[Rezension] Varg Veum (TV Serie)

Darsteller: Trönd E. Seim, Blörn Floberg, Kathrine Fagerland
Regie: Ulrik I. Ralfsen, Erik Richter Strand, Morien Tyldum, Alexander Elk
Studio: Edel Germany
Sprache: Deutsch, Norwegisch
Format: DVD, Dolby, PAL
Anzahl Disk: 3
Laufzeit: 527 Minuten
FSK: 16 Jahre
Erschienen: November 2014
EAN: 4029759096504

von: Würfelheld

Varg Veum sagte mir vom Titel her erst einmal nichts, aber eine kurze Recherche zeigte schnell, das die Serie ihren Ursprung in einer Romanserie von Gunnar Staalesen hat und eher unter dem Namen „Der Wolf“, zu mindestens im deutschen Sprachraum, bekannt ist.

Klappentext:
Hartnäckig, unangepasst und dickköpfig – das ist Varg Veum. Als Privatdetektiv ermittelt er in komplizierten Fällen, auf eigene Faust und der örtlichen Polizei immer einen Schritt voraus. Im Notfall kann er sich jedoch auch auf die Unterstützung von Kommissar Hamre, mit dem ihn eine Art Hassliebe verbindet, verlassen. Das private Glück hat Varg Veum in der Beziehung zu seiner hübschen Freundin Karin gefunden, doch die Idylle ist nicht nur durch seine gefährliche Arbeit gefährdet. Immer wieder wird er auch von dunklenKapiteln seiner Vergangenheit eingeholt …

In den sechs packenden norwegischen Thrillern, bekommt es Varg Veum mit brutalen Morden, einem Anschlag auf ein Rüstungsunternehmen, skrupellosen Menschenhändlern und einem düsteren Rachefeldzug zu tun und setzt alles daran, die Täter zu überführen. Als schließlich sogar Vargs Freundin und ihr ungeborenes Kind in Gefahr geraten, muss er eine folgenschwere Entscheidung treffen …

Zum Inhalt:
Varg Veum ist ein ehemaliger Sozialarbeiter, welcher durch einige Erlebnisse den glauben an die Gesellschaft verloren hat. Von seiner Frau geschieden und sich von der Gesellschaft selbst abgrenzend, ertränkt er seinen Kummer im Alkohol. Erst durch seine Beziehung zu einer Frau findet er ins Leben zurück und beginnt seine wahren Talente, sein kriminalistisches Gespür und seine gute Menschenkenntnis zu nutzen und arbeitet fortan als Privatdetektiv.

Er ist schroff, unangepasst und verfährt nach der Devise: „Der Zweck heiligt die Mittel!“, wodurch er bei seinen Ermittlungen stets die Grenze der Legalität überschreitet. Bei seinen Ermittlungen kreuz Varg immer wieder die Wege der Polizei in Form von Kommissar Hamre. Die beiden Männer verbindet dabei eine sehr merkwürdige Freundschaft. Von Respekt für die gegenseitigen Fähigkeiten und Charakterzüge geprägt, sind die Methoden des jeweiligen dem anderen zu wieder. Doch letztendlich bringen Vargs eigenwilligen Ermittlungsmethoden Erfolge und Hamre kann den eigenwilligen Detektiv dabei tatkräftige Unterstützung liefern.

Bei den Fällen die Varg „übernimmt“ handelt es sich meist um besonders abscheuliche Gewaltverbrechen, wobei er einen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele bekommt.

Diese Box enthält sechs Fälle, welche sich um altbekannte Themen wie Mord, Drogenmissbrauch, Kleinkriminalität und organisiertes Verbrechen drehen.

Mein Fazit:
Skandinavische Krimis, ob als Buch oder Film erfreuen sich ja seit Jahren extremster Beliebtheit. Varg Veum hinterlässt bei mir allerdings die Frage „Warum bloß“, denn diese Serie konnte mich einfach nicht in Ihren Bann ziehen, sei es zum einen das man immer das Gefühl hatte „kenne ich bereits aus …“ oder ob es an den unterschiedlichsten Stilrichtungen der Regisseure lag, kann ich noch niemals genau sagen. Allerdings spielt diese Serie extrem mit Altbekannten Elementen, wie etwa einer düsteren Hafenstadt – das kennt man schon aus Schimanski – oder den gescheiterten Protagonisten der Alkohol zu sich nimmt als Privatdetektiv arbeitet und der Polizei immer über den Weg läuft – mh das kennt man teils aus den unterschiedlichsten US Serie wie etwa „The Mentalist“.

Schauspielerisch werden zwar durchweg gute Leistungen abgeliefert, auch die Charaktere sind glaubhaft, jedoch versteht die Handlung nicht den Zuschauer mitzureißen. Ein richtige Spannungsbogen will sich einfach nicht aufbauen.

Durch den Einsatz unterschiedlicher Regisseure findet ein wilder Bild- und Stilmix statt, der eine einheitliche Linie einfach nicht zustande kommen lässt und das ging mir auf den Keks.

Varg Veum zeigt mir, das nicht alles Gold ist was aus skandinavischen TV Studios nach Deutschland schwappt. Schade! Ich habe mehr von der Serie erwartet.

Meine Bewertung:
2 von 5 Wölfen

[Film-Rezension] Appleseed alpha

Regie: Shinji Aramaki
FSK: ab 12 Jahren
Erschienen: Juli 2014
Studio: Sony Pictures Home Ent.
Laufzeit: ca. 93 Minuten
AISN: B00JA3SZ64

von: Würfelheld

Ab und an wandert auch mal ein Anime durch meine Hände und ich muss sagen da war schon die ein oder andere Perle dabei. Als ich dann auf diesem Cover Appleseed lass, klingelte etwas. Stimmt, da gabs schon mehrere die ich gesehen hatte, also Kauf- und Konsumpflicht. Was dann kam, lest selbst.

Die Story:
Der dritte Weltkrieg liegt nur knapp zurück und ein paar Überlebenden, die hier im total zerstörten New York hausen und versuchen weiterhin zu überleben bilden den Rest der Menschheit. Kampfdrohnen und Cyborgs bestimmen das Straßenbild. Krimineller Abschaum tätig weiterhin seine Geschäfte und sagt wo es lang geht.Leutnant Deunus und Cyborg Briareos schlagen sich als Auftragssöldner für Two Horns, einen der großen Bosse durch, u.a. aber auch weil Briareos Schulden bei ihm abarbeiten muss.

Die beiden sollen eines Tages ein paar aggressive Drohnen aus dem Verkehr ziehen, die Two Horns das Leben schwer machen. Als sie die Drohnen ausfindig machen sind diese gerade dabei ein Fahrzeug anzugreifen. Deunus und Briareos erledigen die Drohnen und retten so die kleine Iris und einen weiteren Soldaten vor dem sicheren Tod. Iris und ihr Beschützer befinden sich auf einer streng geheimen Mission und das wenige was sie Deunus und Briareos erzählen können reicht um diese für die Mission als Helfer zu gewinnen. Zumal Leutnant Deunus ihr Herz für die kleine Iris entdeckt und auch Briareos entschlossen ist für eine gerechte Sache einzustehen.

Es dauert nicht lange bis die Gruppe erkennen muss das alle möglichen Parteien und die Koalition hinter ihnen her sind. Nachdem Iris und ihr Beschützer von der Koalition gefangen genommen werden, machen sich Deunus und Briareos auf die Suche nach den beiden und finden wenig später die Leiche von Iris Beschützer.

Bei diesem finden sie einen Chip mit den Details ihrer Mission. Als Briareos diesen in seine kybernetischen Systeme einkoppelt und Zugriff auf die Daten bekommt, wird schnell klar das sie alles daran setzen müssen um die Koalition zu stoppen, andernfalls wird niemand un sagenumwogenen Olympus überleben.

Das Setting:
Wie bereits erwähnt, befinden wir uns im zerstörten New York, kurz nach dem dritten Weltkrieg. Es gibt wenige Überlebende die ein tristes Dasein fristen. Auf der anderen Seite gibt es die kriminellen Banden und Organisationen, die Macht, Geld und Einfluss riechen und versuchen dieses zu erlangen. Es ist ein Schwanken zwischen Hoffnungslosigkeit und Hoffnung.

Bild und Ton:
Bildtechnisch wartet hier ein gewagter Misch-Masch auf den Konsumenten, zum einen die harten Cyberpunk-Szenen, zum anderen die weichen Hoffnungs-Szenen. Hier wird den Szenen der Zeichenstil angepasst und so finden mehrere Stilbrüche im Film statt.
Der Sound ist durchgehend von guter Qualität und unterstützt das Bildgeflimmer hervorragend. Die ein oder andere Szene ist allerdings Bild-Ton-technisch überzogen.

Mein Fazit:
Appleseed alpha ist das Preqel zum 2004 erschienen Appleseed und fügt sich gut in die Reihe ein, wobei er nicht ganz das Level erreicht. Das liegt meiner Meinung nach an dem Zeichenmix, der oben bereits beschrieben wurde, das weiß nicht ganz zu gefallen.
Die Handlung basiert einfach auf „Hoffnung“, treibt die Charaktere aber gut an. Der gebotene dreiste und flache Humor passt absolut zu den Charakteren, dem Setting und bietet einen Coolness-Faktor der echt gute Lacher produziert.
Appleseed alpha ist ein sehr gelungener Film, mit zwei drei kleinen Schwächen.

Meine Wertung:
4,25 von 5 Cyborgs

[Film-Rezension] When the lights went out

Darsteller: Kate Ashfield, Steven Waddington, Craig Parkinson, u.a.
Regie: Pat Holdon
Format: DVD, Dolby, DTS, PAL, Widescreen
FSK: ab 16 Jahren
Studio: Ascot Elite Home Entertainment
Erschienen: 2012
Laufzeit: 83 Minuten
EAN: 7613059802605

von: Würfelheld

Ein wenig Horror kann nie schaden. So oder so ähnlich war mein Gedanke als ich diesen Film in den Player geschoben habe. Was mich dann erwartete, war Horror.

Die Story:
Der Film versetzt einen zurück nach England des Jahres 1974, genauer gesagt nach Yorkshire. Die Maynards beziehen dort nach langer Suche ihr neues Eigenheim. Die 13 jährige Tochter Sally merkt schnell, dass in den neuen vier Wänden etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Lampen schwingen ohne Luftzug scheinbar von selbst hin und her, Dinge liegen plötzlich an einem anderen Ort und insgesamt hat Sally das Gefühl als wollte etwas Übernatürliches, welches in dem Haus haust, mit ihr Kontakt aufnehmen. Als Sally ihren Eltern von den unheimlichen Vorkommnissen erzählt, glauben sie ihr kein Wort. Sie gehen davon aus das Sally sich das Ganze nur ausdenkt, da sie nicht gerade begeistert war in dieses Haus zu ziehen. Erst als Sallys Eltern ebenfalls Zeuge von unerklärlichen und vor allem unheimlichen Geschehnissen werden, glauben sie Sally. Doch ausziehen wollen sie nicht, zumal eine Wohnungsknappheit herrscht und sie beim besten Willen nicht so schnell etwas Neues finden werden. Während die Mutter das Ganze anfangs zu verdrängen versucht, wittert der Vater seine Chance noch ein paar Pfund neben bei zu machen, was schließlich zum Ehestreit führt. Unterstützung findet Sally in der etwas merkwürdigen Mitschülerin Lucy, die ihr glaubt. Die beiden werden schnell Freundinnen, bis die Entität Lucy im Bad erscheint und diese so sehr verstört, dass sie forciert von ihrer Mutter, keinen Kontakt mehr zu Sally will. Was niemand versteht ist, einmal verhält sich der Geist freundschaftlich gegenüber Sally, dann wieder werden die Maynards und ihre Gäste angegriffen. Nach langem Zögern holen die Maynards sich Hilfe. Bei einer Séance stellt sich heraus, dass es nicht ein, sondern zwei übernatürliche Entitäten im Haus der Maynards gibt. Einer der beiden Geister versucht die Maynards und insbesondere Sally zu beschützen und versucht alles um die Familie vor der zweiten Entität zu warnen, denn dieses Wesen führt nichts Gutes im Sinn. Sein besonderes und durch und durch bösartiges Interesse gilt Sally.

Das Setting:
Die Atmosphäre der 1970ziger fängt der Film hervorragend ein. Kleidung, Fahrzeuge und die für den heutigen Geschmack abscheulichen Tapeten dieser Zeitepoche findet man überall wieder.

Man erhält sofort ein nostalgisches Gefühl und findet sich sofort zurecht. Sprachlich findet man sich allerdings das ein ums andere Mal eher im Hier und Jetzt wieder, was nicht toll zusammenpasst.

Bild und Ton:
Was die tollen Bilder an Atmosphäre schaffen, macht der miese übersteuerte Ton wieder vollkommen zunichte. Der Ton baut auf die Devise „je lauter und kreischiger – umso besser“. Während einzig die Dialoge in guter Tonqualität verhageln einem die Soundeffekte die Stimmung endgültig.

Mein Fazit:
When the lights went out ist ein genretypischer B-Movie, wobei man den Film damit noch schmeichelt. Die Story ist altbekannt und man erwartet förmlich schon den nächsten „Schocker“, wobei diese so vorhersehbar sind, das es einen weder das Blut gefrieren noch den Mund offen stehen lässt. Dieses wird dann noch durch den schlechten Ton zur Vollendung gebracht, sodass man am Ende des Filmes bedient ist und diesen nie ein zweites Mal schauen wird. Ich für meinen Teil bin sehr enttäuscht.

Meine Wertung:

1,75 von 5 Schrecken

[Film-Rezension] A Little Bit Zombie

Darsteller: Stephen McHattie, Kristopher Turner, Crystal Lowe, Shawn Roberts
Regie: Casey Walker
Format: DVD PAL Dolby DTS
Sprache: deutsch
Region: 2
FSK: ab 16 Jahren
Studio: Ascot Elite Home Entertainment
Laufzeit: 83 Minuten
Erschienen: 2012
EAN: 7613059402737

von: Würfelheld

Nachdem ich letztlich einen Zombie-Roman konsumiert habe und dieser auch erträglich war, dachte ich mir, probiere es auch nochmals mit einem Kroppzeugfilm und schau ob das Genre mittlerweile wieder was gutes abliefert. Also ganz blauäugig an diesen Film heran.

Zur Story:
Steve seine Verlobte Tina und das befreundete Pärchen Craig und Sarah wollen ein paar ruhige Tage verbringen. So gesehen die letzten ruhigen Tage vor der herannahenden Hochzeit von Steve und Tina. Dafür schotten sie sich ab und machen sich an die Planung. Als Steve allerdings durch einen kleinen Mückenstich, dem er anfänglich, keinerlei Bedeutung beimisst, mit dem Zombie-Virus infiziert wird, beginnt ein Lebenswandel den sich keiner der vier jemals hätte vorstellen können. Steve verwandelt sich immer mehr in einen Zombie, so wird sein Verlangen nach Hirn, anfänglich noch egal welches Hirn – ob Affe oder Krokodil, Hauptsache glibbrig, immer größer! Wie durch Zufall finden die vier eine Art Zombie-Enzyklopädie die ihnen verrät wie es mit Steve weitergehen wird und das sein Verlangen nach Hirn mit den Ersatzhirnen von Tieren nicht lange gut gehen wird, denn er braucht Menschenhirn.

Bei einer Hirnbesorgung läuft die Gruppe oldschooligen Zombiejägern über den Weg, welche von ihren Erfahrungen und der derzeitigen Suche berichten.

Na wenn sollten sie wohl suchen – richtig – Steve.

Die Ereignisse spitzen sich dann zu, den Steve wird immer unerträglicher und auch herausfordernder, sodass am Ende eine Konfrontation zwischen seiner Gruppe und den Zombiejägern unausweichlich ist.

Das Setting:

Wir befinden uns in einer etwas abseits gelegenen Gegend, wie es für solche Filme die Regel erscheint. Die sich in der Nachbarschaft befindlichen Geschäft- und Wohnhäuser sind US-Like.

Die Charaktere:
Hier stellt sich einfach nur eine Frage: Wer hat den größten Sockenschuß. Gute unterhaltende Leistung der Darsteller ohne dass das Gefühl aufkommt das man sich zu Ernst nimmt.

Bild und Ton:
Nichts besonderes, es ist alles da wo man es erwartet. Die Spuren passen überein, der Sound nimmt nicht die Überhand bzw. Übersteuer nicht. Die Syncro sitzt an der passenden Stelle.

Mein Fazit:
Mit A Little Bit Zombie greift man zu einer gut unterhaltenden Zombie-Komödie die mit ihrer Laufzeit genau umzugehen weiß. Die „Lacher“ sitzen an den richtigen Stellen und man merkt ziemlich schnell dass der Film sich selber nicht so ernst nimmt. Das ist nicht im geringsten störend, sondern sorgt eher dafür das der entsprechende Flair noch besser rüber kommt. Natürlich spielt der Film mit Vorurteilen, nimmt diese aber gekonnt auf und bringt dazu einige passende Lacher.

Wer auf kurzweilige Unterhaltung mit Kroppzeugs steht und das alles nicht so total Ernst nimmt, ist bei A Little Bit Zombie genau richtig aufgehoben.

Meine Wertung:
4 von 5 Glibberhirnen

[Film-Rezension] Hide and Seek – Kein Entkommen

Darsteller: Son Hyun-joo, Shun MI-sun, Moon Jung-Hee
Regie: Huh Jung
Format:
BluRay Widescreen
Sprache:
deutsch, koreanisch
Laufzeit:
ca. 104 Minuten + 30 Minuten Bonusmaterial
Studio: Studio Dream Capture
FSK:
ab 16 Jahren
Erschienen:
2014
EAN:
4029759093923

von: Würfelheld

Manchmal ist es so dass man nicht erklären kann, warum der Griff zu einem bestimmten Film geht. Hier lag es wohl an der Wortfolge: südkoreanische Low-Budget-Produktion. Aber das ist dann noch nicht genug, der Film soll ein absoluter Kassenschlager gewesen sein. Na dann wird es Zeit seine Augen auf die Mattscheibe zu richten und sich das ganze mal etwas genauer zu betrachten.

Zur Story:
Sung-soo lebt glücklich und zufrieden mit seiner Gattin und den zwei gemeinsamen Kindern in einem luxuriösem Apartment, fährt ein schönes Auto und ist als Geschäftsmann sehr erfolgreich.

Das Leben hat es wohl gut mit ihm gemeint. Allerdings kann Sung-soo das alles nicht so wirklich genießen denn ein dunkles Geheimnis belastet ihn so sehr, dass sich sein schlechtes Gewissen in Zwangsneurosen und Schlafstörungen bemerkbar macht.

Eines Tages erhält Song-soo einen Anruf und erfährt das sein Bruder, zu dem er seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr hatte, spurlos verschwunden ist. Sung-soo begibt sich auf die Suche nach seinem Bruder und muss feststellen, dass dieser nach seiner Gefängnisstrafe nie wieder richtig auf die Beine gekommen ist. Er haust unter erbärmlichen Bedienungen in einer heruntergekommenen, dreckigen Plattenbausiedlung und lebt von seinen kläglichen Ersparten.

Sung-soo trifft auf einige merkwürdige Bewohner des Hause und kommt nach und nach dem dunklen Geheimnis dieser Siedlung auf die Spur. Neben jeder Wohnungstür befinden sich verschlüsselte Informationen über Geschlecht und Anzahl der Bewohner. In der Wohnung seines verschwundenen Bruders findet Sung-soo Dinge, die eindeutig nicht ihm gehören und der Verdacht stellt sich ein, dass sein Bruder ein gewalttätiger Psychopath ist, der nachdem er einen schrecklichen Mord begangen hat, geflüchtet ist.

Als Sung-soo wieder nach Hause zu seiner Frau und seinen Kindern fährt stellt er fest das auch dort die rätselhaften Markierungen an jeder Tür zu finden sind. Nachdem ein maskierter Versucht in sein Apartment einzudringen, beschließt Sung-soo seinen Bruder zu stellen um die Sicherheit seiner Familie zu gewährleisten. – Wieder in der schäbbigen Siedlung angekommen muss er jedoch feststellen das sein Bruder lediglich ein bedauernswertes Opfer ist, während der Täter sein nächstes Ziel gewählt hat.

Es beginnt ein Wettlauf mit dem Tod, denn der Täter hat es auf Sung-soo’s Familie abgesehen.

Mein Fazit:
Mit Hide and Seek – Kein Entkommen erhält man nicht alltägliche Filmkost. Man muss sich nicht lange zurechtfinden oder groß Charakternamen merken, denn zum einen könnte die Story in jeder größeren Metropole spielen und zum anderen ist der Cast sehr überschaubar.

Die Story und das darin enthaltenen dunkle Geheimnis stellen nun nicht die Neuerfindung des Filmes dar, so sorgt das Geheimnis aber für einige Klarheit und greift damit familienpolitische Probleme auf.

Hide and Seek – Kein Entkommen sorgte bei mir über seine komplette Laufzeit für ein beklemmendes Gefühl, welches allerdings durch das Gefühl „kenne ich bereits irgendwoher“ immer wieder unterbrochen wurde und ich täusche mich da nicht, denn ein wenig Black Chrismas ist eindeutig vorhanden.

Das auf der Disc befindliche Bonus ist Standard und nicht wirklich beachtenswert.

Mich konnte der Film nicht wurklich überzeugen.

Meine Wertung:
3 von 5 Wohnkomplexen

[DVD-Rezi] Das Vorzelt zur Hölle

Laufzeit: 300 Minuten

Ton: Dolby Digital 2.0

Bild: 1,85:1 (16:9 anamorph)

Medien: 2

Veröffentlichung: August 2012

von: knodelchen

 

Beretis Anfang März 2012 erschien „Das Vorzelt zur Hölle“ als Taschenbuch bei Droemer-Knaur. Nun haben sich Tommy und sein Vater Werner dazu entschlossen, das ganze auch als Silberling auf den Markt zu bringen. So verarbeiten Vater und Sohn ihre Jugend- bzw. Kindheitserinnerungen nun auch auf diese Art und Weise.

Mehr zum Inhalt findet man >>>HIER – Das Vorzelt zur Höhle (Buchrezi)<<< !!!

Zur Umsetzung:

So recht in eine „Schublade“ lässt sich die Doppel-DVD nicht packen. Es ist keine Buchbesprechung, kein Zeichentrickfilm und auch keine Dokumentation. Im Grunde kann man sagen das die DVD eine Mischung aus all diesen Komponenten darstellt. Während Tommy und Werner Krappweis gemütlich auf der Couch, dem Küchentresen, dem Balkon oder am Esstisch sitzen, erzählen sie die kleinen Schmankerl aus den gemeinsamen Familienurlauben. Zur Verdeutlichung der teilweise recht absurden Begebenheiten und Ereignisse werden kleine aber sehr liebevoll gestaltete Zeichentricksequenzen eingespielt. In einigen Folgen erhalten Tommy und Werner tatkräftige Unterstützung von Tommys Bruder und Mutter, sowie den Freunden von Werner Krappweis. Bei letzten bedankt sich Tommy dann auch ganz herzlich dafür, dass diese seinem Vater den Campingfloh ins Ohr gesetzt haben; Worunter der kleine Tommy später doch so arg zu leiden hatte.

Das ganze ist als Miniserie in 12 Folgen aufgebaut. Auf der zweiten DVD gibt es dann auch ordentlich viel Bonusmaterial.

  • Ungesendete Bonusfolgen
  • Mitschnitte von Tommys Lesereise
  • Tommys Videovita
  • Private Urlaubsfotogalerie (man könnte auch sagen die Beweisfotos)
  • und der Soundtrack zur Sendung exklusiv im DVD-Rom-Part als mp3-Datei.

Fazit:

Als ich das DVD-Case mit dem schön gestalteten Cover bekommen habe dachte ich: „Oh prima, das Buch als Zeichentrickumsetzung!“. Der Zahn wurde mir dann doch recht schnell gezogen und ich muss gestehen das ich die DVD nach den ersten beiden Folgen weggelegt habe.
Frei nach der Devise: „Nee! – Auf eine Buchbesprechung habe ich so gar keine Lust!“ Doch irgendwie ließ mich das ganze dann doch nicht in Ruhe und ich dachte: „Ach was soll’s, vielleicht hab ich ja doch Spaß daran!“ Im Nachhinein bin ich nur froh das ich mir die beiden DVDs komplett angesehen habe, denn ich hatte einen Riesenspaß an der Sache! Tommy und Werner erzählen die Geschichten mit sehr viel Charme und Witz so das man des öfteren Tränen vor lachen in den Augen hat. Die sehr schön gestalteten Zeichentricksequenzen und Auftritte von Familie und Freunde ergänzen das ganze wunderbar.

Was mit 300 Minuten, also 5 Stunden, zu Beginn doch recht lang erscheint, erweist sich dann doch als sehr kurzweilig. Nachdem man alle 12 Folgen gesehen hat ist man doch schon etwas traurig das da nicht noch mehr Folgen sind. Doch das umfangreiche Bonusmaterial hilft einem sehr schnell darüber hinweg.

4,75 von 5 Vorzelte