[Rezension] Ich, der Roboter (Roman)

Autor: Isaac Asimov
Verlag: Heyne Verlag
Genre: Science-Fiction
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 304 Seiten
Erschienen: Nov. 2015
ISBN: 978-3453528420
Preis: 8,99 Euro

von: Würfelheld

Der 1920 geborene Isaac Asimov veröffentlichte seit 1939 SF Geschichten. Dies ist nun der erste von drei Bänden welche seine Roboter-Geschichten enthält. Diese sind die Grundlage für das bekannte Foundation-Universum und auch für den ein oder anderen Hollywood-Blockbuster oder TV-Serien-Anekdote.

Klappentext:
Dr. Susan Calvin war fünfzig Jahre lang als Robotpsychologin bei der U. S. Robot Company angestellt, einem der größten Unternehmen der Welt. Sie erlebte hautnah mit, wie Robots zum alltäglichen Bestandteil der menschlichen Kultur wurden und welche Probleme es mit sich bringt, wenn Menschen mit Robotern zusammenleben. Vor allem aber stellt sich eine Frage: Was passiert, wenn sich Mensch und Roboter kaum noch voneinander unterscheiden? In neun Erzählungen zeigt sie einem jungen Reporter, wie eine Zukunft, geprägt von gigantischen Positronengehirnen, für uns Menschen aussieht.

Zum Inhalt:
Isaac Asimov begann 1939, während seines Chemiestudiums mit dem Schreiben von SF-Kurzgeschichten, welcher er damals, in seine Zukunft, ungefähr um die Jahrtausendwende versetzte. Zwischen diesen Buchdeckel finden sich neun Geschichten aus der Schaffenszeit von 1940 – 1950, welche auf die von Asimov erschaffenen Robotergesetze zurückgreifen, wieder.

So zeigen die Geschichten auf, inwieweit Gesetze ausgelegt bzw. gedehnt werden können und wie der gesellschaftliche Umgang mit genau diesen Richtlinien ist. So hangelt sich Asimov von der Einführung einer Mischgesellschaft, Menschen und Robots vereint, wobei Robots nur als „Sklaven“ verstanden werden, bis hin zu Arbeitstieren und Lebenserleichterungen.

So wird man Zeuge mit welchen Vorurteilen eine neue Technologie, auch wenn sie hilfreich erscheint, zu kämpfen hat und welcher Ruck durch die Gesellschaft gehen muss um dieser Technologie zu trauen. Dies bringt Anstrengungen mit sich, welche von jährlichen Kontrollen bis hin zur Fernüberwachung reicht.

Meine Meinung:
„Ich, der Roboter“ (Originaltitel „, Robot“) dürfte vielen Lesern durch die, aus meiner Sicht, nicht sehr überzeugende Hollywood-Umsetzung mit Will Smith ein Begriff sein. Allerdings muss man eindeutig sagen, dass dieses Werk, knapp 70 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, immer noch aktuell erscheint und nichts an seiner Kraft verloren hat.

Asimov zeichnet hier gekonnt gesellschaftliche Probleme unter dem Deckmantel der Science-Fiction auf, wobei er aber auch mit Grundlage seiner Gesetze, eine Art Lösung parat hält, diese aber auch als Stolperstein und Hürde für Teile der Wissenschaft und Industrie erkennt, schließlich ist Forschung immer auch ein Spiel mit dem Feuer.

Als Asimov die Geschichten schrieb, blickte er in seine Zukunft, welche er durch seinen Tod 1992, nicht mehr ganz erlebte, allerdings muss man heute dazu schon Vergangenheit sagen, denn wir befinden uns bereits 20 Jahre weiter. Aber wenn wir in uns ansehen, mit welch rasender Geschwindigkeit die Entwicklungen voranschreiten, werden wir uns sicherlich bald selbst die Frage nach einen entsprechenden Umgang mit z.B. Künstlichen Intelligenzen stellen müssen. Asimov dort als Wegweiser herzunehmen, erscheint im ersten Augenblick vielleicht seltsam, wenn man allerdings bedenkt, dass die Science-Fiction Literatur, zu mindestens zur damaligen Zeit noch „prophetische Kraft“ hatte und sich vieles aus ihr, wie etwa aus dem Bereich Kommunikation, bewahrheitet hat, sollte man dieses sicherlich nicht als „Spinnerei“ abtun, sondern es in Betracht ziehen.

Ein bisschen etwas zu meckern habe ich aber trotzdem. So ein Klassiker und Meisterwerk der SF gehört einfach in eine schönere Aufmachung gesteckt.

Ansonsten bin ich von diesem SF-Klassiker begeistert und kann es jedem nur aus Herz legen – Kaufen!

Meine Wertung:
4,75 von 5 Robbie`s

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