[Rezension] WARIGIN (Brettspiel, Strategie)

© 3-headed-dog

Was hat mich denn da für ne komplett schwarze Box zugeschickt, die lediglich von einem stilisierten W8 geschmückt wird. Ich mag ja Minimalismus. Mal direkt aufmachen und losspielen…

INHALT
Anleitung, Acryl-Spielbrett, 2 achtseitige Würfel, 36 Holzfiguren (davon 3 Ersatzfiguren – da hat mal jemand mitgedacht), 51 Kampfkarten, 36 Aktionskarten, 19 Eventkarten, 4 Infokarten

HINTERGRUND
Klassisch as klassisch can be! Es gibt die Mächte des Himmels, der Hölle und des Nichts, die eigentlich friedlich und gleichberechtigt nebeneinander her existieren sollten. Natürlich kommt es immer anders, als man denkt (oder eben genauso, wenn man schon lange im Geschäft ist) und natürlich will eine der Fraktionen die Oberhand gewinnen und es gibt Krieeeeeeeeg!

Ich finde das „Warigin“-Wortspiel mit „War“ und „Origin“ ja extrem schnuffig, aber seien wir ehrlich „Origin Wars“ hätte vom Sound her deutlich geiler und brachialer geklungen.

MEDIADATEN

…Verlag: 3-headed dog
…Spielerzahl: 2-3
…Alter: 16+ Jahre
…Spieldauer: 15-60 Minuten
…Genre: asymmetrische Strategie
…EAN: weitere Informationen
…Preis: ca. 45 Euro

SPIELMECHANIK
Wie im Hintergrund geschildert gibt es drei Fraktionen, die sich kriegerisch miteinander messen. Zu Beginn wird darum geboten, wer mit einer Fraktion gegen die geballte Macht der beiden anderen Fraktionen antritt. Asymmetrische Spiele rennen bei mir ja ohnehin schon offene Türen ein. Das Ziel des Spiels besteht darin, die (respektive eine) das Feld der Festung des Gegners oder der Gegner zu betreten. Die Verteidiger gewinnen allerdings auch, wenn der Herausforderer keine Einheiten mehr hat.

Zu Beginn des Spiels werden 9 Aktionskarten ausgelegt und es wird reihum darum geboten, alleine gegen die beiden anderen Fraktionen anzutreten. Je länger sich dieses Pokern hinzieht, umso mehr der ausliegenden Aktionskarten kann der Einzelspieler sich dann, wenn er sich entscheidet, nehmen.

Ist diese Entscheidung getroffen, so werden die Spielsteine verdeckt um die eigene Festung herum platziert. Verdeckt nur insofern, als dass an der Unterseite der Pöppel ein Schwert – in meiner Version keine Schwert – (stinknormaler Scherge mit einem Angriffswürfel oder einer Angriffskarte) oder zwei Schwerter (Held mit zwei Karten oder Würfeln) zu sehen sind. Netter Clou ist, dass man sich selber merken muss, wo man was aufgestellt hat, denn im Laufe des Spiels darf man nicht mehr nachsehen – JA, nicht einmal bei seinen eigenen Figuren.

Zu Beginn jedes Zuges wird dann eine Ereigniskarte aufgedeckt, die für diesen Zug für bestimmte Bedingungen sorgt

Innerhalb des Zuges darf der (alleine spielende) Herausforderer drei Dinge tun (1 Aktion und 2 Bewegungen oder 3 Bewegungen) – die beiden anderen Fraktionen dürfen 1 Aktion und 1 Bewegung oder zwei Bewegungen ausführen.

Betritt man ein Feld, auf dem ein gegnerischer Pöppel steht, so kommt es zu einem Kampf (und JA, jetzt darf, beziehungsweise muss man nachsehen, ob es ein Soldat oder ein Held ist, der da kämpft). Dieser kann ganz klassisch ausgewürfelt werden. Helden würfeln mit zwei Würfeln und Soldaten mit einem – die höhere Augenzahl siegt, der Verlierer kommt vom Brett. Wahlweise kann man auch mit Kampfkarten spielen – hier legt jeder zwei seiner Kampfkarten, Bei Helden werden die Werte addiert, bei Soldaten gilt der niedrigere Wert.

Das mal so für die Basics – Warigin bietet noch ein paar kleine zusätzliche Kniffe, aber das sollte erstmal ausreichen, damit ihr euch einen groben Überblick verschaffen könnt.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Wertungssystem, denn es gibt eine Bewertung, die man über mehrere Partien hinweg mithalten kann, um so herauszufinden, wer der verdiente Sieger im großen Krieg ist.

Weiteres Plus ist die schon von Start weg vorbereitete Einsteiger-Zweierpartie. Es geht doch nichts darüber, die Einstiegshürde für Brettspiele möglichst gering anzusetzen – so konnte selbst ich direkt loslegen (und direkt mal gewinnen).

MEINE MEINUNG
Stratego-Magic-Skat-Schach! Das ist fast noch besser als Geheimagenten-Laser-Schach! Das wollte ich schon immer in meinem Spieleschrank haben…

Nach dem Lesen der Regeln war ich etwas ernüchtert und zweifelte daran, dass dieser Melange aus klassischen Spielmechanismen auch nur annähernd funktionieren würde. Tatsächlich funktioniert es dann aber wirklich ordentlich und macht im Spiel Spaß – ich nenne das mal spontan den „Spartacus-Effekt“.

Trotz der vielen Karten bleibt das Spiel aber dennoch recht abstrakt, was vielleicht an den klassischen Holzpöppeln liegen mag. Wer aber gerne eine aufgepimpte Stratego-Schach-Version spielen möchte, der sei herzlich eingeladen, Warigin zumindest einmal anzutesten.

MEINE WERTUNG
4 von 5 zusammengeworfene, aber funktionierende Mechanismen

von: Mo

 

WEITERE INFORMATIONEN ZU WARIGIN

 

 

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