[Rezension] Der Puppenkiller (Geocaching-Thriller)

© Jörg Benne

Jörg Benne ist seinen Fans eher durch seine Fantasy-Romane und zwei Spielbüchern bekannt. Nun wagt er sich auf ein ganz anderes Gebiet, denn „Der Puppenkiller“ ist ein böser Thriller, der mit einem derzeit sehr beliebten Hobby spielt.

INHALT
Hanna, Ben und Leon sind begeisterte Geo-Cacher, das heißt, sie folgen Hinweisen zu einem bestimmten Ort, um dort einen „Schatz“ zu finden oder ein Rätsel zu lösen. Möglich gemacht hat das quasi erst das überall vorhandene mobile Internet und die Möglichkeit bestimmte Koordinaten auf Karten anzupeilen.

Diesmal lassen sie sich auf etwas ganz besonderes ein, auf einen Cache, der mitten auf einem verlassenen Bauernhof liegt. Dort gehen sie den Spuren eines fiktiven Serienkillers nach. Doch als Hanna verschwindet, droht aus dem Spiel bitterer Ernst zu werden.

MEDIADATEN

…Autor: Jörg Benne
…Verlag: Selbstverlag
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 212
…Erschienen: 25. Juni 2021
…ISBN: 979-8510083101
…Preis: 7,99 EUR (Alternativ eBook: 2,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Um die Geschichte zu erzählen hat Jörg Benne sich vermutlich selbst an den Hobby versucht und auch leidenschaftliche Fans des Geocachens befragt, um die Geschichte auch möglichst glaubwürdig zu vermitteln. Dabei verzichtet er aber auch auf eine genauere Charakterisierung der drei Hauptfiguren, die dadurch eher austauschbar bleiben, dafür aber eine wunderbare Identifikation für die Leser*innen bieten. Man erfährt jedenfalls genug, um sie einschätzen und eine Verbindung zu ihnen entwickeln zu können, aber niemand von den Helden schleppt diesmal Traumata oder gar düstere Geheimnisse mit sich herum.

Diese besitzt eher das Abenteuer, das im Präsens und quasi auch mit genauen Zeitangaben erzählt wird. So läuft die Geschichte auch innerhalb eines Abends ab und führt die Helden und die Leser*innen von Rätsel zu Rätsel, bis es wirklich ernst wird.

Dabei spielt Jörg Benne geschickt mit den Erwartungen der Leser*innen und schafft es so in den Bann zu schlagen, auch wenn das Ende ein wenig überhastet wirkt. Immerhin spart er Gewalt weitestgehend aus.

Es ist gruselig, aber niemals so, dass sich zartere Gemüter davon abgestoßen fühlen. So werden auch Jugendliche ab zwölf Jahren sicherlich ihren Spaß an dem Abenteuer haben, dass bis zu einem gewissen Grad sicherlich auch einen spannenden Cache bieten würde, setzte man es um. Leser*innen, die bisher noch nichts darüber wissen, erhalten so auch eine gewisse Einführung in das Hobby.

„Der Puppenkiller“ ist ein Thriller, der sich an Jugendliche ab zwölf Jahre richtet und sicherlich auch Interesse am Geocachen wecken könnte. Die Handlung ist dabei ganz auf das Abenteuer ausgerichtet, so dass die Figuren etwas zu kurz kommen, was aber nicht weiter stört.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Abenteurer

von: Kris

L I N K S

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