[Rezension] Der tiefe Wald (Rollenspiel, Fantasy)

© System Matters

Mit „Der tiefe Wald“ findet man beim System Matters Verlag ein weiteres kleines phantastisches Rollenspiel. Dieses dreht sich um Dekolonisation. Konflikte zwischen Monstern und Menschen, genauer gesagt um eine kleine Ortschaft bzw. Dorf. Die genauen Umstände bestimmen die Spielenden. Die Beschreibung des Verlages laß sich sehr gut und verständlich, also musste ich da mal meine Nase reinstecken und schauen wie tief der Wald wirklich ist.

BEVOR ES LOSGEHT
Am Anfang wird nur vorgegeben, dass das Spiel im einem tiefen, von Monstern „bewohnten“ Wald, stattfindet. Also kein großes lesen eines Settings erforderlich. Die Spieler*innen bestimmen die weitere Entwicklung, sowohl des Settings, als auch aller vorkommenden Monstern, wie auch Menschen.

Das Spiel beginnt mit ein paar kleinen Vorbereitungen, welche durch die Spieler*innen  gemeinsam getroffen werden müssen. Da wären unter anderen Gebäude, markante Orte, Monster, etc.. Haben die Spiler*innen sich abgestimmt wird dann alles auf der Karte (eine blanko A4 Seite) eingezeichnet. Keine Sorge man muss kein Pinselexperte sein, eine kleine Skizze, welche nicht mehr als einige Sekunden in Anspruch nimmt, reicht vollkommen aus. – Keep it simple.

Wenn die Spieler*innen das hinter sich gebracht haben, ist jede*r dazu aufgefordert etwas zu einem Monster zu erzählen. Ein paar kleine Fakten.

EIN BLICK AUF DIE REGELN & DAS SPIEL
Die Regeln sind relativ einfach gehalten. Das rundenbasierte Spiel baut auf ein französisches Kartendeck und einem sogenannten Orakel auf. Also kein gewürfel, keine Ergebnistabellen, keine Charakterbögen (und –erschaffung). Nachdem die Spieler*innen also die Karte auf den Tisch gelegt haben, das Kartendeck nach Jahreszeiten gemischt und gestapelt wurde, geht es los. Hier macht „Der tiefe Wald“ es den Spieler*nnen einfach, die Regeln werden nach und nach abwechselnd laut vorgelesen.  Einer der Spieler*innen beginnt mit der Erzählung und Ziehung einer Karte, welche von der Zeit her eine Woche darstellt, und Nutzung des Orakels. Die so entstehenden Abenteuereckpunkte werden auf die platzierte A4-Karte gekritzelt. Und dann geht es mit der Ziehung der nächsten Spielkarte weiter.

Da das Spiel auf Einheitliche Entscheidungen setzt, werden diese alle von den Spieler*innen ausdiskutiert, was zu einer längeren Spielrunde führen kann. .

Wenn die Spieler*innen die Pik-Königin aus dem Kartenstapel ziehen, ist das Spiel beendet.

MEDIADATEN
…Autoren: Avery Alder, Marc Diaz Truman
…Verlag: System Matters Verlag
…Format: Softcover, querformatiges A5, farbig
…Seiten: 68
…Erschienen: 2018
…ISBN: 9783963780141
…Preis: 14,95 EUR (PDF: 7,49 EUR)

MEINE MEINUNG
„Der tiefe Wald“ brauchte etwas um bei meiner Spielrunde auf Spiellust zu stoßen, schließlich muss man sich, wenn man in letzter Zeit eher klassisches Pen-and-Paper-Rollenspiel gespielt hat, doch umstellen. Auf der einen Seite ist keine Spielleitung vorhanden, so dass jede*r Spieler*in mal in eine führende Rolle schlüpfen muss. Auf der anderen Seite, wenn man ein Taktikfreak ist oder Würfelorgien liebt, ist man hier nicht richtig. ABER, wenn man auf erzählerisches spielen steht, welches vor keiner Fantasy halt macht, dann hat man hier genau das richtige gefunden. Bei den Monstern und den Gebäuden kann man voll auf die Brause hauen und tolle Dinge aus dem Hut zaubern, solange alle Spieler*innen dabei mitgehen– wenn ja, kann es spaßig werden,

Die Vorbereitungszeit für „Der tiefe Wald“ war bei uns, von Anfang an, sehr überschaubar. Auch das Spielmaterial, welches man abseits des Buches benötigt, sollte bei jedem zur Hand sein. Ebenso der Kniff am Anfang die Regeln reihum nach und nach vorzutragen, kam gut an.

Das Kartenziehen, das Beschreiben und das Malen ist für die ein oder andere Runde auch wirklich lustig und unterhaltsam. Unsere Strichfigürchen und Symbolskizzen brachten einen Extratouch Humor an den Spieltisch.

Die Möglichkeit der Interaktion, während der Spielphasen und auch bei der Nachbesprechung, können teils echt ermüdend sein, zu mindestens dann wenn man Spieler*innen dabei hat, welche Diskussionen lieben, oder alles zu Tode diskutieren wollen.

Beim Design bleibt sich der Verlag treu und haut nicht 0815-Kost raus, sondern sorgt weiter für Formatvielfalt. Das Layout ist einfach und großzügig gehalten. Allerdings könnte man an der ein oder anderen Stelle etwas an der Schriftgröße/-art schrauben, so dass die Zugänglichkeit noch besser werden würde.

Nach einigen schnellen Runden, kann ich sagen „Der tiefe Wald“ ist hervorragend für Spieler*innen die etwas Neues wagen und dafür nicht tief in die Tasche greifen möchten.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Monsterhasen mit Reißzähnen und Stummelohren

von: Würfelheld

L I N K S


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