[Rezension] Warcraft: The Beginning – Hinter den Kulissen

Autor: Daniel Wallace
Übersetzung: Diana Bürgel
Verlag: Zauberfeder Verlag
Format: quadratisches Hardcover, Wendecover
Seitenzahl: 168
Erschienen: Mai 2016
ISBN: 978-3938922699
Preis: 39,90 Euro

von: kris

Zu den ersten und mittlerweile auch legendären Online-Games, bei denen die Spieler in gewisser Weise auch das Schicksal der Welt mitgestalten konnten und durch unzählige Erweiterungen in neue Facetten ihres Universums eintauchten, gehört „World of Warcraft“. Da der Erfolg ungebrochen ist, entschieden sich die Macher dazu, die Bildgewalt des Spiels auch einmal in einen Film umzusetzen und so entstand „Warcraft: The Beginning“, den man auch als idealen Einstieg in die Welt verwenden kann. „Hinter die Kulissen“ blickt nun das Buch aus dem Zauberfeder Verlag

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[Brettspiel-Rezension] Firefly – Das Spiel

Autor: Aaron Dill, John Kovaleski, Sean Sweigart
Verlag: Heidelberger Spieleverlag
Spieleranzahl: 1-4
Alter: ab 13 Jahren
Spieldauer: 120 Minuten
EAN: 4015566032668
Preis: 49,95 Euro

von: Quack-O-naut

Wahre Nerds kennen sie alle, die berühmte aber leider viel zu früh abgesetzte Science-Fiction Serie von Kultregisseur Joss Whedon mit dem wohlklingenden Namen „Firefly“.

Was habe ich diese Serie geliebt und immer wieder angesehen, wenngleich es nur eine Staffel gab.

Da erfüllt es mich mit Freude dass der Heidelberger Spieleverlag die deutsche Version des Brettspieles in die Läden gebracht hat. Als eingefleischter Firefly Fan kann man sich die Chance nicht entgehen lassen sich das ganze zuzulegen. Ich hoffe meine hohen Ansprüche werden nicht enttäuscht. Also los geht’s …

Klappentext:
„Nachdem wir die Erde verbraucht hatten, fanden wir ein neues Sonnensystem: Hunderte neue Erden bereit für Terraforming und Kolonisierung. Die Planeten im Zentrum gründeten die Allianz und entschieden, dass sich die anderen Welten ihnen anschließen müssten. Diesem stimmten nicht allen zu. Nach dem Krieg zogen sich viele Browncoats, die gekämpft und verloren hatten, vom Zugriff der Allianz in die Randsysteme zurück. Hier draußen mussten wir mit dem Nötigsten auskommen: ein Schiff, um Arbeit zu finden, eine Waffe, um das Schiff zu behalten das Ziel eines Captains war einfach: Finde eine Crew, finde einen Jon, flieg weiter.“

– Shepherd Derrial Book

Finde eine Crew
Fliege zu den unterschiedlichen Orten, such dir die beste Crew und die beste Ausrüstung zusammen. Besorge die zusätzliche Upgrades, die deine Forefly einzigartig machen – und besser gerüstet für kommende Aufgaben.

Finde einen Job
Nutze deine Kontakte auf beiden Seiten des Gesetzes, um dringend benötigte Aufträge zu finden und dir einen Namen als erfolgreicher Kapität zu machen. Versuche, moralisch zweifelhafte Aufträge zu umgehen – oder nimm, was du kriegen kannst. Erledige den Job und du wirst bezahlt.

Flieg weiter
Weiche blutrünstige Reavern aus und umgehe Allianz-Patrouillen, während du bei deiner Reise durch das ‚Verse versuchst, deine Crew sicher und dein Schiff intakt zu halten. Die anderen Kapitäne werden vielleicht versuchen dir deine Crew abzuwerben oder dich an die Allianz auszuliefern.

Willkommen im ‚Verse.

Zum Inhalt:
Die Box hat es in sich, was man sofort bemerkt, wenn man den Spielkarton zum ersten Mal in die Hand nimmt. Wenn man die Box dann öffnet wird man von der schieren Anzahl und Vielfalt des Materials erst einmal erschlagen. Denn da haben wir:

20150718_1722165×25 Ausstattungskarten, 5×25 Job-Karten , 40 Allianz-Kurs-karten , 40 Grenz-Kurs-Karten, 40 Provokation-Karten, 12 Start-Karten. 5 Schiffs-Karten, 150 Spielgeld-Scheine, 6 Story-Karten, 2 Würfel, 5 Firefly-Spielfiguren, 1 Spielfigur: Allianz-Kreuzer, 1 Spielfigur: Reaver-Schiff, 7 Stellfüße für die Spielfiguren, 1 Spielplan (faltbar), 1 doppelseitige Allianz/Reaver Kontaktkarte, 20 Verärgert-Marker, 13 Steckbrief-Marker, 28 Passagier-/Flüchtling-Marker. 40 Fracht-/Schmuggelware-Marker, 44 Treibstoffmarker, 20 Ersatzteile-Marker, 1 Dinosaurier-Marker

Das Spiel:
Unabhängig von der jeweiligen Mission geht es im Spiel darum mit seinem Schiff (einer Firefly) durch das ‚Verse“ zu reisen, dabei möglichst den Reavern und der Allianz aus dem Weg zu gehen und Jobs erfolgreich abzuschließen um sich und seine Crew zu ernähren und das Schiff am Laufen zu halten.

20150810_134025Dabei gilt es eine Reihe von Regeln und Gesetzmäßigkeiten zu berücksichtigen, ganz so wie im normalen Leben. Ihr müsst mit der Ladekapazität und den Treibstoffreserven des Schiffes hantieren, die Fähigkeiten Eurer Crew nutzen, aber auch darauf achten deren Moralvorstellungen und Zufriedenheit im Auge zu behalten um zu verhindern das diese sich abwerben lassen. Habt ihr euren Captain sauer gefahren, kann es sein das er mal eben die gesamte Crew feuert, als sollte auch er nicht vernachlässigt werden.

Empfehlenswert ist es für Einsteiger auf jeden Fall die „Einstiegsmission“ zu spielen in der ihr gerade stolzer Besitzer eurer Firefly geworden seid und nun eine Crew und Jobs annehmen müsst um den Kaufkredit für das Schiff abzuzahlen und Euren Ruf aufzubessern.

Sollten die nachfolgenden Regeln am Anfang eventuell etwas kompliziert oder unverständlich erscheinen, werdet ihr schnell feststellen, dass diese wohl durchdacht sind.

Die Regeln / Der Ablauf:
Für wirklich jede Aktion inkl. für das Festlegen welcher Spieler sich als erstes Schiff und Crew aussuchen darf und wer den ersten Zug macht gibt es entsprechende Regeln.

Der Spieler, der gerade am Zug ist kann zwischen vier Aktionen wählen, wobei er zwei Aktionen pro Runde ausführen darf. Jedoch jede Aktion nur einmal pro Runde genutzt werden kann. Dies sind die Aktionen Flug, Kaufen, Deals und Arbeit. Sie bilden praktisch den Kern des Spiels und alle Spielmaterialien hängen mit diesen Aktionen zusammen. Betrachten wir zum Beispiel den Flug, so kann der Spieler zwischen den beiden Modi Schleichfahrt und Vollspeed wählen. Bei Schleichfahrt darf der Spieler seine Firefly nach Belieben genau einen Sektor weit bewegen, das dauert länger als bei Vollschub hat allerdings den Vorteil das man weder Treibstoff verbraucht noch Kurskarten ziehen muss. Entscheidet sich der Spieler für Vollschub, so kann er die volle Zugreichweite seines Schiffes über mehrere Sektoren hinweg nutzen, wodurch er zwar schneller am Ziel ankommt, allerdings Treibstoff aus seinen Beständen verbraucht und gezwungen ist Kurskarten zu ziehen. Die Kurskarten können unliebsame Überraschungen mit sich bringen, je nachdem ob ihr im Allianzraum oder in den Randsektoren seid, müsst ihr eine entsprechende Kurskarte vom jeweiligen Stapel ziehen.

20150718_172630Ähnlich komplex geht es mit den anderen Aktionen Kaufen, Deals und Arbeit weiter. Bei Kaufen ist die Ladekapazität des Schiffes, Euer Bargeld und der Ort an dem ihr Einkauft entscheidend.

Bei Deals sind es eure Kontakte und euer Ruf, den ihr euch im Laufe des Spiels erarbeitet oder verliert.

Bei Arbeit geht es darum die angenommenen Jobs, welche Euch eure Kontakte vermittelt haben zu erfüllen, wobei hier die Fertigkeiten und Charaktereigenschaften Eurer Crew entweder hilfreich sind oder Probleme bedeuten.

Wo wir gerade bei den Fertigkeiten sind, diese haben natürlich Einfluss auf die Proben, welche viele der Karten bei der Abarbeitung eines Jobs verlangen. An Fertigkeiten wird zwischen Kampf, Technik und Verhandeln unterschieden wobei Fertigkeiten nicht nur die Charaktere sondern auch Ausrüstungsgegenstände besitzen. Die Anzahl der Fertigkeitspunkte wird durch ein entsprechendes Symbol auf den Karten dargestellt. Proben lassen sich ganz einfach durchführen. Ist für eine Probe eine gewisse Fertigkeit von Nöten so werden alle vorhandenen Punkte/Symbole auf den zur Verfügung stehenden Karten zusammengezählt, anschließend mit einem der beiden Würfel gewürfelt und das Ergebnis zusammengezählt. Auf den jeweiligen Karten ist vermerkt welcher Minderwert für die Erfolgreiche Probe nötig ist und was passiert, wenn man diese Anzahl an Punkten nicht zusammen bekommt.

Das Spiel bietet noch einige Besonderheiten, welche dem Spannungsfaktor im Spielerlebnis weiter steigern. Normale Jobs wie Passagiertransport von einem Planeten zum anderen sind wenig lukrativ bringen aber selten Probleme mit sich. Wollt ihr mehr Geld absahnen, so greift ihr zu illegalen Jobs. Allerdings gibt es hier einiges zu beachten. So bringen illegale Jobs mit sich das ihr öfters mal provozieren müsst, was zwangsläufig zu Proben führt und einem Besatzungsmitglied ganz schnell das Leben kosten kann. Zudem sind nicht alle Mitglieder rurer Crew begeistert, wenn ihr illegale Jobs annehmt wodurch sie schnell verärgert sind und die Gefahr besteht das sie von anderen Kapitänen abgeworben werden. Sollte bei einer der gesetzlosen Jobs gar euer Captain sterben oder ihr ihn mehr als einmal verärgern, so werden alle Besatzungsmitglieder entlassen und ihr müsst euch neue suchen.

Es gibt noch sehr viel mehr Regeln, doch die hier alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, es genügt wohl zu sagen das sie dafür sorgen, dass das Spiel die richtige Würze behält und nicht langweilig werden kann.

Mein Fazit:
Anfänglich noch etwas mit dem Regelwerk am Hadern, kommt man recht schnell ins Spiel und die Mechanismen rein und muss nicht mehr groß nachlesen was zu tun ist. Die anfänglich etwas unübersichtlich erscheinende Fülle an Spielmaterialien relativiert sich recht schnell, da wirklich jedes einzelne Teil seinen Sinn hat. Auch der Dino Marker, welcher bei Nichteingeweihten für Verwirrung sorgen dürfte. Hier wurde eine gute Balance zwischen umfangreicher Ausstattung und Handling gelegt. Einzig der Tisch auf dem das Ganze ausgetragen wird sollte ausreichend groß sein. Ein Standard-Couchtisch ist dafür definitive eher zu klein dimensioniert.

Die Auswahl der Materialien ist Spiel und Preis angemessen. Vollfarbig, zweiseitig bedruckter, mehrlagiger Karton, Gut unterscheidbare, recht robuste Spielfiguren, Karten und Würfel, sowie Marker runden das ganze ab.

Am Anfang war ich etwas verwirrt warum auf dem Karton steht 1-4 Spieler, wo doch fünf Spielfiguren im Karton sind. Nach ein wenig Recherche kam ich dahinter. Die englische Version ist für vier Spieler ausgelegt und man kann als Minierweiterung die Artful Doger, dazukaufen. In der deutschen Deluxe Version ist das Schiff bereits enthalten.

Das Design der Serie wurde sehr gut eingefangen und kann mit kleinen Details überzeugen. Da bei diesem Spiel kein Spielleiter benötigt wird, kann man auch alleine Spielen, allerdings macht es deutlich mehr Spaß mit mehreren Leuten zu spielen und zu schauen wer das Wettrennen bei der Erfüllung des Gesamtaufgabe macht.

Sehr gefallen hat mir das Regelsystem. Einfach genug um es schnell zu verinnerlichen, aber komplex genug um für Spannung und Abwechslung zu sorgen. Dass das Regelsystem hervorragend ausbalanciert ist merkt man schon direkt am Anfang, denn der Spieler der sich als erstes Schiff und Crew auswählen darf, ist der letzte der seinen Zug in der Runde machen darf. Auf diese Weise wird der Umstand ausgeglichen das der Erstauswähler die größere Auswahl an Crewmitgliedern und Ausrüstung hat, denn die anderen Spieler dürfen dafür eher loslegen.

Ich war in der Testrunde sehr überrascht wie viel Spaß schon die „Einführungsmission“ gemacht hat. An den Gesichtern meiner Mitspieler konnte ich deutlich ablesen, dass auch sie viel Spaß am Spiel hatten.

Ich freue mich schon auf die nächste Runde und werde mir bestimmt auch die Erweiterung „Schwerelos“ zulegen.

Meine Wertung:
5 von 5 Fireflys

[Rezension] Soldierboy

Autor: Joe Haldeman
Verlag: Mantikore Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 561
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-939212-57-7
Preis: 12,95 €

von: Würfelheld

Na ein weiterer Haldeman der in meine Finger wandert und die Hoffnung schürt, das man in ein geniales Kopfkino wie bei „Der ewige Krieg“ entführt wird. Also auf geht’s ins Jahr 2043.

Klappentext:
SOLDIERBOY – Joe Haldemans mehrfach preisgekrönter Klassiker „Forever Peace“ in neuer Übersetzung. Das Jahr 2043. Ein Nuklearkrieg hat unfassbare Zerstörung über die Menschheit gebracht. Die Kämpfe werden dennoch unerbittlich fortgesetzt. Den Krieg führen mental gesteuerte Kampfmaschinen – sogenannte „SOLDIERBOYS“. Der Soldat Julian Class steuert einen solchen “SOLDIERBOY” und erlebt das Grauen des Krieges als verstörenden Livestream. Die junge Wissenschaftlerin Amelia Harding will diesem Horror ein Ende setzen. Bald wird Sie eine Entdeckung machen, die das gesamte Universum Jahrtausende zurückwerfen könnte. Ein Neuanfang für die gesamte Menschheit wäre zum Greifen nah… Gewinner des Hugo Award 1998 Gewinner des Nebula Award 1998 Gewinner des John W. Campbell Award 1998

Zum Inhalt:
Wir befinden uns im Jahr 2043, wo die westliche Allianz seit nunmehr sechs Jahren einen unerbittlichen Kampf gegen die Rebellen führt. Dieser Krieg ist getrieben durch die Gnadenlosigkeit der Ökonomie. Die Allianz nimmt für sich mehr oder minder in Anspruch zu entscheiden, wer Zugang zu Nahrungsmitteln und Technologie erhält. Unser Held Julian lebt und kämpft für die Allianz, wobei man ihn locker als Teilzeitsoldierboy bezeichnen könnte, denn die Allianz hat es aufgrund ihres Technikverständnisses und Fortschritts geschafft diesen Krieg, mit Roboter zu führen. Während des Dienstes steuert Julian, einen dieser Kampfroboter in der Schlacht, während er in seiner „Freizeit“ seiner Berufung als Universitätsdozent nachgeht.
In dieser Funktion gibt es ein entscheidendes Experiment, welches Julia einiges abverlangt hat bzw. Schuld auf seine Schultern legt. Als eine neue Partnerin in sein Leben tritt und diese ihn animiert sich mit dem Experiment und den damit verbundenen, möglichen Konsequenzen auseinanderzusetzen, erkennt er was wirklich dahinter steckt. Diese Erkenntnis erweist sich für Julian bald als größte Herausforderung seines Lebens, denn das ach so ungeliebte, sogar verhasste Projekt könnte die Rettung für die gesamte Menschheit bedeuten. – Das Ende des Krieges. Wenngleich sein Handeln vielen Menschen das Leben kosten könnte, steht für ihn fest das es das Richtige ist und die Opfer für das Leben der gesamten Menschheit unvermeidlich sind.

Mein Fazit:
Deckel zu, unterhalten gefühlt! So kurz könnte man es einfach und simpel zusammenfassen. Allerdings würde man damit diesem Buch nicht gerecht werden. Denn was einem hier zwischen den Deckeln erwartet ist in einigen Aspekten, wie etwa Überwachung oder Technik immer noch tagesaktuell und hat somit an Reiz nicht verloren. Haldeman verpackt alles geschickt in eine nahe Zukunft, welche die klaffende Gesellschaftsschere von heute, ins extreme weiterspinnt und somit zwei Fraktionen erschafft, die sich erbitterter nicht gegenüberstehen könnten.
Das einzige was ein wenig aufstößt ist das vom Verlag gewählte Taschenbuchformat. Dieses ist eindeutig zu klein.

Meine Wertung:
4 von 5 Soldierboys

[Hobbit] Versicherung berechnet Schadenssumme

Zugegeben, in „Der Hobbit“ gibt es einiges an Schäden, wie etwa eine brennende Burg, zu sehen. Aber ist das Grund genug um sich dran zubegeben, die Gesamtschadenssumme auszurechnen?

Für einen Allianzer schien das auszureichen.

Naja aus meiner Sicht, ein guter Marketing-Gag der Allianz!

Hier der Focus Online Bericht.

Der offizielle Allianz Bericht