[Rezi] Das Spiel der Türme – DSA – Die Türme von Taladur 3

Autor: Marco Findeisen

Verlag: Ulisses Spiele

Format: broschiert, 415 Seiten

Erschienen: Januar 2012

ISBN: 978-3868892086

 

„Die Türme von Taladur“ beherrschen das Bild einer reichen Stadt im Herzen Almadas. Fernab von den großen aventurischen Ereignissen spielt sich hier hinter den Kulissen ein Machtkampf zwischen den großen Familien ab, nun nachdem die Ratsherrin Giuliana Tandori tot ist, die bisher ein Garant für das Gleichgewicht der Kräfte in der Stadt war.

In insgesamt sechs Bänden erzählen ebenso viele Autoren von den Intrigen und Leidenschaften vor dem Hintergrund des Rollenspiels „Das schwarze Auge“. Drei Monate sind inzwischen vergangen und „Das Spiel der Türme“ darf seinen Lauf nehmen, erzählt von Marco Findeisen.

Elclamor Cavazaro wird von allen nur „Der Dom“ genannt. Alle, die mit ihm zu tun haben, merken sehr schnell, dass er mit allen Wassern gewaschen ist, wenn es darum geht, seine Ziele zu erreichen. Und diese sind hoch gegriffen, beteiligt sich das Oberhaupt der Sippe Cavazaro doch auf seine Art an dem Machtkampf zwischen den Familien. Er hat feine Fäden gesponnen und bewegt seine Schachfiguren nun genau so gekonnt, wie ein Marionettenspieler auf der Bühne.

Das merkt sein Schützling Laurenzio besonders gut, der nach seinem Rauswurf aus der letzten Akademie kein besseres Auskommen gefunden hat, als die Gehilfenstelle bei einem Puppenspieler.

Aber Dom Cavazaro hat seine eigenen Pläne mit dem jungen Zauberer und bindet ihn schon bald fest in seine eigenen Pläne ein. Denn nicht nur im Rat der Stadt, auch unter den Zünften ist nach dem unglücklichen Dahinscheiden von Dom Lumino Xetarro ein Machtkampf ausgebrochen, denn nicht alle sind dazu bereit, seinen Nachfolger in Amt und Würden zu bestätigen – immerhin ist der doch nur ein zwölfjähriger Junge.

Derweil versucht die junge Jazemina immer noch ihren verlorenen Geliebten zu finden und hadert mit der Tatsache, dass ihr ungeborenes Kind schneller zum Spielball in den Intrigen der eigenen Familie werden könnte, als ihr lieb ist. Doch um doch noch ihr Glück zu finden, muss sie nicht nur über ihren Schatten springen, sondern noch einiges mehr tun …

Marco Findeisen schließt direkt an die Ereignisse der vorhergehenden Bände an und spinnt einige Ereignisse weiter, so dass es mittlerweile unerlässlich ist, die Geschichte bis jetzt zu kennen.

Zwar wechselt er die Protagonisten, nicht aber den Hintergrund selbst, so dass er sich gelegentlich auf Personen und Geschehnisse bezieht, denen der Leser bereits begegnet ist und diese nicht noch einmal ausführlich erklärt.

Mit Dom Cavazaro begegnet man erstmals einer Figur, die im Spinnen von Intrigen erfolgreich ist und keinen Fehler begeht, wie etwa sein glückloser Vorgänger. „Der Dom“ ist ein Meister der Taktik und des Intrigierens und lässt die schmutzige Arbeit von anderen machen. Man merkt jedenfalls deutlich, dass sich der Autor sehr stark vom Florenz der Renaissance hat beeinflussen lassen und sich ungeniert aus Beispielen der Geschichte bedient, in denen nicht einmal Blutsverwandte sicher sein konnten, ob der Herr der Sippe nicht auch über ihre Leiche bereit war zu gehen.

Interessant ist, dass diesmal die Grenzen zwischen Adel und Nichtadel verschwimmen. Man agiert nicht nur lockerer miteinander, auch die Sprache hat sich angeglichen, so dass man den ein oder anderen durchaus falsch zuordnet.

Wieder ist die Handlung in sich geschlossen, auch wenn der die Bücher verbindende Hintergrund weitergesponnen wird und in eine neue Phase eintritt. Aber die Ereignisse scheinen noch nicht wesentlich für das Geschehen wirken eher wie persönliches Geplänkel.

Die Figuren bleiben allerdings relativ blass. Auch wenn Laurenzio erstmals eine Figur ist, mit der man sich anfreunden kann, so entwickelt er doch nicht mehr als einen oberflächlichen Charakter. Ähnlich sieht es mit dem Dom aus, der eher dem Archetypen eines machiavellischen Fürsten gleicht als einem Menschen mit Schwächen und Fehlern.

Alles in allem kann aber auch dieser Band unterhalten, da Action, lange Dialoge und Beschreibung ausgewogen verteilt wurde.

„Das Spiel der Türme“ setzt den Trend fort, die Ränke einer Familie in den Mittelpunkt von „Die Türme von Taladur“ zu stellen und nichts anders. Auch diesmal werden vor allem die Fans ausführlicher, personenbezogener Intrigen, garniert mit ein wenig Action und Drama, ihren Spaß haben, weniger die Leser, die mystische Geheimnisse und epische Kämpfe suchen.

 Meine Bewertung:

3,5 von 5 Türmen

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Ulisses Spiele  im Netz

 

[Rezi} Die Last der Türme – DSA – Die Türme von Taladur 2

Autor: Andrè Wiesler

Format: broschiert, 309 Seiten

Verlag: Ulisses Spiele

ISBN: 978-3868891966

Eine Stadt im Herzen Almadas ist der Schauplatz der sechsteiligen Saga im „Die Türme von Taladur“. Hier kämpfen nach dem Tod der Ratsherrin Giuliana Tandori die alten und mächtigen Adelssippen um die Vorherrschaft in der Stadt und dem Umland. Die Familie gilt den Einheimischen alles und für ihr Wohl ist man bereit zu morden. Das zeigt sich vor allen in „Die Last der Türme“, dem zweiten Roman der Reihe, der von Andre Wiesler verfasst wurde.

Anders als die anderen Familias, die genügend Köpfe ihr eigen zählen und denen es deshalb nichts ausmacht, mal den ein oder anderen zu verlieren, kämpfen die Xetarro ums Überleben. Dom Lumino ist alt und sieht dem Ende seines Lebens entgegen.

Dennoch hat der Hellsichtmagier und Gildenmeister noch nicht entschieden, wer von seinen Ziehsöhnen einmal der Erbe von Titel, Vermögen und Ämtern sein soll. Da ist einmal der heißblütige Zahir, seines Zeichens ein begnadeter Fechter, und auf der anderen Seite der ruhige aber gerissene Hesindio, der genau weiß, wie er die Fäden der Macht zusammenhalten muss.

Der alte Mann hat seinen Ziehkindern in den letzten Jahren viel beigebracht, nun muss sich zeigen, wer würdiger ist, sein Nachfolger zu sein. Aus diesem Grund räumt der alte Mann jedes Hindernis aus dem Weg, nicht ahnend, welche Entwicklungen er damit auslöst.

Derweil wird jedoch auch das Schicksal von Edelhard, Jazemina und Boromeo fortgeschrieben. Während ersterer sich inzwischen recht gut in die Gesellschaft eingefügt und deren Regeln gelernt hat, ist letzterer ist am tiefsten Punkt angelangt, den ein Bewohner Taladurs erreichen kann – in den Alaun-Minen. Wieder kommen neue Geheimnisse ans Licht, die auch andere ehrwürdige Familien der Stadt erschüttern können. Denn zu den Traumwandlern gehören nicht nur einfache Männer und Frauen, die ihrem traurigen Leben entfliehen wollen, sondern auch junge Adlige…

André Wiesler schreibt zwar auch die große Handlung weiter und lässt immer wieder Entwicklungen einfließen, die den Hintergrund fortschreiben, konzentriert sich aber weitestgehend auf die Familie Xetarro und arbeitet diese etwas gezielter aus. So erhalten Zahir, Lumino und Hesindio tatsächlich etwas mehr Profil als die anderen Figuren und man nimmt an ihrem Schicksal wesentlich mehr Anteil.

Natürlich nutzt der Autor wieder einiges an klassischen Klischees, doch man nimmt es ihm nicht übel, da der Einsatz funktioniert.

Die Sympathien ruhen jedoch eindeutig auf dem geradlinigen Zahir, der seinem Herzen folgt und für sich erkennt, dass das wahre Glück nicht im Nehmen, sondern im Geben liegt, aber auch sein Bruder und sein Vater sind durch ihre verruchte Skrupellosigkeit so interessant, dass man sie gut von dem Rest der Figuren unterscheiden kann.

Die Handlung ist spannend aufgebaut. Es gibt jede Menge Action und Drama, einige böse Wendungen und nicht zuletzt auch einige Enthüllungen, die Lust auf den nächsten Band machen. Auch ist die Atmosphäre etwas derber und rauer als im ersten Band, lässt es sich der Autor doch nicht nehmen, den Standesdünkel genüsslich auszuarbeiten und zu zeigen, wie viel Wert eigentlich die „Fellachen“ in den Augen der Adligen haben.

Wie im ersten Band gibt es einiges an Bezügen zu Aventurien, allerdings gilt auch hier, dass die Geschichte auch an anderer passender Stelle spielen könnte. Und dazu kommt, dass es wichtig ist, den ersten Band zu kennen, da es anders nicht möglich ist, das Intrigengeflecht im Hintergrund oder das Verhalten einiger Personen zu verstehen.

„Die Last der Türme“ zeigen, dass „Die Türme von Taladur“ auch andere Facetten zeigen können. Diesmal werden vor allem die Leser ihren Spaß haben, die actionreiche Intrigen mögen, bei denen es ordentlich zur Sache geht. Die in sich geschlossene Haupthandlung wird erstmals von Entwicklungen im Hintergrund begleitet, die neugierig auf die Fortsetzung machen.

3,75 von 5 Sternen

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Ulisses Spiele im Netz

[Rezi] Türme im Nebel – DSA – Die Türme von Taladur 1

Autor: Bernard Craw

Format; broschiert, 378 Seiten

Verlag: Ulisses Spiele

ISBN: 978-3868891669

„Die Türme im Nebel“ ist ein von Bernard Craw entworfenes Projekt, dass sich über mindestens sechs Romane hinziehen und von mehreren Autoren geschrieben werden wird. Jedes Buch fügt seine Mosaiksteine zum Gesamtbild hinzu, auch wenn es aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben wird. In „Türme im Nebel“ führt Craw deshalb erst einmal die wichtigsten Figuren ein, die immer wieder auftauchen werden und enthüllt erste Facetten des Settings.

Der junge Edelhard von Binsböckel hat keine Wahl mehr. Nachdem es ihm nicht gelungen ist, die Hand einer schönen und reichen Erbin aus der Umgebung zu gewinnen, beschließt ihn der Vater an Handelspartner im fernen Almada zu verheiraten, die zwar auch von Adel sind, aber einen ganz anderen Lebensstil pflegen. Nur mit einem Brief ausgestattet, reist der junge Mann ab und erreicht nach ereignisloser Reise Taladur.

Dort herrscht allerdings keine Ruhe, denn gerade eben erst ist Ratsherrin Giuliana Tandori verstorben. Alles deutet zwar zunächst auf einen natürlichen Tod hin, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass sie umgebracht wurde. Ehe dies genauer untersucht werden kann, übergießt jemand die Leiche mit Öl und setzt sie in Brand.

Die reichen und mächtigen Familien der Stadt sind in Aufruhr. Nicht nur, dass Verbrechen hat sie aufgeschreckt, es ist auch ein Machtvakuum entstanden. Die Karten können jetzt wieder neu gemischt werden. So wetzt manch ein Dom oder eine Domna heimlich im hauseigenen Streitturm das Messer, um endlich die Rivalen auszuschalten.

Der junge Adlige aus dem rauen Darpatien versucht sich zunächst aus allem herauszuhalten, weil ihm die Intrigen fremd sind. Dumm nur, dass sich ausgerechnet Edelhards Verlobte Jazemina Ernathesa in Boromeo, einen Sohn der verfeindeten Familie Amazetti verliebt hat, der in seinem Übermut selbst ziemlichen Ärger bekommt. Und dass ist nur eine der vielfältigen bösen Intrigen unter den reichen und mächtigen Familien Taladurs, der reichen Eisenstadt im Herzen Almadas, die eine unruhige Zeit versprechen.

Man merkt dem ersten Band an, dass er erst einmal das Szenario bereitet und die Weichen für die späteren Ereignisse stellt. Bewusst springt der Autor von Schauplatz zu Schauplatz und stellt die wichtigen Figuren und ihre Beziehungen vor, baut erste Verwicklungen auf. Der Mord und die Schändung des Leichnams sind dabei eigentlich nur der Auftakt zu den eigentlichen Ereignissen – den Intrigen zwischen den Familien, die nun wie in einem klassischen Drama ihren Lauf nehmen.

Da ist einmal das Liebespaar, das zwischen den verfeindeten Familien steht, die Oberhäupter der Adelshäuser, die ihre Rivalen ganz genau beobachten um im entscheidenden Moment den richtigen Zug zu machen. Durch Edelhard von Binsböckel erhält der Leser zugleich die Möglichkeit, in das ganze Intrigengeflecht hineinzuwachsen.

Auch andere Gruppen, wie die geheimniskrämerischen Traumwandler, die sich mit Rauschkräutern in eine andere Bewusstseinsebene versetzen und eine Horde von Ferkinas tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die Situation verschlimmert.

Da zwar viele Fragen aufgeworfen, aber kaum Antworten gegeben werden, bleibt die Spannung eher mäßig, die Handlung szenisch. Selbst die eingestreute Action kann den Eindruck nicht verbessern. Immerhin ist es flüssig geschrieben, Längen werden weitestgehend vermieden.

Bei der Vielzahl der Figuren ist es auch nicht möglich, diese eingängiger zu charakterisieren, so bleiben selbst die wichtigen Personen eher blass, so dass man sich keinen wirklich merken kann. Aus dem Grund ist der Dramatis Personae auf den letzten Seiten auch sehr hilfreich.

Der Aventurien-Kenner wird zwar einiges wiedererkennen, was die Atmosphäre von Das schwarze Augen wiederspiegelt, dennoch ist Taladur so allgemein gehalten, das die Stadt auch im dekadenten Süden oder im lieblichen Feld spielen könnte.

Wer also eine abgeschlossene Handlung mit viel Action oder zumindest ausgefeilteren Figuren sucht, wird letztendlich nicht zufrieden sein.

Alles in allem bietet „Türme im Nebel“ zwar einen angemessenen Auftakt der Reihe „Türme im Nebel“, dürfte aber dennoch vor allem die Leser ansprechen, die großangelegte Intrigenspiele mögen und so nichts dagegen haben, dass der erste Roman eher zur Einführung dient, als wirklich mit Spannung und tiefergehenden Entwicklungen punkten kann.

3 von 5 Sternen

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Ulisses Spiele im Netz

[NEWS] Das schwarze Auge – Blutmond

shot_01Die Macher von Herokon-Online lassen wieder etwas von sich hören. So wird demnächst der erste Teil einer Android-Smartphone-Games Trilogie, welche auf den DSA Hintergrund aufbaut, mit dem Namen Blutmond erscheinen. Die Spielzeit wird ungefähr 10 Stunden betragen, wobei diese vom Spielstil, welcher Berücksichtigung finden wird,  abhängt. Freuen darf man sich auch darüber, das man in den beiden Nachfolgern namens Rachemond und Kupfermond seinen Helden weiter spielen kann. Ausserdem wird es eine Hall of Fame Funktion geben, die sowohl den einzelnen Helden als auch die komplette Trilogie berücksichtigen wird. Wer sich einen ersten Eindruck machen möchte, siehe sich den exklusiven Screenshot an.

Weitere Informationen gibt es H*I*E*R

[Rezi] Die Rose der Unsterblichkeit I – Schwarze Perle

Autor: André Wiesler

Verlage: Ulisses Spiele GmbH

Format: Broschiert 300 Seiten

ISBN 13: 978-3-86889-209-3

Preis: 11,95 €

von: Würfelheld

Der Roman aus der Feder von André Wiesler eröffnet die Reise nach Uthuria, einem weiteren Kontinent im DSA-Universum. Das Cover, wofür Melanie Maier verantwortlich ist, zeigt Alrik, einen stadtbekannten Gladiator, welcher eine gewichtige Rolle in diesem Werk spielt.

Zum Inhalt:

Am 20. Tage des fünften Monats 1027 BF verkündet der Al Anfanische Patriarch den anderen Ratsmitgliedern das er einen unglaublichen Plan entwickelt habe um den Glanz und Reichtum seiner Heimat zu erhöhen. So wird beschlossen das nach knapp kalkulierter Zeitspanne eine Expedition aufbrechen soll. Ihr Ziel lautet schlicht und einfach Uthuria!

Nach dem der Beschluss gefasst wurde machen sich die einzelnen Vertreter Al Anfas daran ihrer Expeditions-Zusage Nachdruck zu verleihen und lassen entsprechende Schiffe dafür bauen. Weiterhin wird Ausschau nach geeigneten Mannschaftsmitgliedern, Forschern, Geweihten und Gelehrten gehalten.

Dabei wird für das Schiff, welches für das Haus Kugres in See stechen wird, der Beschluss gefasst dieses mit gescheiterten Existenzen zu füllen. So entsteht ein bunter Haufen an Sonderlingen, welche die Herausforderungen und die Tragweite dieser Expedition zuerst nicht recht erkennen können.

Als die Expedition dann im Jahre 1028 BF beginnt sticht das Kugres Schiff zuerst in See und wird am Port Amiras auf den Rest der Flotte warten. Während dieser Wartezeit geriet die Besatzung, besonders durch den Gelehrten Marfan, schon in die ersten Zwischenfälle. Den Marfan geht seinen Lehrern so intensiv nach, das er dabei Grenzen überschreitet, und mit diesen Überschreitungen einen Moha-Stamm beleidigt.

Als dieses Problem einigermaßen bereinigt scheint erspäht man den Rest der Flotte. Nach kurzen Nachzählen kommt die Expedition auf nur elf Schiffe, was von vielen Teilnehmern schon als schlechtes Omen betrachtet wird. Nach einiger Zeit geht es dann weiter südwärts. gen Uthuria, vermutlich. Die Kunde des Zieles verbreitet sich unter den Mannschaften, die bis dahin nicht über selbiges informiert waren, schnell und sorgt für gemischte Gefühle. Nach einigen Tagen auf See landet die Flotte an einer Inselgruppe und frischt hier zum letzten male ihre Vorräte auf. Als dann die Segel erneut gesetzt werden spinnt sich ein Netz von Intrigen, Missgunst und Leidenschaften, welches sogar für den Verlust von einzelnen Mannschaftsmitgliedern und Schiffen sorgt.

Mein Fazit:

Nach vielen Jahren habe ich mit „Schwarze Perle“ wieder einen DSA Roman in die Hände genommen und gelesen. Der Grund lag nahe, denn hier sollte man einen guten Wiedereinstiegspunkt gefunden haben, denn Uthuria ist ja noch unentdeckt. Mit voller Vorfreude und Neugier machte ich mich dran, mal sehen was der Wiesler da zusammengeschrieben hat. Und was soll ich sagen, ich bin nicht enttäuscht worden!

Andrè Wiesler schafft es hervorragend einem die Protagonisten ins innere Auge zu projizieren und diese Gestalt annehmen zu lassen. Die von den Protagonisten getätigten Handlungen sind nachvollziehbar und man muss nicht rätseln warum eine Handlung erfolgte. Weiterhin sind die einzelnen Handlungsstränge gut auseinander zuhalten, denn Wiesler schafft es durch markante Einflechtungen diese für den Leser unterscheidbar zu machen.

Die Orte die in „Schwarze Perle“ beschrieben werden, wie etwa die Inselgruppe wo die Vorratsauffrischung vorgenommen wird, können sich gut im Kopfkino nachbilden und man erhält den Eindruck das man diese irgendwie schon einmal Live gesehen hat.

Die beschrieben Kampfszenen bringen genügend „Hau drauf“ und Action zwischen die Buchdeckel, wobei man immer im Hinterkopf haben sollte, das es sich dabei um DSA-Helden hanelt. Die Detailtiefe der Kampfszenen lässt kaum Wünsche offen. So zieht es bei einigen Szenen durch jede einzelne Pore und das Mitfiebern mit den Protagonisten wächst und wächst. Wiesler schreckt auch nicht vor dem Ableben seiner Charaktere zurück und schafft damit noch mehr Storytreue.

Allerdings ging mir das ganze Leidenschaftsgedönse und die allgegenwärtige Liebe ein wenig auf die Nerven. Es passt zwar zur Story allerdings sorgte es bei mir für die ein oder andere Lesepause.

Trotzdem freue ich mich schon auf ein baldiges Widerlesen mit dem Expeditionstrupp!

Meine Bewertung:

4,5 von 5 Efferd-Geweihte

Weitere Infos:

André Wiesler im Netz

Ulisses Spiele

Lesung André Wiesler RatCon 2012

Interview: André Wiesler bricht nach Uthuria auf

Gewinnspiel:

Zu gewinnen gibt es ein E-Book von „Die Rose der Unsterblichkeit 1 – Scharze Perle“ von André Wiesler.

Um das E-Book zu gewinnen hinterlasst einen Kommentar warum Du das Buch gewinnen solltest.

Das ganze endet am 18.11.2012 um 12 Uhr.

Viel Erfolg!

[CD-Rezi] Herokon Online Soundtrack

Künstler: Erdenstern

Genre: Spielesoundtrack

Länge: 79:46

Anzahl Tonträger: 1

Veröffentlichung: 10/2012

EAN: 0609224512186

Die Aufmachung

Mit dem Soundtrack zu Herokon Online bringt Erdenstern frisch zur SPIEL 2012 bereits ihren zwölften Silberling auf dem Markt. Die Silberscheibe gibt ihre zwanzig musikalischen Klangarrangements in 79:46 Minuten zum besten. Sollte die CD sich mal nicht im Player drehen, kann man diese im schön gestalteten Pappschuber verstauen. Dieser beinhaltet neben dem Platz für den Silberling auch ein zwölfseitiges Booklet, welche gespickt mit Spielszenen, weitere Informationen zu den einzelnen Tracks enthält, sprich man bekommt per Schlagwörter einen Stimmungsvorgeschmack.

Die Tracks

Die zwanzig enthaltenen Tracks sind in vier Kategorien eingeteilt, so dass man sich auch Thematisch durch den Silberling hören kann. Die erste Kategorie trägt den Namen „zu Hause“. Den Anfang beschreitet hier „Das Buch Herokon“, ein erwartungsvolles Stück welches Freude und Amüsement ausstrahlt. Dafür greift Erdenstern auf einige Streich- und Blasinstrumente zurück und setzt die Drums in den Hintergrund. Weiter geht’s mit „Willkommen in Aventureien“. Dieser Song ist als Einleitung oder aber in hektischen Szenen hervorragend geeignet. Schnelligkeit und Gesang untermalen dieses. Den dritten Song in dieser Kategorie mimt „Das ist unsere Heimat“.Ein Stück was beruhigend folkloristisch daherkommt und für ruhige Szenen hervorragend geeignet. Das vierte Stück in dieser Kategorie ist Track 20 „Zeit der Abenteuer“. Dieser episch anmutende Track sorgt am Ende des Silberlings für den Wunsch nach mehr bzw. für das wiederholte drücken auf >play<.

Kategorie zwei dreht beschäftigt sich mit „Reise“. So beginnt das ganze mit „Goldenes Herbstlaub“, einen Track der sowohl Melancholie als auch Reiselust versprüht und dabei auf großes Getrommel verzichtet. Weiter geht’s mit „Über die weite Ebene“, ein Song der die Weite durch seine vielseitg eingesetzten Instrumente und über seine Rhythmen zur Geltung bringt. „Dichtes Unterholz“ versprüht Angst, sprich man kommt auf seiner Reise vom Träumen ab und wird vorsichtig. Wer hier aber schrille Klänge erwartet liegt falsch, dieser Track lebt durch seine Ruhe, selbst bei seiner leichten Tempoerhöhung. Anschließend wird „Durch den Morast“ an die Ohrmuschel gebracht. Hier entsteht ein leicht drückendes Gefühl, wobei sich auch Traurigkeit und Abschied hervorragend als Bild für diesen Song nennen lassen könnten. Wer der Reise noch nicht überdrüssig ist, wird nun mit „Meterhoch Schnee“ in die Kälte geschickt. Hervorragend schafft es dieser Track einen die Frostbeulen auf den Körper zu zaubern. Zum Abschluss der Reise wird einem Element welches einem Reisenden stets begleitet (starken Druck) ein Lied gewidmet, die Rede ist von „Der Wind steht günstig“. Man verspürt das Verlangen die Reise fortzusetzen.

Nachdem nun die Hälfte hinter uns liegt, wird es Zeit sich dem Kapitel „Orte“ zu widmen. Den Anfang macht hier „Spielt die alten Lieder!“. Ein ruhiger fröhlicher Auftakt für dieses Kapitel, der viel verspricht. Mit Kraft die durch und durch geht, werden wir anschließend beglückt. „Unser Tempel“ lässt einen direkt in einen solchen eintauchen, bevor uns „In dunklen Ecken“ mit bedrohlichen Klängen, die hervorragend in Waldszenen oder verlassenen Gebäuden zum Einsatz finden könnten aus diesen wegreist. Nach diesem horrablen Sound werden wir in eine „Spelunke“ entführt, wobei hier die Musizierenden schon kräftigst zugeschlagen haben müssen. Wenn der Kater verklungen und der Wein vergessen ist, geht es in „Die Magierakademie“. Hier wird’s verspielt. Klangreihenfolgen tanzen und versprühen Fröhlichkeit. Der Abschluss vom dritten Abschnitt auf der Silberscheibe bildet „Das Portal des großen Tempels“. Dieser Song knüpft nahtlos an „Unser Tempel“ an und versetzt einen wieder in alter kalte Tempelgemäuer.

Den Abschluss macht „Kampf“. Rhythmisch geht’s in „Hauen und Stechen“ los. Ein schneller Rhythmus der einen sofort die letzten Kampfbilder wieder hervorruft. Heldenhaft wird es dann in „Für den König und für das Volk“, den hier bekommt man die Fröhlichkeit von nach gewonnenen Schlachten in den Gehörgang geliefert. „Haltet die Anhöhe“ ist ein Schlachtbrecher. Hier gibt es im wahrsten Sinne des Wortes Schlachtenklänge um die Ohren. Hervorragend um sich in Kampfstimmung zu bringen. Den endgültigen Abschluß bildet „Krieger bis zum Horizont“. Man stelle sich vor das Schlachtfeld ist mit Leichen übersät um am ringt selbst nach Luft. Als der Blick nach oben schweift erkennt man das Nachrücken des Gegners… unendliche Helme, Rüstungen und Schilde die in der Sonne glänzen. Die dazu passende Untermalung findet sich in diesem Track.

Mein Fazit

Den Erdensternen ist mit diesem Silberling eine hervorragende Mischung aus Ruhe, Rhythmus und Kraft gelungen. Die Silberscheibe eignet sich hervorragend auch abseits vom Herokon Online, wie etwa als Lesemusik. Die gebotenen Länge und die Abwechslung die die Einzelstücke bieten, sind eine hervorragende Mischung fürs Kopfkino. Der Silberling erweist sich als Fundstück, so findet man auch nach mehrmaligen Hören wieder und wieder neue Überraschung bzw. Eintauchmöglichkeiten. Für mich ist dieser Soundtrack eine absolute Empfehlung! Tolles Stück!

5 von 5 Abenteuerreisen!