[Rezi] Andymon

Autor: Angela & Karlheinz Steinmüller Verlag: Shayol Verlag, Seiten: 306, Erschienen: 2004, Preis: 14,90 Euro, ISBN: 978-3-926126-33–7,

von: Würfelheld

Dieses Buch sorgte 1982 bei seiner Erstveröffentlichung für viel Aufsehen, zu mindestens in der damaligen DDR. Andymon schaffte es, das viele Leser unvoreingenommen das Genre Science-Fiction betrachteten und sich diesem öffneten. Weiterhin gilt Andymon als beliebtester utopischer Roman der DDR.

Die endlosen Weiten des Alls beherbergen seit unzähligen Jahren ein Schiff der Erbauer, welches um das Jahr 2000 auf seine Reise geschickt wurde. Dieses Schiff beginnt nach einiger Zeit der Reise, die ihm vorgegebenen Programme durchzuführen und setzt somit die Entstehung einer neuen Zivilisation in Gange. Als erstes werden die Inkubatoren, Zeugungs- und Brutkammern, für die Erstgeborenen in Betrieb genommen und nach knapp achtzehn Monaten ist die erste Gruppe von Neugeborenen „fertig“. Die Säuglinge werden in die Obhut von Guros und Rammas gesteckt und in von diesen Robotern nach besten Wissen und Programmvorlagen auf einem Deck des Schiffes behütet und erzogen. Die Inkubatoren sorgen in dessen weiterhin dafür das alle anderthalb Jahre die nächste Gruppe Neugeborene nachwächst.

Die Erziehung und Unterrichtung der Kinder verlauft auf spielerische Art und Weise. Den Kindern werden dabei immer wieder ihre Grenzen aufgezeigt, aber auch die Lösungen.

Nach einigen Jahren und etlichen weiteren entstandenen Generationen werden die älteren mit dem restlichen Schiff und den damit verbundenen Computern, Steuereinheiten, Landern usw vertraut gemacht. Dabei wird ihnen auch zum ersten mal ihr genaues Ziel benannt, welches sich aber im laufe kürzester Zeit ändert.

Als dann schließlich fast zehn Generationen das Schiff bewohnen ist Ihr neuer Heimatplanet, Andymon erreicht und man beginnt damit diesen vorzubereiten, zu erobern und zu bevölkern.

 

FAZIT:

Andymon zeigt sehr gute Ansätze, verweist bei diesen auch immer wieder auf die heutige Gesellschaft und hinterfragt diese auf eine spielerisch kindliche Art und Weise. Allerdings liest sich der Roman, teils auch durch seinen Verfall in Fachbegrifflichkeiten sehr zäh. Die Autoren bieten viele gute Ansätze, greifen diese aber nicht richtig auf oder es wird zu vorhersehbar.

Alles in allen ein Roman den man lesen kann – aber nicht muß!

 

3 von 5 Sternen