Ab in die Schatten – So begann mein Schattenlaufen

Boah, meine Rollenspielanfänge sind schon echt laaaaaange her. Aber es war, es ist und es wird immer ein cooles Hobby bleiben. Wenn ich so zurückblicke, war der Erstkontakt mit Rollenspiel, wie bei so vielen Spielern über „Das schwarze Auge“. Dieses zockte ich dann auch einige Zeit sehr intensiv und mit viel Freude. Auch wenn man den Anfang mit „Orks suchen und klatschen“ sicherlich nicht als große Herausforderung oder extrem abwechslungsreich bezeichnen kann, aber es hat damals viel Spaß gemacht und das ist die Hauptsache.

Allerdings zerlegt sich eine der Spielrunden dann, weil so Sachen wie Umzug, Ausbildung, usw. in die Quere kamen :-). Aber geht eine Tür zu, öffnen sich auch wieder welche. In diesem Fall war es auch so. Bei einem Mitspieler war ein Ausbildungskollege durch-und-durch-Rollenspieler. So schlug dieser vor uns gerne einmal Shadowrun zu zeigen. Also ging es dann ruckzuck und wir saßen am Wochenende am Tisch, vor uns Spieler, jeweils ein Basisbuch-Charakter und ein Spielleiter mit einem schäbigen Grinsen am Kopf des Tisches.

Die Runde fixte mich so an, dass ich nach einiger Zeit selbst tiefer in die Schatten eintauchen wollte. Naja heute setzt man sich an den Rechner, oder zieht das Smartphone aus der Tasche, geht online, und bestellt in einem der unzähligen Onlinestores. Bei uns hieß das damals „Beinarbeit“. So fanden wir dann einen Laden in unsere Nachbarstadt „Moers“. Der Laden hatte sogar den Vorteil, das dieser mit dem Bus gut erreichbar war bzw. alternativ genügend Parkplätze vor der Tür vorhanden waren. Die Kulisse war irgendwie merkwürdig. Stand man vor dem Laden, hatte man im Rücken ein Krankenhaus. auf der linken Seite ein Blumengeschäft und auf der rechten Seite einen Bestatter. Der Laden war eigentlich Chaos pur. Man kam nur rein, mit 1-2 Leuten, wenn der Besitzer genügend Kartons vorher rausgeräumt hatte (das ging nur bei guten Wetter), sonst musste man sein Anliegen von der Türe aus vortragen. Vorbestellungen liefen zu einem großen Anteil schief. Nett formuliert war der Besitzer nur da um einen das Geld abzunehmen und Mumpitz zu erzählen.

Alternativ entdeckten wir einen Laden in der Wohnsiedlung hinter dem Duisburger Bahnhof. Der war zwar gut sortiert, aber der Besitzer war Kettenraucher. Dementsprechend kann man sich vorstellen wie die Bücher „rochen“ und „aussahen“. Echt appetitlich.

Aber nichts destotrotz hat man sein Zeug bekommen. Heute habe ich mal meine ersten drei Bücher rausgekramt und will sie euch einfach mal zeigen. Der Zustand ist halt gebraucht und nach fast 25 Jahren.. und ja die Buchschutzfolie war seinerzeit eine dumme Idee, wobei, so wie wir früher am Spieltisch geasst haben, fast unvermeidbar 🙂

Leider kann ich auf meine ersten DSA- und Spielbücher nicht mehr zurückgreifen. Diese beglücken mittlerweile andere Spielerinnen.

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