[Rezension] Paulson`s Peak (Spielbuch, Mystery)

© Mantikore Verlag

„Paulson‘s Peak“ ist nicht das erste Abenteuer-Spielbuch von Jörg Benne, aber das in dem er etwas ausprobiert, was bisher noch kein anderer Autor gewagt hat. Denn es geht unter anderem auch darum Rätsel zu lösen, was das Buch in die Nähe der derzeit so beliebten „EXIT-Games“ bringt, die teilweise sogar aufwendig vermarktet werden.

INHALT
Sid Mercer, der Kurator der „Henry Paulson Stiftung“ bittet um Hilfe. Auch nach mehr als zwanzig Jahren kommt das Anwesen, in dem der Stifter bis zu seinem rätselhaften Tod gelebt hat, nicht zur Ruhe, denn es spukt in dem langsam immer mehr verfallenden Gemäuer. Niemand wagt sich mehr wirklich in die Nähe des Hauses, da dort gerade in den Nächten zu viel geschieht.

Deshalb ist es nun wichtig, dass ein erfahrener Ermittler nach dem Rechten schaut und vielleicht die Rätsel lösen, die das Haus umgeben. Und tatsächlich gibt es schon bald viele düstere Geheimnisse zu entdecken, die nicht nur die Ereignisse aus den 1960er Jahren erhellen, sondern auch die grausamen Taten, die sich dort ereigneten. Der gesunde Menschenverstand ist gefragt, aber auch der Mut, dem Übersinnlichen zu trotzen.

MEDIADATEN

…Autor: Jörg Benne
…Titelbild & Illustrationen: David Staege
…Verlag: Mantikore Verlag
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 342
ISBN13: 978-3961881390
…Preis: 14,95 EUR

MEINE MEINUNG
Von der Struktur her ist das Buch so aufgebaut wie alle anderen dieser Art – der Leser folgt den entsprechenden Hinweisen von Abschnitt zu Abschnitt und stellt sich den Herausforderungen, immerhin gibt es diesmal nur sehr wenige tote Enden. Auch der Zufallsmoment ist nicht vorhanden, man brauch keine Würfel, um seinen Weg zu steuern.

Das Buch konzentriert sich ganz allein auf die Kombinationsgabe der Spieler, die diesmal besonders gefordert werden. müssen sie sich doch einigen fiesen Rätseln stellen, durch die man immerhin auch Gerätschaften reparieren kann.

Die Geschichte ist aber so angelegt, dass man diese Rätsel notfalls umgehen kann, wenn man einfach nicht weiter kommt, was auch dafür sorgt, dass man nicht frustriert irgendwo hängen bleibt. Sie sind aber das Salz in der Suppe und enthüllen Details, die den Spielverlauf runder machen.

So ist garantiert, dass man später vielleicht noch einmal nach dem Buch greift, wenn man sich noch einmal an den Aufgaben versuchen will.

Die Bilder sind diesmal nicht nur schmückendes Beiwerk, einige enthalten durchaus auch verborgene Informationen und sollten genauer angeschaut werden.

Die Handlung ist gut aufgebaut, als Spieler kann man erst einmal Informationen und ggf. auch Gegenstände sammeln, die später noch wichtig werden, denn erst nach und nach schleicht sich das übersinnliche Grauen ein. Und das ist sehr passend eingebaut, bietet einen Mix aus klassischer SF, einem Hauch Mystery und Krimi.

Alles in allem bekommt man ein Buch geboten, dass vielleicht nicht direkt etwas für Anfänger ist, sondern sich eher an die alten Hasen richtet, die ein etwas anspruchsvolleres Spiel genießen wollen das zudem noch atmosphärisch erzählt wird.

„Paulson‘s Peak“ bietet atmosphärischen Mystery-Spielspaß, bei dem es vor allem auf das eigene Köpfchen ankommt. Wer knifflige Rätsel und spannende Geschichten mit einem interessanten Hintergrund liebt, der wird dieses anspruchsvolle Abenteuer-Spielbuch jedenfalls durchaus zu schätzen wissen.

MEINE WERTUNG
4,5 von 5 Geheimnissen

von: Kris

L I N K S

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