting ist allein schon aufgrund der heimischen Begebenheiten mitreissend, die Charaktere sind durchwegs überzeugend geschildert und einprägsam. Zwar wirken alle Beteiligten etwas klischeehaft (gut gebaute Pornodarstellerin, stiller Held, wütender Pfarrer), aber was solls. Etwas Schwierigkeiten habe ich persönlich mit der Einbeziehung mystischer und übernatürlicher Kräfte in das Grundsetting einer Zombie-Epidemie. Das kann gut gehen, wird es aber meistens nicht. Wie schon vergangene Romanreihen zeigten (z.B. Stadt der Untoten), führt das übernatürliche Element, das vermengen von Untoten mit biblischen Kämpfen zwischen Gott und Satan, zu kitschigen und klischeehaften Auswüchsen. Natürlich kann das auch gut werden, zum Beispiel konnte Michael McBride in seiner God´s End-Trilogie mit einem ähnlichem Konzept wie D.J. Franzen Begeisterungsstürme hervorrufen. Insofern bin ich gespannt, ob die Reihe mich überzeugen kann. Der erste Band ist ein guter Beginn und lässt das Interesse auf mehr wachsen. Zumal Franzen auch stilistisch überzeugt.
Zombies in Deutschland – zumindest im ersten Armageddon-Band eine unterhaltsame Genre-Mischung.

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