[Rezension] Die Schwerttanz-Saga: Täuscher (Roman, Fantasy)

© Kay Noa

Bisher hat Kay Noa eigentlich eher romantische Titel geschrieben, zwei davon mit phantastischem Einschlag. Nun aber präsentiert sie mit der „Schwerttanz“-Saga eine epische High-Fantasy-Geschichte, die offensichtlich ihr Herzenskind ist und damit nicht ganz so leichtfüßig daher kommt wie viele ihrer anderen Romane. Erschienen ist der erste Band „Täuscher“, der für die zweite Auflage noch einmal gründlich überarbeitet wurde.

Alles scheint am Kaiserhof des Kernlandes seinen gewohnten Gang zu gehen. Die Adligen blicken auf die einfachen Leute hinunter und erfreuen sich ihres Lebens, spinnen mal mehr mal weniger gehaltvolle und gefährliche Intrigen.

Menschen wie Xeroan, die nicht einmal auf ein gutes Elternhaus zurückblicken können, müssen zufrieden sein, mit dem, was sie haben. Dem klugen jungen Mann geht es noch vergleichsweise gut, ist er doch Schreiber in der Bibliothek und untersteht nur dessen Leiter. Der hat eine hübsche Tochter namens Lyressa, die ihm auch nicht abgeneigt zu sein scheint.

Da bekommt er von einem der Mitglieder des Rates die Aufgabe alte Schwertsagen zusammen zu suchen und -stellen, eine ungewöhnliche Aufgabe, die zunächst keinen Sinn zu haben scheint . Das aber ändert sich, als er auf eine alte Prophezeiung stößt. Und die wollen sich einige zu Nutze machen, vor allem die, die ohnehin schon im Geheimen nach der Macht greifen.

MEDIADATEN

…Reihe: Die Schwerttanz-Saga , Band 1
…Autor: Kay Noa
…Verlag: Publz oHG
…Format: Paperback
…Seiten: 514
…Erschienen: Dezember 2018
…ISBN: 978-1980703709
…Preis: 16,58 EUR (eBook: 2,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Der erste Band der Saga lässt sich sehr viel zeit, die Figuren und einige Handlungsorte einzuführen, die meiste Zeit verweilt er aber bewusst am Hof der Kernlande, an dem noch die meisten Fäden zusammen laufen. Es sind die jungen Leute, die nach und nach in das Netz der Intrigen gezogen werden – der aufrechte und weltfremd scheinende Xeroan genau so wie seine Freundin, die damit leben muss, dass sie ihrem Vater mehr oder weniger als Preis dient, den man im Kampf um die Macht an den Meistbietenden verschachern kann. Zum Glück hat das Mädchen jemanden, der sie zu beschützen weiß und trotz der eigenen Stellung das tut, was wichtig ist.

Die wichtigen Figuren werden sehr aufmerksam aufgebaut, anhand des Stellenwerts, den sie in der Geschichte haben, kann man schon ahnen, wie bedeutsam sie in der weiteren Geschichte werden könnten. Bei vielen Nebenfiguren belässt es die Autorin dann doch eher bei den üblichen Archetypen und nur all zu vertrauten Klischees, um Sympathie oder Antipathie zu erzeugen.

Das Buch spielt deshalb erst einmal eine ganze Weile mit den Beziehungsgeflechten und positioniert einige der Charaktere bereits interessant zueinander, den mythologischen Überbau hält die Autorin noch etwas zurück und lässt ihn nur nach und nach einfließen.

Episch könnte das in der Tat werden, denn die Sache ist größer als vermutet, wie erste andere Handlungstränge auch verraten. Hinter den Kulissen geht einiges vor, und in diesen Entwicklungen hat auch der im Klappentext erwähnte Dämon seine Krallen mit im Spiel.

Insgesamt ist die Spannung eher moderat, weil sich die Geschichte viel Zeit nimmt, alles aufzubauen, aber man merkt auch wie sorgfältig die Autorin ihre Geschichte aufbaut.

Man sollte daher anfangs nicht all zu viel Action aber dafür mehr Geplänkel erwarten, denn zum Ende des Romans hin, sorgen die Andeutungen dafür, dass man doch gerne weiter lesen möchte, ebenso wie der Cliffhanger.

„Täuscher“, der erste Band der „Schwerttanz-Saga“ ist daher vor allem für die Fans sorgfältig aufgebauter Epen interessant, denn Kay Noas nimmt sich für ihr Herzenskind Zeit, die Welt liebevoll auszubauen und das Szenario wie auch die wichtigen Figuren plastisch vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen. Eine leichtfüßige Lektüre wie andere ihrer Werke ist dieser Roman nämlich nicht.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Schwertern

 

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