[Rezension] Justice League: Infinite Frontier 1 & 2

© Panini

Justice League. Ich darf mir direkt die ersten beiden Hefte der Infinite Frontier-Reihe ansehen. Enthalten sind die 4 Bände: Unendliche Geheimnisse, Unendliche Lügen, Unendliche Rückkehr, Unendlicher Verrat. Na, dann wollen wir doch mal schauen, ob ich da problemlos reinkomme.

INHALT
Oooookay! Wir sind auf Erde 23, ein schwer verletzter Batman von einer anderen Erde landet in einem Mais(?)-Feld, die normalen Menschen wissen, dass das Multiversum existiert und in Batmans geheimer Raumstation werden die Veränderungen im Multiversum überwacht. Alles klar. Nicht. Ich versteh nach 5 Seiten nur Bahnhof und werde mich erstmal in etwas Sekundärliteratur vertiefen, bevor ich weiterlese. Ja, DC-Spezis, macht euch nur über mich lustig, aber das ist alles zu viel für einen einfachen Menschen von der Erde (0?).

Etwas später…

Okay, wir springen jetzt wild von Ort zu Ort, von Erde zu Erde, von Person zu Person, aber es wird klar, dass das B.P.E. neu gegründet wurde, um bevorstehende Probleme mit dem Multiversum gar nicht erst auftreten zu lassen und dass der Flash etwas auf der Spur ist und mit einem Sprint von Erde zu Erde schlussendlich auf der mysteriösen „Erde Omega“ landet, wo er auf tote Götter trifft, sowie auf Psycho Pirat, der amer nur ein Zwischengegner zu sein scheint, denn eine geheimnisvolle Stimme flüstert ihm Dinge ein – er ist also nur Handlanger. Ein größeres Böses muss hinter ihm stecken. Aha! Endlich etwas Handfestes! Zurück auf der Erde scheint die nächste wichtige Information zu sein, dass Roy Harper auch auf der Zielliste dieser Bedrohung zu stehen scheint.

Unterdessen treffen sich auf Erde 0 Agent Chase, Superman und Batman – Hossa, Williamson fährt ordentlich auf. Tja, auch dieses Treffen hilft nicht weiter. Ebenso wie Chase tappen wir Leser*innen noch schwer im Dunklen was sich hier abspielt.

Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass das Multiversum zerstört und neu geboren zu sein scheint. Charaktere haben sich verändert; Magog kehrt zu seinem alten unerfreulichen Charakter zurück, der explodierte Captain Atom ist wieder quicklebendig. Irgendwie scheint alles im Fluss.

Vielleicht ist das hier nicht die Stelle, um mehr von der Handlung zu verraten, aber ich kann auf jeden Fall die Zeichnungen lobend hervorheben, denn zwei absolut solide Bände haben immer mal wieder richtige Highlights mit fast doppelseitigen, sehr detaillierten Gefechten und kleinen Highlights wie einem tollen Panel, in dem Agent Chase den wegfliegenden Batman und Superman nachblickt. Echt gelungen. Sieht toll aus und liest sich zunehmend gut.

Noch ein kleiner Spoiler – nachdem Band 1 mit einem gigantischen Atompilz endet, beginnt Teil 2 mit einer Titelseite des Daily Planet, der direkt mal 5 Fragen in Bezug auf das Multiversum aufwirft. Gefällt mir als Stilmittel sehr gut, so weiß ich schon in etwa, was mich in dem Band erwartet. Hoffen wir, dass diese Mysterien zumindest teilweise aufgelöst werden. Und hey, dieser zweite Band wird jetzt richtig stark. Er greift alte Handlungsstränge wieder auf, eröffnet neue, treibt die Handlung voran. Verdammt, Flash scheint irgendwie der Schlüssel zu allem zu sein – oder doch nicht? Sei es wie es sei, ich habe selten gesehen wie auf so wenigen Seite nso viele Individuen und Organisationen verraten wurden. Das ist alles mehr als verwirrend, wenn auch in wirklich tollen Bildern.

© Panini

MEDIADATEN

…Autor: Joshua Williamson
…Zeichner: Jesus Marino, Paul Pelletier, Tom Derenick, Xermanico
…Übersetzung: Christian Heiß
…Verlag: Panini Verlag
…Original: Infinite Frontier – parts 1 – 4
…Format: Softcover im US-Comicheft-Format
…Seiten: je 68
…Erschienen: April und Mai 2022
…ISBN: 4-193411-206997 und 4-193411-206997
…Preis: ja 6,99 EUR

MEINE MEINUNG
Zu Beginn ist es echt schwer Handlung, Orten, Personen und Welten zu folgen. Das war wirklich anstrengend, da sind selbst die älteren Auster-Romane oder die Illuminatus-Trilogie leichter zu verfolgen. Ich wollte nach der Hälfte des ersten Bandes aufgeben, aber dann sortierte sich langsam alles, ein roter Faden war zu erkennen, die Handlung wurde linearer und auch Menschen, die nicht tief (und ich meine TIEF) in der DC Lore stecken, konnten jetzt Vergnügen an der spannenden Reihe finden.

Sehr schön auch, dass zahlreiche größere und kleinere Geheimnisse eingeführt werden – das hält mich am Lesen. Insgesamt ein leicht holpriger Start in eine Reihe, die ordentlich Potential hat.

MEINE WERTUNG
3,75 von 5 Multiversen

von: Moritz

L I N K S

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