[Rezi] Falsche Götter – Der Grosse Bruderkrieg 2

Autor: Graham McNeill

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 448 Seiten

Erschienen: 2009

ISBN: 978-3-453-52558-0

von: Jaguarrr

Der zweite Teil, welcher den Leser in die Zeit des Großen Kreuzzugs führt, stammt aus der Feder von Graham McNeill.

Zum Inhalt:

Wieder folgen wir Hauptmann Garviel Loken in seine Kämpfe an der Seite von Kriegsmeister Horus. Den Anfang der Geschichte macht jedoch Petronella Vivar, ein ambitionierten Sprössling einer Adelsfamilie von Terra. Sie wird die persönliche Memoratorin von Horus. Loken tritt mit Ignace Karkasy in Kontakt. Der Dichter soll Erebus, einem Ordenspriester der Word Bearers, einschätzen. Loken betrachtet den Einfluss den der Word Bearer auf Horus hat mit Sorge. Erebus ist mit Nachricht bei der Flotte des Kriegsmeisters eingetroffen die auf Davin, einem Planeten den die Sons of Horus vor Jahren in das Imperium eingegliedert hatten, die imperialen Truppen rebellieren. Horus, der damals noch nicht der Kriegsmeister war, betrachtet es als einen Angriff auf seine Ehre und übergeht die Einwände seines Mournivals selbst die Speerspitze anzuführen die den Aufstand niederschlagen soll.

Auf Davin wird die gesamte Macht der 63. Expeditionsflotte abgesetzt und rückt durch einen unnatürlichen Sumpf vor. Sie werden von animierten Leichen der zurückgelassenen Truppen überrascht und angegriffen. Nach heftigen Kämpfen erreichen sie das niedergegangene Kommandoschiff der Besatzungstruppen das erst als Basis vermutetet wurde. Horus und seine Speerspitze dringen in das Schiff ein um die Sache endgültig zu regeln. Im Schiff wird Horus von seinen Astartes getrennt und steht Eugan Temba, dem Kommandanten der Besatzungstruppen allein gegenüber. Dieser ist vom Chaos verdorben und so selbst für den Primarchen eine Gefahr, er schafft es Horus schwer zu verwunden bevor er niedergestreckt wird. Horus Verletzungen sind so schwer, dass er ihnen zu erliegen droht und die Sons of Horus sind sich uneins ob sie Erebus Vorschlag folgen sollen Zauberei zu nutzen um das Leben des Primarchen zu retten.

Mein Fazit:

Ich muss sagen das mir der zweite Teil bei weitem mehr Spaß gemacht hat als der Erste. Ohne Kenntnisse aus dem ersten Teil wird man sich allerdings etwas verloren vorkommen. Positiv fällt auf, das es mehr Kapitel gibt. in denen auf andere Charaktere eingegangen wird (und das diese Kapitel auch wichtig sind). Ich habe das Buch nie weggelegt weil mir langweilig wurde.

Die tragischste Gestalt in diesem Buch ist wohl Primarch Magnus, welcher versucht Horus vor einem schrecklichen Fehler zu bewahren, als dieser dem Heilungsritual unterzogen wird. Ich bin jetzt schon interessiert was weiterhin im Zyklus passiert.Graham McNeill macht die Trilogie mit dem zweiten Teil interessanter.

Meine Bewertung:

4,25 von 5 Lupercals

Weitere Infos:

Buchseite beim Verlag

[Rezi] Aufstieg – WH40K – Der Große Bruderkrieg 1

Autor: Dan Abnett

Verlag: Heyne

Format: broschiert, 448 Seiten

Erschienen: 209

ISBN 13: 978-3-453-52535-1

von: Jaguarrr

Dan Abnett nimmt uns in die grimmige und dunkle Zukunft des 41., äh, 31. Milleniums zu Zeiten des Grossen Kreuzzuges im Warhammer 40k Universum mit. Das Cover zeigt uns Luna Wolves die auf eine Befestigung zustürmen.

Zum Inhalt:

Den größten Teil der Ereignisse schaut der Leser Garviel Loken über die Schulter. Die Geschichte beginnt auf der Welt 63-19, die in das Imperium eingegliedert werden soll. Auf Terra wurde die Entscheidung getroffen das die Legionen der Astartes von so genannten Memoratoren begeleitet werden sollen. Memoratoren sind Poeten, Dokumentaristen und Fotografen deren Aufgabenbereich eher an Barden als an Kriegsberichterstatter erinnert. Loken ersetzt Hastur Sejanus, welcher auf 63-19 fiel, im Mournival. Als einer von vier Astartes dient er nun Kriegsmeister Horus als Berater, Ratgeber und auch politisches Instrument. Auf 63-19 ist die Imperiale Armee derweil damit beschäftigt die Eingliederung zu vollenden und hat Schwierigkeiten in den Flüsterspitzen, einer Gebirgskette. Horus entsendet Loken und die 10. Kompanie um die Sache zu beenden. Es endet allerdings damit das sich Sergeant Xavyer Jubal verwandelt und gegen seine Waffenbrüder wendet. Nur mit großer Mühe und unter vielen Verlusten konnte Jubal besiegt werden.

Bestürzt und im Glauben in seinen Pflichten versagt zu haben kehrt Loken mit seiner Kompanie zur Flotte zurück. Horus eröffnet Loken in einem privaten Gespräch was Jubal dazu gebracht hat sich gegen seine Brüder zu wenden und auch um Loken zu versichern, das er keineswegs versagt hat. Doch was hat dieses Medallion zu bedeuten das Loken beim Ausräumen von Jubals Räumlichkeiten findet?

Mein Fazit:

Loken als Hauptcharakter gefällt mir sehr gut, es ist gleichzeitig schade und interessant das man fast nur seinen Erlebnissen folgt. Man hat das Gefühl man verpasst viele wichtige Ereignisse die sich im Hintergrund abspielen. Die Wahl die Geschichte aus der Ich-Perspektive zu erzählen hätte diesem Abhilfe geschaffen. So wirkt das Kapitel (1. Teil, 5. Kapitel) in dem der Leser Ignace Karkasy, einen Poeten der Memoratoren, verfolgt wie ein misslungener Versuch einen anderen Blickwinkel der Geschichte zu erzählen. Alles was ich aus diesem Kapitel mitnahm ist das die Bewohner von 63-19 nicht besonders glücklich über ihre zerbombte Stadt sind und das Memoratoren die besoffen durch die Straßen ziehen und über die Vergänglichkeit von allen Dingen ,auch dem Imperium, lamentieren von imperialen Gardisten todgeprügelt werden. Ein Kapitel das ich als überaus irritierend empfand bis zu dem Zeitpunkt als Ignace Karkasy später wieder auftauchte. Ich dachte mir „Oh. Er lebt… Warum? Wozu? Was soll dieses Kapitel?“

Die Einblicke in die Zeit als alles noch in Ordnung war, naja… relativ in Ordnung, ist interessant. Lokens Abenteuer weiterzuverfolgen wird mir Spaß machen, auch wenn er wohl ein tragisches Ende haben wird.

Die deutsche Übersetzung ist korrekt, wobei das nicht immer eine gute Sache ist. Battlebrother mit Schlachtenbruder zu übersetzen ist… korrekt, hat aber nicht den gleichen eindeutigen Klang wie Waffenbruder. Schlachtenbruder klingt so nach Metzgerei Horus & Söhne. Wenn (und ich sage WENN) man Titel, Ränge und Eigennamen übersetzt so sollte stimmungsvoll übersetzt werden, 1-zu-1-Übersetzungen werden häufig ungewollt komisch. Ja, dieser Absatz richtet sich an den Verlag.

Das Buch liest sich gut und ist dahingehend geschickt das ich weitere Bände lesen möchte. Es fixt an und das ist was ein erster Band einer Reihe tun sollte.

Meine Bewertung:

3,25 von 5 verprügelten Memoratoren

[Rezi] Warhammer 40K Deathwatch – Der Imperator beschützt

Verlag: Heidelberger Spieleverlag

Format: Hardcover, 176 Seiten

ISBN 13: 978-3-942857-06-2

Preis: 34,95 €

von: Jaguarrr

Der Imperator beschützt ist ein Abenteuerband für Warhammer 40K Deathwatch. Das Buch kommt im üblichen Hardcover daher. Die Verarbeitung der Buchbindung verspricht stabil zu sein. Das Cover zeigt einen Space Marine.

Zum Inhalt:

Nach dem Inhaltsverzeichnis kommt eine Einleitung die einen kurzen Abriss über die drei Abenteuer in diesem Band bietet. Neben dem Hintergrund der Kampagne und der einzelnen Abenteuer, sind auch Ratschläge wie sich diese in eine laufende Kampagne einbinden lassen, genauso wie Erklärungen zu optionalen und bedingten Begegnungen enthalten. Ebenfalls sind auch die wichtigsten Gegenspieler kurz beschrieben.

Allgemeines zu den einzelnen Kapiteln/Missionen

Der Aufbau der einzelnen Kapitel folgt einem Schema. Einer Übersicht für den SL über die Lage und Ereignisse die im Laufe des Abenteuers stattfinden werden, ein Abriss über Konsequenzen innerhalb des Abenteuers und den folgenden. Eine Hinweis-Box gibt Auskunft wie man das Abenteuer allein stehend leiten kann. Danach folgen die einzelnen Akte des Abenteuers beginnend mit der Einsatzbesprechung für die Waffenbrüder inklusive einer Auflistung der Missionsziele und damit einhergehende Requirierungspunkte. Vorzulesende Abschnitte sind in weiß unterlegten Boxen formatiert. Eingestreut an den richtigen Stellen sind Hinweis-Boxen zu wichtigen Personen, Orten und Handouts.

Ab und an finden sich die so genannten optionalen Begegnungen die an bestimmten Zeitpunkten eintreffen können in den Abenteuern wieder. Diese können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Verlauf des Abenteuers haben und sind für das Erreichen der Primärziele nicht unbedingt erforderlich.

Im Abenteuer-Epilog finden sich Ideen für weitere Missionen mit direktem Bezug auf das gerade abgeschlossene Abenteuer wieder(z.B. wenn es nicht ganz so erfolgreich abgeschlossen wurde wie gewünscht) Weiterhin werden auch Konsequenzen für folgende Abenteuer der Kampagne dargelegt.

Im Anhang finden sich alle NSCs mit Spielwerten und evtluellen Verweise, wo sich genauere Informationen finden lassen, wie z.B. auf die Hinweis-Box des Kapitäns der die Waffenbrüder zum Einsatzplaneten verschifft, wieder.

I. Der Preis der Hybris

Das Exterminatorteam reist auf die Urzeitwelt Aurum . Der Planet eignet sich hervorragend als Nahrungsproduzent für den Kreuzzug. Das stolze Kriegervolk das den Planeten bewohnt zeigt sich allerdings unbeeindruckt von dem was es bisher vom Imperium gesehen hat und nur die Adeptus Astartes geben Hoffnung das der Planet friedlich dem Imperium beitritt und nicht als weitere Kriegszone endet. Hinzu kommt eine verstorbene Adepta Sororitas und der Verdacht das Xenos auch ihre Griffel im Spiel haben.

II. Steinerner Schlaf

Die Deathwatch schickt das Team auf den Planeten Karlack, Dreh- und Angelpunkt des Achilus-Kreuzzuges, ein Agrarplanet und wohl ein Blick in die Zukunft was Aurum bevorsteht. Ein Inquisitor ist verschwunden der Untersuchungen über eine geheimnisvolle Stadt unter dem Meer unternommen hat. Des weiteren hat der Planet schwer mit Xenoskulten zu kämpfen.

III. Das wachsame Schwert

Es geht nach Samech, einer Welt in der Hand des Chaos. Alles was die Waffenbrüder bisher erreicht und herausgefunden haben führt sie nun hierher. Mitten im Herz des Feindes ist das Exterminatorteam die beste Hoffnung die aufgedeckte Verschwörung scheitern zu lassen und die ganze Jericho-Weite vor einer Katastrophe zu bewahren.

Zusätzlich zum üblichen Aufbau finden sich übersichtliche Tabellen die die Konsequenzen aus Der Preis der Hybris und Steinerner Schlaf noch mal aufführen sowie deren spieltechnische Auswirkungen.

Mein Fazit:

Dies ist mein erster WH40K-RPG Abenteuerband und ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Nachdem ich mir andere Abenteuerbände aus Schattenjäger und Freihändler kurz angesehen habe, weisen alle die selbe übersichtliche Struktur auf. Der Verlag hat ein Format gefunden mit dem ich mich sehr gut zurechtfinde.

Das Cover welches von Michael Phillippi gezeichnet worden ist, ist von gewohnt hoher Qualität. Ich hätte aberr doch lieber eines gesehen das mehr Bezug zum Inhalt hat, als einfach einen knieenden Space Marine. Ein gedritteltes Bild mit typischen Szenen der einzelnen Planeten wäre eindrucksvoller gewesen.

Ein Lesebändchen würde das Bedürfnis nach Post-Its für z.B. den NPC-Anhang negieren. Mir fehlt es einfach.

Die Handouts sind im allgemeinen sehr schick, einzig der Brief des Inquisitors auf Seite 72 fällt negativ auf. Der Schrifttyp ist bei der gewählten Schriftgröße sehr schwer zu lesen. Abhilfe hätte da sicherlich eine größer Schrift geschafft.

Gut sind die markierten Proben die sich in den Texten befinden, im Stile von „sehr schwerer (-30) Tech-Gebrauchs-Wurf„. Ddiese fallen im Text schnell auf. Leider wurde es verpasst dies auch für vergleichende Proben zu tun.

Schick sind die optionalen, und im späteren Verlauf, die bedingten Begegnungen. Mangelt es an Spielzeit kann man diese locker überspringen. Ein roter Hering war meiner Ansicht nach keiner von diesen. Üblicherweise machen sie das Leben der Spieler leichter weil z.B. im Verlauf weniger Feinde auf einmal auftauchen.

Ein kleines Fazit zu den Abenteuern ist schwierig, da ich nichts verraten möchte. Von daher halte ich mich nun ein wenig vage.

Der Preis der Hybris wird viel mit der Geduld der Charaktere hadern. Die Bewohner von Aurum haben zu viel Stolz, und auch Unwissen, um sich einzugestehen wie tief sie im Dreck stecken. Von der Kultur her wird sich ein Storm Warden sehr verbunden mit dem Volk fühlen. Ich persönlich sehe hier ein „Dorf das die Neuankömmlinge nicht mag“-Szenario. Ein Szenario wo ich mich immer in Geduld üben muss um nicht brennende Trümmer zurückzulassen.

Steinerner Schlaf bietet auch so sein Klischee, dem Prinzen im hemmungslosen Luxus. Zumindest weiß er wie er den Charakteren (echt) hilfreich sein kann. In diesem Abenteuer gibt es eine Überraschung der sich die Spieler wohl recht bald gewahr werden. Steinerner Schlaf ist wohl mein Favorit der drei Abenteuer.

Das wachsame Schwert bildet einen epischen Abschluss der Kampagne. Es geht auf eine vom Chaos gehaltene Fabrikwelt. Der Erfolgsdruck auf die Charaktere ist noch größer als bei Steinerner Schlaf. Neben den Waffenbrüdern gibt es nur eine handvoll imperialer Sympathisanten. Besonders gefällt mir der Einfluss den die vorherigen Einsätze haben, dies äußert sich in bedingten Begegnungen und auch spieltechnischen Vorteilen.

Gut ist die Möglichkeit die Abenteuer für sich als allein stehend zu leiten. Statt selbst die Notwendigen Details selbst zu entfernen finden sich die entsprechenden Infos was man weglassen sollte in einer Hinweis-Box wieder. Danke an die Autoren die sich die Mühe gemacht haben. Die Kampagne lässt sich problemlos in eine laufende einstreuen, vorausgesetzt natürlich die andere ist entsprechend kompatibel. Dies ist besonders für Runden mit wechselndem SL komfortabel.

Im Abschluss kann ich nur sagen ein guter Abenteuerband. Dem Spielleiter ist damit ein Werkzeug von hoher Qualität gegeben. Es liegt nun an der Spielgruppe es ein klasse Erlebnis werden zu lassen. Ich freue mich darauf es zu leiten.

Meine Bewertung:

4 von 5 brennenden Ketzern

WH40K Dawn of War 2 Soundtrack

Wie Scorpio, vielen besser bekannt als das Gesicht von DorpTV, heute im Tanelorn postete, gibt es nun den WH40K Dawn of War 2 Soundtrack zum kostenlosen Download.

Das ganze findet sich hier: http://www.cynamite.de/pc/news/more/warhammer_40k_dawn_of_war_ii_gratis_soundtrack_abgreifen/17511/warhammer_40k_dawn_of_war_ii_gratis_soundtrack_abgreifen.html

Bei den Download handelt es sich um eine 188MB große rar-Datei. Diese enthält 20 Tracks im 320kbps MP3 Format.

Viel Spaß beim hören.

Würfelheld