[Rezension] Dampfmaschinen und Rauchende Colts

Herausgeber: Stefan Cernohuby & Wolfgang Schroeder
Verlag: Verlag Torsten Low
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 262
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-940036-27-8
Preis: € 13,90

von: Moritz

Mal wieder ’ne Kurzgeschichten-Anthologie. So fürchterlich stehe ich ja nicht darauf, aber einige Perlen entdeckt man doch immer wieder – also ran an den Speck!

Klappentext:
Wir schreiben das Jahr 1876. Die gewaltige Kraft des Dampfes hat die Welt erobert und sie durch ihre Errungenschaften ein wenig kleiner werden lassen. Dampfbetriebene Schnellboote durchqueren die sieben Weltmeere. Riesige Luftschiffe verdunkeln den Himmel über den Städten. Täglich werden die Grenzen des Machbaren erneut ausgelotet und erweitert. Inmitten der kargen Einöde des mittleren Westens ist ein amerikanischer Wissenschaftler dabei, die vorhersehbaren Energieprobleme der Zukunft zu lösen. Doch er wird beobachtet. Und als die Gelegenheit günstig erscheint, bringen Spione des russischen Zaren den Wissenschaftler und seine Maschine in ihre Gewalt. Eine Entführung, die eine ganze Kette von Ereignissen in Gang setzt … Folgen Sie den Spuren der Entführer und begleiten Sie deren Verfolger quer durch den Wilden Westen auf ihrem Weg in Richtung Ozean. Erleben Sie Gewalt, Verzweiflung, Schießereien und jede Menge Steampunk-Flair. Frei nach dem Motto: „Mit Volldampf gen Westen!“

Inhalt: Nebel über der Oakland Bay – Chris Schlicht … und die Welt zu meinen Füßen – Wolfgang Schroeder Die Crew der Washington – Andrea Bottlinger Ein ganz normaler Auftrag – Gerd Scherm Totentanz – Sean O’Connell Pier 49 – Andreas Zwengel Die Fahrt nach Topeka – Gerd Scherm Sea – Claudia Toman & Philipp Bobrowski Entführt – Gerd Scherm Für eine Handvoll Steam – Vincent Voss Craters of the moon – Michael Wozonig Queen Victoria auf der Rinderzucht – Marco Ansing Zwei Seiten einer Medaille – Stefan Cernohuby

Zum Inhalt:
Tja, was soll ich sagen? Ich war nach den ersten beiden Kurzgeschichten total geplättet. Da war wenig mit Western, fast ebenso wenig mit Steampunk oder wenigstens Dampfmaschinen. Die Geschichten waren haarscharf am Thema vorbei und was noch schlimmer war, sie waren irgendwie nicht richtig abgeschlossen und vom Aufbau her nicht einmal „echte“ Kurzgeschichten.

Gut, dass ich die Sammlung nicht in die Ecke geworfen habe, denn im Verlauf der dritten Geschichte kapierte ich langsam, dass sich die Kurzgeschichten zu einer Gesamtkomposition fügen sollten – die ersten beiden mussten also nicht gewaltig rocken, sie bildeten eher eine Art Exposé, einen Aufgalopp zu dem, was mich noch erwartete. So entwickelte sich langsam eine leicht angesteampunkte Spionagegeschichte mit Russen, die es darauf abgesehen haben, eine neuartige Energiequelle vom Boden der Vereinigten Staaten zu stehlen und gleich noch den Erfinder mit einzukassieren. Diesem Unternehmen stellen sich die unterschiedlichsten Gestalten in den Weg, die größtenteils hart an der Grenze der Absurdität wandeln, aber gerade dadurch wirklich unterhaltsam sind.
Die Gelenkstellen zwischen den einzelnen Geschichten knarrzen mal mehr und mal weniger, aber insgesamt entsteht wirklich eine kohärente Erzählung, nicht direkt „tight“, wie wir Berufsjugendlichen sagen, aber doch immerhin mit genügend Bindung, dass der Leser nie den Überblick verliert.

Mein Fazit:
Klasse! Nach ursprünglichem Schock ob der vermeintlichen Trötnasigkeit der ersten beiden Geschichten habe ich kapiert, dass die Geschichten zusammenhängen und dann hat es so richtig Spaß gemacht! Gefällt mir super das Konzept einen Roman von unterschiedlichen Autoren verfassen zu lassen und an den Lücken fallen zwar Ecken und Kanten auf, aber vom Schriftstil her ist die ganze Kiste dann doch einheitlicher, als ich gedacht hätte. Gute Arbeit – so darf es im Verlag Torsten Low gerne weitermachen!

Meine Wertung:
4 von 5 russische Ränkespiele

[Buch] VOLL DAMPF

Greifenklaue und meinereiner haben ja Ende 2013 ein wenig im Verborgenen gewerkelt und seit Juni 2014 ist das Ergebnis käuflich bei Eurem Buchdealer erhältlich. Dabei handelt es sich um die im Amrûn Verlag erschienene Steampunk-Anthologie „VOLL DAMPF – Fiktionale Steamgeschichten.

Nun ist einige Zeit ins Land gegangen und man konnte die ein oder andere Meinung zu unserer Anthologie lesen. Heute erreichte uns dann die Rezension der PhantaNews von Stefan Holzhauer.

Und was soll man dazu sagen? Das läuft wie Frittenfett!

Ich zitiere mal:

Thors­ten Kü­pers »Krakun« ist weit vorne in mei­ner Gunst, das liegt an der am kon­se­quen­tes­ten ver­wen­de­ten ana­chro­nis­ti­schen Spra­che, die sich keine Aus­set­zer er­laubt, wie sie in an­de­ren Ge­schich­ten vor­kom­men (das ist al­ler­dings bis auf eine Aus­nahme Ge­me­cker auf re­la­tiv ho­hem Ni­veau, ich hätte mir bei der ein oder an­de­ren al­ler­dings ge­wünscht, dass sie noch­mal dar­auf ab­ge­klopft wor­den wäre, ob die No­men­kla­tur zum Thema passt). Jan-Tobias Kit­zels »Blech­schick­sal« über­rascht mit ei­ner sehr schö­nen Auf­lö­sung für eine ver­meint­lich sim­ple De­tek­tiv­ge­schichte und Peer Bie­bers »Na­tür­li­che Aus­lese« macht trotz ih­rer Kürze gleich ein gan­zes Uni­ver­sum vor dem Le­ser auf, ei­nes, aus dem ich gern mehr le­sen würde.

Die gesamte Rezension findet sich -> H I E R <-

 

[Hörspiel-Rezi] Die letzte Instanz

Inszeniert von: Marco Ansing, Kristina Lohfeldt

Medien: 1 CD + 1 DVD

Musik/Effekte: Drachenflug

Gestaltung: Wey-Han Tan

Ensemble: Kristina Lohfeldt, Wiba Stein, Detlef Tarns, Carsten Krabbe, Martin Sabel, Marco Ansing, Evie Ex Machina, Natalia Obscura, Michael Freiherr von Dunkelfels

Erhältlich: Marco Ansing

von: Quackonaut

Am 24.06.2013 um 10:26 Uhr startete Marco Ansing bei Startnext.de ein Crowdfundingprojekt mit dem Namen Die Letzte Instanz. Ziel des Projektes war die Umsetzung eines Steampunk-Hörspiels.

Mit weit über hundert Supportern und noch mehr Fans war das angestrebte Finanzierungsziel schnell erreicht, sodass mit der Umsetzung schnell angefangen werden konnte.

Das Ergebnis habe ich nun hier vorliegen und es wird Zeit einen genauen Blick darauf zu werfen, oder wie der Katharsist alias Marco Ansing so schön bemerkte: „…gewogen, gemessen und analysiert!“

Die Story
Hamburg 1888! – Vier Menschen versammeln sich am Flugplatz um die Jungfernfahrt eines neuen Luftschiffes als Gäste zu begleiten. Scheinbar kennen sich diese Personen nur den Namen nach bzw. haben bereits voneinander gehört, sind sich aber nie begegnet und es scheint nichts zu geben, was diese Menschen verbindet. Ziemlich schnell stellt sich jedoch heraus, das alle etwas gemeinsam haben – nämlich einen dunklen Lebenspunkt.

Im weiteren Verlauf stellt sich heraus das der eine oder andere durchaus von den Sünden der anderen weiß. Sich gegenseitig anfeindend und Vorwürfe erhebend, sind sie vom eigentlichen Geschehen abgelenkt, denn keiner der Vier ist zufällig an Bord. Jeder einzelne wurde ganz gezielt an Bord des Luftschiffes gelockt.

Das Hörspiel:
Das Hörspiel kommt in einem Jewelcase für zwei Medienträgern daher. Das Booklet und die Rückseite sind in einem dunklen, marmorierten Braun gehalten, welches an einen alten Einband erinnert. Das Cover-Motiv zeigt einen brennenden Zeppelin mit einem leicht außerhalb des Bildes stehenden Mannes. Die Rückseite teasert das Hörspiel entsprechend.

Auf der gelieferten CD befindet sich das Hörspiel, wohin auf der DVD der Live-Videomitschnitt, sowie ein Konzertmitschnitt von Drachenflug enthalten ist.

Mein Fazit
Mit dem Projekt ist eine gute Hörspielumsetzung gelungen, die zu gefallen weiß. Die Charaktere sind stimmig und die Geschichte kurz und knackig erzählt ohne abschweifend oder langatmig zu werden. Die Sprecher leisten ihren Anteil um die richtige Atmosphäre und Stimmung zu erzeugen. Musikalisch und Effekttechnisch untermalt von der Steampunk-Kapelle Drachenflug schaltet sich der Kinematograf im Kopf schnell ein und liefert die passenden Bilder zum Hörspiel. Sollte wieder erwartend doch mal der Film reißen, so hält das Hörbuch eine entsprechende Abhilfe bereit – die DVD!

Die Geschichte könnte aus der Feder von Agatha Christie stammen, denn ein wenig erinnert sie an ihren Roman Und dann gab es keines mehr .

Dieses Hörspiel sorgt definitiv für Kurzweil und gute Laune, da ist es schade das es nach nur 48 Minuten schon vorbei ist.
Doch bei allem Spaß gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Zu Beginn erfährt man, durch einen Anruf ,von der Operation Katharsis und den Akten. Leider wird im späteren Verlauf nicht weiter auf diese oder der Beziehung zum Amt für innere Angelegenheiten eingegangen, sodass man unbefriedigt ob der offenen Fragen zurück bleibt. Hier wären ein paar zusätzliche Informationen wirklich nicht verkehrt gewesen.

Während die Audio-CD sehr gut zu verstehen ist, hört es sich so an, als wenn bei der Video-DVD der Ton nicht von den Bühnenmikrofonen über das Mischpult, sondern über ein Raum-Mikrofon aufgenommen wurde. Das sorgt leider dafür, das bei aller Liebe mit dem die Kostüme und Requisiten in Szene gesetzt wurden, der Hörspaß nicht zu der doch sehr guten visuellen Präsentation passt.

Meine Wertung:
3,75 von 5 Instanzen

 

[Rezension] Steampunk 1851

Verlag: Art Skript Phantastik

Format: Taschenbuch, 120 Seiten

Erschienen: Juli 2013

ISBN 13: 978-3981509281

von: Würfelheld

Bei Steampunk 1851 handelt es sich um eine Anthologie aus dem Art Skript Phantastik Verlag, welche acht Gaslicht Geschichten beinhaltet.

Zum Inhalt:

Zwischen den Buchdeckeln befinden sich nachfolgende Geschichten:

Das Ende der Fiktion von Denis Mildes
Monsieur Foucault und das Wesen des Lichts von Sabine Frambach
Lykonium von Marco Ansing
Das Meisterwerk von Andrea Bienek
R.S.O.C. von Hendrik Lambertus
Archibald Leach und die Rache des Toten von Markus Cremer
Tote Kaninchen von Luzia Pfyl
Der Automat
von Fabian Dombrowski

Im folgenden werfe ich einen kurzen Blick auf die einzelnen Geschichten.

In Das Ende der Fiktion ist Professor Vanderbildt des Wahnsinns verfallen. Aufgrund dessen hat er sich einer Mission verschrieben die das Leben auf unserem Planeten verändern würde. Sein Gegenspieler ist dabei sein engster Vertrauter.

In Monsieur Foucault und das Wesen des Lichts treffen der Dämon Nabot und Physiker Faucaut aufeinander. Was der Physiker nicht weiß, ist dass der Dämon ihn beobachtet, denn soviel Chaos schafft selbst Nabot nicht und er will wissen wie man dieses anstellt.

In Lykonium geht es um die Bewältigung des Energiebedarfes und der Vorbeugung einer Energiekrise. So stellt Professor Dutreil auf der Weltausstellung ein Mittel vor, welches unglaubliche Energien freisetzt und somit für Energieeinsparung sorgen könnte, die bis dato unvorstellbar waren. Bei einem Interview mit einem deutschen Reporter kommt es dann zur großen Wendung.

Zwei Mitglieder des Gendarmerie Speziealkorps befinden sich auf einer Zug-Jungfernfahrt von St. Petersburg nach Moskau. Nach einiger Zeit tritt ein Schaffner an die beiden Männer heran und berichtet, das es in der 1. Klasse eine Leiche gibt und bittet die beiden Korps-Leute um Mithilfe, hier scheint ein Mörder Das Meisterwerk hingelegt zu haben.

Lieutenant McCrimmer befindet sich am Bord eines Luftschiffes, welches über der Londoner Weltausstellung schwebt. Nachdem die Passagiere ausgestiegen sind und trifft McCrimmer auf Captain Williams, welche von R.S.O.C. ist und ihn nun einen Eignungstest unterziehen wird, der seine bis dahin kühnsten Träume übersteigt.

In Archibald Leach und die Rache des Toten besucht Archibald mit seiner Mitarbeiterin Sarah Goldberg die 1851 stattfindende Weltausstellung in London. Archibald sucht händeringend eine Fachkraft die ihm bei der Realisierung einer seiner Ideen weiterhilft. Was dann allerdings passiert haben die beiden nicht auf ihrem Zettel.

Lena und Sophie, zwei Frauen auf den Weg nach New York. Ihre Reise, welche sie per Luftschiff bewältigen, welches einen Umweg auf sich nehmen musste. Tote Kaninchen sind aber nicht der Reisegrund, sondern ein Hilferuf ihres Professors. Was dann kommt ist aber schwer vorstellbar.

Die Anthologie beschließt Der Automat. In einem Trümmerfeld, welches durch lang zurückliegenden Kanonenbootbeschuss entstanden ist, steht ein Automat. Tot – oder doch nicht!

Mein Fazit:

Acht Steampunk Geschichten die wirklich hervorragend zusammen passen. Acht Geschichten die einem das richtige Gaslicht-Gefühl bieten; und acht Geschichten die mich wirklich klasse unterhalten haben.

Man findet eine Bandbreite an Protagonisten vor, die so eine Anthologie erst richtig ans Leben bringt, den man merkt jedem einzelnen seine Intention an. Der technische Aspekt spielt in dieser Anthologie eine große Rolle und bietet so für mich den richtigen Steampunk-Flair.

Und eines kann dieses Buch noch – es bringt eine beklemmende Atmosphäre herüber, die dem Ganzen die passende Würze verleiht.

Hervorragender Lesestoff!

Meine Wertung:

4,75 von 5 Weltausstellungen

 

[Rezi] Steampunk Akte Deutschland

Verlag: Art Skript Phantastik

Format: Taschenbuch, 224 Seiten

Erschienen: Juli 2014

ISBN 13: 978-3945045008

von: Würfelheld

Es ist mal wieder an der Zeit sich einer Anthologie zu widmen. Dieses mal aus dem Steampunk Genre. Steampunk Akte Deutschland enthält 15 Kurzgeschichten, die hier vom Archivar als Akten geführt und die durch einen Wechsel an einer Organisationsspitze nun der Öffentlich zugänglich gemacht werden.

Werfen wir aber nun einen kleinen Blick auf die einzelnen Akten.

Zum Inhalt:

Den Anfang macht Der mechanische Mann. Gefreiter Hasenkamp, ein Soldat der königlichen Armee wird auf dem Schlachtfeld von einem seiner französischen Gegner verletzt und verfällt ins Koma. Als er wieder erwacht hat sich vieles in seinem Leben verändert. Er ist teils Mensch, teils Mechanik und er befindet sich an Bord eines Luftschiffes, welches sich auf den Weg nach Berlin befindet. Dort soll Hasenkamp auf Bismarck persönlich treffen. Somit wird das Leben kurios.

Was passieren kann, wenn ein junger Mann einer jungen Bastlerin und Ladenbesitzerin imponieren möchte, erfährt man in Die Geister, die ich rief. Eine Geschichte die in Mainz angesiedelt ist und rund um den Dom ihren Handlungsverlauf hat.

Erasmus Emmerich & der Messing Türknauf versetzen uns zurück nach Berlin. Emmerich seines Zeichens geschworener Detektiv, wird durch besagten Türknauf auf eine „Geist“-reiche Angelegenheit aufmerksam und muss Nachttrolle neu beurteilen.

Wilhelm Proterius (Proterius Konservendose) ist absolut nicht über die neusten Nachrichten aus England, von seinen Konkurrenten, erfreut und ärgert sich über die ihm auferlegten Regelungen der Kleinstaaterei. Um sich aber seines Ärger zu entledigen verbringt er Nacht um Nacht an und mit seiner neuen Errungenschaft.

Harkon Christobal der Protagonist aus Seelenverzerrer, der Augsburger Obrigkeit angehörig, führt uns in die dunklen Seiten seines Stadtviertels ein. Allerdings machen wir mit dieser Story einen Sprung ans Ende des 21. Jahrhunderts, jedoch steamig-passend.

Wolfsjäger in Castrop Rauxel braucht man nicht, sagt ihr. Dann fragt mal Pascal, seines Zeichens genau dieses. Was Pascal eines Nachts auf einer Jagd widerfährt findet man in Akte 6.

Die Tücken der Technik führt uns nach Hamburg und zeigt was verzweifelte Mechaniker alles tun bzw. zu was diese alles fähig sind, um ihre angenommenen Aufträge zu erfüllen. Und nebenbei geht’s ums gute Geld.

Die nächste Akte namens Archibald Leach und der Plan des Kaisers, bringen Leach und Karl May in Dresden zusammen, welche einem geheimnisvollen Zug aufs Korn nehmen wollen. Dieser Zug reist quer durch die Republik und sorgt für Merkwürdigkeiten.

Der Geist in der Maschine zeigt eine Erfindung, nein, die Erfindung welche das Kaiserreich verändern wird, denn sie kann eindeutig zwischen Gut und Böse unterscheiden und so für Gerechtigkeit sorgen.

Was ein liebender Vater alles bereit ist zu tun damit seine Tochter am Leben bleibt, erfährt man in Der Plan des Grafen von B. . Dabei geht es in die Künstlerszene von Berlin ums Jahr 1870.

Bei Der Wunsch wird eine geheime Grabung an einer alten baufälligen Friedhofskirche durchgeführt. Die Grabung ist erfolgreich und das Gesuchte wird geborgen. Allerdings bringt das Gefundene den Tod, Rätsel und Wünsche mit sich.

Wozu eine junge Frau aus Liebe und Familiensinn in der Lage ist erfahren wir in der nächsten Akte, Das einfallsreiche Fräulein Helena Ruth. Aber auch wenn sie einfallsreich ist, ist sie bei ihrem mächtigen Gegenspieler auf Hilfe angewiesen, auf nicht alltägliche Hilfe.

Ingenieur Rudolph Fentz hat sich die StaSt mehr oder mindern zum Feind gemacht und landet so in Haft. Dort erwartet er alles, aber es kommt ganz anders. Er wird im Verhör überrascht, denn es geht nicht um Landesverrat, sondern um seine Erfindung. Die Erfindung die die derzeitige Krise abwenden könnte, was vielen Parteien nicht gefallen dürfte. Der Mann in schwarz überrascht Fentz mit seinem Wissen über seine Erfindung.

Kriminalkommissar Falk ermittelt im Hannoverischen Industriemilieu, aber das nicht nur einmal, denn ihn schlägt es immer wieder zu einer Adresse zurück. Warum das so ist erfahren wir in Der Parasiteur.

Die letzte Akte dieser Sammlung trägt den Namen Der Gehilfe des Puppenmachers. Wilhelm Ehrhaben hat vor zwei Jahren das Puppengeschäft seines verstorbenen Vaters übernommen und versucht seither, ohne Erfolg, an die Qualität seines Vaters anzuknüpfen. Als eines Tages ein getarntes Wesen seinen Laden betritt, wittert Wilhelm seine Chance. Schnell wird es versklavt.

Akten-Übersicht im Detail:

01 Detlev Klewer: Der mechanische Mann
02 Corinna Schattauer: Die Geister, die ich rief
03 Katharina Fiona Bode: Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf
04 Daniel Huster: Proterius‘ Konservendose
05 Daniela Herbst: Seelenverzehrer
06 Kim Christine Wiefelspütz: Wolfsjäger
07 Dennis Frey: Die Tücken der Technik
08 Markus Cremer: Archibald Leach und der Plan des Kaisers
09 Marion Fischl: Der Geist in der Maschine
10 Adrian Sommerfeldt: Der Plan des Grafen von B.
11 Ashley Kalandur: Der Wunsch
12 Isabelle Wallat: Das einfallsreiche Fräulein Helena Roth
13 Fabian Dombrowski: Der Mann in Schwarz
14 Andrea Bienek: Der Parasiteur
15 Daniel Schlegel: Der Gehilfe des Puppenmachers

Mein Fazit:

Der Art Skript Phantastik Verlag hat gerufen und fünfzehn Autoren haben sich eingefunden den gebotenen Platz zwischen diesen beiden Buchdeckeln mit ihren steampunkigen Geschichten zu füllen. Dieses gelingt ihnen auf sehr unterhaltsame Weise, welche eine schöne Atmosphäre ins Kopfkino zaubert.

Die Protagonisten zeichnen sich alle hervorragend auf der Kopfkinoleinwand ab und schaffen es den Leser mit auf ihre Erlebnisreise zu nehmen. Die realgeschichtlichen Persönlichkeiten bringen die entsprechende Würze in die Storys.

Auch die kleinen feinen Ideen die über den Buchblock verteilt sind, verleihen selbigen einen steamigen Anstrich und wissen zu gefallen.

Leider wird es mit Untoten Kroppzeugs aus meiner Sicht ein wenig zu sehr übertrieben, was mir das Steampunk Gefühl etwas geraubt hat.

Alles in allen kann man diese Steampunk-Anthologie guten Gewissens empfehlen und es freut mich sehr dass der deutscher Steampunk hiermit ein weiteres gelungenes Werk erhält. Es bleibt zu hoffen das es nicht das letzte gelungen Steampunk-Werk aus dem Art Skript Phantastik Verlag bleibt.

Meine Wertung:

4,5 von 5 Gaslichter

[Video] VOLL DAMPF Fiktionale Steamgeschichten

Am letzten Wochenende fand bei SecondLife eine Lesung aus der Steampunk Anthologie VOLL DAMPF Fiktionale Steamgeschichten statt. André Wiesler und Jan-Tobias Kitzel gewährten Einblicke in ihre Stories. Dazu gibt es auch was Multimediales.

Links:

Thorsten Küper

André Wiesler

Jan-Tobias Kitzel

Amrûn Verlag

[Steampunk-News] „Rendezvous beim Aethercircus“ out now!

Seit ein paar Stunden kann das neue Album der Steampunkband Drachenflug nun erworben werden.

Der Silberling bietet für seine 22 EUR sehr viel an Unterhaltung.

Dazu Drachenflug:

 

Es besteht aus einem Hardcover Booklet mit einer Geschichte von Marco Ansing, Bildern und Texten und einer Musik / Hörspiel CD. 

Weiterr Infos erhaltet Ihr auf der DRACHENFLUG Seite.

[TV] Steampunk-Musik auf der Mattscheibe

Die erste Steampunk-Band „Drachenflug“ ist nun in einem kleinen Bericht im NDR zu sehen.

Schaut mal rein und taucht in die Welt von Jules Verne, Dampf und Retro-Technik ein.

Viele Spaß.

Mehr über Drachflug gibt es H I E R !

Hier geht es zum NDR BERICHT

[Steampunk-Hörspiel] Love the machine, hate the factory

Der Westdeutsche-Rundfunk (WDR) versorgt uns mit einem Steampunk-Hörspiel.

Worum geht es:

Inspiriert durch die Technik-Utopien des 19. Jahrhunderts feilen die Anhänger des Steampunk an einem opulenten, messingpolierten Retro-Futurismus. Es wird gebastelt – nicht nur an Fantasie-Identitäten in neoviktorianischem Chic, sondern auch am mahagoniverschalten Laptop oder modischen Umschnallpropeller: eine Revolte gegen die Technikentfremdung durch Massenfertigung. Steampunks versuchen mit Schraubenzieher und Lötkolben, dem sterilen Alltagsinventar wieder eine auratische Bedeutung zu geben: „Love the machine, hate the factory!“

 

Über die Verantwortlichen:

Catharina Koller, geboren 1982, lebt als freie Journalistin in Hamburg und Berlin. Sie schreibt Porträts und Reportagen für Hörfunk und Print, hauptsächlich für die „ZEIT“.

Jan Valk, geboren 1978, lebt als freier Journalist und Literaturlektor in Berlin. Er schreibt Hörfunkfeatures und ist Herausgeber des Magazins „sprachgebunden“.

Download:

Verlinkung zum Download (Klick zum Start)

Weitere Links:

das Hörspiel bei 1Live

Weitere Informationen bei WDR3

 

 

 

 

[Steampunk] Fantasie-Maschinen und viktorianischer Chic

Unter oben genannten Titel findet man derzeit bei WDR 3 einige Bilder zur Thematik Steampunk.

Dazu heisst es:

„Steampunk“ heißt die Bewegung, die sich als Revolte gegen die Technikentfremdung versteht: Die Anhänger lieben Fantasie-Maschinen und viktorianischen Chic. Hier sind die Bilder zu dem Feature „Love the Machine, hate the factory“, das am 17. Juni in WDR 3 zu hören ist.

 

Zu finden ist das ganze —>>> HIER <<<—