[Rezi] Das Vorzelt zur Hölle: Wie ich die Familienurlaube meiner Kindheit überlebte

Autoren: Tommy Krappweis & Werner Krappweis Verlag: Droemer Knaur Seiten: 272 Preis:€ 8,99 ISBN: 978-3-426-78476-1  // von Knoedelchen

Mit „Das Vorzelt zur Hölle: Wie ich die Familienurlaube meiner Kindheit überlebte“ liegt ein weiterer Roman aus der Feder von Tommy Krappweis vor. Damit seine Kindheitserinnerungen auch faktisch untermauert werden, hat Werner Krappweis, Tommys Vater am Buch mitgewirkt. Das Paperbackcover ist schön gestaltet. Im Inneren trifft man dann auf das ein oder andere Beweisfoto.

Zum Inhalt:

Im Buch beschreibt oder besser verarbeitet Tommy Krappweis die Traumata diverser Familienurlaube, welche er im Kindesalter, nach eigener Aussage, oftmals nur knapp überlebt hatte. Die Rückblicke auf mehrere Urlaube lässt eine humorige Kurzgeschichtensammlung entstehen.

Während seine Eltern im allgemeinen und sein Vater im besonderen absolute Campingfans sind, ist der kleine Tommy alles andere als angetan von den elterlich geplanten Familienurlauben. Mag es an der rückwärtigen Ansicht einer Kuh, an der Fahrt zum Campingplatz über eine „Straße“ der ganz besonderen Art, dem Umstand fast auf einer Insel zu stranden oder die zahlreichen Havarien seien,die dafür verantwortlich sind, so kann man verstehen das Tommy das Campen hasst.

Mit etlichen Jahren Abstand erzählt uns Tommy diese nun mit viel Liebe zum Detail, wobei sein Vater Werner es sich nicht nehmen lässt das erlebte ebenfalls zu schildern. Dadurch liefern Vater und Sohn dem Leser einen großen Fundus an Urlaubsgeschichten des nicht ganz alltäglichen Wahnsinns. So erzählt Tommy Krappweis zum Beispiel von einem Urlaub in Korsika auf einem Campingplatz am Strand der von Kühen belagert wird und sein Vater nur mit einem Ruder bewaffnet die Campingausrüstung zu verteidigen sucht. Oder warum die Lebensmitteln beim der Vorbereitung zu einem Campingurlaub nicht nach Hersteller, Geschmack oder Preis, sondern schlichtweg nach ihrer „Verstaubarkeit“ in Campingbus ausgewählt wurden. Dabei vergleicht Tommy Krappweis das Verstauen der Ausrüstung im Campingbus mit Tetris und zweifelt nicht daran das sein Vater in diesem Spiel ein absoluter Meister wäre.

Fazit

Egal ob man eingefleischter Campingfan ist, oder das Campen schlichtweg ablehnt. Dieses Buch ist ein absolutes MUSS. Tommy Krappweis beschreibt seine Eindrücke und Erlebnisse so detailgetreu und lebendig das man das Gefühl hat dabei gewesen zu sein. Die „Zwischenrufe“ seines Vaters zur „Richtigstellung“ der Ereignisse machen das ganze noch unterhaltsamer. Jeder der schon einmal einen Campingurlaub mit der einen oder anderen „Panne“ oder kuriosen Begebenheit erlebt hat wird sich in den kleinen Tommy oder dessen Vater hinein versetzen können und zwangsläufig schmunzeln. Aber auch alle Nichtcamper werden hier eine vergnügliche literarische Urlaubsreise erleben. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen und wird sich des öfteren die Lach-Tränen aus den Augen wischen müssen. Dafür sorgen die charmanten Spitzen von Tommy und die romantischen Ansichten seines Vaters. Sollte sie Kollegen, Freunde oder Verwandte haben die diesen Sommer in den Campingurlaub fahren wollen, dann schenken sie ihnen dieses Buch. Sie werden es lieben.

5 von 5 Campingplätze


[Rezi] ONEIROS Tödlicher Fluch

Autor: Markus Heitz Verlag: Knaur Taschenbuch Seiten: 624 Erschienen: Mai 2012 Preis: € 14,99 ISBN: 978-3-426-50590-8

Mit ONEIROS Tödlicher Fluch erschien nun ein weiterer Roman aus der Tastatur von Markus Heitz. Dieser versetzt den Leser in die Welt der sogenannten Todesschläfer, Menschen die ein spezielles Verhältnis zu Gevatter Tod pflegen. Vorweg angemerkt sei, das Heitz in diesem Werk auf Werwölfe, Vampire und Dämonen verzichtet hat. Ein auffälliges Design, welches mit fortschreitenden lesen des Buches sein Geheimnis lüftet, ziert den Paperback-Umschlag.

Kommen wir zum Inhalt.

Konstantin Korff ein Thanatologe mit hervorragenden Ruf, verdingt sich seiner Arbeit in Leipzig. Dort hat er sich von seinem früherem Leben gelöst und trauert diesem auch keinerlei Träne nach. Als Korff dann nach einem schweren Unglück, welches für erhöhten Medienwirbel sorgt, nach Paris gebeten wird um dort die Tochter eines gesellschaftlich hoch angesehen Mannes für die Aufbahrung herzurichten, beginnt die Vergangenheit wieder Präsent zu werden.

Das ereignete Unglück scheint das Werk eines Todesschläfers, welcher sich seiner Kräfte nicht bewusst ist zu sein.

Korff wird in kurzen Abständen Zeuge von weiteren Unglücken, was ihn zu kleinen Nachforschungen veranlasst. Als er dann aber entführt werden soll, was er durch gute Reflexe und Wahrnehmung verhindern kann, beschließt er sich der Sache genauer zu widmen.

Dabei geriet er in den Strudel des Mythos der Schnitterringe, welcher auch seiner Zukunft eine neue Chance bietet. Diese braucht Korff auf jeden Fall, da er sich bei all dem Chaos was inzwischen um ihn herrscht, eine Zukunft mit einer Frau an seiner Seite gut vorstellen kann. Er weiß auch welche.

Um den Mythos auf seinen Wahrheitsgehalt zu überprüfen, beginnt ein weltumspannendes Abenteuer..

Fazit:

Markus Heitz schafft es in ONEIROS Tödlicher Fluch den Leser mit guten Charakteren und einigen Storyelementen zu binden. Man findet am Anfang schnell in die Story hinein. Allerdings fängt es dann an zu viel des Guten zu werden. So wird immer noch ein Ort, noch eine Partei und noch eine Verstrickung in die Handlung eingebracht. Dieses endet zwar nicht in Chaos sorgt aber für das Gefühl des Überflusses. Worum der Roman weltweit spielen muss, bleibt ein Rätsel. Leider passiert Heitz in Mexiko ein kapitaler Fehler, der vom Leser, zwar ohne weiteres ignoriert werden kann, aber dieser ist halt da.

Für mich erreicht ONEIROS Tödlicher Fluch 3,5 von 5 Sterne

Anmerkung: auf MySpace gibt es unter „The_Mahet`s“ den passenden Soundtrack zum Buch!

[Rezi] Andymon

Autor: Angela & Karlheinz Steinmüller Verlag: Shayol Verlag, Seiten: 306, Erschienen: 2004, Preis: 14,90 Euro, ISBN: 978-3-926126-33–7,

von: Würfelheld

Dieses Buch sorgte 1982 bei seiner Erstveröffentlichung für viel Aufsehen, zu mindestens in der damaligen DDR. Andymon schaffte es, das viele Leser unvoreingenommen das Genre Science-Fiction betrachteten und sich diesem öffneten. Weiterhin gilt Andymon als beliebtester utopischer Roman der DDR.

Die endlosen Weiten des Alls beherbergen seit unzähligen Jahren ein Schiff der Erbauer, welches um das Jahr 2000 auf seine Reise geschickt wurde. Dieses Schiff beginnt nach einiger Zeit der Reise, die ihm vorgegebenen Programme durchzuführen und setzt somit die Entstehung einer neuen Zivilisation in Gange. Als erstes werden die Inkubatoren, Zeugungs- und Brutkammern, für die Erstgeborenen in Betrieb genommen und nach knapp achtzehn Monaten ist die erste Gruppe von Neugeborenen „fertig“. Die Säuglinge werden in die Obhut von Guros und Rammas gesteckt und in von diesen Robotern nach besten Wissen und Programmvorlagen auf einem Deck des Schiffes behütet und erzogen. Die Inkubatoren sorgen in dessen weiterhin dafür das alle anderthalb Jahre die nächste Gruppe Neugeborene nachwächst.

Die Erziehung und Unterrichtung der Kinder verlauft auf spielerische Art und Weise. Den Kindern werden dabei immer wieder ihre Grenzen aufgezeigt, aber auch die Lösungen.

Nach einigen Jahren und etlichen weiteren entstandenen Generationen werden die älteren mit dem restlichen Schiff und den damit verbundenen Computern, Steuereinheiten, Landern usw vertraut gemacht. Dabei wird ihnen auch zum ersten mal ihr genaues Ziel benannt, welches sich aber im laufe kürzester Zeit ändert.

Als dann schließlich fast zehn Generationen das Schiff bewohnen ist Ihr neuer Heimatplanet, Andymon erreicht und man beginnt damit diesen vorzubereiten, zu erobern und zu bevölkern.

 

FAZIT:

Andymon zeigt sehr gute Ansätze, verweist bei diesen auch immer wieder auf die heutige Gesellschaft und hinterfragt diese auf eine spielerisch kindliche Art und Weise. Allerdings liest sich der Roman, teils auch durch seinen Verfall in Fachbegrifflichkeiten sehr zäh. Die Autoren bieten viele gute Ansätze, greifen diese aber nicht richtig auf oder es wird zu vorhersehbar.

Alles in allen ein Roman den man lesen kann – aber nicht muß!

 

3 von 5 Sternen

[Rezi] Mara und der Feuerbringer – Götterdämmerung

Autor: Tommy Krappweis // Seiten: 357 // Preis: 12,95 € // ISBN: 978-3505126482 // Verlag: Schneiderbuch

von: Knoedelchen

Was hat eine „Frauenquote bei den Göttern“, „ein germanischer Wikinger mit römischen Namen“, „ein kleiner Aufstand der Mara und der FeuerbringerFrauen in Walhalla“ und ein „egomanischer möchte-gern Superbösewicht nebst Puschelmonster“ gemeinsam? – Richtig! Sie alle sind Bestandteil des dritten Teil von Mara und der Feuerbringer aus der Feder von Tommy Krappweis.

Inhalt:
„Götterdämmerung“ setzt nahtlos an „Das Todesmal“ an, somit bleibt unseren Helden keine Verschnaufpause.
Ratatösk, das kleine Puschelmonster in Eichhöhrnich-Gestalt, kreuzt wieder Maras Weg. Ebenso lassen auch Hugin und Munin, die beiden Rätselraben Odins, nicht lange auf sich warten. Mara und der Professor müssen Dr. Thurisatz aufhalten, denn die Verse die er die Teilnehmer seiner Seminare aufsagen lässt, lassen Loge, den wirklichen Bösewicht, wieder und wieder erstarken.
Als Mara und der Professor ihr Gepäck aus dem Museum abholen wollen, werden die beiden von der Exfrau des Professors zur Rede gestellt, da die beiden u.a. Ihr Auto gestohlen und zu Schrott gefahren haben. Um keine Zeit mit langen Diskussionen und Vorwürfen zu verlieren und Professors Weissingers Ex-Frau zu beweisen dass sie die Wahrheit sagen, versetzt Mara sich und die Ex nach Asgard in die Halle der Krieger. Als sie dort entdeckt werden und Mara den Rücksprung durchführt, unterläuft ihr dabei ein folgenreicher Fehler, denn Sie versetzt versehentlich einen gefallenen Krieger Asgards, der junge Thumelcius, mit in ihre Gegenwart. Da Mara nur noch genug Kraft hat Professor Wissingers Ex-Frau zu holen ist der junge Thumelcius erstmal in der Gegenwart gestrandet und schließt sich der Gruppe um Mara an.
Mara fürchtet um das Leben ihrer Mutter denn Dr. Thurisatz weiß genau dass Sie Loge besiegt und Sigyn befreit hat. Um zu verhindern das sich Thurisatz an Matas Mutter rächt und weitere Seminare abhält, wollen Sie ihn aufhalten. Sie spüren Dr. Thurisatz nach einiger Suche in einem Hotel in München auf. Bei dem Versuch mehr in Erfahrung zu bringen kommt es zu einer eher unfreiwilligen Begegnung und Auseinandersetzung zwischen Thurisatz und Mara in dessen Verlauf einer ihrer Gefährten sein Leben lässt. Unsere Helden müssen flüchten, was ihnen nur um Haaresbreite gelingt. Als sie Thurisatz schließlich wieder aufspüren hat dieser bereits Maras Mutter und ihre Wiccagruppe als Geiseln genommen. Mara die nun sehr wütend ist, stellt sich Thurisatz zum Kampf. In diesem versetzt sie sich, ihn, Professor Weissinger und Ex-Frau nach Asgard, Dort findet die finale Schlacht statt. Mit Hilfe der Götter, einschließlich Loki, ihrer Freunde und den Wiccas und im besonderen ihrer Mutter, gelingt es ihr den Feuerbringer zu vernichten.

Das Buch:
Auf 357 Seiten erzählt uns Tommy Krappweis gekonnt mit viel Humor und Phantasie den letzten Teil von Mara und dem Feuerbringer. Wie von den beiden Vorgängerbänden ist dieser ebenfalls schön illustriert und passt sich hervorragend in die Reihe ein.
Fazit:
in diesem Buch kommen weder die Helden noch der Leser zu einer Verschnaufpause. Wie auch bei den beiden Vorgängern, ist das Buch sehr schön geschrieben und bringt viel Lesespaß. Leider ist mit diesem Band die Reihe vollständig, auch wenn es heißt: „Alle guten Sachen sind drei!“. – Hier hätte ich mir weitere Bände gewünscht.

[Rezi] Rückkehr ins Stirnhirnhinterzimmer

Autor: Christian von Aster; Markolf Hoffmann; Boris Koch Verlag: Medusenblut, Seiten: 202, Erschienen: 2011, Preis: 9,95 Euro, ISBN: 978-3-939239-09-3,

von: knoedelchen

Wenn Du auf suizidgefährdete Feen triffst, du von der Inhaftierung unschuldiger Teddybären im Kuschelquantanamo hörst und du Menschen begegnest, die andere Menschen mit einem Akkuschrauber reparieren wollen – dann bist du im Stirnhirnhinterzimmer angekommen.

Was dem westlichen Atlantik sein Bermudadreieck und dem Fernsehen die Twilight-Zone ist, dass ist das Stirnhirnhinterzimmer in der literarischen Szene.

Hier erfährst Du bei einem DeathBurger mit Crematory-Fies und Trauermayo alles über den Beruf eines „diplomierten Leichenzählers™“, warum die Hölle aus energiepolitischen Gesichtspunkten unrentabel ist und warum das Ende der Welt mit einem nuklearem Schlag durch die Alt-Kaida in den großen Schrebergärten-Kriege beginnt.

Du wirst Zeuge was passiert wenn Du einen Dämonen mit „nachhaltiger Liebenswürdigkeit“ tötest und wieso Denkmäler keinen Urlaub machen sollten. Wieso ein Besuch beim „King of Rock“ durchaus unangenehm sein kann und was auf der Leipziger Ausstellung 1966 wirklich geschah.

Dies und noch mehr erfährst Du bei deiner „Rückkehr ins Stirnhirnhinterzimmer“

Fazit: In ihren 18 Kurzgeschichten nehmen uns Christian von Aster, Markolf Hoffmann und Boris Koch mit auf eine literarische Achterbahnfahrt an Wortwitz und Phantasie.

In den kurzweiligen Geschichten gehen die drei auf Begebenheiten der Geschichte und des alltäglichen Lebens ein, berichtet über Begebenheiten die keine sind, es aber durchaus sein könnten. Alles was man braucht, ist ein bisschen Phantasie.

Wer die anderen Ausgaben des Stirnhirnhinterzimmer’s mochte, der wird auch von dieser Ausgabe nicht enttäuscht werden. – das Gegenteil sollte der Fall sein!

Und all jede die bis jetzt noch nicht das Glück und die Gelegenheit hatte etwas aus dem Stirnhirnhinterzimmer lesen zu dürfen, sollten sich nicht zieren sondern die Gelegenheit nutzen. Mehr Unterhaltung und Kurzweil in einem 202 Seiten kompakten Taschenbuch kann man nicht erwarten.

Das Taschenbuch eignet sich ideal als Wegbegleiter um das Warten auf Bus und Bahn zu verkürzen. Genauso lässt es sich damit aber auch vortrefflich auf der Couch herum lümmeln.

Mein Tipp: Lesen und Spaß haben.

[Rezi] Das Verlies der Stürme (Der Drachenflüsterer 3)

Autor: Boris Koch Verlag: Heyne Seiten: 416 Hardcover Preis: € 12,99 ISBN: 978-3453267244 

von knoedelchen

Verlies der Stürme ist der dritte Band aus der „Der Drachenflüsterer“ Reihe aus der Feder von Boris Koch.

Ben und seine Freunde Yanko, Anula und Nica sowie die Drachen Marmaran, Juri, Feuerschuppe und Aiphyron sind auf der Flucht vor dem Orden der Drachenritter.

Das Abenteuer in diesem Buch beginnt mit dem Fund einer „Flaschenpost“ durch Nica und Anula während die Freunde an der Küste etwas ausspannen. Getrieben von dem Gedanken das es sich bei der unverständlichen, da in einer anderen Sprache geschriebenen, Nachricht um einen Hilferuf eines in Seenot Verschollenen handelt, machen sich die Freunde auf den Weg, diesen zu finden und zu retten.

Dabei entdecken Sie eine uralte, vergessene Festung: „Das Verlies der Stürme“ auf einer Insel, welche von keinem Schiff erreicht werden kann, da die um die Insel wehenden Winde jedes sich nahende Schiff zum sinken bringen. Nur mit Hilfe der Drachen kann man die Insel betreten oder verlassen was die Insel zum perfekten Unterschlupf für die Freunde macht. Von hier aus wollen Sie den Kampf gegen den Orden aufnehmen und finden nach und nach Verbündete in Ihrem Kampf gegen die grausamen Drachenritter. Gerade als es so scheint, das sie es wirklich schaffen, können den Orden zu besiegen macht Ben eine furchtbare Entdeckung. Er findet abgeschlagene Drachenflügel und sein bester Freund, der Drache Aiphyron ist spurlos verschwunden. Schnell wird klar das Aiphyron verschleppt wurde. Steckt der Drachenorden dahinter und wie konnte der Orden Aiphyron finden. Ein schrecklicher Gedanke kommt Ben; Gibt es einen Verräter, einen Vasallen des Ordens unter den Gefährten. Ben und seine Freunde müssen alles Wagen oder sie selbst und alle Drachen sind verloren. Während Ben sich auf die Suche nach seinem Freund Aiphyron macht, fest entschlossen ihn zu retten, versuchen seine Freunde den Verräter zu finden.

Gekonnt setzt Boris Koch die Geschichte der acht Gefährten fort und schafft es auch in diesem Buch den Leser zu fesseln. In seiner Erzählung kommt er ganz ohne Schachtelsätze oder umständliche Erklärungen aus, was im Zusammenspiel mit dem Dialogwitz seiner gut ausgearbeiteten Charaktere das Buch zu einem leichten Lesespaß für Jugendliche und Erwachsene macht. Das Hardcover ist ebenso thematisch passend gestaltet wie das der beiden ersten Bände und schmiegt sich so auch optisch sehr schön in die Buchreihe ein.

Unterteilt ist das Buch neben zahlreichen Kapiteln in drei Teile welche jeweils durch eine ansprechende Grafik akzentuiert wird.

Fazit: Wer noch nach einem sinnvollen Geschenk für lesebegeisterte Bücherwürmer sucht sollte dieses Buch einmal in die nähere Auswahl nehmen, es lohnt sich.

 

[Rezi] Yoda ich bin! – Alles ich weiß!

Autor: Tom Angleberger Verlag: Baumhaus-Verlag Preis: 12,99 €  Seiten: 147 Seiten + Bonus

von: knoedelchen

Was in vielen kleinen Kurzgeschichten erzählt wird ist die große Geschichte einer kleinen Fingerpuppe welche das Leben von ein paar befreundeten Schülern an der McQuarrie Mittelschule auf den Kopf stellt. Die Puppe, eine Yoda-Origami-Figur, gibt den Schülern Ratschläge für allen möglichen Situationen. Zur Vermeidung peinlicher Situationen, um Schulnoten zu verbessern, das angeschlagene Image wieder aufzumöbeln oder das Herz des Mädchens zu gewinnen in das sich einer der Freunde, verguckt hat.
Tommy versucht herauszufinden ob das Yoda-Orakel wirklich echt ist, oder nur einfach eine Origami-Fingerpuppe an der Hand des Außenseiters und „Spinners“ Dwight. Die Kurzgeschichten geben dabei einen Einblick in das Leben der Charaktere und erinnern den Leser sehr anschaulich daran wie es während der Schulzeit so gewesen ist. Dabei kann man sich des öfteren ein Lächeln nicht verkneifen denn das eine oder andere wird jeder schon mal in der einen oder anderen Art selbst erlebt haben.
Am Ende der Geschichte wird klar, das es eigentlich nicht um die Yoda-Fingerpuppe geht, sondern um die Entstehung der Freundschaft zwischen Dwight und Tommy. Dwight schafft es durch seine Yoda-Fingerpuppe und seine Ratschläge endlich vom Außenseiter zum angesagt Typen zu mutieren. Tommy schafft es mit Dwight’s Hilfe das Mädchen für das er seit dem ersten Tag an der Schule schwärmt endlich anzusprechen und für sich zu gewinnen.

Fazit: Das Buch im Hardcover Design hat genau die richtigen Abmessungen um sich damit vergnüglich auf die Couch zu fletzen und viel Lesevergnügen zu haben. Der Text ist in unterschiedlichen Schriftstielen gehalten, was den Eindruck erwecken soll, wirklich von unterschiedlichen Personen geschrieben und kommentiert worden zu sein. Auf den Seiten finden sich „Kellen’s“-Kritzeleien, die das ganze noch authentischer und spaßiger machen. Hier hat die Gestalterin des Buches Melissa Arnst wirklich großartige Arbeit geleistet. Und wer mal einen Rat von Yoda benötigt, auch dem wird geholfen, denn im Anhang befindet sich die sehr detaillierte Bastelanleitung zum Erstellen seines eigenen Origami-Yoda-Orakels.
Yoda ich bin! – Alles ich weiß! Ist eine wirklich großartige Idee von Tom Angleberger und eignet sich nicht nur zum eigenen Lesevergnügen sondern auch als ideales Geschenk für lesebegeisterte jeden Alters.
Und wie mein Origami-Yoda sagen würde.
„Selber lesen Du musst, dann Spaß Du wirst haben. Und erkennen Du wirst das, was erscheint verrückt, es ist nicht! – Die Macht, mit dir sein mögen!“